Alex Gresler's "Little Yellow Cab" (LYC)

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1406rw
Gesperrt
#1 erstellt: 27. Feb 2018, 14:47
Ja was soll ich sagen? Kaum ist der Bau der Quintet (CT280) abgeschlossen, steht schon ein neues Projekt in den Startlöchern

Warum das Ganze? Nun die Quintet sind sehr gute Lautsprecher. Ganz ohne Zweifel. Vor allem dann, wenn man den Materialpreis bedenkt, denn der ist nun mal mehr als überschaubar. An und für sich wurden die Quintet für das Büro zuhause gebaut. Geplant war, dass das Büro im Laufe des Jahres umgebaut wird und die Lautsprecher dann richtig positioniert werden können. Diesen Plan muss ich allerdings vorerst verschieben, da wir nun einigen anderen Dingen den Vortritt geben. Zur Erinnerung: aktuell stehen die Quintet direkt an der Wand und nur angewinkelt auf dem Schreibtisch und noch nicht auf Ständern.

Dass gerade die wandnahe Aufstellung sowie der Hörabstand diesen Lautsprechern Probleme bereiten würde, war von Anfang an klar. Da sich also der Plan mit dem Büro geändert hat, muss jetzt also auch das Thema Musik im Büro überdacht werden.

Was zu allem noch dazu kommt: ich habe einfach Lust wieder was zu bauen Nach der Crazy und der Quintet sollte es mal etwas "höherwertigeres" werden. Nicht, dass die genannten Lautsprecher nicht hochwertig wären, aber ihr wisst, was ich meine!

Da ich auf jeden Fall wieder etwas von Alex bauen wollte (ich bin von seinen Entwicklungen einfach überzeugt) und mir die LYC mit ihrer gelben Membran rein optisch sehr gut gefallen, fiel die Wahl auf eben diese.

- Die Weichenteile wurden letzte Woche bereits bei Quint bestellt, die Lieferung erfolgte am nächsten Tag (Respekt!)
- Fibsorb 100 kommt vom Schaumstoffdiscounter - Bestellung ist heute raus
- Die Chassis wurden heute bei Voelkner bestellt: SPH-200KE 79,09€ / DT-254 29,60€
- Den WG-300 habe ich bei Amazon entdeckt - ebenfalls heute bestellt

Der Postbote wird also wieder Spaß haben

Das Holz wird dann sobald die restlichen Teile da sind im Baumarkt um die Ecke besorgt. Entgegen anderer Erfahrungen habe ich dort noch nie Probleme mit den Zuschnitten gehabt. Weder zu groß, noch zu klein oder gar verzogen/verbogen.

Aktuell ist der Plan, die LYC optisch genau so zu gestalten, wie Alex sie gebaut hat. Alex war so nett und hat mir mitgeteilt, dass seine LYC ihr Finish mit "Montana Granit Effekt Lack" erhalten haben.

Da der Bass der LYC auf dem Schreibtisch vermutlich ein wenig "dick" werden könnte, werde ich zusätzlich kleine Ständerchen bauen. Da schweben mir Ständer mit einer Grundplatte aus Granit und Alurohren vor. Mal gucken, was es dann am Ende wirklich wird

Die Quintet werden aber definitiv bleiben: Sie werden im Trainings-/Bastelkeller einen Platz finden. Für diesen Raum habe ich nämlich noch keine Lösung und es wird Musik über die internen Lautsprecher des iPads gehört. Da ich schon lange was mit dem Raspberry Pi und dem HiFiBerry Amp machen wollte, wird das wohl die Verstärkerlösung für den Keller werden
Viper780
Inventar
#2 erstellt: 28. Feb 2018, 02:12
Sind die LYC fürn schreibtisch nicht etwas "dick"?

Auch sind sie eher für eine freie Aufstellung gedacht. Wandnah und dann noch am Schreibtisch werden die zusehr aufdicken. Evtl kannst du ja auf den GHP Kondensator verzichten. Auch das mit den Ständern wird nur bedingt helfen da du mit dem Hochtöner nicht höher als deine Ohren sollst.

