Wackelkontakt? Technics SL-DD33

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s-m-n
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Jun 2012, 20:14
Hi,

ich bin ein Anfänger auf diesem Gebiet und seit knapp drei Wochen stolzer Besitzer eines gebrauchten Technics SL-DD33 Plattenspielers. Verbaut ist der originale Tonarm und ein P30-Abnehmer mit einer P30S-Nadel. Klingt am Sony-Verstärker (TA-FE330R) und an den Magnat Monitor Supreme 200 echt super wie ich finde.

Nur hab ich seit ein paar Tagen das Problem, dass sich nach einigen Minuten Spielzeit der rechte Kanal "verabschiedet" und die Musik nur noch ganz leise, dafür aber mit einem deutlichen Brummen wiedergegeben wird. Ich hab bereits das Cinch-Kabel zum Verstärker getauscht, brachte keine Abhilfe. Vorher hab ich noch den Tonabnehmer mal abgeschraubt und mir die vier Kontakte angesehen, diese sehen aber absolut blank und sauber aus.

Das Problem tritt bei den einen Platten häufiger und bei den anderen fast nicht oder eher seltener.

Weitere Feststellung: Wenn das Problem auftritt, und ich den Tonarm während der Wiedergabe mit dem CUEING-Schieber anhebe, die nur draufgesteckte Nadel etwas auf den Abnehmer schiebe und den Arm anschließend wieder absenke, ist das Problem weg.

Zunächst wollte ich mit je einem Panzertapestreifen links und rechts die Nadel am Tonabnehmer festkleben, damit sie nicht mehr rausrutschen kann, allerdings weiß ich nicht ob das eine gute Idee ist, weil sich ja dadurch das Gewicht ändert, was vermutlich nicht gut ist oder?

Habt ihr eine Idee, wie man dieses Problem lösen könnte? Neue Nadel, neuer Abnehmer oder oder oder?

Gibt es für dieses Modell überhaupt noch Original-Nadeln? Oder muss ich auf die bei eBay angebotenen Nachbauten zurückgreifen? Wie sind diese vom Klang her, merkt man da einen Unterschied zum Original?

Für ein paar Infos wäre ich dankbar!

MfG
max130
Stammgast
#2 erstellt: 22. Jun 2012, 07:08
Servus,
wenn ich so drüber nachdenke:
falsches Auflagegewicht oder Antiskating würde nicht das Brummen erzeugen, eine abgenutzte, defekte oder verschmutzte Nadel auch nicht.

Ein defekter Mute-Schalter im Spieler würde auch nicht brummen (?).

Eher würde ich einen defekten Tonabnehmer oder, unwahrscheinlicher, eine defekte Tonarminnenverkabelung vermuten.
Nach dem Ausschlussprinzip könntest Du den Tonabnehmer tauschen (s.B. ganz billigen Audio-Technika kaufen und versuchsweise einsetzen) und sehen, ob es dann weg ist.
Falls nicht, Tonarminnenkabel im Bereich der Tonarmbasis untersuchen oder das Kabel gleich ganz wechseln. Das braucht allerdings Geschick.

Viele Grüsse
Stefan


[Beitrag von max130 am 22. Jun 2012, 07:08 bearbeitet]
s-m-n
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Jun 2012, 16:16
Danke für die Info. ich hab mir jetzt nen neuen P34er von Technics bestellt. Passt dank T4P ja ohne weitere Einstellungsarbeiten.

Ich meld mich, wenns was neues gibt!
heisch
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 27. Jun 2012, 16:35
Hallo
Die T4P-Systeme haben doch normalerweise eine Querschraube zur Verriegelung des Systems am Tonarm Ich vermute, dass diese fehlt und sich das System deshalb beim Spielen leicht lockert. Schau doch mal, ob im System und im Teil des Tonarms, wo dieses aufgesteckt wird ein ca. 1 mm messendes Loch befindet.

Gruss

Heinz
s-m-n
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 28. Jun 2012, 13:28
Hi,

hab heute das System getauscht. Die Querschraube ist definitiv vorhanden.

Das Problem hat sich lediglich dahingehend verbessert, dass das Brummen weg ist, wenn der Kanal ausfällt, und dieser halt lediglich leiser wiedergegeben wird, wenn ich den Balance-Regler am Verstärker auf Anschlag-Links drehe. (war übrigens vorher auch schon der linke Kanal, das hab ich im Eingangs-Posting falsch geschrieben).

