Thorens TP 63 System einstellen?

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hammi.bogart
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Okt 2013, 18:10
Hallo,
welche Hilfsmittel gibt es, um das System optimal einstellen zu können?

Sollte es eine geben, hat jemand eine übrig?

LG
Hartmut
boozeman1001
Inventar
#2 erstellt: 10. Okt 2013, 22:34
Am besten ist eine Schablone.
Schau mal hier, da gibt es gute zum herunterladen und selbst ausdrucken: http://vono.ch/akustik/ersteHilfe/plattenspieler/

Gruß,
Kai
Jaws1974
Stammgast
#3 erstellt: 10. Okt 2013, 22:46
Auf vinylengine.COM (Anmeldung kostenlos) findest du spezielle Schablonen im Downloadbereich für verschiedene Thorensarme.
Ich tippe beim Tonarmrohr TP63 auf einen TP16MKIII. Den hab ich auch und hab ihn mit eben einer Schablone von dort eingestellt. Beim Ausdruck nur aufpassen, das Originalverhältnis beizubehalten.

Grüße Bernd


[Beitrag von Jaws1974 am 10. Okt 2013, 22:48 bearbeitet]
hammi.bogart
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 11. Okt 2013, 08:35
Hallo,

vielen Dank für die links.

Ich dachte, von Thorens gibt es so ein durchsichtiges Plastikteil?

Gruß
Hartmut
Pilotcutter
Administrator
#5 erstellt: 11. Okt 2013, 08:55
Tja, Hartmut da nützt alles nichts, das ist und bleibt eine Fummelei.

Eine Schablone besorgen oder drucken. Beim Drucken, wie gesagt, auf den Maßstab achten und nötigenfalls die Druckoptionen prozentual anpassen.

Justage1

Bei Thorens ist das natürlich maximal fummelig, weil man für jede Schraubendrehung das Tonarmrohr demontieren muss. Da sollte man das System ersteinmal so fest montieren, dass es sich noch gerade verschieben lässt aber trotzdem die Position hält. Und dann kann man entdecken, wie lang so ein Dreiviertelzentimeter Verschiebemöglichkeit sein kann

Aber denke dran und ich zitiere aus einem "Audio" Bericht d.J.


Dieser Initiationsritus stärkt auch die Verbindung zwischen Mensch, Maschine und nicht zuletzt der Musik


Viel Erfolg!

Gruß. Olaf
Archibald
Inventar
#6 erstellt: 11. Okt 2013, 12:47
Hallo Olaf,

wenn Du von "Fummelei" sprichst, dann habe ich wohl verstanden, dass es sich hierbei nicht um "Schweinkram" handelt .

Wie dem auch sei, mit dem richtigen Zubehör und der originalen Beschreibung von Thorens ist die Montage alles andere als ein Hexenwerk. Meiner Meinung nach sind wenige Montageanleitungen einfacher, einfallen würden mir hier nur die Snap In-Montage bei Dual oder T4P nach dem Technics-Verfahren.

Als Kurzanweisung (aus meiner Erinnerung, da meine Thorensbeschreibung im Augenblick zuhause ist - ich allerdings nicht) :

Das System wird auf eine glatte Unterlage gestellt und die Nadel wird mit den Thorens-Unterlegscheiben auf die Höhe der an der Außenseite der Plastikeinstellehre vorhandenen Markierung gebracht. Auf diese Weise ist das Thema "vertikaler Spurfehlwinkel" in der Norm.

Das System wird mit der Montageinheit (Griff und spezielles Distanzstück) sowie den Unterlegscheiben und den metrischen 2 mm Schrauben lose montiert.

Die lose montierte Einheit kann nun von hinten auf den Kopf des Tonams gesteckt werden. Die Nadel muss von oben betrachtet genau in der Speitze der winkelförmigen Aussparung sein und der Systemkörper genau parallel zu der in der Beschreibung gezeigten Kante des Tonarmkopfes.

Als nächstes kann man über die seitlichen Aussparungen prüfen, ob die Nadel bezüglich der Höhe wirklich korrekt sitzt und ob der Systemkörper zu weit oder nicht weit genug auf den Kopf des Tonarms gesteckt ist. Wenn die Nadel in der richtigen Position ist, kann man die Schrauben festziehen und die Kabel befestigen.

Anschließend wird das Tonarmrohr montiert und der Tonarm ausbalanciert. Antiskating und Gewicht werden an den Rändelrädern auf die gewünschten Werte gestellt - das war's.

Problematisch wird's nur, wenn ein "Schlauberger" aus "Optimierungsgründen" die werksseitig eingestellte Tonarmhöhe verändert hat, dann fängt die Fummelei wirklich an - das ist aber eine Sache, die von Thorens nie empfohlen oder beschrieben wurde.

