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Einige Platten springen - Technics SL-1300 mit Shure M75 ED

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Der_Picknicker
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 15. Okt 2014, 16:47
Hallo Leute,

ich habe vor einiger Zeit bei Ebay Kleinanzeigen einen alten Technics SL-1300 ergattert, der ein Shure M75 ED Tonabnehmer hat.
Ich habe ehrlich gesagt so gut wie keine Ahnung von Plattenspielern, als ich das Gerät bekam habe ich nur einmal das Auflagegewicht anhand dieses Videos (ich benutze das Ding nicht zum DJen, sondern einfach nur zum Musik hören, aber die Vorgehensweise sollte ja unabhängig davon sein, oder?) und dieser Bedienungsanleitung auf ca. 1,4g eingestellt.

Mit 80-90% meiner Platten gibt es absolut keine Probleme, aber in letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass die Nadel auch bei Neukäufen springt. Teilweise sieht man auf den Platten auch deutliche "Beulen" an denen die Nadel immer springt. So habe ich mir vor Kurzem ein Tomte-Album gekauft, das am äußeren Rand eine dieser Beulen hat und somit auf beiden Seiten das jeweils erste Lied unbrauchbar ist.
Nun habe ich mir neulich eine weitere neue Platte (die Neupressung von Oasis' What's the Story Morning Glory) gekauft, die ebenfalls an einigen Stellen springt, auch ohne erkennbare "Beule", und ähnliche Phänomene treten auch bei weiteren Neukäufen auf.
Da die meisten Platten, die ich so kaufe, eher gebrauchte alte sind, habe ich mir nie viel dabei gedacht, wenn ein Stück mal sprang und gedacht, das liegt einfach am Alter der Platte. Da das gleiche aber nun in letzter Zeit auch häufiger bei Neukäufen auftritt hat mich das doch ein bisschen gewundert, so viel Pech kann man ja gar nicht haben und immer zu minderwertigen Pressungen greifen, oder?

Jedenfalls habe ich die besagte Tomte-Platte und das Oasis Album gestern mit zu einem Freund genommen um mal kurz zu prüfen, ob die Platten bei ihm auch springen - und naja, beide Platten laufen ohne Probleme durch. Selbst die Tomte Platte mit der deutlichen Beule am äußeren Rand führt zu keinen Sprüngen, und bei der sind bei mir die ersten beiden Titel der jeweiligen Seite im Prinzip unhörbar.

Ich kenne mich zu wenig mit Plattenspielern aus, als dass ich jetzt wüsste, woran das liegt, und wollte hier mal nachfragen, was für Ursachen und mögliche Lösungen das Problem haben könnte. Ist die Nadel abgenutzt? Ist das System nicht richtig justiert? Die Auflagekraft müsste eigentlich stimmen, sofern das Tutorial richtig ist und ich die richtige Bedienungsanleitung für den Tonabnehmer genommen habe.
Wie gesagt, der Plattenspieler ist gebraucht von Privat gekauft. Keine Ahnung, was der Vorbesitzer vorher damit gemacht hat, aber ansonsten funktioniert das Ding ohne Probleme. Automatik funktioniert, er läuft gleichmäßig usw.

Hat jemand eine Idee, wie ich das Problem lösen könnte? Offensichtlich liegt es ja nicht unbedingt nur an den Platten, bei meinem Kumpel laufen die ja ohne Probleme.

Und entschuldigt bitte, falls ich irgendwelche wichtigen Infos vergessen habe. Ich habe wirklich so ziemlich Null Erfahrung mit dieser unglaublichen Fülle an verschiedenen Nadeln, Tonabnehmersystemen, Tonarmen usw. Bisher hat eigentlich alles immer zu meiner Zufriedenstellung funktioniert, daher habe ich mich nie wirklich damit beschäftigt.
Ich habe auch schon ziemlich viel gegoogled, aber da das Problem recht speziell ist und ich so wenig Ahnung habe, was eigentlich der Auslöser sein könnte, dachte ich, es ist vielleicht besser wenn ich hier mal direkt nachfrage.

Besten Dank für jede Hilfe im Voraus erstmal und besten Gruß,
Arne
Hann45500
Stammgast
#2 erstellt: 15. Okt 2014, 17:17
Hallo Picknicker,
nun bin ich auch nicht gerade ein "Fachmann" in Sachen Plattenspieler und Vinyl - aber mMn. kommt da nur der Tonarm ( Lager ) das das Shure als "böser Geist" in Frage.

Ich würde mir den Tonarm mal ganz genau ansehen. Was macht er bei "Null Gramm" Auflagekraft.
Schwebt er in allen Richtungen ? Alles leichtgängig?

In Sachen Shure würde ich versuchen mir ein System zu leihen und dieses zum Test montieren.

Wenn ich mich nicht täusche ist der 1300er `nen Vollautomat. Klemmt da ggf was ?

Es gibt hier aber noch einige echte Fachleute, die Dir sicherlich noch mehr und gezielter Antworten können.


STOP : Habe ich richtig gelesen - 1,4 Gramm für das M75 ED - das Teil braucht glaube ich wesentlich mehr.
Check mal 2,5 Gramm.

Wenn das stimmt, hast Du den Fehler

Beste Grüsse aus Hannover
Helmut


[Beitrag von Hann45500 am 15. Okt 2014, 17:19 bearbeitet]
Holger
Inventar
#3 erstellt: 15. Okt 2014, 17:40

Hann45500 (Beitrag #2) schrieb:

STOP : Habe ich richtig gelesen - 1,4 Gramm für das M75 ED - das Teil braucht glaube ich wesentlich mehr.
Check mal 2,5 Gramm.


Es kommt nicht darauf an, was auf dem System drauf steht - entscheidend ist die Farbe des Nadelträgers bzw. dessen Beschriftung.

