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Technics 1210 mk2 an Onkyo TX-NR626 fast ohne Bass

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Autor
Beitrag
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Feb 2015, 10:37
Hallo zusammen,

habe einen neuen Technics 1210 mk2 bei Ebay erstanden. Dieser war als Top in Ordnung angepriesen. Ist auch optisch völlig in Ordnung und es scheint auch alles zu funktionieren.
Es ist ein Ortofon Pro-S Tonabnehmer montiert und habe den Plattenspieler direkt am Phono-Eingang meines Onkyo TX-NR626 angeschlossen. Nun habe ich 2 Auffälligkeiten bemerkt:

1. auch wenn ich den Verstärker von der Lautstärke ganz runterdrehe, höre ich die abgespielte Musik direkt aus dem Plattenspieler....? Ist das normal? Es ist deutlich hörbar sogar wenn ich den Verstärker normal laut stelle und ich in der Nähe des Plattenspielers bin.

2. Irgendwie fehlen fast alle Bässe beim Abspielen der Platten. Vor allem deutlich hörbar bei z.B. "The XX - Intro", was ja sehr basslastig ist. Habe es auch mit einer fabrikneuen Maceo Parker - LP getestet, die ich auch als CD habe. Beide über den Onkyo und hin und her geschaltet. bei der CD ist die Ausgabe sehr schön voll mit shcönem Bass und bei der LP mit kaum Bass. Es wirkt so, wie bei einer sehr kleinen Anlage mit nicht basstarken Boxen...

Woran kann das liegen? Am Plattenspieler doch eigentlich nicht, oder? Was könnte daran nicht stimmen, dass die Bässe fehlen?
Ich hätte jetzt den Phono-Verstärker von meinem Onkyo im Verdacht, die vielleicht einfach nicht so hochwertig ist. Aber kann es wirklich sein, dass er so schlecht ist?
.JC.
Inventar
#2 erstellt: 19. Feb 2015, 10:50

mrCarnivore (Beitrag #1) schrieb:
Woran kann das liegen? Am Plattenspieler doch eigentlich nicht, oder?


aber am Tonabnehmer ...
Wenn Du den mal tauschen könntest
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 19. Feb 2015, 10:53

.JC. (Beitrag #2) schrieb:

mrCarnivore (Beitrag #1) schrieb:
Woran kann das liegen? Am Plattenspieler doch eigentlich nicht, oder?


aber am Tonabnehmer ...
Wenn Du den mal tauschen könntest


Echt? Was kann daran falsch sein?
Leider habe ich keinen anderen Tonabnehmer. :-(
.JC.
Inventar
#4 erstellt: 19. Feb 2015, 11:48
Hi,

normalerweise werden Dreher mit einem alten TA verkauft,
Du brauchst also eh min. eine neue Nadel.

für den Anfang ist der hier:
http://www.ebay.de/i...&hash=item2346720621

empfehlenswert.
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 19. Feb 2015, 12:13

.JC. (Beitrag #4) schrieb:
Hi,

normalerweise werden Dreher mit einem alten TA verkauft,
Du brauchst also eh min. eine neue Nadel.

für den Anfang ist der hier:
http://www.ebay.de/i...&hash=item2346720621

empfehlenswert.


Das wäre natürlich ärgerlich... Habe eh schon deutlich mehr bezahlt als ich eigentlich wollte. In der Annahme, ein komplett nutzbares System, was komplett funktioniert gekauft zu haben...

Ist der Ortofon Pro-S Concorde denn gut, so dass ich mir da mal ein neues von kaufen sollte?

Könnte es auch an der Auflagekraft liegen? Da habe ich noch nichts eingestellt... Kenne mich damit noch nicht so aus.
akem
Inventar
#6 erstellt: 19. Feb 2015, 13:04
Man sollte NIEMALS einen Plattenspieler ohne korrekte Justierung in Betrieb nehmen!!!!!!! Das kann den sofortigen Totalschaden von Nadel und Platte zur Folge haben!!

Justiere das Ding mal ordentlich und hör Dir dann das Ergebnis an. Da Du ein DJ-System hast, sollte da eigentlich viel zu viel Baß rauskommen, weil's in der Disse ja rummsen soll. Hifi ist das aber nicht, Auflösung gibt's bei so einem Nagel auch nicht. Das sind einfachste Nadelschliffe, die in beiden Laufrichtungen identisch sind, komplexere (bessere) Nadeln würden sich beim "scratchen" verkeilen und brechen. Außerdem brauchen die meisten DJ-Systeme Auflagekräfte, daß einem schwindlig wird, was für die Platten auch nicht besonders gut ist.

Eine andere Möglichkeit für zu wenig Baß wäre noch die Phonostufe in dem Onkyo. Es gibt manche Phonostufe, die ein sog. Subsonicfilter hat, welches eigentlich nur unterhalb von 20Hz arbeiten sollte. Bei billiger und/oder schlampiger Auslegung wird aber häufig auch der hörbare Baß mit weggefiltert...

Eine dritte Möglichkeit (ein Phasendreher bei den Tonabnehmeranschlüssen) ist bei Verwendung eines Concordesystems eigentlich fast ausgeschlossen. Da müßte schon mal jemand innerhalb des Drehers rumgepfuscht haben.

Gruß
Andreas
RS-1700
Stammgast
#7 erstellt: 19. Feb 2015, 13:13

.JC. (Beitrag #4) schrieb:
Hi,

normalerweise werden Dreher mit einem alten TA verkauft,
Du brauchst also eh min. eine neue Nadel.

für den Anfang ist der hier:
http://www.ebay.de/i...&hash=item2346720621

empfehlenswert.


Den von Dir empfohlenen Tonabnehmer kann er nicht montieren, da er einen Concord Pro S Tonabnehmer hat. Um den von Dir empfohlenen Tonabnehmer zu montieren benötigt er eine Headshell, ich gehe mal davon aus, dass er diese nicht hat.

@Fleischfresser

Das Auflagegewicht und das Antiskating musst Du auf jeden Fall erst mal einstellen! Das ist recht einfach, wenn Du nicht weißt wie, dann Google einfach oder kuck in die BDA. Wenn Du die auch nicht haben solltest kannst Du diese hier BDA Technics 1200 kostenlos als pdf-Datei herunterladen. Vorherige Registrierung ist allerdings notwendig, kostet aber auch nichts und verpflichtet auch zu nichts.

In welcher Ecke wohnst Du? Einen Concord Pro Tonabnehmer mit Nadel könnte ich Dir für Testzwecke ausleihen, aber nur wenn Du weißt, wie man das Auflagegewicht und Antiskating einstellt

Gruß von der Saarschleife, Michael


[Beitrag von RS-1700 am 19. Feb 2015, 13:21 bearbeitet]
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 19. Feb 2015, 14:00

akem (Beitrag #6) schrieb:
Man sollte NIEMALS einen Plattenspieler ohne korrekte Justierung in Betrieb nehmen!!!!!!! Das kann den sofortigen Totalschaden von Nadel und Platte zur Folge haben!!

Justiere das Ding mal ordentlich und hör Dir dann das Ergebnis an.


Oh.
Danke für die ausführliche Beschreibung. Da muss ich wohl nochmal meine Hausaufgaben machen und etwas justieren. Soweit ich das aber sehen konnte ist zumindest nichts so falsch eingestellt, dass etwas kaputt geht...


akem (Beitrag #6) schrieb:
Da Du ein DJ-System hast, sollte da eigentlich viel zu viel Baß rauskommen, weil's in der Disse ja rummsen soll. Hifi ist das aber nicht, Auflösung gibt's bei so einem Nagel auch nicht. Das sind einfachste Nadelschliffe, die in beiden Laufrichtungen identisch sind, komplexere (bessere) Nadeln würden sich beim "scratchen" verkeilen und brechen. Außerdem brauchen die meisten DJ-Systeme Auflagekräfte, daß einem schwindlig wird, was für die Platten auch nicht besonders gut ist.


