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Tonabnehmer beurteilung

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cs-oldies
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 09. Jun 2014, 21:08
Hallo zusammen,

könnt Ihr mir mal bitte eure Meinungen zu folgenden Tonabnehmer kund tun die ich seit ca. 30 Jahre habe und mir sagen welcher euer Favorit wäre. Ich möchte mich gerne von einigen Trennen, weis aber
nicht welche zwei ich behalten soll. Den ATN91 halte ich für einen guten Allrounder, der auch mal was
wegsteckt deshalb ist er im Moment im Einsatz.

Aktuell habe ich ein ATN91 drauf beim Plattenspieler, da ich mir im Moment teilweise 30 Jahre alte Singles zum Spaß anhöre.

Ansonsten liegt hier noch ein Ortofon M20, Ortofon M15E, Ortofon FF10XE, Shure M95EDM und zuletzt noch ein Pickering Model V-15 rum.

Aufgrund von Tywin's Tipp kommt noch ein Acutex 412 STR demnächst zum Einsatz. Es geht aber um die vorhandenen.

Danke schonmal
Archibald
Inventar
#2 erstellt: 10. Jun 2014, 10:27
Hallo CS-Oldies,

von den Systemen : Ortofon M20, Ortofon M15E, Ortofon FF10XE, Shure M95EDM, wäre das Ortofon M 20 mein Favorit.

Ich gebe aber zu Bedenken, dass bei mir ein Thorens TP 16 MK II-Tonarm verwendet wird, der zu dem System paßt. An welchem Tonarm / auf welchem Laufwerk soll das Systen denn zum Einsatz kommen ?

Zu dem Pickering und dem Acutex kann ich nichts sagen.

Gruß Werner aka Archibald
cs-oldies
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 10. Jun 2014, 11:34
Hallo Archibald,
als Player habe ich einen Sony PS-X50.

MFG
unterberg
Stammgast
#4 erstellt: 10. Jun 2014, 13:55
Das Ortofon M20 und das Acutex 412 scheiden wegen des mittelschweren bis schweren Arms des Sonys aus (eff. Masse rund 16g).

Gruß Frank


[Beitrag von unterberg am 10. Jun 2014, 13:56 bearbeitet]
cs-oldies
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 10. Jun 2014, 15:14
Hallo unterberg,

es wäre super wenn Du das vertiefen könntest für mich, was hat den der Arm mit der Nadel zu tun?

Danke
unterberg
Stammgast
#6 erstellt: 10. Jun 2014, 15:27
Hallo,

die effektive Tonarmmasse (kleiner oder großer Widerstand gegen vertikale Auslenkungen des Nadelträgers) ist entscheidend für die Wahl des Tonabnehmers.

An einen Arm mit großer eff. Masse gehören Tonabnehmer, die hart aufgehängt, also wenig nachgiebig sind, an einen mit kleiner eff. Masse solche, die weich aufgehängt sind.

Der Arm des Sony hat eine recht hohe eff. Masse, das Ortofon M20 eine hohe Nadelnachgiebigkeit, das Acutex M412 eine mittlere Nadelnachgiebigkeit.

Somit passt das Ortofon gar nicht, das Acutex nicht optimal.

Gruß Frank
Detektordeibel
Inventar
#7 erstellt: 10. Jun 2014, 18:05

Ansonsten liegt hier noch ein Ortofon M20, Ortofon M15E, Ortofon FF10XE, Shure M95EDM und zuletzt noch ein Pickering Model V-15 rum.


Das M20 und das Shure würde ich behalten... Rest weg, taugt eh nicht viel oder gibt keine gescheiten Nadeln mehr für...
Fürs M20 gibts auch FL nadeln mit 20er Compliance.

Das Acutex hat ne compliance von 24... aber wird mit 2G gefahren und ist ja NOS mit bissel steiferem Gummi... wird schon "Pi mal Daumen" passen.. Im zweifelsfall sucht man sich halt ne leichtere Headshell..


