Router vom Keller in die 2. Etage verlegen

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kolesia2
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Feb 2016, 11:27
Hallo,
ich hoffe, ich bin richtig bei Euch.

Ich habe jetzt DSL ein IP-basiertes Anschluß mit 100 MBit/s, ISDN-Telefonanlage und als Router Fritz 7490. Die 1. TAE-Dose befindet sich im Keller - bei der Verbindung funktioniert alles, WLAN ist aber nicht zu gebrauchen.

Ich möchte den Router in die 2. Etage verlegen (ca 20 Meter Kabel), damit ich auch WLAN des Routers nutzen kann. Praktisch muss ich die 1. Telekom-Dose um 20 Meter verlegen.

Meine Frage:
Kann ich die Verlegung mit einem abgeschirmten 8-adrigen Telefonkabel realisieren oder muss ich bei solcher Lösung mit Geschwindigkeitseinbussen oder Störungen rechnen?
Ich müsste dabei 4-Adern für die Verbindung mit einer ISDN-Telefonanlage nutzen. Würden sie sich gegenseitig stören?

Sollte ich lieber mit einem CAT 5E Kabel den Router verlegen?
A_K_F
Stammgast
#2 erstellt: 04. Feb 2016, 12:10
Da ist es wohl einfacher, die FritzBox über ein Netzwerkkabel nach oben zu verlegen.

Alternativ (so hab ich es gemacht, bei mir ist aber auch eine LAN-Verkabelung vom Router im Keller ins gesamte Haus verlegt) könntest Du einen WLAN-Repeater verwenden: Link
kolesia2
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 04. Feb 2016, 12:17
Ich würde aber ungern einen WLAN-Repeater nutzen. Dann kann ich auch in der 1. Etage einen zusätzlichen WLAN anschliessen und am Fritz abschalten (So was habe ich zur Zeit).

Für mich einfacher wäre Fritzbox über den 8-adrigen Kabel zu verlegen. Die Frage ist, ob so ein Kabel bei 100 MBit/s überhaupt geeignet ist.

Bei dem Netzwerkkabel muss ich schauen, ob ich den direkt zwischen der TAE-Dose und Fritz anschliessen kann - ob die Adern richtig angeschlossen sind
ukle
Stammgast
#4 erstellt: 04. Feb 2016, 12:41
Das DSL kommt bis zu Deiner Dose im Keller ja auch per Klingeldraht.
20m zusätzlicher "Klingeldraht" in Form von 2 Adern des 6-adrigen Telefonkabels sollten da keinen merklichen Unterschied machen.
Ob die ISDN-Beschaltung der anderen 4 Adern stören, glaube ich nicht.
Ich persönlich würde aber kein verdrilltes 8-adriges LAN-Kabel nehmen wegen des geringeren Adernquerschnitts.
kolesia2
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 04. Feb 2016, 14:38
> Ich persönlich würde aber kein verdrilltes 8-adriges LAN-Kabel nehmen wegen des geringeren Adernquerschnitts.

Meinst Du, dass ein dickeres aber weniger abgeschirmtes Telefonkabel in dem Fall besser wäre als ein dünneres aber sehr gut abgeschirmtes CAT5e-Kabel? Hier würde mich Meinung eines Experten interessieren
promocore
Inventar
#6 erstellt: 05. Feb 2016, 02:23
Die Telefonleitung kannst du ohne Probleme mit einer Netzwerkleitung verlängern. Da bei Cat 7 zusätzlich auch noch die Adernpaare geschirmt sind, kannst du sowieso ohne Probleme ISDN mit drauflegen. Je nach derzeitiger Installation kann man auch über ein Patchfeld gehen.

Netzwerkleitungen sind hier besser geeignet als Klingeldraht, da IP basiert digital ist und kaum Leistung anliegt.
ukle
Stammgast
#7 erstellt: 05. Feb 2016, 08:36
Ich hatte nur Bedenken geäußert, weil ja in diesem Fall das Modem in der Fritzbox hinter der Verlängerung sitzt und evtl. da das CATx-Kabel deutlich dünner ist als 0,5 mm und das möglicherweise das Signalverhalten bzw. evtl. das Frequenzband verändert würde.

