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Darf man Schallplatten mit Glasreiniger reinigen?

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Mister_McIntosh
Inventar
#1 erstellt: 17. Apr 2011, 17:26
Ich habe mal eine Frage.

Da sich mein Plattenreiniger langsam dem Ende neigt, und dieser auch nicht so billig war suche ich jetzt nach einer Alternative, und da viel mir der Glasreiniger ein.

Kann man den zum LP reinigen benutzen oder greift er das Vinyl an und in 5 Jahren habe ich Staub in der Hülle da sie sich zersetzt haben?
Bepone
Inventar
#2 erstellt: 17. Apr 2011, 17:38
Hallo,

Glasreiniger wird von Knosti-Benutzern sehr gerne als Ersatz für die Original-Reinigungsflüssigkeit genommen.
So auch von mir.

Es hat sich herausgestellt, dass sich der Glasreiniger der Schlecker-Hausmarke besonders gut eignet (Preis 99 Cent pro Liter).
Ich verdünne ihn zudem noch zu 1/3 mit dest. Wasser.

Den Vinylplatten schadet der Glasreiniger nicht.



Gruß
Benjamin
Mister_McIntosh
Inventar
#3 erstellt: 17. Apr 2011, 17:40
Ok, danke für die Antwort.

Aber verdünnen sollte man schon, oder?
Magister_Verbae
Inventar
#4 erstellt: 17. Apr 2011, 17:42
Also die meisten Knosti-Besitzer schwören auf den AS Glasreiniger und die wenigsten verdünnen ihn. Man sollte aber wohl noch etwas Trennmittel (wie in der Photographie verwendet) oder einfach einen Tropfen Spüli mit reinkippen, jedenfalls sagen das viele

LG

M.
Mister_McIntosh
Inventar
#5 erstellt: 17. Apr 2011, 17:49
OK.

Wenn das so viele machen, dann wird das wohl auch nicht gerade schlecht sein.

Mein jetziger Reiniger riecht und sieht auch so aus wie Glasreiniger, nur dass dieser das 10 fache kostet.
Bepone
Inventar
#6 erstellt: 17. Apr 2011, 17:54
Hallo,

in den meisten Reinigern ist eines zum größten Teil enthalten: Alkohol. Deswegen sind die alle recht ähnlich.

Netzmittel braucht man beim Glasreiniger m.E. nicht, weil er schon Tenside enthält.

Verdünnen muss nicht sein, ich mach's nur des guten Gewissens wegen


Gruß
Benjamin
Mister_McIntosh
Inventar
#7 erstellt: 17. Apr 2011, 18:23
Aso, wenn nicht immer das Gewissen wäre.
Fhtagn!
Inventar
#8 erstellt: 17. Apr 2011, 19:24
Der AS Reiniger wird so gerne genommen weil er billig ist, nicht weil er so gut ist .

Platten sind aus PVC, das Zeug ist fast unzerstörbar. Theoretisch kannst du die auch in Säure einlegen, da passiert nichts.

Nur keine Lösungsmittel wie Aceton verwenden.

Ich benutze Dr. Wack 100 Scheibenreinigungskonzentrat fürs Auto mit destilliertem Wasser.

MfG
Haakon
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 17. Apr 2011, 19:34
Hallo,

mit Säuren und auch starken Laugen wäre ich bei PVC vorsichtig...

Jeder scheint so sein Geheimrezept zu haben: ich nehme destiliertes Wasser und Isopropanol im Verhältnis 2:1, gem. Analyse eines Mitglieds im Dual-Forum ist die Knosti-Flüssigkeit genauso zusammengesetzt.

Isoprop im med. Großhandel krieg ich günstig, so kostet der Liter der fertigen Lösung auch ca. 0,80 Euro.... den Tropfen Spüli rechne ich nich, den klau ich ausser unserer Küche...