[Beitrag von Detektordeibel am 10. Jun 2014, 18:10 bearbeitet]
cs-oldies
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 10. Jun 2014, 18:21
Hallo unterberg,

ich habe an meinen Tonarm drei Einstellmöglichkeiten - Siehe Fotos.

Das Hinterer ist für die Auflagekraft der Platte und bei den anderen beiden
vermute ich erstmal das es sich um die Möglichkeit handelt den seitlichen
Anpressdruck zu beeinflussen.

Gleicht man damit den Einfluss der effektive Tonarmmasse nicht aus?

Tonarmdetail 1

Tonarmdetail 2
unterberg
Stammgast
#9 erstellt: 10. Jun 2014, 18:34
Nein, das ist die Antiskatingeinrichtung.

Gruß Frank
akem
Inventar
#10 erstellt: 10. Jun 2014, 18:43
Nein. Der untere stellt die Höhe des Tonarms ein. Bei den meisten Tonabnehmern ist es optimal, wenn der Arm bei abgesenkter Nadel parallel zur Plattenoberfläche ist. Der darüber stellt das Antiskating ein. Das ist das, was Du mit seitlichem Anpreßdruck meinst. Das Antiskating muß man so einstellen, daß der Anpreßdruck links und rechts identisch ist. Das hat aber mit der effektiven Masse des Tonarms nichts zu tun. Die effektive Masse entsteht durch die Masseanteile des Arms in Abhängigkeit von ihrem Abstand zum Drehpunkt. Wobei Masseanteile, die ganz vorne sind (Headshell und Tonabnehmer-Eigengewicht) näherungsweise 1:1 in die effektive Masse eingehen. Daher kann man durch die Wahl des Headshells bzw. dessen Eigengewicht die effektive Masse des Arms in Grenzen steuern kann. Für MM oder MI Tonabnehmer sollte die eff. Masse relativ niedrig sein, da es kaum MMs oder MIs mit niedriger Nadelnachgiebigkeit gibt. Wenn der Arm eher schwer ist, sind MCs besser geeignet.

Warum ist das wichtig? Die Nadelnachgiebigkeit stellt eine Federsteifigkeit dar. Diese stellt zusammen mit der eff. Masse von Arm plus System ein Feder-Masse System dar, welches schwingfähig ist und eine Eigenresonanz hat. Und diese Eigenresonanz sollte im Bereich zwischen etwa 8...12Hz liegen. Liegt sie zu hoch, gibt es Wechselwirkungen mit dem hörbaren Frequenzbereich, die Baßwiedergabe wird dünn und ggf. fliegt das System bei Baßschlägen aus der Rille. Liegt die Resonanz zu tief kann sie durch wellige Platten angeregt werden und auch dann kann die Nadel springen. Der Baß kann zwar dann noch mächtiger erscheinen, aber es kann auch zu viel werden. Und: bei empfindlichen Nadelträgern kann dieser sogar brechen. Das Audio Technika gehört zu diesen Kandidaten, da sollen schon einige Analogis entsprechende Erfahrungen gemacht haben.

Gruß
Andreas
cs-oldies
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 10. Jun 2014, 18:48
Hallo Frank,

vor 30 Jahren und mehr haben wir uns darüber keine Gedanken gemacht, wenn mal ein anderer
Player kaputt ging wurde halt der Headshell mit allen drum und dran als Reserve behalten und
bei bedarf eingesetzt. Am Anfang hatte ich Dual und Technics und irgendwann kann dann der
Sony dazu, aber das war schon fast am ende meiner damaligen Plattenzeit :-)
Jetzt wird alles wieder rausgesucht und an der Start gebracht nach bestimmt 25 Jahren Winterschlaf :-)
unterberg
Stammgast
#12 erstellt: 10. Jun 2014, 19:00
Das ist doch auch toll!

Nur sind heute diejenigen, die häufig (oder ausschließlich) Vinyl hören, i.d.R. deutlich besser über die Theorie von Tonarm und Tonabnehmern informiert als noch vor 30 bis 50 Jahren.

