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Dual CS601 - läuft, justiert und nun nur Verzerrungen!

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srg
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Okt 2009, 07:27
Hallo miteinander,

folgende Situation kurz beschrieben:
gebrauchter Dual CS601, gut in Schuss, Mechanik läuft einwandfrei. Habe Tonarm ausbalanciert, Auflagekraft und Antiskating eingestellt (inzwischen zwischen 0,5 und 1,5 alles probiert) und es kommt nur akustischer Müll aus den Lautsprechern. Soll heißen, dass wirklich NUR Verzerrungen kommen, die das Lied darunter nur erahnen lassen :-)

Da die Plattennadel scheinbar auch kaum "Halt" auf der Spurrille findet wäre meine Frage, ob diese so extrem abnutzen kann oder ob es weiterhin ein Problem der Justage ist? Habe bisher nur gelesen, dass man eine abgenutzte Nadel eher an leichtem Kratzen und Verzerrungen im Hochton / Bass erkennen kann. Aber im vorliegenden Fall kommt wirklich kaum normale Musik raus.

Abnehmer ist eine Shure DM103ME (original) mit einer Pfeiffer-Nadel vom Vorbesitzer.
Möchte ungern eine neue Nadel kaufen und dann feststellen, dass der Fehler woanders lag.

Vielleicht könnt ihr mir einen Tipp geben, was man sonst noch versuchen könnte?

Besten Dank.

Gruß

SRG


[Beitrag von srg am 12. Okt 2009, 07:29 bearbeitet]
a.j.h.
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 12. Okt 2009, 07:49
Moin,

- hast du im "Tonkopf" die Anschlüsse (alle, auch die Käbelchen) gereinigt und vom Oxid befreit? Ein Glasfaserradierer (Zeichenbedarf) hilft.
- Ist die Nadel versifft? Da hilft ein sog. Scmutzradierer (z.B. Schlecker).

Ansonsten könnte das Tonarmkabel brüchig sein oder das Antiskating bzw. die Tonarmlager defekt sein.

Undundund..., aber mit den Analysen wirst'e ca. 99% der möglichen Fehler ausschließen können, wenn die Nadel nicht total Schrott ist, was aber SEHR gut möglich ist.

EDIT fragt, an welchen Anschluss des Verstärkers angestöpselt wurde.


[Beitrag von a.j.h. am 12. Okt 2009, 07:51 bearbeitet]
srg
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 12. Okt 2009, 08:05
Hallo,

danke für die erste schnelle Antwort. Angeschlossen ist es natürlich am entzerr-verstärkten Phonoeingang. Haut auch hin, da SELTEN mal eine halbe Sekunde die Platte einigermaßen so klingt, wie sie klingen soll und man den Faktor damit schon mal ausschließen kann.

Direkt Schmutz sehe ich an der Nadel nicht. Das mit der Reinigung der 4 Kontakte und der Kabel werde ich mal testen.
Antiskating funktioniert insofern, als dass die Einstellungen auch etwas bewirken und man schon einstellen kann, wie der Plattenarm sich verhält. Hat man die Einstellung gefunden, in welcher es eigentlich alles rundlaufen sollte, hat man trotzdem den Eindruck, die Nadel läuft einfach nicht sauber in der Tonspur und "verhängt" sich beispielsweise gern man etwas in dem größeren Bereich zwischen zwei Titeln.


[Beitrag von srg am 12. Okt 2009, 08:07 bearbeitet]
a.j.h.
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 12. Okt 2009, 08:11
Aber der Arm ist schön beweglich? Ich meine, die Lager laufen alle ruckelfrei und wiederstandsfrei?

Es gibt zwei mögliche Ursachen:
Elektrische und/oder mechanische.
srg
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Okt 2009, 08:19
Der Arm ist meiner Meinung nach einwandfrei beweglich und in absolut ausbalanciert, also keine Widerstände, Spiele und leicht in alle Richtungen zu bewegen.
syncronizer
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 12. Okt 2009, 09:44
Hallo srg,

bin kein Spezialist, aber: kannst Du denn ausschliessen, daß die Auflagekraft/bzw deren Einstellung nicht stimmt? Bei mir klingt das so und verhält sich die nadel so wenn ich viiiel zu wenig AK eingestellt habe.

