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Unterschiede zwischen Phonostufen?

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Beitrag
bruno2009
Stammgast
#1 erstellt: 22. Okt 2011, 17:33
Ergänzend zu meiner Frage zur Moon LP110, gibt es gravierende Unterschiede zwischen Phonovorverstärkern? Im analogen Bereich ist ja die Vermutung naheliegend, dass der Einfluss einzelner Geräte höher ist als bei digitalen Geräten.

Ich denke an ein Preislimit von ca. 1000 Euro für eine externe Phonovorstufe, wenn diese wirklich gegenüber der in meinem Musical Fidelity a 308 integrierten bemerkbare klangliche Vorteile bringt.

Werde mir die Moon und eine Trigon mal ausleihen, wäre aber dennoch als technischer Laie auf die Meinung von Technikfreaks und auf weitere Erfahrungsbericht gespannt.

Läuft an Musical Fidelity a308 und Clearaudio Solution mit nem Benz ACE MC System. LS sind die Nautilus 803.

Lehmann Black Cube scheidet aus, da ich die Geräte einfach optisch nicht ansprechend finde.
RAXOMETER
Stammgast
#2 erstellt: 22. Okt 2011, 20:07
Hallo,

die Frage habe ich mir vor kurzem auch gestellt. Es gibt Leute hier die Sagen, dass es kein großen Unterschied gibt, andere und zu denen gehöre ich behaupten genau das Gegenteil.

Ich habe einige testen können und empfehle Dir den Aikido.

Herr Otto hat hat einen Ebay Shop und baut diese selber.

Klick

Dieser war so freundlich und hat mir den Aikido Phonovorverstärker für 14 Tage zum testen gesendet. Nach relativ kurzer Zeit war klar: Das Gerät ist hervorragend. Vor allem in Sachen Räumlichkeit und Präzision ein echter Gewinn und ein himmelweiter Unterschied beispielsweise zu einem NAD PP2i oder einem Musical Fidelity!!

Der Preis für einen Aikido dürfte so um die 250 Euro liegen.

Gruß
Markus
richi44
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 23. Okt 2011, 06:15
Es gibt durchaus Unterschiede, aber die sind technischer und nicht esoterischer Natur.
Im Grunde kann man einen Entzerrer-Verstärker rausch- und klirrarm aufbauen und das ist keine Hexerei und mit 200€ möglich.
Weiter kann man die Entzerrkurve einhalten oder eben nicht. Das kostet schon mal gar nichts, ist nur eine Frage des Schaltungsdesigns.
Und es gibt letztlich das Zusammenspiel von Tonabnehmersystem und Eingangskapazität. Wenn die Kapazität jener entspricht, welche das System verlangt (manchmal angegeben, meist jedoch nicht) dann stimmt der Klang. Ist sie zu gross oder zu klein wird die Wiedergabe matt in den Höhen oder es zeigt sich eine Betonung der oberen Mitten mit deutlichem Höhenverlust. Und auch das ist nicht mit Kosten verbunden.

Wenn man sieht, was im Rundfunk zu Plattenzeiten eingesetzt wurde, so waren dies Dinger, die im Handel für höchstens 100€ zu bekommen waren. Und was dem Studio recht ist sollte uns eigentlich auch genügen. Oder anders gesagt: Alles was teurer ist als 200€ ist Beutelschneiderei und bietet keinen hörbaren Mehrwert.
Fhtagn!
Inventar
#4 erstellt: 23. Okt 2011, 07:57
Am besten fährt man mit Eigenbau-Lösungen.

Elektor Supra (verwende ich im MM Aufbau, an MM-Phonostufen verschwende ich keine Gedanken mehr).

Hörmann Supa (geklaute Elektor Schaltung).

Die günstigste Lösung um an einen sehr guten, anpassbaren Vorverstärker zu gelangen.

MfG
Haakon
bruno2009
Stammgast
#5 erstellt: 23. Okt 2011, 10:54
Hallo und danke für die Antworten.

Dann bin ich ja mal gespannt, meine integrierte Phonostufe aus dem Musical Fideity a308 (keine Ahnung was da verbaut ist, infos aus der PDF?)

http://www.musicalfi...lish/a308int_eng.pdf

wird gegen die

Tom Evans Microgroove
Trigon Vanguard/Advance
Moon LP110

antreten müssen.