Die echte ED-Nadel ist die beste, die für das M75 erhältlich war, der Nadeleinschub ist schwarz und es steht "Shure ED T2" drauf.

Wenn es die ist, dann wird sie mit einer Auflagekraft zwischen 0,75 und 1,5g betrieben.

Welche Farbe hat der Nadelträger in deinem System?
akem
Inventar
#4 erstellt: 15. Okt 2014, 18:10
Es wäre schon hilfreich, wenn Du wenigstens ganz grob etwas zum Alter der Nadel sagen könntest. Das Shure M75 gibt's ja nun doch schon seit vielen Jahren nicht mehr zu kaufen. Wenn die Nadel noch original von damals ist, ist sie wahrscheinlich schon dreimal runter Viele Leute betrachten eine Nadel noch als "gut", solange noch was sichtbares am Nadelträger dranhängt. Was da in der Bucht als "völlig intakte Nadel" angeboten wird, spottet zum Teil jeglicher Beschreibung. Originalnadeln für das alte Shure sind heute ziemlich rar, Nachbaunadeln verdienen in der Regel das Prädikat Hifi nicht wiklich. Ein neuer Tonabnehmer wäre kein Luxus.

Gruß
Andreas
Der_Picknicker
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 16. Okt 2014, 10:25
Vielen Dank erstmal für eure Antworten!


Ich würde mir den Tonarm mal ganz genau ansehen. Was macht er bei "Null Gramm" Auflagekraft.
Schwebt er in allen Richtungen ? Alles leichtgängig?


Null Gramm bedeutet wenn der Tonarm ausbalanciert ist? Also wenn das Gewicht so eingestellt ist, dass der Arm in der waagerechten "schwebt" ohne nach vorne oder hinten zu kippen? Wenn du das meinst, dann würde ich sagen, ist alles leichtgängig. Also das Problem ist, ich habe ja keinen Vergleichswert. Aber wenn man den Arm leicht anstupst wackelt er froh und munter in alle erdenklichen Richtungen. Keine Ahnung ob er das döller oder weniger doll machen soll, aber er schwebt jedenfalls in alle Richtungen, ich denke das erfüllt das Kriterium leichtgängig.


In Sachen Shure würde ich versuchen mir ein System zu leihen und dieses zum Test montieren.


Kann ich denn prinzipiell jedes System da raufbauen? Ich habe nur wenige Freunde, die auch einen Plattenspieler besitzen. Genauer gesagt nur 2, und der eine ist gerade für ein Jahr in China und der Plattenspieler in irgendeiner Kiste verpackt und der andere hat so ein neues Ding.


Wenn ich mich nicht täusche ist der 1300er `nen Vollautomat. Klemmt da ggf was ?


Wie gesagt, ansonsten funktioniert das Teil ohne Probleme. Die Automatik funktioniert, er hält die Geschwindigkeit, die Wiederholfunktion funktioniert usw. Also alle Regler und Knöpfe die da sind, funktionieren ohne Probleme und tun das, was sie sollen, wenn man sie betätigt.


STOP : Habe ich richtig gelesen - 1,4 Gramm für das M75 ED - das Teil braucht glaube ich wesentlich mehr.
Check mal 2,5 Gramm.


Also in der Bedienungsanleitung von dem System, die ich im Eingangsposting verlinkt hatte, stehen 0,75 - 1,5g Auflagekraft.


Die echte ED-Nadel ist die beste, die für das M75 erhältlich war, der Nadeleinschub ist schwarz und es steht "Shure ED T2" drauf.

Wenn es die ist, dann wird sie mit einer Auflagekraft zwischen 0,75 und 1,5g betrieben.

Welche Farbe hat der Nadelträger in deinem System?


Die scheint es wohl zu sein. Das Bild ist nur mit der Handykamera gemacht, aber das Ding ist schwarz und es steht "Shure ED T2" drauf. Dann kann es ja schonmal nicht an der Auflagekraft liegen, oder? Die ist dann mit 1,4g ja eigentlich richtig eingestellt.
Nadeleinschub


Es wäre schon hilfreich, wenn Du wenigstens ganz grob etwas zum Alter der Nadel sagen könntest. Das Shure M75 gibt's ja nun doch schon seit vielen Jahren nicht mehr zu kaufen. Wenn die Nadel noch original von damals ist, ist sie wahrscheinlich schon dreimal runter Viele Leute betrachten eine Nadel noch als "gut", solange noch was sichtbares am Nadelträger dranhängt. Was da in der Bucht als "völlig intakte Nadel" angeboten wird, spottet zum Teil jeglicher Beschreibung. Originalnadeln für das alte Shure sind heute ziemlich rar, Nachbaunadeln verdienen in der Regel das Prädikat Hifi nicht wiklich. Ein neuer Tonabnehmer wäre kein Luxus.


Hm, tut mir leid, ich habe keine Ahnung, wie alt die Nadel ist. Ich habe den Spieler gekauft, als ich nach Hamburg gezogen war und den hier bei Ebay entdeckt. Ich hatte eigentlich nur auf den geboten, weil ich sah, dass der Anbieter direkt um die Ecke wohnte und ich zusätzlich die Versandkosten sparen konnte, weil ich den einfach persönlich abholen konnte. Das ist jetzt auch schon wieder 3 Jahre her und ich kann mich echt nicht mehr dran erinnern, was der Vorbesitzer zum Alter der Nadel sagte, wenn er denn überhaupt etwas zum Alter der Nadel sagte und wie oft der Spieler genutzt wurde.
Aber es handelt sich ja anscheinend um die Originalnadel, und wenn es die schon seit einiger Zeit nicht mehr zu kaufen gibt, wäre das Problem wohl ziemlich genau eingekreist, oder kann es noch andere Gründe geben?