Welchen Tonabnehmer würdest Du denn als Hifi empfehlen? Es sollte über einen weiten Musikbereich von Rock zu House und Jazz gut klingen. Djing und Scratching habe ich eigentlich nicht damit vor.


akem (Beitrag #6) schrieb:

Eine andere Möglichkeit für zu wenig Baß wäre noch die Phonostufe in dem Onkyo. Es gibt manche Phonostufe, die ein sog. Subsonicfilter hat, welches eigentlich nur unterhalb von 20Hz arbeiten sollte. Bei billiger und/oder schlampiger Auslegung wird aber häufig auch der hörbare Baß mit weggefiltert...


Oh, das ist auch ein guter Hinweis.

Ich werde also erstmal justieren. Dann zur Not den Tonabnehmer tauschen und wenn das nicht hilft dann einen gescheiten (Vor-)Verstärker kaufen. Welcher wäre denn da empfehlenswert und treibt einen nicht gerade in den Ruin? Also <500 €... Vollverstärker wäre die sinnvollere alternative, oder? Aber dann kann ich meine Boxen ja nciht gleichzeitig am Onkyo angeschlossen lassen für das Heimkino und am Vollverstärker für den Technics...
Lohnt sich eigentlich ein Röhrenverstärker, oder ist das nur was, wenn man alles andere optimiert hat, und man hört es nur mit dem absoluten Gehör?


RS-1700 (Beitrag #7) schrieb:

Das Auflagegewicht und das Antiskating musst Du auf jeden Fall erst mal einstellen! Das ist recht einfach, wenn Du nicht weißt wie, dann Google einfach oder kuck in die BDA. Wenn Du die auch nicht haben solltest kannst Du diese hier BDA Technics 1200 kostenlos als pdf-Datei herunterladen. Vorherige Registrierung ist allerdings notwendig, kostet aber auch nichts und verpflichtet auch zu nichts.



Habe die BDA hier runtergeladen:
BDA Technics 1210 Mk2
Habe da aber nicht wirklich hilfreiches gefunden. Bei YouTube habe ich zwar Videos gesehen, aber so richtige Step-By-Step-Beschreibungen waren nicht dabei. Antiskating wird da mit einer blanken Platte ohne Rillen eingestellt, die ich nicht habe. Und beim Auflagegewicht habe ich noch nicht ganz gecheckt, ab wann er ausgeglichen ist. Muss der ganze Arm wirklich absolut horizontal sein und ab da wird dann das vorgeschriebene Gewicht eingestellt durch die Skala?


RS-1700 (Beitrag #7) schrieb:

In welcher Ecke wohnst Du? Einen Concord Pro Tonabnehmer mit Nadel könnte ich Dir für Testzwecke ausleihen, aber nur wenn Du weißt, wie man das Auflagegewicht und Antiskating einstellt


Danke für die Hilfe! Wohne in Stuttgart.
Habe nun aber der Einfachheit halber mal einen neuen TA Ortofon Pro-S bei Amazon bestellt zum Vergleichen...
Burkie
Inventar
#9 erstellt: 19. Feb 2015, 14:04
Hallo,

an welcher Stelle der Bedienungsanleitung hast du was genau konkret nicht verstanden?

Die Bedienungsanleitung ist so einfach und simpel geschreiben, dass man es einfach nicht nicht verstehen kann...

Wo konkret hast du was genau nicht verstanden?
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 19. Feb 2015, 14:23

Burkie (Beitrag #9) schrieb:
Hallo,

an welcher Stelle der Bedienungsanleitung hast du was genau konkret nicht verstanden?


Habe jetzt nochmal nachgelesen und gerade zusammen mit dem geschauten YouTube-Video macht es alles seinen Sinn. Werde es also heute Abend mal sofort probieren!

@Alle: Ist es denn normal, dass aus dem 1210 die Musik auch ohne Verstärker herausschallt? Falls ja, woher kommt die?
akem
Inventar
#11 erstellt: 19. Feb 2015, 14:39
Welchen Tonabnehmer würdest Du denn als Hifi empfehlen? Es sollte über einen weiten Musikbereich von Rock zu House und Jazz gut klingen. Djing und Scratching habe ich eigentlich nicht damit vor.
--> Tonabnehmer gibt es von 20 bis 20.000€... Wie viel Budget hast Du denn zur Verfügung? Eine Headshell bräuchtest Du ja auch noch, die schlägt auch nochmal mit ~20€ zu Buche, wenn es nicht gerade die billigste sein soll.


Ich werde also erstmal justieren. Dann zur Not den Tonabnehmer tauschen und wenn das nicht hilft dann einen gescheiten (Vor-)Verstärker kaufen. Welcher wäre denn da empfehlenswert und treibt einen nicht gerade in den Ruin? Also <500 €... Vollverstärker wäre die sinnvollere alternative, oder? Aber dann kann ich meine Boxen ja nciht gleichzeitig am Onkyo angeschlossen lassen für das Heimkino und am Vollverstärker für den Technics...
Lohnt sich eigentlich ein Röhrenverstärker, oder ist das nur was, wenn man alles andere optimiert hat, und man hört es nur mit dem absoluten Gehör?
--> Röhrenverstärker sind so ne Sache. Schon allein wegen der begrenzten Lebensdauer, Ruhestromeinstellung usw. Ich würde bei Transistorverstärkern bleiben, ist unkomplizierter.
Passable Phonostufen gibt es ab ~150€. Aber ich würde jetzt nicht blind losrennen und alles neu kaufen, was möglicherweise schuld sein könnte...


Habe da aber nicht wirklich hilfreiches gefunden. Bei YouTube habe ich zwar Videos gesehen, aber so richtige Step-By-Step-Beschreibungen waren nicht dabei. Antiskating wird da mit einer blanken Platte ohne Rillen eingestellt, die ich nicht habe. Und beim Auflagegewicht habe ich noch nicht ganz gecheckt, ab wann er ausgeglichen ist. Muss der ganze Arm wirklich absolut horizontal sein und ab da wird dann das vorgeschriebene Gewicht eingestellt durch die Skala?
--> Schau Dir mal dieses Video an: http://www.phonophon...hono/justierung.html
Ich denke, dann sollte vieles klarer sein.
Antiskating stellt man nicht mit einer leeren Plattenseite ein, das ist grober Unfug. Leider nicht totzukriegen. Aber es ist ein gravierender Unterschied, ob eine Nadelspitze auf einer Fläche gleitet oder ob zwei Nadelflanken in einer Rille gleiten! Die resultierenden Reibungskräfte sind völlig unterschiedlich. Und eben diese Reibung ist es ja, die überhaupt erst (in Verbindung mit der Kröpfung bzw. bei Deinem Dreher in Verbindung mit der Biegung des Tonarms) eine Skatingkraft erzeugt. Und: die Skatingkraft ist dann auch nicht nur abhängig von der Auflagekraft sondern auch vom Nadelschliff. Die Skalen an den Antiskatingreglern gelten nur für Rundnadeln, solange nicht explizit was anderes dabei steht. Verwendest Du eine elliptische Nadel, brauchst Du nur etwa das 0,8 fache, bei schärferen Nadeln noch weniger. Also nicht Antiskating = Auflagekraft sondern Antiskating = 0,8 x Auflagekraft. Bei scharfen Nadeln kann man den Faktor 0,6 ansetzen. Danach kommt eh noch die gehörmäßige Optimierung. Verzerrt es im linken Kanal, muß man das Antiskating leicht (!!) verringern, verzerrt es rechts, muß man leicht erhöhen.

