Ultrasone Zino (Erfahrungsbericht)

+A -A
Autor
Beitrag
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 15. Aug 2010, 14:19
Technische Daten:
S-Logic™ Natural Surround Sound
ULE Technologie (= Ultra Low Emission)
MU Metall Abschirmung, strahlungsreduziert nach ULE Standard
Dynamisches Prinzip
Frequenzbereich: 15 - 25.000 Hz
Impedanz: 35 Ohm
Kennschalldruck: 101 dB
Schallwandler: 40 mm goldbeschichtet
Gewicht: 84g (ohne Kabel)
Kabellänge: ca. 1,10 m (OFC Kabel)
Schlanker 3,5 mm goldbeschichteter Aluminium Klinkenstecker
5 Jahre Garantie

Bei diesen Produktdaten vermutet man nicht weniger als ein High-End Produkt. S-Logic (wobei die großen Ultrasone-Modelle mit S-Logic Plus angeben), ULE und MU sind natürlich streitbare Eigenschaften, doch überraschend ist der große Schallwandler. Ultrasone hat bestätigt, dass es sich um den gleichen Schallwandler wie im großen Bruder HFI-2400 handelt... in einer portablen Verpackung, die zu weniger als die Hälfte des Preises erhältlich ist. Das geringe Gewicht überrascht und soll zum Komfort beitragen.



Lieferumfang:
- Zino Kopfhörer
- Transportbox
- Produktheft

Verlängerungskabel oder 6,3 mm Klinkenadapter gibt es nicht. Dafür ist die klobige und recht große Schutzhülle von sehr guter Qualität. Sie macht einen stabilen Eindruck und von innen ist sie mit weichem Velours(?) überzogen. Vorgeformter Schaumstoff gibt an wie man den Zino einzulegen hat.
Ein netter Gag wäre gewesen, wenn Ultrasone die S-Logic Demo CD der anderen Modelle als MP3 in Form eines Downloadcodes angeboten hätte.



Design und Verarbeitung:
Ich will kein Geheimnis daraus machen, der Zino ist der mit Abstand schönste portable Kopfhörer den ich kenne. Zwar besteht er fast ausschließlich aus leichtem Plastik, doch die leicht gefärbte Chromoptik mit dem Logo in Aluminiumoptik sehen sehr luxuriös aus. Das Kabel gehört zum Besten das ich kenne. Mit dickem Gummi überzogen macht das Kabel einen sehr stabilen Eindruck, ist jedoch auch nach einem Monat noch nicht komplett gerade. Der Kabelteiler ist hinter einem netten Logo versteckt. Der gerade Klinkenstecker passt zudem perfekt zum iPhone, da ein dünner Chromstreifen das Gummi vom Metall trennt. Das Chromstück passt astrein zum Chromring vom iPhone. Das sind Details die gefallen!
Beim ersten Anfassen macht sich jedoch Ernüchterung breit: Was so gut aussieht ist extrem leichtes Plastik in Metall- und Aluminiumoptik. Zudem reagiert das Plastik extrem empfindlich auf Fingerabdrücke. Angeblich zerkratzt es auch sehr schnell, ist mir aber noch nicht passiert.
Das Plastikstück in der Mitte ist extrem strapazierfähiges Plastik, das man nach Lust und Laune verbiegen kann und das immer wieder in die ursprüngliche Position zurück kehrt. Wer wie ich einen etwas kleineren Kopf hat, kann den Bügel abschrauben und in kochendes Wasser werfen (keine Angst, es hält sogar kochendes Wasser ohne Probleme aus) und es im leicht weichen Zustand enger biegen, um es anschließend für eine Nacht in den Kühlschrank zu legen. Das hat zumindest bei mir die Passform extrem verbessert und erhöht auch den Anpressdruck um zu verhindern, dass der gute 'Hörer beim Headbanging vom Kopf fliegt.