Aber Prinzipiell ist es wirklich ein toller Lautsprecher der für das Geld einen umwerfenden Klang liefert. Kenn nur wenig was da mithalten kann.
1406rw
Gesperrt
#3 erstellt: 28. Feb 2018, 11:18
Über das Weglassen des GHP habe ich auch schon nachgedacht - das wird "try and error". Die Weiche wird ohne aufgebaut und den Kondensator kann ich dann immer noch in die Zuleitung legen.

Was die Größe angeht: sehe ich kein Problem. der Schreibtisch ist riesig. Zwar werden die LYC einem direkt ins Auge springen, wenn man ins Büro kommt, stört mich aber nicht. Ständerchen werde ich wahrscheinlich trotzdem benötigen, da der HT bei direkter Aufstellung auf dem Schreibtisch nicht ganz auf Ohrhöhe sein dürfte. In letzter Instanz könnte ich die beiden Lautsprecher auch links und rechts neben den Schreibtisch auf Ständer stellen - dann wandert aber die rechte Seite in sehr nah in eine Ecke.

Wenn die LYC bei der Aufstellung nicht klingen sollten, dann werden diese eben den Keller beschallen und die Quintet kommen als Rears ins Wohnzimmer. Da bin ich relativ flexibel
Black-Devil
Gesperrt
#4 erstellt: 28. Feb 2018, 13:09
So ein kleiner Ständer kann schon einiges bringen. Die Speedster habe ich damals auch auf eine ca. 15cm hohe Ablage gestellt, was nicht nur den HT auf Ohrhöhe brachte sondern auch im Bass und Grundton deutlich schlanker klang (direkt auf dem Schreibtisch war es einfach zu viel des Guten).
Vor allem bei so kurzen Abhördistanzen sollten die LS schon gut ausgerichtet sein.
Viper780
Inventar
#5 erstellt: 28. Feb 2018, 17:16
Es gibt mim Studio-Monitorbereich so Schaumstoffkeile wo die LS einerseits etwas entkoppelt werden und auf der anderen Seite besser ausgerichtet sind. Evtl passt das ja auch hier.
Erhöhung ist sicher nicht falsch, aber Welten würd ich nicht erwarten.
herr_der_ringe
Inventar
#6 erstellt: 01. Mrz 2018, 00:05
den kondensator wegzulassen macht zwar den bass dünner - zieht aber leider auch unweigerlich eine überhöhung im oberbass nach sich. kein wunder, denn das gehäuse ist jetzt ja plötzlich zu klein
ergo: ganz schlechte idee...

vorschlag: das gehäuse etwas großvolumiger aufbauen und mit einem vergrößerten kondensatorwert spielen.
1406rw
Gesperrt
#7 erstellt: 01. Mrz 2018, 09:38
Guten Morgen Martin,

vielen Dank für den Link in der PM. Werde ich mir heute Abend mal zu Gemüte führen.

Jetzt musst du mir aber noch ein bisschen aushelfen: in wie weit würde ein größeres Gehäuse helfen, dass die LYC bei Wandnaher-/Schreibtischaufstellung nicht zu sehr aufdicken würde? Am Ende wäre doch mit größerem Gehäuse und gleicher Abstimmfrequenz der Effekt derselbe, oder täusche ich mich da?
Viper780
Inventar
#8 erstellt: 01. Mrz 2018, 12:13
Richtig auf die Überhöhung des Oberbasses hab ich nicht gedacht wenn man den Hochpass Kondensator entfernt.
Durch den reicht das Bass wesentlich tiefer. Im Grunde verscheibt man einen Teil des Oberbassbereiches in den Tieferen Bereich. Nimmst du den raus "buckelt" das Konstrukt auf, da dann das Volumen zu klein ist.