Könntet ihr mir denn einen neuen Tonabnehmer empfehlen? Ich habe wie gesagt keine Ahnung davon. Von was für Preisklassen sprechen wir denn hier? Ich habe gerade mal in den alten Mails von Ebay gekramt und gesehen, dass ich 53,25€ für den Spieler gezahlt habe. Mit wie viel würde denn ein ordentlicher Tonabnehmer zu Buche schlagen?

Edit: Also ich bin momentan recht flüssig, es kann also ruhig ein bisschen teurer sein, wenn die Qualität dem Preis entspricht. Wie gesagt, keine Ahnung von welchen Preisklassen wir hier reden, bei solchen Technikgeschichten ist die Grenze nach oben ja in der Regel immer offen. Also ich würde jetzt keinen Tausi oder so ausgeben, aber 100€ oder meinetwegen auch 200€ oder so wären schon drin, wenn es denn notwendig wäre. Oder ist das zu wenig?
Wenn es natürlich auch was gutes für weniger Geld gibt, wäre das auch prima.

Haha, oh man, ich hab jetzt schon ein bisschen Schiss von euch auf den Sack zu bekommen, dass ich sone alte Nadel noch benutze und nicht mal mehr in der Lage bin zu hören, dass die vermutlich schon komplett abgenudelt ist...

Wie gesagt, besten Dank für eure Hilfe! Ohne euch wäre ich ziemlich aufgeschmissen.


[Beitrag von Der_Picknicker am 16. Okt 2014, 11:33 bearbeitet]
akem
Inventar
#6 erstellt: 16. Okt 2014, 12:25
Null Gramm bedeutet wenn der Tonarm ausbalanciert ist? Also wenn das Gewicht so eingestellt ist, dass der Arm in der waagerechten "schwebt" ohne nach vorne oder hinten zu kippen?
--> Richtig.

Wenn du das meinst, dann würde ich sagen, ist alles leichtgängig. Also das Problem ist, ich habe ja keinen Vergleichswert. Aber wenn man den Arm leicht anstupst wackelt er froh und munter in alle erdenklichen Richtungen. Keine Ahnung ob er das döller oder weniger doll machen soll, aber er schwebt jedenfalls in alle Richtungen, ich denke das erfüllt das Kriterium leichtgängig.
--> Wenn ein Lagerschaden oder sperrige Kabel vorhanden wäre(n), würde er nicht mit mehr oder weniger gleichbleibender Geschwindigkeit über den Plattenbereich gleiten, sondern dann würde er an einer Stelle reproduzierbar ziemlich abrupt abgebremst werden. Das sieht man dann schon recht deutlich.

Kann ich denn prinzipiell jedes System da raufbauen?
--> Jedes sog. Halbzoll-System. Also ein System, das mit zwei Schrauben von oben befestigt wird. Darüber hinaus sollte die Compliance (dt. Nadelnachgiebigkeit) des Tonabnehmers zur effektiv bewegten Masse des Tonarms passen. Dein Tonarm fällt in die Rubrik "mittelschwer", da passen so ziemlich die meisten Systeme drauf.

Könntet ihr mir denn einen neuen Tonabnehmer empfehlen? Ich habe wie gesagt keine Ahnung davon. Von was für Preisklassen sprechen wir denn hier? Ich habe gerade mal in den alten Mails von Ebay gekramt und gesehen, dass ich 53,25€ für den Spieler gezahlt habe. Mit wie viel würde denn ein ordentlicher Tonabnehmer zu Buche schlagen?
--> Im Preisbereich ist die Auswahl an richtig guten Tonabnehmern noch nicht so wahnsinnig hoch. In dem Preisbereich wären empfehlenswert:
- Denon DL110 (Straßenpreis sollte so 180-190€ sein, Listenpreis ist aber höher -> ggf. ein bischen suchen und vergleichen)
- Sumiko Pearl (gab's neulich mal in England für umgerechnet unter 100€, Listenpreis in D. um die 160€)
- Audio Technika AT-7V (gibt's offiziell wohl nicht mehr in D -> müßte man danach suchen)
- Audio Technika AT-440mla (verfärbt imho aber ein kleines bischen, ansonsten in Sachen Verzerrungsfreiheit und Auflösung sehr gut)

Gruß
Andreas
juergen1
Inventar
#7 erstellt: 16. Okt 2014, 18:39

Der_Picknicker (Beitrag #5) schrieb:

Ich würde mir den Tonarm mal ganz genau ansehen. Was macht er bei "Null Gramm" Auflagekraft.
Schwebt er in allen Richtungen ? Alles leichtgängig?
Null Gramm bedeutet wenn der Tonarm ausbalanciert ist? Also wenn das Gewicht so eingestellt ist, dass der Arm in der waagerechten "schwebt" ohne nach vorne oder hinten zu kippen?
zeigt denn die Skala auch (annähernd) "Null", wenn er schwebt? Andernfalls müßte die Skala korrigiert werden.
Leichtgängigkeit überprüft man am sensibelsten durch leichts Anpusten (Pustetest)
Für die vertikale Leichtgängigleit kann man auch kleine Papierschnipsel drauffallen lassen.
Gruß


[Beitrag von juergen1 am 16. Okt 2014, 18:41 bearbeitet]
pe66
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 16. Okt 2014, 20:52
Ist die Nadel sauber ???

Oftmals hilft "schrubben"

Nein, im Ernst, hast du die Nadel schon mal gründlich gereinigt?

Hilft oft, nicht immer.

Gruß Peter
Grendel82
Inventar
#9 erstellt: 17. Okt 2014, 12:43
Vielleicht ist die Nadel auch einfach nur total abgenudelt, sowas hatte ich auch mal, da gab es auch immer mal wieder Sprünge.

Da hilft dann eine neue Nadel.

Holger
Inventar
#10 erstellt: 17. Okt 2014, 14:15
Oder die Nadel mag halt einfach die eine oder andere LP nicht, passiert bei mir auch ab und an - dann spiele ich die LP eben mit einem anderen Plattenspieler ab.