Peter
Fhtagn!
Inventar
#10 erstellt: 17. Apr 2011, 19:46
Viele Säuren werden in PVC Gebinden gehandelt .
Mister_McIntosh
Inventar
#11 erstellt: 17. Apr 2011, 19:59
Also wenn ich mit Säure ne Platte reinigen muss, dann kommt die eher in den Müll.
Magister_Verbae
Inventar
#12 erstellt: 17. Apr 2011, 22:05
Wenn wir nach Brønsted gehen, dann ist Wasser sowohl eine Säure, also ein Protonendonator, als auch eine Base, also ein Protonenakzeptor Da kommt man dann echt in Verzweiflung

btt: Glasreiniger sollte schon iO sein, Polyvinylchlorid ist ja nicht so leicht angreifbar, aber bitte weder mit Benzin (enthält Benzol) noch mit konz Salzsäure in Kontakt kommen lassen! Dann kann man nämlich auch Lösungsmittel drüber kippen ;-)

LG

Martin
WilliO
Inventar
#13 erstellt: 18. Apr 2011, 08:56
Hallo Mister McIntosh,

ich habe sowohl das "AS-Glasreiniger-pur-Verfahren" als auch
die verdünnte Variante getestet. Bei der Pur-Variante habe ich festgestellt, daß die Platten nach Trocknung ziemlich laute "schleifende" Laufgeräusche hatten.
Daher verdünne ich den AS-Glasr. mit dest. Wasser ca. 70:30
und spüle noch einmal mit verdünnter Knosti-Lösung nach.
Das Ergebnis ist klasse und die Knosti-Lösung hält "ewig"!

Beste Grüße
Willi
Bepone
Inventar
#14 erstellt: 18. Apr 2011, 12:01
Hallo,


Fhtagn! schrieb:
Der AS Reiniger wird so gerne genommen weil er billig ist, nicht weil er so gut ist .


Und weil er am wenigsten schäumt und die wenigsten Rückstände hinterlässt


Gruß
Benjamin
Fhtagn!
Inventar
#15 erstellt: 18. Apr 2011, 14:59
Finde ich nicht. Mit Sidolin hatte ich bessere Ergebnisse.

Klingt wie ein Hausfrauengespräch vorm Kindergarten hier .
Mister_McIntosh
Inventar
#16 erstellt: 18. Apr 2011, 15:14

WilliO schrieb:
Hallo Mister McIntosh,

ich habe sowohl das "AS-Glasreiniger-pur-Verfahren" als auch
die verdünnte Variante getestet. Bei der Pur-Variante habe ich festgestellt, daß die Platten nach Trocknung ziemlich laute "schleifende" Laufgeräusche hatten.
Daher verdünne ich den AS-Glasr. mit dest. Wasser ca. 70:30
und spüle noch einmal mit verdünnter Knosti-Lösung nach.
Das Ergebnis ist klasse und die Knosti-Lösung hält "ewig"!

Beste Grüße
Willi


Hmm, Laufgeräusche sind aber nicht grade schön. :-(
WilliO
Inventar
#17 erstellt: 18. Apr 2011, 15:56
Eben,
daher das modifizierte Verfahren
Mister_McIntosh
Inventar
#18 erstellt: 18. Apr 2011, 17:04
Je weniger desto besser.
Etalon
Stammgast
#19 erstellt: 18. Apr 2011, 17:16
Der Reiniger von Schlecker ist schon gut.
Man kann danach noch einmal mit detilliertem Wasser nachspülen. Dann gibt es keine Rückstände.

Gruß Stephan
mkoerner
Stammgast
#20 erstellt: 18. Apr 2011, 19:32
Hi,

leider mal wieder nicht belegt:

Ich meine mich zu erinnern im Nachbarforum vor 3-4 Jahren mal gelesen zu haben, dass der Ammoniak in Glassreinigern irgendetwas aus dem Vinyl löst wass es langfristig spröder macht. Dadurch ergeben sich höherer Nadel & Vinylverschleiss.

Dr. Wack scheint genau das Gegenteil zu bewirken...

Mike


[Beitrag von mkoerner am 18. Apr 2011, 19:32 bearbeitet]
Mister_McIntosh
Inventar
#21 erstellt: 18. Apr 2011, 19:41
Hmm, kann mich jetzt nur schwer entscheiden.
Fhtagn!
Inventar
#22 erstellt: 18. Apr 2011, 19:44
Nimm Dr. Wack .
doc_barni
Inventar
#23 erstellt: 18. Apr 2011, 20:02
Hallo,

dies ist der Versuch einer Zwischenbilanz:


Darf man Schallplatten mit Glasreiniger reinigen?


man darf, aber man muss nicht...

da es auch Vinylies gibt, die offenbar auch vor Spiritus pur nicht zurüchschrecken, kann der Schlecker ( auch unbelegt) so schlimm doch eigentlich nicht sein.

