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DUAL 731Q: Tonarm war verbogen: Geometrie i. O?

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Gringo82
Stammgast
#1 erstellt: 27. Jan 2013, 19:55
Hallo liebe Freunde der analogen Musikwiedergabe,

ich habe mir meinen ersten Plattenspieler zugelegt, einen Dual CS731Q, der laut Anbieter in technisch einwandfreiem Zustand ist.

Ich habe so grob 220 € bezahlt, da ich wenig an dem Gerät machen wollte (ich habe schlicht keine Ahnung von der Materie Plattenspieler).

Leider war der Tonarm (das Alurohr) ganz leicht! gebogen, deshalb habe ich dieses vorsichtig (mit Winkel anlegen) wieder soweit mir dies möglich war, per Hand gerade gebogen (hoffe, dass dies kein Fehler war).

Nun ist das Rohr wieder fast gerade, aber nur fast.

Ich habe mir eine Schablone zugelegt, mit der man die Geometrie des TA wohl abstimmen kann.

Leider kann ich am 731 keine Änderungen an der Geometrie des TA vornehmen weil der TA gesteckt wird.

Da ich leider nicht die geringste Ahnung habe, wie genau die Geometrie des TA stimmen muss, habe ich anbei ein paar Bilder angehängt, die den TA mit der Schablone und einem Spiegel zeigen.....

DSC_2713

DSC_2727

DSC_2733

DSC_2734

DSC_2741

DSC_2744

DSC_2747

Am Inneren der beiden Punkte scheint mir der TA etwas zu weit "eingedreht", am Äußeren scheint es mir eingetlich recht gut zu sein....

Kann man anhand der Bilder etwas zum Zustand sagen?

Ist das so nun eher ein Schönheitsfehler und die Geoemtrie ist ausreichend genau, dass man mit dem Ding gut hören kann (ich würde gerne in eine Originalnadel investieren, da im Moment ein Nachbau drauf ist), oder sagt Ihr, dass das Ding so ein Totalschaden ist, der mir jede Platten nach 5x hören runterkratzt.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich von der Klangqualität eigentlich (trotz der Billig-Nachbaunadel) ganz angetan bin, ich habe den Vergleich Platte/CD mal gemacht und kann nicht wirklich große Unterschiede hören.....

Mir geht es vor allem darum die Platten und Nadel nicht einem übermäßgem Verschleiß auszusetzen (klar wenn die Platten nun nur noch 800x statt 1000 x abgespielt werden können ist das ok, aber wenn ich mir die damit schnell runterkratze würde ich da noch was machen).

Ich danke euch wirklich vielmals.

Ach ja: Es kommen noch ein paar schone Bilder in die Galerie.....

Beste Grüße

Gringo
Compu-Doc
Inventar
#2 erstellt: 27. Jan 2013, 20:04
Also als 1/2 Laie behaupte ich mal, daß der TA-"Winkel" am inneren Meßpunkt nicht gleich dem am äusseren Meßpunkt sein kann; das ist ja nur bei einem Tangentialtonarm der Fall.

Alerdings beschäftige ich mich nicht mit soetwas, ich schraub die Dinger drunter und wenns gut klingt, dürfen sie bleiben!



[Beitrag von Compu-Doc am 27. Jan 2013, 20:05 bearbeitet]
unterberg
Stammgast
#3 erstellt: 27. Jan 2013, 20:12
Hallo Gringo,

verzerrt es hörbar wenn die Nadel das letzte Musikstück vor der Auslaufrille abtastet?

Dort macht sich eine falsche Justierung als Erstes bemerkbar.

Gruß Frank


[Beitrag von unterberg am 27. Jan 2013, 20:13 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 27. Jan 2013, 20:32
Die zweifache Kaltverformung des Tonarmrohres ist bedenklich und eher ein unbefriedigendes Provisorium, insbesonders bei dem Anschaffungspreis.