Unterschiede oder Klanggewinn dürfte es also nach hier vertretener Meinung nicht geben? Bin auf den Test gespannt. Tips für den Heimtest? Eigene Erfahrungen?
RAXOMETER
Stammgast
#6 erstellt: 23. Okt 2011, 11:06

bruno2009 schrieb:


Unterschiede oder Klanggewinn dürfte es also nach hier vertretener Meinung nicht geben?


Oh doch natürlich, rein technisch gesehen sind einige der Meinung, dass es hier keine deutlich hörbare Unterschiede gibt. Aber wie ich oben schon beschrieben habe war der Klanggewinn mit dem Aikido schon mehr als deutlich, wenn ich diesen mit anderen Phonovorverstärkern vergleiche.
akem
Inventar
#7 erstellt: 23. Okt 2011, 12:03
Es gibt schon noch ein paar Punkte mehr, die eine gute Phonostufe von einer schlechten unterscheidet:
- fixes oder schaltbares Subsonicfilter (ich bevorzuge ohne Subsonic, da mir sonst einiges an Information und "Power" im Bass fehlt)
- (quasi-)symmetrische Eingänge (JEDES magnetische Tonabnehmersystem ist eine symmetrische und massefreie Quelle, die imho auch so betrieben werden sollte)
- Erdungskonzept / Masseführung; es gibt Phonostufen, die sind unkompliziert und welche, die nicht ruhig zu kriegen sind
- Ausgangswiderstand: Ausgangswiderstände >100 Ohm sind Mist und potentiell störanfällig sowie klangverschlechternd (weil es dann zu Wechselwirkungen mit dem Kabel kommt)
- Signalausgang muß Ströme treiben können, Billigst-OPAMPS mit 10 oder 20mA maximalem Ausgangsstrom reichen nicht
- und natürlich die üblichen Audiodisziplinen wie Frequenzgang, Klirrfaktor usw.

Also ganz so einfach ist es nicht. Es ist allerdings nicht ausschließlich eine Preisfrage. Eine Phonostufe für 200-300 Euro kann durchaus besser sein als eine für nen knappen Tausender (natürlich nur in der Realität - in der "Fachpresse" kommt das natürlich nicht vor...).

Gruß
Andreas
cptfrank
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 23. Okt 2011, 12:13
Hallo bruno2009,
es gibt schon erhebliche Unterschiede zwischen den Phonoverstaerkern. Es haengt aber auch immer daran, ob System und Verstaerker harmonieren. Ausserdem kommt es auch auf die restliche Anlage an in wieweit die Unterschiede hoerbar werden. MMn ist die in Deinem Verstaerker verbaute Phono-Sektion schon recht gut. Ich wuerde also durch einen Tausch keine Wunder erwarten.
MC- Systeme sind unkritischer, was die Anpassung angeht, also wuede ich ueberlegen, auf ein MC umzusteigen, bevor ich viel Geld in eine neue Phonosufe investieren wuerde.
Gruss
Frank
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 23. Okt 2011, 12:40
Hallo!

Der Hauptunterschied zwischen zwei Phono-Entzerern liegt bei MM-Systemen vor allem bei der Abschlußkapazität. Wenn diese gut zum verwendeten System passt hast du eben in besseres Ergebniss als wenn sie eben nicht so gut passt.

Mit einem anpassbaren Gerät bist du somit immer auf der sichern Seite.

Ebenso verhält es sich bei MC´s mit einem rauscharmen Exemplar mit anpassbarer Impendanz bist du hier ebenfall auf der sicheren Seite.

Die Unterschiede im Schaltungsdesign sind ansonsten recht Marginal, es gibt ca. 200 unterschiedliche Möglichkeiten einen Phono-Entzerrer aufzubauen von denen keine gegenüber den anderen -abgesehen vom Rauschvehalten- graviernde Vor- oder Nacheile hat.

Die von Fhtagn! erwähnte alte Elektor-Schaltung ist zum Beispiel ein Verteter einer sehr Rauscharmen Schaltungsvariante mit insgesamt 2x8 parallell geschalteten Eingangstransistoren und einer einfacheren zweiten Stufe mit teilaktiver Entzerrung. Diese Schaltung habe ich selbst schon ausprobiert und kann sie im übrigen nicht zuletzt auch schon ob ihrer Nachbausicherheit ebenfalls nur wärmstes empfehlen. Hier läßt sich für ca. 20-25 Euro ein Ergebniss erzielen das ansonsten gleich mehere 100 Euro kosten würde.


MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 24. Okt 2011, 15:08 bearbeitet]
bruno2009
Stammgast
#10 erstellt: 23. Okt 2011, 13:30
Ich habe ja das Benz ACE L System drauf, also ein MC.
richi44
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 24. Okt 2011, 07:42
Auch wenn nicht alles stimmt, was hier geschrieben wurde, so gibt es Unterschiede, welche technisch begründet und damit nachprüfbar sind, wenn denn entsprechende Angaben in den Gerätebeschreibungen vorhanden sind.

Wenn ich mir die Verstärkerbeschreibung des Musical Fidelity anschaue dann ist das, wie wenn ich behaupte, mein 2CV sei bis 300km / h schnell gewesen. Dies stimmt einmal und auch nur teilweise, denn das erreicht er nur aus 10km Höhe im freien Fall. Wenn also Daten angegeben werden ohne den Zusatz, wie gemessen wurde (Peak oder Mittelwert) und auf was sich die Angabe bezieht, so ist so eine Angabe genau so nutzlos wie die Höchstgeschwindigkeit der Ente.

Interessant wäre zunächst die Lastkapazität. Und weiter spielt es eine Rolle, ob der Fremdspannungsabstand mit kurzgeschlossenem Eingang gemessen wurde oder mit Nennabschluss und welcher Wert da verwendet wurde...

Die hörbaren Differenzen entstammen bei MM dieser Lastkapazität. Und wie stark sich diese auswirkt hängt vom verwendeten System ab. Zwei Verstärker mit identischen Kapazitäten und mit dem selben System getestet ergeben "keine" hörbaren Unterschiede.

Es ist richtig, dass MC wie bereits erwähnt auf die Lastkapazitäten weniger reagieren. Wenn man einen Eingangsübertrager benutzt spielt die Lastkapazität aber wieder eine Rolle.

Was akem alles anführt

- Signalausgang muß Ströme treiben können, Billigst-OPAMPS mit 10 oder 20mA maximalem Ausgangsstrom reichen nicht
ist zumindest fragwürdig. Wenn wir von einer üblichen Verstärkung von 40dB bei MM ausgehen, so liefert der MF 250mV.
10mA (Peak) sind bei einer Last von 35,4 Ohm erreicht. Ein Hochpegeleingang eines Verstärkers ist aber mit Sicherheit grösser als 3.54k, womit maximal 0.1mA Ausgangsstrom fliessen könnten. Bevor man also derartigen Humbug in die Welt setzt sollte man erst mal überlegen und nachrechnen.

JEDES magnetische Tonabnehmersystem ist eine symmetrische und massefreie Quelle, die imho auch so betrieben werden sollte

Bravo! Und genau darum ist bei einem Shure das System-Gehäuse mit einem PIN verbunden!
1-1223884712

Ausgangswiderstände >100 Ohm sind Mist und potentiell störanfällig sowie klangverschlechternd (weil es dann zu Wechselwirkungen mit dem Kabel kommt)

Es ist kein Nachteil, wenn der Ri klein ist. Aber nehmen wir 100 Ohm und tolerieren einen Pegelabfall bei 20kHz von 0.1dB, so müsste die Kabelkapazität rund 12nF betragen, was einer Kabellänge von mindestens 20m entspricht (bei billigem Kabel). Also, einmal mehr: Denken erlaubt!!
akem
Inventar
#12 erstellt: 24. Okt 2011, 15:58

richi44 schrieb:



- Signalausgang muß Ströme treiben können, Billigst-OPAMPS mit 10 oder 20mA maximalem Ausgangsstrom reichen nicht
ist zumindest fragwürdig. Wenn wir von einer üblichen Verstärkung von 40dB bei MM ausgehen, so liefert der MF 250mV.
10mA (Peak) sind bei einer Last von 35,4 Ohm erreicht. Ein Hochpegeleingang eines Verstärkers ist aber mit Sicherheit grösser als 3.54k, womit maximal 0.1mA Ausgangsstrom fliessen könnten. Bevor man also derartigen Humbug in die Welt setzt sollte man erst mal überlegen und nachrechnen.

