Probleme mit Canton Ergo RCA / Relais aktive Box / Weichenüberholung

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kurzstrumpf
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Nov 2014, 21:17
Moin verehrte Gemeinde!

Als eigentlich glücklicher Besitzer (und Betreiber) eines Paars Canton Ergo RCA (die analogen) möchte ich heute gerne von Euren Erfahrungen profitieren.

Die Vor-Geschichte:
Meine Anlage gibt unvermittelt ab und zu eine Art Knall von sich - Lautstärke-unabhängig. Ich bringe die Vorstufe und die Endstufen (alles schon älter aber hochwertig) zur Fachwerkstatt meines Vertrauens. Es stellt sich heraus, dass die Platine der Vorstufe einige Haarrisse hat und die Schleifbahn des (Alps-) Volumenpotis gereinigt werden mussten. So - jetzt ist alles gut. Denkste - auf einmal funktioniert eine Box nicht mehr richtig, das Relais schaltet aber es kommt trotzdem kein Bass. So als wäre extrem kleine Lautstärke eingestellt, die der Einschaltautomatik der RCA Endstufe nicht ausreicht. Die RCA Endstufe auf Dauer-ON bringt keinen Effekt - trotzdem ohne Bass.

Habe zwar gerade auch neue Kabel (Signal-) angebracht, aber alle möglichen Verkabelungen auch mal getauscht - es ist auf jeden Fall die rechte Box.

Hat jemand ne Ahnung oder nen Tipp?

Vielen Dank für jeden Hinweis!

PS.: Klar habe ich die Suchfunktion bemüht - aber nicht das richtige gefunden ...
Sisko39
Stammgast
#2 erstellt: 26. Nov 2014, 02:58
Wenn Du den anderen noch normal spielenden Lautsprecher an dem Kanal anschließt, läuft der auch normal?

Also kannst Du einen Fehler an der Endstufe definitiv ausschließen?

Ist halt immer die Frage, ob sich jetzt das Tiefton-Chassis verabschiedet hat, oder ob ein Defekt auf der Weiche vor liegt?
kurzstrumpf
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Nov 2014, 09:44
Hallo Sisko39,

die Endstufen kann ich definitiv auschließen - zumindest die Monoblöcke. Das sich beide Tieftöner in der Box verabschiedet haben, definitiv auch - da war nix. Bleibt noch die Endstufe in der Box, die ist ja teilaktiv. Und genau um diese Endstufe habe ich gerade so ein bißchen Angst ...
Wie gesagt, das Relais der Einschaltautomatik schaltet (hörbar) ...

Gruß
kurzstrumpf
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 26. Nov 2014, 13:41
Das Problem hat sich heute Mittag deutlich verkleinert.
Darüber grübelnd dass das Relais schaltet aber dennoch kein Ton im Bass kommt, habe ich einfach mal aufgedreht - und siehe da, nach kürzester Zeit ist die Endstufe angesprungen und soielt jetzt so wie vorher.

-> Daraus entsteht jetzt die nächste Frage:

Da gibt es ja kein Poti - das Verhalten des Defekts war aber so wie ein verschlissenes oder verschmutztes Poti.
Gibt es in der Endtsufe der Lautsprecher ein Bauteil, das sich aufgrund von Verschleiß so verhalten kann? Oder ist's am Ende das Relais selbst?

Gruß
Sisko39
Stammgast
#5 erstellt: 26. Nov 2014, 15:10
Die Relais können innen in den Kontakten auch verkoken, das ergibt sich aus dem Strom der da fließt und es immer zu "so zu sagen" Mini-Blitze kommt, dann verkoken die oberflächen der Kontakte die den Stromkreis frei geben!

Evtl. man versuchen die Relais auf zu machen und mit 600-800'er dünnen Streifen Sandpapier mal über die Kontakte zu gehen.

Oder ein Kondensator ist schon recht müde, das müsste man mal sehen, wenn die Endstufe raus/offen ist, ob da iwo ein Kondi schon ausgelaufen, oder aufgebläht ist..."könnte" Folgeschäden nach sich ziehen.


[Beitrag von Sisko39 am 26. Nov 2014, 15:11 bearbeitet]
kurzstrumpf
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 26. Nov 2014, 16:09
Danke!
Da werde ich wohl mal genau hinschauen (lassen) ...
Sisko39
Stammgast
#7 erstellt: 26. Nov 2014, 16:39
Könnte natürlich auch das einfachste sein, eine/mehrere kalte Lötstellen!
rudi123!
Neuling
#8 erstellt: 02. Dez 2014, 14:33
Hallo,
so ein Problem mit den Relais in der RC-A hatte vor einiger Zeit schon jemand anders, siehe:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-220-4899.html

Ich kenne Probleme mit den Relais u.a. auch von Onkyo-Verstärkern. Wenn man ordentlich aufdreht, kommt der Ton plötzlich.

