Rega P3-24 verbessern?

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Einfach_Supi
Stammgast
#1 erstellt: 02. Apr 2020, 09:54
Moin,
man hat ja momentan mehr Zeit, als einem lieb ist. Daher gehen mir Gedanken durch den Kopf, wie ich meinen Rega P3-24 verschlimmbessern kann
Es handelt sich um ein Model von 2006-2008, welches ich damals (leider) ohne das externe Netzteil Rega TT-PSU gekauft habe.
Seit Kurzem spielt mit steigender Begeisterung der Denon DL-110 Tonabnehmer am Tonarm und ein neuer Riemen von Edwards Audio. Insgesamt bin ich aktuell mit dem Klang zufrieden (spielt am Denon PMA-1510AE). Zukünftig wird er wieder am Magnat MA-800 hängen, der ja einen sehr guten Phono-Eingang hat.

Womit kann ich einfach so aus Lust noch probieren, um den Klang zu verbessern?
Sollte preislich und aufwandstechnisch im Rahmen bleiben.
Ich denke, den größten Sprung würde ich wohl mit dem externen Netzteil erreichen?
Was würde im Vergleich dazu ein Phono-Verstärker bringen, oder ist dies bei meiner Kombi kein Gewinn?
Ansonsten habe ich noch einen Antrieb für 2 Riemen gesehen, oder eventuell mit einem Plattengewicht probieren? Sind andere Mattenauflagen Voodoo oder was verändert sich durch Kork, Leder oder andere Materialien?

Bin einfach gespannt, welche Ideen ihr so habt?
cone-A
Stammgast
#2 erstellt: 02. Apr 2020, 10:25
Spürbar nach vorne kommst Du mit dem Netzteil. Regas sind ja bekannt dafür, es nicht immer so genau mit den 33 1/3 Umdrehungen zu nehmen. Das bekommst Du mit dem Netzteil in den Griff.

Tonabnehmer, Tonarm usw. ist ja schon mal nicht schlecht. Bei Regas lohnt sich doch immer auch das Experiment mit der Aufstellung (Wandregal usw.).

Viel mehr investieren würde ich aber nicht, bei höherem Budget würde ich den Dreher verkaufen und was neues holen.
wendy-t
Stammgast
#3 erstellt: 02. Apr 2020, 11:01
Moin!

Mein Wiedereinstieg in Plattenwelt war ebenfalls ein Rega RP3 mit dem Denon DL 110. Meiner Meinung nach würdest du den größten klanglichen Sprung mit einem Wechsel des Tonabnehmers machen. Für mich war die Kombination Tonabnehmer-Tonarm nicht optimal. Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass das Denon immer besser klang, je höher die effektive Tonarmmasse war. Richtig gefallen hat mir das System aber, wenn ich ehrlich bin, an keinem Tonarm.
Mein Rega steht nun bei mir im Arbeitszimmer mit einem 2M Black von Ortofon bestückt und klingt nun (für meine Ohren) sehr gut. Blöderweise hat einen Tonabnehmertausch bei Rega oft noch Folgekosten: Spacer mussten angeschafft werden und ein neues Gegengewicht, damit die Haub wieder zu schließen war.

Viele Grüße
Philip
evilknievel
Inventar
#4 erstellt: 02. Apr 2020, 12:32
Moin,

ich bin ein Freund des DL 110. Man sollte am Rega Tonarm aber auch das Gewichtsplättchen mit verbaut haben. welches dem System beiliegt.
Der Regatonarm hat 11,5g, wenn ich das richtig recherchiert habe. An Tonarmen mit ähnlichem Gewicht war und bin ich immer zufrieden damit gewesen.
Der klangliche Unterschied an einem schwereren Tonarm ist marginal. Ich habe 2 von den TAs und mal einen Umschaltvergleich an einem 14g Tonarm mit schwerem Wega Headshell gemacht. Wenn man erst umbauen muß, ist die Klangveränderung rein autosuggestiv, so gering fällt der Unterschied aus. Das ganze lief an einem Verstärker mit zwei identischen Phonoeingängen.
Natürlich gibt es bessere Tonabnehmer als das Denon, aber da muß man auch tiefer in die Tasche greifen, siehe 2M Black.
Man muß aber auch sagen, daß das Denon heutzutage nicht mehr als günstig durchgeht, wenn man Qualität und Preis zu Grunde legt.
Vor einigen Jahren konnte man sie sich noch aus den USA für 90 Dollar kommen lassen. Da lag der Preis in Deutschland bei 150 Euro.