Zitat aus dem Eingangsposting:

Mit 80-90% meiner Platten gibt es absolut keine Probleme
Der_Picknicker
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 19. Okt 2014, 19:15
Hi Leute,

vielen Dank nochmal für die weiteren Antworten. Ich war übers Wochenende unterwegs und hatte kein Internet, konnte daher nicht antworten. Ich denke, ich werde mir erstmal eine Ersatznadel kaufen und schauen, was das bringt und was sich ändert, bevor ich jetzt mehr als 100€ in ein neues Tonabnehmersystem investiere.

Da ich die nächsten Tage aber in Tschechien bin, werde ich das erst Ende der Woche in Angriff nehmen können. Ich werde dann berichten sobald sich was getan hat.
.JC.
Inventar
#12 erstellt: 19. Okt 2014, 21:59
Hi Holger,


Holger (Beitrag #10) schrieb:
Oder die Nadel mag halt einfach die eine oder andere LP nicht, ..


ist das ernst gemeint ?


bevor ich mir ne neue Nadel für ein Shure M 75 kaufen würde,
würde ich mich eher mal umsehen, was es sonst noch so gibt.

idR kostet eine Nadel um 80 % vom Preis des kompletten TA
spacelook
Stammgast
#13 erstellt: 19. Okt 2014, 22:39

Holger (Beitrag #10) schrieb:
Oder die Nadel mag halt einfach die eine oder andere LP nicht, passiert bei mir auch ab und an - dann spiele ich die LP eben mit einem anderen Plattenspieler ab.

Muss so eine di­let­tan­tische Antwort in einem Fach-Forum sein?
Überlege nochmal selber den Inhalt, den du geschreiben hast.
Klaus
Holger
Inventar
#14 erstellt: 20. Okt 2014, 14:28

.JC. (Beitrag #12) schrieb:
Hi Holger,


Holger (Beitrag #10) schrieb:
Oder die Nadel mag halt einfach die eine oder andere LP nicht, ..


ist das ernst gemeint ?


Natürlich.
Wenn ich irgendwas nicht ernst meine, erkennt man das an einem Smiley...

@Klaus/spacelook

Wenn du langjährige Erfahrung mit Dilettantismus verwechselst...

Wie ist es denn sonst zu erklären, dass seine Nadel 80-90% seiner Platten problemlos abspielt und nur mit einigen wenigen Probleme hat?
Eben - dann sind diese Platten eben nicht mit dieser Nadel kompatibel.

Und meine eigenen Erfahrungen in den letzten 40 Jahren sind eben auch so - die eine oder andere meiner knapp 4000 LPs springt halt auch mal, wenn ich sie z. B. mit einem elliptischen Shure abspiele. Lege ich sie dann auf das Laufwerk mit dem van-den-hulten DL103, das nebendran steht, spielt dieses sie problemlos ab.
Oder umgekehrt. Oder einer meiner anderen Plattenspieler tut es, es sind ja genügend parallel einsatzbereit.

Sowas gibt's halt.

Nur weil man etwas noch nicht selbst erlebt hat, heißt das nicht, dass es das nicht geben kann.
Negiert man dies, deutet es nur auf einen begrenzten Horizont.
juergen1
Inventar
#15 erstellt: 20. Okt 2014, 18:10

Holger (Beitrag #14) schrieb:
Wie ist es denn sonst zu erklären, dass seine Nadel 80-90% seiner Platten problemlos abspielt und nur mit einigen wenigen Probleme hat?
Da stimmt halt was grundlegendes nicht, was sich nur bei besonders problematischen Platten bemerkbar macht.
Gruß
Jürgen
.JC.
Inventar
#16 erstellt: 20. Okt 2014, 19:09
Hi Holger,


Holger (Beitrag #14) schrieb:

Nur weil man etwas noch nicht selbst erlebt hat, heißt das nicht, dass es das nicht geben kann.


vollkommen richtig.

Womöglich ist es auch die Kombination Dreher - Platte - Nadel
ich hatte so was in > 30 Jahren LPs hören noch nie, deshalb die Nachfrage
Holger
Inventar
#17 erstellt: 20. Okt 2014, 19:37

juergen1 (Beitrag #15) schrieb:

Holger (Beitrag #14) schrieb:
Wie ist es denn sonst zu erklären, dass seine Nadel 80-90% seiner Platten problemlos abspielt und nur mit einigen wenigen Probleme hat?
Da stimmt halt was grundlegendes nicht, was sich nur bei besonders problematischen Platten bemerkbar macht.


Sorry, aber dieses Fazit passt eher zu einem "mein Glas ist halb leer"-Typ.

Ich sehe das von der halbvollen Seite - 80-90% sind in Ordnung, d. h. es liegt eher an den Platten als am System.

Aber die Wahrheit liegt wahrscheinlich eh in der Mitte...
juergen1
Inventar
#18 erstellt: 20. Okt 2014, 19:41

Holger (Beitrag #17) schrieb:

juergen1 (Beitrag #15) schrieb:

Holger (Beitrag #14) schrieb:
Wie ist es denn sonst zu erklären, dass seine Nadel 80-90% seiner Platten problemlos abspielt und nur mit einigen wenigen Probleme hat?
Da stimmt halt was grundlegendes nicht, was sich nur bei besonders problematischen Platten bemerkbar macht.
Sorry, aber dieses Fazit passt eher zu einem "mein Glas ist halb leer"-Typ.
Ich sehe das von der halbvollen Seite - 80-90% sind in Ordnung, d. h. es liegt eher an den Platten als am System.
Wenn 15% aller Platten springen, stimmt irgendwas am Equipment nicht.
Egal wie voll das Glas ist...
.JC.
Inventar
#19 erstellt: 20. Okt 2014, 19:42

Holger (Beitrag #17) schrieb:

Ich sehe das von der halbvollen Seite - 80-90% sind in Ordnung, d. h. es liegt eher an den Platten als am System.