Was mich interessiert:

was ist in den grauen Fusseln, die sich sowohl beim Schlecker, als auch bei der Original-Knosti-Mischung ( belegt durch eigene Versuche) an der Nadel finden...???

Elaton schrieb:


Man kann danach noch einmal mit detilliertem Wasser nachspülen. Dann gibt es keine Rückstände.


Das kann ich bestätigen...

Diese Thema mit den Knubbeln an der Nadel findet sich auch in den freds:

" Plattenreinigung"

" Knosti disco antistat"

Ist ja vielleicht ein Erfolgserlebnis, so ein fettes Ding einzufangen, aber ohne vorausgegangener Reinigung wäre dieser Dreck wohl nicht an der Nadel gewesen....

Ich mag diese fiesen Knubbel überhaupt nicht ... ...aber jedesmal noch nachspülen finde ich auch nicht sooo toll.


freundliche Grüsse
doc_barni


[Beitrag von doc_barni am 18. Apr 2011, 20:32 bearbeitet]
majordiesel
Stammgast
#24 erstellt: 18. Apr 2011, 20:04

8erberg schrieb:

Jeder scheint so sein Geheimrezept zu haben: ich nehme destiliertes Wasser und Isopropanol im Verhältnis 2:1, gem. Analyse eines Mitglieds im Dual-Forum ist die Knosti-Flüssigkeit genauso zusammengesetzt.

Hast du zu der Analyse einen Link?
Danke!
gruß
Markus
Bepone
Inventar
#25 erstellt: 18. Apr 2011, 20:05

Fhtagn! schrieb:
Finde ich nicht. Mit Sidolin hatte ich bessere Ergebnisse.

Klingt wie ein Hausfrauengespräch vorm Kindergarten hier .


Lol!


Wo bekommt man denn Sidolin und was kostet es?




Ach noch etwas, der AS Glasreiniger scheint eine antistatische Wirkung ähnlich der original Knosti-Flüssigkeit hervorzurufen.
Wie sieht's da mit Sidolin oder Dr. Wack aus?


Gruß
Benjamin
J.Bond
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 18. Apr 2011, 22:20
Ihr habt Probleme?

Man einmal die Platte abgespielt und
die Fussel weg und gut ist!
Manchmal wie gesagt kann man wirklich aus
allem ein Problem machen!
doc_barni
Inventar
#27 erstellt: 18. Apr 2011, 23:04
Hallo,...



Ihr habt Probleme?



Probleme...neeee, aber wir sprechen mal so darüber.... ,

ist doch ganz interessant, neben ..." musik hören..."...

hier war übrigens gerade ...B:B King...

freundliche Grüsse
doc_barni
Arsamenes
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 19. Apr 2011, 07:52
Hallo,

ich benutze auch schon lange den AS Glasreiniger (unverdünnt). Wichtig ist: Eine zweite Knosti zum Nachspülen! Entweder mit destilliertem Wasser oder besser mit dest. Wasser + 0,2% Mirasol 2000. Das kann man im Photoladen kaufen und wird normalerweise benutzt, um beim Spülen von Filmen Ablagerungen und statische Aufladungen zu verhindern. Und genau diesen Effekt erreicht man auch beim Plattenwaschen: Das Wasser läuft schnell ab und man hat auch lange Zeit nach dem Waschen eine antistatische Wirkung. Rückstände an der Nadel konnte ich auch nicht beobachten! Der Klang ist lupenrein, ohne Knistern (bei Platten ohne Kratzer versteht sich). Insgesamt kann ich so Reinigungsergebnisse erzielen, die gängigen Plattenwaschmaschinen mindestens ebenbürtig ist - ich habe früher oft im Plattenladen mit einer Loricraft waschen lassen, die Ergebnisse waren eher schlechter als mit den zwei Knostis...

Gruss, Michael.
WilliO
Inventar
#29 erstellt: 19. Apr 2011, 08:19
Hallo Michael,
ich habe mir wegen des gleichen Verfahrens auch eine zweite
Knosti gekauft was das notwendige Nachspülen doch erheblich einfacher gestaltet.
Danke für den Tip bzgl. Mirasol 2000. Das werde ich mir auf jeden Fall besorgen und testen.