Mein erster Dreher war ein ELAC 818 mit der 155-17 Rundnadel. Den habe ich mir als 14jähriger 1979 zu Weihnachten schenken lassen. Wenn ich damals gewusst hätte, dass die höherwertigen ELAC-Nadeln an den Systemkörper passen, hätte ich mir nie für 99 DM ein AKG P10ED gekauft, sondern das Geld in eine 455E-Nadel investiert.

Heute kann man mit vergleichsweise geringem Aufwand schon audiophil hören, wenn man keine Angst hat vor:
1. Gebrauchten Plattenspielern
2. NOS Systemen (z.B. Acutex 412. Der Italiener hat keinen Schimmer, was er da verkauft. Nur gut, dass er in diesem Forum nicht unterwegs ist, sonst würde er die Systeme für den 2 bis 3fachen Preis anbieten).

Gruß Frank
cs-oldies
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 10. Jun 2014, 20:00
Hallo Frank

Naja was mich angeht, so habe ich die ganze Geschichte die letzten Jahrzehnte verschlafen - gähnnnnnn

Was ist ein NOS?

Was würdest Du mir denn für den besseren Hörgenuss empfehlen? Als Alternative zu mein ATN91 den ich einfach für die Platten nutzen will welche ich nicht selber erworben habe und die deshalb meinst auch
in einen nicht so schönen zustand sind.


Behalten werde ich auf alle fälle das M20 bisher, das scheint ja einen gewissen Standard zu haben auch wenn ich es deiner Meinung nicht unbedingt nutzen soll.


[Beitrag von cs-oldies am 10. Jun 2014, 20:00 bearbeitet]
bouler1
Stammgast
#14 erstellt: 10. Jun 2014, 20:10
NOS= NEW OLD STOCK

BG Helmut
unterberg
Stammgast
#15 erstellt: 10. Jun 2014, 20:10
NOS = New Old Stock, also Dinge, die nicht mehr produziert, aber unbenutzt sind.

Ich würde das M20 nicht hergeben, aber das Acutex einfach mal ausprobieren. Wegen des scharfen Nadelschliffs (keine Rundnadel, sondern eine sehr gestreckte) muss es aber penibel justiert werden.

Gruß Frank
cs-oldies
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 10. Jun 2014, 20:14
Danke Ihr beiden,

also wie einige meiner LP' s bzw. Picture Platten die ich zwar gekauft aber nie gespielt habe.

Die sind ja dann wohl auch als NOS einzustufen :-)
cs-oldies
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 13. Jun 2014, 14:33
Hallo zusammen,

so das Acutex 412 STR ist bestellt und auch schon unterwegs, wie lange dauert denn so ne Lieferung aus Italien nach Deutschland?

MFG
tomtiger
Moderator
#18 erstellt: 13. Jun 2014, 14:38
Hi,

ich habe am Montag (hier Feiertag) um 10:22 Uhr auf ebay ersteigert und per Paypal bezahlt, heute, also am 13., waren die beiden Systeme da. Ob es schneller ging, weil Österreich näher ist, weiß ich nicht.

LG Tom
volvo740tius
Inventar
#19 erstellt: 13. Jun 2014, 15:49
Hallo,


tomtiger (Beitrag #18) schrieb:
Ob es schneller ging, weil Österreich näher ist, weiß ich nicht.


das wird es sein, nach Mitteldeutschland war das von mir bestellte 7 Tage unterwegs, als Einschreiben.

Gruß Thomas
Wuhduh
Inventar
#20 erstellt: 13. Jun 2014, 17:45
Einschreiben als Polsterumschlag oder eine Art Pappschachtel ?

Erinnert mich an den Sketch mit Loriot und der Bananenschale am Postschalter ....

Das M15 ( Super ) hatte bei der Originalnadel eine etwas niedrigere Compliance ( Nadelnachgiebigkeit ) als die N20-Nadel und wurde auch gerne in der Halbzoll-Version an dem SME 3009 Improved verbaut.