was sind das denn für LPs ?


bei mir stehen hier um 500, keine Einzige springt o. sonst was
wenn sie verschmutzt sind wasche ich sie, das war´s dann aber auch

bei Dir wären ja 10-20 % nicht in Ordnung
also das kommt mir schon komisch vor
juergen1
Inventar
#20 erstellt: 20. Okt 2014, 19:45

Holger (Beitrag #14) schrieb:
Nur weil man etwas noch nicht selbst erlebt hat, heißt das nicht, dass es das nicht geben kann.
Negiert man dies, deutet es nur auf einen begrenzten Horizont.
Jede Wette, Du nimmst auch Homöopathika.
Stimmts oder hab ich Recht?
Holger
Inventar
#21 erstellt: 20. Okt 2014, 19:56
Nö, ich stehe total auf Schulmedizin.
Ich arbeite übrigens seit mittlerweile fast 29 Jahren als Krankenpfleger in einer Notfall- u. Unfallambulanz, 28 Jahre davon im Schichtdienst rund um die Uhr.
juergen1
Inventar
#22 erstellt: 20. Okt 2014, 20:03

Holger (Beitrag #21) schrieb:
Nö, ich stehe total auf Schulmedizin.
Ich arbeite übrigens seit mittlerweile fast 29 Jahren als Krankenpfleger in einer Notfall- u. Unfallambulanz, 28 Jahre davon im Schichtdienst rund um die Uhr.

OK. Dann hab ich Dir Unrecht getan.
Das mit dem "beschränkten Horizont" hat mich ganz fatal an den Homöopathiethread erinnert.
.JC.
Inventar
#23 erstellt: 20. Okt 2014, 20:03

.JC. (Beitrag #19) schrieb:

was sind das denn für LPs ?
.JC.
Inventar
#24 erstellt: 21. Okt 2014, 00:52
Keine Antwort ist auch eine Antwort.
kadioram
Inventar
#25 erstellt: 21. Okt 2014, 08:25

.JC. (Beitrag #24) schrieb:
Keine Antwort ist auch eine Antwort.


Eingangspost lesen???!!!

Der_Picknicker (Beitrag #1) schrieb:

Mit 80-90% meiner Platten gibt es absolut keine Probleme, aber in letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass die Nadel auch bei Neukäufen springt. Teilweise sieht man auf den Platten auch deutliche "Beulen" an denen die Nadel immer springt. So habe ich mir vor Kurzem ein Tomte-Album gekauft, das am äußeren Rand eine dieser Beulen hat und somit auf beiden Seiten das jeweils erste Lied unbrauchbar ist.
Nun habe ich mir neulich eine weitere neue Platte (die Neupressung von Oasis' What's the Story Morning Glory) gekauft, die ebenfalls an einigen Stellen springt, auch ohne erkennbare "Beule", und ähnliche Phänomene treten auch bei weiteren Neukäufen auf.


@Picknicker

Welchen Plattenspieler und System hat dein Kumpel denn?

Ein relativ unempfindliches, brauchbares und preis-wertes System, das gut an die Technics-Arme passt, ist das Shure M44-7.
Holger
Inventar
#26 erstellt: 21. Okt 2014, 08:38

.JC. (Beitrag #24) schrieb:
Keine Antwort ist auch eine Antwort.


Entschuldige, aber manchmal schalte ich die Kiste auch mal für einige Stunden aus...

Zur Frage: die kann ich nicht beantworten - es kommt halt ab und an mal vor, dass eine LP mal an einer Stelle springt, warum auch immer.
Dann setze ich die Nadel zu Beginn des Titels nochmals auf und höre, ob sich das wiederholt.
Tut es das, probiere ich einen anderen Plattenspieler.
Und da passiert es eben manchmal, dass der Titel einwandfrei durchläuft.
Manchmal auch nicht. Manchmal hilft auch eine Wäsche.
Kommt aber insgesamt so selten vor, dass es mich nicht weiter beschäftigt.
Aber es kommt eben vor.
Ingor
Inventar
#27 erstellt: 21. Okt 2014, 21:50
Sicher kann es unter gewissen Umständen, dass ein Tonabnehmer springt. Wenn Fehler in der Pressung sind, nun ja, dann macht es keinen SInn den Plattenspieler verantwortlich zu machen. Aber bei Abspielproblemen bei 10 % der Platten ist es schon wahrscheinlich, dass hier ein Fehler am Gerät vorliegt.

Stimmt die Antiskating-Kraft? Hüpft der Tonarm zurück, oder läuft er nach dem Springen ganz normal weiter? Sind die Stellen sehr laut, an denen der Tonarm springt? Steht das Gerät waagerecht? Hast du das Auflagegewicht gemessen? Wie hast du es eingestellt? Springt der Arm immer an der gleichen mechanischen Position? Usw., usw.
akem
Inventar
#28 erstellt: 21. Okt 2014, 22:25
Mir ist das Springen bei Platten in meiner Hifi-Frühzeit immer nur bei minderwertigen oder nicht zum Tonarm passenden Tonabnehmern passiert.

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#29 erstellt: 22. Okt 2014, 13:19
Hallo,

wieg mal nach, ob die Anzeige der Auflagekraft stimmt.

Ich hab schon in den 70ern feststellen müssen, dass ca. 2/3 aller Plattenspieler mit falscher Auflagekraft gefahren wurden.

Peter
Der_Picknicker
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 24. Okt 2014, 16:33
Ui, das Thema hat sich während meiner Abwesenheit ja ein wenig verselbstständigt


Oder die Nadel mag halt einfach die eine oder andere LP nicht, passiert bei mir auch ab und an - dann spiele ich die LP eben mit einem anderen Plattenspieler ab.


Das ist ein nett gemeinter Vorschlag, allerdings habe ich leider nur einen Plattenspieler.


Welchen Plattenspieler und System hat dein Kumpel denn?


