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Tonabnehmer Technics SL-3200

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Hellman66
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Okt 2013, 15:40
Hallo zusammen,

wie der Titel schon sagt bin ich auf der Suche nach einen TA für den Technics SL-3200.

Habe bisher einen Technics SL-D3 mit einem Audio Technica AT-91 an einer Thakker-Headshell. Das Problem an dem Dreher ist, dass der Vorbesitzer da ordentlich dran rumgebastelt hat. Hab zwar vieles wieder hin bekommen aber bin mir stellenweise nicht sicher ob das wirklich alles so seine Ordnung hat (unter anderem wurde wohl auch der komplette Tonarm durch den Guten auseinander genommen und fachmännisch mit ordentlich Kleber wieder zusammengesetzt). Klanglich kann ich zwar nicht unbedingt meckern, hab aber auch keine wirkliche Referenz zu dem was da raus kommt.

So bin ich dazu gekommen mir den SL-3200 in der Bucht zu schießen. Der sollte die Tage auch bei mir eintreffen. Bei dem ist kein System dran, weshalb ich auch erstmal den AT-91 dran machen werde. Allerdings möchte ich auf Dauer dann doch ein anderes System haben. Auch um einfach mal zu hören wie da die Unterschiede sind. Ob auf Dauer der SL-3200 oder der SL-D3 zum Einsatz kommt entscheide ich dann.

Als Verstärker hab ich den HK 6100 weshalb wohl ein MM-System dran kommen wird zumal mir die nicht Austauschbarkeit der Nadeln bei MC Systemen nicht so behagt. Boxen sind zur Zeit die Victa 200 dran. Sollen dieses Jahr aber auch noch ausgetauscht werden. Wo da die Richtung hin gehen wird weiß ich allerdings noch nicht.

Musik-technisch bin ich im Metal-/Hardrock-Bereich zu Hause. Was aber nicht heißt das auch mal, wenn auch selten, eine Klassikplatte auf dem Player landet.

Als kleine Vorauswahl hab ich die folgenden Systeme im Auge:

Concorde Arkiv: Kann sein, dass das für den Arm zu schwer ist. War bis letzte Woche meine einzige Alternative da ich mir bisher die Justierung nicht zugetraut habe. Hab dass aber dann dochmal in Ruhe angegangen und war vom Ergebnis mehr als positiv überrascht, weshalb jetzt auch wieder die "normalen" Systeme im Rennen sind, was ie Sache nicht einfacher macht.

Ortofon 2m red: Ist eigentlich schon mehr oder minder aus dem Rennen, da ich mittlerweile zu oft gelesen hab das die Nadel nix sein soll. Lass mich da aber gern eines besseres belehren, da es mir optisch sehr zu sagt.

Shure M-44G: Hatte ich bis heute überhaupt nicht auf dem Schirm. Soll aber wohl was grundsolides sein, was man so liest.

Shure M97xE: Optisch mal so garnicht meins, aber wenn es gut klingt???

Vinyl-Master red: Nur zähneknirschend da eigentlich schon außerhalb meines Budgets.

Letzteres zeigt dann auch wo ich mich ungefähr preislich bewegen möchte. Was mir auch wichtig wäre, und dafür jetzt bitte nicht schlagen, ist, dass ich es über den großen Fluss beziehen kann, da ich hier noch einige Gutscheincodes rumfliegen habe.
Was schön wäre, aber kein Muss, ist dass man die Systeme mit neuen Nadeln aufwerten kann. Weshalb auch das Arkiv und das M-44G momentan meine Favoriten sind.

Was meint ihr dazu? Ist ein brauchbares dabei für meine Zwecke, Technik? Gibt es Alternativen zu den oben genannten?


Beste Grüße,

Stephan
akem
Inventar
#2 erstellt: 21. Okt 2013, 17:02
Schau Dir das mal an: http://www.zum-shop....17-345_p14700_x2.htm
Allemal besser als ein VM Red, 2M Red oder Concorde wasauchimmer. Von Deiner Liste traue ich eigentlich nur dem Shure M97 einigermaßen guten Klang zu, wobei Shure auch so ein bischen seinen "eigenen" Sound hat.

Gruß
Andreas
Hellman66
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 21. Okt 2013, 17:25
Danke,

das ist mir bei meiner Suche so noch nicht über den Weg gelaufen. Muss ich mal schauen. Was ist denn am Shure M-44G aus zu setzen? Ist zwar ne blöde Frage, aber das ist mir in einschlägigen Rock-/Metal-Foren jetzt ein paar mal aufgefallen wenn die Dikussion um TA's los ging.

Gruß,

Stephan
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 21. Okt 2013, 21:51
Mit einer gesunden Portion Optimismus bekommt man ein VM Red alias 520MKII gebraucht in einem guten Zustand.

Das verlinkte Sumiko Pearl kenne ich nicht. Würde sowieso immer eher zum Nagaoka MP-110 tendieren, bei dem es wenigstens bessere Nadeln gibt.

MfG,
Erik
Hellman66
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 22. Okt 2013, 14:48
Hi,

nachdem ich bei meiner Suche gestern dann auch mal die asiatisch klingenden Hersteller mit einbezogen habe, bin ich bei dem MP-110 auch hängen geblieben. Mir gefällt es sowieso wenn man durch einen Nadeltausch sein System aufwerten kann und das scheint bei dem ja der Fall zu sein.

Ein gebrauchtes System möchte ich erstmal nicht. Bei einem neuen kann ich mir, zumindest sehr, sicher sein dass es funktioniert und so für mich erstmal einen Nullpunkt setzen was den Klang angeht. Deshalb kommt ja auch der zweite Dreher ins Haus, da ich mir bei dem SL-D3 einfach nicht zu 100% sicher bin das alles so ist wie es sein sollte.

Würde dass MP-110 den in meiner Kombi Sinn machen. Also an den Technics-Drehern von den Werten her?

Gruß,

Stephan
killnoizer
Inventar
#6 erstellt: 22. Okt 2013, 18:44
Einwandfrei !
Hellman66
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 22. Okt 2013, 18:53
Super, dann werd ich mich erstmal weiter in die Richtung schlau machen. Wenn noch Fragen bestehen werd ich mich vetrauensvoll an euch wenden

Wenn sonst noch wer seine Meinung zu diesem Thema kundtun möchte, bin ich für weitere Vorschläge und Anregungen natürlich immer dankbar.