MfG,
Erik
Quo
Inventar
#5 erstellt: 27. Jan 2013, 20:34
Warum ??
Kannst Du das bitte etwas näher erläutern.

Klar bei dem Kaufpreis...ist das schon eine Frechheit.
Compu-Doc
Inventar
#6 erstellt: 27. Jan 2013, 20:41
Heißverformt schmilzen die Drähtchen.

ich habe in 2012 einen richtig teuren Tonarm durch Kaltrückformung wieder derart "hingebogen", daß der Besitzer hellauf begeistert war (kein Eigenlob ), will damit sage, daß eigentlich nixxx gegen eine kalte Rückformung spricht.

Natürlich wird bei der ersten Verformung Material "gedehnt & gequetscht" (Phase) und demzufolge bekommt man auch keine 100%ige Rückformung hin, aber gute Annäherungswerte sind erziehlbar
juergen1
Inventar
#7 erstellt: 27. Jan 2013, 21:07

Compu-Doc (Beitrag #2) schrieb:
Also als 1/2 Laie behaupte ich mal, daß der TA-"Winkel" am inneren Meßpunkt nicht gleich dem am äusseren Meßpunkt sein kann; das ist ja nur bei einem Tangentialtonarm der Fall.
Der Tonabnehmer darf an keinem der beiden Punkte verdreht sein. Auch nicht bei einem Radialtonarm.
Gruß
Jürgen
Quo
Inventar
#8 erstellt: 27. Jan 2013, 21:15
Habe ich nicht trotzdem ein Spurfehlwinkel (wenn auch minimalisiert) ?
juergen1
Inventar
#9 erstellt: 27. Jan 2013, 21:16
Hallo Gringo,
hast du auch wirklich die Nadel auf die Nullpunkte gesetzt?
Auf den Fotos ist das nicht klar zu erkennen.
Wenn der Tonabnehmer wegen fehlender Langlöcher nicht zu beliebig zu justieren ist, kannst Du nur eine genau zu Deinem Tonarm passende Schablone verwenden. Sind Dir die Originalnullpunkte deines Arms bekannt? Alternativ kann man sie auch aus den sonstigen Geometriedaten Deines Arms berechnen. bei Vinylengine könntest Du eventuell fündig werden.
Gruß
Jürgen
juergen1
Inventar
#10 erstellt: 27. Jan 2013, 21:19

Quo (Beitrag #8) schrieb:
Habe ich nicht trotzdem ein Spurfehlwinkel (wenn auch minimalisiert) ?
An den Nullpunkten hast Du genau "Null" Spurfehlwinkel. Deswegen heißen sie ja so.
Gruß
Jürgen
Quo
Inventar
#11 erstellt: 27. Jan 2013, 21:25
DAS ist klar.
juergen1
Inventar
#12 erstellt: 27. Jan 2013, 21:33

Quo (Beitrag #11) schrieb:
DAS ist klar. ;)
Dann habe ich deine Frage nicht verstanden.
Gruß
Jürgen
Quo
Inventar
#13 erstellt: 27. Jan 2013, 21:40
Hi Jürgen,
ich bin bisher davon ausgegangen, daß man genau an diesen beiden Punkten einen Nulldurchgang hat.
Bei allen anderen "Entfernungen" hat man aber nach wie vor einen Spurfehlwinkel. Bitte berichtige mich, wenn ich da falsch liege.

Was mich interessieren würde, ist, ob man ein anderes Resonanzverhalten des Armes hat, aufgrund der zweifachen Verformung ?

Gruss


[Beitrag von Quo am 27. Jan 2013, 21:42 bearbeitet]
Gringo82
Stammgast
#14 erstellt: 27. Jan 2013, 21:41
Hallo zusammen,

zunächst vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.

Klar ist das gerade biegen des Arms kein Optimum. Aber was soll ich machen, die 200 € verbuche ich als Lehrgeld, ich muss jetzt das Beste draus machen.

