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Technics SL-23A ab Plattenmitte empfindlich

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Autor
Beitrag
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 18. Jul 2015, 22:03
Hallo erst mal....ich bin gaaaaanz neu hier und auch im Vinyl-Thema total grün unter der Schallplatte.

Habe mir nun quasi für so gut wie nichts einen Technics SL-23A "ertauscht" und bin etwas am verzweifeln. Das Problem ist, dass der Dreher unglaublich springt....insbesondere umso näher es zur Mitte der Platte geht. Hab alles nach Plan justiert und laut Original-Beschreibung mit 2g Auflage eingestellt...ebenso das Antiskating. Aber so wirklich erfolgreich ist das Ganze nicht.

Manche Platten laufen besser, manche so gut wie gar nicht (auch fast neue Platten)

Ich hab mit einem kleinen Pinsel auch schon ein wenig an der Nadel "geputzt" aber hab da Angst was kaputt zu machen. Kann es sein, dass die Nadel einfach "durch" ist? Zweites Problem ist ein leichtes Zerren bzw. Kratzen in den höheren Tonlagen. Ich hoffe ihr könnt mir irgendwie helfen
Tywin
Inventar
#2 erstellt: 18. Jul 2015, 22:31
Hallo,

Auflagegewicht und Antiscating sind tatsächlich korrekt eingestellt?

Spurfehlerwinkel und Überhang sind mit einer Schablone eingestellt worden? Tonarmhöhe stimmt? Auf der Nadelspitze ist noch der Diamant oder nur noch Metall? Der Nadelträger ist gerade? Nadelspitze ist sauber?

Was für ein Tonabnehmer wird verwendet?

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 18. Jul 2015, 22:33 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#3 erstellt: 19. Jul 2015, 02:07
Hast Du den Tonarm ausgependelt bevor du die Auflagekraft eingestellt hast? Sonst stimmt die Skala nicht.
Der Tonarm berührt hoffentlich die Liftbank nicht, beim Abspielen?
Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 19. Jul 2015, 02:08 bearbeitet]
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 19. Jul 2015, 10:47
Erstmal danke für die ersten Hilfestellungen. Ich hab noch etwas mit dem Auflagegewicht experimentiert (ja, Arm hab ich vorher in die Waage gebracht) und "fahre" jetzt mit 2,5g gut. Soll heißen ich habe nur noch sehr wenige Probleme mit Hängern. Gibt es bei 2,5g eine übergroße Gefahr für das Vinyl?

Mein aktuelles Problem ist jetzt eher der Sound an sich, da ich noch recht viel Knistern auch bei neuen Platten vernehme. Ich tippe wohl mal auf die Nadel, oder? Ich werde den Trick mit dem Schmutzradierer heute mal noch versuchen.,.mal sehen. Keine Ahnung ob das noch die Original-Nadel ist, die da drauf ist.

Kann es sein sein, dass heftigerer Musik (Hardrock etc) mehr Knistern verursacht als zarter Folk? Kommt mir jedenfalls so vor. Als PreAmp läuft übrigens ein DJPre3 ARTcessories an einem DENON AVR 1611.

Woran erkenne ich welcher Tonabnehmer verbaut ist?
juergen1
Inventar
#5 erstellt: 19. Jul 2015, 11:52

eviled82 (Beitrag #4) schrieb:
Erstmal danke für die ersten Hilfestellungen. Ich hab noch etwas mit dem Auflagegewicht experimentiert (ja, Arm hab ich vorher in die Waage gebracht) und "fahre" jetzt mit 2,5g gut. Soll heißen ich habe nur noch sehr wenige Probleme mit Hängern. Gibt es bei 2,5g eine übergroße Gefahr für das Vinyl?
Über die für den speziellen Tonabnehmer empfohlene Obergrenze sollte man nicht hinausgehen.
Hänger dürfte es damit keinesfalls geben. Da stimmt noch irgendwas anddres nicht. Durch die erhöhte Auflagekraft wurde das eigentliche Problem nur etwas kaschiert.
Mach doch mal den Pustetest. Schwebenden Tonarm ganz leicht anpusten; und Paperschnipsel drauf fallen lassen; um zu sehen ob das Lager leichtgängig ist, oder irgendwo hakelt.
Gruß
Jürgen
Tywin
Inventar
#6 erstellt: 19. Jul 2015, 11:59
Hallo,


