Lautsprecherbau für Einsteiger

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masterseh
Neuling
#1 erstellt: 12. Dez 2014, 22:05
Hallo zusammen,
Das nachfolgende richtet sich vor allem an alle "Einsteiger" im Boxenbau, die zudem auf ein eher schmaleres Budget zurückgreifen können.
mein Interesse, was den Lautsprecherbau angeht wurde vor ca vor 2 Jahren geweckt, als ich bei einem guten Bekannten die Musikanlage begutachten durfte. Das hat mich dann doch ziemlich vom Hocker gerissen, auch wenn mir bewusst war, dass was ich da hören durfte wahrscheinlich nur ein sehr sehr kleiner Teil besitzt. Aber ab dem Zeitpunkt war für mich klar, "sowas will ich auch". Natürlich weitaus kleiner und für einen Schüler finanzierbar und so ist es zu meinen 2 Lautsprechern gekommen.
Anfangs stand die Frage im raum, baue ich ein 3 Wege oder ein 2 einhalb Wegesystem. Ich habe mich dann für das 2 einhalb Wegesystem entschieden, das in dem Fall ein besseres Ergebnis gebracht hätte.
der Bassmitteltöner ist in dem Fall ein W200S von Visaton, als Hochtöner fungiert der DSM 25FFL und als Superhochtöner der DTW 72 auch von Visaton.
Der Bassmitteltöner wird mit einer Weiche 3. Ordnung bei 2000Hz angekoppelt. Der Superhochtöner dementsprechend auch mit einer Weiche 3. Ordnung angekoppelt und der Superhochtöner mit einer Weiche 2. Ordnung bei 5000Hz angekoppelt. Hier kann ich nur wämstens das Programm "Boxsim" von Visaton empfehlen, mit dem die Berechnungen speziell von Visaton Chassis ein Kinderspiel sind. Für den Bassmitteltöner habe ich ein 60 Liter Bassreflexgehäuse gewählt, wodurch ausreichend Tiefgang gewährleistet ist. Zu den Hochtönern muss man sagen, dass diese sehr knallig wirken dies war mir aber von vornherein bekannt und deshalb sind alle Hochtöner mit Pegelreglern versehen mit denen alles nach Hörgeschmack verstellt werden kann. Zusätzlich ist für den Bassmitteltöner noch eine Impendazkorrektur für die Schwingspuleninduktivität eingelötet.

Frequenzweiche

Beim Bau vom gehäuse habe ich mich damals aus Mangel an Erfahrung für ein rechteckigen Design entschieden. Hier kann ich nur raten alles vorher in einem 3D Programm (z.B. google sketch up o.ä) zu "bauen". Dies geht weitaus einfacher als alles per and zu zeichnen und man kann sich das Endergebnis schon vorstellen. Für mich war es am einfachsten die einzelnen "Bretter" direkt beim Baumarkt zurecht sägen zu lassen und dann nur noch anzupassen. Aufgrund des handwerklichen Betriebs meiner Mutter hatte ich eine große Werkstadt mit allen erdenklichen Geräten und Werkzeugen zur Holzbearbeitung. Das Resultat ist trotzdem für mich mittelmäßig zufriedenstellen, weil das Ausgangsmaterial roh-span und nicht Mdf war. Egal nach viel Spachtelarbeit habe ich mich dann entschieden das Gehäuse mit einer dünnen Polyethylen platte zu verkleiden, die vorher auf der Rückseite schwarz lackiert wurde. Dadurch entsteht ein schwarz Hochglanz Effekt der 1. günstiger und 2. nicht so empfindlich gegen Stöße ist. Im nachhinein kann ich aber das nur denjenigen empfehlen, die zum Lackieren kein geld haben oder sich mit Plexiglas/Kunststoffbearbeitung sehr gut auskennen. Wahrscheinlich werde ich das Gehäuse doch lackieren lassen. Hier mal ein Bild dazu:

Bild 1

Bild2

Zum Klang: Ich verwende einen Yamaha RX-V659 receiver, der ja eigentlich für surround gedacht ist und auch trotzdem noch viel spielraum nach oben lässt. Der klang ist sehr ausgewogen, wenn man an den Pegelreglern ein bisschen spielt. aber wie bei allem handelt es sich hier um das persönliche Hörerlebnis, ich kann mir gut vorstellen das manchen das zu schrill wäre. Alles in allem kann ich aber sagen, dass ich sehr zufrieden bin, vor allem für das Geld. Man muss anmerken, dass diese Lautsprecher nicht zur übermäßigen Partybeschallung dienen, sondern zum genüßlichen Musikhören. das soll nicht heißen, dass sie leise sind, aber es ist nunmal keine PA Anlage

Ich kann nur allen "Anfängern" raten, die mit dem Gedanken spielen in den Selbstabau einzusteigen sich jemanden zu suchen, der Ahnung von der Materie hat und sich Tipps und Hilfe zu holen. und dann kann man selbst mit einem kleineren Budget (was die Hifi Welt anbelangt) etwas sehr ordentliches auf die beine stellen.
falls fehler vorhanden sind, bitte drauf aufmerksam machen, ich kenne mich selber noch nicht so gut aus und wollte einfach nur allen blutigen Anfängern wie ich es bin Mut machen nicht zu zögern, sondern zu probieren.

Bis dahin
punsch
Stammgast
#2 erstellt: 13. Dez 2014, 11:45
Eieiei,

ich will dich ja nicht desillusionieren, aber das was du da gebaut hast ist Schrott.

Sorry für die harten Worte aber bevor du noch mehr Geld da rein investierst...

Wie kommt man auf die Idee 2 Hochtöner zu verwenden?
Zeig mal den Fq-gang der Simu bitte.

Und das die Simu nicht unbedingt der Realität entspricht ist dir klar?
Warum filter 3. Ordnung?
Warum den Tmt und Ht so weit auseinander?

Lies doch mal ein Buch zum Thema. Bernd Stark Lautsprecher Handbuch wäre doch mal ein gutes Weihnachtsgeschenk.

Ich würde an deiner Stelle mal einen vernünftigen Bauvorschlag bauen, damit du mal ungefähr weißt wie sich so was anhört.
Von mir aus auch mit Visaton. Dann kannst du das ganze nach simulieren und auch nachvollziehen.
Dann eventuell mal günstiges Messequipment kaufen und lesen lesen lesen.....

Es hört sich jetzt vielleicht entmutigend an. Es ist aber nicht so gemeint.
Ich will dir nur klar machen, das du da ziemlich viele Fehler gemacht hast.
Das es sich für dich gut anhört will ich gar nicht bezweifeln, aber baue einfach mal was erprobtes zum Vergleich.
Muss ja nicht teuer sein.

Mit gut gemeinten Grüßen

Markus
masterseh
Neuling
#3 erstellt: 13. Dez 2014, 17:48
Unbenannt
Shademan1337
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 13. Dez 2014, 18:54
und welchen nutzen hat jetzt dieser superhochtöner?

vielleicht les ich das diagramm falsch, aber das sind 15db mehr bei hohen frequenzen?
punsch
Stammgast
#5 erstellt: 13. Dez 2014, 23:35
Da kriegt man ja Ohrenkrebs.

Klemm den "Superhochtöner" ab.

Dir ist klar das man meist eine gerade Linie des Frequenzganges anstrebt?
Wenn schon die Simulation voll daneben ist, dann versteh ich´s eigentlich auch nicht mehr.

Willst du eigentlich hilfe haben? Bzw. siehst du ein das es Käse ist was du da gemacht hast? ...
oder wolltest du nur mal dein Werk vorstellen?

Mit freundlichen Grüßen

Markus
masterseh
Neuling
#6 erstellt: 14. Dez 2014, 16:07
der Superhochtöner ist praktisch abgeklemmt, der ist auf ein viertel runtergedreht, das kann ich in der Simulation ja nicht darstellen.
Hier mal die Simulation ohne Superhochtöner:

Unbenannt2
Shademan1337
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 16. Dez 2014, 19:50
Das sieht doch schon besser aus.
Jetzt muss das ganze noch etwas die durchgehende steigung verlieren, und dann bist du doch voll dabei.
Wie das geht muss dir leider jemand mit Ahnung erzählen...
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