Mit mehr Volumen im Rücken und einem kleinem Hochpass bekommst du den Buckel weg und trotzdem reicht er nicht mehr so tief runter. Mit zusätzlich sanfterer Flanke.
Ganz optimal ist es aber trotzdem nicht.
Schon_wieder_weg
Gesperrt
#9 erstellt: 01. Mrz 2018, 12:14
Hallo Rouven,

es gibt hier einen Thread zur Ausführung der LYC als Standbox. Dazu habe ich seinerzeit folgende Simulation veröffentlicht. http://bilder.hifi-f...umina-ghp_705720.jpg
Viper780
Inventar
#10 erstellt: 01. Mrz 2018, 12:21
Richtig auf die Überhöhung des Oberbasses hab ich nicht gedacht wenn man den Hochpass Kondensator entfernt.
Durch den reicht das Bass wesentlich tiefer. Im Grunde verscheibt man einen Teil des Oberbassbereiches in den Tieferen Bereich. Nimmst du den raus "buckelt" das Konstrukt auf, da dann das Volumen zu klein ist.

Mit mehr Volumen im Rücken und einem kleinem Hochpass bekommst du den Buckel weg und trotzdem reicht er nicht mehr so tief runter. Mit zusätzlich sanfterer Flanke.
Ganz optimal ist es aber trotzdem nicht.

Alex hat schon geantwortet und mal ein Bild eingestellt. Evtl hat er die Simulationsdaten noch und kann was lineares mit weniger Tiefgang und früher fallender Flanke erstellen.
1406rw
Gesperrt
#11 erstellt: 01. Mrz 2018, 12:33
Ah ok... verstanden! Dann würde ich das Gehäuse nach unten verlängern und das Bodenbrettchen so weit ausschneiden wie möglich und den "Rand" dieses Brettchens als Verstrebung im Lautsprecher lassen?

Da muss ich drüber nachdenken, denn eigentlich sollte es schon die "kompakte" Variante sein. Wobei ich die auch so hoch könnte, dass der HT auf Ohrhöhe kommt. Mal gucken, wieviel Liter das dann wären. Dann stünden sie aber auf dem Schreibtisch und müssten evtl mit Spikes entkoppelt werden.

Da muss ich heute Abend in Ruhe mal nachrechnen und drüber nachdenken. Danke für den Denkanstoß!
1406rw
Gesperrt
#12 erstellt: 13. Mrz 2018, 15:20
Nach langem nachdenken wird die LYC so aufgebaut, wie sie vorgesehen ist. Immerhin ist der Umbau des Büros nur verschoben, nicht gänzlich aus der Welt. Ständerchen und das wegziehen des Schreibtisches von der Wand werden erstmal reichen müssen.

Zum Finish: auch hier habe ich lange überlegt und möchte sie - ähnlich wie bei der Disco-M - komplett lackieren und den Waveguide in das Gehäuse einlassen. Zur Farbe wird noch nichts verraten - rot werden sie jedenfalls nicht werden Folgendes Vorgehen habe ich mir überlegt und ich bitte um Verbesserungsvorschläge, falls ich komplett daneben liegen würde:

Da ich keine Möglichkeit habe, die Bretter auf Gehrung sägen zu lassen, werde ich auf Stoß verleimen müssen. Nach dem Verleimen würde ich dann mit einem V Nutfräser die Stoßkanten ein wenig auffräsen und mit 2K Feinspachtel verspachteln. Dann schleifen und nochmals nachspachteln. Im Anschluss mit 1-2 Schichten Schnellschleifgrund grundieren und dann mit 240er Schleifpapier glatt schleifen. Diesen Untergrund würde ich mit 2K Füller behandeln und mit 400er abschleifen. Alles in mehreren Schichten. Darauf dann (ebenfalls in mehreren Schichten) den 2K Acryllack aufbringen und immer wieder mit 1200er Zwischenschleifen und reinigen. Zum Schluss dasselbe mit Klarlack, nur dass dieser wohl mit 2000er und 4000er nachgeschliffen wird. Nach dem Durchhärten soll das Ganze dann mit Politur poliert und auf Hochglanz gebracht werden.

