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Zischende Höhen bei vielen Platten

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Autor
Beitrag
Energy1957
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Dez 2011, 22:29
Hallo und frohe Restweihnachten,

Ich hab mittlerweile eine für die Dauer meines Sammelns recht ansehnliche Plattensammlung (meine 1. Platte im Mai gekauft, die 2. Ende Juli, ab Anfang September dann die anderen). Es sind insgesamt 35 Platten, ein paar davon sind neu, ein paar neuwertig und nie bzw. 1-2 Mal abgespielt.
Aber was ich absolut nicht verstehen kann, ist folgender Fakt: Mindestens die Hälfte davon haben zischende Höhen! Meistens über die ganze Platte verteilt, vereinzelte Platten nur in der Mitte.
Ich habe auch alles richtig eingestellt, Antiskating, Auflagekraft usw. Auch am Plattenspieler kann es nicht liegen, denn zischende Höhen habe ich auch an anderen Spielern, die ich ausprobiert habe.
Eine Sache wundert mich am Meisten: Ich habe gerade eine neue(! war eingeschweißt) Platte zum zweiten Mal gehört, und schon hatte ich zur Plattenmitte hin zischende Höhen!
Den Großteil der Platten ist im Internet gekauft worden, wo sie auch als nm oder mindestens vg+ tituliert wurden. Aber auch Platten, die ich im Laden gekauft und mangels Plattenspieler dort nicht probehören konnte, wiesen derartige Mängel auf
Als System benutze ich ein Dual 604 mit Dual M 20 E System und einem Dynavox TC-750.

Ich habe gelesen, dass das an der Nadel liegen kann - die laut Vorbesitzer Nachbau ist - aber dann würden doch alle Platten zischen???!

Ich versteh es ja, dass man manchmal Platten erwischt, die halt ein wenig mitgenommen sind. Aber wie viel Pech kann man denn haben, um gleich so viele davon zu erwischen?? Ich habe auch nicht auf ebay oder so gekauft und auch immer auf die Bewertung der Verkäufer geschaut, was Betrug seitens Verkäufers eigentlich auch ausschließt. Außerdem ist meine älteste Platte gerade einmal 36 Jahre alt, ansonsten nur 80er-heute.

Irgendwie scheine ich der Einzige im Internet zu sein, der dieses Problem hat, denn gefunden habe ich explizit deswegen noch überhaupt nichts.

Habt ihr eine Ahnung, was ich falsch mache und ob das wirklich an den Platten liegt?

MfG
stbeer
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 26. Dez 2011, 22:47
Hallo,

ich wuerde mal die Phonostufe tauschen.

Ist denn das Original Phonokabel am Plattenspieler noch dran oder hast Du's ausgetauscht?

Gruss Stefan
Energy1957
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Dez 2011, 22:50
Keine Ahnung, ob das Kabel original ist, ich nehme es aber an.
Was die Phonostufe angeht: Wie gesagt, die Platten habe ich auch schon bei anderen Plattenspielern mit anderen Phonostufen ausprobiert, und die haben da das gleiche Problem.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 26. Dez 2011, 22:55
Moin,

es gibt grundsätzlich verschiedene Gründe für zischelnde Höhen:

verschlissene Nadel,
schlechte Nadel,
falsche Auflagekraft,
falsche Justage des Systems am Arm,
schlecht gepresste Platte,
verschlissene Platte,

Dazu kommen noch eher seltene Sachen wie defekte Phonostufen, bzw. falsch angepasste.
Das ist so gut wie nie der Fall und dürfte hier nicht das Problem sein.
Gerade die TC750 ist lt. Meßschrieb im Hochton eher gnädig=zurückhaltend.

Das Dual M20E sollte vorne auf dem Nadeleinschub einen entsprechenden Schriftzug tragen.
Nachbauten sind meistens für die Tonne, verglichen mit guten Originalen.
Meistens verzerren diese Dinger.