Auf den Bildern sieht man ja wie gerade oder krumm der Arm jetzt ist.....

Die Schablone ist eine Ortofon Schablone, ich habe nicht die geringste Ahnung ob die Schablone für den Arm geeignet ist. Ich war auf der vinylengine Seite und dort ist der Player auch hinterlegt.....allerdings habe ich nicht die geringste Ahnung was z. b Lofgren A usw sind.

Mit anderen Worten....was muss ich denn da eingeben........

Ich würde dann die Schablone wohl anpassen müssen?!

Nochmals vielen Dank.

Beste Grüße

Gringo
Compu-Doc
Inventar
#15 erstellt: 27. Jan 2013, 22:20
Hier mal schnell ein hilfreiches Tutorial bzgl. Tonabnehmerjustage.
unterberg
Stammgast
#16 erstellt: 27. Jan 2013, 22:25
Es ist ein TKS-System, insofern hat der Themenersteller nur die Möglichkeit, weiter am Arm zu biegen!

Ohne hörbare Verzerrungen (und zu große Spurfehlwinkel führen zu solchen) würde ich am Tonarm nicht weiter herumbiegen.

Gruß Frank
juergen1
Inventar
#17 erstellt: 27. Jan 2013, 23:09

Quo (Beitrag #13) schrieb:
ich bin bisher davon ausgegangen, daß man genau an diesen beiden Punkten einen Nulldurchgang hat.
Bei allen anderen "Entfernungen" hat man aber nach wie vor einen Spurfehlwinkel.
Ja, genau.
Gringo82
Stammgast
#18 erstellt: 27. Jan 2013, 23:33
Hallo zusammen,

meine Schablone hat die beiden Punkte bei 66 mm und bei 121 mm Abstand von dem Mittelpunkt des Tellers entfernt.

Kann mir jemand sagen ob dies für meinen Dual 731q mit DN160 System so passt?

Und kann mir jemand anhand der obigen Fotos sagen, ob diese Geometrie wirklich unter ferner liefen ist, so dass ich mir damit in kürzester Zeit Nadel und Platten wegfräse oder ist das noch gut und ich sollte mich einfach auf mein Gehör verlassen ( ich habe das jetzt so verstanden, dass es im Inneren der Platte zu Verzerrungen kommen müsste wenn die Geometrie nicht stimmt).

Nochmals danke, aber so recht weiter bin ich irgendwie noch nicht... ich glaub ich hör wieder CD ;-)

Viele Grüße

Gringo
juergen1
Inventar
#19 erstellt: 28. Jan 2013, 00:20

Gringo82 (Beitrag #18) schrieb:
meine Schablone hat die beiden Punkte bei 66 mm und bei 121 mm Abstand von dem Mittelpunkt des Tellers entfernt.

Kann mir jemand sagen ob dies für meinen Dual 731q mit DN160 System so passt?
Ich finde nur unvollständige Geometriedaten zu Deinem Arm, aber 66/121 passt definitiv nicht. Mit dieser Schablone könntest Du also nicht überprüfen.
Lt.Vinylengine hat er effektive Länge 221mm und Kröpfung 26 Grad 4Minuten.
Wenn ich jetzt gewagterweise unterstelle, daß das ein Schreibfehler ist und in Wirklichkeit 26,4Grad gemeint sind, könnte er eine DIN-Geometrie haben. Also 63,1mm/119,2mm.
Probier doch mal eine DIN-Schablone. Wenns damit hinhaut ist alles in Butter.