Gruß
Andreas
RS-1700
Stammgast
#12 erstellt: 19. Feb 2015, 14:57
Hallo Fleischfresser,

meinst Du das mit dem herausschallen ernst? Jede Plattenspielernadel gibt die Musik auch ohne Verstärker hörbar wieder, ist zwar leise, aber deutlich zu hören. Als die ersten Plattenspieler erfunden wurden gab es noch keine Verstärker, man hat deshalb einen großen Trichter verwendet um die Musik laut genug wiedergeben zu können. Grammophon

Gruß von der Saarschleife, Michael
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 19. Feb 2015, 15:58

akem (Beitrag #11) schrieb:
Tonabnehmer gibt es von 20 bis 20.000€... Wie viel Budget hast Du denn zur Verfügung? Eine Headshell bräuchtest Du ja auch noch, die schlägt auch nochmal mit ~20€ zu Buche, wenn es nicht gerade die billigste sein soll.


Darf schon 100 € kosten... Wenn er gut ist auch etwas mehr! Was könnt Ihr mir empfehlen?


akem (Beitrag #11) schrieb:
Röhrenverstärker sind so ne Sache. Schon allein wegen der begrenzten Lebensdauer, Ruhestromeinstellung usw. Ich würde bei Transistorverstärkern bleiben, ist unkomplizierter.
Passable Phonostufen gibt es ab ~150€. Aber ich würde jetzt nicht blind losrennen und alles neu kaufen, was möglicherweise schuld sein könnte...


Ne, ich probiere jetzt erstmal die Justierung. Es wär übrigens auch keine Slipmat dabei... :-(
Geht das auch ohne? Oder geht dann die Platte kaputt?

Und was wäre eigentlich der Unterschied von Röhrenverstärkern zu Transistorverstärkern? Hört man das wirklich raus?


akem (Beitrag #11) schrieb:
Schau Dir mal dieses Video an: http://www.phonophon...hono/justierung.html
Ich denke, dann sollte vieles klarer sein.
Antiskating stellt man nicht mit einer leeren Plattenseite ein, das ist grober Unfug. Leider nicht totzukriegen. Aber es ist ein gravierender Unterschied, ob eine Nadelspitze auf einer Fläche gleitet oder ob zwei Nadelflanken in einer Rille gleiten! Die resultierenden Reibungskräfte sind völlig unterschiedlich. Und eben diese Reibung ist es ja, die überhaupt erst (in Verbindung mit der Kröpfung bzw. bei Deinem Dreher in Verbindung mit der Biegung des Tonarms) eine Skatingkraft erzeugt. Und: die Skatingkraft ist dann auch nicht nur abhängig von der Auflagekraft sondern auch vom Nadelschliff. Die Skalen an den Antiskatingreglern gelten nur für Rundnadeln, solange nicht explizit was anderes dabei steht. Verwendest Du eine elliptische Nadel, brauchst Du nur etwa das 0,8 fache, bei schärferen Nadeln noch weniger. Also nicht Antiskating = Auflagekraft sondern Antiskating = 0,8 x Auflagekraft. Bei scharfen Nadeln kann man den Faktor 0,6 ansetzen. Danach kommt eh noch die gehörmäßige Optimierung. Verzerrt es im linken Kanal, muß man das Antiskating leicht (!!) verringern, verzerrt es rechts, muß man leicht erhöhen.


Danke für die ausführliche und sehr schnelle Antwort. Da bin ich ja genau im richtigen Forum mit den richtigen Experten gelandet!


RS-1700 (Beitrag #12) schrieb:
Jede Plattenspielernadel gibt die Musik auch ohne Verstärker hörbar wieder, ist zwar leise, aber deutlich zu hören. Als die ersten Plattenspieler erfunden wurden gab es noch keine Verstärker, man hat deshalb einen großen Trichter verwendet um die Musik laut genug wiedergeben zu können.


Das Prinzip eines Grammophons ist mir klar. Jedoch ist der Unterschied doch, dass dort durch die Nadel eine (wenn auch kleine) Membran direkt angeregt wird und das dann durch den Trichter verstärkt wird.
Bei einem modernen TA sollte die Nadel doch direkt mit einem kleinen Magneten in einer Spule verbunden sein und damit direkt in Strom umgewandelt werden. Was schwingt dann da und macht den deutlich hörbaren Ton? Überträgt sich die Schwingung des Magneten wirklich so deutlich auf den Tonarm?
akem
Inventar
#14 erstellt: 19. Feb 2015, 17:02
Die Nadel selbst schwingt sowie der Nadelträger. Die Fläche der "Membran" ist damit zwar winzig, aber es reicht, um etwas zu hören...

Du würdest bis zu 500€ für eine Phonostufe ausgeben und nur 100€ für den Tonabnehmer? Der Tonabnehmer macht den Klang...
Für 100€ gibt es imho nur ein empfehlenswertes System: das Sumiko Pearl. Listenpreis in Deutschland ist 160€, in England gibt's das für umgerechnet rund 100€. Z.B. hier:
http://www.musonic.co.uk/pearl-cartridge-p-17704.html
http://www.amazon.co.uk/product-reviews/B007LNSXL2

Gruß
Andreas
RS-1700
Stammgast
#15 erstellt: 19. Feb 2015, 17:04
Eine Abtastnadel schwingt immer, egal ob sie an eine Magnetspule angeschlossen ist oder nicht. Da der Tonarm des Technics hohl ist kannst Du die Musik selbst dann noch hören, wenn Du den Netzstecker ziehst und den Plattenspieler bei aufgesetzter Nadel von Hand drehst, das nennt man glaube ich scratchen

Du solltest erst einmal die Grundeinstellungen Deines Technics beherrschen, ehe Du Dir Gedanken über ein besseres Abtastsystem machst. Die fehlende Slipmat macht die Platten zwar nicht kaputt, wenn man vorsichtig ist, aber die Höheneinstellung muss dann auch korrekt eingestellt sein. Wie das geht steht auch in der BDA. Neue Slipmats für den SL-1200MK2 sind im Internet übrigens noch zu bekommen.

Nachdem was ich bisher so gelesen habe hat man Dir offenbar eine abgenudelte Gurke verkauft. Es würde mich mal interessieren wie viel Du dafür auf den Tisch gelegt hast. Ich habe meinen vor etwa drei Jahren für knapp 700 € beim Blöd-Markt gekauft. Das Gerät war neu und ein Ausstellungsstück mit Abdeckhaube und einem Ortofon Concord Pro. Das Ausgleichsgewicht hinten am Tonarm hat leider gefehlt und ich musste mir ein Neues besorgen.

Gruß von der Saarschleife, Michael
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 19. Feb 2015, 17:37

akem (Beitrag #14) schrieb:
Die Nadel selbst schwingt sowie der Nadelträger. Die Fläche der "Membran" ist damit zwar winzig, aber es reicht, um etwas zu hören...

Du würdest bis zu 500€ für eine Phonostufe ausgeben und nur 100€ für den Tonabnehmer? Der Tonabnehmer macht den Klang...
Für 100€ gibt es imho nur ein empfehlenswertes System: das Sumiko Pearl. Listenpreis in Deutschland ist 160€, in England gibt's das für umgerechnet rund 100€. Z.B. hier:
http://www.musonic.co.uk/pearl-cartridge-p-17704.html
http://www.amazon.co.uk/product-reviews/B007LNSXL2


Habe grundsätzlich erstmal kaum Ahnung im Phono-Bereich.
Wenn Ihr meint, dass die Aufteilung anders sein sollte... Hätte nur gedacht, dass man mit der Phono-Endstufe am meisten rausholen kann, wenn man schon einen zumindest gescheiten Ortofon Pro-S TA hat...


