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DVB-C. Was kann ich tun?

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bigurbi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Feb 2012, 19:21
Hallo zusammen,

ich hab da ein Problem. Ich höre gerne Radio und zwar vorzugsweise über meinen knapp 20 Jahre alten Yamaha-Receiver. Nun verschwinden aber nach und nach alle interessanten Sender aus dem analogen Radionetz - muss ich mir jetzt wirklich eine hässliche Zusatzbox auf meinen schönen Receiver stellen oder gibt es auch irgendeinen kleinen, praktischen Digital-Tuner, den man idealerweise noch mit der Fernbedienung vom Yamaha bedienen kann?

Viele Grüße
Markus
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 19. Feb 2012, 21:59
Leider nicht. Das Thema DVB-C/-S-Radio haben alle Hersteller komplett verschlafen, obwohl es entsprechende Angebote nicht nur in Deutschland gibt. Nur Restek bietet ein HiFi-Gerät, doch leider ist das Manufaktur-Ware zum Manufaktum-Preis: http://www.justhifi.de/Restek_MCAB_a6228.html

Und dann kann die Kiste weder auf USB in Originalqualität mitschneiden (ungemein praktisch bei DVB!) noch ist sie in der Lage, TV auszugeben. Soll sie ja auch gar nicht, ist ja ein HighEnd-Gerät...

Dir bleibt nichts anderes als ein DVB-C-Receiver. Und da ist die Auswahl deutlich schlechter als bei Sat. Ein Gerät mit hoffentlich fehlerfrei funktionierendem MPEG-Decoder und Sendernamenanzeige (wichtig!) ist neu ab etwa 120 Euro zu haben. Geräte im 43er Rastermaß sind fast unbekannt. Bei Sat gibt es noch welche, aber bei Kabel? Da fällt mir nur einer ein, der TechniSat DigiCorder ISIO C, Maße 435,0 x 60,0 x 199,0 mm. Die eierlegende Wollmilchsau, bringt auch Internetradio und andere Internetmedien sowie Medienwiedergabe im Heimnetz, aber wohl keine FLAC-Wiedergabe (schade, aber vielleicht flicken sie es noch rein...). Der Preis ist freilich astronomisch, ab 650 Euro.

Und: ohne angeschlossenen Bildschirm geht gar nichts in Sachen Inbetriebnahme. Nie. Mag sein, daß man bestimmte Geräte nach der Einrichtung "blind" bedienen kann, aber mehr als Programmwahl geht da kaum (es sei denn, man studiert die Tastenreihenfolge für Direktaufnahme und Aufnahmestop ein, wie ich es getan habe). Am besten also gleich mit als TV-Receiver nutzen.


Wenns kleiner als 43 cm sein darf:

Die billigste Lösung zum nur-Radiohören: dBox 1 Kabel mit DVB2000. Anschluß via Scart an einen TV, grauenvolle Ersteinrichtung, Favoritenliste erstellen, Bedienung üben und dann blind an der Steroanlage nutzen. Hat keinen Digitalausgang und keine Aufnahmemöglichkeit, tut als Radio aber hervorragend. Standby sehr hoch, immer vom Netz trennen (hat Dein Yamaha eine geschaltete Netzbuchse?). Braucht dann aber 18 s zum Hochfahren, geht aber automatisch an, wenn man ihn eingeschaltet vom Stromnetz getrennt hat und spielt dann das Programm, das als letztes an war, bevor er letztmalig in Standby geschaltet wurde. Aus meiner Sicht sind die knapp 20 Euro (!) für diesen Zweck (und nur dafür!) immer noch sehr gut angelegt. Schöne grüne 8-stellige Namensanzeige, die man frei programmieren kann.

Ich würde dir ja gerne den Wisi OR252 empfehlen, der noch ganz manierlich aussieht. Leider ist nach wie vor der MPEG-Audiodecoder fehlerhaft, es gibt heftige flirrende Artefakte, dazu sporadische Kanalvertauschungen am SPDIF und Tonstolperer wegen übergelaufener Puffer. Die Entwickler des eigentlichen Herstellers LaSAT arbeiten dran, seit einem Jahr. Betroffen ist auch die Marke Smart mit ihren Kabelreceivern, aber die zeigen ohnehin nur Speicherplatznummern statt Sendernamen an. Verschlüsselte Programme gingen damit auch nur halblegal oder gar nicht, je nach Netzbetreiber.

Dann hätten wir noch den TechniSat HD8-C. Ein kleines, von der Software her vermutlich weitgehend taugliches Gerät mit schöner 16-stelliger Namensanzeige. Dürfte weitgehend problemlos laufen. Bekannter Nachteil: die Lautstärkeeinstellung an der Fernbedienung wirkt nicht nur analog, sondern auch am SPDIF. Aufnahme auf USB-Platte/Stick sollte gehen. Man kann auch das Gerät via Netzwerk programmieren und Aufnahmen "abholen":
http://www.telecolum...oto-168-5c7b7c23.png
http://www.telecolum...oto-166-6d2b70aa.png

Gibt es in schwarz und Silber. Klare "deutsche" Bedienung. Kostet neu ab etwa 200 Euro. Bis auf die etwas gewöhnungsbedürftige Fernbedienung und die Lautstärkeregelung am SPDIF durchaus eine Empfehlung wert. Die Privatsender gehen auch bei diesem Gerät nur halblegal-illegal oder gar nicht.