Woran erkenne ich welcher Tonabnehmer verbaut ist?


zeige uns bitte ein Bild vom TA, dann können wir sicherlich erkennen um was es sich für einen TA handelt. Ansonsten steht die Bezeichnung auch schon mal oben auf dem TA.

Wenn Du gar nicht weißt was für ein TA mit welcher Nadel verbaut ist, dann kennst Du auch nicht das richtige Auflagegewicht und auch nicht die richtige Antiscating-Einstellung.

Hast Du das Antiscating versucht einzustellen und hast Du eine Überhangschablone zur Einstellung des TA verwendet?

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 19. Jul 2015, 12:07 bearbeitet]
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 19. Jul 2015, 16:53
2015-07-19 17.42.052015-07-19 17.43.33

ich würde mir auch was Neues kaufen, falls der hier nix taugt. Vorschläge, Meinungen?


[Beitrag von eviled82 am 19. Jul 2015, 16:54 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#8 erstellt: 19. Jul 2015, 17:01
Oh , oh .... so was habe ich lange nicht mehr gesehen (Wende-Nadel?) und davon habe ich keine Ahnung. Wer hat denn so etwas altertümliches an deinen Dreher geschraubt?

Was willst Du denn maximal in Euro ausgeben? Ab etwa 20 Euro geht es los und auch 200 Euro sind noch lange nicht rausgeschmissenes Geld wenn man gut Platten hören will.


[Beitrag von Tywin am 19. Jul 2015, 17:02 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 19. Jul 2015, 17:04
Hallo,

das ist doch ein Kristallsystem, und damit hörst Du über Phonopre Schallplatten? Muss sich ja wie Murx mit Mist anhören???

Und dann noch ne "78"-Nadel, die viel zu dick ist! Kann ja nix werden.

Peter
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 19. Jul 2015, 17:07
Ohje...Wende-Nadel? Sowas gibt's??? Also ich bin am einsteigen und will eigentlich erstmal halbwegs human bleiben vom Budget her. Der Vorverstärker hat 40 Euro gekostet und wäre super wenn ein halbwegs brauchbarer Tonabnehmer im selben Rahmen erstmal bleibt. Nadel kommt da noch dazu oder?
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 19. Jul 2015, 17:08

8erberg (Beitrag #9) schrieb:
Hallo,

das ist doch ein Kristallsystem, und damit hörst Du über Phonopre Schallplatten? Muss sich ja wie Murx mit Mist anhören???

Und dann noch ne "78"-Nadel, die viel zu dick ist! Kann ja nix werden.

Peter


Du...tut mir leid....ich sag ja ich hab keine Ahnung und hab den Dreher gebraucht "ertauscht"
Tywin
Inventar
#12 erstellt: 19. Jul 2015, 17:11
Ein Pre brauchst Du beim Kristallsystem nicht. Eine Verstärkung und Entzerrung sind hier nicht erforderlich.

Du bist echt super - in Deinem Interesse - zum Teil mehrfach gestellte Fragen nicht zu beantworten.


Was willst Du denn maximal in Euro ausgeben?


Sind Dir "Antiscating" und "Einstellung des Überhangs/Spurfehlerwinkels" klar, wonach ich schon mehrfach erfolglos gefragt habe? Frag wenn Du was nicht verstehst, wir können nicht riechen was Du nicht weißt. Irgend jemand von uns kann in der Regel Deine Fragen beantworten.


