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Neuer Tonabnehmer für Technics SL 1300

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Autor
Beitrag
TimMJ
Neuling
#1 erstellt: 13. Nov 2015, 22:34
Hallo zusammen,

Als Anfänger suche ich seit einiger Zeit nach einem neuen Tonabnehmer für meinen Technics SL 1300.

Aktuell verbaut, laut Aufdruck (allerdings wohl uralt):
- System: Shure M75 ED Type 2
- Nadel: Shure ED T2

Was ich suche:
- Tonabnehmer MM oder MC
- Budget: ~175€ - wenn es sich lohnt lasse ich mir eventuell auch mehr abschwatzen

Ich habe einige Threads durchstöbert, um mir mögliche Kandidaten heraus zusuchen. Allerdings bin ich nun noch unschlüssiger als vorher
Ich weiß nicht so recht, woran ich meine Entscheidung festmachen kann.
z.B.:
- in älteren Threads wurde häufig der Denon DL 110 empfohlen. Allerdings ist der wohl zu dem damaligen Preis nicht mehr zu haben. Für den aktuellen Preis gibt es nun doch sicherlich bessere Alternativen.
- reicht es aus lediglich eine neue Nadel zu kaufen? Aber hier gibt es auch wieder Originale und Nachbauten. Original kostet bei Thakker ca 150€, lohnt es?

Ich hoffe ihr könnt mir Empfehlungen oder eine Orientierungshilfe zu der "richtigen" Kauf-Entscheidung geben.

Viele Grüße
Tim
akem
Inventar
#2 erstellt: 14. Nov 2015, 12:36
Auch zum heutigen Preis halte ich das DL110 immer noch für einen Preis-Leistungs-Tip. In dieser Preisklasse gibt es wenig, was es in der Summe aller Eigenschaften mit dem DL110 aufnehmen kann. Ein Audio Technika AT440 löst vielleicht etwas besser auf und die Nadel hält aufgrund des besseren Schliffes länger, aber tonal sehe ich immer noch das Denon im Vorteil. Ansonsten gibt es eigentlich nur noch das Sumiko Pearl, das imho dem AT440 tonal auch etwas über ist, aber halt nur ne gebondete Ellipse als Nadel hat, die aber immerhin recht scharf ist.
Für das Shure würde ich wenn dann trotz den Preises die Originalnadel nehmen. Das dürfte wohl auch eine scharfe Ellipse mit 5x18µm sein. Standard-Nachbauten haben keine so scharfe Ellipse, sind meist gebondet und haben wohl auch oft keine Qualitätskontrolle. Generell sagt man den Shures ja einen gewissen hauseigenen Sound nach, der auf einen etwas aufgedickten Baß hinausläuft. Das muß man mögen aber wenn man das mag, findet man kaum was anderes, was da mitkommt. Alle genannten Kandidaten jedenfalls nicht.

Gruß
Andreas
TimMJ
Neuling
#3 erstellt: 15. Nov 2015, 10:45
Hallo Andreas,
Danke für deine Antwort.

Aufgedickter Bass hört sich für mich erstmal negativ an. Damit wäre die neue Nadel erstmal raus.

Pearl und AT440 sind wohl vom Sound her grundverschieden, da kommt es dann auf die eigenen Hörvorlieben an. Schwierig einzuschätzen ohne große Erfahrungswerte
Vielleicht finde ich ja einen Händler in meiner Nähe der beide Systeme vorführen kann. Die Soundeigenschaften hört man doch sicherlich auch unabhängig vom verwendeten Plattenspieler, oder?

Den Denon DL 110 habe ich bisher nur zu Preisen jenseits der 200€ gefunden, dass machte mich doch etwas stutzig.
Heute habe ich zufällig ein Angebot über 180€ gefunden, das würde ja super ins Budget passen. (Vor 5 Jahren hat der TA aber nur gute 100€ gekostet )

Habe ich das richtig verstanden, dass ich die Nadel retippen lassen kann, sollte sie mir kaputtgehen oder abgenudelt sein?