Die üblichen Verlegekabel für a/b-Adern und S0-Bus für die ISDN-Anbindungen sind nun einmal die Standard-Kupfer-Telefonleitungen.
Wie man hier sieht, werden 2 Adernpaare für den S0-Bus verwendet:
S0-Bus

Deshalb würde ich persönlich zu solch einem Kabel greifen:
4x2 Telefonkabel

Es scheint aber durchaus auch Leute zu geben, bei denen es mit CAT6/7 problemlos läuft (über welche Strecken?):
DSL-Verlängerung per Netzwerkkabel
kolesia2
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 05. Feb 2016, 09:52
Ich habe aber kein Cat7-Kabel liegen.
Vielleicht erkläre ich nochmal meine Möglichkeiten:

Was ich nutzen kann sind folgende schon verlegte Kabel:
- Telefonkabel 4x2x0,6, mit Schirm (z.Z. noch als ISDN-Bus benutzt)
- CAT-5e Netzwerkkabel

Anzuschliessen sind:
- 1. Telefondose der Telekom an Fritz 7490
- ISDN-Telefonanlage Euracom 181 an Fritz 7490

Ich habe 3 Möglichkeiten:
1. Router in Keller lassen. Ein separates WLAN in der 1. Etage, damit WLAN im Haus gleichmäßig empfangen wird.

2. Router in die 2. Etage verlegen (hier wird WLAN nicht optimal). Anschlüsse an:
2a. die 1. Telefondose mit dem Telefonkabel (ca. 25 Meter, 2 Adern)
die ISDN-Telefonanlage mit dem gleichen Telefonkabel (4 Adern)
2b. die 1. Telefondose mit dem CAT-5e-Kabel (ca. 25 Meter)
die ISDN-Telefonanlage mit dem Telefonkabel (ca. 25 Meter, 4 Adern)

3. Router in die 1. Etage verlegen. Hier müsste WLAN optimal sein, der Telefonkabel ist hier auch kürzer. Anschlüsse an:
3a. die 1. Telefondose mit dem Telefonkabel (ca 15 Meter, 2 Adern)
die ISDN-Telefonanlage mit dem gleichen Telefonkabel (4 Adern)
3b. die 1. Telefondose mit dem CAT-5e-Kabel (ungünstig, hier müsste
ich Netzwerk-Kabel von der 2- Etage in die Erste verlängern)

Ich würde am liebsten die Variante 3a bevorzugen. Spricht was dagegen oder ist eine der anderen Varianten so viel besser, dass ich sie nehmen soll?
Wäre ein separates Access-Point in der 1. Etage nicht besser?


[Beitrag von kolesia2 am 05. Feb 2016, 10:02 bearbeitet]
promocore
Inventar
#9 erstellt: 05. Feb 2016, 10:45
Du hast ja genug vorhandenen Möglichkeiten. Schließ doch einfach 3a an und schau ob es funktioniert.

@ukle
Ich habe bei mir einfach ein Lankabel an der Hauseinspeisung angeschlossen und im EG dann an die Schraubklemmen der TAE Dose. Hier gibt es auch Kombidosen mit TAE/ISDN Buchsen.
Rein von den Steckern/Buchsen gibts da eigentlich keine Probleme.
kolesia2
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 05. Feb 2016, 13:25
Werde ich machen. Ich wollte nur hören wie das von der Theorie aussieht. Über das Telefonkabel werden im Fall 3a hochfrequente Signale übertragen (Telefondose) und ISDN dazu. Ich könnte mir vorstellen, dass da zu Störungen kommen kann.
promocore
Inventar
#11 erstellt: 05. Feb 2016, 14:48
Normalerweise treten keine spuhrbaren Störungen auf, wenn man die richtigen Adernpaare nutzt.
Störungen treffen wenn gleichmäßig auf ein Adernpaar. Diese Störungen können ohne weiteres bis zu einem bestimmten Grad kompensiert werden. Siehe Vectoring und Supervectoring.


[Beitrag von promocore am 05. Feb 2016, 14:50 bearbeitet]
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