[Beitrag von Tywin am 19. Jul 2015, 17:19 bearbeitet]
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 19. Jul 2015, 17:15
Tut mir leid, ich wollte hier nicht irgendwie komisch rüber kommen....bin total dankbar für eure Hilfe. Ich hatte ja erwähnt, dass ich für den Tonabnehmer rund 40 Euro lohnen würde. Ich weiß, das ist nicht viel, aber viel mehr ist zur Zeit nicht drin.

Uberhang und Spurwinkel hab ich soweit korrigiert ebenso das antiscating.

Keramiksystem bedeutet?
Tywin
Inventar
#14 erstellt: 19. Jul 2015, 17:17

Keramiksystem bedeutet?


Sorry, ich meinte Kristallsystem.

Das ist hier erklärt:

Piezoelektrischer Wandler

https://de.wikipedia...elektrischer_Wandler

Als preisgünstigen Tonabnehmer rate ich zu einem:

Thakker EPO E Cartridge

https://www.thakker.eu/en/pickup/thakker-epo-e-cartridge/a-5207/


[Beitrag von Tywin am 19. Jul 2015, 17:19 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#15 erstellt: 19. Jul 2015, 17:22
Hallo,

die Ausgangssspannung ist viel höher, der Frequenzgang muss nicht mehr entzerrt werden - die Schallplatte muss sich murxig bei Dir anhören

Nach der Nadel müsste das ein Philips Kristallsystem sein was mit 6 Pond gefahren wird, nix 2,5 Pond...

Ich würde nicht eine einzige Nadel mit dem Zeuchs abspielen.

Kauf Dir ein Magnetsystem und wenn es nur ein AT 91 ist... und lass es fachgerecht von einem Händler auf eine gescheite Headshell vormontieren (Edit: das System ist baugleich zu dem EPO)

Peter


[Beitrag von 8erberg am 19. Jul 2015, 17:24 bearbeitet]
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 19. Jul 2015, 17:25
Der Tonabnehmer wird ja nur vorne aufgesteckt und angeschraubt...gibt es da kein Komplettsystem mit Nadel etc?
Tywin
Inventar
#17 erstellt: 19. Jul 2015, 17:25
Die derzeit verwendete Headshell ist die Original Headshell des Drehers und kann auch für das Epo E (AT91 mit elliptischer Nadel) verwendet werden. Fachgerechte Montage und Einstellung von Dreher und System wäre natürlich gut.


Der Tonabnehmer wird ja nur vorne aufgesteckt und angeschraubt...gibt es da kein Komplettsystem mit Nadel etc?

Das was Du für ein System hältst ist die Headshell und nicht das System. Das System ist an der Headshell angeschraubt.

Lass mal das folgende Video auf Dich wirken um zu wissen was, was ist:

https://www.youtube.com/watch?v=H2jqA_fwi3o


[Beitrag von Tywin am 19. Jul 2015, 17:28 bearbeitet]
akem
Inventar
#18 erstellt: 19. Jul 2015, 17:28
Die fotografierte Headshell sieht aber schwer nach Original-Technics aus. Die sollte also durchaus was "Gescheites" sein.

Gruß
Andreas
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 19. Jul 2015, 17:29
Nebenbei....ich hab den Vorverstärker mal abgeklemmt. Klingt deutlich (!!) anders. Also wenn ich das jetzt richtig verstehe ist das Teil das aufgeschraubt wird ein Headshell. Darin wird der Tonabnehmer befestigt(?) der dann die Nadel trägt? Richtig?

EDIT: Aber woher weiß ich welches System auf mein(e) Headshell passt?


[Beitrag von eviled82 am 19. Jul 2015, 17:30 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#20 erstellt: 19. Jul 2015, 17:30


[Beitrag von Tywin am 19. Jul 2015, 17:31 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#21 erstellt: 19. Jul 2015, 17:33

EDIT: Aber woher weiß ich welches System auf mein(e) Headshell passt?


