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Thorens TD 150 MKII mit Kugelarm Abtastsystem gesucht

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Autor
Beitrag
Schweni
Neuling
#1 erstellt: 02. Mrz 2013, 19:14
Guten Abend,

Wie sag ichs meinen Kinde?
Einen Haufen Schallplatten im Keller, habe durch "familiäre Umstrukturierungen" endlich wieder die Möglichkeit meine Platten zu spielen.... ;-)

Es sollte eigentlich ein neuer Dreher werden, bin jedoch nicht am TD150 im regionalen Anzeigeblatt vorbei gekommen. Für 70€ mit Vorverstärker mußte ich zuschlagen.
Gerät ist komplett.
An den Lagern kein Spiel, optisch ok keine Kratzer, schwingt zwar wie die Sau, das sollte sich aber beheben lassen.

An meine Anlage angeschlossen, extremes Rauschen.
Der Vorbesitzer konnte mir nicht sagen wie alt bzw. wie lange die Nadel lief.
Vermute die Nadel ist fertig, möchte deswegen gleich das System tauschen.

Folgende Systeme habe ich mir im Internet angeschaut.
- AT 120 E
- AT 95 E
- Nagaoka MP 100
- Shure M92E
- Ortofon 2M Red Verso

Welches ist empfehlenswert?
Preislich ist bei 130.-€ die Schmerzgrenze.
System soll mit Psychedelic, Beat, Garage und klassischer Orgelmusik harmonieren.

Danke schon jetzt für Eure Tipps
Sanfte Grüße
Schweni
akem
Inventar
#2 erstellt: 02. Mrz 2013, 19:44
Den besten (oder besser gesagt am wenigsten schlechten Klang) traue ich in dieser Preisklasse noch am ehesten diesen Systemen zu:
http://www.zum-shop....17-320_p12145_x2.htm (hat wohl den schärfsten Schliff und damit die beste Auflösung)
http://www.zum-shop....17-549_p12231_x2.htm (Das ist NICHT das normale AT95!)
http://www.zum-shop....17-337_p12063_x2.htm (hat leider nur eine elliptische Nadel mit 0,4x0,7mil, hat also Defizite in der Auflösung - klingt aber sehr musikalisch und läßt sich später mal aufrüsten mit einer besseren Nadel, z.B. http://www.zum-shop....13-201_p12135_x2.htm oder http://www.zum-shop....13-201_p12132_x2.htm)

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 02. Mrz 2013, 22:21
Hallo!

@akem

Das ADC QLM 32 MKIII hat eine Nadelnachgiebigkeit von 30µ bei einem Korpusgewicht von 5 Gramm ! Würdest du das wirklich in den alten Kugeltonarm schrauben?

Für einen TP-16 MK II/III wäre das System von der Compliance her wohl optimal geeignet aber für den TP 13a der ca. 16-17g eff bewegte . Masse hat ?

MFG Günther
akem
Inventar
#4 erstellt: 03. Mrz 2013, 11:32
Kennst Du Lucky noch? Der hat immer gesagt, daß das Ding in schwereren Armen am besten klingt...
Ich hab leider auf die Schnelle keine Daten zum Kugelarm gefunden. Im Ernst, wenn der wirklich so schwer ist, würde ich lieber noch ein bischen sparen und ein Denon DL110 kaufen.

Gruß
Andreas
Holger
Inventar
#5 erstellt: 03. Mrz 2013, 14:25
Ich habe meine 150er (früher den Mk. II mit dem Kugelarm, heute die Urversion mit dem alten TP13) am liebsten mit DL 103ern betrieben, sowas bekommt man ggf. gebraucht auch für unter 100 Euro.
Beim vom TE genannten 2m Red Verso bin ich skeptisch, da das TP50-Headshell ja nur die dünneren Thorens-Schrauben akzeptiert, es müssten also erst die im Verso verbauten Schrauben gegen diese dünneren Schrauben ausgetauscht werden, wobei die Austauschschrauben auch noch die genau passende Länge haben sollten, sonst muss man (wenn sie zu lang sind) noch einen zusätzlichen Abstandhalter zwischen System und Headshell montieren.
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 03. Mrz 2013, 15:18
Hallo!

@akem

Lutz hat viel geschrieben wenn der Forentag lang war, die Daten vom Kugeltonarm sind wahrscheinlich nirgends auf dem Netz zu finden, die eff. bewegte Masse haben ein Freund von mir und ich selbst nach der "raphael.t Methode" (das ist ein Forenuser hier der einen einfachen schnellen Weg die eff. bewegte Masse eines Tonarmes zu bestimmen vorgeschlagen hat der es erlaubt diese Masse mit einer genauigkeit von +/- 1 Gramm zu ermitteln.) bestimmt.

Auch das von dir vorgeschlagene AT-95 HE und das Nagaoka JT 555 dürften gut passen, nur eben das ADC QLM 32 MKIII würde ich hier auf keinen Fall verbauen.