Gruß Werner aka Archibald
Pilotcutter
Administrator
#7 erstellt: 11. Okt 2013, 13:43
Moin Werner!

Hier im Norden ist "Fummelei" oder besser "Fummelkram" in erster Linie gebräuchlich für "etwas Schwieriges mit den Händen tun". Von daher habe ich mir die Freiheit genommen


Archibald (Beitrag #6) schrieb:
die Nadel wird mit den Thorens-Unterlegscheiben auf die Höhe der an der Außenseite der Plastikeinstellehre vorhandenen Markierung gebracht.


Die Thorens'sche Einstelllehre meinte Hammi auch offensichtlich aber da selbige derart selten ist, ist die Chance einer Leihgabe oder eines Verkaufs hier wohl äußerst gering.

In der Bucht ist eine Einstelllehre erhältlich und so etwas würde sich bestimmt bei häufigem Systemwechsel und bei Wiederkauf des Drehers bezahlt machen.

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 11. Okt 2013, 13:51 bearbeitet]
hammi.bogart
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 11. Okt 2013, 18:26
Moin,
genau diese Einstelllehre meinte ich .

Aber fast 20 okken
Ich habe mich am alten System orientiert, den Überhang festgemacht.
Dann das ganze ausgewogen und eingestellt.
Es scheint zu passen. Der Klang ist unverzerrt und macht Spaß.

Die Verbindung zwischen Venyl und Musik ist mit Sicherheit emotionaler

LG
Hartmut
raindancer
Inventar
#9 erstellt: 11. Okt 2013, 21:46

Pilotcutter (Beitrag #7) schrieb:
In der Bucht ist eine Einstelllehre erhältlich und so etwas würde sich bestimmt bei häufigem Systemwechsel und bei Wiederkauf des Drehers bezahlt machen.

Dabei gilt es die verschiedenen Versionen des TP16 zu beachten, es gibt mindestens 3 verschiedene Lehren für Mk nix, II und III. Fies ist der Unterschied zwischen II und III, die Tonarme sehen identisch aus, sind es aber nicht.

aloa raindancer


[Beitrag von raindancer am 12. Okt 2013, 00:27 bearbeitet]
Jaws1974
Stammgast
#10 erstellt: 11. Okt 2013, 22:20

raindancer (Beitrag #9) schrieb:

Dabei gilt es die verschiedenen Versionen des TP63 zu beachten, es gibt mindestens 3 verschiedene Lehren für Mk nix, II und III. Fies ist der Unterschied zwischen II und III, die Tonarme sehen identisch aus, sind es aber nicht.

aloa raindancer


Bist du dir da sicher? Auf den MKI passt das TP63 doch gar nicht, oder? Das ist doch der mit festem Tonarm und wechselbarem Headshell TP60. Der Unterschied zwischen MKII und III ist doch nur das Tonarmrohr...einmal TP62 und einmal TP63. Meine Lehre passt zum TP16III mit Tonarmrohr TP63 und sogar zum TP30 des Thorens TD115.
Oder gibt es verschiedene Lehren für die verschiedenen Tonarmrohre bzw. Headshells? Vom TP63 gibt es nur eine Version.

Grüße Bernd
raindancer
Inventar
#11 erstellt: 12. Okt 2013, 00:28
War ein Verschreiber, habs korrigiert. Meine Warnung gilt für die Tonarme TP16 II und III.

aloa raindancer
silberfux
Inventar
#12 erstellt: 13. Okt 2013, 13:17
Hi, meinste dieses Teil? DSCN0768

Einstellen geht auch ohne, aber bequemer ist´s schon mit.

BG Konrad
Archibald
Inventar
#13 erstellt: 22. Okt 2013, 12:43
Hallo Hartmut,

solltest Du im Sauerland wohnen, kannst Du Dich gerne mal per PN melden.

Gru0 Werner aka Archibald
Holger
Inventar
#14 erstellt: 22. Okt 2013, 12:57

silberfux (Beitrag #12) schrieb:
Hi, meinste dieses Teil? DSCN0768

Einstellen geht auch ohne, aber bequemer ist´s schon mit.



Wie der Zufall es will, habe ich gerade gestern abend noch so ein Ding gefunden... für 18 Euro inkl. Porto würde ich es abgeben.
marwie
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 22. Feb 2018, 11:12
Noch eine Frage zu der Einstelllehre: Ich hab so eine (angeblich) passend zum tp 63 zugelegt. Der Headshell passt rein, hat aber so 0.5mm Spiel links und rechts und hält auch nicht, ohne dass man Headshell und Lehre festhält. Ist das normal, oder wurde die falsche Lehre geliefert?
Archibald
Inventar
#16 erstellt: 22. Feb 2018, 16:07
Hallo Marwie,

etwas Spiel ist normal. Das Tonarmendrohr sitzt nicht absolut "spack". Wenn das Tonarmendrohr aber fest mit dem "Kopf" gegen die Einstelllehre gedrückt wird, ist praktisch kein Spiel mehr vorhanden. Auch für Dich gilt mein Angebot, falls Du in "Schlagdistanz" zum Sauerland wohnen solltest.