Gruß,

Stephan
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 22. Okt 2013, 19:19
Auch wenn ich mich wiederhole und auf die Messungen mit den verschiedenen kapazitiven Anschlußwerten bei den Nagaoka's verweise:

Ich halte die Herstellerangaben für nicht sooo relevant. M. E. ist da ein gewisser Spielraum nach oben hin durchaus realisierbar UND alle Komponenten bilden eine Kette, die hoffentlich letztendlich zu einem befriedigendem Ergebnis führt, ohne daß man Kabel kürzen oder wild an den Klangreglern kurbeln muß.

Auch der HK6100 hat seine klanglichen Grenzen. Ich will ihn nicht abwerten, aber selbst für das MP-110 lohnt sich ein höherwertiger Phonoeingang irgendwann einmal. Sei es über einen separaten Preamp ( mit variablen Kapazitäten ? ) oder eine integrierte Version.

Leider gibt es lt. meiner Infoquelle nicht mehr als Neuware den 110er-Nadeleinschub mit Boron-Nadelträger. Schade. Wäre für-den-kleinen-Hunger-zwischendurch nett gewesen.

MfG,
Erik
Hellman66
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 22. Okt 2013, 19:57
Das nach oben hin immer Luft ist, auch was den Verstärker angeht, ist mir klar. Momentan suche ich eben nach etwas grundsoliden mit der Möglichkeit einer Aufwertung, wenn denn mal die Ansprüche steigen bzw. der Geldbeutel mehr hergibt. Persönlich tu ich mich da immer schwer in dem Bereich mal eine Kaufentscheidung zu treffen, da man zu allem sowohl positive als auch negative Meinungen findet, was klar ist bei der Subjektivität der Hörvorlieben. Und wenn dann noch die Abkürzungen und Fachausdrücke kommen ist bei mir irgendwann ganz Schluss. Ich möchte doch nur meine Platten hören ohne schreiend aus dem Raum zu rennen

Das Nagaoka scheint, was ich bisher gelesen habe, aber sehr nah an das heranzukommen wonach ich momentan suche. Werde es daher wohl drauf ankommen lassen. Allerdings warte ich jetzt erstmal auf den neuen Dreher. Sobald der dann da ist, gehts weiter.

Werde dann hier mal meine Meinung dazu kundtun wenn es die ersten 40-50 Platten hinter sich hat.

Danke und beste Grüße,

Stephen
Hellman66
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 26. Okt 2013, 13:30
Hallo nochmal zusammen,

hab heute noch einen Dreher aus einem Nachlass geschenkt bekommen. Dabei handelt es sich um den JVC QL-Y5F. Ein System war auch dran, und zwar mit der Bezeichnung Z-1 EB. Einen Firmennamen zum System konnte ich noch nicht finden. Scheint aber auch kein überragendes Teil zu sein was ich bisher so gelesen habe.
Laufen tut der JVC noch. Hatten den zwar nur kurz an einem Verstärker aber es kam was raus. Inwieweit der wirklich noch funktioniert kann ich leider erst morgen abend testen. Ist optisch jedenfalls noch sehr gut in Schuss. Werd da morgen mal das AT-91 dran hängen und justieren und dann mal schauen ob alles läuft.
Nun zu meiner Frage: Würde das Nagaoka MP-110 auch mit dem JVC zusammen Sinn machen?
Mein Plan ist jetzt der, das ich die drei Spieler mal alle drei mit dem Nagaoka höre und dann entscheide wer bleiben darf und wer gehen muss. Das macht allerdings nur Sinn wenn auch alle drei Spieler mit dem System können.

Besten Dank und schöne Grüße,

Stephan
akem
Inventar
#11 erstellt: 26. Okt 2013, 16:11
So wie der JVC aussieht dürfte der mit einem MP110 und erst recht mit einem AT91 ganz erheblich untermotorisiert sein. Ein Benz ACE SL oder ein Rondo Bronze dürfte es da wohl schon sein...
Siehe auch
http://www.vinylengine.com/library/jvc/ql-y5f.shtml
http://www.hifi-wiki.de/index.php/JVC_QL-Y_5_F

Gruß
Andreas
Hellman66
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 26. Okt 2013, 16:56
Ok, die beiden von dir genannten Abnehmer liegen momentan definitiv nicht in meiner Preisliga

Das heißt aber auch, das der JVC gegenüber den Technicsdrehern technisch die Nase vorn hat, wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe.

Funktionieren würde es aber mit dem MP-110, auch wenn es fahren mit angezogener Handbremse ist, oder?

Und um ausprobieren, ob er überhaupt das macht was er machen soll, den AT-91 dran machen würde also auch funktionieren?

Gruß,

Stephan
akem
Inventar
#13 erstellt: 26. Okt 2013, 17:35
Ähm, ich muß gestehen, daß ich jetzt nicht den ganzen Fred nochmal durchforstet habe, um die Konkurrenten ausfindig zu machen... Jedenfalls zählt der JVC zu den besseren Drehern
Aber die anderen beiden sind sicher auch nicht schlecht, ich hab sie gerade mal nachgeschaut. Zumal Technics eigentlich nie richtigen Mist gebaut hat. Es gab nur mal welche, bei denen irgendein Plastikteil beim Tonarmlift bricht. Ich weiß jetzt nur nicht mehr, welche(r) das war(en). Dieses Teil läßt sich aber angeblich auch reparieren...
Aber nur mal so als Anregung: ich hab derzeit 16 Dreher... Davon zwei mit drei Armen...

Gruß
Andreas
Hellman66
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 26. Okt 2013, 17:47

Aber nur mal so als Anregung: ich hab derzeit 16 Dreher... Davon zwei mit drei Armen...


Naja es ist ja nicht so, dass ich nicht wollen würde, aber leider ist der Platz in meiner Wohnung (26 m2) dafür einfach zur Zeit etwas begrenzt. Aber vielleicht finde ich ja noch eine Möglickeit zur Zwischenlagerung.

Die beiden anderen Dreher sind ein SL-D3 und ein SL-3200. Ersterer durch seinen Vorbesitzer etwas verbastelt.


Jedenfalls zählt der JVC zu den besseren Drehern


Na dann hab ich ja mal Glück gehabt den abgreifen zu können. Bleibt nur noch zu hoffen das alles funktioniert.

Dennoch mal hier die Frage ob das MP-110 theoretisch an den Dreher passen würde.