RS-1700 (Beitrag #15) schrieb:
Eine Abtastnadel schwingt immer, egal ob sie an eine Magnetspule angeschlossen ist oder nicht. Da der Tonarm des Technics hohl ist kannst Du die Musik selbst dann noch hören, wenn Du den Netzstecker ziehst und den Plattenspieler bei aufgesetzter Nadel von Hand drehst, das nennt man glaube ich scratchen

Du solltest erst einmal die Grundeinstellungen Deines Technics beherrschen, ehe Du Dir Gedanken über ein besseres Abtastsystem machst. Die fehlende Slipmat macht die Platten zwar nicht kaputt, wenn man vorsichtig ist, aber die Höheneinstellung muss dann auch korrekt eingestellt sein. Wie das geht steht auch in der BDA. Neue Slipmats für den SL-1200MK2 sind im Internet übrigens noch zu bekommen.


Habe schon eine bestellt, aber die ist ja heute Abend noch nicht da, wenn ich wieder ausprobieren möchte...


RS-1700 (Beitrag #15) schrieb:

Nachdem was ich bisher so gelesen habe hat man Dir offenbar eine abgenudelte Gurke verkauft. Es würde mich mal interessieren wie viel Du dafür auf den Tisch gelegt hast. Ich habe meinen vor etwa drei Jahren für knapp 700 € beim Blöd-Markt gekauft. Das Gerät war neu und ein Ausstellungsstück mit Abdeckhaube und einem Ortofon Concord Pro. Das Ausgleichsgewicht hinten am Tonarm hat leider gefehlt und ich musste mir ein Neues besorgen.


Im Ebay-Rausch und mangels ausführlicher Recherche vorher was aktuelle Preise angeht, habe ich für den vermeintlichen Top-erhaltenen 1210 (die anderen bei Ebay waren meist hier und da abgenutzt oder zerkratzt) auch 700 € hingelegt. Die anderen gehen alle aktuell für so 450 € weg. War eigentilch wie gesagt über dem eigentlich geplanten Preis, aber dachte, dann hat man wenigstens ein zusammenpassendes System und alles ist gut in Schuss und man braucht nichts anderes mehr kaufen...
Er ist auch gut in Schuss nur die Abdeckhaube ist etwas zerkratzt.
Habe den Verkäufer angeschrieben und er hat mir zugesagt die fehlende Slipmat zuzusenden und meinte bei dem TA muss ich nur die Kontakte und die Nadel reinigen, das müsste man öfters machen und dann geht alles wieder...
RS-1700
Stammgast
#17 erstellt: 19. Feb 2015, 18:58
Die Kontakte an den Tonabnehmern meiner Plattenspieler habe ich die ganzen Jahre bisher noch nie reinigen müssen. Gegen den Staub an der Nadel halte ich vor dem Aufsetzen der Nadel immer diesen Plattenbesen auf die Scheibe: Plattenbesen mit Samt Dann sammelt sich an der Nadel fast nichts mehr an. Für den Technics SL-QD33 ist dieser Besen Plattenbesen ohne Samt besser geeignet, da der SL-QD33, wegen seiner geringeren Durchzugskraft, mit der Samtbürste schnell hängen bleibt.

Abdeckhauben für den SL-12100MK2 gibt es noch neu. Du kannst auch probieren die alte Haube neu zu polieren: Xerapol

Der Technics SL-1200MK2/1210MK2 ist ein hervorragender Plattenspieler. Er wird nach meinem Empfinden aber viel zu teuer gehandelt. Diese Geräte gibt es wie Sand am Meer. Damit ist auch die Ersatzteilversorgung auf die nächsten Jahre hinaus gesichert. Schwer zu finden ist der SL-1600MK2/1610MK2. Ich habe mir vor Kurzem einen SL-1600MK2 zugelegt und ziehe ihn wegen der Vollautomatik dem SL-1200MK2 vor.

Gruß von der Saarschleife, Michael

P.S. Falls jemand Interesse daran haben sollte seinen SL-1600MK2 gegen einen (so gut wie neuen) SL-1200MK2 einzutauschen bitte ich um Nachricht
.JC.
Inventar
#18 erstellt: 19. Feb 2015, 19:11
Hi,


RS-1700 (Beitrag #17) schrieb:
Ich habe mir vor Kurzem einen SL-1600MK2 zugelegt und ziehe ihn wegen der Vollautomatik dem SL-1200MK2 vor.

Gruß von der Saarschleife, Michael


mein erster echter Plattenspieler
gutes Gerät, auf jeden Fall (hielt 25 Jahre !)

aber heute ziehe ich den SL 1710 vor
(der Wolf im Schafspelz)

Gruß aus Saarbrücken


ps @ carnivore
es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen,
lernen mussten wir alle einmal, das wird schon noch
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 20. Feb 2015, 01:11

RS-1700 (Beitrag #17) schrieb:
Die Kontakte an den Tonabnehmern meiner Plattenspieler habe ich die ganzen Jahre bisher noch nie reinigen müssen.


So, habe nun den Tonarm ausbalanciert. Dann war er ca 1 cm von der Platte entfernt, dann auf 3 g gestellt (wie Empfehlung für Ortofon Pro-S) und dann Antiskating auf 3 gestellt (weil sphärische Nadel).
Kein nennenswerter Unterschied zu vorher. Habe mit dem Antiskating auch rumgespielt. Kein Unterschied hörbar.
Wenn ich bei meiner Anlage den Bass hochdrehe ists ok, aber längst nicht so viel Bass und Volumen wie von CD. :-(

Also kanns doch nur noch am Vorverstärker in meinem Onkyo liegen, oder? Nachdem Ihr meint Kontakte muss man eigentlich nicht reinigen...

Werde am WE mal den hoffentlich dann angekommenen neuen TA (neuer Ortofon Pro-S) ausprobieren. Falls das keinen Unterschied macht, kann ich mir das Kontakte reinigen sparen und sollte mal einen neuen Vorverstärker ausprobieren, oder?

Edit: Was haltet Ihr z.B. von dem:
Tube-Preamp


[Beitrag von mrCarnivore am 20. Feb 2015, 01:15 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#20 erstellt: 20. Feb 2015, 08:04
Abstand.

Dein Problem liegt woanders.

Versuche es einmal mit diesem hier: http://www.amazon.de...words=dynavox+tc+750
Dynavox TC 750

Das ist sehr gut für dein Concorde geeignet.
Damit muss es klingen.

Hast du vieleicht irgendwo in deinem Verstärker die Klangregelung aktiviert? Mit welchen Platten und CDs vergleichst du eigentlich? Mit demselben Titel, auf LP und CD? Oder wie?

Gruß


[Beitrag von Burkie am 20. Feb 2015, 08:06 bearbeitet]
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 20. Feb 2015, 10:14

Burkie (Beitrag #20) schrieb:

Dein Problem liegt woanders.


Wo denn?


Burkie (Beitrag #20) schrieb:

Versuche es einmal mit diesem hier: http://www.amazon.de...words=dynavox+tc+750
Dynavox TC 750

Das ist sehr gut für dein Concorde geeignet.
Damit muss es klingen.


Laut den Amazon-Bewertungen ist er aber auch nicht viel besser als ein Phono-Eingang von einem Receiver. Den ich ja habe...
Bringt der wirklich was?


Burkie (Beitrag #20) schrieb:

Hast du vieleicht irgendwo in deinem Verstärker die Klangregelung aktiviert? Mit welchen Platten und CDs vergleichst du eigentlich? Mit demselben Titel, auf LP und CD? Oder wie?


Das würde ich nicht ausschließen. Habe Audyssey natürlich an. Was aber eigentlich keine negativen Auswirkungen haben sollte. Habe auch die Modi mal durchprobiert: Music und Stereo. Klingt beides deutlich anders aber beides mit gleich wenig Volumen... Zusätzlich ist es auch noch leisere als die CD, was aber nicht so schlimm ist.
Leider ist mein Onkyo zwar echt super von der Klangqualität, aber für die Einstellung braucht man echt einen großen Bildschirm. Da hilft weder die App noch die paar Tasten auf der Fernbedienung. Muss wohl heute echt mal meinen Beamer anwerfern und durch die Menüs navigieren...