Ein Phono Pre würde dem TA nicht weiter auf die Sprünge helfen, solange die vorhanden Gerätschaften ordentlich durchkonstruiert sind und das ist beim Denon Verstärker absolut der Fall, beim Magnat wahrscheinlich auch. Das DL110 ist diesbezüglich sehr unkritisch und genügsam.

Ob der Rega den richtigen Speed hat, kann man entweder mit einer ausgedruckten Stroboskobscheibe kontrollieren oder mit einer etwas ungenaueren Streichelphone App.

Die vorherrschende Meinung in diesem Forum über Plattengewichte ist die des schmückenden aber recht unnützen Beiwerks.
Zu Tellermatten aus Leder oder Kork habe ich keine Meinung, weil ich sowas nie ausprobiert habe.

Fazit:
So richtig viel Verbesserungspotential sehe ich nicht, außer einem viel teureren Tonabnehmer, so daß man sein Augenmerk vielleicht auch auf die Themen Platten waschen und Raumakustik lenken könnte.

Gruß Evil
Einfach_Supi
Stammgast
#5 erstellt: 02. Apr 2020, 12:46
Ich habe den Tonabnehmer ohne Gewichtsplättchen installiert. Der Tonarm erlaubt eine gute justierung auch ohne dieses Zusatzgewicht. Zudem ist der Denon TA größer als der vorherige Rega TA, so dass er jetzt gerade so noch über den dickeren Vinyls schwebt. Mit dem Plättchen müßte ich den gesamten Tonarm anheben, was mir zuviel Aufwand wäre.

Das mit dem perfekten Gleichlauf habe ich auch schon gelesen, daher ist wohl der Einsatz des Netzteils sinnvoll. In diesem Zusammenhang habe ich auch etwas über Herrn Dr. Bernhard Fuß gelesen. Ist der noch aktiv und was wichtiger ist, würde ich als mehr oder weniger Laie mit dem justieren dieser externen Netzteile überhaupt zurecht kommen? Was benötigt man alles an Wissen und Material? Stroboskopscheibe muß ich mir neu besorgen; nach zwichenzeitlichen Umzügen ist vielen unauffindbar geworden. War ja schon glücklich, meine Tonarmwaage gefunden zu haben


@Philip: Mir gefällt der Klang des Denon DL-110, ein weiteres Upgrade ist nicht geplant. Hängt wohl auch von der Musik ab...ich höre viel Rock der 70er und 80er Jahre, Metal und Prog.

Ansonsten sind eigentlich alle Platten von mir gewaschen worden (zwar nur mit Knosti) und die wenigen knistrigen Scheiben sind in der Tat zerkratzt (habe da mal ein Konvulut an Platten günstigst bekommen, Vinyl ist meisten noch mindestens VG, die Cover haben aber fats alle gelitten).
Zusätzlich habe ich bei Neukäufen versucht, alles in schwarzem Vinyl zu bekommen. Habe mal gelesen, dass die bunten Platten schlechter klingen???

Raumakustik steht dann im nächsten Winter im neuen Haus an, hier mache ich nix mehr. Zudem höhre ich meistens mit Kopfhörer (wegen der Hunde )
wendy-t
Stammgast
#6 erstellt: 02. Apr 2020, 13:13
Hallo Micha!

Das ist super, dass du mit dem Klang des Denons zufrieden bist. Es hat ja auch viele Fans und das bestimmt nicht umsonst. Es ist bestimmt auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Für meine Ohren klingt das Denon nach eingeschlafenen Füßen. Aber mit der Meinung stehe ich wohl ziemlich allein da. Unser Musikgeschmack scheint aber recht ähnlich zu sein.
Ich glaube auch, dass du dein Geld besser in ein paar schöne Platten investieren könntest. Du scheinst doch eigentlich zufrieden zu sein.

Viele Grüße
Philip
evilknievel
Inventar
#7 erstellt: 02. Apr 2020, 13:42
Man könnte den Sonics auch ein paar LS zur Seite stellen, die nicht nach Joachim Gerhard Philosophie abgestimmt sind, sprich neutraler oder englisch.
Gerade im Bereich 80er Rock und Metal schalte ich sehr schnell von meinen alten Audio Physic auf andere LS um. Ich habe allerdings auch keinen Röhrenverstärker, sondern nur Transen im Einsatz, falls das einen Unterschied macht.