Offensichtlich haben viele gleiche Erfahrungen beim 1. Abspielen von gewaschenen Schallplatten gemacht. Nach meiner
Erfahrung zeigt sich dieses Staubknübbelchen besonders bei
Platten die nur einmal gewaschen wurden. Ich habe sogar schon Platten, die während der Testphase nur einmal mit AS-Glasreiniger gewaschen wurden, noch einmal nach dem neuen
Verfahren nachgewaschen. Das positive Ergebnis lässt alle Mühe vergessen.

Gruß
Willi


[Beitrag von WilliO am 19. Apr 2011, 08:20 bearbeitet]
Mister_McIntosh
Inventar
#30 erstellt: 19. Apr 2011, 14:41
Ne Knosti hab ich nicht.

Mache immer alles per Handarbeit und einem Tempo Tuch.
Magister_Verbae
Inventar
#31 erstellt: 19. Apr 2011, 15:33
Also ein Tempo dürfte dafür recht ungeeignet sein (löst sich teilweise auf, ist ziemlich rau). Dann lieber ein sehr feines Microfasertuch (selbstmurmelnd nicht trocken!) =)

LG

Martin
Fhtagn!
Inventar
#32 erstellt: 19. Apr 2011, 18:53
Bei Protected kann man alle Einzelteile der Knosti kaufen.

Ist billiger, man braucht ja nur die Wanne.
8erberg
Inventar
#33 erstellt: 20. Apr 2011, 16:41
Hallo,

@ Markus, nein nicht vergessen, hier der Link

http://www.dual-board.de/index.php?page=Thread&threadID=29608

Beitrag Nr. 9 steht das Ergebnis der Analyse.

Viele Grüße

Peter
Befürworter
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 20. Apr 2011, 21:56
Ich habe letztens ne alte total vemackelte platte mit aceton behandelt.

Jetzt sind auch endlich diese fiesen, tiefen kreisrunden Kratzer weg.
Fhtagn!
Inventar
#35 erstellt: 20. Apr 2011, 21:57
Wie klingts denn? Kein Knistern mehr?
Befürworter
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 20. Apr 2011, 22:01
Ich hab mich nicht mehr getraut die aufzulegen
majordiesel
Stammgast
#37 erstellt: 21. Apr 2011, 12:02

8erberg schrieb:
Hallo,

@ Markus, nein nicht vergessen, hier der Link

http://www.dual-board.de/index.php?page=Thread&threadID=29608

Beitrag Nr. 9 steht das Ergebnis der Analyse.

Viele Grüße

Peter

Leider habe ich keine Zugriffsrechte und mich deswegen anmelden macht wenig Sinn. Das ist auch der Grund warum ich per google nichts gefunden habe...kannst du vielleicht per copy&paste das hier rein stellen?
Danke
gruß
Markus
hifi-zwerg
Stammgast
#38 erstellt: 21. Apr 2011, 14:34
Hallo!

In dem Dual-Board steht keine Analyse, es berichtet jemand er habe einen befreundeten Chemiker or längerer Zeit um eine Analyse gebeten mit dem Resultat 24% Isopropanol, 76%Wasser und spuren von Tensiden.

Das entspräche der häufig empfolenen 1:3 Mischung, die früher auch zum Nassabspielen empfohlen wurde.

Wenn Knosti tatsächlich einen Isopropanolmischung sein sollte, dann müsste das Zeug erbärmlich stinken.

Ich verwende eine 1:3 Mischung mit einem Spritzer Spüli.

Da bei solchen Freds, dann häufig die Frage nach Spiritzus + Wasser kommt hier prophylaktisch meine Argumentation dagegn:

1) Reiner Alkohol + Wasser würde risikofrei gehen, richt auch beser als Isopropanol, ist aber aus Steuergründen sehr teuer. Zudem ist das Lösungsverhalten von Ispropanol gegenüber etllichen Fetten/Ölen besser als Etanol, hat also zumindest theoretisch eine Bessere Reinigungsleistung.

2)Spiritus ist vergällter Alkohol. Die Vergällungsstoffe werden nicht einzeln deklariert, einige der in Deutschland zulässigen Vergällungsstoffe können PVC angreifen. Für den kleinen Presivorteil von Spiritus gegenüber Isopropanol würde ich das (wenn vieleicht auch nur theoretische) Risiko nicht eingehen.