Auch noch dabei: Kathrein UFC 960. Der kann offenbar vieles und ist komfortabel. Vielleicht funktioniert er sogar, er läuft unter Linux. Mit dem Gerät geht auch Internetradio ohne PC (via Shoutcast) und mehr. Die Anleitung ist entsprechend komplex: http://www.kathrein.de/de/sat/produkte/doc/9363563a.pdf
Preis: leider erst ab etwa 250 Euro.

Und dann hätten wir noch die Digitalbox Imperial HD-K3. Ein ganz neues Gerät. So neu, daß es noch keinerlei Kritiken dazu gibt. Mir scheint so, als habe man es hier mit einer Billigabteilung von TechniSat zu tun. Die Geräte können ganz anders sein! Der Vorgänger war für Fehler bekannt, allerdings in der Satellitenversion. Bei dem Preis kann man eigentlich auch nicht erwarten, es mit einem Gerät der Spitzenklasse zu tun zu haben. Hier mit geöffneter Frontklappe, die den Zugang zu Bedientasten und Karteneinschüben sowie USB bringt: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41OrmoXnizL.jpg

Der Receiver besitzt einen modernen CI+-Slot, über den legal (!) Zugang zu den Privatsendern besteht. Straßenpreis ab etwa 120 EUR, wenn man Rückgaberecht erwirkt, ist er sicher einen Versuch wert.
DB
Inventar
#3 erstellt: 19. Feb 2012, 22:16
Optisch nicht zu nervend ist auch der Technisat PR-K. Gibts auch für kleines Geld in der eBucht.

MfG
DB
bigurbi
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 25. Feb 2012, 11:49
Guten Morgen,

wow, vielen Dank für diese umfassende Antwort. Klasse

Das Gerät von Restek wäre natürlich klasse, aber kommt preislich natürlich absolut nicht in Frage. Auch der Technisat Digicorder wäre super - am Fernseher haben wir schon einen Digicorder HD K2 hängen - ist mir aber auch viel zu teuer, erst recht als reiner Radioempfänger. Sieht aber ziemlich chic aus! Das Thema Bildschirm wäre nicht das Problem, mein PC-Monitor steht ganz in der Nähe und verfügt über einen Component-Eingang, da könnte ich den Receiver fürs Setup und eventuelle Änderungen problemlos anschließen. Der Technisat HD8-C klingt aber ganz interessat. Sieht nicht ganz so hässlich aus wie die meisten anderen Receiver, ist preislich ganz ok und das "Problem" mit der Lautstärkeregelung kann auch ganz praktisch sein, dann benötigt man zum Radiohören nämlich nur eine Fernbedienung - die des DVB-C Receivers

Mit dem Thema Privatsender habe ich mich noch gar nicht befasst, mir war auch gar nicht bekannt, dass es das auch im Radio-Bereich gibt. Was heißt denn halblegal-illegal? Also, ich will jetzt keine Anleitung zur Umsetzung, mich interessiert nur, was man sich darunter vorzustellen hat

Achja, dbox: die Idee ist auch nicht schlecht. Allerdings ist das Ding ja hässlich wie die Nacht, möchte ich eigentlich nicht auf meiner HiFi-Anlage stehen haben. Evtl irgendwo versteckt, das ist dann aber wieder unprakisch hinsichtlich Senderumschaltung. Eine geschaltete Steckdose habe ich noch frei, die dbox darf allerdings nicht zuviel Leistung ziehen, denn an der zweiten hängt schon der Aktiv-Sub und nutzt die zulässige Anschlussleistung zu 70-80%...

@DB: Den PR-K hatte ich schonmal für ein paar Wochen weil ich den günstig von einem Kollegen bekommen habe. Hat mich aber weder optisch noch hinsichtlich Bedienung überzeugt..

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Markus
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 25. Feb 2012, 14:05
Hallo Markus,

Kabel Deutschland hat z.B. einige Privatsender als DVB-C laufen, zumindest in den noch zukünftig richtig unterstützten Netzen: Klassik Radio, RTL Radio, Radio Paloma, sunshine live, JAM FM, Metropol FM, ERF Plus.

Freilich sind die ebenfalls verschlüsselt und benötigen eine KDG-Karte, um sie zu öffnen. Offiziell geht da ja nur über zugelassene Receiver und Nennung der Receiver-Seriennummer. Geräte mit CI+ sind bei aller Kastration da fein raus, die werden neuerdings ja offiziell unterstützt. Alle Geräte mit CI hingegen müssen bei der KDG soweit mir bekannt mit einem Alphacrypt-Light-Modul bestimmer Versionsnummer "geöffnet" werden, und das ist "halblegal".

In den nicht ans Backbone angeschlossenen Netzen fehlen alle ARD-Radios seit kurzem!!! Dafür sind die WDR-Regionalprogramme drin. Den ganzen Tag über Standbild. Eine unfassbare Sauerei.

Bei Betreibern mit NDS-Verschlüsselung sieht es ohne CI+ ganz dunkel aus, ich weiß aber nicht spontan, ob da irgendwo Radio angeboten wird.

Alles zum Thema "Öffnen von verschlüsselten Kabelangeboten mit nicht zertifizierten Boxen" findet sich in den Unterforen für Kabel-Fernsehen.


bigurbi schrieb:
Achja, dbox: die Idee ist auch nicht schlecht. Allerdings ist das Ding ja hässlich wie die Nacht, möchte ich eigentlich nicht auf meiner HiFi-Anlage stehen haben.