Allerdings hab ich nun eher die weiße Cinchbuchse am Verstärker im Verdacht, weil ich grade eben mal die Cinchstecker einzeln abgezogen und wieder angesteckt hab, und es danach sofort wieder ging. Ein weiteres Mal musste ich nur am Cinchstecker des Kabels etwas drehen, um das Signal wieder "herzuzaubern". Vielleicht mach ich auch mal den Verstärker auf, um die Kontaktfeder etwas nachzubiegen.

Ich beobachte das auf alle Fälle weiter und werde euch auf dem Laufenden halten!

Vielen Dank nochmal an alle, die mir geantwortet haben!

MfG & Danke
s-m-n
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 03. Jul 2012, 09:23
Hi,

so wie es jetzt aussieht, liegt das Problem beim Plattenspieler. Alle genannten Fehlerquellen konnte ich bisher ausschließen, ebenso den zuvor vermuteten Verstärker.

Soweit ich das verstanden habe, lässt sich bei den T4P-Armen die Auflagekraft und das Antiskating nicht manuell einstellen, von daher sind wohl die Innenkabel schuld.

Kann mir vielleicht einer erklären, wie ich diese reparieren oder tauschen kann, und wo ich passende Kabel herbekomme? Also es müssen keine mega-teuren Kabel sein, Erstausrüsterqualität reicht mir.

Wäre dankbar für eure Infos.

MfG s-m-n
Haiopai
Inventar
#7 erstellt: 03. Jul 2012, 09:39
Moin bevor du dich speziell mit der Innenverkabelung des Armes beschäftigst , kontrolliere mal die Kontakte der Cinch Buchsen direkt innen im Plattenspieler .

Der Technics hat ja keine festen Leitungen , sondern ein Buchsenfeld , wenn
da bei häufigem umstecken oft grob dran rumgezerrt wird , kommt es durchaus vor , das die Kontakte innen an den Lötstellen brechen .

Sowas ist mit Glück und Lötkolben in 5 Minuten behoben und mir schon öfter untergekommen , das gleiche kannst du sicherheitshalber auch im
Verstärker kontrollieren .

Gruß Haiopai
s-m-n
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 04. Jul 2012, 12:33
Hi,

das scheint mir ja ein wertvoller Hinweis und ein Lichtblick zu sein Vielen Dank!!

MfG
beeble2
Stammgast
#9 erstellt: 04. Jul 2012, 13:33
Nur noch mal ein Tip, eh du was falsches reparierst.
Verausch mal absichtlich den roten und weissen Stecker im Verstärker.
Jetzt sind die Kanäle vertauscht. Fällt immer noch der Selbe aus, liegt
es am Vorverstärker im Verstärker und nicht am Plattenspieler.

beeblebrox
s-m-n
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 05. Jul 2012, 12:04
Danke, werde ich mir ansehen.

Falls ich das Ding trotzdem öffnen muss, wie gehe ich da vor? Einfach umdrehen, Schrauben entfernen und die Bodenplatte abnehmen? Was kann man da alles kaputtmachen, ich hab hier schon nen Thread verfolgt, wo nach dem Öffnen und wieder Zusammenbauen die Automatik nicht mehr funktioniert hat...
directdrive
Inventar
#11 erstellt: 05. Jul 2012, 12:38
Moin,

Plattenteller abnehmen, Tonarm verriegeln, Netzkabel abziehen. Dann den Plattenspieler samt Haube drehen und auf eine weiche Unterlage legen. Beim SL-DD33 müssen die vier Schrauben in den Füßen und eine fünfte Schraube im hinteren Bereich der Bodenplatte entfernt werden. Über dem Cinch/RCA-Terminal gibt es ein Abdeckblech, dieses sollte mit ein oder zwei Schrauben gesichert sein.

Grüße, Brent
s-m-n
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 05. Jul 2012, 13:28
Kabel

Das ist mir aufgefallen, nachdem ich die Bodenplatte entfernt hab. Das blaue Kabel, welches an den äußeren Kontakt der weißen Cinchbuchse (also Masse-Links oder?) angeschlossen ist, wurde unter dem Abeckblech eingequetscht. Damit haben wir die Ursache oder?

Die Frage ist jetzt nur, was mache ich damit? Die gequetschte Stelle rauszwicken und das Kabel wieder zusammenlöten? Oder muss die ganze blaue Leitung bis zum Tonabnehmer erneuert werden?

Zur Info noch: An den Buchsen konnte ich jetzt keinen Kabel- oder Kontaktbruch feststellen, siehe Foto.

Buchsen
directdrive
Inventar
#13 erstellt: 05. Jul 2012, 13:46

s-m-n schrieb:
Damit haben wir die Ursache oder?

