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Karajan, Herbert: Versuch einer Annäherung

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Szellfan
Hat sich gelöscht
#201 erstellt: 21. Okt 2010, 19:05
...da hast Du wohl unumwunden recht...
op111
Moderator
#202 erstellt: 21. Okt 2010, 22:08

Szellfan schrieb:
Allerdings witzig, daß wir darüber schreiben, wo es doch eigentlich um Karajan geht, dem, bei dem immer alles fließt?

Zügig ohne Punkt und Komma war Karajan selten, meistens bei Werken, die ihm nichts bedeuteten (ausser den Einnahmen) und die deshalb routiniert "abgezogen" wurden.
Szellfan
Hat sich gelöscht
#203 erstellt: 22. Okt 2010, 06:18
Hallo op111,
mein Satz war doch auch ein wenig ironisch gemeint.
Obwohl ich Karajans Aufnahmen immer ein wenig so verstehe, daß er einer klanglichen Linie folgt und manche Pause oder Nebenstimme diesem Fluß unterordnet.
Das ist sehr schön, ich zolle ihm dafür auch meine Bewunderung, aber es ist einfach nicht meine Art, Musik zu hören.

Eigentlich aber wollte ich nur vermeiden, daß wir ein Thema wie Schreibstil etc. an diesem Orte diskutieren, an dem es doch um Karajan gehen sollte.
Herzliche Grüße, Mike
op111
Moderator
#204 erstellt: 06. Mrz 2015, 12:31
Die bei EMI/Warner erschienene Herbert von Karajan Edition bietet interessantes Vergleichsmaterial, da dort etliches für die DG eingespieltes Repertoire in kurzem zeitlichem Abstand wiederaufgenommen wurde. Die Aufnahmeorte sind z.T. die selben, Aufnahmeteam und Produzent jedoch andere.
Zum Beginn:
Anton Bruckner
Symphonie Nr. 4 (Mischfassung Haas)
aus
Herbert von Karajan Edition 11 - German Romantic Music 1970-1981

Berliner Philharmoniker,
Herbert von Karajan
Spielzeit: 70:18 !
Warner, ADD, (A) 1970 EMI, Berlin, J.C.Kirche, Prod.: M. Glotz, Tonmeister: Wolfgang Gülich
jpc.de

Aus der Unglücksserie der EMI, bei der sich etliche Produktions- und Editingfehler v.a. in die Erstausgaben reingemogelt haben (falsche Schnitte, verwechselte Bänder ). (s.a. R. Osborne: A Life in Music).
Der an sich guten Aufnahme hört man ihr Alter v.a. am Klirr ab den forte-Passagen, den deutlichen Schnitten und Pegelsprüngen an.
Gülich bevorzugte eine geringe Anzahl an Stützmikrofonen und erzielte einen wesentlich halligeren, indirekten Klang.
Produzent M. Glotz gab Karajans Abneigung gegen Korrekturtakes williger nach als Hans Weber bei der DG.
Als Vergleichsobjekt bietet sich die wesentlich direkter klingende Aufnahme der DG an, die nur wenige Jahre später erschien.

op111
Moderator
#205 erstellt: 13. Feb 2026, 18:07
Hallo zusammen,
aktuell in der Frankfurter Allgemeine Zeitung;

Karajan in der NS-Zeit :
„War Herbert von Karajan auch ein Gesinnungsnazi?“
Von Jan Brachmann


FAZ: Jan Brachmann: Gespräch mit Michael Wolffsohn

12.02.2026, 13:18 Lesezeit: 9 Min.

Franz
Mars_22
Inventar
#206 erstellt: 14. Feb 2026, 07:47
Danke für den Link. Das ist ein interessanter Artikel.
op111
Moderator
#207 erstellt: 02. Mrz 2026, 16:14
Eine Kritik aus dem Rondomagazin zu Wolffsohns Buch.
Rondo Kai Luehrs-Kaiser

Dr. Kai Luehrs-Kaiser "Formal-Nazi“?
Entschärft ein neues Buch den politischen „Fall Karajan“?


Rondo schrieb:
...Was aus Wolffsohns Argumentation überhaupt nicht folgt, aber dennoch implizit behauptet wird, ist die Frage, ob der Ausdruck „Formal-Nazi“ angebracht sei. Dieser wird von Wolffsohn für Karajan reklamiert, und darin liegt tatsächlich eine gewisse Relativierung. Warum solche Rücksichtnahmen? Koscher oder auch nur sympathisch hat sich Karajan nicht verhalten. Dass ihm nach dem Krieg aus seiner Vergangenheit ein Strick gedreht worden wäre, lässt sich auch nicht behaupten. Die Ergebnisse mögen die Karajan-Stiftung erfreuen. An der Bewertung Karajans ändern sie nichts.



Franz
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