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Wie teste, ob die Entmagnetisierungsdrossel funktioniert?

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Autor
Beitrag
JackieStar
Neuling
#1 erstellt: 08. Mai 2004, 13:21
Hallo,
ich habe eine Entmagnetisierungsdrossel erworben, bin mir allerdings nicht sicher, ob diese noch funktioniert.
Wie und womit kann ich messen, ob die Drossel noch einwandfrei arbeitet, kann jemand helfen?

Grüße,
Christoph.
Kaster
Stammgast
#2 erstellt: 08. Mai 2004, 15:08
Tach,

Ich weiß zwar nicht genau, was das für ein Ding ist, aber wie wärs wenn du das mal an einen Kompass hälst? Der müsste dann ja irgendwie "zucken" oder so!


MfG, Kaster
milliscout
Stammgast
#3 erstellt: 08. Mai 2004, 15:15
Hallo
Ich weiß zwar nicht genau, was das für ein Ding ist, aber wie wärs wenn du das mal an einen Kompass hälst? Der müsste dann ja irgendwie "zucken" oder so!

Lieber nicht!!!
Wenn die E-Drossel in Ordnung ist, funktioniert anschließend der Kompass nicht mehr.
Schiebe heute abend eine Erklärung hinterher.
Gruß!
Ascan
Kaster
Stammgast
#4 erstellt: 08. Mai 2004, 16:59
...dann weiß er aber dass die Drossel funktioniert


Wofür braucht man sowas? Für Tonköpfe, oder für eine Bildröhre?
milliscout
Stammgast
#5 erstellt: 08. Mai 2004, 19:28
Hallo zusammen!
Hier eine etwas ausführlichere Erklärung.
Ein magnetisches Teil ist dann magnetisiert, wenn der überwiegende Anteil der Molekularmagnete in diesem Teil ausgerichtet ist. Daraus folgt: ein Teil ist nicht magnetisiert, wenn die Molekularmagnete nicht ausgerichtet sind. Im Gegensatz zu amagnetisch, d.h. dieses Material läßt sich nicht magnetisieren.
Die Ent-Magnetisierung erfolgt dadurch, daß das Teil einem magnetischem Wechselfeld mit stetig abnehmender Feldstärke ausgesetzt wird.
Dadurch werden die Molekularmagnete in Takt des Wechselfeldes umgepolt (ausgerichtet). Die abnehmende Feldstärke sorgt dafür, das immer weniger M-Magnete umgepolt werden. Die so entstandene magnetische Unordnung ist der entmagnetisierte Zustand.

Eine Entmagnetisierungs-Drossel besteht aus einen Eisenkern mit einer Spule drumrum, wie bei einem Relais, dem man den Anker geklaut hat.
Betrieben wird sie normalerweise mit Netz-Wechselspannung.
Die Entmagnetisierung erfolgt so, daß man die Spitze (Kopf) der Drossel an das zu entmagnetisierende Teil führt, dann schaltet man die Drossel ein und entfernt diese langsam und stetig von dem Teil weg. In 10 - 20 cm Entfernung (je nach Stärke der Drossel) wird diese ausgeschaltet.
Achtung: die Drossel ist normalerweise nicht für Dauerbetrieb geeignet -Erwärmung-; 10 sec Betrieb reichen zum Entmagnetisieren mehr als aus.
Prüfen würde ich eine E-Drossel mit einem magnetisierten Schraubendreher. Ist dieser nach der Prozedur nicht mehr magnetisch, ist die E-Drossel ok.
Bei E-Drosseln für Tonköpfe usw. ist das Feld relativ schwach. Hier würde ich mit einem Ohmmeter den Durchgangswiderstand messen. Bei Unterbrechung oder Kurzschluß ist die E-Drossel kaputt.
Nebenbei, auch die Entmagnetisierung einer Fernseh-Bildröhre erfolgt nach dem gleichen Prinzip.
Gruß!
Ascan
Kaster
Stammgast
#6 erstellt: 08. Mai 2004, 20:05
Super Erklärung

Nach Deinem Beitrag wäre ja auch eine Möglichkeit die Drossel anzuschalten und zu gucken ob sie warm wird! Wenn sie warm wird muss sie ja eigentlich auch funktionieren, weil dann auf jedenfall die Wicklung in Ordnung ist.