Sollte es der Denon werden, habe ich auch direkt eine Frage zu meinem Verstärker.
Dort kann ich für den Phono-Pre wählen:
- MM
- High MC
- MC Trans High
- MC Trans Low
Der Denon ist ein High-Output MC. Welche Einstellung sollte ich dann wählen?

Viele Grüße
Tim
akem
Inventar
#4 erstellt: 15. Nov 2015, 11:04
Ja, man kann das System retippen lassen, wenn die Nadel hinüber ist. Hab ich schon öfters machen lassen und die Ergebnisse sind durchaus sehr gut. Man kann dabei auch einen anderen Nadelschliff wählen wenn man will.

Was Du am Verstärker wählen kannst / mußt, da bin ich jetzt etwas überfragt. Da solltest Du die Bedienungsanleitung zu Rate ziehen. Generell ist das DL110 ein High-Output MC und wird üblicherweise an den MM-Eingang angeschlossen.
Aber die Bezeichnungen an Deinem Verstärker sind schon etwas seltsam. Ich vermute mal:
- High-MC: etwas höhere Verstärkung, da High-Output MCs üblicherweise eine etwas niedrigere Ausgangsspannung als MMs haben; möglicherweise ist auch der Eingangswiderstand ggü MM etwas anders
- MC Trans High/Low: hier verbirgt sich möglicherweise ein Transimpedanzverstärker hinter der Bezeichnung. Ein Transimpedanzverstärker ist eine stromgesteuerte Spannungsquelle, d.h. hier wird der Tonabnehmer als Stromquelle betrieben und sehr niederohmig abgeschlossen; da zwischen High und Low unterschieden wird, ist hier der Abschluß und evtl auch der Verstärkungsfaktor unterschiedlich.
Was nehmen? Im Prinzip kann man wohl das nehmen, was am besten klingt...

Gruß
Andreas
Papa_San
Stammgast
#5 erstellt: 15. Nov 2015, 11:23

TimMJ (Beitrag #1) schrieb:

Aktuell verbaut, laut Aufdruck (allerdings wohl uralt):
- System: Shure M75 ED Type 2
- Nadel: Shure ED T2


Eigentlich ein ausgezeichnetes System. Ich hab´s selber und mir gefällt sowohl die Originalnadel als auch die SAS von Jico: Shure SAS

Letztere ist sogar noch ein wenig besser als die Originale. Gesamtkosten inkl. Versand und Zoll sind ca. 150,-€. Den Zoll bezahlt Du bequem beim Briefträger,musst also nicht zum Zollamt.

Hast Du das M75ED T2 denn schon mal ausprobiert?

Gruß
Siggi
TimMJ
Neuling
#6 erstellt: 15. Nov 2015, 13:26
Hallo und danke für die Antworten,

Ja das System nutze ich derzeit, mangels Alternativen.
Ich habe das Gefühl, dass vom Klang her mehr möglich ist. Vielleicht auch getriggert durch die Aussage des Vorbesitzers, dass das System schon sehr alt ist
Dazu kommt natürlich Spieltrieb. Ich denke ich werde daher auch eher ein anderes System ausprobieren wollen. Irgendwie muss ich ja ausprobieren, was mir gefällt

Ich werde nochmal eine Nacht darüber schlafen, aber wahrscheinlich läuft es dann auf den Denon hinaus.
Den Shop mit der SAS-Nadel werde ich mir trotzdem abspeichern, für alle Fälle

Die Verstärkereinstellungen werde ich dann einmal durchtesten.

Viele Grüße
Tim
Albus
Inventar
#7 erstellt: 15. Nov 2015, 14:10
Tag,

bitte, darf man fragen und erfahren, um welchen etwas besonderen Phono-Entzerrerverstärker es sich handelt (Hersteller und Modellbezeichnung)? Möglicherweise - findet man so orientiert nützliche Produktinformationen.

