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Rega P3 - Bass ist dumpf

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Sir_Gut
Neuling
#1 erstellt: 27. Feb 2013, 11:50
Hallo zusammen,

vor ein paar Wochen habe ich mir meinen ersten Plattenspieler gekauft:

Rega P3
Tonabnehmer: Goldring 1042
Phono-Vorverstärker: Gram Amp 2 SE

Das Ganze hängt an einem Onkyo TX 607 und steht auf einer Besta TV-Bank

Plattenteller und Tellerauflage sind original von Rega.

Mein Problem ist nun, dass der Bass irgendwie dumpf klingt, als wäre eine Wand zwischen den Lautsprechern und mir. Ansonsten klingt alles wunderbar, nur eben der Bass nicht. Ich habe alle Geräte ausgephast und inzwischen sollte auch alles eingespielt sein. (Mit Bass meine ich nicht das Schlagzeug sondern mehr die Bassgitarre). Besonders ist mir das bei der Metallica - Load aufgefallen.

Hat irgendwer von Euch Tipps? Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße
Andreas
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 27. Feb 2013, 12:10
Hallo!

Das du bei einer Schallplatte nicht das Klangbild einer CD erwarten kannst ist dir bewußt?

Der Tiefton wird auf Schallplatten ab ca. 150 Hz mono abgemischt, auch wird auf den allermeisten Schallplatten der Mittenbereich gegenüber den Hoch- und Tieftonbereich etwas angehoben um ein präsenteres Klangbild zu erzielen und die Schwächen der Schallplatte ein wenig zu kaschieren. An dieses Klangbild muß man sich erstmal ein bisschen gewöhnen wenn man den Frequenzgang der CD gewohnt ist.

Eventuell hast du aber auch besonders miese Pressungen erwischt oder deine Abtastnadel ist mit einem Feinstaubbelag eingedreckt so das sie nicht richjtig in die Rille tauchen kann, hier würde eine Grundsäuberund mit einer kleinen Nadelbürste und etwas Alkohol dann Wunder wirken

MFG Günther
DickesKabel
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 27. Feb 2013, 12:34
Hallo,

ich würde auch erwarten, dass der Bass grundsätzlich anders klingt, macht mein P3 auch. Liegt am Unterschied Vinyl zu CD, wie schon beschrieben.

Ansonsten ist Deine Kombo prima und sollte fein Musik machen.

Grüße
Sir_Gut
Neuling
#4 erstellt: 27. Feb 2013, 13:35
Also zum Vergleich habe ich nicht mal die CD verwendet, sondern nur mp3s. Das mit dem Putzen werde ich versuchen ansonsten gewöhne ich mich auch bestimmt daran. Vielen Dank auf alle Fälle.
Albus
Inventar
#5 erstellt: 27. Feb 2013, 13:55
Tag,

die Tonarmhöhe ist passend eingerichtet? Der Diamant ist von der empfindlichen Schliffsorte. Kurz: Eingerichtet auf die Bauhöhe des Goldring 1042 von 16 mm = 2 mm höher als die Normalposition für Rega-Tonabnehmer mit Rega-Filzmatte. - Der Tonarm ist also parallel zur Plattenoberfläche, auch die Befestigungs-Oberfläche des G1042 ist für sich parallel zur Plattenoberfläche? Die Auflagekraft steht jetzt bei...mN? Ruhig auf 19 mN gehen. Für den Fall, die Höhe ist noch nicht angepasst, lohnte ein Versuch schlicht ohne Plattenmatte, d.h. die Parallelität ist dann annähernd realisiert.

Freundlich
Albus
Sir_Gut
Neuling
#6 erstellt: 27. Feb 2013, 14:03
Also der Tonabnehmer war von PhonoPhono vormontiert, es wurde keine Unterlegscheibe verbaut. Ich habe nachgefragt, sie meinten, dass dies bei dem G1042 nicht nötig wäre. Für mich wirkt er auch parallel.

Auflagekraft ist bei 17,5Nm eingestellt.

Den Tipp ohne Matte werde ich versuchen. Gibt es eigentlich eine gute Alternative zur Filzmatte, in anderen Threads habe ich Kork oder Acryl gelesen. In einem Blog wurde eine Kork/Gummi-Mischung empfohlen. Optisch finde ich Carbon sehr schick...
Albus
Inventar
#7 erstellt: 27. Feb 2013, 14:50
Tag erneut,

halten zu Gnaden - das G1042 gilt weitherum als kritisch bis 'zickig' hinsichtlich der Klang-tragenden Winkel (VTA, SRA - Erläuterungen lasse ich beiseite) - genaues Arbeiten ist erforderlich. Wenn die PhonoPhonos aber es im Einzelfall kontrolliert hatten, dann - bitteschön.
Die Sache einer Plattenmatte ist dann wiederum auch in Verbindung mit der Eintauchwinkelei: Entkopplung, Absoprtion, Adhäsion, Dämpfung bedingt typisch eine Stärke von einigen Millimetern, gängig 4-6 mm, dran hängt die Tonarmhöhe... Gut sind Zweischichtmatten, unten dichter Filz oder ähnlich, oben ein antstatisches Gummi- oder Elastomergemisch.

Die Project-Korkmatte ist eben nur 1 mm 'stark', Dämpfung ist Wunsch...

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 27. Feb 2013, 14:51 bearbeitet]
akem
Inventar
#8 erstellt: 27. Feb 2013, 18:53
Kleiner Tip: das Armrohr des Rega ist konisch und wenn die Oberkante des Arms parallel zur Platte ist, steht das System schief. Dann ist der Arm hinten zu tief...
Kauf Dir lieber mal so ne Beilagsscheibe. Wie heißt es immer so schön? Der beste Subwoofer ist ein guter Hochtöner... Das gleiche in grün gilt für jede Komponente eines Audiosystems. Und daß die 1xxx er Goldringe keine Tiefbaßwunder sind ist Dir auch bewußt?

