Neuaufbau Heimnetzwerk NAS

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travlmaker
Stammgast
#1 erstellt: 25. Okt 2018, 06:29
Hallo in die Runde, ich spiele mit dem Gedanken mir ein netzwerkaufzubauen, da ich es nicht mehr komfortabel finde ständig die externen platten hin und her zu tragen.
Da ich auf dem Gebiet absoluter Laie bin hier mal ein paar Fragen.
Aktuell bestehende Hardware wäre ein himedia q10 pro als Empfänger und devolo av200 zur Datenübertragung.
Ziel ist es Videos und auch ab und zu mal Musik abzuspielen.
Aktuell sind es zwar ausschließlich .ts dateien mit 1080p aber 4k tauglich sollte es für die Zukunft schon sein.
Nun die Fragen
Habe gesehen dass Hersteller wie synology jedes Jahr nen neues nas auf den Markt schmeißen.
Brauch man denn sowas?
Ist die Hardware eines 2013 er Modell denn auch dazu geeignet die Daten schnell genug zu senden?
Da ich kein WLAN sympatisant bin möchte ich weiterhin mein Stromnetz nutzen. Reicht denn da das kleine devolo mit max 200mbit Datendurchsatz oder sollte ich da auch aufrüsten?


[Beitrag von travlmaker am 25. Okt 2018, 06:35 bearbeitet]
stoker85
Inventar
#2 erstellt: 25. Okt 2018, 07:12
Die Frage ist wie viel Durchsatz bei deinem DLAN Adapter hinten wirklich rauskommt. Das ist immer vom Stromnetz, den Leitungen und den angeschlossenen Geräten abhängig. Brutto und Netto können bei DLAN beträchtlich auseinander liegen.

Am besten testest du das ersteinmal. Du hast doch sicherlich einen PC, oder? Mach eine Netzwerkfreigabe und kopiere ine paar Videos in 1080p und 4k dahin. Dann kopierst du die ersteinmal und schaust wie schnell das geht und überprüfst ob sie ruckelfrei laufen.

Was deine Frage zum NAS angeht: Ich würde immer was halbwegs aktuelles kaufen damit man lange Software support hat. Wenn man was altes kauft hat man evtl. recht schnell ein Problem, das sieht man jetzt gerade z.b. bei WD, wo Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden (siehe aktuelle Berichterstattung). Wenn du nur Daten übertragen willst, taugt dazu jedes aktuelle NAS von Synology oder QNAP, der Flaschenhals wird da eher dein D-Lan sein. Wenn du allerdings auch Transcodieren willst, dann brauchst du etwas halbwegs potentes.
travlmaker
Stammgast
#3 erstellt: 25. Okt 2018, 16:51
Okay, testen könnte ich das in der Tat mal.
Welchen Support bräuchte ich denn da bei nem nas?
Habe gerade ein netgear rn104 im auge, das ist glaub bj15...
Das dlan wäre ja schnell ausgetauscht, falls das die Geschwindigkeit arg einbremst. Gibt es denn da so eine Zahl, wo man sagen kann, man braucht ca 200 Mbit für 4k Streaming oder 100 Mbit für hd Streaming?
paul1
Stammgast
#4 erstellt: 25. Okt 2018, 19:21
Bei den Devolo Dlan Adaptern ist doch normalerweise immer eine Software dabei. Die heißt Devolo Cockpit oder so ähnlich. Wenn du diese Software auf deinem Rechner hast wird angezeigt wieviel MBit die Adapter übertragen. Diese Software kann man sicherlich auch bei Devolo herunterladen.

Für Filme in guter Auflösung braucht man da sicherlich 30-40 MBit.

Wieviel man wirklich erreicht ist da wirklich sehr unterschiedlich. Ich hatte mal mit meinen AV500 maximal nur 10-12. Das reichte gerade mal für Internetradio. Filme könnte man damit vergessen.
FarmerG
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 25. Okt 2018, 22:32

paul1 (Beitrag #4) schrieb:
Bei den Devolo Dlan Adaptern ist doch normalerweise immer eine Software dabei. Die heißt Devolo Cockpit oder so ähnlich. Wenn du diese Software auf deinem Rechner hast wird angezeigt wieviel MBit die Adapter übertragen.