Komfort:
Bei 84g und geradem Gummikabel gibt es eigentlich nichts das stört. Doch auch wenn das Gewicht sehr gering ist, hätte es mir sehr gut gefallen, wenn der Bügel auf der Unterseite ein dünnes Polster spendiert bekommen hätte. An den Ohrpolstern gibt es nichts auszusetzen, doch an die Bequemlichkeit eines (Kunst-)Lederpolsters wie bei Bose oder B&W kommt es natürlich nicht heran.
Anmerkung: Weniger für den Komfort als für den Klang ist der richtige Sitz sehr wichtig.



Der richtige Sitz:
Der Effekt von S-Logic hängt stark von der richtigen Passform ab. Wie bei allen Ultrasone Kopfhörern sitzt der Schallwandler schief im Gehäuse, was je nach Position verschiedene Auswirkungen hat. Bei mir war der Effekt am Größten, wenn ich den Bügel am Logo ausrichte und nicht wie bei anderen Kopfhörern den Bügel gerade über den Kopf ziehe.
Ganz falsch: Wie auf Head Room gezeigt. Dort ist sogar links und rechts vertauscht!

Aber kommen wir nun zum Klang...

Ersteindruck: Erschreckend! Mitten total verschluckt, Bass viel zu stark, Höhen schmerzen. Der Klang ist insgesamt viel zu hell und der Ton ist blechern. Ob der Wandler nur eingebrannt werden muss, der richtige Sitz erst gefunden werden muss, sich das Ohr umstellen muss, oder was auch immer – jedenfalls konnte ich meinen Ersteindruck schon am zweiten Tag in dieser Form nicht mehr bestätigen.

Auch nach einem Monat hat der Zino aber sicherlich noch Schwächen, trumpft dafür aber mit positiven Eigenschaften, die man bei der Konkurrenz nicht findet.

Das erste das auffällt, ist die Darstellung über S-Logic Natural Surround. Meine Ohren werden täglich mit den Klängen des HFI-780 verwöhnt – ebenfalls ein Modell das so viele Feinde wie Freunde hat. Doch der Effekt von S-Logic Plus bleibt eher dezent und macht sich bei mir indem bemerkbar, dass ich den Klang suchen muss, als ihn im Kopf nur abzufangen. Beim Zino, hingegen, wird der Klang gar nicht erst ins Ohr gelassen – das kann man mögen oder nicht, doch der Effekt ist ohne Konkurrenz! Bei Stimmen, die punktgenau in der Mitte aufgenommen wurden, sind diese (zwar im Vordergrund, doch) einfach nur im Raum! Über den Kopfhörerausgang des iPhone schwindet der unglaubliche Raumklang etwas, bietet jedoch weiterhin sehr gute Weite zu den Seiten.

Obwohl das iPhone 3GS und mein KHV warm gestimmt sind, bleibt der Zino sehr kalt. Mitten und Höhen klingen dünn, d.h. dass Stimmen etwas Energie und Emotion verloren geht und besonders E-Gitarren an Dynamik verlieren.
Die Auflösung ist dabei sehr hoch, was bei dem ohnehin schon hellen Klang den Meisten jedoch eher als störend empfunden werden wird. Gerade bei MP3 -V2 (lame 200 kbps) kommt es häufiger zu Zischen. Mit iTunes Plus (AAC 256 kbps) wird dies zwar minimiert, doch dass es ganz verschwunden ist kann ich nicht behaupten. (Laut Head-Fi brauchen die Ultrasone Kopfhörer der HFI-Serie (bemerke der Zino hat den gleichen Schallwandler wie der 2400er) jedoch über 400 Stunden Spielzeit um ihr vollen Potenzial zu befreien – etwas das ich jedoch nicht bestätigen will!)

Der Bass ist nun aber, meiner Meinung nach, das absolute Highlight des Zino! Ich wünsche mir, dass jeder Kopfhörer diese knackig präzisen Bässe wiedergeben würde (Nagut, etwas Abwechslung schadet nie!). Der Bass ist stark hervorgehoben, stört jedoch nicht, da er nicht diese erdrückende Basswolke eines AKG K518 oder des Bruders HFI-15G hat. Er klingt sehr fein und hat einen schnellen Abklang. Es werden schnelle Peitschenschläge ans Ohr geliefert, die einfach nur anstecken und hauptsächlich den Rhythmus wiedergeben anstatt Druck zu erzeugen. Es überrascht mich auch, wie viel “Wumms“ der Zino aus dem iPhone holt, falls danach gefragt wird. Wenn ich danach zum HFI-780 wechsle, werden dessen “punchy“ Bässe ganz schnell “boomy.“
Wie tief der Bass wirklich geht, kann ich nicht genau sagen, da ich noch keinen Actionfilm mit dem Zino geschaut habe, doch bei der Musikwiedergabe ist er durchaus beeindruckend.