Habe mit einer neuen Platte die ich zusammen mit der gleichen Musik auf CD gekauft habe verglichen.
Musikrichtung ist Jazz.
Aber auch bei anderen Lieder, die ich nicht zusätzlich noch als Platte habe aber gut kenne, merke ich, dass Volumen fehlt.
.JC.
Inventar
#22 erstellt: 20. Feb 2015, 10:51

mrCarnivore (Beitrag #21) schrieb:

Burkie (Beitrag #20) schrieb:

Dein Problem liegt woanders.

Wo denn?


siehe Beitrag #2

gib mal: Technics Headshell in ebay ein ...
das hier:
http://www.ebay.de/i...&hash=item5419903bb0

ist zB ein vernünftiges Angebot
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 20. Feb 2015, 11:05

.JC. (Beitrag #22) schrieb:

gib mal: Technics Headshell in ebay ein ...
das hier:
http://www.ebay.de/i...&hash=item5419903bb0

ist zB ein vernünftiges Angebot


Bestellt...

Dann schauen wir mal! Konnte übrigens nicht widerstehen und habe auch mal den Vincent bestellt.
Nur um mal zu schauen, ob es was bringt...
Burkie
Inventar
#24 erstellt: 20. Feb 2015, 11:18

mrCarnivore (Beitrag #21) schrieb:

Burkie (Beitrag #20) schrieb:

Dein Problem liegt woanders.


Wo denn?


Möglicherweise ist dein Phonoeingang defekt oder fehlangepasst. Ist das überhaupt ein richtiger Phono-Entzerrer-Vorverstärker?
Das kannst du mal mit dem TC 750 gegen überprüfen, bei nichtgefallen innert 2 wochen retournieren.

Hast du lange Kabel zwischen Plattenspieler und Verstärker?

Schalte mal den ganzen Audissy-Zauber aus, und probiere dann mal den Vergleich ziwschen CD und Platte (gleiche Titel!).

Es liegt auch nicht am Tonabnehmer, diese Typen machen normalerweise schon Bass.

Ist die Nadel abgenutzt/defekt?

Tonarm (mit montiertem Tonabnehmer, ohne Nadelschutzkappe) richtig ausbalanciert? Auflagekraft richtig eingestellt?

Dann sollte das mit einem TC 750 und ohne Klangzauber praktisch keinen großartigen Unterschied zur CD machen (gleiches Mastering vorrausgesetzt).

Wenn es dann mit dem Phonoeiongang vom Onkyo nicht läuft, liegt es daran...
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 20. Feb 2015, 12:35

Burkie (Beitrag #24) schrieb:

Möglicherweise ist dein Phonoeingang defekt oder fehlangepasst. Ist das überhaupt ein richtiger Phono-Entzerrer-Vorverstärker?
Das kannst du mal mit dem TC 750 gegen überprüfen, bei nichtgefallen innert 2 wochen retournieren.


Ist zumindest ein Phono-Eingang... Über dessen Qualität habe ich online nichts gefunden. Ich misstraue ihm aber grundsätzlich, der der gesamte Verstärker ja nicht sooo teuer war und der Phono-Eingang sicher nur ein Feature war, was es abzuhaken galt, weil es eh kaum einer ernsthaft benutzt.


Burkie (Beitrag #24) schrieb:

Hast du lange Kabel zwischen Plattenspieler und Verstärker?


Nur die Standard 1 m, die am Technics dran sind.


Burkie (Beitrag #24) schrieb:

Schalte mal den ganzen Audissy-Zauber aus, und probiere dann mal den Vergleich ziwschen CD und Platte (gleiche Titel!).

Es liegt auch nicht am Tonabnehmer, diese Typen machen normalerweise schon Bass.


Ich vergleiche die gleichen Titel jeweils auf CD und LP. Probiere es aber mal ohne Audyssey, aber erwarte eigentlich nicht, dass dadurch etwas passieren könnte, da das ja eine Optimierung des finalen Signals auf die Boxen/den Raum sind... Und wenn die Signale gleich wären, sollte es auch das Audyssey-Ergebnis sein...


Burkie (Beitrag #24) schrieb:

Ist die Nadel abgenutzt/defekt?


Wüsste nicht, wie ich das erkennen sollte... Tipps?


Burkie (Beitrag #24) schrieb:

Tonarm (mit montiertem Tonabnehmer, ohne Nadelschutzkappe) richtig ausbalanciert? Auflagekraft richtig eingestellt?


Das habe ich gestern Abend nochmal extra gemacht (s.o.) Aber habe auch mit variierung der Parameter keinen hörbaren Unterschied bemerkt.


Burkie (Beitrag #24) schrieb:
Dann sollte das mit einem TC 750 und ohne Klangzauber praktisch keinen großartigen Unterschied zur CD machen (gleiches Mastering vorrausgesetzt).

Wenn es dann mit dem Phonoeiongang vom Onkyo nicht läuft, liegt es daran...


Ja, denke es auch mal... Warte mal den TC 750 und den Vincent ab...
juergen1
Inventar
#26 erstellt: 20. Feb 2015, 12:56
Hallo, schwacher Bass kann herrühren von einer Verpolung. Irgendwo zwischen Tonabnehmer umd Lautsprecher.
Pol doch mal versuchsweise einen einzelnen Lautsprecher um. Also einfach Plus und Minus am Lautsprechereingang tauschen. Wenns vorher richtig war, klingts jetzt (noch) bassschwächer-und umgekehrt.
Gruß
Jürgen
RS-1700
Stammgast
#27 erstellt: 20. Feb 2015, 13:32
Hallo Jürgen,

die Mühe kann er sich sparen! Wenn die Lautsprecher falsch verpolt wären dann hätte er überhaupt keine Bässe. Die Bässe kommen bei ihm aber, wenn er den CD-Player benutzt.

Gruß, Michael
Burkie
Inventar
#28 erstellt: 20. Feb 2015, 13:56
Überhaupt kein Bass ist falsch, der bass wäre nur diffus, schwammig und gering.

Es schadet nichts, das so auszuprobieren (einen Lautsprecher verpolen), um Fehlerquellen einzugrenzen oder auszuschliessen.

Gruß
akem
Inventar
#29 erstellt: 20. Feb 2015, 13:57
Es geht darum, festzustellen, ob INNERHALB des Drehers irgendwas an der Verkabelung verpolt wurde.

Gruß
Andreas
juergen1
Inventar
#30 erstellt: 20. Feb 2015, 14:34

RS-1700 (Beitrag #27) schrieb:
die Mühe kann er sich sparen! Wenn die Lautsprecher falsch verpolt wären dann hätte er überhaupt keine Bässe.
Hallo Michael, Bässe hätte er dann trotzdem.

Ich sagte auch nicht, daß explizit die Lautsprecher verpolt sind.
Egal wo die Verpolung liegt, kann er diese aber durch eine Umpolung eines Lautsprechers "neutraliseren".
Es ist nur eine Idee, die man blitzschnell überprüfen kann.
Gruß
Jürgen
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 20. Feb 2015, 14:39

RS-1700 (Beitrag #27) schrieb:
die Mühe kann er sich sparen! Wenn die Lautsprecher falsch verpolt wären dann hätte er überhaupt keine Bässe. Die Bässe kommen bei ihm aber, wenn er den CD-Player benutzt


Ja, das habe ich auch gedacht. Dann habe ich nochmal überlegt und im Ebay-Angebot vom Technics geschaut und da stand etwas von extra verstärkten Cinch-Kabeln.. Also könnte ja jemand beim Installieren der Cinch-Kabel vom Technics zum Verstärker etwas vertauscht haben.
Dabei habe ich gemerkt, dass ich garnicht die roten verstärkten Kabel haben, die im Angebot abgebildet sind.
Auch sollte laut Angebot die Nullpunktrasterung entfernt worden sein, welche bei meinem definitiv noch vorhanden ist...
Letzteres stört mich nicht so sehr, lässt mich aber immer mehr an dem Angebot zweifeln!