Oder nachmessen... Ich hab schon 10mA-OPAMPS an 600 Ohm abstinken sehen, so daß bei 20Hz ein Pegel von -60dB rauskam;-)) Bedenke: wir sind hier nicht in der ohmschen Welt!


JEDES magnetische Tonabnehmersystem ist eine symmetrische und massefreie Quelle, die imho auch so betrieben werden sollte

Bravo! Und genau darum ist bei einem Shure das System-Gehäuse mit einem PIN verbunden!

Und? Solange das System in einem Kunststoff-Headshell sitzt (sprich: das Gehäuse nirgends auf Masse gezogen wird) ändert das nichts an der Symmetrie und Erdfreiheit des Signals. Erst bei einem Metallheadshell kann es je nach Bauweise des Systems zu einem Massekontakt (und dann meist auch zu einer Masseschleife) kommen.


Ausgangswiderstände >100 Ohm sind Mist und potentiell störanfällig sowie klangverschlechternd (weil es dann zu Wechselwirkungen mit dem Kabel kommt)

Es ist kein Nachteil, wenn der Ri klein ist. Aber nehmen wir 100 Ohm und tolerieren einen Pegelabfall bei 20kHz von 0.1dB, so müsste die Kabelkapazität rund 12nF betragen, was einer Kabellänge von mindestens 20m entspricht (bei billigem Kabel). Also, einmal mehr: Denken erlaubt!!

Warum denkst Du dann nicht? (Sorry, das war so ne schöne Steilvorlage...) Der absolute Quellwiderstand hat mit dem Frequenzgang direkt noch nichts zu tun, sondern erst in Wechselwirkung mit Kabel und Senke (wenn letztere nicht hochohmig genug ist, wobei sich "genug" nach dem Quellwiderstand richtet). An erster Stelle habe ich aber die Störanfälligkeit genannt, und das aus gutem Grund. Je niedriger der Quellwiderstand, desto geringer die Störeinstrahlung in die Leitung, weil die Störungen dann über die Quelle stark bedämpft werden. Im Idealfall sogar kurzgeschlossen.

Gruß
Andreas



[Beitrag von akem am 24. Okt 2011, 15:59 bearbeitet]
richi44
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 24. Okt 2011, 16:23

Oder nachmessen... Ich hab schon 10mA-OPAMPS an 600 Ohm abstinken sehen, so daß bei 20Hz ein Pegel von -60dB rauskam;-)) Bedenke: wir sind hier nicht in der ohmschen Welt!

So etwas würde ich als Defekt bezeichnen. Das kommt vor, ist aber nicht die Regel. Und selbst wenn Du einen OPV mit 0.1A Ausgangsstrom verwendest kann der das Zeitliche segnen.


Und? Solange das System in einem Kunststoff-Headshell sitzt (sprich: das Gehäuse nirgends auf Masse gezogen wird) ändert das nichts an der Symmetrie und Erdfreiheit des Signals. Erst bei einem Metallheadshell kann es je nach Bauweise des Systems zu einem Massekontakt (und dann meist auch zu einer Masseschleife) kommen.

Solange die Mehrheit der Headshells aus Metall ist spielt es eine Rolle. Und selbst im Kunststoff-Ding haben wir dann die Systemabschirmung nicht an Masse, sondern am einen OPV-Eingang. Ich habe lange genug mit symmetrischem Audio (Schweizer Fernsehen) gearbeitet um zu wissen, wie schon sowas sirren kann, wenn man den Schirm falsch anschliesst. Und das wäre hier der Fall!

Warum denkst Du dann nicht? (Sorry, das war so ne schöne Steilvorlage...) Der absolute Quellwiderstand hat mit dem Frequenzgang direkt noch nichts zu tun, sondern erst in Wechselwirkung mit Kabel und Senke (wenn letztere nicht hochohmig genug ist, wobei sich "genug" nach dem Quellwiderstand richtet). An erster Stelle habe ich aber die Störanfälligkeit genannt, und das aus gutem Grund. Je niedriger der Quellwiderstand, desto geringer die Störeinstrahlung in die Leitung, weil die Störungen dann über die Quelle stark bedämpft werden. Im Idealfall sogar kurzgeschlossen.