Gruß,

Stephan
akem
Inventar
#15 erstellt: 26. Okt 2013, 18:24
Auf die Schnelle hab ich keine Daten zu dem Dreher finden können. Es steht aber durchaus zu befürchten, daß der Arm zu den etwas schwereren gehört. Da würde dann eher ein System mit einer etwas härteren Nadel passen. Vielleicht ein Denon DL110? Ist elektrisch kompatibel zu MM systemen, braucht also keinen MC-Eingang. Gibt es derzeit mit etwas Suchen für ca. 180€, bei williamthakker.de für 185€. Oder ein Sumiko Pearl für 120€ (wenn denn die angegebenen 15µm/mN stimmen). Beide haben eine elliptische Nadel der besseren Art (5x18µm), sind also beide vom Schliff her beide besser als das MP110.

Gruß
Andreas
Hellman66
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 26. Okt 2013, 18:45
Hab mir mal die Bedienungsanleitung gezogen. Aber, wie man schon gemerkt haben dürfte, hab ich von den ganzen Werten noch nicht so den Schimmer.
Was ich gefunden habe ist, dass das System zusammen mit der Headshell auf ein Gewicht von 14,5-24g kommen darf. Welcher Wert gibt mir denn die Aufhängung der Nadel an? Und was ist der entsprechende Wert bei den Drehern? Mir will das nämlich irgendwie noch nicht so richtig in den Kopf. Wenn ich die Auflagekraft für das System bzw. Nadel richtig eingestellt habe ist es doch eigentlich egal wie die Nadel aufgehängt ist. Die Auflagekraft bleibt doch dieselbe. Oder hängt das mit den Auf- und Abwärtsbewegungen beim Abtasten der Platte zusammen? Wie gesagt, ist für mich noch so nen bissel ein Buch mit sieben Siegeln.

Gruß,

Stephan
volvo740tius
Inventar
#17 erstellt: 26. Okt 2013, 22:10
Hallo Stephan,

der Tonabnehmer darf mit Headshell nicht schwerer wie 17g sein. Ich weiß jetzt nicht, wie Du auf die 24g kommst? Der Tonarm hat eine effektive Masse von 12g, also Technics-Standard.

Gruß Thomas
Hellman66
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 26. Okt 2013, 22:23
Hi,

die 14,5-24g bezogen sich jetzt auf den JVC und nicht auf den Technics. Das waren zumindest die Werte die in der Bedienungsanleitung standen.

Gruß,

Stephan
killnoizer
Inventar
#19 erstellt: 27. Okt 2013, 06:23
Die Nadelnachgiebigkeit bzw. Compliance kannst du aus deinen vorhandenen Daten NICHT erkennen .

Und ICH verstehe auch nicht warum niemand deine grundsätzliche Frage beantwortet .

Die haben wohl alle wichtigeres zu sagen wie zB. immer neue Systeme ins Gespräch zu bringen ...

Probiere es einfach aus , grad bei NAGAOKA ist die Angabe häufig nicht korrekt oder nach anderer Einheit/Definition angegeben.

Du kannst aber auch nichts dabei beschädigen wenn du bei der Umschrauberei vorsichtig bist .

Ebenso häufig täuscht die massive Optik eines Tonarms auch viel Masse vor .

Probier es aus , eigene Erfahrungen sind sicher das beste ....

Aus Erfahrung rate ich zu MM Systemen , da kannst du zudem die Nadel für die Montage fix entfernen und später bei Verschleiß auch einfach erneuern
.

Bei Kauf eines neuen Tonabnehmers käme für mich persönlich nur Audio Technica in Frage .

Gerrit
akem
Inventar
#20 erstellt: 27. Okt 2013, 12:13
"Welcher Wert gibt mir denn die Aufhängung der Nadel an? Und was ist der entsprechende Wert bei den Drehern? Mir will das nämlich irgendwie noch nicht so richtig in den Kopf. Wenn ich die Auflagekraft für das System bzw. Nadel richtig eingestellt habe ist es doch eigentlich egal wie die Nadel aufgehängt ist. Die Auflagekraft bleibt doch dieselbe. Oder hängt das mit den Auf- und Abwärtsbewegungen beim Abtasten der Platte zusammen? "

Du ahnst es schon.
Die effektiv bewegte Masse des Tonarmes plus das Eigengewicht des Tonabnehmers bilden zusammen mit der Nadelnachgiebigkeit (engl. Compliance) ein schwingfähiges Feder-Masse-System. Die Eigenresonanz dieses Systems darf nicht zu tief liegen (sonst wird sie z.B. durch verwellte Platten angeregt) aber auch nicht zu hoch (sonst wird sie durch die Musik angeregt). Wenn's resoniert, gibt es riesengroße Auslenkungen, die nicht nur für Membranflattern beim Lautsprecher führen können (gerade bei Baßreflexboxen) sondern bei empfindlichen Tonabnehmern sogar zum Bruch des Nadelträgers führen kann (die Audio Technika AT33 PTG sind solche Kandidaten). Es gibt auch Berechnungsformeln dafür oder Excelrechner, vielleicht hat jemand nen Link dazu). Die Resonanz sollte so etwa zwischen 8 und 12Hz liegen.
Liegt die Resonanz zu hoch, wird sich auch ein Mangel an Tiefbaß einstellen.
Generell gilt: je schwerer der Arm, desto niedriger muß die Compliance sein. Je leichter der Arm, desto höher muß die Compliance sein.

Gruß
Andreas
Hellman66
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 27. Okt 2013, 12:24
Hi und danke für die Antwort,

beim Nagaoka möchte ich vorerst eigentlich bleiben. War schon schwer genug wenigstens die Entscheidung zu treffen

Was man so liest scheint es auch ziemlich genau das zu treffen was ich momentan suche. Mehr geht immer, dass ist mir klar.


Du kannst aber auch nichts dabei beschädigen wenn du bei der Umschrauberei vorsichtig bist .


Bin zwar eher von der grobmotorischen Fraktion, aber bisher hat es immer ganz gut funktioniert wenn ich am System rumgewerkelt hab.