Das System ist übrigens egal für die Justage.
Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 28. Jan 2013, 00:21 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#20 erstellt: 28. Jan 2013, 00:27

Gringo82 (Beitrag #18) schrieb:
Und kann mir jemand anhand der obigen Fotos sagen, ob diese Geometrie wirklich unter ferner liefen ist, so dass ich mir damit in kürzester Zeit Nadel und Platten wegfräse
Da hätte ich jetzt keine Bedenken.
Trotzdem ist es natürlich kein Dauerzustand. Man sollte schon wissen, daß die Geometrie in Ordnung ist.
Gruß
Jürgen
Gringo82
Stammgast
#21 erstellt: 28. Jan 2013, 13:04
Hallo zusammen,

zunächst nochmals tausend Dank, dass Ihr mich bei der Sache so unterstützt. Für jemanden, der bisher nur CDs eingeschoben hat, ist das wirklich Neuland.

Ich habe nun einen uralten Test aus der "Audio" zu dem Spieler gefunden.

Dort wird von Nulldurchgängen beim tangentialen Spurfehlwinkel von 128 mm und 237 mm (Durchmesser!) geschrieben. D. h. ich markiere nun auf meinermSchablone die Abstände von dem Mittelpunkt (halber Wert, da Radius) und setze dann die Nadel an diesem Punkten an und schaue ob die Ausrichtung ok ist? Ist das so korrekt

Das wäre dann also bei 64 mm und bei 118,5 mm.

Der Kröpfungswinkel ist laut BDA 24 o 4 ' . Kommt das dann mit den oben genannten Werten hin?

Die anderen Werte laut dem Test
eff Länge: 221 mm
Achsenabstand: 203,1 mm
Überhang: 17,9 mm
Vertikaler Spurwinkel: 23 o

Das stimmt irgendwie aber irgendwie überhaupt nicht mit den Werten von der Vinylengine Website überein..., und mit den von dir genannten Din Werten auch nicht ganz wobei ich nicht weiss, was ich auf der vinylengine Seite noch einzugeben habe.....

Könnte nochmal ein Experte nachprüfen ob die obigen Werte plausibel sind und warum die Werte von der Vinyengine website abweichen?

Beste Grüße

Gringo
juergen1
Inventar
#22 erstellt: 28. Jan 2013, 13:38

Gringo82 (Beitrag #21) schrieb:
Dort wird von Nulldurchgängen beim tangentialen Spurfehlwinkel von 128 mm und 237 mm (Durchmesser!) geschrieben. D. h. ich markiere nun auf meinermSchablone die Abstände von dem Mittelpunkt (halber Wert, da Radius) und setze dann die Nadel an diesem Punkten an und schaue ob die Ausrichtung ok ist? Ist das so korrekt
Ja, das funktioniert so, falls die Nullpunkte tatsächlich die richtigen sind.Für so einen Zweck hab ich mal eine Universalschablone gezeichnet:http://s14.directupload.net/images/130128/hz4whxh7.pdf
Gruß
Jürgen
Tank-Like
Inventar
#23 erstellt: 28. Jan 2013, 13:48
Eine Winkelminute bzw 1'=(1/60)°, also sind 4 Winkelminuten bzw. 4'=(1/15)°=0,0666°. Nur mal so des Klugscheißens wegen

Und btw: Wenn der Tonarm aus Alu ist (und so sieht das auf den Bildern aus), dann ist die Kaltverfestigung da praktisch zu vernachlässigen (solange es niedriglegiert ist).
Ergo seh ich absolut kein Problem darin, den Tonarm vorsichtig zurückzubiegen...


[Beitrag von Tank-Like am 28. Jan 2013, 13:51 bearbeitet]
Compu-Doc
Inventar
#24 erstellt: 28. Jan 2013, 14:27
genau so schaut´zz; auf die Bogenmillisekunde!