Platten sind je nach Pressung und Aufnahme unterschiedlich anspruchsvoll, was die Abtastfähigkeit des Systems/der Nadel angeht.
Viele Platten sind mit fast jeder Billignadel bis ca. zur Hälfte völlig unproblematisch, danach nur wenig Gezischel oder kein hörbares.
Mindestens ebensoviele Platten verlangen eine gute Abtastfähigkeit vom System.
Die zischeln evtl. schon am Anfang, spätestens aber gegen Ende, wenn das System nicht sehr gut ist.

In deinem Falle würde ich mir beim Thakker die Originalnadel für das System besorgen:

http://www.zum-shop....5aa5b04d96146_x2.htm

Mit der Nachbaunadel würde ich nicht mehr herumspielen, wie gesagt, sowas taugt nur selten etwas.
Mit etwas "Glück" machst du dir die Platten kaputt.
Die Auflagekraft kannst du ja probehalber mal schrittweise bis 2g erhöhen.
Wenn´s dann noch zischelt, taugt die Nadel wahrscheinlich nichts.

Völlig verzerrungsfreie Wiedergabe (nach Gehör) wirst du nie mit allen Platten haben.
Es gibt leider schlecht produzierte und gepresste Platten, bei denen nichts hilft.
Mit der Originalnadel kannst du ausschliessen, das es an ihr liegt.

Gruss, Jens
Energy1957
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 26. Dez 2011, 23:10
Also, dann gehe ich mal auf deinen sehr ausführlichen Beitrag ein
Danke für die Antworten bisher!


verschlissene Nadel

Wie kann man das prüfen?


schlechte Nadel

Du erwähntest weiter unten den Schriftzug. Ja, da ist einer drauf. Heißt das jetzt, dass die Nadel original ist?


falsche Auflagekraft

Mir wurde geraten, bei einer Nachbaunadel die Auflagekraft ein klein wenig zu erhöhen. Habe ich gemacht. Aber auch wenn ich sie wieder auf laut Anleitung Normalwert stelle, geht das Zischeln nicht weg.


falsche Justage des Systems am Arm

Könnte sein. Glaube aber nicht, dass das mein Vorbesitzer falsch eingestellt hat. Ich vertrau ihm. Und ich selber habe da auch noch nicht dran rumgepfuscht.


schlecht gepresste Platte

Möglich.


verschlissene Platte

Auch möglich. Aber warum habe ich von denen dann so viele? Zufall?
Außerdem wäre das bei genanntem Beispielfall ziemlich unwarscheinlich, denn die Platte war ganz neu und eingeschweißt vorher.

Na ja, gut, ich bin sowieso schon verwirrt genug, dass der Vorbesitzer gemeint hat, es sei ein Shure M95G, was es aber offensichtlich nicht ist. Schließlich ist da ja auch der Dual M 20 E Schriftzug drauf und die Nadel sieht genau so aus, wie die von dir verlinkte.
Ich persönlich finde die Klangqualität auch super und wenn sich Nachbaunadeln so schrecklich anhören, dann sollte ich das doch hören?

Es kann doch auch nicht sein, dass es da solch große Unterschiede gibt, was die Anforderungen angeht, die die Platte dem System gibt, oder?

Aber wie gesagt. Bei anderem System (mit garantierter Originalnadel und auch richtig eingestellt) hatte ich bei ein paar Platten davon die gleichen Probleme. Mh na ja.


[Beitrag von Energy1957 am 26. Dez 2011, 23:13 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 26. Dez 2011, 23:27
Moin,

M20G kenne ich nicht, M20E wäre das Original.

Platten sind vom Prinzip her anfällig für Verzerrungen.
In den inneren Bereichen werden durch die effektiv abnehmende Geschwindigkeit die eingeschnittenen Wellen immer feiner.
Irgendwann werden sie so fein, dass sie nicht mehr von einer "normalen Nadel" (konisch) efrasst werden, sondern "übersprungen".
Das zischelt, bzw. verzerrt dann.
Hochwertige Nadeln mit aufwändigeren Schliffen (elliptisch, Shibata, Fineline, Van den Hul usw.) sind so geformt, dass sie auch den extrem kleinen Wellen folgen können.
Dazu gehört natürlich auch eine geringe Masse des bewegten Teils (Nadel plus Träger/Röhrchen).