Zur compliance des JVC gibt es in der Bedienungsanleitung zwei Werte:

Dynamisch: 10x10^-6 cm/dyne
Statisch: 30x10^-6 cm/dyne

Zum Nagaoka hab ich die beiden folgenden Werte gefunden:

Dynamisch: 6x10^-6 cm/dyne
Statisch: 18x10^-6 cm/dyne

Nur hab ich das Problem das ich die Werte hat null bewerten kann. Das die nicht gleich sind ist mir schonmal klar. Aber wie weit sollten/dürfen die denn auseinanderliegen.

Werde denk ich beim MP-110 bleiben und einfach mal probieren, wenn man da nix kaputt machen kann. Dennoch würde mich mal interessieren wie ich die oben genannten Werte zu interpretieren habe.

Gruß,

Stephan
akem
Inventar
#22 erstellt: 27. Okt 2013, 12:34
Ich vermute, das waren die Daten des original montierten Tonabnehmers, was aber nicht unbedingt heißen muß, daß der ideal zum Arm gepaßt hat. Man hat auch in der goldenen Vinyl-Ära gerne mal Tonabnehmer montiert, die zwar vom Preisgefüge her gepaßt haben, klanglich aber eigentlich nicht. Wenn ich da alleine an die Thorens damals und die Grado-Systeme denke...
Gehen wir mal davon aus, daß der JVC einen "mittelschweren" Arm hat (was bei den genannten Daten schon hinkommt), dann würde das Nagaoka schon passen.

Gruß
Andreas
Hellman66
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 27. Okt 2013, 16:32
Ok. Soweit so gut. Die Ausführungen zum Schwingungsverhalten leuchten mir soweit auch ein. So ein Excel-Sheet zur Berechnung würde mich allerdings auch mal interessieren, also wenn wer weiß wo man sowas finden kann... Möchte mich vielleicht dann dochmal etwas weiter mit der Materie auseindandersetzen.

Jedenfalls wirds dann wohl fürs erste das MP-110 werden und dann werd ich mal sehen was bei den Drehern so hinten raus kommt und wie es mir gefällt. Verkauft wird von den dreien dann wohl auch erstmal keiner. Kann die zwar nicht alle in meine Wohnung stellen, aber da der Kellerraum mal dringend durchforstet werden muss wird sich da wohl eine Lagermöglichkeit ergeben.

Euch auf jeden Fall vielen Dank. Werd mich spätestens dann wieder melden wenn ich mir eine Meinung über die Dreher und den Abnehmer gebildet habe, oder neue Fragen aufgekommen sind.

Gruß,

Stephan
Hellman66
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 27. Okt 2013, 21:29
Sorry wenn ich schon wieder nerve aber jetzt bin ich auf ein kleines Problem bei dem JVC gestoßen.

Und zwar hab ich mich eben mal daran begeben das AT-91 dran zu basteln und alles einigermaßen zu justieren um zu schauen inwieweit der noch funktioniert. Bin dazu nach Anleitung vorgegeangen. Also erstmal Tonarmhöhe einstellen und dann das cueing. Letzteres ist dann auch das Hinderniss, da man da nur mit so einem Spezialteil ran kommt und ich keinen Schimmer habe wie das heißt. Ums einstellen der beiden Sachen komme ich nich drumherum da die Nadel sonst erst gar nicht richtig aufsetzt.

Bilder sagen ja mehr als tausend Worte, daher hier die Problemstelle:

Problemstelle

Braucht man dafür überhaupt das spezielle Teil oder geht das irgendwie auch anders ohne verbrannte Erde zu hinterlassen? Würde ja noch das entsprechende Bild aus der Bedienungsanleitung hier posten aber ich weiß nicht ob man das machen darf.

Besten Dank und schöne Grüße,

Stephan
killnoizer
Inventar
#25 erstellt: 28. Okt 2013, 04:02
Ich versteh nichts ..

?????
volvo740tius
Inventar
#26 erstellt: 28. Okt 2013, 05:56
Hallo,

Einstellung Tonarmhöhe Fig.10 Abb.10 im manual. Da muss nichts demontiert werden. Was meinst Du mit Cueing?

Gruß Thomas
killnoizer
Inventar
#27 erstellt: 28. Okt 2013, 07:14
Cueing könnte die Arbeitshøhe des Lifts bedeuten ?
Hellman66
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 28. Okt 2013, 09:02
Ja, Arbeitshöhe. Mir ist da gestern keine passende Übersetzung zu eingefallen und ich habs einfach aus der Anleitung übernommen.

Das die Tonarmhöhe an der Seite eingestellt wird und da nix los geschraubt werden muss ist mir klar. Das Problem ist nur, dass der Arm nicht hoch genug fährt und die Nadel so über die Platte schrammelt. Gleiches gilt auch wenn der Arm eigentlich unten sein sollte. So dass die Nadel erst gar nicht richtig aufsetzt. Irgendwie ist da m.M. nach zu wenig Spiel drin. Dass das Auflagegewicht durch den Dreher elektronisch eingestellt wird weiß ich. Aber auch wenn das eingestellt ist macht es Anschein als ob die Nadel nur so gerade eben aufsetzt. Merkt man dann auch, da die nicht in der Rille bleibt und springt.

Hatte erst gedacht das die Headschell und das System zu leicht sind. Das kann es aber nicht sein, da das auch bei einer schwereren Headshell und dem AT-91 passiert.

Gruß,

Stephan
volvo740tius
Inventar
#29 erstellt: 28. Okt 2013, 20:36
Hallo,

stimmt, in der Serviceanleitung sieht man es. Wenn Du die Auflagekraft korrekt eingestellt hast, bleibt nur dieser Weg, wie in den Papieren beschrieben. Die Kappe abschrauben und den Hub nachjustieren. Was natürlich komisch ist, dass jetzt die Nadel springt. Das hat mit dem Hub an sich nichts zu tun. Diese Justierung hat nur etwas mit der Bauhöhe des Tonabnehmers zu tun. Nach diesem Eingriff erneut 0- Balance und Auflagekraft neu einstellen. Versuch macht kluch.