Ich finde, es ist mit gewisser Leidensbereitschaft zu ertragen. An die dBox1 habe ich mich gewöhnt. Sie steht ja in den Kinderzimmermöbeln von 1978... ;-)

Die Leistungsaufnahme ist insgesamt moderat, mehr als 20 Watt wohl kaum, also da würde ich mir keine Sorgen machen. Der Sub zieht die Leistung doch nicht dauerhaft.

Der Imperial HD-K3 hat Amazon-Kritiken. Die, die ihn mies bewerteten, kämpften mit ständig verlorenen Senderpeichern. Es soll auf Anfrage ein Update geben.


Fürs Betrachten des Menüs habe ich mir was neues zugelegt.

Der Vollständigkeit halber hätte ich dann doch noch einen Receiver zu bieten. Ist breit, sieht gut aus, ist sehr hochwertig, kann aber nicht aufnehmen. Der QBit DAR ist das Gerät des Herstellers, der für die ARD die Vormultiplex-Technik gebastelt hat, auf denen der Hörfunktransponder beruht. Du willst ihn nicht bezahlen, ich weiß...


VG
Christian


[Beitrag von Radiowaves am 25. Feb 2012, 22:29 bearbeitet]
bigurbi
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 12. Jan 2013, 23:11
Nabend

So, ein Jahr später, ähnliches Problem:
Mein nur 8 Jahre alter Pioneer AV-Receiver ist gerade verstorben und nun brauche ich einen neuen. Wenn ich schon dabei bin sollte er natürlich auch HDMI haben und da kam mir noch eine andere Idee.. Gibt es mittlerweile AV-Receiver mit integriertem DVB-C Tuner? So dass man auch mal die digitale Artenvielfalt der Radiosender genießen kann, ohne den Technisat HD-Receiver anwerfen zu müssen?

Grüße und danke schonma
Markus
dialektik
Inventar
#7 erstellt: 12. Jan 2013, 23:42

Gibt es mittlerweile AV-Receiver mit integriertem DVB-C Tuner?

Nö, für welchen Markt sollten die Hersteller so was herstellen
bigurbi
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 13. Jan 2013, 00:58
Wasn das für ne Frage? Bin ich der einzige auf der Welt der gerne was anderes als SWR3 im Radio hören möchte???
dialektik
Inventar
#9 erstellt: 13. Jan 2013, 01:11
An jedem Kabelanschluss gibt es ja wohl genügend gescheite Analog-Sender (z.B. die Kultursender der ARD und DLF......

Genauso könnte man auch fehlende DVB-S Tuner in AVR beklagen......

Es gibt aber m.E.
1. Kaum noch klassische Radiohörer
2. schon gar nicht per DVB-C über einen AVR

In Hifi-Tunern hat deshalb auch DVB-C auch keinen Niederschlag gefunden, sondern allenfalls DAB und Internetradio.

BTW: Ich höre Radio mit einem UKW-Tuner und einem DVB-C Receiver aus dem Kabel + UKW und DAB i in Küche und Bad....
bigurbi
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 13. Jan 2013, 12:11
Ja richtig, könnte man. Und wenn wir grad dabei sind: DAB haben halt leider auch die wenigsten Geräte, jedenfalls nicht in der Preisklasse, in der ich gerade suche (max. 400 EUR) Viele haben einen Netzwerkanschluss, was an sich eine gute Idee ist, aber ich habe unten im Wohnzimmer kein Kabel liegen. WLAN geht zwar bei vielen Geräten über USB, aber die haben alle die USB Schnittstelle an der Gerätefront. Ganz toll!

Bin ich so speziell mit meinen Wünschen oder denken die Hersteller nicht richtig nach?

Viele Grüße
Markus
fotoralf
Inventar
#11 erstellt: 13. Jan 2013, 12:45

bigurbi schrieb:
Bin ich so speziell mit meinen Wünschen oder denken die Hersteller nicht richtig nach?


Die denken schon nach. Nämlich darüber, mit welchem Firlefanz sich möglichst vielen Unbedarften das Geld aus der Tasche ziehen lässt. Sinnvolle Funktionen oder Produkte gehen dabei gern unter. Die sind einfach nicht geil genug. :-/

Und offenbar fallen die Leute darauf herein; sonst würde Dialektik nicht solchen Unsinn verzapfen. Nach seiner Logik gibt es ja keine AVR mit DVB-C, weil keiner DVB-C über einen AVR hört.

Ralf
dialektik
Inventar
#12 erstellt: 13. Jan 2013, 12:47

Bin ich so speziell mit meinen Wünschen

Ja, es gibt einfach m.E. zu wenige Menschen, die einen digitalen Mehrfach-Tuner (DVB-C/S/T und noch DAB) als Kaufkriterium für AVR oder Radio-Tuner haben.

Zumal die Senderzahl und Qualität der analogen Kabelsender (guten analogen Tuner vorausgesetzt) nicht so bedeutend abweicht.



fotoralf schrieb:
Und offenbar fallen die Leute darauf herein; sonst würde Dialektik nicht solchen Unsinn verzapfen.


Soso, Du glaubst also nicht daran, dass Produkte auch nach Nachfrage produziert/entwickelt werden
Schon mal Gedanken darüber gemacht, dass Geräte (Tuner, Radios) mit DAB in allen Preisklassen seit Jahren für GB erhältlich sind Natürlich ist es vollkommener Unsinn anzunehmen, dass das was mit der relevanten Nachfragesituation auf der Insel zu tun haben könnte.