Grundsätzlich alle Halbzoll Tonabnehmer

https://www.thakker....aoff=s&ItemSorting=4

Das Gewicht des Tonabnehmers und die Nachgiebigkeit der Nadel (Compliance) muss aber zu den Tonarm des Drehers passen. Der Tonarm Deines Drehers ist ein typischer mittelschwerer Tonarm. Dazu passen die allermeisten Tonabnehmer.


[Beitrag von Tywin am 19. Jul 2015, 17:35 bearbeitet]
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 19. Jul 2015, 17:36
Ok, nach Genuß eurer Antworten und des genannten Videos bin ich DEUTLICH schlauer. Kann man als Laie so ein AT91 selbst anbringen oder ist das nicht so einfach? Sprich wird das nur aufgesteckt oder muss der Lötkolben ran?
Tywin
Inventar
#23 erstellt: 19. Jul 2015, 17:37
Schau Dir das Video an, dort wird das ansatzweise erklärt. Siehe mein Beitrag Nr. 17.

Wir machen das selbst und es ist kein Lötkolben erforderlich.

Wie hast Du denn Überhang und Spurfehlerwinkel mit einer Schablone eingestellt, wenn Du keine Ahnung hast wie ein Tonabnehmer montiert wird .... bitte frag nach wenn Du was nicht verstehst und schreib keinen Unsinn, das hilft Dir und uns in keiner Weise.


[Beitrag von Tywin am 19. Jul 2015, 17:42 bearbeitet]
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 19. Jul 2015, 17:43
Ok, ist ja doch recht simpel. Danke

Jetzt ist natürlich die Frage welcher Tonabnehmer. Ist es relevant welche Musik überwiegend gehört wird? Spiele viel 90s-Rock-Zeug, wie Nirvana aber auch Aktuelleres, wie Jack White. Also auf jeden Fall recht gitarrenlastig.
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 19. Jul 2015, 17:44

Tywin (Beitrag #23) schrieb:


Wie hast Du denn Überhang und Spurfehlerwinkel mit einer Schablone eingestellt, wenn Du keine Ahnung hast wie ein Tonabnehmer montiert wird .... bitte frag nach wenn Du was nicht verstehst und schreib keinen Unsinn, das hilft Dir und uns in keiner Weise.


Ganz einfach...der Typ, von dem ich den Dreher habe, hat ihn hier her gebracht und eingestellt. Deshalb gehe ich mal davon aus, dass es passt
Tywin
Inventar
#26 erstellt: 19. Jul 2015, 17:49

Jetzt ist natürlich die Frage welcher Tonabnehmer. Ist es relevant welche Musik überwiegend gehört wird? Spiele viel 90s-Rock-Zeug, wie Nirvana aber auch Aktuelleres, wie Jack White. Also auf jeden Fall recht gitarrenlastig


Dein Budget ist sehr gering für einen Tonabnehmer, nämlich am untersten Ende des verfügbaren Angebots, daher ist das genannte Epo E das System, welches Du kaufen solltest.

Eine Schablone (z.B. die Schablone die in dem Film zu sehen ist) kostet auch knapp 10 Euro. Plattenbürste und Nadelreiniger hast Du?


[Beitrag von Tywin am 19. Jul 2015, 17:54 bearbeitet]
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 19. Jul 2015, 18:06
Nein, keine Plattenbürste und kein Nadelreiniger
8erberg
Inventar
#28 erstellt: 19. Jul 2015, 18:28
Hallo,

vor allen Dingen spiel mit dem Ding was da jetzt am Tonarm hängt keine weiteren Platten ab!
Das ist spanabhebende Kunststoffverarbeitung - um es höflich zu sagen.

Peter
Tywin
Inventar
#29 erstellt: 19. Jul 2015, 18:58
Ich habe damals alle Platten neu angeschafft als ich von einem Kristalltonabnehmer an einer Philips-Kompaktanlage auf ein MM umgestellt hatte.