[Beitrag von Compu-Doc am 28. Jan 2013, 14:27 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#25 erstellt: 28. Jan 2013, 14:31

Gringo82 (Beitrag #21) schrieb:
Die anderen Werte laut dem Test
eff Länge: 221 mm
Achsenabstand: 203,1 mm
Überhang: 17,9 mm
Vertikaler Spurwinkel: 23 o
Hallo Gringo, das geht überhaupt nicht auf. Gibt garkeine Nullpunkte.
Du kannst das alles überprüfen mit dem Nullpunktkalkulator bei New-Hifi-Classic.
Vinylengine hat auch so ein Tool, aber Vorsicht, da muß man Dezimalstellen mit Punkt statt Komma eingeben.
Gradminuten natürlich auf Dezimalgrad umrechnen.
Du kannst aber damit nur überprüfen, ob die Werte in sich stimmig sind, nicht ob sie korrekt sind.
Gruß
Jürgen
Gringo82
Stammgast
#26 erstellt: 28. Jan 2013, 20:22
Hallo zusammen,

ich habe den Arm noch ein kleines bisschen nachgebogen.....und die Schablone bei 64 mm und bei 118,5 mm mit einer Nadel eingestochen, so dass die Abnehmernadel dort sitzt.

Das sind die Werte vom "Hifi Sterephonie" Test von 1979 (dort ist auch das Diagramm des Spurwinkelfehlers angegeben), so dass ich diesen Werten jetzt einfach mal vertrauen muss.

Anbei die Ergebnisse:

DSC_2821

DSC_2822

DSC_2823

DSC_2829

DSC_2833

DSC_2834

DSC_2835

DSC_2836

DSC_2845

Eure ehrliche! Meinung: Würdet Ihr das System so fahren? Oder ist das ein No Go. Und ich rede auch nicht von einem Provisorium. Ich würde das jetzt so lassen, da mir echt nicht viel Anderes übrig bleibt. Den Arm auszuzauschen traue ich mir nicht zu....da ich nicht löten möchte. Als Alternative bleibt mir echt nur das Hobby "Vinyl" wieder aufzugeben und den Player in Einzelteilen zu verkaufen.

Mit der Verzerrung testen ist heute auch nicht drin, da ich genau drei Platten hier habe (1. ACDC: Damit wird man wohl kaum die Verzerrung bestimmen können; 2. Dire Straits: Dort haben die Platten leider beide in der Mitte fast 3-4 cm unbenutzen Raum; 3 Uralte John Lennon die wohl eher suboptimal vom Klang ist).

Ich werde wohl morgen mal beim Media Markt eine Platte holen (am besten sind wohl hohe Stimmen?).

Danke für eure Geduld und beste Grüße
Compu-Doc
Inventar
#27 erstellt: 28. Jan 2013, 20:35
Das schaut doch alles recht gut aus.

Man sollte bei solchen Einstellungen auch die Hifi-Kirche im Dorf lassen; Milimeterbruchteile sind da wirklich nicht sooo entscheident.

Wenn die Nadel-offen"sichtlich"-sauber in der Rille läuft, ist das schon mal die 1/2 Miete.

Tipps für Test-LPs habe ich keine.


[Beitrag von Compu-Doc am 28. Jan 2013, 20:37 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#28 erstellt: 28. Jan 2013, 20:45
Hallo,

wenn nur jede Platte auch so gut gepresst wäre...

Peter
Compu-Doc
Inventar
#29 erstellt: 28. Jan 2013, 20:51
Das ist ja nun ein ganz anderes Thema.
Quo
Inventar
#30 erstellt: 28. Jan 2013, 21:11
Ich denke, Peter wollte damit etwas anderes ausdrücken.
unterberg
Stammgast
#31 erstellt: 28. Jan 2013, 21:59
Das sieht gut aus, Respekt!