Ausserdem müssten sich die Hersteller bei DVB-C und -S noch dem Thema Verschlüsselung stellen, wenn die Kunden evtl. Bezahlprogramme hören wollen.....


[Beitrag von dialektik am 13. Jan 2013, 13:04 bearbeitet]
fotoralf
Inventar
#13 erstellt: 13. Jan 2013, 13:32

dialektik schrieb:
Schon mal Gedanken darüber gemacht, dass Geräte (Tuner, Radios) mit DAB in allen Preisklassen seit Jahren für GB erhältlich sind


Schon mal darüber nachgedacht, dass sich DAB überhaupt nur deshalb auf der Insel durchgesetzt hat, weil es von Anfang an Empfangsgeräte zu kaufen gab und die Industrie zur Abwechslung einmal nicht abgewartet hat, ob sich das nicht auch ohne Geräte in Gang kommt?

Ralf


[Beitrag von fotoralf am 13. Jan 2013, 13:39 bearbeitet]
std67
Inventar
#14 erstellt: 13. Jan 2013, 15:02
mhh

verstehe ich gerade das Problem nicht? Wer per DVB-C empfängt hat doch mind einen entsprechenden Receiver, und die können alle auch radiosender wiedergeben

Ansonsten ziehe ich pers. Internetradio aufgrund der noch größeren Senderauswahl, besserer Suchkriterien etc vor
Zumal meine Squeeze auch Podcasts und viele andere Dinge kann
dialektik
Inventar
#15 erstellt: 13. Jan 2013, 15:48

fotoralf schrieb:

Schon mal darüber nachgedacht, dass sich DAB überhaupt nur deshalb auf der Insel durchgesetzt hat

Lese erst mal über die Geschichte von DAB in UK.......
fotoralf
Inventar
#16 erstellt: 13. Jan 2013, 16:23

std67 schrieb:
Ansonsten ziehe ich pers. Internetradio aufgrund der noch größeren Senderauswahl, besserer Suchkriterien etc vor


Wer keine Ansprüche an die Übertragungsqualität stellt und mit 128k MP3, teilweise noch weniger, zufrieden ist, der ist damit sicher gut bedient.


dialektik schrieb:
Lese erst mal über die Geschichte von DAB in UK....... :L


Das brauche ich nicht, denn die habe ich von Anfang an verfolgt. Deshalb weiß ich im Gegensatz zu Dir ja auch, wovon ich rede.

Um nun zu DVB-C zurückzukommen: das kommt in vielen Haushalten aus demselben Loch in der Wand, aus dem schon das normale analoge Kabelsignal kommt. Damit wäre es durchaus sinnvoll, DVB-C in Heimreceivern vorzusehen, denn die dürften zu einem Großteil an eben diesem Kabelnetz betrieben werden.

Die Codierung ist auch nicht das große Problem. Dazu könnte man dieselben Chipsätze verwenden, die auch in DVB-C-Tunern verwendet werden.

Ralf


[Beitrag von fotoralf am 13. Jan 2013, 16:28 bearbeitet]
std67
Inventar
#17 erstellt: 13. Jan 2013, 16:33
zur Hintergrundbeschallung reicht Internatradio vollkommen. Beim Hausputz, beim surfen im Internet etc
Zum "Musik genießen" hab ich meine FLAC

Wo gibts denn üpberhaupt Radiosender, ob DVB oder DAB oder was auch immer, die wirklich hochwertig rüber kommen?

Man liest ja auch hier im Forum immer wieder das senderseitig eh alles durch dieselbe Hardware geht. Dynamikkompression etc ist auf allen Verbreitungswegen also eh identisch


[Beitrag von std67 am 13. Jan 2013, 16:35 bearbeitet]
fotoralf
Inventar
#18 erstellt: 13. Jan 2013, 16:38

std67 schrieb:
Man liest ja auch hier im Forum immer wieder das senderseitig eh alles durch dieselbe Hardware geht. Dynamikkompression etc ist auf allen Verbreitungswegen also eh identisch


Das stimmt so nicht ganz. Vielleicht mag Radiowaves kurz ein paar Auszüge aus seinen Beiträgen zu diesem Thema hier anhängen oder verlinken.

Ralf
Passat
Moderator
#19 erstellt: 13. Jan 2013, 16:48

bigurbi schrieb:
( Viele haben einen Netzwerkanschluss, was an sich eine gute Idee ist, aber ich habe unten im Wohnzimmer kein Kabel liegen. WLAN geht zwar bei vielen Geräten über USB, aber die haben alle die USB Schnittstelle an der Gerätefront. Ganz toll!


Die Herstellerlösungen sind Murks und meist zu teuer.
Einfach eine WLAN-Bridge (z.B. Netgear WNCE2001) an den Netzwerkanschluß anschließen und schon kann das Gerät WLAN.
Und bei Internetradio kann weder DVB-C, DVB-S, DAB/DAB+ oder UKW bzwl. der Senderviuelfalt mithalten.

Grüße
Roman
fotoralf
Inventar
#20 erstellt: 13. Jan 2013, 17:14

Passat schrieb:
Und bei Internetradio kann weder DVB-C, DVB-S, DAB/DAB+ oder UKW bzwl. der Senderviuelfalt mithalten.