Der Kugeltonarm ist nicht unbedingt der richtige Platz um teuere Systeme zu verbauen aber auch nicht so schlecht wie sein Ruf, zumindestens der TP 13a mit Antiskatingeinrichtung dürfte auch ein Denon DL110 vertragen.

MFG Günther
boozeman1001
Inventar
#7 erstellt: 03. Mrz 2013, 16:49
Das Denon DL110 hatte ich auch mal eine Zeit auf dem TP13a. Ist nicht wirklich schlecht gelaufen, aber es passt wesentlich besser zu einem S-Tonarm. Seit ich es auf meinem Metz Mecasound TX-4963 habe, ist es eines meiner Lieblingssysteme geworden.
Ich denke also, dass der TP13a etwas zu leicht ist für das DL110.Jedenfalls hat es nie so freudig daran aufgespielt, wie auf dem S-Tonarm.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Shure M97xE auf dem TP13a gemacht. Selbst ohne Dynamic Stabilizer läuft es sehr gut an diesem Arm.
Und der Arm ist wesentlich besser, als sein Ruf - finde ich jedenfalls. Vernünftig gewartet kann er auch Systeme der 200-Euro-Klasse gut führen.

Gruß,
Kai
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 03. Mrz 2013, 22:13
Hallo!

Na ja, ein 200-250 Euro-System halte ich für einen TP 13a dann doch für etwas übertrieben.

Das ein X-beliebiger S-Tonarm mit passender eff. bewegter Masse ein DL-110 besser führen kann als der TP 13a glaube ich gerne. Das der TP 13a mit seinen 16-17 Gramm eff bewegter Masse für das Denon-System zu leicht wäre wage ich hingegen mal zu bezweifeln.

MFG Günther
boozeman1001
Inventar
#9 erstellt: 03. Mrz 2013, 22:35
Grundsätzlich finde ich die "Führungsqualitäten" des TP13a gar nicht so übel.
Ich habe einige Systeme drauf laufen gehabt und fand das Shure M97xE eigentlich am besten.
Ob es nun ein 200 Euro-System sein muss - OK, das kann man dahin gestellt lassen. Aber das DL110 liegt ja mittlerweile in der Region und spielt schon sehr ordentlich am TP13a.

Da sich Thorens aber nie ausgequäst hat, was die effektive Masse des TP13a angeht, kann ich nicht beurteilen, ob 16-17g hinkommen. Dadurch, dass aber serienmäßig ein Stanton 500 drauf war, lässt das Rückschlüsse auf eine mittelschwere Bauweise zu.

Nach meiner Erfahrung mag das DL110 schwerere Arme aber durchaus lieber, als leichtere. Auch dürfen sie gerne relativ lang sein.

Als ich den TD150 damals kaufte war übrigens ein Empire 2000E II verbaut. Auch ein echtes Sahnesystem, was mittlerweile an meinem Braun PS 500 einen hervorragenden Job macht. Leider sind Ersatznadeln dafür kaum noch aufzutreiben.
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 03. Mrz 2013, 23:33
Hallo!

Natürlich gibt es im Netz keine Informationen über die eff. bewegte Masse des TP13a, deswegen haben wir den Prügel schließlich selbst vermessen.

Die Lagerqualitäten des TP13a sind nach heutigen Maßstäben recht dürftig, waren aber für die damalige Zeit durchaus üblich.

Wenn ich hier also ein System mit zu hoher Nadelnachgiebigkeit verbaue um eine gezielte Fehlanpassung zu erzielen kann ich einerseits zu lasten der Dämpfergummis dieses Manko etwas kompensieren und habe zum anderen durch den in ersten Augenblick verhältnismäßig prächtigen Tieftonbereich noch einen beeindruckenden Effekt vorzuweisen, führe ich jetzt diese Kombination mit dynamikarmer Musik vor fällt das Manko in der Auflösung und bei den dynamischen Werten erstmal nicht ins Ohr. Das der beeindruckende Tieftonbereich wenig Kontur hat fällt ebenfalls erst bei längerem Hören auf.

Ich denke mal das dieser Umstand bei diesen gezielten Fehlanpassungen mit zu hoher Compliance erwünscht war, er zeigte bei Vorführungen den Plattenspieler bei unerfahrenen Hörern in einem gutem Licht.

MFG Günther

MFG Günther
akem
Inventar
#11 erstellt: 04. Mrz 2013, 08:57

Hörbert (Beitrag #8) schrieb:

Na ja, ein 200-250 Euro-System halte ich für einen TP 13a dann doch für etwas übertrieben.


Sorry, aber solche Aussagen kann ich partout nicht verstehen! Das System macht nun mal die Musik, nicht der Tonarm. Daß es bessere Arme gibt möchte ich gar nicht bezweifeln. Aber warum bitte soll ich mir ein schlechtes System draufmachen, von dem ich vorher schon weiß, daß es nicht klingen wird? Sowas nenne ich eine self-fulfilling prophecy...

Gruß
Andreas
Holger
Inventar
#12 erstellt: 04. Mrz 2013, 10:44
Da kann man nur zustimmen.