Gruß Thomas
Hellman66
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 28. Okt 2013, 21:19
Hi,

habs mit einer Pinzette hinbekommen die Schrauben raus zu drehen. Saßen nicht all zu fest. Jetzt läuft alles erstmal so wie ich mir das vorstelle. Man muss sich halt nur erst umstellen mit der Auflagekraft. Die wird ja quasi vom System selbst eingestellt. Das war auch gestern mein Denkfehler und deshalb war die Nadel am springen. Höhe des Hubs ist jetzt aber korrekt, so dass die Nadel beim zurückschwenken nicht mehr halb über die Platte gezogen wird.
Macht soweit schonmal alles einen guten Eindruck. Bin mal gespannt wie das ganze mit dem Nagaoka so klingt.
Ach ja, hab mir zudem am WE mal einen neuen Verstärker gegönnt. Rotel RA-960 BX. Wollte die Dreher auch mal an einen anderen hängen und schauen was da für Unterschiede bestehen.
Hab jetzt also erstmal genug Möglichkeiten zum durchprobieren. Mal schauen was da hinten bei raus kommt.

Danke und Gruß,

Stephan
Hellman66
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 07. Nov 2013, 19:01
So hallo nochmal zusammen,

kurze Rückmeldung meinerseits:

Hab jetzt seit Ende letzter Woche das MP 110 am JVC am laufen und bin damit SEHR ZUFRIEDEN. Man will es ja immer nicht glauben, dass es so gravierende Unterschiede zwischen den TA's gibt, aber wenn ich mir das AT-91 dagegen anhöre liegen da für mich einfach Welten zwischen. Nichts gegen das Audio-Technica, auch das hat mir meine Platten immer schön brav abgespielt ohne zu nerven aber das Nagaoka ist da klanglich einfach breiter aufgestellt.

Momentan komm ich vor lauter Plattenhören auch irgendwie nicht so wirklich dazu das mal an einen von den beiden Technics zu hängen, wobei ich mich auch frage ob das überhaupt noch nötig ist, wenns mir so schon Spaß macht.

Das einzige was mich ein wenig irrtiert ist, dass in der Bedienungsanleitung vom MP-110 drin steht das man die Nadel nach 150-200 Std. wechseln soll, was ich ein wenig happig finde. Nehme aber mal an das die nur verkaufen wollen und da die Nadel regelmäßig gereinigt wird, die wohl auch länger durchhalten wird.

Auf jeden Fall ein dickes Danke an Alle und schöne Grüße,

Stephan
akem
Inventar
#32 erstellt: 07. Nov 2013, 19:38
Ich kann mir nicht vorstellen, daß das mit der Lebensdauer der Nadel ernst gemeint ist. Das ist entweder ein Übersetzungsfehler (wobei ich nicht weiß, welche Fehler auch das schlechteste Übersetzungsprogramm bei Zahlen machen könnte) oder den Beipackzettel hat jemand geschrieben, der geistig noch in Zeiten von Saphirnadeln lebt. Obwohl, wer weiß schon, ob da wirklich ein Diamant drauf ist...

Gruß
Andreas
Hellman66
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 07. Nov 2013, 22:24
Na du machst mir ja Hoffnungen

Bedienungsanleitung ist zumindest schonmal in Englisch, aber keine Ahnung ob das auch schon aus irgendeiner asiatischen Srache übersetzt worden ist. Vielleicht gehen die einfach davon aus das der Benutzer zu blöd zum einstellen ist und die Nadel daher zwangsweise nach 200 Std. hin ist. Keinen Schimmer, aber man wird es ja dann sehen, denke ich zumindest....

Gruß,

Stephan
Hörbert
Moderator
#34 erstellt: 08. Nov 2013, 09:14
Hallo!

200 Betriebsstunden als Minimalwert ist gar nicht so unrealistisch für einen der günstigeren gebondeten Industriediamanten,. -allerdings würde ich doch eher von ca. 600 Betriebsstunden ausgehen-, Das ist auch ungefähr die mittlere Lebensdauer aller anderen guntstigen gebondeten Systeme mit Rundnadeln oder einfacheren elliptischen Schliffen.

MFG Günther
Hellman66
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 18. Nov 2013, 19:55

-allerdings würde ich doch eher von ca. 600 Betriebsstunden ausgehen


O.K. schon mal beruhigend zu hören.

Hatte jetzt auch mal etwas Muse und hab den TA an den Technics SL-3200 geklemmt. Gefällt mir im Vergleich zum JVC aber nicht so gut. Irgendwie hab ich da ständig das Gefühl das was fehlt, schwer zu erklären. Auch mit dem Auflagegwicht rumspielen - natürlich im Rahmen des erlaubten - hilft da irgendwie nicht. Werde also denk ich beim JVC bleiben.

Bei dem ist nur irgendwie das Problem das ich auf den Innenrillen Verzerrungen bekomme. Ist mir am Anfang garnicht so aufgefallen aber mittlerweile nervt mich das ein bisschen. Hab das ganze nach der IEC Schablone jetzt schon mehrmals justiert bzw. kontrolliert und es scheint zu passen. Etwas verzerrt ist ja in Ordnung, aber so wie das mometan ist find ich das schon nen bissel viel. Das AT-91 hatte das so nicht. Komisch finde ich allerdings das der TA in der Headshell ganz hinten sitzt wenn es passen soll. Alles was lagetechnisch weiter im vorderen Bereich liegt, will so überhaupt nicht passen. Sieht so ähnlich dann auch bei der DIN Schablone aus.
Komische Geometrie oder mache ich da was verkehrt?

Danke und beste Grüße,

Stephan


[Beitrag von Hellman66 am 18. Nov 2013, 19:59 bearbeitet]
Albus
Inventar
#36 erstellt: 19. Nov 2013, 12:10
Tag,

was die Position "ganz hinten" angeht, damit kann es nicht korrekt eingerichtet sein - die Position in der Headshell ist auf Mitte der Längslöcher zu erwarten. - Kontrolle, bitte: In der Nagaoka BDA ist eine Abbildung mit der Unterschrift "49 - 52 mm"; davon gilt für diesen Fall die Angabe '52 mm', Schablonen hin oder her, das ist der Ausgangspunkt für auch diesen Arm. Ist das so eingerichtet, dann kann man weiter hören und überlegen, sofern es noch immer im Innenbereich des Abspielsektors unsauber kommt.
Hier gibt es zum SL 3200 das Manual (registrieren erforderlich, problemlos): http://www.vinylengine.com/library/technics/sl-3200.shtml Darin auch die Handhabung zur Herbeiführung des korrekten Überhanges bei Abstand an der HS von 52 mm.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 19. Nov 2013, 12:13 bearbeitet]
Hellman66
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 19. Nov 2013, 12:46
Hallo und danke,

das die Position irgendwo in der Nähe der Mitte liegen sollte ist mir bewusst. Das hatte ich so schon ein paar mal gelesen. Hatte anfänglich den TA da auch sitzen und dann mit der Schablone geschaut. Weiter nach vorne kam ich überhaupt nicht auf einen grünen Zweig und je weiter es nach hinten ging desto besser wurde es, also rein von der Geometrie. Die Bedienungsanleitung vom Technics und vom JVC hab ich bereits. Wie gesagt der Technics steht jetzt erstmal wieder stromlos im Schrank und genutzt wird der JVC.
Die 49-52 mm in der Bedienungsanleitung hatte ich gelesen, bisher aber noch nicht nachgemessen, da ich schlauerweise immer vergesse die Schieblehre aus unserer Werkstatt mit zu nehmen. Hoffe ich denke nächstes WE mal dran.