Mit demselben Argument könnte man für die Kurzwelle werben. Ich dachte, hier wäre das HiFi-Forum...

Ralf
Passat
Moderator
#21 erstellt: 13. Jan 2013, 17:20
Ja und?

Was ist an Internetradio nicht HiFi?

Grüße
Roman
fotoralf
Inventar
#22 erstellt: 13. Jan 2013, 17:30
Für meine Ohren ist MP3 mit 128k oder weniger nicht HiFi. YMMV.

Ralf
dialektik
Inventar
#23 erstellt: 13. Jan 2013, 17:44

fotoralf schrieb:
Das brauche ich nicht, denn die habe ich von Anfang an verfolgt. Deshalb weiß ich im Gegensatz zu Dir ja auch, wovon ich rede.

Genau: Hersteller haben einfach so Geräte in die Regale gestellt, weil es reinzufällig gar kein ausserordentliches Engagement der BBC & Co, sowie einen rasanten Ausbau der Infrastruktur und deshalb eine absehbare Nachfrage beim Verbraucher gab
Passat
Moderator
#24 erstellt: 13. Jan 2013, 17:55

fotoralf schrieb:
Für meine Ohren ist MP3 mit 128k oder weniger nicht HiFi. YMMV.


DAB/DAB+ ist da auch nicht besser.
Und UKW mit dem üblen Soundprozessing (Dynamikkomprimierung weit über die Schmerzgrenze hinaus, Hinzufügen von Klirr (Aphex)etc. etc.) auch nicht.
Und über DVB-C/S haben viele Sender ebenfalls das üble UKW-Soundprozessing.
Wenn man das so sieht, dann gibt es HiFi im Rundfunk eigentlich nicht.

Grüße
Roman
dialektik
Inventar
#25 erstellt: 13. Jan 2013, 17:59

Wenn man das so sieht, dann gibt es HiFi im Rundfunk eigentlich nicht.

Oder eben onabhängig von der Übertragungsart nur bei einigen Nischensendern (BR 2/4, HR 2, DLR... );)
bigurbi
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 14. Jan 2013, 23:21
Oh man Leute.. Ich finde es ja toll dass ihr jetzt eine Grundsatzdiskussion über die verschiedenen Arten des Radioempfangs austragt ABER das hilft mir nicht weiter!

Ich weiß was Internetradio ist und ich weiß was DAB ist, und ich weiß dass MIR die Qualität eines 128k Internet-Streams NICHT ausreicht weil ich es eben nicht zum Putzen oder Kochen nebenher laufen lasse sondern weil ich gerne gezielt bestimmte Sender mit guter Klangqualität hören möchte. Ich brauche mir keinen Yamaha Receiver mit Linn-Lautsprechern hinzustellen wenn ich dann mit 96kbps Stream höre Der Einwand mit DAB ist prinzipiell nicht schlecht, aber wenn ich dafür wieder ein separates Empfangsgerät brauche ist es an meinem Thema völlig vorbei. Denn ich wollte wissen, welche integrierten Lösungen es gibt.

Ist ja ok wenn es einfach nichts gibt was meinen Wünschen entspricht, damit kann ich leben, ich wollte halt nur nochmal in einem Expertenforum nachfragen...

Viele Grüße
Markus
std67
Inventar
#27 erstellt: 14. Jan 2013, 23:25
und meine Frage war welche Sender das denn sein sollen die über DVB-C da in solch überirdischer Qualität reinkommen
Dann würde ich die mir auch mal anhören
dialektik
Inventar
#28 erstellt: 14. Jan 2013, 23:35

bigurbi schrieb:
Denn ich wollte wissen, welche integrierten Lösungen es gibt.

Ist ja ok wenn es einfach nichts gibt was meinen Wünschen entspricht, damit kann ich leben, ich wollte halt nur nochmal in einem Expertenforum nachfragen...


Es gibt keine, die mir bekannt wären für alle Radioübertragungen per DVB. Und Du hast doch bestimmt auch schon mal Netz geschaut.

Und es wäre auch nicht gesagt, wenn es welche geben würde, dass das automatisch besseren Klang als UKW erzeugt.

Wenn Du guten Radioklang willst, könntest Du auch mal über einen ordentlichen UKW-Tuner nachdenken, denn den AVR-Tunern würde ich nicht gerade über den Weg trauen.

Ich höre übrigens analog und digital am Kabel mit 2 Geräten und mein alter Sony-Tuner schlägt sich ganz wacker. Und nur Sender die meistens nichts zusammenquetschen
std67
Inventar
#29 erstellt: 14. Jan 2013, 23:41
@dialektik

du hattest ja schon geantwortet und ein paar Sender genannt

Meine Frage war eher an bigturbi gerichtet der ja ganz heiß darauf ist geile Sender per DVB zu hören

Ich hab auch noch nicht wirklich einen gefunden
dialektik
Inventar
#30 erstellt: 15. Jan 2013, 00:06
Ich meinte ja nur den TE
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 15. Jan 2013, 01:46
So, wieder online...

Zu

std67 schrieb:
Man liest ja auch hier im Forum immer wieder das senderseitig eh alles durch dieselbe Hardware geht. Dynamikkompression etc ist auf allen Verbreitungswegen also eh identisch

und

fotoralf schrieb:
Das stimmt so nicht ganz. Vielleicht mag Radiowaves kurz ein paar Auszüge aus seinen Beiträgen zu diesem Thema hier anhängen oder verlinken.