Gruß Evil
Marsilio
Inventar
#8 erstellt: 02. Apr 2020, 13:42
Die Denon-PMA-15xx-Reihe hat übrigens bemerkenswert gute Phonosektionen verbaut; da muss man meines Erachtens keinen externen Phono-Pre nehmen (meine eigene Erfahrung). Bei Verwendung von MM-Tonabnehmersystemen hat man hier eine Eingangskapazität von vernünftigen 150pF. Was der Magnat MA-800 diesbezüglich für Stats hat weiss ich nicht.

Aber in der Tat könnte ein Wechsel auf einen Tonabnehmer mit einem schärferen Nadelschliff ein hörbares Upgrade sein.

LG
Manuel
Einfach_Supi
Stammgast
#9 erstellt: 02. Apr 2020, 14:14

wendy-t (Beitrag #6) schrieb:
Du scheinst doch eigentlich zufrieden zu sein.


Ja, im Prinzip schon! Doch da ich momentan Zeit habe, bietet es sich doch an, hier einmal offen über Möglichkeiten zu reden. Weil...Besser geht immer

Meine Allegra spielen momentan gar nicht, die sind bereits eingepackt für den Umzug. Aktuell halt die Duevel Planets, bzw. überwiegend Kopfhörer (da könnte ich mich auch mal mit beschäftigen, werde über einen Thread nachdenken). Aber ganz ehrlich, bezüglich dieser Ausstattung gibt es ausser dem KH keinen Änderungswunsch in der mittleren Zukunft.

Zurück zum Dreher:

Um zu Stroboskopieren: Was nehmt ihr für Lampen dafür? Wo kann man verständlich nachlesen?

Ein anderer Punkt: Die Füsse des P3 sind recht mickerig; gibt es hier sinnvolle Alternativen?
hpkreipe
Stammgast
#10 erstellt: 02. Apr 2020, 14:17
Ich sehe es so:

Du bist zufrieden - dann nutze die Zeit zum Abhören von LPs.

Du willst einfach etwas ändern - organisiere einen anderen Tonabnehmer. AT PTG/II oder ein Goldring Eroica - die würde ich nehmen. Das Eroica gibt es auch als High Output MC. Der Denon hat so meine ich aber eine MC Sektion, die würde ich auch direkt nutzen.

Am Netzteil ist das Ersetzen aus meiner Sicht reines, na gut in die Nähe von Voodoo Zu setzen. Wenn die Abstimmung mit der Netzfrequenz nicht passt, hilft auch kein anderes Netzteil, denn die 50 Hz werden ja nur stabil, aber nicht mit der zum grundsätzlich verstellten Dreher leich dazu abweichenden aufbereitet. Ja, mit Stroboskopscheiben läßt sich das Abweichen dann bei wieder entsprechend dafür ausgerüsteten Netzteilen einstellen, dann muss die Beleuchtung aber mit dem Netzteil des Drehers erfolgen, denn die Netzfrequenz ist ja „falsch“.

Das geht alles, da ist aber der Nutzen - aus meiner Sicht - doch arg limitiert.

Ein neuer Tonabnehmer ersetzt eben das relevante klangerzeugende (Verschleiß-)Teil. Ich entnehme der Anfrage, dass der DL 110 schon etwas betagt ist - dann würde ich den als erstes ersetzen. Wenn Du dann magst, mach das mit dem Netzteil, es sollte nicht schaden. Es verschwindet eben Geld in der Kasse.
akem
Inventar
#11 erstellt: 03. Apr 2020, 20:56
Wenn Du das Denon ohne Spacer an der Tonarmbasis betreibst, dann wäre das das allererste Must-Have. Nicht nur, daß das Denon in dieser Konstellation nicht so klingt, wie es soll, und vielleicht auch gelegentlich aufsetzt. Ich sehe da durchaus auch einen vorzeitigen Verschleiß insbesondere der Platten im Bereich des Möglichen.
Das Netzteil bringt nicht so viel, wie es oft dargestellt wird. Ich habe mal einen Rega vom ungeregelten 110V Basismotor auf den 24V Motor inkl. der externene Box aufgerüstet und klanglich nicht den geringsten Unterschied festgestellt (und ich wage durchaus zu behaupten, halbwegs gut zu hören und eine adäquate Anlage zu haben...).
Preiswerte Upgrades (oder sagen wir mal Veränderungen - ob Du die dann als positiv empfindest, ist wieder eine andere Frage...):
- Den Filzlappen entweder ersatzlos streichen (ja, man kann die Platten auch auf das blanke Glas legen) oder durch die dünne Project-Korkmatte ersetzen. Bringt mehr Punch und Power, der Filzlappen raubt einiges an Spielfreude und lädt obendrein die Platten elektrostatisch auf.
- Den ganzen Dreher auf Spikes stellen. Diese müssen etwas höher sein als die Gummifüsse, dann muß man die Gummifüsse nicht abnehmen. Ich würde einen Spike hinten rechts neben der Tonarmbasis, den anderen hinten links neben dem Motor und den dritten vorne setzen. Bringt klanglich nochmal einen Tick mehr Spielfreude.