Nur so ein Gedanke.
Gruß,
Syncronizer
srg
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 12. Okt 2009, 10:05
Hallöchen,

hab es eben einmal ausprobiert und die Auflagekraft auf 3 erhöht und versucht, das Antiskating anzupassen. Es schien EIN WENIG besser zu sein, aber immernoch komplett Verzerrt mit seltenen Lichtblicken. Die Nadel scheint der Spurrille einfach nicht richtig folgen zu können. So läuft sie ein Stück normal mit und fängt dann aber wieder an zu "schwimmen". Es kam eben auch vor, dass ein Titel anlief und nach Sekunden die Nadel wieder in die "Pausespur" rutschte.

Habe es sogar mal (testweise mit einer alten Alphaville-LP :-) ) übertrieben und die Balance des Tonarms aufgegeben, so dass diese von vornherein etwas auf die Nadel drückt. Aber selbst dies führt zu keiner Besserung.

Kann denn eine Nadel wirklich so abnutzen, dass diese nicht mehr greift??

Kann es mir irgendwie nicht anders erklären.
jottklas
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 12. Okt 2009, 10:14

srg schrieb:
.

Kann denn eine Nadel wirklich so abnutzen, dass diese nicht mehr greift??



Ja das ist durchaus möglich, sollte aber mit einer Lupe oder einem Mikroskop zu erkennen sein.

Was auch noch als Ursache denkbar wäre, ist die Liftbank. Schau einmal nach, ob der Tonarm bei abgesenktem Lift wirklich keinerlei Kontakt mehr zur Liftbank besitzt.

Gruß
Jürgen
Bepone
Inventar
#9 erstellt: 12. Okt 2009, 10:20
Hallo,

das klingt für mich nach defekter Nadel (gesplittert oder sonstwie) oder stark zu niedriger Auflagekraft.

Verschmutzte Nadel wurde ja schon ausgeschlossen.
Eine verschlissene Nadel würde sich übrigens besser in der Rille halten als eine neue (taucht tiefer ein) und damit selten springen.


Mit einer Lupe mal den Diamanten gegen das Licht betrachten. Irgendwelche Auffälligkeiten?
(Dabei auch nochmal auf Schmutz / Fusseln achten)

Ist eine Tonarmwaage vorhanden? Die Auflagekraftskale könnte u.U. nicht mehr passen oder irgendwas mit der Feder im Argen sein.


Leichtgängigkeit des Armes richtig prüfen: Arm ausbalancieren und leicht seitlich dagegenpusten (Antiskating auf null, Nadelschutz drauf).
Der Arm muss sich gleichmäßig gleitend bis zur Mitte bewegen lassen.

Weiters ein Papierschnipselchen, ca. 1cm² groß, vorn auf die Headshell fallen lassen.
Der ausbalancierte Arm muss sichtbar einnicken.



Was auch noch als Ursache denkbar wäre, ist die Liftbank. Schau einmal nach, ob der Tonarm bei abgesenktem Lift wirklich keinerlei Kontakt mehr zur Liftbank besitzt.

Hervorragender Tip.

P.S. Bitte die Alphaville Platte nicht weiter quälen.


Gruß
Benjamin
srg
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 12. Okt 2009, 10:27
Also das mit der Liftbank habe ich eben mal probiert, indem ich den Tonarm im abgesenkten Zustand zwischen Auflage und Platte hab per Hand abgesenkt. Die Nadel und der gesamte Abnehmer fallen dabei deutlich unterhalb der Plattenhöhe (aufgrund des momentan verstellten Gleichgewichts). Somit dürfte Tonarmlift wohl leider auch ausgeschlossen sein.

Auch wenn die Platte unmenschlich leiden muss, habe ich nun wirklich mal leicht mit dem Finger auf den Abnehmer während des Abspielens gedrückt (ich mag Alphaville wirklich nicht) - und siehe da, es kommt ein einigermaßen gänger Ton für wenige Sekunden heraus.
Dann muss die Nadel wohl wirklich eine Macke habe oder die Nadelaufhängung (gibts das?).