Ich erhoffe mir vom Fräsen und Spachteln der Nut, dass sich die Stoßkanten nicht wieder durchzeichnen. Grundierung, Politur und (Kristall- oder Perleffekt-)Lack kommen aus dem Kfz-Fachhandel und nicht aus dem Baumarkt. Bei mir in der Nähe gibt es einen großen Fachhandel, der mir die ausgesuchte Farbe mischen und in Sprühdosen abfüllen kann. Ich habe keine Möglichkeit mir einen Kompressor und Pistole zu leihen und kaufen möchte ich mir diese für die 1-2 Lackierarbeiten auch nicht, darum: Sprühdose.
Black-Devil
Gesperrt
#13 erstellt: 13. Mrz 2018, 15:26
Ich bin kein Lackprofi, daher kann ich dir da wenige Tipps geben. Dass die Stoßkannten gar nicht mehr durchscheinen werden, darauf würde ich nicht wetten. Auch mit deiner durchaus sinnvoll erscheinenden Vorgehensweise dürften die nach ein paar Jahren im Gegenlich sichtbar werden. Vor allem die Fasen an der Front sind da auch kritisch - hier vielleicht noch zusätzlich ein dickes Furnier oder ähnliches aufleimen vor dem Spachteln usw.

Bin jedenfalls sehr gespannt auf deine Umsetzung!

1406rw
Gesperrt
#14 erstellt: 13. Mrz 2018, 15:31
Jaaaa... das war auch eine Überlegung: einfach vorher furnieren oder dünne Spanplatten aufleimen. Wie dick müsste das Furnier oder die Spanplatte dann sein, damit sich nichts durchzeichnet? 1mm? 2mm?
Schon_wieder_weg
Gesperrt
#15 erstellt: 13. Mrz 2018, 15:35
Hi,

auch bei furnierten Flächen zeigen sich nach einiger Zeit die Stoßkanten...


[Beitrag von Schon_wieder_weg am 13. Mrz 2018, 15:35 bearbeitet]
Kyumps
Inventar
#16 erstellt: 13. Mrz 2018, 15:53
Die Vorgehensweise mit Epoxidharz für das gesamte Gehäuse als Vorbereitung fürs Lackieren sehe ich als sehr gute Lösung.
Wie weit man das Umsetzen kann und will ist was anderes.
Ich kanns nicht
guggst du hier im unteren drittel
1406rw
Gesperrt
#17 erstellt: 13. Mrz 2018, 16:06
Die Disco-M habe ich ja letztes Jahr bei Quint in Senden gesehen und musste leider feststellen, dass sich auch hier die Stoßkanten abgezeichnet haben. Deswegen die Idee mit den gefrästen und gespachtelten Nuten. Einzig die Fasen waren bei der Disco-M komplett glatt...
herr_der_ringe
Inventar
#18 erstellt: 13. Mrz 2018, 17:06
richtig: waren...
1406rw
Gesperrt
#19 erstellt: 13. Mrz 2018, 17:14

herr_der_ringe (Beitrag #18) schrieb:
richtig: waren... :.


Hi Martin!

Hat sich das mittlerweile geändert?? Das ist ja ärgerlich! Hast du als "alter Holzwurm" nicht evtl. eine Idee? Sicherlich ist auf Gehrung zu sägen die sauberste und am Ende stressfreieste Methode, um die Gehäuse nachher zu lackieren. Die einzige Möglichkeit, die Bretter auf Gehrung zu bekommen ist bei unseren Schreinern in der Umgebung und die verlangen ein Schweinegeld dafür. Nicht, dass ich Arbeit nicht bezahlen würde und sicher kostet MDF dort auch mehr als im Baumarkt (ca. 45€ der qm), aber für die reinen Holzzuschnitte um die 300€ zu verlangen finde ich schon ein bisschen viel.


[Beitrag von 1406rw am 13. Mrz 2018, 17:17 bearbeitet]
herr_der_ringe
Inventar
#20 erstellt: 14. Mrz 2018, 23:38
hallo rouven,
was u nicht vermeiden kannst, betone...
...evtl. ist es eine option, den eigentlichen "kasten" auf gehrung zuschneiden/anfertigen zu lassen und die front mit anderem material auszuführen, bzw. ggf. mit schattenfuge?
bsp #1
bsp #2
bsp #3
bsp #4
1406rw
Gesperrt
#21 erstellt: 14. Mrz 2018, 23:43
Hi Martin,