Ich habe noch nie erlebt, dass irgendjemand irgendwo eine sich z. B. nur durch "schlechteren" / "besseren" Tonarm oder "schlechteres" / "besseres" Chassis (läßt sich beliebig durch "oder Anrtiebskonzept / Stromversorgung / Materialwahl bestimmter Schlüsselkomponenten" erweitern) Kombi eindeutig, sicher und ohne hinzuschauen identifizieren konnte.
Selbst, wenn eine insgesamt "schlechtere" Kombination im direkten Vergleich zu einer deutlich teureren und anerkannt "highendigeren" Kombi spielt, sind die Unterschiede eher im Nuancenbereich zu finden, ein AHA-Erlebnis wie den so gerne genannten Vorhang, der weggezogen wird, gibt es meiner langjährigen Erfahrung nach nicht.
Wer Lust und Zeit hat, kann sich gerne bei mir mal einen EMT in Vollausstattung gegen einen ollen Thorens 150 oder Dual 1019 mit Standardsystem anhören und danach selbst entscheiden...
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 04. Mrz 2013, 14:30
Hallo!

Ihr könnt gerne in der alten TP13a einbauen was ihr wollt, -das ist ganz eure Sache-.

Nach meiner Erfahrung mit den alten Kugeltonarm lohnen sich darin hochwertige Systeme nicht wirklich sondern zeigen nur die schwächen der etwas trägen Lagerkonstukion und die Resonanzanfälligkeit des alten Thorensarmes auf,

Aber jeder wie er will.

MFG Günther
Schweni
Neuling
#14 erstellt: 05. Mrz 2013, 11:26
Danke für die zahlreichen Beiträge.
Tendiere zu dem System von Shure M97xE.
Preis/Leistung scheint in Ordnung und das Klangbild sollte mir zu sagen.
Was mir auffällt, ein paar der genannten Systeme sind auf deren Herstellerhomepage nicht zufinden. Handelt es sich in dem Fall um "Vorgänger/ Vorjahres" Versionen?

Sanfte Grüße
Schweni
boozeman1001
Inventar
#15 erstellt: 05. Mrz 2013, 12:21
Es kann durchaus sein, dass einige der genannten Systeme nicht mehr hergestellt / verkauft werden.
akem
Inventar
#16 erstellt: 05. Mrz 2013, 12:28
Fast alle heute erhältlichen Systeme sind technisch gesehen mind. 20 Jahre alt. Auch wenn sie aus laufender Produktion stammen. Daran brauchst Du Dich nicht zu stören. Im Gegenteil: viele aktuelle Systeme oder gar "Neuheiten" sind lediglich abgespeckte Systeme, deren "große Brüder" vor 20 Jahren zu kaufen waren. Schau Dir z.B. mal das Audio Technika AT120 II an. Früher ging das mal rauf bis zur Nadel 150 irgendwas, heute ist die beste noch in Deutschland erhältliche Nadel die 140LC (meines Wissens nach). Als System wurde lange nur das AT120E verkauft, als das System mit der schlechtesten aller Nadeln, die es je dafür gab. Und die "Neuheit" ist tatsächlich nochmal unterhalb des 120E angesiedelt...

Früher war alles besser... manchmal ist das gar nicht so falsch

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#17 erstellt: 06. Mrz 2013, 00:08
siehe auch Shure M97 Xe versus HE
grendia
Stammgast
#18 erstellt: 06. Mrz 2013, 07:46
Ich habe an meinem TD150 mit Kugeltonarm ein AT95e Pro laufen. Funktioniert und klingt gut. Hier habe ich eine Cu von 15. das Shure Hat eine Cu von 25. da bin ich erst mal skeptisch ob das so gut ist. Wenn ich noch ein weiteres Headshell für meinen TD150 hätte könnte ich es ausprobieren. Habe beide Systeme, aber das Shure momentan an einem TK24.
Schweni
Neuling
#19 erstellt: 06. Mrz 2013, 08:50
@grendia: Was bedeutet "Cu von 15"?
boozeman1001
Inventar
#20 erstellt: 06. Mrz 2013, 09:07
CU bedeutet Comliance, also die Nadelnachgiebigkeit. Je höher die Zahl, umso höher ist die Nadelnachgiebigkeit.
Beim Shure ist die Compliance mit 25 relativ hoch, allerdings verfügt das System über den "Dynamic Stabilizer", also dieser kleinen Bürste, die heruntergeklappt werden kann. Diese ist gedämpft aufgehängt und "simuliert" so eine geringere CU. Ich habe das Shure an meinem TD150 sowohl mit also auch ohne DS gefahren und es macht nicht wirklich einen Unterschied, läuft also sowohl als auch gut.

Gruß,
Kai
Pilotcutter
Administrator
#21 erstellt: 06. Mrz 2013, 09:42
Zur Nadelnachgiebigkeit und ihrer Erklärung hier noch ein kurzes Referat von phonophono

Gruß. Olaf
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