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Welche Tonarm-Kategorie?

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Archivo
Inventar
#1 erstellt: 16. Nov 2010, 00:00
Servus allerseits,

ich habe mir einen Mitsubishi DP-84 DA aus der Bucht gefischt.

Edit: Foto

Mitsubishi eBay


Da der verbaute Tonabnehmer ein originales, schlichtes OEM-System mit einer Nadel fragwürdigen Alters und Zustands zu sein scheint, möchte ich ein anderes montieren.

Frage: in welche Kategorie gehört der Tonarm? In einem älteren Posting zu diesem Plattenspieler habe ich gelesen, dass es ein schwerer sein soll - ist das korrekt?

Und falls ja, kommen - wenn ich richtig verstanden habe - nur TA-Systeme mit geringer Compliance in Frage. Was heißt in diesem Zusammenhang gering?

Ich würde ja gerne die Berechnungstools hier im Forum oder auf VE nutzen, aber dazu fehlt mir die effektive Masse des Tonarms - und weiters die Feinwaage für Raphaels Näherungsformel für die effektive Tonarm-Masse.

Daher möchte ich Euch bitten, mir zu helfen.

Vielen Dank im Voraus für Eure Rückmeldungen!

Beste Grüße,

Ivo


[Beitrag von Archivo am 16. Nov 2010, 00:39 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 16. Nov 2010, 01:10
Hallo!

Hast du gar keine Möglichkeit dir eine Feinwaage zu leihen? (z.B. eine Briefwaage?)

Ich vermute mal das du auch keine Tesplatte mit einem entsprechenden Track hast mit dem man die Resonanzfrequenz überschlägig bestimmen kann wenn man einen Tonabnehmer mit bekannter Compliance und bekanntem Korpusgewicht hat? Damit könntest du dann durch ein einfache Formelumstellung die eff. Masse des Tonarms ungefähr bestimmen.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 16. Nov 2010, 01:34 bearbeitet]
Archivo
Inventar
#3 erstellt: 16. Nov 2010, 01:26
Hai Günther,

danke für die neuerliche Rückmeldung...

Dann werde ich mal versuchen, eine Feinwaage aufzutreiben.

Gute N8,

Ivo
Holger
Inventar
#4 erstellt: 16. Nov 2010, 06:45
Mach dir aber nicht so viel Stress - in diesen Plattenspielern waren erstens seinerzeit meist "ganz normale" Audio-Technicas oder deren Abkömmlinge verbaut und zweitens sind die meisten heute erhältlichen "normalen" Systeme von Ortofon, Nagaoka oder eben AT für eine recht große Bandbreite an Tonarmen durchaus prima geeignet.
raphael.t
Inventar
#5 erstellt: 16. Nov 2010, 07:44
Hallo Ivo!

Einen solchen Mitsubishi habe ich schon zweimal gehabt.
Ganz "normaler" S-förmiger Tonarm, der sicher so seine
17 - 18 g eff. Masse hat.
Du kannst mit einer extrem leichten Headshell Masse wegnehmen bzw. mit einer schweren dieselbe erhöhen.
Tonabnehmer mit einer Compliance von 10 bis ca 25 sind so durchaus verwendbar.

Grüße Raphael
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 16. Nov 2010, 10:16
Hallo!

@raphael.t

Bist du mit den 17-18 Gramm sicher? Immerhin hat z.B. der alte Technics SL-1300 MK nix mit der Originalheadshell 22 Gramm eff bewegte Tonarmmasse, hier kann man sich recht leicht verschätzen.

@Holger

Hm, ich weiß nicht so recht, in den obengenannten Technics z.B. würde ich keinesfalls in VM-red oder eines der nderen günstigen Magnetsysteme einsetzen. klar funktionie das aber sowohl Tnarm als auch System spielen weit unterhalb ihrer Möglichkeiten.

MFG Günther
Holger
Inventar
#7 erstellt: 16. Nov 2010, 11:59
Hi Günther,

M. W. haben die Plattenspieler aus dieser Zeit mehrheitlich leichtere bis mittelschwere Arme, das war damals eben so Mode.
Zum Technics SL-1300 beispielsweise sagt die Original-Broschüre, dass die eff. Armmasse bewußt niedrig gehalten wurde, um Systeme mit hoher Nadelnachgiebigkeit perfekt zu führen. Hier der Originaltext:
"Effective arm mass has been kept very low to accommodate premium high compliance cartridges with optimum reproduction quality and without problems of low-frequency resonance."
Archivo
Inventar
#8 erstellt: 16. Nov 2010, 13:16
Liebe alle,

vielen Dank für Eure kompetenten Rückmeldungen.

Ich werde mal ein paar in Frage kommende günstige Systeme durchrechnen - einmal mit Raphaels 17-18 g, einmal mit Günthers 22 g.