dann werde ich wohl nochmal in mich gehen. Eigentlich wäre eine vollständige, durchgehende Lackierung das Ziel gewesen. Ärgerlich, aber war zu erwarten, dass auch die genannte Methode nicht funktionieren wird...
Trisman
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 15. Mrz 2018, 14:06
Hallo,

ein Trick um das spätere durchscheinen der Stoßkanten zu verhindern ist die Flächen vor dem Lackieren mit HPL zu "furnieren". HPL ist eine Art Kunststoff Furnier. Wenn kein HPL zur Hand ist sollte auch normales Holz Furnier funktionieren. Dann solltest du dir aber den Gefallen tun und ein Furnier aussuchen, das keine tiefen Poren hat, sonst lackierst du dich dumm und dämlich bis du das ganze glatt bekommst. Ahorn Furnier wäre eine gute Wahl.
Die Schicht über den Stoßkanten verhindert, dass diese irgendwann durch den Lack durchscheinen.
Meine Lautsprecher hat mein Bruder in der Schreinerei lackieren lassen, in der er arbeitet. )klick) Meine sind zwar erst ca ein Jahr alt und daher nicht total aussagekräftig, aber auch mit allen Möbeln, die dort so bahandelt wurden gab es auch nach Jahren noch nie Probleme.
herr_der_ringe
Inventar
#23 erstellt: 15. Mrz 2018, 22:30
bei einer durchgehend* 2mm starken lackschicht mag das vielleicht funktionieren. bei den den meisten von uns zur verfügung stehenden mitteln wird sich aus meiner sicht das problem jedoch nur verlagern...
*auch an den kanten!
1406rw
Gesperrt
#24 erstellt: 16. Mrz 2018, 23:56
Zwischenstand: das erste Gehäuse ist zur Hälfte verleimt - hatte jetzt keine Lust mehr, das zweite anzufangen.

Lieber wollte ich die Weichen aufbauen... tjoa... keine Brettchen mehr. Wollte dann zu meinem schier unerschöpflichen Vorrat an Lochrasterplatten greifen... zu schmal. Muss ich morgen mal gucken, was noch auf dem Speicher oder in der Garage rumfliegt. Beim Sortieren der Teile ist mir dann aufgefallen, dass ich statt 2,7 Ohm Wiederständen 4,7 Ohm bekommen habe - also morgen mal gucken, wo ich auf die Schnelle die richtigen aufgetrieben bekomme.

Was das Lackieren betrifft: ich lasse es drauf ankommen, ob die beschriebene Methode funktioniert oder nicht. Vielleicht laminiere ich die Gehäuse vorher noch mit GFK ein. Reiner Epoxidharz scheint nicht zu funktionieren, wenn man sich die Disco M ansieht.
Heiko_D
Stammgast
#25 erstellt: 17. Mrz 2018, 00:08
Hi, ich hab`s auch mit Nuten gemacht. Einfach alle Klebefugen 3-4mm tief und ebenso breit ausgefräst und die Kanten etwas gebrochen. Hab ich frei Hand mit nem Dremel gemnacht. Dann einen speziellen MDF Grund auf 2K Basis genommen und ordentlich grundiert. Dann mit KFZ Feinspachtel sauber ausgespachtelt und verschliffen, Grundierung drauf, auch 2K aus dem KFZ Bereich, geschliffen und lackiert. Bisher, nach drei Jahren noch nichts zu sehen.
Ich hab dann nochmal Boxen gebaut, da war der Härter vom MDF Grund tot. Da ich noch 24H Epoxi hatte, hab ich das genommen, etwas mit Aceton verdünnt und grundiert. Nach einer Stunde gleich nochmal, dann par Tage aushärtten lassen und weiter wie oben beschrieben. Hat genau so funktioniert. Allerdings ist der MDF Grund schneller ausgehärtet. Stinkt aber auch mehr

Gruß Heiko
herr_der_ringe
Inventar
#26 erstellt: 17. Mrz 2018, 14:11
nuten plus spachteln: guckstdu hier
1406rw
Gesperrt
#27 erstellt: 22. Mrz 2018, 01:02
Der Abend neigt sich dem Ende und hier mal wieder ein kleines Update:

Die Gehäuse sind soweit fertig verleimt und morgen darf die Oberfräse ran, damit die Waveguides ihren Platz einnehmen können. Alex hatte empfohlen, die Waveguides ein wenig zu "beruhigen" - an dieser Stelle habe ich es dem guten Felbi in etwa gleich getan und diese mit Harz gefüllt. Jedoch habe ich keinen Aquariumkies verwendet, sondern Terraiumsand. Das ist mehr oder weniger aus einer Not entstanden, da ich keinen Kies bei uns im Baumarkt bekommen habe und ich nicht nur deswegen ewig durch die Gegend gondeln wollte. Meine Frau hatte dann angemerkt, dass sie eben noch was von diesem Sand übrig hat und ich dachte nur "warum auch nicht?"...

So sieht das Ganze dann aus:
LYC - Waveguide mit Harz und Sand Teil 1

Hier nochmal beide Ringe gefüllt:
LYC - Waveguide gefüllt mit Harz und Sand Teil 2

Das Originalgewicht der Waveguides liegt bei 90 Gramm - Nach dem Füllen mit Harz und Sand wiegen beide jeweils exakt 268 Gramm

Ob das was bringt? Kann ich schwer sagen. Dazu reichen meine Kenntnisse nicht aus. Dennoch meine ich: je mehr Gewicht, desto weniger kann sich am Ende auch bewegen!


[Beitrag von 1406rw am 22. Mrz 2018, 01:03 bearbeitet]
Schon_wieder_weg
Gesperrt
#28 erstellt: 22. Mrz 2018, 11:52
Hallo Rouven,

sehr geil...
1406rw
Gesperrt
#29 erstellt: 22. Mrz 2018, 15:19
Eine weitere, erfreuliche Nachricht: die Adapterringe für für die HT sind heute angekommen! Na da kann das Wochenende ja kommen
Oxyboxer
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 23. Mrz 2018, 17:31

… so hatte ich das auch gemacht, allerdings mit stinknormalem feinen Quarzsand, bringt noch mehr Dichte!

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LG
Thomas
1406rw
Gesperrt
#31 erstellt: 23. Mrz 2018, 22:37
Sieht auch sehr gut aus!

In diesem Moment beginne ich mit dem Weichenbau...

LYC - Let the Weichenbau begin
1406rw
Gesperrt
#32 erstellt: 17. Apr 2018, 21:24
Tjo... was soll ich sagen? Der Bau der LYC geht gerade leider nicht so wirklich voran: es fehlt schlicht und ergreifend die Zeit. Job und Privatleben mit einem Pflegefall im Elternhaus können schon sehr zeitraubend sein.

Dafür habe ich heute mal so nebenbei ein eher ungeplantes Projekt fertiggestellt: Lautsprecherkabel... Doch wie zum Geier kommt man auf die Idee, die vorhandenen Kabel auszutauschen?

Vor ein paar Wochen habe ich einem Freund geholfen, eine mobile Bühne zu verkabeln. Am Ende bleib ein wenig Kabel übrig und lag da so auf dem Boden rum und er fragte mich, ob ich das denn brauchen könnte - für nen 10er würde er es mir überlassen. "Gut" dachte ich - so 10m einigermaßen robustes Kabel fürn 10er - kann man nichts verkehrt machen. Also mitgenommen das gute Stück. Zuhause angekommen, abgemessen: joa... da lagen dann auf einmal gut 20m Sommer Cable Meridian 240 Mobile vor mir. Fürn 10er gerade zu geschenkt. Aber einfach so die alten Kabel raus und die neuen rein wollte ich dann auch irgendwie nicht. Also: gesleeved, Splitter und Bananas dran und das soeben fertiggestellte Endergebnis sieht dann so aus:

Sommer Cable Meridian 240 Mobile Teil 1

Sommer Cable Meridian 240 Mobile Teil 2

Um die Frage nach dem Klang gleich vorweg zu beantworten: die Splitter krachen schon ganz schön laut, wenn einem das Kabel mal auskommt - zumindest auf meinem Holzfußboden
Black-Devil
Gesperrt
#33 erstellt: 18. Apr 2018, 07:58
Sieht gut aus Rouven,

bei dem Preis kann man nicht meckern.
Wie hast du die Stecker denn mit dem Kabel verbunden? Eigentlich ist die Öffnung hinten doch für weitere Bananas, oder hab ich das immer falsch gemacht?
herr_der_ringe
Inventar
#34 erstellt: 18. Apr 2018, 11:41
schicke kabels