Ein Plattengewicht kannst Du Dir sparen. Klanglich bringt das nicht viel und das ständige Aufsetzen und Abnehmen wird sehr schnell lästig... Gerhard Polt würde sagen "schad ums Geld"...

Gruß
Andreas
akem
Inventar
#12 erstellt: 03. Apr 2020, 21:24
Ach ja, noch was: die Skala der seitlichen Auflagekrafteinstellung stimmt oft nicht. Sagt zumindestens TAD, der Deutschland-Vertrieb von Rega. Also lieber eine elektronische Tonarmwaage kaufen und nachmessen...

Gruß
Andreas
BenEmc
Neuling
#13 erstellt: 04. Apr 2020, 00:55
Hi,
lese gerade, ein wenig quer, Deinen Thread. - Du hörst meist über Kopfhörer, vielleicht ist da viel Potential zu holen.
Grüße, Ben
Einfach_Supi
Stammgast
#14 erstellt: 04. Apr 2020, 17:57
Eine Kork-Unterlage habe ich jetzt gemeinsam mit den Spacern geordert. Mit der elektrostatischen Aufladung der Filzmatte bin ich wirklich unzufrieden. Auch ein Versuch vor einiger Zeit mit einer Kohlefasermatte war nicht erfolgreich. Nur so pur auf den Glasteller legen...nee, das fehlt vom Gefühl der Komfort.

Bezüglich der Kopfhörer: Leider lief mir gerade ein Super-Angebot für einen Denon AH-D5200 über den Weg....klick
DesEsseintes
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 05. Apr 2020, 14:00
Hallo Micha,

ich würde beim (HO)-MC bleiben. Bei MM sind die Einstreuungen des Motors mitunter hörbar.

Schließe mich Andreas an. Die optimale Justage des Tonabnehmers ist essenziell. Wenn man keine Spacer hat, kann man sich mit Unterlagsscheiben behelfen. Hat bei mir bestens funktioniert. Ich würde es auch mit dem Zusatzgewicht versuchen, eventuell noch weitere Gewichte anbringen.

Der Teller hat nicht allzu viel Masse. Umso wichtiger ist der Antriebsstrang. Riemen und Laufflächen sorgfältig reinigen. Motor mit 1 Tropfen Öl schmieren. Mit einer Einwegspritze von oben den Tropfen an die Achse bringen und hinablaufen lassen. Manche schmieren den Motor auch von der Unterseite mit einem Tropfen.

Das Tellerlager ist, nehm ich an, gut mit Öl versorgt. Ohne Riemen dreht der Teller lange nach und es wirkt so als wüde er nicht zum Stillstand kommen wollen.

Einige oder alle Regas laufen zu schnell. Angeblich damit sie in der Vorführung spritziger klingen. Ich halte das für unwichtig. Entscheidend sind die Drehzahlschwankungen. Die muss man wo es geht minimieren.

Ein weiterer Nachteil beim Rega sind die Motorvibrationen. Ich habe meinen Rega mit den Füßen auf Styroporklötze und anderes gestellt und ein paar nicht wohnzimmertaugliche Versuche gemacht, die Motorvibrationen (mittels untergeklemmter Holzstäbchen...) teilweise abzuleiten. Damals hab ich mir eingebildet, es wäre mir gelungen, aber im Grunde hatte ich nur Spaß am Herumprobieren...

Mit bestem Gruß, Peter


[Beitrag von DesEsseintes am 05. Apr 2020, 14:01 bearbeitet]
Einfach_Supi
Stammgast
#16 erstellt: 09. Apr 2020, 18:16
Der erste Schritt waren jetzt die Spacer und die Korkmatte. Mit dem neuen, deutlich strafferen Rieme, läuft er jetzt stabiler (vorher stoppte fast die Platte ab, wenn ich mit der Plattenbürste drüber bin).