Der größte Feind des Zino ist wegen der (halb-)offenen Bauweise natürlich das laute Stadtleben. Unterwegs, neben einer befahrenen Straße oder im Bus, wird der Bass schnell verschluckt und spuckt nur noch blecherne kalte Töne aus. In einer ruhigen Umgebung (in meinem Falle geschlossene Fenster oder der Stadtpark), stört die kalte Abstimmung nur noch wenig und vor allem der distanzierte Klang sorgen für eine nette Hintergrundbeschallung für den mobilen Einsatz.
Wer den Schwächen aus dem Weg geht, d.h. Hauptsächlich kraftvollen Rock meidet, der kann besonders mit ruhigen Trompetenstücken à la Chet Baker, oder räumlichen Aufnahmen eines Time Out tollen Musikgenuss finden. Wem auch aufdringliche Stimmen auf die Nerven gehen (ich habe aufgehört zu zählen wie oft meine Frau Leona Lewis – My Hands am Tag abspielt) und stattdessen die Stimmen lieber unpersönlich in den Hintergrund schiebt, der trifft mit dem Ultrasone Zino als Zweit- oder Dritthörer eine gute Wahl. Die Auflösung spielt in der Preisklasse ganz oben mit.

Insgesamt bleibt eine Kaufempfehlung jedoch aus, da gerade die kalte Präsentation in Kombination mit der hohen Auflösung seine Stärken nur bedingt ausspielen kann. Die Masse wird vermutlich weder den knackigen Bass, noch S-Logic zu schätzen wissen. Auch bei mir bleibt die Shuffle-Funktion deaktiviert.
Allerdings lassen sich die Schwächen sehr leicht mit Anhebung der Lautstärke ausspielen, doch das möchte ich keinesfalls als Vorschlag nennen!

Wer noch weiter lesen möchte, dem biete ich anschließend meine Höreindrücke meiner Test-CD an. (Natürlich bezieht sich meine obige Erfahrung auf weit mehr Musik!)


[Beitrag von HuoYuanjia am 15. Aug 2010, 21:28 bearbeitet]
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 15. Aug 2010, 14:24
Die Test-CD*
*für portable Hörer benutze ich das iTunes Plus-Format, also Stereo AAC 256 kBit/s VBR 44,1 kHz mit iTunes 9.2.0.61/QuickTime 7.6.6 kodiert

Tracklist:

1. Wellen Am Strand (Ultrasone Production) von der Ultrasone S-Logic Demo-CD

Eine biaurale Aufnahme von Ultrasone, die eindrucksvoll die Fähigkeiten von S-Logic darstellt. Klappt aber auch mit jedem anderen Hörer. Ich achte darauf, dass man hören kann, dass die Wellen von weit links nach weit rechts schlagen und ob die Stereoabbildung räumlich gut rüber gebracht wird.

Den Stereo-Test absolviert der Zino mit Bravour. In der Preisklasse kann ihm höchsten der hauseigene HFI-15G gefährlich werden. Etwas Detailtiefe fehlt jedoch in der Nähe. Es ist etwa so als ob das S-Logic nicht erlaubt Töne wirklich “in den Kopf“ zu lassen. Dies erzeugt eine gewöhnungsbedürftige Distanz zum Ton. Dies ist anfangs auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig.