@oli: die von dir genannten stecker hatte ich auch schonmal - evtl. gibts da verschieden aufgebaute ausführungen?
larseickmeier
Gesperrt
#35 erstellt: 18. Apr 2018, 12:38
Toll ausgeführt!
1406rw
Gesperrt
#36 erstellt: 18. Apr 2018, 17:11
Hi Oli,

ich mach heute Abend nochmal ein Foto. Du hast natürlich absolut Recht: eigentlich kannst du weitere Bananas anstecken. Ich habe jedoch von dort das Kabel durchgeführt und unten umgeknickt, sodass zwischen Schraube und Stecker eine gequetschte Verbindung entsteht. Kontakt = einwandfrei und bombenfest.
1406rw
Gesperrt
#37 erstellt: 18. Apr 2018, 22:05
Diese Art der Montage habe ich deswegen gewählt, weil ich
a) keine weitern Bananas Huckepack stecken muss, es
b) einfach schicker aussieht, als wenn man die Kabel von der Seite einklemmt und
c) die Bohrung wie geschaffen für die 4mm^2 Kabel sind

Auf dem Foto sieht man es leider auch nicht besonders gut:

IMG_5369

EDIT: Hab grad mal ein bisschen gegoogelt und das hier gefunden:



[Beitrag von 1406rw am 18. Apr 2018, 22:06 bearbeitet]
gazza-diy-audio
Stammgast
#38 erstellt: 19. Apr 2018, 08:29
Moin,

[quote]Wie hast du die Stecker denn mit dem Kabel verbunden? Eigentlich ist die Öffnung hinten doch für weitere Bananas, oder hab ich das immer falsch gemacht?[/quote]

Ich befürchte, Du wärest diesbezüglich nicht der Einzige Ich habe um die Stecker genau deswegen immer einen Bogen gemacht oder auf Laborstecker zurückgegriffen, weil die isolierst zueinander sind.

@Rouven: Schließe mich da an; chic!!! Und danke für die Erklärung zu den Steckern.

LG Gazza


[Beitrag von gazza-diy-audio am 19. Apr 2018, 10:40 bearbeitet]
1406rw
Gesperrt
#39 erstellt: 19. Apr 2018, 11:05
Danke!

Dass die Stecker an sich nicht isoliert sind, ist natürlich nicht ganz ideal. Da muss man dann beim Umstecken einfach höllisch aufpassen oder - so wie es sich eigentlich gehört - die Anlage aus machen. Aber ich habe mich selbst trotz besseren Wissens schon dabei erwischt, nur leise zu machen und die Anlage nicht aus zu machen... tztztz...
herr_der_ringe
Inventar
#40 erstellt: 19. Apr 2018, 13:07
ich mach dabei nichtmal leise...
Black-Devil
Gesperrt
#41 erstellt: 19. Apr 2018, 14:04
Ich kenne jemanden, der schimpft sogar immer, wenn ich die Endstufen abschalte beim Umstöpseln...

Sabcoll
Stammgast
#42 erstellt: 19. Apr 2018, 14:19

1406rw (Beitrag #37) schrieb:



Ich dachte das wäre normal.
Wieso sollte man mehrere Bananenstecker hintereinander stecken wollen?

Aber die Konfektionierung mit dem Sleeve gefällt mir!
1406rw
Gesperrt
#43 erstellt: 27. Jul 2018, 20:29
Sooo... nachdem das Projekt jetzt sehr lange Zeit pausiert war, geht es nun weiter.

Obwohl ich mittlerweile meine Crazy Again furniert habe und auch das Ergebnis wirklich gut ist, habe ich den Gedanken, die LYC zu lackieren nie verworfen. Das Problem ist und bleibt aber, dass auf Stoß verleimte Gehäuse zum lackieren denkbar ungeeignet sind. Selbst die ganzen Tricks wie z.B. die Gehäuse komplett in Harz zu tauchen taugen nicht wirklich was. Egal wo man sich umsieht: jeder berichtet nach einiger Zeit, dass die Kanten wieder durchkommen. Auch wenn teilweise ein halbes oder ganzes Jahr nichts passiert: es passiert irgendwann.