[Beitrag von Tywin am 19. Jul 2015, 18:59 bearbeitet]
akem
Inventar
#30 erstellt: 20. Jul 2015, 10:07

eviled82 (Beitrag #25) schrieb:

Ganz einfach...der Typ, von dem ich den Dreher habe, hat ihn hier her gebracht und eingestellt. Deshalb gehe ich mal davon aus, dass es passt


Ähem... Er hat Dir ein Kristallsystem montiert und die Auflagekraft viel zu niedrig eingestellt. Und er hat Dir nicht gesagt, daß man Kristallsysteme ohne Phono-Vorverstärker an einen Hochpegeleingang anschließen muß. Und Du glaubst immer noch, der hätte Ahnung

Gruß
Andreas
sandmann319
Inventar
#31 erstellt: 20. Jul 2015, 11:38
Hallo Andreas,

Und Du glaubst immer noch, der hätte Ahnung

aber sicher doch, der hat sogar sehr genau gewusst was er da tat,
schau doch mal was bei E-Bay so alles verhökert wird, da kann einem schlecht werden.
Und ganz Unschuldig ist dieses Forum und andere auch nicht,
schließlich wird ja alles Alte über den grünen Klee gelobt
und das weckt nun einmal Begehrlichkeiten.

Gruß Gerd
Hörbert
Moderator
#32 erstellt: 20. Jul 2015, 11:49
Hallo!

@sandmann319

Na ja, wenn ich mir die Hipster-Bewegung so anschaue dann geht das wohl auch ganz ohne dieses Forum.

Das bei Ebay nichtsahnenden Newcomern jegendlichen Coleurs teilweise der letzte Schrott angedreht wird liegt doch in der Natur einer solchen Verkaufsplattform, ich persönlich schraube bei Ebay-Käufen meine Erwartungen eigentlich immer auf das absolute Mindestmaß herab und kaufe nur dann wenn ich auch damit leben kann, -als bonus habe ich dann natürlich wenn es anders läuft immer eine positive Überraschung-.

Aber auch auf Flohmärktren, in second Hand-Shops und auf Plattenbörsen bei denen zuweilen auch Hardware verkauft wird sehe ich immer öfter die jungen männlichen Hipsters mit zumfigen Bart und Brille (ich weiß das ist überzeichnet) die sich "fachmännisch" über schrottreife Plattenspieler beugen und sich mit kundiger Miene einen Mondpreis nennen lassen den sie dann sogar noch zahlen.

Das so dem (fast) Betrug Tür und Tor geöffnet werden ist eine bedauerliche aber unabwendbare Folge dieses Trends, -ähnlich des hochpreisigen Kaffees und Mineralwassers in etlichen Touristenorten-.

MFG Günther
8erberg
Inventar
#33 erstellt: 20. Jul 2015, 12:01
Hallo,

nebenbei ruinieren diese Leute nicht nur ihre Platten sondern bekommen einen völlig falschen Einblick von Platte & Co. - oft genug steht dann der Krempel aus lauter Frust nur noch als Staubfänger da bis die WAF-Beauftragte beschließt, dass das Ding irgendwo (Keller/Dachboden, eBay) zu landen hat.

Peter
Hörbert
Moderator
#34 erstellt: 20. Jul 2015, 12:52
Hallo!

Es sollte eigentlich recht klar sein das nach mittlerweile fast 10 Jahren "Vintage" Schallplattenspieler-Hype auf den öffentlichen Verkaufsplattformen keine Rosinen für ein Appel und ein Ei mehr angeboten werden, vielmehr werden wohl inzwischen die Schrottcontainer der Recyclinghöfe durchsucht um neue "Dachbodenfunde" zu kreieren'.