Gruß Frank
Albus
Inventar
#32 erstellt: 28. Jan 2013, 22:37
Tag,

das ist so schon gut tauglich und kann gut so bleiben, d.h. mit den Nulldurchgängen bei 64/118,5 mm. Die Werte ergeben sich tatsächlich bei folgenden Annahmen zur Geometrie: Effektive Länge 221 mm, Überhang 17,9 mm mit Kröpfung von 24,4° (ja, 24 Komma 4 Grad). Geometrie nach Lofgren A. Dieser von der HiFi-Stereophonie in der Rechnung verwendete Wert (auch nicht fehlerlos gewesen einst) weicht sowohl von den Daten der BDA (24°04' = 24,06°) als auch von den Daten des Service Manuals ab (beides in der Library der Vinylengine einzusehen), im SM findet sich gar der Wert von 26°04' (sechsundzwanzig).

Nimmt man nun aber die Spezifikationen der DUAL-Serien-PL im Zusammenhang als Orientierung, also CS 728 und 741, dann findet man dort die Spezifikation der Kröpfung von 24 Grad und 30 Winkelminuten, also eben 24°30', d.i. dann zum Rechnen die gesuchte Größe von 24,5°.

Das ist dann das Resultat, welches höchstwahrscheinlich auf die korrekten Nulldurchgänge führt: Effektive Länge 221, Überhang 18 oder 17,9 mm, Kröpfung 24,5° (= 24°30'), Abspielbereich IEC 1964 mit 57,5/146,3 mm, innerer Nullpunkt 63,9, äußerer Nullpunkt 119,3 mm, gerundet auf praktische Genauigkeit von 64/119, entsprechend den gesuchten 128/238 mm. Die (praktisch belanglose) Abweichung von 237 gegen 238 mm ergibt sich aus der Abweichung der Kröpfung von korrekt 24,5° (wie die Modelle 728, 741) gegen die irrtümlich für das Modell 731 gerechneten 24,4° der HiFi-Stereophonie. - Der auch noch genannte Winkel von 23° gehört nicht zur Tonarmgeometrie, der vertikale Spurwinkel betrifft ein Moment des Tonabnehmers.

Folglich kann es so bleiben, denke ich. Zu lang, ja, zugestanden.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 28. Jan 2013, 22:50 bearbeitet]
Gringo82
Stammgast
#33 erstellt: 29. Jan 2013, 10:15
Hallo zusammen,

nochmals danke (vor allem auch an dich albus, dass du dir die Mühe gemacht hast, dass alles mal nach zu rechnen).

Also ich interpretiere eure Antworten mal so, dass ich mit dieser Geometrie durchaus gut fahren kann.

Ich würde dann nämlich in eine Originalnadel (im Moment ist nur ein Nachbau drauf) investieren....

Beste Grüße

P. S. Ich habe mir mal von einem Bekannten den alten Dreher angeguckt mit dem er viele Jahre gehört hat. Dort ist das System frei justierbar, allerdings stimmte der Winkel noch weniger als bei mir. Er hat sich aber nie Gedanken gemacht (muss man da was justieren.....?) undwirklich schlimm hat es sich nicht angehört....
Compu-Doc
Inventar
#34 erstellt: 29. Jan 2013, 10:38

Er hat sich aber nie Gedanken gemacht (muss man da was justieren.....?) undwirklich schlimm hat es sich nicht angehört....

Meine Rede. das Ohr ist immer noch die beste Justierschablone, solange die Grundparameter eingehalten werden; z. Bsp. Nadel richtigherum einklinken!
Albus
Inventar
#35 erstellt: 29. Jan 2013, 11:03
Tag,

die Einstellung ist in Ordnung, dann kann mit guter Aussicht auf vorteilhaften Effekt an einen originalen Nadeleinschub gedacht werden.

Freundlich
Albus
juergen1
Inventar
#36 erstellt: 29. Jan 2013, 13:47

Gringo82 (Beitrag #33) schrieb:
P. S. Ich habe mir mal von einem Bekannten den alten Dreher angeguckt mit dem er viele Jahre gehört hat. Dort ist das System frei justierbar, allerdings stimmte der Winkel noch weniger als bei mir. Er hat sich aber nie Gedanken gemacht (muss man da was justieren.....?) undwirklich schlimm hat es sich nicht angehört....
Gleiches Problem wie bei Dir: Du weißt ja nicht, auf welche Geometrie der Arm justiert ist bzw sein soll. Überprüfung mit irgendeiner nicht dazu passenden Schablone wird daher zwangsläufig eine Abweichung anzeigen.