Mal sehen, was bei gegebener Compliance und Systemgewicht herauskommt.

Ich habe auf meinen drei anderen Drehern derzeit Nagaoka MM 321 BE, Shure M 97 xe und Sumiko Black Pearl laufen - alles günstigere, aber in meinen Ohren sehr akzeptable Systeme.

Für noch mehr System-Vielfalt denke ich an einen vierten Hersteller - das muss aber nicht sein.

Ich habe im Netz allerdings ein Foto des Mitsubishi mit dem blauen AT 110 E gesehen. Aber laut dieser Berechnungsformel hier im Forum passt das gar nicht - selbst mit 22 g effektiver Tonarmmasse ergibt sich bei einer Compliance von 20 und einem Systemgewicht von 7,2 g eine Resonanzfrequenz von 6,6...

Ich höre Musik aller Sparten, aber mit Schwerpunkt Hardrock, Metal, Funk und Soul. Nachdem ich mich hier eingelesen habe, sind mir als Tipps auch die "DJ-Systeme" Shure M35X und M44G aufgefallen.

Weiters habe ich rein preistechnisch noch das Goldring Elektra, das Stanton 500 E MkII und das Nagaoka DJ-03D auf der Liste, denn ich will für den Mitsubishi kein deutlich teureres System kaufen, solange ich nicht weiß, ob ich ihn auf Dauer behalten werde - auch wenn mir das Gerät rein designmäßig sehr gut gefällt.

Über Eure Meinungen und eine Orientierungshilfe zu diesen Systemen würde ich mich freuen.

Die Vielfalt an Möglichkeiten ist echt verwirrend - auch wenn ich schön langsam lerne, die Informationen hier nicht nur zu lesen, sondern auch ein wenig besser zu verstehen.

Unter "Compliance" etwa hätte ich früher eher einen kriminellen Bruder im Geister verstanden, und "Anti-Skating" als Rollschuh-Verbot übersetzt

LG, Ivo
janosch7
Stammgast
#9 erstellt: 16. Nov 2010, 23:02
Den hatte ich auch mal. Die eff. Masse liegt bei 17-18g mit original Shell. Ab Werk war ein Audio Technica AT-13eav verbaut.


Gruß Detlef
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 17. Nov 2010, 01:36
Hallo!

@Holger

Neben einigen anderen Plattenspielern /Laufweken habe ich auch den SL-1300 MK nix hier, der Tonarm hat die von mir angegeben eff. bewegte Masse.

Im übrigen kein Einzlfall. Viele der zwischen 1975 und 1978 gebauten Japanischen Direkttrieblern mit S-Tonarm hatten Toname mit beachtlicher eff. bewegter Masse, die Mittelschwer-/Leicht-Tonarme kamen bei den Japanern m.W. auf so richtig breiter Front erst Anfang der 80ger auf.

MFG Günther
Archivo
Inventar
#11 erstellt: 17. Nov 2010, 09:45
Liebe Kollegen,

danke für Eure Hilfe.

Allerdings bin ich angesichts der Infos von janosch7 nun erst recht verwirrt: ich habe hier im Forum die Daten des laut janosch original verbauten AT 13 EaV gefunden (Compliance 26, Gewicht 5,8 g) und zusammen mit 17 g effektiver Tonarm-Masse in die Resonanz-Berechnungsformel eingegeben - und zwar sowohl in jene hier im Forum als auch bei Vinylengine.

Das Ergebnis lautet 6,5 ?!? .

Frage: wie kann es sein, dass ein Plattenspielerhersteller einen Tonabnehmer montiert, der deutlich außerhalb des empfohlenen Resonanzbereichs liegt???


Ist es möglicherweise gar nicht so wichtig, dass die Resonanz zwischen 8 und 12 Hz liegt?

Ich bitte um Aufklärung, da mich die Thematik immer mehr zu interessieren beginnt.

Danke, Ivo
Hörbert
Moderator
#12 erstellt: 17. Nov 2010, 10:02
Hallo!

Es ist zuweilen recht simpel, die Konstruktion eines Gerätes obliegt/oblag heute wie damals den Ingenieuren, die Aussattung mit Zubehörteilen (hier Abtastsystem) der Werbe- und Verkaufsabteilung. Die Zahl der Plattenspieler mit unpassenden Tonabnehmern als Erstausstattung ist Legion.

Zur Hochzeit der Plattenspieler wurden durch unpassend Kombinationen nicht selten "Ladenhüter" prodzuziert und ein an sich ausgezeicnetes Gerät war durch ungeschickte Tonabnehmerwahl praktisch unverkäuflic.

Aber eventuell ist ja der Tonarm auch viel leicher als hier von uns allen angenommen wird. Ich fürchte du kommst um eine Feinwaage nicht herum.