Bei einigen Platten hat schon der Schneidstichel die hohen Töne nicht sauber geschnitten oder es wurden zum Pressen verbrauchte Matritzen verwendet.
Sowas lässt sich dann überhaupt nicht sauber abspielen.
(betrifft auch neue Platten)

Verzerrungen bei Platten, die auf anderen Plattenspielern nicht verzerren, deuten auf eine schlechte/verschlissene Nadel hin.
(vorausgesetzt Auflagekraft, Antiskating und Ausrichtug des Systems stimmen)
Bei Dual ist das System eingeclipst und damit korrekt justiert.
Es bleiben Auflagekraft und evtl. Antiskating, aber Letzteres eher, wenn nur ein Kanal verzerrt.

Eine Prüfung der Nadel ist ohne Nadelmikroskop nicht möglich.
(selbst mit, schwierig)

Da das M20E von den meisten Besitzern gelobt wird, denke ich, der sicherste Weg wäre die neue Nadel.
Am System liegt es ziemlich sicher nicht.

Dass du die Verzerrungen auch auf anderen Plattenspielern hast, deutet aber auf fehlerhafte Platten hin.
Eine Nadel in Reserve schadet dennoch nie.

Gruss, Jens
Energy1957
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 26. Dez 2011, 23:37
Ja, Dual M20 E meinte ich ja steht drauf. Habe mich am Anfang verschrieben.

Also wohl doch defekte Platten ... hatte ich bisher wohl einfach Pech ...
Werde mir aber dennoch eine Reservenadel kaufen, solange die jetzige keine Originale ist?
Aber dann ist da noch die Sache mit der nicht mehr ganz so neuen Platte. Wie kann sowas passieren? Es verzerren ja nicht alle Platten zur Mitte hin. Ich versteh das überhaupt nicht.

Noch eine andere Frage nebenbei, die aber nicht so wichtig ist: Es gibt beim Dual 604 eine Tonarmaufsetzhilfe, bei der der Tonarm blockiert, wenn ich ihn zur Einlaufrille gefahren habe. Wenn ich diese Blockade "überwinde", das heißt, wenn ich den Tonarm einfach weiterfahre, mache ich dann damit die Mechanik kaputt?
rorenoren
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 27. Dez 2011, 00:05
Moin,

wenn deine Nadel so aussieht, wie die im Link, ist es eine originale.

Bei der Rastung der Aufsetzhilfe machst du nichts kaputt, wenn du den Arm weiterbewegst.
Für Singles musst du die erste Raste ja sowieso überspringen.
(ausser, ich verwechsle da etwas)

Gruss, Jens
Detektordeibel
Inventar
#9 erstellt: 27. Dez 2011, 04:59
Was noch nicht getan wurde:

- Schallplatten gewaschen

- Justage des Systems überprüft

- Nadel reinigen

Wenn das alles keine Verbesserung bringt -> Neue Originalnadel. Wenn die Nachbaunadel spährischer Nachbau ist die einfach zuviele Betriebsstunden hat wird dat nix.
Fhtagn!
Inventar
#10 erstellt: 27. Dez 2011, 07:54
Das meiste wurde ja schon gesagt.

Ich würde mir noch eine NOS Nadel sichern, solange es sie noch billig zu kaufen gibt.

http://www.zum-shop....-13-80_p12059_x2.htm

Gruß
Haakon
Bepone
Inventar
#11 erstellt: 27. Dez 2011, 08:52
Hallo,

was sind denn überhaupt "zischende Höhen"?
(Hast du eine "Hörprobe"?)

Zischeln gesungene "S"-Laute?
Dann liegt es mit Sicherheit an der Nadel, die je nach Anspruch des Musikmaterials nicht sauber abtastet.

Die Nadel muss blitzblank sauber sein, das ist Grundvoraussetzung.

Mir sind auch schon Originalnadeln untergekommen, wo Nadel a) gezischelt hat, Nadel b) aber nicht. Würde es mit einer neuen Nadel versuchen.