Nur kurz: identisch zu UKW sind die DVB-Zuführungen nicht bei allen Anstalten. Beim RBB scheinen sie identisch zu sein seit Spätsommer 2011. Der Mulm, den man auf Radio Eins hört (UKW), ist seitdem exakt gleichklingend auf DVB drauf und solls auch auf DAB sein. Da Internetradio da wohl über einen externen Dienstleuster von DVB abgegriffen wird, ists da angeblich ebenso. Ich habe leider nirgendwo Breitband-DSL und kanns deshalb nicht kontrollieren (kein Witz!).

Anderes Beispiel: Bayern 3 war anfangs auf DVB deutlich dezenter prozessiert als auf UKW. Später änderte man das, ob es nun identisch ist, könnte ich bei Neugier erfragen. Ich stand zwar schon im Serverraum des BR vor dem Rack mit den QBit-Multiplexerkarten der DVB-Streams, habe da aber nicht nach der Quelle der Signale gefragt. Ein paar Räume weiter und völlig unscheinbar die kleinen blauen APT-X-Kästchen, die das UKW-Signal für die Hauptzuführungen aufbereiten. Also kein MP2 dort...

BR Klassik mag als Beispiel für einige andere Kulturwellen dienen, wissentlich MDR Figaro, hr 2 und wohl auch SWR 2 und WDR 3. Man hat auf der stets (auch in Stereo) mitlaufenden AC3-Spur nicht nur keine MP2-Artefakte, sondern auch vollen Frequenzgang und volle Dynamik ohne die sonst übliche dezente Kompression von etwa 1.2:1 und auch kein Limiting. Hier der Beweis an BR Klassik:

BR-Klassik: Dynamikkompression und Limiting auf DVB

("Downmix" in der Grafik ist das falsche Wort. Es hätte besser Konvertierung AC3 2.0 -> PCM dort stehen sollen, denn die Sendung war zweikanal.)

Als "so gut wie die abgespielte Quelle" würde ich vor allem BR Klassik, SWR 2, WDR 3, hr 2, MDR Figaro einstufen. Muß nicht heißen, daß Moderation dann da gut klingen, mitunter kommen die Zentralnachrichten der Anstalten auch via Headset (BR, aber da erstaunlich gut) oder aus scheußlichen kleinen Kabüffchen, in denen miese Akustik herrscht (MDR).

Bei den Popwellen ist die Auswahl kleiner. SR 1 war unprocessiert, litt aber unter Fahrfehlern und teils völlig fehlender Balance Wort - Verpackung - Musik, war also auch nicht angenehm hörbar. MDR 1 Sachsen-Anhalt ist seit letztem Frühjahr recht sauber.

Wieviele Nutzer DVB-Radio hat, ist wohl nie wirklich erfasst worden. Allein schon die Antwort auf die Frage, wieviele Leute z.B. im TV den "Sachsenspiegel" sehen und nicht das "Thüringen-Journal", obwohl sie in Thüringen leben, ist aber ernüchternd: solche "Fremdnutzungen" sind sehr gering, oft unter 1000 (!) und damit faktisch nicht messbar. Man kann daran vielleicht erahnen, wieviel DVB-Radio genutzt wird: kaum. Ich behaupte, das ist direkte Folge des Fehlens HiFi-tauglicher Empfangsgeräte. Also nicht unbedingt unter klanglichen oder meßtechnischen Gesichtspunkten, sondern: 43 cm, Metallfront, "nahbedienbar", ohne TV konfigurierbar.
std67
Inventar
#32 erstellt: 15. Jan 2013, 08:10
@Radiowaves

danke dir
HarryMKV
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 15. Jan 2013, 09:54
Bez. DVB-C wurde hier im Forum schon die "Ideallösung" aufgezeigt: Receiver nach Wahl, mit analogem AV Ausgang, Daran ein billiges Display einer KFZ Rückfahrkamera geklemmt. Sicher, sieht auch müllmässig aus, aber dürfte wirklich die beste Lösung sein.
dialektik
Inventar
#34 erstellt: 15. Jan 2013, 20:52

aran ein billiges Display einer KFZ Rückfahrkamera geklemmt.

Braucht man nicht, wenn man einen vernünftigen Receiver hat, der sich ohne TV als Radio bedienen lässt.
fotoralf
Inventar
#35 erstellt: 15. Jan 2013, 22:26

dialektik schrieb:
Braucht man nicht, wenn man einen vernünftigen Receiver hat, der sich ohne TV als Radio bedienen lässt.


Welchen würdest Du vorschlagen?

Ralf
dialektik
Inventar
#36 erstellt: 15. Jan 2013, 23:22
Ich habe einen Technisat Digicorder HD K2 - Vorteil: Radioaufnahmen möglich.
Andere (neuere) Geräte von Technisat aus der Isio-Reihe
Kathrein
und alle Geräte mit Matrix-Display und Radio-Taste auf FB oder Gerät
fotoralf
Inventar
#37 erstellt: 15. Jan 2013, 23:32

dialektik schrieb:
Ich habe einen Technisat Digicorder HD K2 - Vorteil: Radioaufnahmen möglich.
Andere (neuere) Geräte von Technisat aus der Isio-Reihe
Kathrein
und alle Geräte mit Matrix-Display und Radio-Taste auf FB oder Gerät ;)


...und bei dem Digicorder lassen sich z.B. Aufnahmen im Voraus ohne Blick auf den angeschlossenen Fernseher oder Monitor programmieren? Lässt sich das Gerät ohne angeschlossenen Fernseher konfigurieren, um z.B. einen neuen Sender hinzuzufügen?

