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Brummen durch Headshell-Kabel?

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D-MON
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 15. Aug 2010, 18:14
Hallo!

Da sich die alten Headshell-Kabel an meinem Plattenspieler so langsam aufgelöst haben und mir durch die offen liegenden "verbiegefreundlichen" Kabelschuhe auch auf die Nerven gegangen sind, dachte ich, ich gönne meinem Dreher mal was Gutes und habe mir die "8N LW10" von Ortofon bestellt. Immerhin robuste Kupferkabel und ummantelte Kabelschuhe.
Jetzt habe ich schon beim Montieren festgestellt, dass die Öffnungen der Kabelschuhe auf einer Seite zu groß für meine Headshell und erst recht für den Tonabnehmer waren. Nach etwas Zangenarbeit - wobei mir die Ummantelung hierbei ziemlich im Weg war (Ironie!) - ging es aber soweit und nun wollte ich mich nach der Pfriemelei gemütlich hinsetzen und hören. Aber gleich bei den ersten Takten merkte ich, dass die Bässe fast komplett fehlten und ich meinen Verstärker voll aufdrehen konnte um auf Zimmerlautstärke zu hören. Außerdem kam schon bei niedriger Lautstärke ein lautes Brummen aus den Boxen. Ich habe am selben Tag noch so oft an dem Tonkopf rumgewerkelt - ohne positives Ergebnis - dass ich meinen Dreher seit Wochen keines Blickes gewürdigt habe.
Heute habe ich mich dann in Ruhe noch mal hingesetzt und alles neu justiert, gestöpselt und angehört...und beschlossen, neue Kabel zu kaufen.

Bevor ich jetzt aber gleich wieder auf die netten empfindlichen Kabel für 6€ umsteige, wollte ich mein Problem erst mal hier posten um vielleicht eine Erklärung für die Inkompatibilität zu erhalten.

Stimmt dann der Widerstand der Gesamtverkabelung nicht mehr oder passt das ganze nicht mehr an den Phono-Eingang?
Ich bin ziemlicher Laie, was die Technik betrifft und wollte so wenigsten noch was dazulernen.

Hier noch meine Komponenten:
Dreher: Yamaha YP-211 mit Philips 406
Amp: Yamaha A-520

Also, falls ihr mir etwas dazu erklären könnt oder vielleicht sogar eine Idee habt, wie das Problem behoben werden könnte, immer her damit.
Albus
Inventar
#2 erstellt: 15. Aug 2010, 18:43
Tag,

die Stärke der Pins (die Stifte) am Tonabnehmer ist normiert auf 1,25 +/-0,05 mm, was typisch dann von den Hülsen der Anschlussdrähte auch gilt, es sollte also passend sein. Die schwarze Seite der Drähte gehört an die Headshellpins, die für gewöhnlich auf eben die 1,25 +/-0,05 mm passen, eingeprägt findet man sehr häufig 1,3 (bedeutend 1,3 mm). Bei Verwendung der originalen HS sind keine Probleme mit der normierten Stärke zu erwarten. Passen die Hülsen aber nicht, dann liegt's hochwahrscheinlich an den Ortofon-Kabeln. Ist es Dir möglich die Stärke der jeweiligen Pins zu schätzen?

Brumm und Signalverlust, da denkt man zuerst an Kabelbruch, und zwar an der Lötstelle von Hülse und Litzendrähten (die dünnen Einzeldrähte). Knicken verboten, auch der Drähte! Eine andere Möglichkeit wäre Kontaktbruch am Tonabnehmer innen, an der Verbindung der Pins mit dem Generator (drahtumwickelte Magnete), hervorgerufen durch Schlag- oder Stoßdruck beim werkelnden Aufschieben mittels Pinzette (mir auch schon passiert). Wackeln die Pins am Philips 406?

Die Farbkodierung an der HS hast Du sorgfältig beachtet? So erneuert, wie vorher drauf gewesen!? Die Kontakte hinten an der HS sind nicht irgendwie verschoben, länger vorstehend oder ungleich, so dass im Tonarmende kein korrekter Federkontakt mehr zustande käme? Im Tonarm befinden sich vier federnd gelagerte Kontaktstifte. Könntest Du reinigen, mit etwas Isopropanol, wenn's daran liegen sollte.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 15. Aug 2010, 18:44 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#3 erstellt: 15. Aug 2010, 18:49
Hallo,

zum fehlenden Bass fällt mir noch ein, dass die Kabel evtl. Phasenvertauscht angeschlossen worden sind.

Bitte sicherstellen, dass wirklich alles so angesteckt ist, wie es sein soll (links, rechts, plus, minus).


Gruß
Benjamin
D-MON
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 15. Aug 2010, 19:48
Danke für die schnellen Antworten!

Ich werde versuchen, Eure Hinweise so gut ich kann zu beantworten.
Also zuerst einmal zu den Abmessungen:
Zu schätzen, ob der Durchmesser nun 1,25mm oder 1,35mm o.Ä. ist, fällt mir recht schwer. Ich kann nur soviel sagen, dass ich mit der schwarzen Kabelseite sowohl am TA als auch am TK Passprobleme hatte. Wie gesagt hab ich das mit der Zange etwas besser hinbekommen, aber am TK haben die Kabel immer noch etwas mehr Luft.

Zum Thema im Eifer des Gefechts etwas beschädigt kann ich nur sagen, dass ich so vorsichtig wie möglich war und mir Zeit gelassen habe. Nirgendwo wackelt etwas die Nadel is auch noch dran und auch die dicken Headshell-Kabel habe ich so zärtlich wie eben möglich aus dem Weg geschoben, damit der Ta richtig draufpasst. Vorher war da ein Ortofon montiert, das ich aber beim besten Willen nicht mehr drangeschraubt bekam.