Frag mich auch ob es nicht vielleicht doch am Zusammenspiel Headshell/TA liegen könnte. Der Nagaoka ist ja doch ein ziemlich "Klotz", jedenfalls im Vergleich zum AT-91?
Werde mal den TA auf Mittelposition setzen und die Schablone erstmal aus Acht lassen und dann schauen wie das klanglich aussieht.

Gruß,

Stephan
Albus
Inventar
#38 erstellt: 19. Nov 2013, 15:03
Tag,

kurzerhand:
1. Lasse doch bitte zunächst die Hinweise der BDAs gelten. Das bedeutet für den JVC-PL: der Überhang ergibt sich nach Einrichtung des Abstandes Abtaststift-Headshellsockelring auf 48 mm, uU einschließlich des/eines Gummidämpferringes (Stärke typisch 0,5 mm). Abbildung in der BDA. Zum Messen auf optische/praktische Genauigkeit von 0,5 mm genügt ein Lineal.
2. Für den Technics gilt der genannte Abstand dann auf 52 mm, auch hier der Hinweis auf die Ausführungen in der BDA. Daraus ergeben sich die Technics-Nullpunkte von 58,8 mm innen und 113,5 mm außen (Kröpfung 22°, Überhang 15 mm). Irgend von der Originalgeometrie abweichende Schablonen führen einen in die Irre (es sei denn, einer wollte unbedingt Kröpfung und Überhang abweichend haben - wenn denn die Headshell das überhaupt zulässt).
3. Die in Rede stehenden Tonabnehmer sind annähernd gleich schwer (unter 7 g einschließlich Befestigungsmaterial, die einfachen und mittleren Nagaokas sehen nur klotzig aus), sind auch ähnlich in der Nadelnachgiebigkeit (Bereich dynamisch vertikal 15 µm/mN +/-3 µm/mN, Bezug 4-25 Hz; japanische Daten mit Bezug 100 Hz), ob nun JVC Z-1EB, Nagaoka MP-110, Audio Technica AT 91, allesamt gehören sie in eine Nachgiebigkeitsgruppe, problemlos mit sog. mittelschweren Tonarmen zu betreiben, hier noch zutreffend. - Im Falle des JVC-Armes kommt die eingebaute Resonanzdämpfung vorteilhaft in Ansatz.

Soweit?

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 19. Nov 2013, 15:14 bearbeitet]
akem
Inventar
#39 erstellt: 19. Nov 2013, 15:46
Die Einstellung beim Technics geht hiermit noch leichter:
http://www.ebay.de/i...&hash=item564c2724f6
Headshell vom Dreher abnehmen, System montieren, Schrauben nicht ganz festmachen, Headshell in die weiße Einstellehre schieben bis zum Anschlag. Dann verschiebst Du den Tonabnehmer so, daß er a) parallel zu den Headshellkanten ist (also gerade) und b) die Nadel genau am Ende des langen Fußen ist. Dann sind es genau die geforderten 52mm. Für den JVC, wenn der nur 49mm braucht, justierst Du entsprechend auf 3mm weniger

Gruß
Andreas
Hellman66
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 19. Nov 2013, 16:05

1. Lasse doch bitte zunächst die Hinweise der BDAs gelten. Das bedeutet für den JVC-PL: der Überhang ergibt sich nach Einrichtung des Abstandes Abtaststift-Headshellsockelring auf 48 mm, uU einschließlich des/eines Gummidämpferringes (Stärke typisch 0,5 mm). Abbildung in der BDA. Zum Messen auf optische/praktische Genauigkeit von 0,5 mm genügt ein Lineal.


Wird gemacht. Nur das mit dem Lineal werd ich wohl nicht befolgen, dazu kenn ich mich und mein unruhiges Händchen einfach zu gut


2. Für den Technics gilt der genannte Abstand dann auf 52 mm, auch hier der Hinweis auf die Ausführungen in der BDA. Daraus ergeben sich die Technics-Nullpunkte von 58,8 mm innen und 113,5 mm außen (Kröpfung 22°, Überhang 15 mm). Irgend von der Originalgeometrie abweichende Schablonen führen einen in die Irre (es sei denn, einer wollte unbedingt Kröpfung und Überhang abweichend haben - wenn denn die Headshell das überhaupt zulässt).


Gut zu wissen, aber wie schon gesagt, der JVC wird wohl erstmal im Betrieb bleiben und der Technics eingemottet oder verkauft.


3. Die in Rede stehenden Tonabnehmer sind annähernd gleich schwer (unter 7 g einschließlich Befestigungsmaterial, die einfachen und mittleren Nagaokas sehen nur klotzig aus), sind auch ähnlich in der Nadelnachgiebigkeit (Bereich dynamisch vertikal 15 µm/mN +/-3 µm/mN, Bezug 4-25 Hz; japanische Daten mit Bezug 100 Hz), ob nun JVC Z-1EB, Nagaoka MP-110, Audio Technica AT 91, allesamt gehören sie in eine Nachgiebigkeitsgruppe, problemlos mit sog. mittelschweren Tonarmen zu betreiben, hier noch zutreffend. - Im Falle des JVC-Armes kommt die eingebaute Resonanzdämpfung vorteilhaft in Ansatz.


Hatte ja schon geschrieben, dass der MP-110 im Vergleich zum Audio-Technica am JVC eine extrem gute Figur macht (in meinen tauben Ohren). Es gab im Vorfeld ja etwas Bedenken wegen dem Tonarm des JVC, aber ich finde das passt soweit ganz. War halt nur das Thema mit den Verzerrungen und das der TA soweit hinten sitzt. Als mehr oder minder unbedarfter in Plattenspielerjustage dachte ich halt das wenn man nach Schablone justiert man Nahe ans Optimum ran kommt. Das es noch komplizierter geht wenn man möchte ist mir bekannt. Aber wenn man das ganze auch nach "Maß" enstellen kann um so besser.