Freundlich
Albus
TimMJ
Neuling
#8 erstellt: 15. Nov 2015, 15:06
Hallo Albus,

Der Verstärker ist ein Sansui AU G90X. Der Phono-Verstärker ist dort integriert.

Viele Grüße
Tim
Albus
Inventar
#9 erstellt: 15. Nov 2015, 15:30
Tag,
und Tag Tim,

danke, dann kann zu den Möglichkeiten das Service Manual angesehen werden (Quelle: Library der Hifiengine), und danach verhält es sich wie folgt:
- MC TRANS-LOW = Eingangsempfindlichkeit 100 Mikrovolt (umV) und 5,3 Ohm Eingangswiderstand
- MC TRANS-HIGH mit 250 umV und 40 Ohm
- HIGH MC 2,5 umV/100 Ohm
- PHONO MM 2,5 umV/47 kOhm - im Schaltplan stehen 100 kOhm, so auch in der Bestückung (also fraglich, ob 47k oder 100k). Die Eingangskapazität bei PHONO MM ist für mich nicht lesbar, die Bezeichnungen sind für mich nicht eindeutig. [Aber eine Vermutung sei erlaubt: die für ein Shure M75 erforderlichen 450 pF werden nicht wesentlich vom Sansui kommen, hier eher nur 100-200 pF. Der Technics Plattenspieler bringt höchstwahrscheinlich nur 125 pF mit, auch weniger ist nicht ausgeschlossen, 75 pF, unterstellt sind jetzt 75 pF wegen CD 4-Tauglichkeit. Dazu passen die 100 Kiloohm, d.i. die Kombination für CD 4-Wiedergabe, 100k mit max. 200 pF. Wenn aber 100k, dann könnte es auch mit einem M75 ganz gut passen. Wenn 100k.]

TRANS = hinter den Buchsen befindet sich ein MC HEAD TRANSFORMER. Was auch an anderen älteren Vorverstärkern so ausgeführt gewesen war.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 15. Nov 2015, 15:52 bearbeitet]
TimMJ
Neuling
#10 erstellt: 15. Nov 2015, 17:08
Hallo Albus,

Leider werde ich aus deinem Beitrag nicht so ganz schlau.

Bisher ging ich davon aus, dass der Shure ganz gut passt, da er ja schon montiert war. Allerdings altersbedingt nicht mehr alles hergibt. Dass er für mich nicht passen könnte, hätte ich nun eher auf den Sound (aufgedickter Bass bei Shure-Ta) geschoben.

Meine Frage aus Post#3 bezüglich des Phono-Pre bezog sich daher eher auf den Denon DL 110. Welche Einstellung ich dafür verwenden sollte. Das habe ich nun so verstanden, wäre zunächst relativ egal, bzw. sollte ich austesten.

Danke auf jeden Fall schonmal für die Mühe.

Viele Grüße
Tim
Albus
Inventar
#11 erstellt: 15. Nov 2015, 19:37
Guten Abend,

für das Denon DL-110 kommt von den vier Schaltmöglichkeiten nur die Stellung PHONO MM in Frage (d.i. 2,5 mV/47 k oder 100 k - was offen bleiben muss). Sollte es sich in diesem Fall tatsächlich um einen 100 kOhm Eingangswiderstand handeln, dann ist das (vordergründig) vereinbar mit der Abschlussempfehlung aus der Bedienungsanleitung für das DL-110. Dort heißt es in der Zeile zur Abschlussempfehlung: "Lastimpedanz: mehr als 47 kOhm" - und 100 kOhm sind eben "mehr als 47 kOhm". Das "mehr als 47 kOhm" wird gängig nicht beachtet.
Siehe eine BDA hier: http://www.vinylengine.com/library/denon/dl-110.shtml

Bei 100 kOhm abgeschlossen ist eine gewisse zusätzliche Aufhellung der Klangcharakteristik des DL-110 durchaus möglich. Was zu beobachten wäre.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 15. Nov 2015, 19:42 bearbeitet]
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