Ich hatte ihn neulich gefragt, er sagt es ist ein Dual CS415-2 Plattenspieler mit dem Standardsystem (laut Amazon Dual DMS251S).


Stimmt die Antiskating-Kraft? Hüpft der Tonarm zurück, oder läuft er nach dem Springen ganz normal weiter? Sind die Stellen sehr laut, an denen der Tonarm springt? Steht das Gerät waagerecht? Hast du das Auflagegewicht gemessen? Wie hast du es eingestellt? Springt der Arm immer an der gleichen mechanischen Position? Usw., usw.


Ich hatte gelesen, dass der Antiskating Wert so ca. 80% der Auflagekraft sein sollte, daher habe ich den auf den Wert 1,1 gestellt bei 1,4g Auflagekraft. Was genau meinst du mit hüpft er Tonarm zurück? Er springt und läuft dann wieder ganz normal weiter, bis, je nach Platte, er nochmal springt. Bei manchen Platten springt er nur ein Mal, bei anderen häufig hintereinander.
Ich habe leider keine Wasserwaaage hier, und kann das nicht ausmessen. Wie messe ich das Auflagegewicht? Ich habe mich beim Einstellen des Auflagegewichts wie im Eingangspost erwähnt an das dort auch verlinkte Youtube-Video gehalten.
Der Arm springt bei den gleichen Platten an den gleichen Liedern, und soweit ich das hören kann auch immer an den gleichen Stellen.

Ich bin erst heute wieder in Hamburg angekommen und bin auch ab morgen wieder bis Montag weg, ich werde mir wohl jetzt gleich entweder eine Ersatznadel oder ein nicht so teures Tonabnehmersystem kaufen.
Vielen Dank für die Ratschläge. Ich denke, ich werde nicht mehr als 100€ ausgeben wollen. Mir scheint, als wäre alles andere ein wenig rausgeworfenes Geld, weil ich als Laie den Unterschied vermutlich eh nicht hören würde, zumal der Rest meiner Anlage auch scheinbar nicht wirklich als hochwertig bezeichnet werden kann. Da ist es vermutlich ein wenig Perlen vor die Säue werfen, wenn ich da jetzt einen viel zu guten Tonabnehmer kaufen würde.


[Beitrag von Der_Picknicker am 24. Okt 2014, 16:36 bearbeitet]
akem
Inventar
#31 erstellt: 24. Okt 2014, 18:52

Der_Picknicker (Beitrag #30) schrieb:

Ich hatte gelesen, dass der Antiskating Wert so ca. 80% der Auflagekraft sein sollte,


Das stimmt so nicht. Auf das Antiskating sind keine Pauschalaussagen anwendbar, da neben der Auflagekraft auch der Nadelschliff entscheidend ist. Genauer gesagt die Kontaktfläche zwischen Rillenflanke und Nadel (und genau das wird durch den Nadelschliff bestimmt). Da hilft nur viel Probehören und zielgerichtetes Optimieren:
Wenn es im linken Kanal verzerrt mußt Du das Antiskating einen (kleinen) Tick verringern.
Wenn es rechts verzerrt mußt Du das AS leicht erhöhen.
Wenn es in beiden Kanälen verzerrt, dann versuchen, ob eine etwas höhere Auflagekraft hilft. Es kann aber auch sein, daß die Nadel hinüber oder einfach nicht gut genug ist.

Gruß
Andreas
kadioram
Inventar
#32 erstellt: 25. Okt 2014, 13:36
Ich empfehle weiter das Shure M44-7, knapp 60 Euro und quasi unkaputtbar. An einen Technics-Arm passt es hervorragend.

Außerdem sind die Ersatznadeln erschwinglich und die "Versorgungslage" an originalen Nadeln mittel- bis langfristig gesichert, im Gegensatz zu älteren Systemen, für die entweder nur "günstige" Nachbaunadeln (i.d.R. schlechtere Qualität) oder teuere retippte oder teuere NOS-Nadeln verfügbar sind.


[Beitrag von kadioram am 25. Okt 2014, 13:37 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#33 erstellt: 25. Okt 2014, 17:16
Hallo!

Das Shure M-44/G ist schon lange mein Tipp für DL-103 Besitzer die Geld sparen wollen, es bringt bei einem Bruchteil des Preises annährend gleiche Leistung.

Das System hat allerdings eine recht satte Ausgangsspannung von 6,2 Millivolt, noch saftiger kommt das M-44/7 mit fast 10 Millivolt Ausgangsspannung daher, -für etliche Phono-Entzerrer fast schon zuviel.Dafür hat das M-44/7 bei ca. 1700 Hz einen recht steilen Frequenzabfall der das Plattenrauschen schon ab ca. 14000 Hz zuverrlässig dämpft.-Ein nicht unerheblicher Vorteil da ab ca. 12-14 KHz ohnehin auf Schallplatten keine verwertbaren Informationen mit nennenswerten Pegeln mehr gespeichert sind.

Wetr also Rundnadeln mag und über einen geeigneten -übersteuerungsfesten-, Phono-Eingang verfügt und dem der Plattenspieler im Vergleich zum CDP ohnehin zu wenig "Dampf" macht ist auch nach meiner Meinung bestens bedient.

MFG Günther
Der_Picknicker
Schaut ab und zu mal vorbei
#34 erstellt: 03. Nov 2014, 22:18
Hallo Leute,
ich bins nochmal. Ich habe mir heute also im Fachgeschäft einen neuen Tonabnehmer gekauft. Den, den ihr hier empfohlen hattet, hatte er nicht vorrätig, nachdem ich ihm aber erzählte was für Musik ich so auf Platte höre und das ich nur normaler Hörer bin und nichts mit DJen oder so am Hut habe, hat er mir ein Audio Technica AT-95E verkauft und es auch gleich eingebaut, weil ich die Headshell abgeschraubt und mitgenommen hatte.