MFG Günther
Archivo
Inventar
#13 erstellt: 17. Nov 2010, 10:25
Danke für diese Rückmeldung, Günther - werde mir eine Feinwaage organisieren.

Interessanterweise wäre es mir nie in den Sinn gekommen, dass es überhaupt unpassende Dreher-/TA-Kombinationen ab Werk gab - und das offenbar gar nicht so selten.

So, und jetzt schaue ich mich nach einer Briefwaage um

Bis bald,

Ivo
lunatic303
Stammgast
#14 erstellt: 17. Nov 2010, 11:23
Hi Ivo,

wieg doch dann mal die Headshell des Drehers. Evtl kannst Du durch Tausch gegen eine leichtere die effektive Armmasse reduzieren..

Grüße,

Patrick


[Beitrag von lunatic303 am 17. Nov 2010, 11:26 bearbeitet]
Archivo
Inventar
#15 erstellt: 24. Nov 2010, 00:34
So, da bin ich wieder

Mehrfache Messungen mit meiner neuen digitalen Waage ergeben eine effektive bewegte Tonarm-Masse von rund 21 Gramm.

Günther hatte also wohl doch recht

Wie bei Raphaels Methode vorgesehen, habe ich das Gegengewicht hinten am Tonarm abgeschraubt, die Headshell samt OEM-Originalsystem entfernt und durch eine andere, leere Headshell ersetzt.

Dann habe ich auch noch den Plattenteller abgenommen, damit die flache Waage gut unter dem Tonarm Platz findet.

Die Messungen lagen alle bei 20, 21 oder 22 Gramm, je nach Stellung der Waage - ergibt im Durchschnitt also 21 Gramm mit der verwendeten Headshell.

Jetzt werde ich mir dann mal ein paar der obigen Systeme durchrechnen und anschließend wieder melden.

Danke für Euer aller Aufmerksamkeit und Unterstützung

LG, Ivo
Archivo
Inventar
#16 erstellt: 24. Nov 2010, 01:20
Inzwischen habe ich im Netz die Compliance des Shure M35X gesucht und den Wert 15 gefunden.

Das ergibt mit den Berechnungstools eine Resonanzfrequenz von 7,9 Hz - damit, mit den Klangbeschreibungen verschiedenster Benutzer und mit dem daraus resultierenden Preis-/Leistungsverhältnis kommt das System - vor allem angesichts meiner Hörgewohnheiten - gleich mal ernsthaft in Frage.

Zumal sich die Resonanz mit steigendem Systemgewicht noch erhöht und so verbessert - ich habe nämlich die Befestigungsschrauben vergessen.

Das war´s erstmal für heute - gute Nacht allerseits,

Ivo
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 24. Nov 2010, 17:04
Hallo!

Der alte Mitsubishi DP-84 DA düfte auch bessere Systeme vertragen, zum Beispiel eines der Denon High-Outputs DL-110 (ca. 100 Euro) oder DL-160 (ca. 160 Euro). Falls das Geld nicht gar zu knapp ist...

MFG Günther
Archivo
Inventar
#18 erstellt: 06. Dez 2010, 22:46
Hai Günther,

monetär wäre auch mehr drin gewesen, aber ich wollte das M35X einfach mal ausprobieren.

Heute habe ich es montiert und justiert. Das ist nun nach Nagaoka 321BE und Shure M97XE schon das dritte System innerhalb etwa eines Jahres - nachdem ich zuvor noch nie ein Tonabnehmer-System montiert hatte.

Es macht echt Spaß, so herumzubasteln - nur hatte ich bei diesem dritten Versuch erstmals ein Brummen auf dem linken Kanal.

Kurz die Anschlüsse überprüft und bemerkt, dass ich wegen der schlechten Beleuchtung das grüne und das blaue Headshell-Kabel verwechselt hatte

Fehler behoben, Brummen verschwunden

Das 35er klingt soweit sehr gut und druckvoll, allerdings habe ich es nur kurz getestet.

Die Kette:
Mitsubishi DP-84 DA mit Shure M35X
Pioneer SX-750
Sennheiser HD-340

Schön langsam habe ich Probleme, mich zwischen meinen vier Drehern und drei Tapedecks zu entscheiden - aber das kennen einige von Euch hier sicher auch...

LG, Ivo


[Beitrag von Archivo am 06. Dez 2010, 22:57 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 07. Dez 2010, 16:58
Hallo!

Klar, das ist eine normale Entwicklung. Früher oder später stellt sich -jedenfalls bei den Plattenspielern-, ganz von selbst eine Reihenfolge her. Je nach Stärke und Schwäche des verbauten Systems ist die Kombination für die eine oder andere Musikart besonders gut geeignet.

MFG Günther
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