Ist das bei einem der übrigen von Dir genannten Geräte der Fall?

Alle Geräte mit Display, die ich kenne, lassen sich in eingeschränktem Umfang 'blind' ohne Fernseher bedienen, wenn man gewisse Abläufe auswendig lernt und sich nicht allzu sehr vertippt, aber eine komfortable Bedienung sieht anders aus.

Ich hatte einen Kathrein UFS702 und habe nun eine Digitalbox HD2 plus, die ebenfalls aufnimmt, beide mit alphanumerischem Display, aber außer einer einfachen Programmumschaltung ist da ohne Monitor nicht viel zu machen. Ich behelfe mir zum Programmierung und zum Konfigurieren mit einem einfachen Videodigitizer am Macbook, den ich bei Bedarf einschalte.

Ralf


[Beitrag von fotoralf am 15. Jan 2013, 23:33 bearbeitet]
dialektik
Inventar
#38 erstellt: 16. Jan 2013, 00:54

Ist das bei einem der übrigen von Dir genannten Geräte der Fall?

Thema waren bisher Geräte zum Empfangen und Hören von DVB-C
fotoralf
Inventar
#39 erstellt: 16. Jan 2013, 01:12
Die Kisten unterscheiden sich bei DVB-C oder -S gewöhnlich nur beim Tuner und ein paar Menüpunkten.

Ist da also irgendwas dabei, das sich uneingeschränkt ohne angeschlossenen Fernseher oder Monitor bedienen lässt?

Ralf
Passat
Moderator
#40 erstellt: 16. Jan 2013, 01:13
Außer dem teuren Restek-Teil ist mir da nichts bekannt.

Grüße
Roman
fotoralf
Inventar
#41 erstellt: 16. Jan 2013, 01:15
Nun warte doch mal. Dialektik erklärt uns das doch gerade...
HarryMKV
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 16. Jan 2013, 11:32
Abgesehen von der sowieso fehlenden Aufnahmefunktion könnte ich meinen Kabelreceiver dank Radiotaste und Senderspeicher praktisch auch blind steuern, zur Not würde ich mir eben ne Senderliste ausdrucken. Und mein Receiver hat nur ne einzelne LED. "Einstellarbeiten" würden eher wenig anfallen bei mir.
Mit einer AV Weiche ließe sich über das Rückfahrdisplay sogar noch der Multimediaplayer im Audiobetrieb steuern. Das Display könnte sogar noch über Verlängerungskabel in Sichtweite des Chefsessels platziert werden. Und haben die Bonzenbesitzer eines Restmülltek auch so ein großes, farbiges, protziges Display?

Davon abgesehen würde ich mich nicht für einen bestimmten AVR entscheiden, nur weil der nen speziellen Empfänger drinn hat.
HarryMKV
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 16. Jan 2013, 16:38
Ui Passat, ganz wichtige Info: Bei der Anzahl deiner Beiträge hasste ja bald ne tolle Schnapszahl erreicht
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 16. Jan 2013, 16:55

fotoralf schrieb:
Ist da also irgendwas dabei, das sich uneingeschränkt ohne angeschlossenen Fernseher oder Monitor bedienen lässt?


Nahezu uneingeschränkt ab Firmware V.0205 oder so die Fujitsu-H60-basierten Receiver von LaSAT aus Rötz in Bayern, so sie ein VFD-Display haben. Das wäre z.B. beim Wisi OR 252 der Fall.

https://www.digikabe...6e95/o/r/or252_f.jpg

Die geniale und komplett textbasierte Menüstruktur der LaSAT-Receiver erlaubt es, die Menüpunkte nahezu komplett ins VFD zu übernehmen. Kostproben der Menüs:

http://www.digitalfe...alerie_1/Bild-04.jpg

http://www.digitalfe...alerie_2/Bild-13.jpg

http://www.digitalfe...alerie_2/Bild-28.jpg

Das Arbeiten in den VFD-Menütexten funktioniert so gut, daß ich z.B. einfache Aufnahmen aus dem EPG problemlos ohne TV programmieren kann. Dazu ist es aber sehr hilfreich, wenn man die Menüs auch mal auf einem Bildschirm gesehen und verstanden hat. Es dürfte aber auch ganz ohne TV gehen.

Und schon muß ich diesen Tip zurücknehmen: die LaSAT-Geräte haben bislang einen derben Bug im MP2-Audiodecoder und reichern den Ton mit grellem Flirren an. Der Fehler ist LaSAT seit knapp 2 Jahren bekannt...

Und damit bleibt es dabei: auch mir ist kein DVB-C-Gerät bekannt, das nicht Restek hieße oder QBit DAR (die DVB-Profivariante für den Schaltraum) und vollständig am Gerät bedienbar wäre.
pmic
Stammgast
#45 erstellt: 19. Jan 2013, 15:46
@bigurbi
Nur mal zur Info: ich höre oft und nehme auch auf mit einem Kathrein 960. Und das mit sehr gutem Klang, - indem ich per optischen Digitalanschluss (Toslink) auf einen externen DAC gehe. Das ist mE entscheidendend für HiFi per DVB-C/S, man braucht so keinen Restek. Überhaupt werden die meisten DVB-C/S - Receiver damit klanglich aufgewertet, weil die internen DACs der Geräte wohl Billigchips sind (Restek ausgenommen).