Tonarmwaage habe ich leider keine und selbst bei einer Lupe sieht es schon schlecht aus :-)


[Beitrag von srg am 12. Okt 2009, 10:28 bearbeitet]
a.j.h.
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 12. Okt 2009, 11:37

Dann muss die Nadel wohl wirklich eine Macke habe oder die Nadelaufhängung (gibts das?).


Ja.
joba
Stammgast
#12 erstellt: 12. Okt 2009, 14:45
der cs601 hat meines wissens eine dynamische auflagekraft einstellung. d.h. erst muss der tonarm durch das gegenwicht in die schwebe gebracht werden und dann wird die auflagekraft mit einer feder eingestellt (das ist das drehrädchen am Tonarm). wenn die feder oder der einstellmechanismus der feder defekt ist und du keine TA Waage hast, dann kann es schon passieren, daß du zwar eine auflagekraft einstellst, in wirklichkeit diese aber gar nicht erreicht wird oder im schlimmsten fall gar keine kraft auf die nadel wirkt. bei Tonarmen mit auflagekraft-einstellung durch das gegengewicht ist das leichter zu kontrollieren.

du kannst mal versuchen die auflagekraft auf null zu stellen und einfach durch verschieben des gegengewichts mehr gewicht vorn auf die nadel zu bekommen.

poste mal was dann passiert.

joba


[Beitrag von joba am 12. Okt 2009, 14:45 bearbeitet]
srg
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 12. Okt 2009, 14:54
Leider habe ich das auch schon probiert, siehe Beitrag 7. Also das Gewicht einfach so gedreht, dass der Tonarm aus der Balance kommt und von sich aus nach vorn kippt. Leider ohne Erfolg. Einen spürbaren Unterschied macht es wirklich erst, wenn ich mit dem Finger (!) auf den Tonarm drücke und somit die Nadel sehr stark auf die Platte gedrückt wird (stärker als normal auf jeden Fall).

Dass die Auflagegewichtsregulierung funktioniert bemerke ich auch daran, dass bei Veränderung eben diese Einstellgröße per Drehrad, das Antiskating nachgeregelt werden muss. Somit funktionieren beide Einstellmöglichkeiten eigentlich schon.

Wenn ich nicht weiter komme, werde ich mit Nadel und TA mal zu einem Händler in Dresden gehen und dem das mitteilen. Vielleicht sieht der unter dem Mikroskop etwas bzw. gibt mir eine Nadel mit, die bei ausbleibendem Erfolg zurückgegeben werden kann.


[Beitrag von srg am 12. Okt 2009, 14:56 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#14 erstellt: 12. Okt 2009, 19:53
Zuweilen isset auch möglich, daß der Tonarmlift sich nicht mehr 100%-tig absenkt, also hängen bleibt und dann die Nadel nicht mehr sauber in die Rille eintauchen kann.

Hatte ich schon mehrfach. Kann auch passieren beim Systemwechsel, wenn das Neue eine niedrigere Bauhöhe hat.

MfG,
Erik
germi1982
Moderator
#15 erstellt: 12. Okt 2009, 19:55
Das System ist auch nicht original...da war ab Werk ein Ortofon M20 dran. Wenn das neue niedriger baut wäre das gut möglich, da müsste hinten in der Gegend des Tonarmes neben dem Antiskatingrad eine Schraube sein, bezeichnet mit "LIFT". Über die kann man die Lifthöhe einstellen.


[Beitrag von germi1982 am 12. Okt 2009, 19:58 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#16 erstellt: 12. Okt 2009, 20:33
Hallo,

den Lift hat der Themensteller schon ausgeschlossen (Beitrag Nr. 10).

Marcel, die Schraube hinten beim Antiskatingrad ist auch nicht für die Grundhöhe des Liftes; dafür ist die Kunststoff-Rändelhülse direkt an der Liftstange zuständig.

Mit der Stellschraube, die du meinst, stellt man die Höhe des manuell angehobenen Tonarmes ein.


Gruß
Benjamin
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