Gruß
Benjamin
Archibald
Inventar
#12 erstellt: 27. Dez 2011, 11:44
Hallo Energy,

wenn der Vorbesitzer die Nadel schon als "Nachbau" bezeichnet hat, so gehe ich davon aus, dass er weiß, was er gekauft hat. Die wahrscheinlichste Ursache ist aus der Ferne eindeutig die Nadel, da ein korrekt justiertes M 20, zwar möglicherweise etwas hell klingen kann (je nach Kabelkapazität), zischen sollte es aber nur dann, wenn auch ein Zischen aufgenommen wurde.

Gruß Archibald
Energy1957
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 27. Dez 2011, 13:20
Dank schön für die ganzen Antworten

Schallplatten waschen? Davon hat mir ein Ladeninhaber eines Schallplattenladens in Nürnberg abgeraten, weil Plattenwaschmaschinen zu teuer wären und hinsichtlich dieser Tatsache der Nutzen davon nur marginal wäre.

Justage des Systems, was ist damit gemeint? Auflagekraft, Antiskating und so weiter ist ja schon überprüft.

Nadel reinigen? Wenn du mir sagst, wie
Und vor allem, wie ohne Nadelmikroskop? Fachhändler?


Bepone schrieb:
Hallo,

was sind denn überhaupt "zischende Höhen"?
(Hast du eine "Hörprobe"?)

Zischeln gesungene "S"-Laute?


Mehr so die "Sch"-Laute, aber auch die "S"-Laute.
Ich hab hier ein Lied (auf CD), bei dem diese Zischlaute extra eingebaut sind und sich fast genau so anhören, wie die ungewollten auffer Platte. Weiß aber nicht, ob ich das hier verlinken/hochladen darf bzw. Teile davon?

Aber Originalnadel kaufen werde ich trotzdem. Vielleicht sogar zwei? Wenn die eine die gleichen Mängel aufweist wie meine jetzt?
Bepone
Inventar
#14 erstellt: 27. Dez 2011, 14:10
Hallo,

also S- und Sch- Laute sind zischelig.
Wenn ansonsten sauber abgetastet wird, liegt es mit großer Wahrscheinlichkeit an der Nadel und nicht am Vinyl.

Nadelreinigung kannst du versuchen: Kleines Bürstchen / Pinsel, befeuchtet mit Isopropanol. Von hinten nach vorne den Diamanten damit abpinseln.


Kauf dir erstmal eine neue. Noch eine weitere kannst du später immer noch kaufen, leider ist es schwierig, getestete Nadeln zurückzugeben.


Gruß
Benjamin
kempi
Inventar
#15 erstellt: 27. Dez 2011, 14:31

Bepone schrieb:


Nadelreinigung kannst du versuchen: Kleines Bürstchen / Pinsel, befeuchtet mit Isopropanol. Von hinten nach vorne den Diamanten damit abpinseln.



Solche Bürstchen sind ideal: http://www.dienadel.de/xinntox+Carbon+Nadel-Reinigungsbuerste.htm

rorenoren
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 27. Dez 2011, 15:27
Moin,

m.E. sind 10 Euro für ein Stück Plastik mit Borsten eine Frechheit!
Eine Wimpernbürste von Frauchen tut´s auch und kost nix.
(vorher saubermachen!)
Eine Bürste, die bei Rasierapparaten beiligt, kann man entweder so benutzen, oder mit dem Langhaarschneider trimmen, bis sie kurz genug ist.
Der ganze Rasierer kostet inkl. Akku und Ladegerät 10 Euro.
(hat Mann eh von den letzten Aldi- Schrottdingern über)

Gruss, Jens
stefansb
Inventar
#17 erstellt: 27. Dez 2011, 15:34
Hi,

diese aussage:

"Schallplatten waschen? Davon hat mir ein Ladeninhaber eines Schallplattenladens in Nürnberg abgeraten, weil Plattenwaschmaschinen zu teuer wären und hinsichtlich dieser Tatsache der Nutzen davon nur marginal wäre."

ist völlig falsch.

du musst dir ja keine motorgetriebene waschmaschine kaufen. da reicht die knosti für 38 euro absolut. zu deren benutzung gibt es im analog-bereich eine ausführliche beschreibung.