Die Einstellung beim Technics geht hiermit noch leichter:
http://www.ebay.de/i...&hash=item564c2724f6


Danke für den Tip. Sowas hatte ich auch schonmal im Auge. Aber als der JVC dann kam irgendwie wieder verworfen. Werds mir glaub ich mal holen. Kost ja nicht die Welt.

Gruß,

Stephan
Hellman66
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 19. Nov 2013, 18:07

Zum Messen auf optische/praktische Genauigkeit von 0,5 mm genügt ein Lineal.


Konnte es dann doch nicht sein lassen und hab mal mit Lineal nachgemessen so gut es ging.
So ganz falsch kann ich mit meiner Einstellerei mittels Schablone nicht gelegen habe, da der Abstand wie in der BDA abgebildet, bei 50mm lag wenn der TA ganz hinten in der Headshell sitzt. Nutze ja derzeit den Technicsnachbau von Thakker. Hab das ganze aber auch mal in die Headshell gepackt die am Plattenspieler saß. Rein von den Längsborhungen würde ich da weiter nach hinten kommen, ABER vorher stößt der hintere Rand vom TA an den Rand der Headshell und somit geht es nicht weiter nach hinten und ich komme zum selben Ergebnis wie bei der anderen Headshell.
Was nu
Wahrscheinlich andere Headshell, aber welche?

Gruß,

Stephan
Albus
Inventar
#42 erstellt: 19. Nov 2013, 20:44
Tag erneut,

verstehe ich dich richtig? - Die Nachbau-HS zum Technics-Plattenspieler wird am JVC-Plattenspieler verwendet? Und du warst beim Ersteinbau so bei ca. 50 mm herausgekommen; es sind aber beim JVC nur 48 mm (BDA) technisch gefordert. Somit muss das MP-110 noch weiter zurück, und schon gibt es Karambolagen, da hinten beengt (MP-110 hinten zu lang). Oder?
Du könntest bitte einmal messen (so gut es eben mit Lineal und Lupe geht, was zur Orientierung genügt). Erstens, den Abstand von der Mitte der Befestigungsschrauben bis zu den Anschlusspins, zweitens, den sog. Befestigungsabstand (Abtasttift bis Mitte der Befestigungsschrauben). Der Befestigungsabstand sollte bei 9,5 mm (+/- 1,0 mm) liegen, der Abstand nach hinten dann zwischen 11 und 15 mm oder noch mehr (davon die Pins allein 4,5 mm). So könnte man sich ungefähr eine passende HS vorstellen (ausmalen).

Anmerkung: Die JVC-Tonabnehmer, darunter das Z-1EB, ist nach hinten (wohl) 16,5 mm lang, der Befestigungsabstand beträgt aber nur kurze 8 mm = der Tonabnehmer muss weiter nach vorn geschoben werden als üblich. So sind dann eben auch die ebenfalls (zu kurzen) 48 mm für eine SME-Headshell noch zu realisieren. Aber, ein MP-110 hat eben andere Abmessungen,...

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 19. Nov 2013, 21:11 bearbeitet]
Hellman66
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 19. Nov 2013, 21:20

Die Nachbau-HS zum Technics-Plattenspieler wird am JVC-Plattenspieler verwendet? Und du warst beim Ersteinbau so bei ca. 50 mm herausgekommen; es sind aber beim JVC nur 48 mm (BDA) technisch gefordert. Somit muss das MP-110 noch weiter zurück, und schon gibt es Karambolagen, da hinten beengt (MP-110 hinten zu lang). Oder?


Fast. Beim Technicsnachbau wäre nach hinten noch Platz - keine Kanten o.Ä. im Weg - nur sind die Langlöcher da zu kurz. Sprich die Schrauben sitzen hinten auf Anschlag. Beim Headshell was dabei war - sieht dem originalen in der BDA zwar sehr ähnlich, ist nach den Zeichnungen aber doch etwas anders - wären die Langlöcher passend nur hat das eine umlaufende Kante. An die schlägt der TA an und ich kann die Langlöcher nicht voll nutzen. 50 mm kommt bei beiden Headshells etwa hin. Weiter gehts nicht zurück ohne was an den Headshells zu verändern.

Hoffe ich hab dich richtig verstanden was die Maße angeht, die wären dann wie folgt:

1. Abstand Mitte Befestigungsschrauben bis Anschlusspins: 15 mm (Anschlusspins 5 mm)

2. Abstand Abtaststift bis Mitte Schrauben: 10 mm

Verglichen mit deinen Maßen kommt das alles einigermaßen hin. Die von Technics geforderten 52 mm wären bei beiden Headshells nicht das Problem nur eben die 48 mm von JVC bekomm ich so nicht hin.

Besten Dank und Gruß,

Stephan
Albus
Inventar
#44 erstellt: 19. Nov 2013, 21:36
Tag erneut,

Stephan, Du hast alles richtig verstanden, danke für die Abmessungen, die bedeuten, der Befestigungsabstand von 10 mm zwingt am JVC zum Zurückschieben; nun gibt es für das Problem am JVC noch eine Lösungsmöglichkeit: man wählt eine andere, gar noch bessere Tonarmgeometrie, die es erlaubt, das System um fast 2 mm nach vorn zu setzen.
Diese Geometrie machte es möglich: Achsabstand 230 mm (wie BDA), Überhang 16,7 mm = plus 1,7 mm (max. 16,9 mm bzw. 1,9 mm), die Kröpfung statt 21.5° (ergibt sich aus den Daten und den Rechenregeln) muss geringfügig auf 22.3° (bzw. 22.4°) verändert werden, was eine so geringe Einwinkelung bedeutet, dass die bei üblichem HS/Schrauben-Spiel problemlos möglich ist. Daraus ergibt sich dann der innere Nullpunkt bei 66 mm, der äußere bei 120,9 mm. Und ja, dass ist dann nach IEC (Lofgren/Baerwald). Wenn Du das versuchen magst? - Zuerst den Überhang innen einstellen, die Kröpfung dann außen nachführen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 19. Nov 2013, 21:50 bearbeitet]
Hellman66
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 19. Nov 2013, 21:51
Versuch macht kluch.
Werd mich da morgen mal dran begeben. Da das jetzt ohne Schablone läuft, kann man doch einfach mm-Papier nehmen und die beiden Nullpunkte von Mitte Tellerachse aufzeichnen und sich dann ans einstellen begeben bzw. die Nullpunkte auf die vorhandene Schablone zeichnen. Oder stell ich mir das wieder zu einfach vor?