Edit: Habe mich im Angebot vertan. Das war nicht meiner... Meiner hat Original-Kabel. Müsste dann aber alle Kabel meiner 5.1 Boxen verpolen, oder? Oder zumindest von einer Standbox und dem Sub... So wie die aufgebaut sind schon etwas unschön hinzukommen. :-(


[Beitrag von mrCarnivore am 20. Feb 2015, 14:48 bearbeitet]
volvo740tius
Inventar
#32 erstellt: 20. Feb 2015, 15:00
Hallo,

in dem Fall solltest Du den Verkäufer mal interviewen zwecks "Artikel ist nicht wie beschrieben". Die interne Verdrahtung der Phonokabel (ohne das Gerät öffnen zu müssen) lässt sich am besten überprüfen, wenn das bestellte Headhell da ist. Dazu die Kabel am Tonabnehmer vorsichtig abziehen und Headshell am Tonarm anbringen, dann mit einem Multimeter/Durchgangsprüfer einmal durchprüfen. Dabei sollte folgendes herauskommen:

Stift roter Stecker-> Red + rechts
Ring roter Stecker-> Green - rechts
Stift weißer/schwarzer Stecker->White + links
Ring weißer/schwarzer Stecker->Blue - links

Gruß Thomas

Edit: gut, wenn Du Dich vertan hast. Sollten jedoch die Phonokabel getauscht worden sein und falsch angeschlossen, solltest Du den VK darauf hinweisen.


[Beitrag von volvo740tius am 20. Feb 2015, 15:12 bearbeitet]
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 20. Feb 2015, 15:23
Habe nochmal eine Frage zum Einstellen des Tonarms:

Das einzige, was ich noch nicht 100%ig verstanden habe, ist das Einstellen der Höhe des Tonarms.
Habe es gestern Abend nicht verändert, da der Tonarm nach dem Ausbalancieren ca. 1cm von der Platte entfernt war.
Hier habe ich nochmal was gelesen:

Technics 1210 Mk2 einstellen

Dort steht nun aber, dass man erst ausbalancieren soll, dann erst das Anpressgewicht einstellen soll und dann mit der Höheneinstellung wieder den Arm waagerecht einstellen? Wie soll das gehen? Dann berührt er die Platte ja garnicht...

In der Anleitung steht:

Justierung der Tonarmhöhe (Vgl. Abb. 14.)
Die Tonarmhöhe kann mittels eines Justierrings. dessen Skala in Stufen von 0.5 mm unterteilt ist, um bis zu 6 mm reguliert werden. Nehmen Sie die Justierung gemäß nachstehender Tabelle vor.
[...]
Lösen Sievor dem Justieren der Tonarmhöhe durch Drehen
des Tonarmverriegelungsknopfs
Was soll man lösen und wie?

Danach steht aber wiederum da:

Die Tonarmlifthöhe, d.h. der Abstand zwischen Nadelspitze und Schallplattenoberfläche, wenn der Lift-Hebel angehoben ist, ist werksoitig auf Ungefahr 8-13 mm eingestellt worden.
Falls der Abstand zu groß oder zu klein wird, drehen Sie die Justierschraube im Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn während Sie die Tonarmliftführung nach unten drücken.

Drehung im Uhrzeigersinn
-Der Abstand wird kleiner.
Drehung im Gegenuhrzeigersinn
-Der Abstand wird größer.

Anmerkung:
Da die Justierschraube einen Sechskantkopf hat, muß
die Tonarmliftführung während des Justierens unbedingt
gedrückt gehalten werden, damit sich die Schraube
leicht drehen läßt.
Vergewissern Sie sich, daß der Sechskantkopf in die
Tonarmliftführung zurückkehrt, wenn diese losgelassen
wird.


Wie und wann stellt man nun genau die Tonarmhöhe ein?


[Beitrag von mrCarnivore am 20. Feb 2015, 15:24 bearbeitet]
akem
Inventar
#34 erstellt: 20. Feb 2015, 15:42
Die Höhe stellt man so ein, daß bei abgesenkter Nadel das Tonarmrohr waagerecht ist. Dazu am besten eine alte, wertlose Platte auf den Teller legen, Motor ausgeschaltet lassen, Nadel absenken und neben den Tonarm ein Geodreick hinstellen. Dann kann man anhand der Linien des Geodreiecks genau sagen, ob der Arm waagerecht ist.
Das ganze hat mit dem Winkel zu tun, mit dem die Nadel in die Rille eintaucht. Der ist nämlich nicht egal...

Gruß
Andreas
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 20. Feb 2015, 15:57

akem (Beitrag #34) schrieb:
Die Höhe stellt man so ein, daß bei abgesenkter Nadel das Tonarmrohr waagerecht ist. Dazu am besten eine alte, wertlose Platte auf den Teller legen, Motor ausgeschaltet lassen, Nadel absenken und neben den Tonarm ein Geodreick hinstellen. Dann kann man anhand der Linien des Geodreiecks genau sagen, ob der Arm waagerecht ist.
Das ganze hat mit dem Winkel zu tun, mit dem die Nadel in die Rille eintaucht. Der ist nämlich nicht egal...


Aber bei abgesenkter Nadel und eingestelltem Gewicht ist der Arm doch nie waagerecht, weil er sich runtersenkt zur Platte... Verstehe nicht was Du meinst...
Oder soll er so tief sein, dass er die Platte berührt, wenn er waagerechte ist? Dann verstehe ich das aber nicht mehr mit dem 1 cm Abstand zur Platte...
volvo740tius
Inventar
#36 erstellt: 20. Feb 2015, 16:06

mrCarnivore (Beitrag #35) schrieb:

Oder soll er so tief sein, dass er die Platte berührt, wenn er waagerechte ist?


So sollte es sein. Du müsstest also die Höhe an der Tonarmbasis nach unten korrigieren.


mrCarnivore (Beitrag #35) schrieb:

Dann verstehe ich das aber nicht mehr mit dem 1 cm Abstand zur Platte...


Edit: Weil der Tonarm zu hoch ist, Du musst mit der Einstellung runter.


[Beitrag von volvo740tius am 20. Feb 2015, 16:14 bearbeitet]
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 20. Feb 2015, 16:22

volvo740tius (Beitrag #36) schrieb:

mrCarnivore (Beitrag #35) schrieb:

Oder soll er so tief sein, dass er die Platte berührt, wenn er waagerechte ist?


So sollte es sein. Du müsstest also die Höhe an der Tonarmbasis nach unten korrigieren.


Achsooooo. Dann habe ich die Höhe falsch eingestellt! Werde das dann spätestens morgen früh mal korrigieren und nochmal ausprobieren.


volvo740tius (Beitrag #36) schrieb:

mrCarnivore (Beitrag #35) schrieb:

Dann verstehe ich das aber nicht mehr mit dem 1 cm Abstand zur Platte...


Das ist der Abstand Nadel zur Platte bei angehobenen Lift. Der Abstand dient der Unfallverhütung, wenn man den Arm über die Platte schwenkt, falls Du mal ein Lied suchst etc.


Was mir bei den Beschreibungen vorher gefehlt hatte war, wann man mit angehobenem Lift und wann ohne misst und einstellt...

Und wie verstelle ich die Höhe nun genau? Mit der Sechkantschraube oder mit dem Justierring?
Oder stelle ich mit der Sechskantschraube den Tonarmlift ein?

Achsooo glaube langsam verstehe ich mein Problem: Habe nicht verstanden, dass einmal von der Höhe des Tonarms ohne Lift die Rede war und einmal von dem Tonarmlift an sich... Oh man.