das reinigen und die antistatische behandlung der platten bringen einen deutlichen klanggewinn. viel weniger verzerrungen und deutlich weniger knistern.
ich habe vor drei jahren meine komplette plattensammlung damit gereinigt und bin mehr als zufrieden.

gruss stefan
Detektordeibel
Inventar
#18 erstellt: 27. Dez 2011, 18:01
Mit "Hausmitteln" geht auch schon viel solang man nicht mit heißem Wasser wäscht.

http://www.youtube.com/watch?v=lR8vJXNSHs8

Wenn man jetzt Angst um Label etc. hat dann halt Knosti und andere Lösungen. Aber selbst in die Regentonne tauchen ist immernoch besser als dreckige Platten abzuspielen und ggf. schlechter Nadel den Dreck weiter reinzuknallen oder sie gar irreperabel zu beschädigen.

Nadelreiniger und Carbonfaserbürste gehören zur Grundausstattung z.B. von Dynavox bei Amazon.de unter 5€ zusammen.

Ansonsten wenn sonst nix da ist -> "Staubwedel" für die Platten und ein kleiner Malpinsel und Alkohol/isopropanol zur Reinigung der Nadel. GGf die Nadel vom System runternehmen und mal etwas länger die Spitze bürsteln wenn da schon Verkrustungen und sonstwas drauf sind. Die Nadelspitze kann man eigentlich nicht kaputtmachen ist ja Diamant, nur aufpassen auf die "Aufhängung".


[Beitrag von Detektordeibel am 27. Dez 2011, 18:02 bearbeitet]
Energy1957
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 27. Dez 2011, 18:02
Ja gut, dann mach ich erstmal die Nadel sauber. Und nächsten Monat steht dann eine Plattenwaschmaschine an.
Den Diamanten abpinseln? Den winzig kleinen? Von hinten nach vorne? Da muss ich aber genau zielen

Ich habe bis vor Kurzem angenommen, dass die Nadel eine Nachbaunadel ist, daher auch ein wenig Auflagekraft und Antiskating erhöht (auf 2). Kann es vielleicht daran liegen?

Rasierapparat ist kein Problem, aber Wimpernbürste wird schwierig sein, denn Frauchen gibt es (noch) nicht
Bin erst 16 Jahre alt.

Der Verkäufer aus dem Laden hat gemeint, dass es sich wenn, dann mehr lohnen würde, die Platten einfach bei einem Spezialhändler saubermachen zu lassen. Aber die Waschmaschine wäre auf lange Sicht gesehen sinnvoller, oder?

Was vielleicht auch ganz interessant ist: Bis vor Kurzem war die Nadel ein berüchtigter "Tiefflieger", bis ich bemerkt habe, dass es ein Einstellschräubchen dafür gibt. Ab und zu ist die Nadel beim Zurückfahren ein klein wenig über die Platte gestreift. War denke ich auch nicht sehr förderlich.
Aber Klangqualität hat sie dadurch nicht verloren. Nur ist mir das mit den zischenden Höhen ab da halt mehr aufgefallen.

Antistatikbürste ist übrg. schon vorhanden, aber manchmal reicht dieses "über die Platte fahren während sich der Teller dreht" nicht aus und ich muss ein wenig fester drücken, um den Staub runterzukriegen.


[Beitrag von Energy1957 am 27. Dez 2011, 18:03 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 27. Dez 2011, 18:13
Moin,

möglich, dass die Nadel beim "Scratchen" gelitten hat.
Naja, Wimpernbürste muss ja nicht sein.
Rasiererbürstchen (gereinigt!) sollte problemlos funktionieren.
Wenn du von hinten nach vorne bürstest, kann eigentlich nichts passieren.
Wenn der Schmutz hartnäckiger ist, kannst du ein Taschentuch mit Spiritus tränken, auf einer Plastiktüte auf den Teller legen und die Nadel darauf ablegen.
(Netzstecker ziehen)
Sollte der Lift ohne Strom oben bleiben, kannst du solange etwas unterlegen, bis es passt.
Aber sehr vorsichtig arbeiten.
Nach dem "Einweichen" mit der Bürste und ebenfalls Spiritus/Aklkohol putzen.
Dann sollte eventueller Schmutz weg sein.

