Plattenspieler Tonarm verbogen

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miriam79
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 18. Jan 2011, 22:51
Hallo,
ich habe ein Problem mit einem Plattenspieler, vielmehr einem Turntable (ein günstiges Gerät von Reloop, RP-1020).
Der Tonarm war einst nach unten gebogen, da etwas auf das Gerät gefallen war. Der Tonarm befand sich auf der Ablage, -dort wo er liegt/liegen sollte, wenn er nicht in Betrieb ist. Der Tonarm bog sich nach dem Unfall ab der Halterung etwas nach unten. Das Material ist mW aus Aluminium, so dass ich ihn wieder sanft hochbiegen konnte. Der Arm sieht jetzt wieder ok aus, nur ein Knick an der Stelle, wo er gebogen war, erinnert an die Katastrophe.
Meine Frage ist nun, welche Problem, Nachteile und Risiken der Unfall nach sich ziehen könnte?
Ich nutze ein Concorde-System mit spärisch geschliffener Nadel. Scratchen und dergleichen möchte in eigentlich nicht, es geht in erster Linie um das Plattenhören.

Vielen Dank und herzliche Grüße
Miriam
killnoizer
Inventar
#2 erstellt: 19. Jan 2011, 09:06
Ausprobieren .
juergen1
Inventar
#3 erstellt: 19. Jan 2011, 13:41
.Hallo Miriam,
sehr gut möglich, daß das Tonarmlager was abbekommen hat.
Die Leichtgängigkeit sollte man überprüfen mit dem "Pustetest". Auflagegewicht auf Null stellen, Antiskating auf Null, so daß der Tonarm schwebt, und dann probieren, ob er sich durch leichte anpusten ruckfrei zur Mitte bewegen lässt.
Auch die vertikale Bewegung sollte leicht auslösbar und ruckfrei sein. Hierzu Papierschnipsel auf die Headshell fallen lassen.
Gruß
Jürgen
edit: ein beschädigtes Lager kann die Platten beschädigen.


[Beitrag von juergen1 am 19. Jan 2011, 14:31 bearbeitet]
miriam79
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 19. Jan 2011, 16:40
Hallo Jürgen,
vielen Dank für deinen Rat. Genau in diese Richtung ging meine Befürchtung, denn augen- bzw. ohrenscheinlich scheint der Plattenspieler in Ordnung zu sein. Ich habe nur Sorge, dass ich meine Platten beschädigen könnte.
Die Tests, die du empfohlen hast, habe ich gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Gegengewicht nicht auf Null steht, wenn man es so einstellt, dass der Tonarm schwebt. Aber ich vermute, dass das nebensächlich ist. Wenn der Tonarm schwebt, lässt er sich leicht in die Mitte der Platte pusten. Dabei fällt auf, dass er nach dem Pusten wieder in Richtung Außenrand der Platte zurück schwebt. Mit dem Schnipseltest scheint es schwieriger zu sein. Zwar bedarf es nur ganz sanften Drucks, damit der Arm nach unten schwingt, aber damit ein Papierschnipsel (!) ausreicht, um ihn nach unten zu drücken, muss man das Gegengewicht schon so einstellen, dass die Nadel ohnehin kurz vor dem Vinyl ist. Dann klappt es allerdings auch. Aber wenn sich der Tonarm in der Waage befindet, lässt er sich von einem fallenden Papierschnipsel nur um ca. einen halben Zentimete nach unten drücken.
Viele Grüße
Miriam


[Beitrag von miriam79 am 19. Jan 2011, 16:43 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#5 erstellt: 19. Jan 2011, 17:22

miriam79 schrieb:
...ist mir aufgefallen, dass das Gegengewicht nicht auf Null steht, wenn man es so einstellt, dass der Tonarm schwebt.

Hallo Miriam,
das sollte man justieren. Sonst ist die Skala fürs Auflagegewicht nicht brauchbar. Ob und wie das bei Dir genau geht, kann ich jetzt schlecht sagen..Bring den Arm in Schwebe, und versuche dann, die Skala alleine zu verdrehen, so daß Null angezeigt wird, das eigentlich Gewicht dabei festhalten...

Ein schwaches Driften des Tonarms nach außen ist auch bei Antiskating=Null tolerierbar. Vielleicht liegt es auch daran, daß der Spieler etwas schief steht; sollte man auch überprüfen.

Wenn Dir beim Pustetest und Schnipseltest keine Schwergängigkeit aufgefallen ist, könnte vielleicht doch alles in Ordnung sein...
Es ist natürlich sehr schwer in Worten zu beschreiben, ab wann das Lager zu schwergängig ist. Wichtig ist halt, daß der Tonarm sich "ohne zu rucken!" bis ganz nach innen pusten läßt.

Wenn beim Abspielen Verzerrungen nur auf dem rechten Kanal auftreten solltest Du Antiskating erhöhen. Im umgekehrten Fall umgekehrt.

Ein beschädigtes Lager würde sich dadurch äußern, daß man diese einseitigen Verzerrungen durch nicht in den Griff bekommt.
Die Nadel würde also mal mehr auf die eine oder andere Rillenflanke gedrückt werden.

Gruß
Jürgen
akem
Inventar
#6 erstellt: 19. Jan 2011, 19:28
Grundsätzlich alles richtig, was bisher gesagt wurde...
Ich möchte noch ergänzen, daß je nach Aufbau der Antiskatingvorrichtung eine Kraft=0 gar nicht machbar ist, z.B. bei magnetischem AS.
Ich würde beim Tonarm auch mal prüfen, ob der Arm irgendwie in der Lagerung wackelt. Dazu den Arm vorne anfassen und dann mit geringer Kraft den Arm zu verdrehen versuchen und versuchen, ihn nach vorne und hinten zu bewegen. Als zweiten Schritt dann den Arm an der Basis anfassen und leicht nach oben ziehen und nach unten drücken. Bei alledem darf nichts wackeln oder klacken. Aber bitt nicht zu fest drücken/schieben etc - sonst machst Du den Arm am Ende noch kaputt

Gruß
Andreas
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