An dieser Stelle auch schonmal danke an die sehr schnellen und unermüdlichen Tipps und hilfen! Echt ein super Forum!
volvo740tius
Inventar
#38 erstellt: 20. Feb 2015, 16:39

mrCarnivore (Beitrag #37) schrieb:
Der Abstand dient der Unfallverhütung, wenn man den Arm über die Platte schwenkt, falls Du mal ein Lied suchst etc.


Ich hatte das editiert, da ich das mit dem 1cm falsch interpretiert hatte. Wie es aber aussieht, bist Du auf dem richtigen Weg. Tonarmhöhe und Tonarmlifthöhe sind verschiedene Baustellen. Ersteres wird mit dem großen Justierring eingestellt, Letzteres mit Schraubendreher an der nach unten gedrückten Liftbank.

Gruß Thomas
Burkie
Inventar
#39 erstellt: 20. Feb 2015, 16:51
Auf Seite 1 der Bedienungsanleitung sind die Bedienelemente gekennzeichnet.

Dort ist auch gekennzeichnet, welcher Ring für die Tonarmhöhenverstellung zuständig ist.
Was ist daran konkret unverständlich? Kannst du kein englisch?

Gruß
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 20. Feb 2015, 17:17

Burkie (Beitrag #39) schrieb:
Auf Seite 1 der Bedienungsanleitung sind die Bedienelemente gekennzeichnet.

Dort ist auch gekennzeichnet, welcher Ring für die Tonarmhöhenverstellung zuständig ist.
Was ist daran konkret unverständlich? Kannst du kein englisch?


Ich kann sogar ziemlich gut englisch. Wahrscheinlich wäre mir auch mit einer komplett englischen Bedienungsanleitung mehr geholfen als mit einer die nur bruchstückhafte deutsche Sätze enthält. Vielleicht sollte ich mal danach suchen!
Bei der Version (link oben), die ich gefunden hatte, ist gerade auf Seite 1 fast nur Pixelbrei erkennbar und gerade bei der Tonarmverstellung ist nicht wirklich ersichtlich z.B. wann man die Verriegelung wie weit verschieben muss. Auf welcher Stellung ist die Verriegelung genau zu? So weit nach rechts wie es geht? Oder kann man das auch zu weit nach rechts stellen?

Bis vorhin hatte ich auch nicht ganz verstanden, dass Tonarmhöhe und Tonarmlift ja zwei völlig unterschiedliche Sachen sind. Hatte die unterschiedlichen Begriffe auf unschöne Übersetzung geschoben...
RS-1700
Stammgast
#41 erstellt: 20. Feb 2015, 18:47
Die Verriegelung ist dann zu, wenn der Hebel sich nicht mehr weiter nach rechts drücken lässt. Dann lässt sich auch der Einstellring nicht mehr bewegen. Auf dem Bild ist die Verriegelung auf "Zu" gestellt, die Tonarmhöhe ist auf knapp 3 eingestellt. So sieht es bei meinem SL-1600 MK2 aus. Bei meinem SL-1200 MK2 lässt sich der Hebel sogar noch weiter nach rechts drücken, wichtig ist lediglich, dass sich im verriegelten Zustand der Einstellring nicht mehr drehen lässt.

Das Bild ist ein von mir bearbeiteter Ausschnitt eines aus dem Internet heruntergeladenem Bildes eines SL-1200 MK2. Ich sehe gerade, dass hier das Gegengewicht falsch herum montiert ist. Die Einstellscala für das Auflagegewicht muss nach vorn zeigen, nicht nach hinten

Verriegelung Tonarmhöhe

Gruß von der Saarschleife, Michael


[Beitrag von RS-1700 am 20. Feb 2015, 19:10 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#42 erstellt: 20. Feb 2015, 20:20

mrCarnivore (Beitrag #40) schrieb:

Burkie (Beitrag #39) schrieb:
Auf Seite 1 der Bedienungsanleitung sind die Bedienelemente gekennzeichnet.

Dort ist auch gekennzeichnet, welcher Ring für die Tonarmhöhenverstellung zuständig ist.
Was ist daran konkret unverständlich? Kannst du kein englisch?


Ich kann sogar ziemlich gut englisch. Wahrscheinlich wäre mir auch mit einer komplett englischen Bedienungsanleitung mehr geholfen als mit einer die nur bruchstückhafte deutsche Sätze enthält. Vielleicht sollte ich mal danach suchen!


Probier mal diese hier aus. Ist zwar für den MD3, geht aber wohl auch.
http://tda.panasonic...44200/rqt4912-2p.pdf

Oder die englische hier:
http://tda.panasonic.../723403/b1210mk2.pdf

Hier finden sich alle Bedienungsanleitungen für die verschiedenen Modelle.
http://www.panasonic.eu/Downloads/de_DE/popup.html
Tippst dort im Eingabe Modellnummer "SL1200" ein.

Gruß


[Beitrag von Burkie am 20. Feb 2015, 20:23 bearbeitet]
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 21. Feb 2015, 09:31
Danke für die Bilder und links! Die Direktlinks waren tot, aber der Link zu der Suchfunktion auf der Homepage von Panasonic hat funktioniert!

Ich lerne jeden Tag mehr hier! Bin aber gleichzeitig immer wieder erschreckt was ich nicht weiß!

Habe weder eine Plattentellerauflage, noch eine Plattenrutschfolie, noch eine Slipmat!
Gibt's die Plattenrutschfolie immer bei der Slipmat dabei?
Könnte auch das fehlen dieser Komponenten den fehlenden Bass-Anteil erklären? Muss heute in der Stadt dringend nach sowas schauen! Meine bestellte Slipmat ist noch nicht da. :-(
RS-1700
Stammgast
#44 erstellt: 21. Feb 2015, 10:56
Serienmäßig hat der SL1200MK2/1210MK2 nur eine Slipmat aus Gummi und die ist etwa 8 mm dick. Irgendwelche Rutschfolien sind in meinen Augen völlig überflüssig. Ich hoffe, dass Du die Original-Slipmat von Technics (die aus Gummi) bestellt hast, und nicht irgendeine bunte Modeauflage aus Filz oder Schaumstoff. Dass die fehlende Slipmat auf Deinem Plattenteller für das Ausbleiben der Bässe verantwortlich sein könnte glaube ich nicht. Wenn die Tonarmhöhe bei Deinem Plattenspieler aber noch so eingestellt ist wie sie im Auslieferungszustand war, dann fehlen Dir die 8 mm. D. h. Dein Tonabnehmersystem hängt beim Aufsetzen mit der Nadel nach vorn herunter, oder anders ausgedrückt, Dein Tonarm liegt im Abspielzustand nicht parallel zur Plattenoberfläche, weil er den A.sch zu weit oben hat.

Gruß von der Saarschleife, Michael
Burkie
Inventar
#45 erstellt: 21. Feb 2015, 11:17
Ach ja.
Der 1200 MKII hat serienmässig "nur" die dicke Gummimatte.
Wegen des Klanges, genau diese sollte man auch verwenden.

Slipmates usw. gab es nur bei den anderen Technicsen, um Scratchen zu ermöglichen.

Eine fehlende Gummimatte macht nicht den verlorenen Bass.
akem
Inventar
#46 erstellt: 21. Feb 2015, 12:40

RS-1700 (Beitrag #44) schrieb:
Serienmäßig hat der SL1200MK2/1210MK2 nur eine Slipmat aus Gummi und die ist etwa 8 mm dick.


8mm?? Wäre ganz schön viel... Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Gruß
Andreas
Burkie
Inventar
#47 erstellt: 21. Feb 2015, 13:02
Dann sinds halt nur 6mm.

Es ist ja auch keine Slipmate, sondern eine Gummimatte.
Die liegt so fest, mit der kann man nicht rutschen. Dafür ist sie auch nicht gedacht.
RS-1700
Stammgast
#48 erstellt: 21. Feb 2015, 13:09
Hallo Andreas,

tatsächlich sind es 6 mm , ich habe gerade mal nachgemessen, weil ich die 8 mm vorher aus dem hohlen Bauch gepostet hatte.

