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Mittelspindel bei Riemenantrieb sitzt fest - woran liegts ?

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Autor
Beitrag
sodawasser
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Mrz 2015, 23:41
Hallo,
ich habe mir in der Bucht einen gebrauchten AKAI AP003 (70er) zugelegt.
Leider bewegt sich der Plattenteller beim Einschalten kaum bis nicht. Nachdem ich erst Riemen und den Antrieb überprüft (positiv) habe ist mir aufgefallen, dass die Mittelspindel (also da wo der Plattenteller draufgelegt wird) sich nicht mitdreht. Sie sitzt ganz fest. Woran kann das liegen ?
Danke für eure Einschätzungen!
S.
maicox
Stammgast
#2 erstellt: 21. Mrz 2015, 00:27
Hallo,

Ich denke da wird das Plattentellerlager schwergängig sein. Entweder ist dort verharztes Fett die Ursache oder die Welle hat durch einen Transport einen "wegbekommen". Versuche mal den Zwischenteller nach oben heraus zu ziehen. Sollte dieses so nicht möglich sein, musst Du von unten ran.

Es könnte sein dass das Lager von unten mit einer großen Hutmutter (Geschlossene Mutter) verschraubt ist. Diese könnte verklebt sein. Erst wenn Du diese Mutter entfernst, kannst Du von unten einen Sicherungsring, welcher die Welle gegen versehentliches Herausziehen nach oben sichert, entfernen. Sollte ein Lagerspiegel montiert sein, diesen überprüfen, reinigen evtl. Umdrehen.

Dann alles ordentlich Reinigen und neu Schmieren. Wenn Fett drin war, einfaches Wälzlager- Fett verwenden. Wenn dort einmal Öl drin war, dann halt die Mutter wieder abdichten und neues Öl einfüllen. Motoröl z.B. 10 W 40 könntest Du z.B. verwenden.

Edit: Wenn das Lager wieder läuft, reinige (entfette) die Laufflächen für den Riemen. Auch das Antriebsrad (Pulley) muss Öl- und Fettfrei sein. Hierzu kannst Du gut Isopropyl- Alkohol verwenden. Der Riemen sollte nicht zu stramm, aber auch nicht zu lose sein.


[Beitrag von maicox am 21. Mrz 2015, 00:34 bearbeitet]
sodawasser
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 21. Mrz 2015, 00:58

maicox (Beitrag #2) schrieb:
Hallo,

Ich denke da wird das Plattentellerlager schwergängig sein. Entweder ist dort verharztes Fett die Ursache oder die Welle hat durch einen Transport einen "wegbekommen". Versuche mal den Zwischenteller nach oben heraus zu ziehen. Sollte dieses so nicht möglich sein, musst Du von unten ran.

Es könnte sein dass das Lager von unten mit einer großen Hutmutter (Geschlossene Mutter) verschraubt ist. Diese könnte verklebt sein. Erst wenn Du diese Mutter entfernst, kannst Du von unten einen Sicherungsring, welcher die Welle gegen versehentliches Herausziehen nach oben sichert, entfernen. Sollte ein Lagerspiegel montiert sein, diesen überprüfen, reinigen evtl. Umdrehen.

Dann alles ordentlich Reinigen und neu Schmieren. Wenn Fett drin war, einfaches Wälzlager- Fett verwenden. Wenn dort einmal Öl drin war, dann halt die Mutter wieder abdichten und neues Öl einfüllen. Motoröl z.B. 10 W 40 könntest Du z.B. verwenden.

Edit: Wenn das Lager wieder läuft, reinige (entfette) die Laufflächen für den Riemen. Auch das Antriebsrad (Pulley) muss Öl- und Fettfrei sein. Hierzu kannst Du gut Isopropyl- Alkohol verwenden. Der Riemen sollte nicht zu stramm, aber auch nicht zu lose sein.


ok, ich mach mich mal ran...
Danke erst mal für deine ausführliche Einschätzung !
sodawasser
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 21. Mrz 2015, 02:09
So, habe erst mal die Bodenwanne gelöst.



Bild1: Stift von oben mit bereits gelöster Mutter (war etwas blaues trockenes Fett dran) und Beilagscheibe

AKAI AP003 Innenleben



Bild 2: nochmal Stift von oben

AKAI AP003 Innenleben



Bild 3 Stift/ Stiftgehäuse von unten mit rausgeschraubter Seiten-Schraube (?) (und auch mit Beilagscheibe am Gehäuse)

AKAI AP003 Innenleben



Bild 4 nochmal Stift von unten

AKAI AP003 Innenleben


Bei dem Stiftfoto von unten frage ich mich wozu die seitliche Schraube gut ist, rauschrauben hat nichts ersichtliches verändert.

Habe mal die Mutter von oben gelöst, nun dreht sich der komplette Stift samt Zahnrad, aber eben auch das Gewinde (oben) und das komplette Stiftgehäuse unten. Das ist wohl nicht sinnvoll (es wackelt und reiben an dem Gehäuse tuts auch)

Hm...
DieterK1
Stammgast
#5 erstellt: 21. Mrz 2015, 07:39
Die seitliche Schraube dürfte eine Sichrung sein damit die Achse nicht so ohne weiteres aus dem Lager gezogen werden kann. Deine Achse, sitzt aus welchen Gründen axuch immer im Lager fest. Das kann Gammel sein, sie kann festgefressen sein oder verkantet. Bei der Länge des Lagers vermute ich allerdings kein verkanten. Eventuell könnte handelsüblichr Rostlöser, den du versuchsweise durch die Öffnung der Sicherheitsschraube einsprühen könntest und oben rund um die Achse vorsichtig aufbringen kannst, helfen. Lange einwirken lassen (über Nacht zB) und ab und an zwischendrin nachsprühen.