2. Instinct (Ikuko Kawai) von dem Album Instinct (2002) [Klassik]
Die Violine muss unbedingt im Vordergrund bleiben. Ab 00:59 tritt der Bass ein. Das zupfen soll sauber erkannt werden und wenn möglich sogar die Schwingungen der Saiten vernommen werden, obwohl der eigentliche Fokus auf saubere Violinstriche liegt. Um 1:37 wechselt das Tempo, wobei man im Idealfall alles um sich herum vergisst und nur noch mit der Violine davon schweben möchte. Dabei gehen die Frequenzen pervers hoch, wobei die Aufnahme technisch absolut fehlerfrei ist. Im Break sollen die einzelnen Trommeln unterschieden werden.

Hohe Töne sind für mich noch viel typischer für Ultrasone als ein sauberer Bass. Mit dem Zino ist das keine Ausnahme. Die hohen Frequenzen würden jede Fledermaus glücklich machen. Obwohl wenige Töne ein wenig lauter erscheinen als andere, gehört die Hochfrequenz zur Stärke des Zino. Dabei ist der Bass im Hintergrund ebenfalls beeindruckend. Der gezupfte Kontrabass klingt genau wie er soll, nirgends wird mit falschem “Boom“ versucht ein Effekt zu verstärken.

3. Fallin‘ [Live] (Alicia Keys) von dem Album MTV Unplugged (2005) [R&B/Soul]
Bei diesem Lied geht es mir darum, dass Alicia Keys‘ Stimme deutlich vom Hintergrund abgesetzt ist. Die Hintergrundsänger sind gut verteilt und sollten auch an der Stimme von einander unterschieden werden können. Zusätzlich lassen sich viele einzelne Instrumente erkennen, die sich auch örtlich zuweisen lassen. Insgesamt muss eine unglaubliche Harmonie zwischen Sängern und Instrumenten bestehen.

Alicias Stimme ist glasklar. Leider ist die Präsentation etwas kalt und es fehlt etwas Druck um die volle Stärke der Emotionen widerzuspiegeln. Sehr merkwürdig ist jedoch dass ich nur zwei Hintergrundsänger ausmachen kann –die mittlere Stimme ist irgendwo untergegangen. Die Instrumente setzen sich sehr gut voneinander ab. Der distanzierte Klang klappt sehr gut mit der Liveaufnahme.

4. Till It Happens to You [Live] (Corinne Bailey Rae) von dem Album Live In London & New York (2007) [Pop]
Corinne Bailey Raes Stimme ist Gold wert und diese Performance ist nur eine der wenigen, die das beweisen. Im Hintergrund gibt eine E-Orgel um 1:10 (glaube ich) den Ton vor. Corinne trifft ihn punktgenau. Die Stimme dann noch von der Orgel zu trennen ist nicht ganz einfach, doch entscheidend um das Lied genießen zu können. Ein kleines Detail auf das ich achte: Das Lied beginnt mit einer akustischen Gitarre, bei der um 0:32 eine Saite nicht ganz sauber gezupft wird.

Mit Corinnes Stimme scheint der Zino viel besser klar zu kommen als mit Alicias – oder die Aufnahme ist einfach besser. Auf jeden Fall klingt Corinnes Stimme um einiges “voller“. Die E-Orgel von der Stimme in der gleichen Tonlage zu entscheiden ist eine Leichtigkeit. Die unsauber gezupfte Saite fiel sofort auf, ohne das ich drauf achten musste. Jede Fingerbewegung an der Gitarre wird deutlich wiedergegeben, fast schon bis zum Punkt wo es von der eigentlichen Musik ablenkt. Die Auflösung ist einfach unglaublich hoch – viel höher als im preislich doppelt so hoch angesetzten HFI-780. Ob man das jedoch “unterwegs“ braucht ist eine andere Frage.
Der Applaus am Ende ist übrigens wieder sehr kalt und klingt fast hohl.

5. Victim of a Foolish Heart (Joss Stone) von dem Album The Soul Sessions (2003) [Blues]
Die ganze Platte ist so genau aufgenommen, dass es fast schon rau klingt. Jeder Spuckefaden lässt sich in Joss Stones Stimme erahnen. Das Mindeste das ich verlange, ist die Atmung zu fühlen. Es ist einfach dieses Lied zu genießen, doch nur wenn die Mitten unverändert (oder betont) wiedergegeben werden, lassen sich alle Details finden.