Gruß
Zwerg
germi1982
Moderator
#39 erstellt: 21. Apr 2011, 17:27
In dem Knosti-Zeug ist Ethanol drin, also Spiritus. Steht zumindest auf der Flasche drauf...

Und das Zeug kann man ruhig für VINYL-Platten nehmen. Von SCHELLACK-Platten sollte man das Zeug aber fernhalten. Schellack löst sich hervorragend in Ethanol auf...und bei Kontakt mit Wasser quillt es auf. Also beides no-go bei Schellacks.

Und reiner Alkohol ist deswegen so teuer weil der Herstellungsprozess aufwändig ist. Ethanol und Wasser bilden ein azeotropes Gemisch dass sich durch Destillation nicht so einfach trennen lässt, man kann dadurch max. ca. 96%igen Alkohol erhalten. Das Restwasser muss man durch eine andere Methode entfernen, entweder durch Molekularsieb, Trocknungsmittel wie Magnesiumsulfat. Oder durch eine Rektifikation. Bei der Rektifikation wird eine dritte Komponente ins Spiel gebracht, z.B. Benzol oder Cyclohexan.

http://de.wikipedia.org/wiki/Azeotrop

http://de.wikipedia.org/wiki/Azeotroprektifikation

Gängige Vergällungsmittel sind z.B. Cyclohexan, Petrolether, Diethylphtalat. Früher hat man auch Pyridin benutzt, das ist zwar noch erlaubt, aber wird aufgrund von Gesundheitsbedenken nicht mehr benutzt.


[Beitrag von germi1982 am 21. Apr 2011, 17:41 bearbeitet]
Magister_Verbae
Inventar
#40 erstellt: 22. Apr 2011, 15:15

germi1982 schrieb:
In dem Knosti-Zeug ist Ethanol drin, [...]

Soweit kann ich dir ja noch Recht geben, aber Ethanol ist ungleich handelsüblichem Brennspiritus, da in dem Spiritus, wie du ja ebenfalls erwähnt hast, gleichzeitig noch Vergällungsstoffe sind. Und Spiritus ist auch (hauptsächlich) "hochkonzentrierter" Alkohol und trotzdem günstiger.
Dass die Produktion von hochreinem Alkohol nicht einfach ist (ein Prozentsatz von mehr als 96% ist sowieso fast unmöglich), beschreibst du sehr schön. Trotzdem kann man zB mittels einer (zugegebenermaßen recht komplexen) Destillation den Ethylkohol aus dem Spiritus heraus "holen". Andere, einfachere Verfahren existieren, bleiben aber oft unter Verschluss, da sonst die Hersteller von Brennspiritus einfach neue Vergällungsstoffe mit anderen Eigenschaften hineinmischen würden.
Dass Ethanol "pur" so teuer ist, ist tatsächlich den hohen Steuern zu verschulden. Deswegen kaufen ja zB auch Universitäten oftmals Spiritus und destillieren die Vergäller heraus.
Aber mal ganz im Vertrauen: ICH brauche keinen 96%igen Ethylalkohol zur Reinigung meiner Schallplatten - das bisschen Wasser, das in den schon recht kräftigen Konzentraten noch verbleibt, ist vernachlässigbar.

Liebe Grüße

Martin
germi1982
Moderator
#41 erstellt: 22. Apr 2011, 18:33
Zumal der Alkohol eh noch verdünnt wird für die Plattenreinigung, meist 1:1 mit destilliertem Wasser. Und noch einen Tropfen Spüli um die Oberflächenspannung des Wassers zu reduzieren. Es soll ja in die Rille rein und nicht als großer Tropfen zwischen den Rillen sitzen.


[Beitrag von germi1982 am 22. Apr 2011, 18:35 bearbeitet]
Magister_Verbae
Inventar
#42 erstellt: 22. Apr 2011, 23:02
eben



M.
Texter
Stammgast
#43 erstellt: 29. Jul 2011, 13:10
Meine bisherige Vorgehensweise:

1. Karbonbürste (Standardreinigung bei jedem Vinylgenuss)
2. Bei viel Staub, Fingerabdrücken, Nikotin: Weiches Microfasertuch (muss auf Haut hakeln) mit Glasreiniger leicht anfeuchten/ benebeln
3. Platte auflegen, starten, in Rillenrichtung das Tuch sanft drüber gleiten lassen
4. Nach der Trocknung nochmal mit Karbonbürste drüber
5. Ab damit in neue oder staubfreie Innenhülle

Da man jedoch nie auslernt, eine Frage:

Hat jemand Erfahrung mit dem AM Record cleaner, den man z.B. bei amazoan kaufen kann?
TBJ
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 29. Jul 2011, 13:31
Moin Leute,

ich muss mich gerade mal bei euch bedanken!
Ich habe mal 8 CCR-Platten erstanden, die absolut nicht abspielbar waren.