Sandpapier als Maßnahme ist vielleicht zu heftig, lieber mit in Alkohol oder Aceton getränktem Papier arbeiten. Dann Relaisaustausch, wenn's was bringt, im Post hinter dem Link werden auch Bezugsquellen genannt.

Gruß
R.
kurzstrumpf
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 03. Dez 2014, 10:26
Hallo rudi123,

ja - diesen Thread hatt ich auch schon gefunden. Ich hätte ihn vielleicht auch bis zum Ende lesen sollen

Der Anfang klingt nicht so nach meinem Problem, ich dachte, dass es da eher auf was mechanisches (Chassis) hinausläuft.
Aber das scheint genau mein Thema zu sein. Ich werde die Endstufen mal ausbauen. Das wird aber noch dauern, stecke gerade noch in Renovierungsarbeiten ...

Danke
kurzstrumpf
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 03. Dez 2014, 14:51
Hallo Sisko39 und rudi123,

ich bin ja kein Elektriker ... mir fiel aber gerade etwas ein, das mich umtreibt:

Nehmen wir an, die Relais sind verkokt, sieht ja so aus. Aber kann es denn sein, dass das Relais hörbar klickt obwohl kein Kontakt zustande kommt? Wäre es nicht so, dass das dann Relais nicht klickt? Außerdem hatte ich ja den Effekt, dass auf "Dauer ON" schalten nichts bringt. Wären dann die (defekten) Relais nicht umgangen und die Endstufe müsste sofort spielen?

Und noch ne Frage:

Wenn die Relais verkokt sind und ich sie austauschen lasse (ich bin kein Meister im Löten und die Dinger kosten ja nicht viel), macht es ja sicher auch Sinn, die Kondensatoren zu erneuern. Kann ich einen (wirklich hörbaren) Effekt erzielen, wenn ich auf hochwertige Kondensatoren wechsle (so etwas wie Mundorf Supreme Bingo Bongo Hastenichtgesehen)? Ich denke da an die unterschiedlichen Empfehlungen in einer bekannten DIY-Zeitschrift.
Macht der Austausch weiterer Bauteile in den Weichen und/ oder Endstufen Sinn? Widerstände sollen doch auch mit der Zeit ihrer Werte verändern ...

Gruß
rudi123!
Neuling
#11 erstellt: 10. Dez 2014, 10:33
Hallo kurzstrumpf,
zu den Relais: das Klicken heißt nur, dass die Spule unter Strom steht und die Schaltkontakte anzieht. Wenn die Kontakte jedoch "verkokt" sind, stellen diese keinen sauberen Kontakt mehr her. Dann bringt es auch nichts mehr, wenn die Kontakte auf Dauer-on stehen - der Schaden an den Kontakten ist schon da. Und das "Dauer-On" umgeht nicht die Relais. Ich schalte meine RC-As z.B. über eine Steckdosenleiste ein - sie stehen ebenfalls auf Dauer-Ein - und die Relais ziehen erst nach ein paar Sekunden an, um das Einschaltknacken zu unterbinden.

Ich frage mich nur, ob das alle verbauten relias irgendwann trifft, oder ob eine Charge des Herstellers anfällig ist. Ich habe meine RC-A erst kürzlich gebraucht gekauft und zum Glück noch keine Probleme. Sollte es irgendwann soweit sein, überlege ich mir, ggf. andere Relais mit gleicher Schaltspannung einzusetzen.

Zu den Kondensatoren sage ich nur so viel, dass ich persönlich nicht daran glaube - das geht für mich schon in Richtung Voodoo. Vorher/Nachher ist bei dem Umbau schlecht vergleichbar, weil man ja nicht "eben mal schnell" die Teile wechselt und so die Möglichkeit zu einem echten Blindtest hat.

Gruß
rudi123
kurzstrumpf
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 10. Dez 2014, 10:40
Hallo rudi123,

Danke für den Hinweis. Ich bin zurzeit beruflich sehr viel unterwegs, deshalb weiß ich nicht wann ich dazu komme, die RCA's mal aufzumachen.
Wird wohl irgendwann zwischen den Jahren passieren. Parallel macht meine Verstärker-Kombi ja auch noch Ärger und muss geflickt werden ...
Wenn ich die RCA's auf habe und die Relais öffnen kann, mache ich nochmal Meldung (evtl. mit Bildern der Kontakte?) ...

