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Isopropylalkohol und Nadelkleber

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Fhtagn!
Inventar
#1 erstellt: 29. Okt 2010, 05:38
Moin,

mich beschäftigt schon länger die Frage, ob mit langfristiger Anwendung von Isopropylalkohol / Propan-2-ol der Klebstoff am Übergang Nadel/Nadelträger angegriffen werden kann.
Die meisten Nadelreiniger bestehen ja aus nichts anderem.
Es handelt sich ja um ein, wenn auch recht schwaches, Lösungsmittel.
Weiss da jemand genaueres?

Gruß
Haakon
Kleinlaut
Stammgast
#2 erstellt: 29. Okt 2010, 06:11
Moin Haakon,
das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Ich habe meine Lp´s 25 Jahre nass abgespielt, in einer 70/30 Mischung aus isoprop und aqua dest. Dabei schwamm der Nadelträger bestimmt sehr viel häufiger und länger in dieser Mixtur als die paarmal kurz beim Nadelrienigen und mir ist da bei normalen Laufzeiten ( ca. 3-4 Jahre) nix passiert.
Gruss Michael
Pilotcutter
Administrator
#3 erstellt: 29. Okt 2010, 06:51

Fhtagn! schrieb:

Es handelt sich ja um ein, wenn auch recht schwaches, Lösungsmittel.
Weiss da jemand genaueres?


Genaueres ist übertrieben, aber der Beipackzettel meines (Ortofon) TA's verbietet zur Reinigung jegliche Liquide. Ortofon schreibt, das Nadelträgermaterial könnte angelöst werden.

Wahrscheinlich geht der Hersteller auf Nr. Sicher mit dieser Aussage... Obwohl ich das Risiko nicht gleich Null einstufen würde. Gegenstände über einen längeren Zeitraum mit IPA bestreichen könnte zu Veränderungen führen.

Aus was besteht denn dieser Nadelträger, ist das nicht eine Art "Zement" oder mineralischer Kleber?

Empfohlen zur Nadelreinigung wird ja landauf landab dieses merkwürdige Gel Kissen (Black Forest?) oder Onzow Zerodust.
Ich wollte's mir schon immer mal kaufen, bin aber nie dazu gekommen. Ich nutze immer die kleine Ortofon-Bürste und habe eigentlich nie klebrigen Modder unter der Nadel.
Archibald
Inventar
#4 erstellt: 29. Okt 2010, 07:22
Hallo Haakon,

diese Frage treibt Dich nicht ohne Grund um. Ich spiele seit 1976 meine Platten naß ab. Probleme habe ich bis jetzt nur mit dem Thorens TMC 63 gehabt. Hier hat die Isopropanol- / Aqua dest.-Mischung in der Tat die Nadel zweimal vom Nadelträger gelöst, anschließend habe ich bei zwei Ersatzsystemen und Original-Lecoclean zwei korrodierte Spulen gehabt. Da Thorens in Anspruch nahm, dass das TMC naß-abspielfest sei, habe ich anstandslos Ersatzsysteme bekommen. Nach dem vierten System hatte ich die Nase voll und bin trotz des wirklich guten Klangs zum Ortofon TMC 200 gewechselt, dass mit Sicherheit in derselben Liga spielte.

Gruß Archibald

PS : Selbstverständlich spiele ich noch immer naß ab !
directdrive
Inventar
#5 erstellt: 29. Okt 2010, 08:06
Moin,

solche Erfahrungen konnte ich bisher nicht machen.

Verlorene Diamanten habe ich öfters erlebt (Philips Super-M, Audio Technica AT-93/95 und OC-9, Van den Hul MC, gebondete Pfeifer-Nadeln),
aber in keinem Fall waren die Nadeln vorher mit flüssigen Reinigern in Kontakt.
Im Gegenteil, in fast allen derartigen Fällen handelte es sich um neue System bzw. Nadeln, die meist kurz nach dem ersten Kontakt mit der Platte den Diamanten verloren.

Ich benutze seit Jahren flüssige Nadelreiniger, die behandelten System machten bisher nie Ärger.

Persönlich empfehle ich den Stanton-Reiniger, keine Ahnung, was da drin ist, funktioniert IMHO aber besser als die meisten vergleichbaren Produkte.

Gruß, Brent
cptfrank
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 29. Okt 2010, 09:47
Hallo Haakon,
ich spiele seit Ende der 60er Jahre bis heute meine Platten nass ab. Bis jetzt sind keine Probleme dadurch verursacht worden, ganz im Gegenteil, aber diese Diskussion will ich nicht wieder anfangen.
Gruß
Frank
bouler1
Stammgast
#7 erstellt: 29. Okt 2010, 12:46
Moin,
kann mich Frank nur anschließen!
Spiele seit 1970 nur nass ab,
ohne Probleme!
Albus
Inventar
#8 erstellt: 29. Okt 2010, 14:09
Tag,

ich verwende seit mehreren Jahrzehnten Iso... als 70%- (Rest destilliertes Wasser) oder auch 99%-Lösung; kein Tonabnehmer kam dadurch für mich in irgend merkliche Schwierigkeiten, aus keiner Preisklasse.

Freundlich
Albus
Bepone
Inventar
#9 erstellt: 29. Okt 2010, 15:30
Hallo,

habe schon gehört, dass der Kleber (zum Fixieren des Diamanten im Nadelträger) durch Isopropanol (Alkohol) angelöst wird bzw. angelöst werden kann.

Würde deswegen meine Nadel nicht Stundenlang in der Suppe baden wollen, aber eine gelegentliche Reinigung mit feuchtem Pinsel wird nicht schaden. Mach' ich auch öfter mal.


Gruß
Benjamin
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