Diese Software (und auch die Anzeige in einer evtl. vorhandenen Fritzbox) zeigt die ausgehandelte Brutto-Bandbreite an - effektiv an Nutzdaten kann höchstens etwa ein Viertel davon übertragen werden (ca. 70 bis 75% Protokolloverhead bei D-LAN).
stoker85
Inventar
#6 erstellt: 26. Okt 2018, 05:13

travlmaker (Beitrag #3) schrieb:

Welchen Support bräuchte ich denn da bei nem nas?

EInen möglichst guten und langen. Ich rate aus diesem Grund und wegen der Software nur zu den beiden großen Herstellern Synology und QNap.


travlmaker (Beitrag #3) schrieb:
Gibt es denn da so eine Zahl, wo man sagen kann, man braucht ca 200 Mbit für 4k Streaming oder 100 Mbit für hd Streaming?

Naja, Netflix und Prime übertragen UHD mit unter 25Mbit soweit ich weiß. Dann haben die Streams aber auch eine entsprechend schlechte Qualität.
UHD Blu Rays können eine Bitrate von 128 mbit haben.
travlmaker
Stammgast
#7 erstellt: 26. Okt 2018, 05:53


EInen möglichst guten und langen. Ich rate aus diesem Grund und wegen der Software nur zu den beiden großen Herstellern Synology und QNap.

So meinte Ich das nicht. Für was soll denn der Support gut sein? Was bringt er mir also faktisch...

Mal kurz zusammenfassend würdet ihr mir also raten, eher ein aktuelles teureres nas zu kaufen und die Geschichte mit dem Datendurchsatz eher zu testen als zu messen.
Dann mal noch die Frage zu dem bevorzugten Raid5, kam ich da nach und nach platten reinhängen und System erweitern ohne Daten wieder hin und her schieben zu müssen?
Oder sollten da am besten gleich alle 4 platten rein, die dann schlussendlich betrieben werden.
Hatte mal eine hdd mit Daten in ein raid system gehangen und dann festgestellt, dass die Daten quasi weg waren...
stoker85
Inventar
#8 erstellt: 26. Okt 2018, 06:57

travlmaker (Beitrag #7) schrieb:

So meinte Ich das nicht. Für was soll denn der Support gut sein? Was bringt er mir also faktisch...


Der ist dafür gut, dass Sicherheitslücken zügig und lange geschlossen werden und dein NAS z.B. nicht von einem Botnetz übernommen wird, dir Daten geklaut oder gelöscht/Verschlüsselt werden. Außerdem hilft so ein Support auch bei Problemen/Bugs weiter und schaltet sich wenn es dein sein muss per Fernwartung auf dein System um etwas in Ordnung zu bringen (natürlich nicht immer, aber wenn es hart auf hart kommt)
Nur mal ein Beispiel aus dieser Woche Link


travlmaker (Beitrag #7) schrieb:
Mal kurz zusammenfassend würdet ihr mir also raten, eher ein aktuelles teureres nas zu kaufen und die Geschichte mit dem Datendurchsatz eher zu testen als zu messen.


Neu, ja. Teuer muss es nur sein wenn du die Power auch brauchst. Aktuelle Synology NAS Systeme mit 2 Slots z.B. fangen preislich bei 170 € an.



travlmaker (Beitrag #7) schrieb:
Dann mal noch die Frage zu dem bevorzugten Raid5, kam ich da nach und nach platten reinhängen und System erweitern ohne Daten wieder hin und her schieben zu müssen?
Oder sollten da am besten gleich alle 4 platten rein, die dann schlussendlich betrieben werden.


Zuerst mal: Bist du dir sicher, dass du ein RAID5 brauchst?
Wie viele HDDs du da am Anfang rein tust ist egal solange es mindestend 3 sind. Wenn du später eine HDD zum RAID hinzufügst musst du anschließend ein sogenanntes Rebuild anstoßen. Die neue HDD wird dann automatisch in dein System eingebunden. Beachte aber, dass dafür quasi alle Daten neu verteilt werden, was je nach verbauten HDDs sehr lange dauern kann und die HDDs natürlich auch belastet - die Chance eines Ausfalls steigt während dessen also an.