Ob wir einen Quellwiderstand von 33 Ohm oder 100 Ohm oder 600 Ohm haben macht den Kohl nicht wirklich fett. Natürlich können wir nicht das Handy auf die Leitung legen. Das geht aber nicht bei Antennenleitungen mit 75 Ohm oder irgendwelchen beliebigen Impedanzen. Das fiept immer.
Solange wir uns also nicht selbst so ein Ei legen haben wir die Probleme mindestens dann nicht, wenn wir geschirmte Leitungen verwenden und nicht irgendwelche Haiend-Kabel aus vollmondgebürstetem Stacheldraht ohne Schirm.

Es geht schlicht und einfach IMMER um das Verhältnis zwischen Nutz- und Störsignal, also um realistische Zustände. Wenn ich irgend einen überteuerten Schrott verkaufen möchte kann ich natürlich so argumentieren wie Du es tust. Solange ich mich aber in der normalen Umwelt bewege sind die negativen Einflüsse unter der Wahrnehmbarkeitsgrenze.
akem
Inventar
#14 erstellt: 24. Okt 2011, 16:35
Hallo richi,

in Deinem letzten Absatz sprichst Du schon ein paar wesentliche Dinge an. Solange man dies oder das nicht tut, funktioniert die gängige unsymmetrische Verdrahtung schon so lala. Aber manchmal kann man es sich eben nicht aussuchen, wo man eine Leitung verlegt. Zum Beispiel im Kraftfahrzeug, da hab ich meine EMV-Lektionen gelernt (OEM-Entwicklung Audio und Entertainment). Und ich versuche hier beileibe nicht, überteuerten Schrott zu verkaufen (ich hab nix zu verkaufen...). Sondern ich vertrete hier einige elementare EMV-Grundsätze, die man nicht außer Acht lassen sollte, wenn man jedem Ärger von vornherein aus dem Weg gehen will. Natürlich funktioniert das meiste Zeug, was sich eben nicht daran hält, zu Hause trotzdem. Aber eben nur das meiste und das auch nicht immer...

Gruß
Andreas
richi44
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 25. Okt 2011, 06:05
Ich habe beim Fernsehen neue Studios gebaut und die Verdrahtungen geplant. Da geht es nicht wie zu hause um 1m Kabel, sondern um 100m! Und da gibt es Einflüsse von gedimmten Scheinwerfer-Zuleitungen. Trotzdem muss ein Störabstand von 80dB auf Mikpegel eingehalten werden. Da ist z.B. Erde nicht gleich Erde usw. Was also Verkabelung im Niederpegelbereich bedeutet ist mir bekannt. Sobald wir aber eine Shure-Zelle "symmetrisch" betreiben haben wir eine bestimmte Fläche (jene des Zellen-Gehäuses) welche Störungen aufnimmt und ausserdem die Symmetrie stark aus dem Gleichgewicht bringt. Diese Unsymmetrie wirkt stärker störungsempfindlich als der unsymmetrische Anschluss der Zelle.

Ich kann sehr wohl einschätzen, welche Schwierigkeiten durch die Verdrahtung entstehen können und es ist bekannt, dass ein Auto ein erhebliches Störpotenzial darstellt. Nun geht es hier aber weder um eine Verdrahtung im Auto (mit erheblichen Masseprblemen!) noch um Niederpegelleitungen von 100m Länge in "verseuchtem" Gebiet. Hier geht es um alltägliche Verhältnisse und somit ist Panikmache nicht angesagt. Bei HF-Störungen z.B. wäre ein asymmetrischer Anschluss der Shure-Zelle (und jeder anderen) unproblematischer als der Betrieb mit "symmetrischer" Verdrahtung.
Und die Problematik der Hochpegelleitung (Vorverstärker-Ausgang) existiert zwar theoretisch, nicht aber im praktischen Einstz. Wäre dem so wie Du glauben machen willst, könnte ein UKW-Tuner oder ein CD-Spieler der ersten Generation oder ein sonstiges Gerät (Revox B77) nicht betrieben werden. Und eine Aufnahme auf ein derartiges Gerät wäre schon völlig ausgeschlossen, weil da Quellimpedanzen von > 10k vorhanden sind.

