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Dual 721 - Nadel "verrutscht" dauernd

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ArdNassac
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 30. Apr 2010, 13:00
Liebes Forum,

habe neulich einen Dual 721 bei Ebay geschossen. Trotz gruseliger Transportverpackung (10 Emails mit der Bitte, die Versandanleitung im Anhang zu berücksichten wurden eiskalt ignoriert) ist der Spieler heil geblieben - die Haube ist allerdings nicht mehr hochklappbar, da gebrochen.

aber zum thema: ich habe den spieler eingestellt und mich dabei an die eingescannte anleitung vom 721 aus dem dual-board gehalten. wenn ich jedoch eine platte auflege reicht die kleinste erschütterung aus, um die nadel springen zu lassen (zb wenn ich in meinem zimmer rumherlaufe). dh ich kann die platten zur zeit nur absolut bewegungslos genießen ich habe als analog-neuling keine so rechte ahnung woran das liegen könnte. ist vielleicht das auflagegewicht zu gering eingestellt, oder ist der arm falsch ausbalanciert? (auflagegewicht steht genau wie anti-skating bei 1,5. der wert passt laut internet zur nadel (ortofon cmb 10)).

ich hatte beim ausbalancieren des tonarms große schwierigkeiten, gibt es vielleicht irgendwo eine ausführlichere anleitung, wie das geht? bin nicht sicher, ob ich alles richtig gemacht habe. vielleicht liegts ja daran.

ausserdem gehen bei dem player die startautomatik (arm fährt nicht nach links (stop-funktion mit zurückfahren geht)) nicht. weiß jemand, woran das liegen könnte?

und das stroboskoblicht geht auch nicht. kann die geschwindigkeit nur nach gehör justieren. hm.

naja vielleicht hat ja jemand einen tipp für mich.

spieler klingt ansonsten wirklich klasse. habe ihn an einem nad model 60 mit nubox 380 angeschlossen.
*-JP-*
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 30. Apr 2010, 13:39
Hallo ArdNassac,

es könnte an der Justage liegen, da gibt es mehrere Varianten (falsch ausgerichtetes System, Arm nicht richtig ausbalanciert etc), oder aber du hast das gleiche Problem wie ich:

Bei mir liegt unter dem Teppich ein alter Dielenboden, der so weich ist, das alle erschütterungen direkt übertragen werden. Die Lösung ist den Plattenspieler auf einem Brett an der Wand abstellen (normalerweise sollte ein Dual ohne solche Maßnahmen laufen, manchmal kommt aber auch die sehr gute Federung der Duals da nicht mehr gegen an). Wenn der TA falsch justiert ist, solltest du auch Verzerrungen, gerade zum Plattenende hin, hören.

Das Problem mit der Automatik könnte am Steuerpimpel liegen, das ist ein kleiner Gummipropfen der nach 30 Jahren gerne mal zerbröselt. Eine Neufettung der Automatik sollte aber auf jeden Fall gemacht werden, wenn du langfristig mit dem Dreher glücklich sein möchtest.

Ersatz für die Strobobirne gibt es unterschiedliche Varianten. Benjamin (Bepone) kann dir da was nennen.

Aber ein absoluter Topdreher den du da hast, der mit ein wenig Arbeit auch weitere 30 Jahre seinen Dienst tun wird.

Gruß,

Jakob


[Beitrag von *-JP-* am 30. Apr 2010, 13:44 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#3 erstellt: 30. Apr 2010, 13:54

ArdNassac schrieb:

ich hatte beim ausbalancieren des tonarms große schwierigkeiten,

Hallo,
der Tonarm muß schweben, wenn das Auflagegewicht auf Null steht. Dann stimmts.

Hat der Spieler eigentlich eine Transportsicherung? Wenn die noch arretiert ist, ist die Federung von Plattenteller und Tonarm außer Kraft gesetzt. Könnte die Trittempfindlichkeit erklären. Drück mal auf Plattenteller und Tonarmlager, ob das Ganze schwingt.
Gruß
Jürgen
Bepone
Inventar
#4 erstellt: 30. Apr 2010, 14:10
Hallo,

erstmal Glückwunsch zum 721 mit (fast) überstandenem Transport.

Der 721 ist an sich nicht allzu anfällig gegen Erschütterungen, aber aufgrund Direktantrieb und leichterem Teller doch etwas mehr als die älteren Kollegen.

Du solltest zunächst sicher stellen, dass du die Transportsicherungsschrauben auch vollständig eingeschraubt hast, es dürfen nur noch die Schraubenköpfe sichtbar sein.
Dann prüfen, ob die Platine auch an allen 4 Ecken frei ein- und ausfedern kann, evtl. klemmt ein Dämpfer.


Ob du den Tonarm korrekt ausbalanciert hast, kannst du recht einfach prüfen: Auflagekraft und Antiskating auf null stellen, der Arm muss jetzt frei und waagerecht in der Luft schweben. Dann hast du alles richtig gemacht.
Wenn du Probleme hattest, klemmt evtl. das Tonarm-Vertikalllager. Lasse einmal vorn auf die Headshell ein zusammengeknülltes Stück Papier, ca 1x1 cm im Ursprungszustand, fallen (Tonarm ausbalanciert). Der Arm muss nun sichtbar einnicken.