[Beitrag von stoker85 am 26. Okt 2018, 06:59 bearbeitet]
travlmaker
Stammgast
#9 erstellt: 28. Okt 2018, 10:20
Ich sehe schon das die Geschichte netzwerk meinen Horizont übersteigt.
Ist denn ein Zugriff auf mein Netzwerk möglich, wenn es nicht mit dem Internet verbunden ist?
Mit dem raid5 bin ich mir nicht sicher, es liest sich aber am plausibelsten.
stoker85
Inventar
#10 erstellt: 29. Okt 2018, 08:12

travlmaker (Beitrag #9) schrieb:

Ist denn ein Zugriff auf mein Netzwerk möglich, wenn es nicht mit dem Internet verbunden ist?


Nein, du kannst selbstverständlich innerhalb deines Netzwerkes alles machen was du möchtest ohne mit dem Internet verbunden zu sein. Du kannst selbstverständlich in deinem Router alle Anfragen von außen blockieren, die in Richtung deines NAS gehen. Wenn du das tust, wirst du auch wenig Probleme bekommen weil ein Angriff auf dein NAS dann aus deinem Netzwerk heraus stattfinden müsste oder erstmal deinen Router aushebeln müsste. Entschuldige bitte falls ich dich verwirrt habe.

Viele Menschen wollen aber vielleicht mal auf ein Foto oder ein Video das auf dem NAS per Internet zugreifen oder Freunden einen Zugriff auf z.B. ein Fotoalbum gewähren. In diesem Fall würde man den Router so einstellen, dass er eine Anfrage an das NAS durch lässt und wenn es dort Sicherheitslücken gibt, dann könnten diese auch ausgenutzt werden.

Abgesehen von Sicherheitslücken unterscheidet sich aber die Software und das Benutzerinterface bei NAS Systemen verschiedener Hersteller aber auch deutlich. Im Regelfall kannst du das direkt auf den Internetseiten der Hersteller ausprobieren. Man muss auch sagen, dass man natürlich bei den beiden großen Herstellern mehr Tutorials z.B. auf Youtube bekommt (scheu dir mal "iDomix" an) und es auch bessere und größere Foren gibt bei denen einem andere User helfen können.

Bezüglich RAID5:
Warum brauchst du denn überhaupt ein RAID? Ich behaupte, dass für die Meisten Anwender ein Non Raid System vollkommen ausreichend ist. Ich selbst nutze auch kein RAID und sehe darin auch wenig Sinn.


[Beitrag von stoker85 am 29. Okt 2018, 08:13 bearbeitet]
DB
Inventar
#11 erstellt: 29. Okt 2018, 09:00

stoker85 (Beitrag #10) schrieb:
Bezüglich RAID5:
Warum brauchst du denn überhaupt ein RAID? Ich behaupte, dass für die Meisten Anwender ein Non Raid System vollkommen ausreichend ist. Ich selbst nutze auch kein RAID und sehe darin auch wenig Sinn.

Ein Raid ersetzt zwar kein Backup, es ist aber angenehmer, bei einem HD-Ausfall nicht sämtliche Musik bzw. Filme wieder von CD / DVD auf Festplatte übertragen zu müssen.

MfG
DB
stoker85
Inventar
#12 erstellt: 29. Okt 2018, 09:08

DB (Beitrag #11) schrieb:

Ein Raid ersetzt zwar kein Backup, es ist aber angenehmer, bei einem HD-Ausfall nicht sämtliche Musik bzw. Filme wieder von CD / DVD auf Festplatte übertragen zu müssen.