Du magst mit Deinen Autoverkabelungen richtig gelegen haben, das hat aber keinen direkten Bezug zum Heimbetrieb. Was Du also da forderst ist schlicht übertrieben und wird teils nicht mal von der Studiotechnik eingehalten.
Mein Auto hat normale Felgen und Reifen, denn ich rechne nicht damit in ein Schlagloch von 50cm Länge, Breite und Tiefe zu geraten. Und mit dem Traktor auf der Autobahn fahren (der aus solchen Löchern wieder raus kommt) macht irgendwie keinen Spass. Es sollte doch die Vernunft herrschen und nicht die unberechtigte Angst vor dem schlimmst möglichen Fall.
cptfrank
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 25. Okt 2011, 09:43
Ist ja alles ganz spannend hier, aber hat das wirklich noch etwas mit dem thread zu tun?
Vielleich solltet ihr mal einen neuen starten.

Frank
richi44
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 25. Okt 2011, 12:05
Darüber kann man (wie bei fast allem) geteilter Meinung sein. Tatsache ist zunächst, dass wir uns immer noch (im Wesentlichen) über allfällige Klangunterschiede bei Phono-Entzerrverstärkern unterhalten und was die Ursachen sein können. Dabei wurde angetönt, dass da Mindestforderungen im Bereich der "Periferie-Verträglichkeit" gestellt wurden, die bei genauem Hinsehen nichts mehr mit dem Heinbetrieb zu tun haben, die also nicht mal in der Raumfahrt so gestellt würden.
Und daraus entwickelte sich dann das Für und Wider dieser Forderungen und wie man zu den jeweiligen Ansichten gelangt ist.

Es ist richtig, dass diese Äusserungen im engeren Sinne nicht mehr direkt mit der Grundfrage des Threads zusammenhängen, genau wie Deine Bemerkung und meine Antwort.
Aber solche Äusserungen, Fragen und Antworten können dem User etwas den Blick auf die tatsächlichen Verhältnisse öffnen. Wenn man nach Afrika fliegt werden die Schwimmwesten erklärt. Dies aber kaum, wenn man nur quer über die Sahara fliegt.
Und so ist es doch hier. Wenn Dinge angeschnitten (und als höchst relevant dargestellt) werden die keinen Einfluss unter normal kritischen Bedingungen zeigen, so muss diesen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit geschenkt werden, also meistens keine.
RAXOMETER
Stammgast
#18 erstellt: 25. Okt 2011, 15:56


Worum gings hier nochmal?
uterallindenbaum
Stammgast
#19 erstellt: 25. Okt 2011, 18:17

Und mit dem Traktor auf der Autobahn fahren macht irgendwie keinen Spass.

Spinnste ! Das muss voll der Wahnsinn sein ! Hätt ich nen Traktor würd ich's sofort ausprobieren !

("spinnste" war nicht erst gemeint )

Zum Thema zurück. Mir ist immer Komisch wenn ich auf ein Hifi-Forum bin und die Leute in Threads sagen "ich höre kein unterschied zwischen ein 200 euro Plastikvorverstärker und ne 2000 euro Edelvorverstärkung". Da muss irgendwo den Wurm drin sein (Gopfertelli, ich weiss nicht ob mein letzte Satz überhaupt verständlich ist).

Dass mann am nutzen eines high end Kabel zweifeln kann, in anbetracht der guten Qualitäten der "erschwinglischen" Brüder kann ich verstehen. Aber zwischen eine Gute Phonovorstufe und eine nicht so gute, sind klare gefühlsunterschiede festzustellen, WENN DER REST DER KETTE ES ZULÄSST . Und ich glaube, genau da ist der wunde Punkt. Ich habe auch nicht der Eindruck viel mehr klang auf meine Nad zu haben seitdem ein Tom Evans groove mein Plattenspieler anheizt (und nicht mehr der kleine NAD Vorverstärker). Aber auf die geliehene Sugden kombi konnte mann schon einiges hören (oder eben, einiges nicht hören).

Ich muss noch sagen, ich glaube nicht an "teuer ist besser". Ich habe in der Studiowelt schon vieles gesehen, dass von aussen nicht unbedingt nach viel aussieht/kostet, aber am ende, nach sehr viel klingt. Ich habe aber auch den Eindruck, dass die Preise im Hifi segment, stark nach oben korrigiert wurden. Und, eben, dass der annodazumal 200 euro Pre, heute gerne um die 800 Stutz kostet.