So, jetzt habe ich also die Headshell mitsamt neuem System wieder raufgeschraubt und wollte die Auflagekraft richtig einstellen. Der Fachmann hatte mir extra noch aufgeschrieben, dass es sich bei dem System um 2 Gramm handelt.

Also habe ich es wie in der Anleitung des Plattenspielers und in diversen Videos auf Youtube zu sehen ist gemacht:
Den Tonarm mitsamt System ausbalanciert, so dass er in der waagerechten schwebt.
Anschließend den Ring auf 0 drehen, ohne das Gewicht zu verstellen.
Dann das Gewicht vorsichtig auf die 2 drehen, um 2 Gramm einzustellen - und Hoppla: Das Gewicht ist schon im ausbalancierten Zustand so weit am Ende, dass ich es nur noch auf 0,5 Gramm drehen kann, bis es den Anschlag erreicht.

Bin ich zu blöd und habe irgendwas vergessen? Ich habe eigentlich alles exakt so gemacht, wie hier unter Punkt 9 - "Adjustment of the stylus pressure" - beschrieben. Bevor ich jetzt den ganzen Plattenspieler da morgen hinschleppen muss um mir das von ihm erklären zu lassen: Habe ich irgendwas wesentliches übersehen? So weit wie ich das sehe, kann ich die Auflagekraft gar nicht auf 2 Gramm stellen, weil ich das Gewicht nicht weiter drehen kann.

Besten Gruß,
Arne
kadioram
Inventar
#35 erstellt: 03. Nov 2014, 22:26
Hi,

mach mal ein Bild von deinem Tonarm/Gegengewicht und stell es rein, ich hab so langsam das Gefühl, dass da nicht das richtige draufsitzt, anders kann ich mir das nicht erklären---
Der_Picknicker
Schaut ab und zu mal vorbei
#36 erstellt: 03. Nov 2014, 23:30
Hallo Kadioram,

hier die Bilder. Weiter kann ich das Gewicht nicht drehen, als über diese 0,5 Gramm hinaus. Ich weiß nicht, vielleicht habe ich ja einfach nur ein kompletten Denkfehler und irgendwie ein Kopf vorm Brett und mache irgendwas total dämliches, was mir selber nur nicht in den Sinn kommt.

IMG_20141103_212303IMG_20141103_212423
Grendel82
Inventar
#37 erstellt: 03. Nov 2014, 23:36
Vielleicht ist das System zu leicht, da gibt es doch immer so kleine Plättchen als zusätzliche Gewichte.
Albus
Inventar
#38 erstellt: 04. Nov 2014, 00:31
Tag,

das AT95E wiegt soviel wie das vorherige Shure M75, nominell 6 g, tatsächlich irgend zwischen 5,7 und 6 g, dazu das Befestigungsmaterial, endlich summiert auf gut 6,2-6,5g. Der 1300er nimmt nach BDA Tonabnehmer mit Gewicht ab 4,5 g auf, somit ist diese Bedingung durch das AT95E erfüllt. Die originale Headshell (Tonkopf) wiegt 9,5 g, mit den 6,2-6,5 g ergibt das eine Kopflast von 15,7-16 g - gut für das Gegengewicht von 100-110 g.
Wenn wie geschildert eingerichtet, dann drängt sich die Frage nach der Headshell auf - ist es vielleicht eine leichtere, die der Händler verwendet hat? Etwa eine Technics mit 7,5 g Gewicht, die aber zu den SL12xxern gehört? Das würde dann wohl schon zu leicht werden.

Freundlich
Albus
Grendel82
Inventar
#39 erstellt: 04. Nov 2014, 00:39
Wenn die Headshell incl. System schwerer wäre, müsste das Gegengewicht weiter nach hinten und das Problem wäre gelöst.

Physik, Hebelgesetzt

juergen1
Inventar
#40 erstellt: 04. Nov 2014, 00:53

Der_Picknicker (Beitrag #34) schrieb:
...hat er mir ein Audio Technica AT-95E verkauft und es auch gleich eingebaut
...vielleicht hat ers weiter hinten eingebaut als das Alte?
Leichteres Befestigungsmaterial?
Oder versehentlich ein Zusatzgewicht, welches unter dem Alten eingebaut war, entfernt?
Grendel82
Inventar
#41 erstellt: 04. Nov 2014, 00:58
Ein Bild vom vorderen Ende des Tonarms wäre vielleicht hilfreich.
kadioram
Inventar
#42 erstellt: 04. Nov 2014, 08:16
In konzentrischen Kreisen scheinen wir uns der Lösung zu nähern

Ich tippe auch auf ein "Ultraleicht"-Headshell.
Hab hier eins rumliegen, das ist aus ultra-dünnem Alublech (noname-Teil), das kommt auf bestenfalls 5, mit gutem Willen 6 Gramm. Das taugt z.B. mit einem Shure M44-7 (incl. Material ca. 7,5g) nicht an (m)einem Technics-Arm. Der braucht incl. allem wie deiner min. 14,5g.

Das mir dem zu weit hinten montierten System kann theoretisch auch sein, aber bei einem Händler (ok, kommt drauf an, wie man Händler definiert, die vielfach gescholtenen Media-Markt-Mitarbeiter sind auch "Händler") kann ich mir das nicht recht vorstellen.

Außerdem kann man bei einem Standart-Headshell ein System wie das AT95 imo gar nicht so weit hinten montieren, so dass der geschilderte Effekt auftritt bzw. ohne dass der "Fachmann" und selbst der "Laie" nicht mit einem Blick sieht, dass da was nicht stimmt.

Grüße


[Beitrag von kadioram am 04. Nov 2014, 08:17 bearbeitet]
Der_Picknicker
Schaut ab und zu mal vorbei
#43 erstellt: 04. Nov 2014, 12:25
Ich hab das Ding in einem Audio-Fachgeschäft hier in Hamburg gekauft, ich hatte schon den Eindruck, dass der Typ da Ahnung hatte.