Da ich jetzt allerdings mit dem Denon AH D5200 einen neuen Kopfhörer habe, ist insgesamt eine massive Verbesserung für mich erreicht. Der AKG Q701 klingt dagegen wie ein Sack Muscheln...kaum Bässe und in letzter Zeit sehr aggressiv in den Höhen.

Aber zurück zum Dreher: So kann er erstmal bleiben! Das Denon DL110 spielt frisch und spritzig mit kanckig versammelten Bässen...da gehe ich erstmal nicht bei.
Einfach_Supi
Stammgast
#17 erstellt: 18. Apr 2020, 20:05
War ja irgendwie klar, dass ich keine Ruhe geben werde und weiter auf der Suche nach Veränderungen /verbesserungen bin.
Z.B. SRM TECH REGA FIT SILENT BASE
Hier bei ebay

Ist das wirklich so genial? Und mit verchromten statt goldenen Füssen sieht es bestimmt auch richtig edel aus.
Einfach_Supi
Stammgast
#18 erstellt: 16. Mai 2020, 18:17
Ich habs getan
IMG_1511IMG_1512
devastor
Stammgast
#19 erstellt: 16. Mai 2020, 20:32
Und was genau soll das jetzt bringen außer das du für viel Geld jetzt noch mehr Holzbrettchen hast als vorher?
Einfach_Supi
Stammgast
#20 erstellt: 16. Mai 2020, 22:30
Wenn du diese Frage so stellst, stellst du unser Hobby generell in Frage!

Was soll das denn alles bringen, was hier täglich dutzendfach diskutiert wird? Mehr Holzbrettchen, dickere Kabel, breitere Füsse, usw.

Eine Entkopplung des Motors von der Zarge und die Entkopplung der Zarge vom Untergrund is das Ziel. Aber wer eher nicht so auf diese Brettchenspieler steht, investiert sein Geld halt in schicke Zargen für Thorens oder Dual-Spieler, oder, oder....

Für Rega-Möger: Hier ist ein interessanter Diskussionsstrang
-rowo-
Stammgast
#21 erstellt: 16. Mai 2020, 23:45

Wenn du diese Frage so stellst, stellst du unser Hobby generell in Frage!


Naja, das ist halt ein Forum, in dem nachvollziehbar, transparent und dokumentiert diskutiert wird; Zwang zum Konsens ist nicht zwingend, d.h, Meinungsbildung verbleibt im individuellem unter dem Angebot von Wissen, Meinungen und Kommentaren.

Ich kenne auch die Upgraderitis (unterstützt vom Stöbern im Forum und Tagesform wie auch mentaler Verfasstheit und Ressourcenverfügbarkeit); inzwischen weiss ich, dass das oftmals (gerade bei Vinyl) auch Spieltrieb ist. Davon ausgehend, dass Lautsprecher, Akustik und Aufstellung die wichtigsten (letztgenannten gehören an erste Stelle) Parameter sind, habe ich mich im letzten akuten Anfall hier auch im Forum beraten lassen:
Jetzt habe ich für einen alten Dreher (Elac) ein Wechselheadshell bei Ebay für ca. 90 % des Preises des Drehers vor ca. 2 Jahren (65 €) geschossen, bin nach hiesiger Beratung auf ein Phillips TA mit neuer Black Diamond Nachbaunadel gestoßen (worden) und die Nadel glüht seit gestern, die Tellerlager rauchen und die Freundin hat Blasen an den Händen vom wütend Türen zuschmeißen. Ich kann fluffig zwischen zwei TA's wechseln, habe Spaß und bin begeistert vom neuen, alten System!
Ist es besser, mehr Haiend und highfideler als das Alte? Keine Ahnung, aber es fetzt, ist was Neues und macht mir viel subjektive Freude, da ich hier Lieblingsmusik höre und nicht Schwankungen vermesse, Gleichlauf überprüfe und diverses Rauschen aufzeichne und dokumentiere. Du musst für Dich entscheiden, was Dir wichtig ist: objektive Messdaten, die Dir (und anderen) aufzeigen, dass du mit viel Aufwand alles richtig gemacht hast; Meinungen, die Deinen Geldbeutel leeren und Dir Sicherheit geben, kein Quentchen verschenkt zu haben oder Musik, die Deine Beine zum Zucken, Dein Gesicht zum Grinsen und Dein limbisches System zum Ausschütten von Endorphinen bringt.
Mir ist die Musik, die Künstler, ihr Weg, mögliche Interpretationen und musikhistorische Referenzen wichtig; nichtsdestotrotz verbessern sich dadurch auch mittelbar Abspieltechnik und -bedingungen, so dass ich auch gute Musik aus basswummernden Blauzahnbumsboxen nicht mehr goutieren kann.
Aber das ist eine individuelle Entscheidung, die jeder für sich selber treffen muss!