Worum gings hier nochmal?

Um fliegende Afrikanische Traktoren mit Autoradio...
lotharpe
Inventar
#20 erstellt: 25. Okt 2011, 18:29

bruno2009 schrieb:
..gibt es gravierende Unterschiede zwischen Phonovorverstärkern?

Ich denke an ein Preislimit von ca. 1000 Euro für eine externe Phonovorstufe...


Violectric PPA V600
RAXOMETER
Stammgast
#21 erstellt: 25. Okt 2011, 20:18
@unter...

Echt? Ich habe gedacht um eine Phonovorverstärker Empfehlung, die mal wieder verbabbelt wird..


[Beitrag von RAXOMETER am 25. Okt 2011, 20:20 bearbeitet]
cptfrank
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 26. Okt 2011, 12:02
Hallo,
für den, der wirklich etwas perfektes will:
http://www.gruensch.de/Produkte/GRUENSCH_MCS_/gruensch_mcs_.html

Aber fragt bitte nicht nach dem Preis!

Frank
uterallindenbaum
Stammgast
#23 erstellt: 27. Okt 2011, 18:28
Soweit braucht mann nachher auch nicht mehr zu gehen. Sei es die Phonovorstufe von Primare die um die 1000 euros liegt, die Trigon advance, die Lehmann black cube Se, die West Two oder der Tom evans microgroove. Das sind alles sehr gute Vorverstärker die schon dass geniessen von einer sehr guten Kette ermöglichen (meines erachtens natürlich). Nur, nachher, muss man sich die frage Stellen... "brauch ich dass überhaupt" ? Die Musical Fidelity Vorstufe ist, von dem was ich gelesen habe, nicht schlecht. Also lohnt es sich vielleicht gar nicht unter 500 euros auszugeben um ein ebenbürtiges Phonopre nachzurüsten.

Du gehst ja sowieso testen. Halt uns auf den laufenden.

Pierre
cptfrank
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 27. Okt 2011, 22:38

uterallindenbaum schrieb:
Soweit braucht mann nachher auch nicht mehr zu gehen. Sei es die Phonovorstufe von Primare die um die 1000 euros liegt, die Trigon advance, die Lehmann black cube Se, die West Two oder der Tom evans microgroove. Das sind alles sehr gute Vorverstärker die schon dass geniessen von einer sehr guten Kette ermöglichen (meines erachtens natürlich). Nur, nachher, muss man sich die frage Stellen... "brauch ich dass überhaupt" ? Die Musical Fidelity Vorstufe ist, von dem was ich gelesen habe, nicht schlecht. Also lohnt es sich vielleicht gar nicht unter 500 euros auszugeben um ein ebenbürtiges Phonopre nachzurüsten.

Du gehst ja sowieso testen. Halt uns auf den laufenden.

Pierre


Naja, ob es sich lohnt ist immer eine Frage davon, was man für wenig mehr bereit ist auszugeben.
Ich habe einige von den, von Dir erwähnten, Phonostufen hier laufen:
Lehmann Black Cube Statement
Musical Fidelity X-LPS-V3,
und zusätzlich:
Creek OBH-15
Camtech Phonoverstärker
Treshold FET 10 p
und den im Sony PS-X9 eingebauten.
Der Lehmann ist sicherlich nicht schlecht, kann sich aber in keiner Weise mit z.B. dem Threshold messen.
Preislich liegen da allerdings auch Welten zwischen.

Frank
richi44
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 28. Okt 2011, 06:01
Und hat sich mal einer die Mühe gemacht abzuklären, wie grosse Eingangskapazitäten und wie hohes Rauschen da vorhanden ist? Dies ist für den Klangunterschied verantwortlich! Und Qualität ist bereits mit recht geringen Beträgen zu erreichen.

Aber jeder wie ers mag...
cptfrank
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 28. Okt 2011, 09:44

richi44 schrieb:
Und hat sich mal einer die Mühe gemacht abzuklären, wie grosse Eingangskapazitäten und wie hohes Rauschen da vorhanden ist? :prost


Selbstverständlich!!

Frank
richi44
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 28. Okt 2011, 13:38
und, was ist raus gekommen?
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