Der Verdacht auf eine hohe Auflösung bestätigt sich in diesem Lied wieder. Zwei Punkte fallen jedoch negativ auf. Zum einen sind einige S-Laute zu laut so dass sie stören und zum anderen kann ich mich mit dem Klavier nicht anfreunden. Ich kann das Klavier nicht eindeutig als solchen identifizieren. Es klingt irgendwie etwas hohl.
Der Bass gibt den Rhythmus gut rüber, bleibt dabei aber absolut dezent; Traumhaft!

6. Viva la Vida (Coldplay) von dem Album Viva la Vida or Death an All His Friends (2008) [Alternative]
Der Bass soll im Hintergrund bleiben aber den Rhythmus gut weiter geben. Ohrwurm- und Mitwippcharakter zeichnen das Lied aus, doch der räumliche Klang und eingängige Bratschen heben das Lied von der Masse ab.

Eine absolut super Leistung vom Zino, sofern man sich an die helle Abstimmung gewöhnt hat! Selten hat sich das Lied besser angehört. Woran es genau liegt kann ich jedoch nicht sagen. Alle Instrumente und Stimmen lassen sich problemlos voneinander unterscheiden und der Bass ist genau nach meinem Geschmack. Der Gesang ist angenehm weich und sauber.

7. Why I Am (Dave Matthews Band) von dem Album Big Whiskey and the Groo Grux King (2009) [Rock]
Eines der wenigen Rockliedern auf meiner Liste, doch dafür verlangt es viel ab. Die Fußtrommel soll schnell und knackig klingen, während auf der anderen Frequenzseite mit den Hi-Hats alles gefordert wird.


Leider stören wieder die S-Laute, wie auch schon vorhin mit Joss Stone. Das Lied ist einfach zu rau und wegen der ständigen Hi-Hats ist das Lied für mich ein relativ schlechtes Erlebnis, auch wenn mir die Fußtrommel gut gefällt. Ab sofort wird dieses Lied mit dem Zino auf jeden Fall gemieden!

8. Everlasting Light (The Black Keys) von dem Album Brothers (2010) [Alternative]
Ein Lied bei dem der Bass nicht zum Einheitsbrei verkommen darf. Trotz Garagen-Sound sollen alle Instrumente und Stimmen differenziert klingen.

So stell ich mir einen guten Bass vor! Schnell, präzise, mit schnellem Abklang und großer Auswirkung. Differenzierung der Instrumente und Stimmen ist eine Leichtigkeit.

9. ‘Till I Colapse (Eminem feat. Nate Dogg) von dem Album The Eminem Show (2002) [Hip-Hop/Rap]
Eines meiner wenigen Hip-Hop CDs. Doch die Qualität von Eminem lässt sich nicht verleugnen. Zwar handelt es sich hier um stark komprimierte Musik und viel Synthesizer, doch in Eminems Stimme lassen sich sehr viele Emotionen erkennen. Ich bin mir nicht ganz sicher wie der Bass klingen soll, denn für gewöhnlich nehme ich einen kratzigen Sound wahr.

Das Lied leidet etwas unter der hellen Abstimmung. Das Gefühl eines warmen Underground-Schuppens geht verloren. Stattdessen klingt es so als ob Marshall sich auf einer Wolke im Himmel mit unendlicher Weite befindet – durchaus interessant aber wohl kaum in der Interesse eines Hip-Hoppers. Die Stimme ist sehr detailliert und die Texte lassen sich sehr sehr gut verstehen. Der Bass ist, wie immer, genau nach meinem Geschmack und gibt den Rhythmus gut wieder - besonders in Abwechslung mit dem Klatschen.

10. Kalifornia (Fatboy Slim) von dem Album You've Come a Long Way, Baby (1998) [Electronic]
Viel elektronische Musik habe ich nicht, doch dieses Album möchte ich nicht missen. Ich habe nichts worauf ich genau achte. Die Dynamik der vielen Ebenenwechsel sollte jedenfalls gut rüber kommen.