Neue Nadel lohnt sich aber auf jeden Fall, wenn diur der Klang sonst gefällt.

Gruss, Jens
Detektordeibel
Inventar
#21 erstellt: 27. Dez 2011, 18:13

Was vielleicht auch ganz interessant ist: Bis vor Kurzem war die Nadel ein berüchtigter "Tiefflieger"


Ich vermute die ist dadurch beschädigt worden wenn es danach schlimmer geworden ist.


Antistatikbürste ist übrg. schon vorhanden, aber manchmal reicht dieses "über die Platte fahren während sich der Teller dreht" nicht aus und ich muss ein wenig fester drücken, um den Staub runterzukriegen.


Wenn es schon soweit ist, dann wasche einfach die Platten. Wenn das Taschengeld knapp ist mache es einfach wie im Video - ne neue Nadel ist in deinem Fall wohl wichtiger als ne Waschmaschine bei nichtmal 100 schallplatten.
Hab ich schon vor 20 jahren so gemacht und es ist deswegen noch nie eine Platte kaputtgegangen.
(Durch vergewaltigung mit minderwertigen Nadeln oder gar den Kristallsystemen die es früher gab schon)

Was die Justierung vom Tonabnehmer angeht ist das nicht nur Auflagekraft und Antiskating.

http://www.hobby-bastelecke.de/hifi/plattenspieler_justierung.htm


[Beitrag von Detektordeibel am 27. Dez 2011, 18:18 bearbeitet]
Energy1957
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 30. Dez 2011, 16:43
Soo, tut mir leid für die späte Antworten!
Ich danke euch für eure Hilfe.

Was die Knosti angeht, so waschen viele ja nicht ganz "nach Anleitung". Sollte ich auch nicht machen, oder?
Ich meine wenn schon Plattenwaschmaschine, sollem doe Resultate auch gut sein!

Und neue Nadel, Justage usw. geht klar. Muss ich mich zwar noch reinarbeiten, aber was solls.
Aber wie will ich jetzt die Nadel ohne Nadelmikroskop reinigen? Wie will ich so genau zielen, dass ich von hinten nach vorne bürsten kann? Ich weiß nicht, wie du dir das vorstellst?
Oder bin ich nur zu blöd, um es zu begreifen?
Detektordeibel
Inventar
#23 erstellt: 30. Dez 2011, 17:43
Burkie
Inventar
#24 erstellt: 30. Dez 2011, 19:03
Hallo,

ich wasche mit Knosti nach Anleitung, und die Resultate sind wirklich gut.

Zusehr zischelnde Höhen liegen meiner Erfahrung nach am Tonabnehmersystem, aber auch an der Platte. Bei manchen Platten scheint es so zu sein, dass das Zischeln schon auf der Platte selber drauf ist.
Hierzu soll man sich klarmachen, dass eine Platte keine CD ist, also niemals so perfekt wie eine CD klingen kann. Eine Platte ist bloß so gut, dass man normalerweise nicht merkt, wie schlecht sie eigentlich ist...
Ich sage nur, "Mutterstecher".

MfG
MikeDo
Inventar
#25 erstellt: 31. Dez 2011, 11:24

Schallplatten waschen? Davon hat mir ein Ladeninhaber eines Schallplattenladens in Nürnberg abgeraten, weil Plattenwaschmaschinen zu teuer wären und hinsichtlich dieser Tatsache der Nutzen davon nur marginal wäre.


Tja, Plattenladen besitzen und dennoch keine Ahnung haben? - Soll vorkommen!

Wasche seit Jahren mit einer ON meine Platten. Zum einen mit LADS, zum anderen mit einer Selbstmixtur. Ergebnisse sind immer überzeugend.Und nicht nur bei meinen Platten.

Bezüglich der Nadel und dem "zischeln" schließe ich mich den Vorrednern an. Der Übeltäter wird wohl hier die Nadel sein. Sehr oft ist es aber auch die ungenaue Justage, respektive die Nulldurchgänge (vorallem der Innere) sind nicht punktgenau getroffen. Habe es bei Justagen von Fremdgeräten immer wieder festgestellt, dass die penible Einstellung nicht vorhanden war und korrigiert werden musste.