Der Tonarmtransport ist beim 721 etwas anders gelöst als bei anderen Spielern, trotzdem gibt es einen Steuerpimpel. Am besten, du nimmst einmal die Platine aus der Konsole raus, stellst sie auf Holzklötzer o.ä. und schaust, was die Mechanik beim Starten macht. Drauf achten, ob der Steuerpimpel überhaupt noch vorhanden ist (s. nächstes Bild).



Wegen Stroboskoplame schau am besten mal im Dual-Board vorbei, dort bist du bereits registriert?
Original-Ersatz ist kaum mehr zu bekommen, man kann aber Glimmlampen einlöten. Außerdem gab es schon eine Auflage LED-Stroboskoplampen im Dualboard, derzeit leider ausverkauft.
Die Geschwindigkeit kannst du auch behelfsmäßig mit einer Stroboskopscheibe einstellen: http://www.hb001.de/PhonoStrobo.pdf
Einfach ausdrucken, ausschneiden, auf den Plattenteller legen und mit normaler Glühlampe anleuchten.
Gibt auch welche für 45 U/min.


Puh, das war's wohl erstmal.


Gruß
Benjamin
raphael.t
Inventar
#5 erstellt: 30. Apr 2010, 14:37
Hallo!

Ja, gute Tipps meiner Vorgänger!

Wahrscheinlich hast du deshalb beim Einstellen zu wenig Auflagekraft, weil das Ausbalancieren so schwierig war.
Hoffentlich deutet das nicht auf einen Lagerschaden des Tonarms hin, der durch die schlechte Verpackung entstanden sein könnte!
Beim Werfen von Paketen --- und das ist leider Alltag,
werden unzureichend verpackte Teile leicht in Mitleidenschaft gezogen.
Der Arm des Dual 721 ist normalerweise sehr leichtgängig,
wenn er (ohne Antiskating!) ausbalanciert --- d.h. in die Nullschwebe gebracht --- wurde, genügt ein leichtes Anblasen und er pendelt mehrmals. So soll ein guter Tonarm auch reagieren.

Aber wenn man wenig Erfahrung mit dieser Tätigkeit hat, kann´s schon vorkommen, dass man als Anfänger Fehler macht.
Dann fährt der Arm mit vielleicht nur 7 Millinewton Auflagekraft und das reicht, um ihn bei kritischen Bodenverhältnissen (Dielenboden) zum Hüpfen zu bringen.

Auf jeden Fall nochmals ausbalancieren, alles auf Null stellen und sich vergewissern, ob der Dual überhaupt in der Waagrechten steht.
Dabei das Verhalten des Arms beobachten, wie gesagt, er muss sich leicht ausbalancieren lassen, und zwar mit dem Verschieben des Gegengewichtes und anschließender Feinjustierung durch den Drehteil am Gewicht.
Wenn´s passt, muss der Arm ein paar Mal pendeln, bevor er in der Schwebe ruht. Danach Auflagekraft und Antisk. einstellen.
Bleibt der Arm jedoch beim Ausbalancieren oben oder unten hängen und will nicht pendeln, dann sind die Lager defekt.
Wenn der Arm was abbekommen hat, beim Verkäufer reklamieren!
Man kann an der Vertikallagerung zwar was justieren, doch wenn die kleinen Schrauben an ihren Zentrier-Kegeln
Riefen bekommen haben, dann lässt sich die Nullbalance kaum mehr befriedigend einstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


[Beitrag von raphael.t am 30. Apr 2010, 14:38 bearbeitet]
ArdNassac
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 30. Apr 2010, 14:47
danke für die schnellen antworten

der tonarm war völlig falsch ausblanciert (habe die ausbalancierung ganz am anfang gemacht, auflagekraft und anti-skaling waren da irgendwie und ganz wild eingestellt). jetzt springt die nadel nicht mehr. danke für die hilfe!

um die automatik und das lampenproblem versuche ich mich die tage mal zu kümmern. ich erstatte dann bericht
Bepone
Inventar
#7 erstellt: 30. Apr 2010, 14:57
Okay, Anfängerfehler - schön, dass es jetzt erstmal läuft.


Gruß
Benjamin
germi1982
Moderator
#8 erstellt: 01. Mai 2010, 19:18
Wenn du Löten kannst, kannst du dir einen Ersatz auf LED-Basis herstellen. Falls nicht, ab und an gibts mal solche Ersatzstroboskoplampen auf LED-Basis im Dualboard. Man braucht dabei am Plattenspieler selber nichts zu ändern, alles befindet sich auf der Platine die dann einfach statt der normalen Glimmlampe eingesetzt wird.

Die Konstruktion der LED-Ersatzlampe, hat sich Dualfred aus dem Dualboard ausgedacht. Interessant ist nur das was im blauen Kasten ist. Der Rest außerhalb ist Teil des Plattenspielers. Du brauchst eine LED, eine Diode mit ausreichender Spannungsfestigkeit als Schutzdiode in anti-paralleler Schaltung, und eine Zenerdiode ZD 75.



Und so sieht das Teil das ich gebastelt habe aus, nicht schön, aber funktioniert und im Plattenspieler eingesetzt sieht das kein Mensch mehr. Farbe ist allerdings rot, so ein orange wie die originale Glimmlampe bekommt man mit LED nicht hin.



[Beitrag von germi1982 am 01. Mai 2010, 19:24 bearbeitet]
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