Natürlich hat man guten Klang nur mit den ARD-Kultursendern, die das Signal kaum verschlimmern (Siehe Beitrag Radiowaves).
Der Kathrein 960 hat ein gutes Display, man braucht für den ständigen Betrieb kein weiteres Gerät, nur zur Programmierung. Er hat eine gut funktionierende PVR-Funktion; ich habe eine kleine 1TB-Disk dran hängen und zeichne damit stundenlang Musik auf, seltener TV.

Alle anderen, hier diskutierten Radioübtragungen kommen für mich wg. der miesen Klangquali - Folge der übertriebenen Datenreduzierung bzw. "Bearbeitung" mit Optimod etc. - schon lange nicht in Frage. Mich wundert, dass dergleichen in einem HiFi-Forum überhaupt angesprochen wird. Aber da gibt es noch mehr, wo man sich wundern kann.
pmic
cr
Moderator
#46 erstellt: 19. Jan 2013, 15:52
Ich habe auch so einen Kathrein mit Display (wurde mal irgendwo in einem Magazin zum Radiohören empfohlen, UFS 702, schon älter und SAT). Man braucht wirklich keinen Bildschirm dazu, angeschlossen ist er an einem alten DAT als Wandler. Ob der interne Wandler wirklich hörbar schlechter wäre (auch in Relation zur gesendeten Qualität) habe ich noch nie probiert. Schlechter als das herkömmlich UKW finde ich jetzt prinzipiell der Qualität vieler Sender zumindest nicht (Pop ist sowieso auch auf vielen UKW Sendern sehr schlecht).
Die ORF-Sender sollten qualitativ auch passen (Ö1 für Klassik, O3 für Pop)


[Beitrag von cr am 19. Jan 2013, 15:59 bearbeitet]
pmic
Stammgast
#47 erstellt: 19. Jan 2013, 17:29
cr schrieb
Schlechter als das herkömmlich UKW finde ich jetzt prinzipiell der Qualität vieler Sender zumindest nicht...
Das kann ich nicht bestätigen: der Bassbereich ist hörbar besser als bei UKW! Das ist auch technisch erklärbar, denn - soweit mir bekannt - wird bei UKW min. ab 50 Hz abgeschnitten. (Vielleicht weiss da Radiowaves mehr). Aber auch der Mitten/Höhenbereich scheint mir klarer und heller zu sein, bei UKW (hörte ich jahrelang) war es immer etwas dumpfer.
Vielleicht kann Dein alter DAT es nicht besser? Probier doch mal einen neueren; die aktuellen Chips sind wirklich besser.

Ö1 Klassik hört sich übrigends weniger gut an als die ARD-Kultursender, sendet mW mit verminderter Datenrate. (ich habe noch DVB-S Empfang mit einem KAthrein in unserem Wochendhaus).
pmic


[Beitrag von pmic am 19. Jan 2013, 17:34 bearbeitet]
cr
Moderator
#48 erstellt: 19. Jan 2013, 17:58
Aber ich habe doch ohnehin geschrieben, dass ich UKW nicht besser finde als SAT (der DAT wäre im übrigen sicher nicht die Engstelle für die Qualität des SAT-Radios)
Inwieweit nun SAT besser sein mag oder nicht, hängt primär davon ab, was der Sender anstellt, wie auch bei UKW. Bei UKW kommt noch dazu, dass uU die Empfangslage nicht optimal ist, keine Dachantenne vorhanden ist, die Kabeleinspeisung schlecht ist. Für mich ist UKW Empfang erledigt, bringt keinen Mehrwert mehr, obwohl ein HiEnd-Tuner vorhanden wäre.
fotoralf
Inventar
#49 erstellt: 19. Jan 2013, 18:24

cr schrieb:
Ich habe auch so einen Kathrein mit Display (wurde mal irgendwo in einem Magazin zum Radiohören empfohlen, UFS 702, schon älter und SAT). Man braucht wirklich keinen Bildschirm dazu...


Den hatte ich auch ein paar Jahre lang, bis das Display so flau geworden war, dass es nicht mehr lesbar war. Und ja, er war im täglichen Betrieb ohne Fernseher zu bändigen. Spätestens wenn der neue Receiver aber eine Aufnahmefunktion hat, ist aber Sense. Die lässt sich beim besten Willen nicht mehr ohne Bildschirm programmieren. Oder kennt jemand ein Gerät, bei dem das geht?

Ralf
cr
Moderator
#50 erstellt: 19. Jan 2013, 18:29
Gibts eigentlich keine Bilderrahmen-LCDs, die man an den SAT-Receiver anschließen kann als Behelfsbildschirm, der wenig Platz braucht?
Passat
Moderator
#51 erstellt: 19. Jan 2013, 18:55
Nein.

Ich habe jahrelang nach Bilderrahmen mit Videoeingang gesucht, damit ich nicht jedes mal fürs AVR-OSD den TV anwerfen muß.
Ich bin aber nicht fündig geworden, ich habe nur eine handvoll Geräte mit Bildausgang gefunden.

Ich habe mir dann einen Mini-TV mit 10"-Bildschirm und HDMI-Eingang gekauft.

Grüße
Roman
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