Gruß
Sisko39
Stammgast
#13 erstellt: 10. Dez 2014, 10:41

kurzstrumpf (Beitrag #10) schrieb:

Wenn die Relais verkokt sind und ich sie austauschen lasse (ich bin kein Meister im Löten und die Dinger kosten ja nicht viel), macht es ja sicher auch Sinn, die Kondensatoren zu erneuern. Kann ich einen (wirklich hörbaren) Effekt erzielen, wenn ich auf hochwertige Kondensatoren wechsle (so etwas wie Mundorf Supreme Bingo Bongo Hastenichtgesehen)? Ich denke da an die unterschiedlichen Empfehlungen in einer bekannten DIY-Zeitschrift.
Macht der Austausch weiterer Bauteile in den Weichen und/ oder Endstufen Sinn? Widerstände sollen doch auch mit der Zeit ihrer Werte verändern ...

Gruß



rudi123! (Beitrag #11) schrieb:

Zu den Kondensatoren sage ich nur so viel, dass ich persönlich nicht daran glaube - das geht für mich schon in Richtung Voodoo. Vorher/Nachher ist bei dem Umbau schlecht vergleichbar, weil man ja nicht "eben mal schnell" die Teile wechselt und so die Möglichkeit zu einem echten Blindtest hat.

Gruß
rudi123


Also, Voodoo ist das nicht gerade bei um/über 20J alten Ton-Elkos, da verschieben sich schon gern mal arg die Frequenzen, wenn nicht mehr die +-5% Toleranz wie angegeben erreicht wird, sondern eher +20-30%, dann stimmt einfach die Abstimmung nicht mehr.

Und ja, man hört den Unterschied, aber nicht unbedingt zu Platin/Gold, od. Silver-Cap's, schon normal gute Mundorf Ton-Elkos mit den Original-Werten bringen einen klanglichen Unterschied...oft getestet und auch gemessen (ein Lautsprecher mit alter Bestückung und der andere mit neuer, sich in die Mitte setzten und Vergleichen ) und immer wieder erstaunt gewesen.

Das macht sich natürlich nicht bei 2-3J alten Lautsprechern bemerkbar, die noch keine Kapazitäts-Veränderungen auf der Weiche haben.


[Beitrag von Sisko39 am 10. Dez 2014, 10:43 bearbeitet]
kurzstrumpf
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 10. Dez 2014, 10:52
Moin,

ja - ich denke, dass ich (da ich die Relais eh nicht selbst austauschen kann) auch gleich Widerstände und Kondensatoren tauschen lassen werde.
Mache ich das direkt bei Canton? Von "meiner" "Fachwerkstatt" habe ich mich gerade sehr verärgert getrennt ...
So eine Überholung direkt bei Canton macht ja vielleicht auch bei einem vetl. Wiederverkauf Sinn.

Übrigens meinte rudi123 mit Voodoo wohl eher den Effekt beim Wechsel auf allerfeinste Komponenten, nicht den Wechsel aufgrund veränderter Werte überhaupt, glaube ich ...

Gruß
Sisko39
Stammgast
#15 erstellt: 10. Dez 2014, 11:02
Ja, das habe ich ja auch so geschrieben und gemeint mit "Platin/Gold od. Silver-Cap's"
rudi123!
Neuling
#16 erstellt: 10. Dez 2014, 11:02
Hallo kurzstrumpf,
wenn Du das nicht selber erledigen kannst und keinen befreundeten Lötkolbenartisten hast, suche Dir doch am besten einen (anderen) Hifi-Händler mit Werkstatt, wenn es soetwas in Deiner Nähe noch gibt. Canton macht soetwas vermutlich nicht - in besagtem anderen Thread haben die bezüglich der Ersatzteile schließlich auch schon abgewunken, das ist auch nicht deren Geschäft.

Zu den Kondensatoren sag ich nichts mehr. Muss jeder selbst wissen.

Gruß
R.
JokerofDarkness
Inventar
#17 erstellt: 19. Mrz 2015, 13:48

rudi123! (Beitrag #8) schrieb:
Hallo,
so ein Problem mit den Relais in der RC-A hatte vor einiger Zeit schon jemand anders, siehe:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-220-4899.html

Ich kenne Probleme mit den Relais u.a. auch von Onkyo-Verstärkern. Wenn man ordentlich aufdreht, kommt der Ton plötzlich.

Sandpapier als Maßnahme ist vielleicht zu heftig, lieber mit in Alkohol oder Aceton getränktem Papier arbeiten. Dann Relaisaustausch, wenn's was bringt, im Post hinter dem Link werden auch Bezugsquellen genannt.

Gruß
R.

Bei mir wurden im Endeffekt alle 3 Finder Relais je Box getauscht und seitdem spielen die Boxen wie neu.
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