Gruß
Andreas
raindancer
Inventar
#9 erstellt: 27. Feb 2013, 19:42
Neben den genannten Parametern halte ich den Aufstellungsort für mitschuldig, hier wäre eine Wandaufhängung sehr vorteilhaft. Btw: Das 1042 konnt mich grad im Bass nicht überzeugen, und da war das setup einwandfrei.

aloa raindancer
Sir_Gut
Neuling
#10 erstellt: 27. Feb 2013, 19:48
Ja, die Wandhalterung habe ich mir auch schon überlegt. Aber da demnächst ein Umzug ansteht, habe ich das erstmal vertagt.

So, ich werde dann morgen schauen, dass ich Unterlegscheiben bekomme und versuchen die Höhe anzupassen.

Ansonsten lese ich schon raus, dass mein Tonabnehmer wohl nicht die beste Wahl war. Man sollte die Dinger wohl besser probehören als probelesen ;D

Vielen Dank auf alle Fälle für die vielen Ratschläge!

@raindancer: Bei welchem Tonabnehmer bist Du dann gelandet?


[Beitrag von Sir_Gut am 27. Feb 2013, 20:20 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 27. Feb 2013, 20:36
Hallo!

Hm, das Goldring G-1042 ist eigentlich schon ein recht gutes MM-System das mit seinem Gyger-S Schliff gute Abtasteigenschaften hat. Hättest du Probleme mit einem schrillem oder zu stumpfem Hochtonbereich würde ich auf eine Kapazitive Fehlanpassung tippen, -aber da du hier offenbar keine Probleme hast liegt hier wohl auch nichts im Argen.

Probleme mit der kontur im Tieftonbereich liegen zu 90% an den Pressungen selbst oder eben daran das die Nadel an ihrer Basis mit Feinstaub zugesetzt ist und nicht richtig in die Rille eintauchen kann. (Ein anderer Grund wären z.B. lange gelagerte Platten bei denen sich die Rille zugesetzt hat, aber das schließe ich in deinem Fall mal aus da du kein Wort über eine lange Lagerung der Scheiben erwähnt hast)

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 27. Feb 2013, 20:36 bearbeitet]
Sir_Gut
Neuling
#12 erstellt: 27. Feb 2013, 20:44
Nein, alles ganz neu. Gerade die Platten. Am meisten ist es mir wie gesagt bei der Metallica - Load aufgefallen, welches eine SE ist (4 LPs - 45rpm).

Kann denn ein neuer Tonabnehmer schon verstaubt sein?


Die Platten reinige ich mit einer Carbonbürste.
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 27. Feb 2013, 20:51
Hallo!

Eigentlich sollte man die Abtastnadel nach jeder Plattenseite mit einer Nadelbürste reinigen, -und nach jeder zehnten Plattenseite mit etwas 98%-tigem Alkohol am Nadelbürstchen und ein Anbacken des Feinstaubes zu unterbinden.

Es gibt sogar User die ihre Nadel dann und wann mit einem sehr-sehr feinem Schmirgelpapier reinigen, -oder sehr vorsichtig mit einem Glasfaserstift-. (kein Scherz)

MFG Günther
raindancer
Inventar
#14 erstellt: 27. Feb 2013, 21:38

Sir_Gut (Beitrag #10) schrieb:
@raindancer: Bei welchem Tonabnehmer bist Du dann gelandet?

Das 1042 ging mit dem Thorens TD160 zu einem neuen Besitzer, bei dem Nachfolgespieler ist ein Ortofon MC20 super retro montiert, klanglich und preislich zwei Klassen besser. Aber: Die Peripherie muß passen, hier ist das der Fall.

aloa raindancer
Sir_Gut
Neuling
#15 erstellt: 03. Mrz 2013, 13:17
Habe mir nur Folgendes bestellt:

Knosti
Nadelbürste
Nadelreiniger
Korkmatte
Unterlegscheiben

Mal schauen, wie sich damit der Klang ändert....
sebnest
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 20. Apr 2013, 05:08
Und, haben die Maßnahmen gefruchtet? Welchen Reiniger und welche Bürste hast du für die Nadel verwendet?

Gruß
Sebastian
Sir_Gut
Neuling
#17 erstellt: 20. Apr 2013, 08:57
Tatsächlich kann ich nicht sagen, ob es gefruchtet hat, oder sich mein Ohr einfach daran gewöhnt hat.

Was ich auf alle Fälle nicht mehr machen kann: mp3s über Handy und Ohrhöhrer genießen ;D

Reiniger: AT 607 (audio-technica)
Bürste: LAST Nadelreinigungsbürste

Und mit der Knosti habe ich mir auch gleich eine Platte zerstört, ich Tollpatsch.

Zu den Unterlegscheiben. Dabei ist mir auch erst mal aufgefallen, wie unterschiedlich dick Platten sind und auch wie sich das noch verändert, wenn die Platte nicht plan ist. War schon eine Erkenntnis.
golf2
Inventar
#18 erstellt: 23. Apr 2013, 11:02
Hallo,

Ich würde trotzdem mal als Unterlage eine Moosgummi Matte probieren. Half bei meinem alten Rega jedenfalls. Das 1042er hat bekannterweise nicht den abgrundtiefen Bass. Man gewöhnt sich aber bestimmt dran.
Testweise kannst Du Dir ja mal einen Phono Pre ausleihen um zu Beurteilen.
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