Da ich nach jetzigen Plänen noch länger im Lautsprecherbau aktiv sein werde, habe ich mir nun eine Tischkreissäge besorgt. Die kann ja nicht nur zum Lautsprecherbau sondern auch für viele andere Dinge genutzt werden. Daher lohnt sich die Anschaffung in jedem Fall. Die bisher auf Stoß verleimten Gehäuse wurden wieder zerlegt und werden nun anderen Dingen zugeführt.

Den Bretterhaufen habe ich soeben wie es sich gehört auf Gehrung gesägt und werde gleich mit dem Verleimen beginnen. Was das Lackieren betrifft: eigentlich hatte ich eine sehr genaue Vorstellung von allem - nach jetzigem Stand bin ich mir aber doch wieder unsicher. In den nächsten Tagen (bzw. Wochen) gibt es hier mehr zum Aufbau.

LYC - Bretterhaufen vor dem Verleimen


[Beitrag von 1406rw am 27. Jul 2018, 20:33 bearbeitet]
1406rw
Gesperrt
#44 erstellt: 09. Aug 2018, 00:06
Die LYC ist seit letzter Woche vorerst fertig. Vorerst deswegen, weil ich mit mir selbst noch nicht im Reinen bin, was das Finish angeht. Aber so ein MDF-Gehäuse hat ja auch irgendwie was

Die auf Gehrung gesägten Platten können ohne Zwingen, Dübel, Lamellos, Nägel oder sonstiges ganz einfach mit Klebeband verleimt werden:
LYC - Verleimte Gehäuse

Im selben Atemzug wurde die Unterfütterung eingebracht - die späteren Fasen würden sonst ein kleines aber unschönes Loch hinterlassen. Ebenfalls wurden am selben Abend noch die Verstrebungen mit dauerelastischem Kleber eingebracht. Ich verwende dazu POLYMAX - jeder andere Montagekleber geht natürlich auch.

Am nächsten Tag wurden die Gehäuse dann mit Fibsorb100 und Noppenschaum bedämpft:
LYC - Bedämpfung

Nach dem aufleimen der zuvor gefrästen Fronten wurden die Fasen gesägt:
LYC - Fasen

Nachdem der Bau erst einige Monate pausiert war, wurden die LYC dann doch innerhalb von 2 Tagen komplett aufgebaut. Am Ende des zweiten Tages konnten sie dann auch testweise ins Wohnzimmer zu einer kleinen Hörsession einziehen:
LYC - Wohnzimmer 1

LYC - Wohnzimmer 2

Über den Klang gibt es nichts zu sagen, was nicht in allen anderen Nachbauthreads oder Hörberichten bereits geschrieben steht. Wie alle anderen fasziniert der äußerst fein auflösende Hochton sowie der pulvertrockene Bass. Die LYC sind mittlerweile in das heimische Büro eingezogen um dort als Abhörmonitore zu dienen. Und genau diesen Job erledigen sie mehr als nur zufriedenstellend.

Der Hochton der Grund dafür, dass ich nun plane die Big Yellow Taxi Anfang nächsten Jahres im Neujahrsurlaub fürs Wohnzimmer zu bauen - die Chassis stehen schon auf der Wunschliste für Weihnachten und auch die Adapterringe für den HT und Waveguide sind schon vorhanden. Das heißt nicht, dass die Crazy Again nun weichen müssen... wofür kann man denn sonst den AVR mit mehreren Zonen konfigurieren?


[Beitrag von 1406rw am 09. Aug 2018, 00:15 bearbeitet]
Black-Devil
Gesperrt
#45 erstellt: 09. Aug 2018, 06:50
Klasse Arbeit Rouven!

Schon_wieder_weg
Gesperrt
#46 erstellt: 09. Aug 2018, 07:39
Hi Rouven,

Thumbs up!
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