Man kann das Backup auch einfach von einer Festplatte zurückspielen, das ist genau so angenehm wie ein RAID Rebuild anzustoßen.
Meiner Meinung nach macht RAID5 nur Sinn wenn man sich es nicht leisten kann, dass es bei einem HDD Defekt zu einem Verfügbarkeitsproblem kommt bis man das Backup wieder eingespielt hat, oder wenn man die höheren Leseraten braucht.
DB
Inventar
#13 erstellt: 29. Okt 2018, 09:12
Naja, paar TB zurückspielen dauert schon etwas.
stoker85
Inventar
#14 erstellt: 29. Okt 2018, 09:24
Ja, wie gesagt, wenn man bei einem Defekt der HDD nicht 1 oder 2 Tage auf einen Zugriff verzichten kann, dann ist ein RAID 5 schon sinnvoll.
Andererseits handelt man sich aber auch diverse Nachteile ein. Zum einen steigt die Wahrscheinlichkeit bei einem Rebuild, dass eine zweite HDD auch die Gretsche macht an und dann braucht man richtig lange um das Backup zurück zu spielen. Zum anderen ist ein Backup nur richtig komfortabel einzurichten wenn man auch dieses auf einem RAID System durchführt (weil man ja sonst die Daten, zumindest bei einem vollständigen Backup, auf verschiedene HDD austeilen muss) - man braucht also zwei RAID Systeme. Man braucht mehr HDDs, bzw. Bays, es ist also teurer. Es gehen bei einem Zugriff immer alle HDDs an, dei dann entsprechend auch Strom Verbrauchen/Verschleißen. Und, das ist für mich das KO Kriterium schlecht hin, man muss immer gleiche oder zumindest gleich große HDDs verwenden. Wenn man zu wenig Platz hat, muss man seine kompletten HDDs austauschen - das ist teuer. Ich mache es so, dass ich bei zu wenig Platz einfach eine neue HDD kaufe die so groß ist wie es aktuell bezahlbar ist. Wenn alle Bays voll sind, werfe ich die kleinste HDD raus und ersetze sie durch eine große. Ich kann meinen Speicher als Peu a Peu aufstocken.
DB
Inventar
#15 erstellt: 29. Okt 2018, 17:21
Ja, kann man auch machen. Wenn man mehrere HDs kauft, sollte man auch darauf achten, daß die nicht alle aus einer Charge kommen. Sonst steigen die möglicherweise fast zeitgleich aus.
Ich würde zusehen, daß ich ein NAS bekomme, wo ich mir selber das Betriebssystem (OMV, FreeNAS usw.) draufspielen kann. Wenn das Ding nicht 24/7 laufen muß, kann man schon recht gut einen alten PC dazu umbasteln.


[Beitrag von DB am 29. Okt 2018, 17:29 bearbeitet]
travlmaker
Stammgast
#16 erstellt: 02. Dez 2018, 09:00
Hallo, ich habe nun den Plan in die Tat umgesetzt und nun brauche ich eure Hilfe.
Gekauft habe ich ein synology 416 play mit aktuell 2 ironwolf Platten.
Der Anleitung gefolgt ging alles recht unkompliziert von der Hand. Paar Files kopiert und via Handy abgespielt, läuft...
Nun mein Problem
Der media Player (himedia q10) erkennt zwar das nas aber keine Ordner.
Um Übertragungsverluste zu vermeiden dachte ich mir den Player direkt via LAN an das nas zu hängen.
Leider funktioniert diese recht simple Variante leider nicht so einfach wie ich mir das erhoffte.
Was muss ich nun einstellen, damit das läuft?
stoker85
Inventar
#17 erstellt: 04. Dez 2018, 08:09
Es ist unüblich ein NAS direkt an ein Endgerät zu hängen. Für einen derartigen Betrieb würde es auch eine externe Festplatte tun.
Wenn du das wirklich machen willst, wovon ich abrate, dann schau mal ob das NAS einen aktivierbaren DHCP Server hat.
Ansonsten musst du bevor du die Geräte verbindest statische IPs vergeben - sowohl bei der Diskstation, als auch beim Mediaplayer.
travlmaker
Stammgast
#18 erstellt: Gestern, 13:02
Hallo, ja DHCP Server vorhanden... was muss ich denn dann eingeben?
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