Ich halte es für genauso interessant wie das M20 und ich bin mir sicher, daß die verschiedensten Nadeleinschübe passen werden, sofern die vielzitierte " Nase " als Führungszapfen die richtige ist.

MfG,
Erik


[Beitrag von Wuhduh am 13. Jun 2014, 17:52 bearbeitet]
volvo740tius
Inventar
#21 erstellt: 13. Jun 2014, 17:54
Hallo Erik,

im Polsterumschlag, die Verpackung des Acutex ist eine Pappschachtel. War alles unversehrt. Ich bezweifel, dass der Tonabnehmer beim Stempeln so schön aus dem Briefumschlag spritzen kann.

Gruß Thomas
Wuhduh
Inventar
#22 erstellt: 13. Jun 2014, 19:12
Du liest meine Gedanken !
cs-oldies
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 13. Jun 2014, 19:20
Na dann werde ich mal ab Mittwoch ganz genau nachsehen was da im Briefkasten drin ist nicht das ich es als Werbung entsorge :-)
Tywin
Inventar
#24 erstellt: 13. Jun 2014, 22:14
Hallo,

in der Pappschachtel steckt ein stabiler schöner Kunststoffbehälter mit dem Acutex, eine ausführliche Beschreibung (Handbüchlein), in einem Extra-Fach ein Schraubendreher, Schrauben und eine Nadelbürste.

Zumindest war das so bei meinen beiden Exemplaren die ich kürzlich erhalten habe.

VG Tywin
tomtiger
Moderator
#25 erstellt: 14. Jun 2014, 03:12
Hi,

die passen nicht in die modernen Briefkästen uns kommen eingeschrieben.

LG Tom
cs-oldies
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 19. Jun 2014, 07:27
Hallo zusammen,

vorhin ist der Acutex eingetroffen, per Einschreiben.

Da ich es nicht erwarten konnte habe ich es gleich montiert und mir einfach eine meiner
LP's gegriffen. Als Test-LP musste erstmal von Decameron - Tomorrow's Pantomine herhalten.

Erstmal ca. 2 Minuten mit dem ATN91 die Platte angespielt und danach mit dem Acutex.

Was soll ich sagen irgendwie war es so als wenn bei ATN91 ein Schleier auf der Platte lag
der beim Acutex nicht da ist. Schon alleine die ersten paar Sekunden waren viel Dynamischer
so zumindest mein erste Eindruck. In ein paar Tagen sollte mein Kopfhörer eintreffen dann
werde ich das mit Sicherheit vertiefen wenn ich keine Bau- und Flugzeuggeräusche nebenher
habe :-)

MFG


[Beitrag von cs-oldies am 19. Jun 2014, 07:28 bearbeitet]
tomtiger
Moderator
#27 erstellt: 19. Jun 2014, 10:19
Hi,


unterberg (Beitrag #15) schrieb:
NOS = New Old Stock, also Dinge, die nicht mehr produziert, aber unbenutzt sind.


nur der Korrektheit halber: Neuware aus alten Lagerbeständen/Produktion. So gibt es durchaus z.B. Röhren, die zwar noch produziert werden, aber eben auch NOS verkauft werden.

Eigentlich ist NOS eine Abwertung die zwangsweise angegeben werden muss, der Kunde muss wissen, dass es sich dabei um Ware handelt, die schon seit Jahren verpackt irgendwo rumgammelt und eventuell Einschränkungen bei Gewährleistung etc. existieren.

Zum "Qualitätsprädikat" wird es, wenn die Ware nicht mehr hergestellt wird, oder aber im Laufe der Zeit Änderungen bei der Produktion erfolgten, die manche als Nachteilig bewerten, z.B. der Ersatz von Metallteilen durch Kunststoffteile. Da bezahlt man dann für unbenutzte Neuware aus alter Produktion, eben mehr, als für das selbe Produkt aus aktueller Produktion.

LG Tom
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