Gruß Werner aka Archibald
marwie
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 24. Feb 2018, 01:24

Archibald (Beitrag #16) schrieb:
Hallo Marwie,

etwas Spiel ist normal. Das Tonarmendrohr sitzt nicht absolut "spack". Wenn das Tonarmendrohr aber fest mit dem "Kopf" gegen die Einstelllehre gedrückt wird, ist praktisch kein Spiel mehr vorhanden.

Ah muss ich nochmals testen.



Auch für Dich gilt mein Angebot, falls Du in "Schlagdistanz" zum Sauerland wohnen solltest.

Danke für dein Angebot, aber komme aus der Schweiz, das ist leider nicht grad in Schlagdistanz :-)

Apropos einstellen:
Ich habe bei meinem Thorens TD 166 MKII (mit Grado Prestige Blue1 Tonabnehmer) das Problem, dass so im inneren Drittel einer LP (bei manchen mehr und bei anderen weniger stark) Verzerrungen, va. bei höheren Frequenzen, auftreten, an was könnte das liegen?

Ausserdem habe ich ein merkwürdiges Problem: manchmal ist ein Kanal (mal der linke und mal der rechte) deutlich lauter als der andere ist. Nach einiger Zeit sind dann wieder beide Kanäle wieder gleich laut. Was könnte der Grund dafür sein? Könnte statische Aufladung etwas damit zu tun haben?
Hörbert
Moderator
#18 erstellt: 24. Feb 2018, 08:49
Hallo!


.........dass so im inneren Drittel einer LP (bei manchen mehr und bei anderen weniger stark) Verzerrungen, va. bei höheren Frequenzen, auftreten, an was könnte das liegen? ........


Schlicht daran dass du eine Tangential geschnittene Scheibe radial abtastest.

Eine veränderte Justage könnte hier zwar möglicherweise das Problem etwas mildern aber nicht beheben.

Mit diesen Systemimmanenten Fehlern der alten Technik muss man halt leben.

MFG Günther
Holger
Inventar
#19 erstellt: 24. Feb 2018, 10:46

marwie (Beitrag #17) schrieb:
Ausserdem habe ich ein merkwürdiges Problem: manchmal ist ein Kanal (mal der linke und mal der rechte) deutlich lauter als der andere ist. Nach einiger Zeit sind dann wieder beide Kanäle wieder gleich laut.


Thorens-Kabel fangen gerne bei den vergossenen Cinch-Steckern an, wenn sie einen Defekt entwickeln (Kabelbruch).
Ich würde einfach einige Zentmeter Kabel abschneiden und neue Cinchstecker anlöten (lassen).
juergen1
Inventar
#20 erstellt: 24. Feb 2018, 22:15

marwie (Beitrag #17) schrieb:
Ich habe bei meinem Thorens TD 166 MKII (mit Grado Prestige Blue1 Tonabnehmer) das Problem, dass so im inneren Drittel einer LP (bei manchen mehr und bei anderen weniger stark) Verzerrungen, va. bei höheren Frequenzen, auftreten, an was könnte das liegen?
Verzerrungen vorrangig rechts: AS erhöhen, und umgekehrt.
Tritt es auf beiden Kanälen auf, dann nochmal die Auflagekraft genau überprüfen. Tonarm vor der Einstellung auspendeln.
Schlechte geometrische Justage kann auch eine Ursache sein. Auf welche Geometrie, welche Nullpunkte ist denn justiert?
Gruß
Jürgen
marwie
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 01. Mrz 2018, 20:34

Holger (Beitrag #19) schrieb:

marwie (Beitrag #17) schrieb:
Ausserdem habe ich ein merkwürdiges Problem: manchmal ist ein Kanal (mal der linke und mal der rechte) deutlich lauter als der andere ist. Nach einiger Zeit sind dann wieder beide Kanäle wieder gleich laut.


Thorens-Kabel fangen gerne bei den vergossenen Cinch-Steckern an, wenn sie einen Defekt entwickeln (Kabelbruch).
Ich würde einfach einige Zentmeter Kabel abschneiden und neue Cinchstecker anlöten (lassen).

Bingo, war ein Wackelkontakt, neue Stecker dran und das Problem ist behoben :-) danke für den Tipp!
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