Edit sagt: das blaue an der Mutter war Schrauben-Sicherungslack.


[Beitrag von DieterK1 am 21. Mrz 2015, 07:40 bearbeitet]
maicox
Stammgast
#6 erstellt: 21. Mrz 2015, 09:34
Hallo,

Wie Dieter schon schrieb, ist die untere Schraube eine reine Sicherungsschraube. Wenn Diese raus ist, sollte sich die Welle nach oben rausziehen lassen. Wenn diese sich nicht bewegen läßt, würde ich auch erst einmal mit Rostlöser oder Sprühöl versuchen die Achse zu Lösen.

Du kannst auch zusätzlich ganz vorsichtig mit z.B. dem Griff eines Schraubendrehers etwas "klopfen". Solltest Du die Achse dann raus haben, alles gründlich Reinigen. Dann die Achse auf Beschädigungen überprüfen. Ich drücke Dir die Daumen dass diese nicht krumm ist.

Zum Reinigen kannst Du sehr gut Ohren- Stäbchen verwenden. Dann die untere Schraube rein drehen und das Lager mit Öl fluten und über Nacht stehen lassen. Nach erneutem Reinigen kannst Du das Ganze, frisch geschmiert, wieder zusammenbauen.
Ingor
Inventar
#7 erstellt: 21. Mrz 2015, 10:13
Das Teil kannst du gerade bei eBay kaufen 15 Euro. Such mal nach Plattenspieler Komponente akai.
sodawasser
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 21. Mrz 2015, 11:25

DieterK1 (Beitrag #5) schrieb:
Die seitliche Schraube dürfte eine Sichrung sein damit die Achse nicht so ohne weiteres aus dem Lager gezogen werden kann. Deine Achse, sitzt aus welchen Gründen axuch immer im Lager fest. Das kann Gammel sein, sie kann festgefressen sein oder verkantet. Bei der Länge des Lagers vermute ich allerdings kein verkanten. Eventuell könnte handelsüblichr Rostlöser, den du versuchsweise durch die Öffnung der Sicherheitsschraube einsprühen könntest und oben rund um die Achse vorsichtig aufbringen kannst, helfen. Lange einwirken lassen (über Nacht zB) und ab und an zwischendrin nachsprühen.

Edit sagt: das blaue an der Mutter war Schrauben-Sicherungslack.



ok, besorge mir gleich WD40 o.ä. und probiere das heute Nacht aus.
Danke, Dieter !
sodawasser
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 21. Mrz 2015, 11:28

maicox (Beitrag #6) schrieb:
Hallo,

Wie Dieter schon schrieb, ist die untere Schraube eine reine Sicherungsschraube. Wenn Diese raus ist, sollte sich die Welle nach oben rausziehen lassen. Wenn diese sich nicht bewegen läßt, würde ich auch erst einmal mit Rostlöser oder Sprühöl versuchen die Achse zu Lösen.

Du kannst auch zusätzlich ganz vorsichtig mit z.B. dem Griff eines Schraubendrehers etwas "klopfen". Solltest Du die Achse dann raus haben, alles gründlich Reinigen. Dann die Achse auf Beschädigungen überprüfen. Ich drücke Dir die Daumen dass diese nicht krumm ist.

Zum Reinigen kannst Du sehr gut Ohren- Stäbchen verwenden. Dann die untere Schraube rein drehen und das Lager mit Öl fluten und über Nacht stehen lassen. Nach erneutem Reinigen kannst Du das Ganze, frisch geschmiert, wieder zusammenbauen.


Danke dir auch, maicox !
Melde mich, wenn die Maßnahmen hoffentlich erfolgreich verliefen
sodawasser
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 21. Mrz 2015, 11:29

Ingor (Beitrag #7) schrieb:
Das Teil kannst du gerade bei eBay kaufen 15 Euro. Such mal nach Plattenspieler Komponente akai.


Sehr gut, sollte das ausgebaute Lager hinüber sein, weiß ich wo ich Ersatz bekomme.
Danke dir !
DieterK1
Stammgast
#11 erstellt: 21. Mrz 2015, 16:20
Gemeinsam bekommt das Forum sowas wieder fit ;-)
sodawasser
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 22. Mrz 2015, 02:39
Operation gelungen!
WD40 für ein paar Stunden und fleissig drehen hat geholfen. Die Spindel hat sich gelöst, ich habe alles - wie von euch empfohlen - gereinigt und neu gefettet und nun läuft alles geschmeidig und wohlklingend :-)
Ein großes Dankeschön euch allen für die tolle Hilfe!
Soda


Akai turning JPG


[Beitrag von sodawasser am 22. Mrz 2015, 02:44 bearbeitet]
Ingor
Inventar
#13 erstellt: 22. Mrz 2015, 15:58
Aber du hast kein Fett ins Lager getan, oder? Das wäre fatal, denn das verharzt und zerstört das Sinterlager auf längere Sicht.
sodawasser
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 22. Mrz 2015, 16:25

Ingor (Beitrag #13) schrieb:
Aber du hast kein Fett ins Lager getan, oder? Das wäre fatal, denn das verharzt und zerstört das Sinterlager auf längere Sicht.



nein öl, hab mich falsch ausgedrückt.
aber danke für den hinweis.
gruß, soda
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