Hmm, mir fällt da gerade ein, dass ich auch noch solch eine Drossel aus dem Fernseher habe. Kann ich die dann auch nehmen um die Tonköpfe von meinem Tapedeck zu entmagnetisieren?

MfG, Kaster
milliscout
Stammgast
#7 erstellt: 09. Mai 2004, 10:49
Hallo Kaster!
Erwärmung:
Je nach Leistung hast du recht; bei geringer Leistung dürfte die Erwärmung durch deinen Hand größer sein, als die Erwärmung durch die Verlustwärme der Drossel.
Entmagnetisier-Drossel aus Fernseher:
mir bekannt ist nur die Spule, die um die Bildröhre gelegt ist, um die Schlitzmaske zu entmagnetisieren (eine magnetisierte Schlitzmaske führt zu Farbverfälschungen des Fernsehbildes). Diese ist definitiv zu groß und unhandlich, um Tonköpfe zu entmagnetisieren.
Zum Entmagnetisieren von Tonköpfen und Bandführungsteilen brauchst du eine entprechend konstruierte Drossel. Wichtig ist hierbei, das die Drosselspitze geschützt ist, damit die sehr empfindliche Bandlauffäche auf den Köpfen nicht beschädigt wird (selbst kleinste Kratzer sind eine katastrophe).
Schau dir einmal den folgenden Link an. Hier sind E-Drosseln für die verschiedensten Einsatzzwecke abgebildet.
http://www.magmess-ballanyi.de/pdf/entmag.pdf
Vielleicht erkennst du deine Drossel wieder und weist dann, wofür diese ursprüglich gedacht war.
Für Cassettengeräte gibt es z.B. von TDK eine Entmagnetisierungs-Cassette, die den Kopf entmagnetisiert ohne das man das Gerät öffnen muß.
TDK Head Demagnetizer HD-01 oder HD-10. Nebenbei habe ich gerade festgestellt, daß bei meinem Gerät die Knopfzelle tot ist.
Gruß!
Ascan
sibro
Stammgast
#8 erstellt: 10. Mai 2004, 14:39
Hab mir selbst eine E-Drossel selbstgebaut aus entjochtem (dh.eisenkern-entferntem) 220V-Kleintrafo und eingelegtem groß.Schraubenzieher od.Eisenteil. Betriebszeit aber eingeschränkt auf einige gute Minuten, da ja die "Brems"/Widerstandsinduktion fehlt bzw. kleiner ist. Eine zb. Siebdrossel aus früh.Röhrennetzteil nicht geeignet, da von vornherein hier nur einige Ohm Widerstand vorhanden sind, >>>man braucht die Primärwicklg. eines wiegesagt Klein/220-Netztrafos od. eines alten A-Trafos v. Röhrenendstufe, vorher probieren (Vorsicht Netzspannung !!).
Wichtig:
Das direkte Berühren des zu entmagnetisierenden Teils, wie Tonkopf, Bandführung etc. vermeiden bzw. ist nur dann möglich, wenn das Eisenteil (Polschuh) der E-Drossel gut isoliert ist. (Die früh.käufl.Drosseln waren aus Sicherheitsgründen prakt. alle am Polschuh plastikisoliert, auch gegen Tonkopf/Spalt-Verkratzung. Sie waren geeignet zB. auch für mech.Uhr-Entmagnetisierung). Der Witz ist das Annähern bzw. Entfernen der E-Drossel, da ja mit 50 Hz laufend "Nord-Süd"-Ummagnetisiert wird. --
Letzte Warnung: Von Tonbandspulen die E-Drossel natürlich fernhalten, sonst spart man sich fast den Löschkopf !! (Hier gab es einst große Entmagnetisier-Kammern, die das Banddurchlaufen zum Löschen ersparten).
Ach, Du alte Tonbandzeit !!
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