Nachdem ich mir diese Anleitung durchgelesen hatte http://www.vinyl-lebt.de/html/die_waschseiten.html,
war ich ewig zu faul in der Apotheke Isopropanol kaufen zu gehen. Gerade habe ich die Glasreiniger Methode ausprobiert, 2 Minuten Zeit investiert und die dreckickste von allen Platten ist zumindest schon wieder hörbar geworden.

Vielen Dank!!!!

Tobias


[Beitrag von TBJ am 29. Jul 2011, 13:31 bearbeitet]
Holger
Inventar
#45 erstellt: 29. Jul 2011, 13:32

Texter schrieb:

Hat jemand Erfahrung mit dem AM Record cleaner, den man z.B. bei amazoan kaufen kann?


Keine Erfahrungen, sorry.

Weil: ist mir zu gefährlich. Eine Platte nur dünn mit etwas Flüssigkeit einsprühen und dann mit einem Tuch abwischen - wenn man Pech hat, liegt ein Sandkörnchen oder ein ähnlich hartes Material drauf und das reibt man dann genüßlich über die Platte, nein danke.
Lieber mit deutlich mehr Flüssigkeit aufspülen und das dann mit einem Mikrofasertuch aufnehmen.
>>>Cheap Thrill
Etalon
Stammgast
#46 erstellt: 29. Jul 2011, 14:11
Hallo Holger,

in deiner Übersicht "Meine Anlage" steht, daß du deine Plattenwaschmaschine wieder verkauft hast.
Was waren denn die Gründe und wie wäscht du jetzt?
Mit der cheap thrill Methode?

Gruß Stephan


[Beitrag von Etalon am 29. Jul 2011, 14:12 bearbeitet]
Holger
Inventar
#47 erstellt: 29. Jul 2011, 14:34
Ja, richtig.

Ich habe erstens festgestellt, dass ich eigentlich zu selten wasche, denn ich wasche nur, wenn ich muss, nicht prinzipiell.
Gebraucht kaufe ich sehr viel in Japan, und die japanischen Sammler pflegen ihre Platten absolut bestens...
Zweitens haben meine Erfahrungen ergeben, dass die Waschergebnisse der Cheap-Thrill-Methode nicht schlechter sind als die mit Waschmaschinen.
Deshalb habe ich die Hannl gegen einen SME 312 "getauscht".
Etalon
Stammgast
#48 erstellt: 29. Jul 2011, 17:35
Danke für die Info.
Dann probiere ich cheap thrill auch mal aus.
Ich war immer am überlegen, mir mal eine Waschmaschine zu holen. Das lege ich dann erst mal auf Eis.

Gruß Stephan
Magister_Verbae
Inventar
#49 erstellt: 29. Jul 2011, 17:39
Habe soeben wieder einmal gewaschen Mittels Cheap Thrill mit AS Glasreiniger - und ich finde, die Platten werden schon sehr sauber!
Plattendudler
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 30. Jul 2011, 15:37

Holger schrieb:

Deshalb habe ich die Hannl gegen einen SME 312 "getauscht".



Tach Holger,
ich hab einen 312 und eine Hannl und ich weiß nicht, ob mir der 312 ohne Waschmaschine Freude machen würde. Für mich ist die Hannl das wichtigste Zubehör zum Plattenhören, wichtiger als ein wertiger Plattendreher.
Gruß Micha
Holger
Inventar
#51 erstellt: 30. Jul 2011, 16:54
Meine Platten machen Spaß, garantiert.
Wie ich schrieb - gepflegte Gebrauchte kaufen, dann ist ein Waschgang nur sehr selten nötig.
Und wenn, dann tut's der Cheap Thrill auf dem TD 124/II, wobei ich bei "schwierigeren" Fällen die Platte beim Reinigungsvorgang sogar parallel abspiele (dafür ist am Zweitarm extra ein Shure M55 montiert). Besser war das Ergebnis mit der Hannl auch nicht...
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