Schlechte Justage zeigt sich am ehesten bei Verzerrungen im Innenbereich und bei kritischen Musikpassagen.
Gruß
Jürgen
juergen1
Inventar
#37 erstellt: 29. Jan 2013, 13:57

Compu-Doc (Beitrag #34) schrieb:
Meine Rede. das Ohr ist immer noch die beste Justierschablone, solange die Grundparameter eingehalten werden; z. Bsp. Nadel richtigherum einklinken! :D
Das funktioniert so leider nicht. Man kann nicht nach Ohr die Justage vornehmen.
Vielleicht die Auflagekraft oder AS-einstellung-denn da ist nur ein einzelner Parameter zu verändern.
Bei der Justage sind es zwei. Mit unendlich vielen Kombinationen. Und jede Verbesserung an einer Stelle führt zwangsläufig zu Verschlechterung an einer anderen. Und die ist nur zu hören, wenn an dieser Stelle zufällig eine kritische Passage vorliegt.
Gruß
Jürgen
Compu-Doc
Inventar
#38 erstellt: 29. Jan 2013, 14:59
Mini~OT:

Ich oute mich hier-vinyltechnisch mal. Hier bei mir drehen ne Menge Vinylfräsen seit langer Zeit ihre Runden und ich müßte lügen,

wenn ich genau wüßte, wann ich das letzte mal eine Justierlehre in der Hand hatte.

Die Tonarmhorizontale erkenne ich doch Pie x Daumen, die Parallelität des TA zur Kopfmuschel ebenfalls.

Bleibt also nur noch 2 x "Nulldurchgang". den wähle ich gefühlsmäßig (meist Langlochmitte-> headshell

Klar kann man da ne Professur draus gebähren, ich jedenfalls höre gut.....und auch zu!
Gringo82
Stammgast
#39 erstellt: 29. Jan 2013, 19:07
Hallo zusammen,

ob es auf den inneren Rillen etwas mehr verzerrt ist eigentlich gar nicht ao meine Angst gewesen (klar auch da gibt es Grenzen).

Mir ging es eher darum, dass ich mit dem Setup nicht Platten und Nadel beschädige (ob die Nadel jetzt 1000 h hält oder 900 h ist da auch mal nicht so wild), und da Ihr da ja keine Gefahr seht, sondern im Gegenteil die Winkel als ganz gut geeignet befunden habt, habe ich nun in eine Originalnadel investiert....drückt mir die Daumen, das ich da nichts nachbiegen muss ;-)

Rein klangtechnisch habe ich gerade nochmals eine Hörprobe durchgeführt (hab zwei neue Platten) und mir fällt nichts negatives auf.

Viele Grüße

Gringo
germi1982
Moderator
#40 erstellt: 29. Jan 2013, 21:47
Du kannst auch die kurze Headshell abnehmen und die lange Headshell montieren wenn du die hast. Mit der langen Headshell kannst du die Trägerplatte TK 24 von den Vorgängermodellen benutzen, und damit auch die üblichen 1/2"-Tonabnehmer.

Die lange Headshell wurde beim 731Q und beim 714Q ab Werk standardmäßig mitgeliefert. Kann dann aber natürlich bei einem Vorbesitzer irgendwo versackt sein...genau wie die Justierhilfen....

Hier sieht man die beiden Varianten und wie gewechselt wird:

http://dual.pytalhost.eu/731/dual731-02.jpg

Auf Bild 10 sieht man die bereits genannte Justierhilfe...


[Beitrag von germi1982 am 29. Jan 2013, 21:53 bearbeitet]
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