P.S.: Eine Vorstufe, eine Endstufe, ein AVR, eine Phonovorstufe und ein Plattenspieler stehen bei mir auf dicken Schieferplatten, die Füße eines Plattenspielers stehen auf kleinen Getränkeuntersetzern aus Schiefer...
Hat sich dadurch was verbessert? Die Optik auf gar keinen Fall; klanglich kann ich da nix objektivieren; aber verschlechtert hat sich auch nix...
.JC.
Inventar
#22 erstellt: 17. Mai 2020, 06:41
Moin,


-rowo- (Beitrag #21) schrieb:
.. inzwischen weiss ich, dass das oftmals (gerade bei Vinyl) auch Spieltrieb ist.


dazu sagte Nietzsche:
Zweierlei will der echte Mann: Gefahr und Spiel. Deshalb will er das Weib, als das gefährlichste Spielzeug.

Und deshalb will er den Plattenspieler: als das gemütlichste Spielzeug.

Einfach_Supi
Stammgast
#23 erstellt: 17. Mai 2020, 10:12
Danke für eure erfrischenden Antworten.

Ja, es ist Spieltrieb...man kann ein Hobby nicht als Hobby bezeichnen, wenn man alles fix und fertig aus dem Prospekt kauft. Plug and Play ist das Reizwort! Und klar, ob es was bringt? Als ich begonnen habe, z.B. meine Motorräder umzubauen, war ich hinterher ärmer, nicht unbedingt schneller, doch Spass hat es mehr als genug gebracht! So auch bei der Hifi-Kette
Einfach_Supi
Stammgast
#24 erstellt: 18. Mai 2020, 10:25
Unterm Strich spielt er jetzt mit der Silent Base deutlich voluminöser, die Bässe sind fester und knackiger und die Höhen raumfüllend, ohne hysterisch zu wirken. Zumindest bei den ersten Lauschungen fühlt man die Musik mehr und intensiver.

Noch eine Frage an die Fachleute:
Nach mehrmaligen Messungen habe ich mit dem Rega eine Geschwindigkeit von 33,38 RPM.
Ich habe gelesen, dass ein wenig schneller zuträglich für die Frische des Klangbildes ist. Oder ist diese Abweichung doch zu groß? Ich habe da keine Vergleiche....
akem
Inventar
#25 erstellt: 18. Mai 2020, 21:19
Ich würde sagen, das ist noch im Rahmen. Immerhin ist die Solldrehzehl ja 33,33 U/min, das ist nur 0,05 U/min weniger. Es gibt aber Leute, die mit einer Lage Tesafilm um den Subteller herum experimentieren, um das auszugleichen.

Gruß
Andreas
devastor
Stammgast
#26 erstellt: 18. Mai 2020, 21:25
Dürfte aber noch in die Toleranzen des P3 fallen Rega Toleranzen
.JC.
Inventar
#27 erstellt: 18. Mai 2020, 21:33
Hi,


Einfach_Supi (Beitrag #24) schrieb:
Noch eine Frage an die Fachleute:
Nach mehrmaligen Messungen habe ich mit dem Rega eine Geschwindigkeit von 33,38 RPM


passt.

Bis du merkst dass die Geschwindigkeit zu langsam/schnell ist, müsste es schon 32/35 rpm sein
Einfach_Supi
Stammgast
#28 erstellt: 18. Mai 2020, 22:41
Danke!
Anscheinend habe ich ein recht gutes Modell erwischt....es bleibt stabil bei 33,38 bis 33,39 (mit einer anderen App auch mal 33,41).
Da ich es nicht höre, werde ich auch nicht mit Tesafilm herum fummeln.
Wenn doch noch einmal der Wunsch nach Geldausgeben kommen sollte...was haltet ihr von Tangospinner (Duppelpully und Metall-Subteller)?
akem
Inventar
#29 erstellt: 19. Mai 2020, 21:10
Lohnt sich imho nicht bzw nur, wenn Du beabsichtigst, einen deutlich schwereren Plattenteller anfertigen zu lassen. Die Rega-Subteller aus Plastik sind einfach, aber nicht schlecht.
Doppelpulley könnte sich lohnen, dann mußt Du aber ein externes Netzteil zur Geschwindigkeits-Umschaltung kaufen (und das ist nicht billig...).

Gruß
Andreas
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