Ich habe euch hier mal zwei Bilder von der Headshell angehangen, habe leider nur die Handykamera zur Verfügung, hoffe aber, dass die Qualität trotzdem ausreicht um da was zu erkennen.

Wenn ihr ansonsten keine Einfälle habt, was ich falsch gemacht haben könnte, werde ich heute nachmittag wohl nochmal zum Händler damit gehen und ihm das Problem schildern.

Vielen Dank für eure Hilfe :)IMG_20141104_102000IMG_20141104_102046
.JC.
Inventar
#44 erstellt: 04. Nov 2014, 12:29
Hi,

das Headshell ist ein altes orig. Technics Shell, das ist also korrekt.
Aber ich glaube, dass das Gegengewicht nicht das orig. vom SL 1300 ist.

Schau doch mal nach Fotos vom SL 1300 im Netz u. vergleiche sie.
Der_Picknicker
Schaut ab und zu mal vorbei
#45 erstellt: 04. Nov 2014, 12:51
Jou, das habe ich auch schon gedacht und getan. Es scheint mir aber, dass das Gegengewicht das richtige ist.

Vergleicht man die Bilder hier:
http://www.ebay.com/...&hash=item2ed8fde11c

Oder auch hier:
http://www.audiokarma.org/forums/showthread.php?t=95155

mit dem, was ich weiter oben gepostet habe, scheint mir das Stück doch identisch zu sein.
Ach man, ich versteh das nicht, ich will doch einfach nur wieder in Ruhe meine Platten hören ^^

Ich vermute irgendwie immer noch, dass ich irgendwas total dämliches falsch gemacht habe, das nur selber nicht sehe. Kann doch eigentlich nicht sein, dass das Ding zu leicht ist.
kadioram
Inventar
#46 erstellt: 04. Nov 2014, 12:51
Bild hier aus dem Forum, selbes Headshell und selbes Gewicht.

Auffällig auch hier das ganz nach vorn geschraubte Gegengewicht...

http://bilder.hifi-f...s-sl-1300_327738.jpg



EDIT:

Ok, zeitgleich

Befestige mal versuchshalber verschiedene Cent-Münzen mit Tesa oben am Headshell und experimentier damit rum, hier findest du die einzelnen Gewichtsangaben zu den einzelnen Cents.


[Beitrag von kadioram am 04. Nov 2014, 12:55 bearbeitet]
Albus
Inventar
#47 erstellt: 04. Nov 2014, 13:11
Tag,

das ist in der Tat rätselhaft, da die Headshell original aussieht, einschließlich Spacer, auch das Gegengewicht ist sicherlich original. - Das AT hat einen Befestigungsabstand von 9,5 mm wie das Shure M75 (Befestigungsabstand Abstand Schraubenmitte bis Abtastsift unter AK).
Hilfreich wäre, wenn sowohl die Kopflast aus HS plus AT als auch das Gegengewicht einmal gewogen werden könnten, klar wären damit auch die Passungsverhältnisse gemäß BDA bzw. Hebelphysik. Nach Lage der Daten - und der üblichen Technics-Praxis - sollte hier das Gegengewicht zur Erzeugung der AK von 2,0 g bis etwa in die Mitte des kurzen Hebels hinten gedreht werden müssen.

Bitte, bei dem Vorgehen gemäß BDA Punkt 9 hattest Du den Merkposten Memo-Repeat auf 0 auch beachtet und ausgeführt?

Bleibt es beim Rätsel, dann löst eine Montage mit Zusatzgewichtsplättchen in der HS von Technics mit Gewicht von 3 g das Problem.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 04. Nov 2014, 13:13 bearbeitet]
directdrive
Inventar
#48 erstellt: 04. Nov 2014, 13:24
Moin,

an der Achse auf der das Gegengewicht steckt, scheint ein Zusatzgewicht montiert zu sein - auf dem Bilder wirkt das sichtbare Ende der Achse silberfarben und zu lang. Einfach herausschrauben, dann sollte es klappen mit dem Ausbalancieren.

Grüße, Brent
Albus
Inventar
#49 erstellt: 04. Nov 2014, 13:31
Tag,

Brent, ein Bravo für Dich, in der BDA zum 1300 (ohne MK II) wird genau ein Zusatzgewicht erwähnt, und dies für Tonabnehmer mit Gewicht ab 8,5 g. Hinten soll es für den Fall eingesetzt werden - in diesem Fall aber ist es offensichtlich zunächst zu entfernen. Er wird das Techncis-übliche 10 g Subweight sein. Die 1300-BDA, bitte: http://www.vinylengine.com/library/technics/sl-1300.shtml

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 04. Nov 2014, 13:32 bearbeitet]
Der_Picknicker
Schaut ab und zu mal vorbei
#50 erstellt: 04. Nov 2014, 13:39

Albus (Beitrag #49) schrieb:

Moin,

an der Achse auf der das Gegengewicht steckt, scheint ein Zusatzgewicht montiert zu sein - auf dem Bilder wirkt das sichtbare Ende der Achse silberfarben und zu lang. Einfach herausschrauben, dann sollte es klappen mit dem Ausbalancieren.

Grüße, Brent


Gewicht


Das war der Übeltäter - rausgeschraubt, neu eingestellt, funktioniert prächtig. Danke!

Vielen Dank an euch alle für die viele Hilfe. Endlich läuft das Ding wieder


[Beitrag von Der_Picknicker am 04. Nov 2014, 13:40 bearbeitet]
Grendel82
Inventar
#51 erstellt: 04. Nov 2014, 13:54

Der_Picknicker (Beitrag #50) schrieb:
Endlich läuft das Ding wieder :)

Jetzt kommen wir ja erst mal zurück zur eigentlichen Frage: springen die Platten immer noch?

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