Würde ich annehmen.

Die Frage ist jetzt nur, was mache ich damit? Die gequetschte Stelle rauszwicken und das Kabel wieder zusammenlöten?

Ich denke, das sollte genügen. Wenn das Kabel noch lang genug ist, wäre es einfacher, das gekürzte Kabel direkt am Kontakt der Cinchbuchse zu verlöten.

Grüße, Brent
s-m-n
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 05. Jul 2012, 16:13
Direkt anlöten dachte ich auch zuerst, das Kabel wäre aber zu kurz.

Leider finde ich heute keine Zeit mehr dazu, ich hoffe es morgen mal hinzukriegen. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis.

Nochmals ein großes Danke an alle, die sich meinem Problem angenommen haben! Ihr seid die besten!
s-m-n
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 14. Jul 2012, 15:46
Ergebnis war leider nicht erfolgreich

Was muss denn für den Austausch der Innenverkabelung alles gemacht werden? Wie viel würde es ungefähr kosten, wenn ich das einer Fachwerkstatt überlasse?
audiophilanthrop
Inventar
#16 erstellt: 14. Jul 2012, 20:46

s-m-n schrieb:
Wie viel würde es ungefähr kosten, wenn ich das einer Fachwerkstatt überlasse?

Tendenziell mehr als der Dreher wert ist.

Aber sag mal, sind das wirklich 4 einzelne Drähtchen? Nicht mal verdrillt oder irgendwas? Hat so natürlich die niedrigste Kapazität, aber dann wundert's mich nicht mehr, wenn es da mit manchen Systemen zu Brummeinstreuungen kommt.
s-m-n
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 16. Okt 2012, 20:06
Hi,
bitte entschuldigt dass ich erst jetzt wieder schreibe. Ich hab den Dreher in einem HiFi-Geschäft untersuchen lassen und mit der Diagnose zurückbekommen, dass eines der Tonarminnenkabel defekt ist. Ich kenne den Chef des Ladens und bin dort auch Stammkunde, und er meinte, er habe so etwas noch nie gemacht und traue es sich auch nicht zu, die Mechanik zu zerlegen.

Was soll ich euerer Meinung nach machen? Einen anderen Laden aufsuchen? Anderen Dreher kaufen? Letzteres will ich eigentlich vermeiden, weil ich mir kein Neugerät kaufen will und der Technics bis auf dieses blöde Kabel in einem sehr guten Zustand ist, inklusive Tonabnehmer und Nadel, von denen ich wie erwähnt sogar schon zwei hab....von daher wäre eigentlich gut vorgesorgt denke ich.

75 Euro wäre mir die Reparatur wert, hab ich mit diesem Budget eine Chance, falls ich einen finde der bereit ist, das zu machen?

Für Antworten wäre ich euch dankbar.

MfG

s-m-n

Edit: Ja, es sind wirklich einzelne Drähtchen so wie es auf dem Foto zu sehen ist, verdrillt ist da nichts....


[Beitrag von s-m-n am 16. Okt 2012, 20:12 bearbeitet]
doc_barni
Inventar
#18 erstellt: 16. Okt 2012, 20:26
Hallo,


s-m-n


sooo groß dürfte dein Problem eigentlich nicht sein. Wenn du in meiner Hähe wohnst, Könnte ich mir die Sache gerne mal ansehen. Mein Wohnort ist Hamm / Westf.

freundliche Grüsse
doc_barni
max130
Stammgast
#19 erstellt: 16. Okt 2012, 20:52
Servus,
wenn Du Hilfe im Raum München brauchst, melde Dich einfach mal.

VG
Stefan
s-m-n
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 16. Okt 2012, 20:56
Ohje, ich komme aus Südostbayern, Landkreis Traunstein. Bis nach Hamm laut Google Maps 750 km.

Hast du schonmal an einem SL-DD33 die Kabel ausgetauscht?

Edit: Faszinierend, auf wie viele hilfsbereite Leute man hier trifft Vielen Dank!


[Beitrag von s-m-n am 16. Okt 2012, 20:58 bearbeitet]
s-m-n
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 09. Jun 2014, 20:28
Hi,

es ist zwar schon lange her, aber es hat wirklich lange gedauert, bis das Problem gelöst war. Schuld war tatsächlich die Innenverkabelung. Bei Highend-Online wurde mir eine neue eingebaut und jetzt rennt das Ding wieder wie neu

Vielen Dank für die Hilfe trotzdem!

MfG
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