Gruß von der Saarschleife, Michael


[Beitrag von RS-1700 am 21. Feb 2015, 13:10 bearbeitet]
mrCarnivore
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 22. Feb 2015, 23:27
So, habe nun nochmal etwas rumprobiert:

Habe als erstes eine Slipmat unter die Platte gelegt (Slipmat mit Technics Aufdruck, aber nicht Original. Sieht aus wie aus Kunstfilz).
Dann neues Ortofon Pro-S installiert. Kaum Unterschied. Shure M-44 installiert. Stärkerer Bass, aber noch nicht gut.
Habe dann mal am Onkyo (Verstärker) rumgestellt und Audyssey und so weiter ausgeschaltet. Das hat deutlich den Ton verbessert, aber es fehlt immernoch Volumen und Bass. Gerade im direkten Vergleich deutlich hörbar...

Jetzt bleibt mir nur noch, einen anderen Vorverstärker auszuprobieren (habe schon einen da, aber es fehlt gerade noch ein Cinch-Cinch-Kabel).

Sonst bin ich ratlos und mein Plattenspieler wahrscheinlich teuer defekt. :-(
Burkie
Inventar
#50 erstellt: 23. Feb 2015, 00:12
Hallo,

ob Bass oder nicht, ist normalerweise eine reine Frage von:
1) Tonabnehmer (und richtige Einstellung [Auflagekraft, etc])
2) Verstärker-Klangregelung
3) Richtige Anpassung an den Entzerrer-Vorverstärker

1) Musst du nach Bedienungsanleitung machen.
2) Musst du für Vergleich LP/CD ausschalten.
3) Die Anpassung...
Normale Moving-Magnet MM Tonabnehmer mögen gerne 47kOhm und ca. 200 bis 600pF als Eingangsimpedanz am Vorverstärker sehen. (Wieviel genau, sagt der Beipackzettel vom Tonabnehmer.)
Das Phonokabel zwischen Plattenspieler und Vorverstärker bringt auch etwas pFs auf die Waage, hängt vom Kabel ab. Bei normalen guten Kabeln um die 100pF, nicht viel mehr.
Das ganze hängt damit zusammen, dass der Tonabnehmer mit seinen Spuleninduktivitäten, mit dem Wiederstand und der Kapazität des Vorverstärkers einen gedämpften elektrischen Schwingkreis bildet, dessen Resonanzfrequenz und Breite seine Resonanzpeaks gerade so liegen sollen, dass sich im hörbaren Bereich ein ungefähr linearer Frequenzgang bildet.
Zuviel oder zuwenig Kapazität pF führt zu zu dumpfen oder zu spitzem Klangbild.
Passen denn die Werte aus dem Beipackzettel vom Tonabnehmer mit den Werten des Vorverstärkers zusammen?
Ist denn vom Vorbesitzer an der Tonarmverkabelung oder der Kabelverbindung zwischen Plattenspieler und Vorverstärker herumgebastelt worden? Sodass vieleicht hier die Kapazitätswerte gar nicht mehr stimmen?
Schließlich, steckt die richtige Nadel im Tonabnehmer? Steckt sie tief genug im Tonabnehmer? Mal den Nadeleinschub vorsichtig abziehen. Sieht es da vieleicht irgendwie defekt aus? Ist der Nadelträger hinten, wo er in den Tonabnehmer reingeht, irgendwie defekt, verbogen, ...?

Über wieviel Bass reden wir überhaupt?

CDs können Tiefstbass bis hinunter auf 20Hz mit vollem Pegel bringen, bei LPs ist praktisch ab ungefähr 80 Hz "Schluß". Hörst du extreme "Dance-CDs/Platten" mit extrem tief reichendem Subwoofer ab?

Der Plattenspieler selber, die "Slipmate" sowie die Höhenverstellung des Tonarms machen praktisch kaum Unterschied im Bass.
Die Unterschiede liegen wenn, an den Dingen, die ich oben angesprochen habe.

Hast du mittlerweile einen externen Phono-Vorverstärker? Klingt das ganze immer Bassarm, selbst wenn du den externen Vorverstärker an verschiedenen Eingängen (Aux, CD, Tape, etc..) deines Verstärkers anschließt? Ist es möglich, dass ausgerechnet der Eingang an deinem Verstärker, den du immer für den Plattenspieler verwendest, defekt ist?
Ist der CD-Spieler digital am Verstärker angeschlossen? Ist da vieleicht (im CD-Spieler, im Verstärker) eine heimliche Klangregelung/Bassboost aktiv? Die vieleicht auf die analogen Eingänge nicht wirkt?
Ist vieleicht in den Untiefen des Einstellmenüs deines Verstärkers für CD Bassmanagment eingeschaltet, für den Plattenspieleranschluß aber deaktiviert?

Gruß

P.S.: Es heißt ja immer, der Tonabnehmer muß zum Tonarm passen. Damit ist folgendes gemeint:
Dei Nadel ist elastisch mit dem Tonabnehmer verbunden, und wird durch die Rille hin und her bewegt. Die Nadel bewegt also auch über ihre elastische Aufhängung den Tonabnehmer hin und her.
Der Tonabnehmer ist starr mit dem Tonarm verbunden, wenn sich der Tonabnehmer hin und her bewegt, so auch der Tonarm.
Tonarm und Tonabnehmer bilden also zusammen die effektiv bewegte Masse.
Welche durch die elastisch am Tonabnehmer aufgehängte Nadel zu Bewegungen angeregt wird.
Also, so eine Art Masse-Feder-Pendel, welches eine Resonanz hat, bestimmt durch die Elastizität der Nadelaufhängung (in "Compliance" angegeben) und der effektiv bewegten Masse (Tonarm/Tonabnehmer).
Diese Resonanzfrequenz muss deutlich unterhalb des hörbaren Bereichs liegen, also ungefähr bei ca. 10 Hz.
Wesentlich tiefer soll sie auch nicht liegen, weil ja die Nadel mitsamt dem Tonarm der Rille nach innen folgen können muß.
Ist die Nadel zu "hart" für die effektiv bewegte Masse eingespannt, so liegt die Resonanzfrequenz zu hoch -> Zusatzgewicht an Headshell/Tonabnehmer anbringen, um die effektiv bewegte Masse zu erhöhen (und Tonarm neu ausbalancieren).
Ist die Nadel zu weich aufgehängt, müsste der Tonabnehmer oder Tonarm leichter werden -> praktisch nicht möglich.

Ortofon Concorde-Tonabnehmer sind mit Original-Nadeln schon für den Original-Unverbastelten Technics-Tonarm optimal angeglichen; des passt scho.
Das also nur so als Info.

P.P.S.: Wenn du mit deinem Plattenspieler nicht zurecht kommst, könntest du ihn samt Tonabnehmer mir mal zur Überprüfung zuschicken. Ich habe selber einen Technics samt dazu passenden Tonabnehmern und Vorverstärkern. Ich könnt den Plattenspieler mit meinen Tonabnehmern testen als auch mit deinem Concorde, um Fehler einzugrenzen.


[Beitrag von Burkie am 23. Feb 2015, 01:08 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#51 erstellt: 23. Feb 2015, 08:50
Moin,

super Beitrag Burkie !

Wenn er versteht, was Du geschrieben hast, dann versteht er die Zusammenhänge.

Einzig mit den ab 80 Hz ist Schluss bin ich nicht einverstanden.
Ist das bei Dir wirklich so ?
Bei mir jedenfalls nicht, das AT 150 MLX geht am SL 1710 bis ganz runter.
(sofern diese Frequenzen < 50 Hz überhaupt auf der LP sind)

Aber so wie Carnivore den Bass beschreibt tippe ich auf eine Verpolung der Kanäle zueinander.
Das passiert am ehsten bei den Headshell Käbelchen.
Suche:
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