Der Bass wirkt in den Tiefen etwas schwammiger als sonst und auch die luftige Darstellung wird vielleicht nicht jedem gefallen. Es bleibt sehr gute Hintergrundmusik zum Mitwippen, doch Electro-Fans wird das vermutlich nicht reichen...

11. Give In to Me (Michael Jackson) von dem Album Dangerous (1991) [Pop]
Das ist eines der Lieder, bei denen ich immer aufspringen muss, egal wie oft ich es höre. Mit diesem Lied verdient Jacko mehr als den Titel “King of Pop“. Wenn mich dieses Lied nicht begeistert, muss das Equipment der letzte Schrott sein! Kleiner Wermutstropfen: So sauber die Stimme auch klingt, leider ist die Produktion nicht perfekt. Zumindest bei meiner CD vernehme ich besonders während des Gitarrensolos ein leichtes Knacken im linken Hörer.

Auflösung ist top, weshalb leider auch die Produktionsschwächen auffallen. Der Bass bleibt gut im Hintergrund. Kurz: Ich bin aufgesprungen!

12. Take Five (The Dave Brubeck Quartet) von dem Album Time Out (1959) [Jazz]
Mein Lieblingslied.

Das Beste gibt’s zum Schluß! Darauf hat der Zino die ganze Zeit gewartet: Eine gute räumliche Aufnahme, ein sauber gespieltes Saxophon und ein im Hintergrund platzierter Bass, ein super Schlagzeugersolo, abgerundet mit einem eingängigen Klavierstück weit weit rechts.
Mission accomplished!
Hansaatic
Stammgast
#3 erstellt: 16. Aug 2010, 07:10
Danke für das tolle Review! Der scheint mal ein ganz anderes Biest zu sein.
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 03. Sep 2010, 07:41
Finde den Zino immer besser und besser! Hat jetzt den HFI-780 komplett von meinem KHV weg und zum TV verdrängt!
Wenn man einmal Kyuss aufgedreht hat, akzeptiert man keinen anderen Bass mehr!

Wenn immer ich keine Isolation brauche, begleitet er mich auch unterwegs.
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Ultrasone PRO 900: Wow-Effekt VS HiFi-Versagen
HuoYuanjia am 03.08.2011  –  Letzte Antwort am 27.02.2016  –  137 Beiträge
Ultrasone
a-lexx1 am 26.02.2007  –  Letzte Antwort am 16.06.2007  –  164 Beiträge
Der Ultrasone Thread
RichterDi am 15.10.2007  –  Letzte Antwort am 03.06.2015  –  919 Beiträge
Ultrasone HFI 580 - Review
Franco74 am 16.11.2008  –  Letzte Antwort am 24.12.2011  –  9 Beiträge
Fisher Audio Eterna V1 Review
ayran am 01.11.2012  –  Letzte Antwort am 01.11.2012  –  3 Beiträge
Ultrasone HFI 450 - Review
furvus am 28.04.2008  –  Letzte Antwort am 04.07.2010  –  61 Beiträge
Beyerdynamic DT150 - DT250 - Ultrasone PROline750 - AKG K701 - Vergleichstest:
cubano am 03.03.2009  –  Letzte Antwort am 27.12.2009  –  17 Beiträge
Ultrasone Pro 550 Comfort Mod
-Painy- am 13.03.2014  –  Letzte Antwort am 15.03.2014  –  4 Beiträge
Little Dot II++ Erfahrungsbericht
sounddynamics am 05.12.2006  –  Letzte Antwort am 16.04.2007  –  26 Beiträge
Fabs - Fabulos Earphones Erfahrungsbericht
mussigg am 02.06.2014  –  Letzte Antwort am 17.04.2017  –  13 Beiträge
Foren Archiv
2010

Anzeige

Aktuelle Aktion

HiFi-Forum Adventskalender Widget schließen

Partner Widget schließen

  • beyerdynamic Logo
  • DALI Logo
  • SAMSUNG Logo
  • TCL Logo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder833.883 ( Heute: 4 )
  • Neuestes Mitgliedwolfgang.moellmann
  • Gesamtzahl an Themen1.389.506
  • Gesamtzahl an Beiträgen18.459.101

Hersteller in diesem Thread Widget schließen