Um zu überprüfen, ob die Nadel noch in Ordnung ist kann man sich das Gelkissen von Onzow Zerodust zulegen. Zum einen reinigt es die Nadel hervorragend, zum anderen ist der Deckel eine Lupe, mit der man die Nadel gut kontrollieren kann. Kann ich wärmstens empfehlen.

Hier zu bekommen:


Onzow Zerodust


Fhtagn!
Inventar
#26 erstellt: 31. Dez 2011, 12:01
Knosti, 40€.
Energy1957
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 03. Jan 2012, 23:31
Danke für eure ganzen Antworten! Ihr habt mir schon viel geholfen.

Ich scheine nun den Übeltäter gefunden zu haben. Oder zumindest einen Faktor dessen.
Der Überhang ist falsch eingestellt.

So. Nun hab ich mich nach diesem Video hier orientiert und mir eine Justierschablone aus dem Internet besorgt: http://www.vono.ch/akustik/ersteHilfe/plattenspieler/ (Audio)
Die äußeren Punkte, B C und D, werden genau getroffen, aber A hingegen ist ziemlich krumm. So, dann Tonabnehmer vom System runtergebaut und wie im Video erläutert den Tonabnehmer ein wenig nach vorne ziehen. Aber das System kann irgendwie nur auf einer Stelle an diesem Plastikteil montiert sein! Ich weiß nicht, wie ich das genau beschreiben soll.
Ich kann sie nicht nach vorne ziehen, weil dieses Plastikding von vornerein so gegossen ist, dass man den Tonabnehmer nicht nach vorne oder hinten ziehen kann. Wenn man den Tonabnehmer befestigt und festschraubt, sieht man ganz genau, wie er sich einhakt und somit verhindert, dass man es nach vorne oder hinten ziehen kann. Aber nur an einer ganz bestimmten Stelle. Was ist das schon wieder für en Kappes?
Versteht ihr was ich meine, oder soll ich ein Bild machen?

Ja also, was kann man da tun??!

Übrg: Prost Neujahr nachträglich!

MfG


[Beitrag von Energy1957 am 03. Jan 2012, 23:37 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 04. Jan 2012, 06:50
Moin,

das System ist beim Dual in der richtigen Position eingeclipst.
(und manchmal zusätzlich verschraubt)
Es kann somit nicht falsch justiert sein.
Die Schablonen sind nicht alle für alle Plattenspieler und Tonarme gleich.
Der Überhang variiert von Arm zu Arm und es gibt verschiedene Philosophien.

Es gibt nie eine Einstellung die für alle Radien gleichermassen gut ist.
Man kann nur zwei Punkte auf der ganzen Plattenseite haben, bei denen der Fehlwinkel 0° ist.
Diese Punkte lassen sich je nach Schablone und Arm an verschiedene Stellen setzen, so dass hier und in der Nähe geringste Fehlwinkel vorhanden sind, dazwischen grössere.
Also bleibt es immer ein Kompromiss.

Als besonders kritisch sehe ich die inneren Rillen, weil dort die Verzerrungen schon prinzipbedingt höher sind.
Andererseits ist dort der Klang oft sowieso schlechter, so dass die beste Einstellung nicht viel hilft.
Man muss schauen, was man will.
Wer nur Singles (17cm) hört, muss sich auf den inneren Bereich konzentrieren um geringstmögliche Fehler zu bekommen.
Bei LPs spielt sich der Hauptteil der Musik weiter aussen ab, so dass der äussere Bereich auch bei der Justage zu bevorzugen ist.
(was nicht optimal ist, wenn die Lieblingsstücke ganz innen sind)

Mit gutem System/guter Nadel, sowie gepflegten, qualitativ guten Platten sollte aber fast jede Schablone annähernd verzerrungsfreie Ergebnisse liefern.

Wie gesagt, bei deinem Dual ist die Justage "eingebaut", ausser das System wurde "beschnittetn" oder es ist nicht original.

Gruss, Jens
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