Nochmal vielen Dank und Gruß,

Stphan
Albus
Inventar
#46 erstellt: 19. Nov 2013, 21:58
Tag erneut,

Stephan, genauso kommt man in praktischer Einstellung zum Ziel, bestens. Punkte auf der Schablone markieren und...

Freundlich
Albus
Hellman66
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 19. Nov 2013, 22:02
Sorry, da hatte sich wohl mein Post mit deiner Überarbeitung überschnitten.
Nach IEC hatte ich ja schonmal justiert. Hab eben mal fix nachgemessen und die beiden Nulldurchgänge bei meiner Schablone passen mit deinen beiden Nulldurchgängen überein. Mit den 2 mm kommt das in etwa auch hin. Nur waren da die Verzerrungen innen für mich relativ deutlich. Da hatte es mich ja auch schon gewundert warum der TA soweit hinten sitzt damit es passt und ab da fingen dann die Selbstzweifel an.

Gruß,

Stephan
Albus
Inventar
#48 erstellt: 20. Nov 2013, 11:31
Tag,

der Wiederholung war ich mir bewusst, IEC oder DIN; wobei nach IEC (66/120,9) gegenüber der Originaleinstellung (rechnerisch: 59,2/120,4) im innersten Abspielbereich, d.h. hier unter 65 mm, die IEC-Einstellung unvorteilhaft ist, die Originaleinstellung im Vorteil. Untauglich aber wird die IEC-Einstellung für die 7-Zoll Single (Zulässigkeitsbereich bis 53,975 mm), für LP endet der Abspielbereich in der sehr großen Mehrzahl von Platten noch vor 60 mm, gar >65 mm, die DIN-Grenze von 57,5 mm wird vereinzelt von LP-Klassik/Rock/Pop unterschritten, vereinzelt eben nur, zum Glück. - Verzerrungen oder Unsauberkeiten bei IEC-Einstellung sind nicht unbedingt dieser Einrichtung zuzurechnen, meine ich, insbesondere nicht bei üblich >60 mm endendem Abspielbereich.

Kurz: Die Originaleinstellung hat Vorteile, man sollte diese anstreben. Achsabstand 230 mm, Überhang 15 mm = 48 mm HS-Abstand (BDA), Kröpfung 21,5°, Nulldurchgänge bei LP-Abspielbereich 57,5 mm/146,05 mm innen 59,2 mm, außen 120,4 mm. - Wie kommen die Verhältnisse denn hin unter Berücksichtigung des Gummiringdämpfer von typisch 0,5 mm Stärke, mit/ohne?

Ansonsten suchte ich nach einer besser passenden Headshell. Für derartige Fälle wären gut - nicht mehr im Handel - Audio Technica MS-8 und MS-9, Überhang und Azimut gleitend einstellbar, keine vorstehenden Kragen. Passend für ein MP-110 bei 48 mm-Position ist die einfache Ortofon SH-4 (= Jelco HS-50), hier angeboten uam.: http://www.zum-shop....898e42e0e41&x=18&y=3 Die Abmessungen stehen dann hier: http://www.jelco-ichikawa.co.jp/shell_HS-50.htm

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 20. Nov 2013, 11:53 bearbeitet]
Hellman66
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 20. Nov 2013, 19:12
Erstmal danke für die ausführlichen Antworten. Vieles ist mir jetzt doch um einiges klarer.


Wie kommen die Verhältnisse denn hin unter Berücksichtigung des Gummiringdämpfer von typisch 0,5 mm Stärke, mit/ohne?


Die 50 mm von oben waren mit den Gummis gemessen. Soviel machen die aber nicht aus. Wenn es hoch kommt vielleicht einen halben mm, eher weniger.

Hab spaßeshalber eben mal die letzten Platten gemessen, bei denen mir die Verzerrungen innen auf den Keks gingen und die unterschreiten tatsächlich etwas die 60 mm.

Zudem hab ich probehalber mal den TA an den zweiten Technics, SL-D3, gehangen und auf die von Technics geforderten 52 mm eingestellt. Hab zwar jetzt erst die zweite LP durch, aber mir kommt es in jedem Fall besser vor.

Denke ich werde mich mal nach einer anderen Hesdshell umschauen und dann nochmal mein Glück mit dem JVC versuchen. Der ist nämlich momentan mein Favorit, allein schon von der Optik. Werd berichten wenn ich gewechselt habe.

Danke und Gruß,

Stephan
Hellman66
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 04. Dez 2013, 17:48
So, um dass hier zumindest zu einem zwischenzeitlichen Abschluss zu bringen melde ich mich nochmal kurz.

Ich habe mir mittlerweile das Ortofon SH-4 besorgt und mit dem lassen sich die von JVC geforderten 48 mm problemlos im Zusammenspiel mit dem Nagaoka MP-110 berwerkstelligen.

Die Verzerrungen auf den Innenrillen kann ich, im Vergleich zu vorher, nicht mehr hören. Ich bilde mir zwar hin und wieder ein, dass ich noch was höre, aber da das nicht bei jeder Platte so ist, schiebe ich das gern auf die jeweilige Aufnahme selbt und lebe damit.

Auf jeden Fall ein dickes Danke an alle die hier ihren Senf zum Thema beigesteuert haben.

MfG,

Stephan
BassSpieler
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 29. Dez 2013, 00:38
Ich habe sehr interessiert hier mitgelesen.

Habe einen JVC QL-YF5 mit einem Ortofon Concord Pro Std. und weiss, dass das nicht Standard ist etc.aber es geht. Es klingt gut, mich würde aber natürlich interessieren, ob ich nur gar nicht weiss, wie schön es klingen könnte.

Ich finde die Idee, eine Ortofon SH-4 zu benutzen, ziemlich Interessant.
Ist das Nagaoka MP-110 das Non-Plus-Ultra oder wo geht es da weiter?

Habe schon Kontakt zu allen möglich Händlern aufgenommen und frage mal nach, was die so empfehlen.
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