Was die Verschmutzung angeht, so glaube ich eigentlich nicht, dass mir da was in die Quere kommen konnte. Wie gesagt mit den alten Kabeln hat soweit alles funktioniert und wenn in meiner Abwesenheit nicht plötzlich ein Sandsturm im Zimmer ausgebrochen ist, dann war der "offene" Tonarm ja auch noch durch die Haube gut geschützt.

Ich finde es nur immer wieder ... interessant, auf welche Probleme und Problemchen man so stößt, wenn man sich seine Anlage zusammen stellt!

Ach so und ebenfalls interessanterweise macht das Rechts-/Linksvertauschen der Kabel überhaupt keinen Unterschied. Das hatte ich nämlich einfach mal probiert, weil das Philips-System am Philips-Dreher anders angeschlossen war als das Ortofon am Yamaha.

Gruß


[Beitrag von D-MON am 15. Aug 2010, 19:50 bearbeitet]
Albus
Inventar
#5 erstellt: 16. Aug 2010, 09:17
Morgen D-MON,

gut, am Tonkopf sei alles in Ordnung, Leitertausch bewirkt keine akustische Veränderung zum Funktionstauglichen, Codierung R/L, +/- ist korrekt bedient. Unterstellt: Der A-520 war bei Montage ausgeschaltet.

Weitere Probe: Brute force, da kein Bass und fast kein Signal. Kein Bass könnte sein, keine Anhebung im Phono-Entzerrerverstärker; fast kein Signal, könnte sein, nur noch das, was aus dem internen Übersprechen durchkommt, kommt bis in die Endstufe. Also: Phono-Kabel an einen freien Hochpegel-Eingang, etwa AUX oder TAPE IN. Dazu dann Bass +10, Treble -10, die Mitten bleiben unberührt, Volume in die Gegend von Rechtsanschlag, Maximum. Wie hört es sich an? Oder, es kommt nun überhaupt nichts mehr?

Kommt überhaupt nichts, dann muss man den YP-211 vom Kopf bis zum RCA/Cinch-Stecker einmal durchmessen.

Hat der 406 eine Erdzunge, am blauen oder grünen Stift hinten? Später vielleicht einmal probeweise abziehen, eher aber nicht.

Freundlich
Albus
Albus
Inventar
#6 erstellt: 17. Aug 2010, 10:53
Tag,

ich vereinfache auf eine Angelegenheit: schlechter Kontakt bedeutet schlechte Signal- und Störniveau-Qualität. Die Ortofon-Kabel, die vermutlich die Normstärken (DIN 45539) nicht realisieren, nehme ich also in Verdacht. - Ich habe einen ähnlichen Fall von Clearaudio, die massiven Hülsen zur Headshell passen erst nach einer Stunde fast verzweifelnden Bemühens, und auch nicht fest und 360°, wie es aber sein sollte.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 17. Aug 2010, 10:55 bearbeitet]
D-MON
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 20. Aug 2010, 18:07
Tja, das mit den Ortofon-Kabeln hat sich jetzt auch erledigt.

Ich wollte mir heute noch mal die Zeit nehmen und vorsichtig versuchen, ob sie sich noch etwas enger machen lassen, aber da ist auch schon ein Kabel aus dem Schuh gerutscht.
Ob das vielleicht von Anfang an der Grund für das Problem war oder es nur die immense Strapaze von drei mal an und abmachen nicht ausgehalten hat, wer weiß.

Ich steige jedenfalls wieder auf die "Günstigkabel" um und hoffe, dass die passen.

Gruß und ein schönes Wochenende!
Albus
Inventar
#8 erstellt: 20. Aug 2010, 19:11
Tag,

ungenügend geklammert, nicht gelötet, das ist ja wie La Paloma singen, aber keine Zähne im Mund. - Kabel mit eingestanzten Ziffern, eine Seite eine '3', die andere eine '0', führen ins Ziel ('3' steht für 1,3 mm, d.i. DIN-Orientierung der Tonabnehmerstifte, die '0' gilt für die typisch abweichenden Headshellstifte, zu dünn oder zu dick). Von Audio-Technica gab es früher (ja, ich weiß, früher) preiswerte und gut gemachte Kabelsätze.

Freundlich
Albus
Fhtagn!
Inventar
#9 erstellt: 20. Aug 2010, 20:33

Albus schrieb:
). Von Audio-Technica gab es früher (ja, ich weiß, früher) preiswerte und gut gemachte Kabelsätze.


Sag, kennst du noch einen gut&günstig Kabelsatz aus aktueller Produktion?
Ich suche gerade einen und bin etwas überrascht ob der Preise wegen. 50€ für 4x33cm Litze, das muss doch auch billiger zu machen sein, oder?

Gruß
Haakon
Albus
Inventar
#10 erstellt: 21. Aug 2010, 10:54
Tag,
und Tag Haakon,

unmittelbar separate Kabelsätze weiß ich keinen zu nennen; aber, der Kabelsatz an der Technics-Headshell zum 1210M5G ist sehr gut, ähnlich solide sind die - man staunt - den DJ-Tonabnehmern von Shure als Zubehör beiligenden Kabel von OTP, mit Millimetereinprägung, Beispiele M44G, M35X. Im DJ-Handel müsste es die vermutlich auch einzeln geben.

Freundlich
Albus
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