Allerdings stellt auch gegenwärtig ein Technics SL-23A mit einen alten Kristall-Wendenadel-Abtaster in gewisser Hinsicht noch ein Tiefpunkt dar der nicht so leicht zu toppen sein dürfte.

MFG Günther
Tywin
Inventar
#35 erstellt: 20. Jul 2015, 15:59
Hallo,

http://www.hifi-stud...ics_sl-20-sl-23A.htm

den Kristalltonabnehmer kann man ja abbauen/austauschen. Der Dreher selbst ist doch nicht verkehrt, wenn da ein gutes TA-System mit einer guten Nadel montiert würde.

Mit 40 Euro für einen TA gibt es leider nur wenig/etwas mehr Niveau als mit fabrikneuen Brettchendrehern für einige 100 Euro.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 21. Jul 2015, 06:04 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#36 erstellt: 21. Jul 2015, 06:30
Hallo!

Nun ja der Technics SL-23A ist einer der einfachen Servogetriebenen Riemenläufer mit etwas problematischen Gleichlaufwerten, so ganz auf dem Punkt bleiben nach all den Jahren nur wenige Exemplare. Aus technischer Sicht sind hier ein neuer Riemen und eine Neujustage der verbauten (zum Glück recht einfachen) Elektronik das Mindestmaß der Restaurationsarbeiten die gemacht werden sollten.

http://www.google.de...docid=Rm47xbklahCvnM

Der Tonarm ist im übrigen der gleiche wie der auch auf den SL-13xx bis SL-15xx der ersten Generation verbaute,-ein EPA-110-, das ist ein abgespecktes Mopdell des ersten EPA-100 mit wesentlich vereinfachter Lagerkonstruktion. Nichtds was wirklich schlecht ist aber auch nichts besonders gutes.

Als Abtaster bietet sich hier ein DL-110 geradezu an.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 21. Jul 2015, 06:31 bearbeitet]
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#37 erstellt: 21. Jul 2015, 10:19
Aaalso...natürlich glaube ich nicht mehr, dass der Typ Ahnung hat. Im übrigen bin ich kein Ebay-Opfer sondern hab das Teil gegen 1 (!) Xbox-Spiel getauscht...also Gegenwert rund 15 Euro.

Mittlerweile hatte ich hier einen HiFi-Händler vor Ort, der mir das Ding eingestellt hat und mir ein Ortofon 10 verkauft hat...mit den Worten ..."für den Einstieg grundsolide...Aufrüsten geht immernoch".

Jetzt sitze ich hier und erfreue mich an einem (für mich) sehr ordentlichen Sound und meinen alten Platten. Der Knüller war bisher meine alte The Doors - Strange Days, die richtig cool klingt

Danke nochmal an alle für eure Geduld. Ich weiß, dass das sicher nervt, dass der Markt derzeit so derb Hipster-Zulauf hat.... Ich zähle mich mal nicht dazu, weil ich schon ewig Platten hörte in meiner Jugend aber eben über die Anlage von Daddy und da hab ich mir technisch keinen Kopf gemacht
Hörbert
Moderator
#38 erstellt: 21. Jul 2015, 10:45
Hallo!

Ich habe eigentlich gar nix gegen Hipster, -dafür oder auch für das Gegenteil kenne ich diese Subkultur viel zu wenig-.

Wenn nicht die Hipster die Preise hochtreiben würde wäre es wohl einfach jemand anders.

MFG Günther
sandmann319
Inventar
#39 erstellt: 21. Jul 2015, 13:14
Hallo evilet,
das hast du richtig gemacht.
Viel Spaß beim Platten-hören.

Es wäre nett, wenn du das nächste mal einen Namen angibst
damit wir dich richtig ansprechen können.

Gruß Gerd
Tywin
Inventar
#40 erstellt: 21. Jul 2015, 14:56
Hallo evilet,

ich schließe mich dem Gerd an

Ansonsten willkommen im Club .... vielleicht sieht man Dich ja auch in Zukunft gelegentlich im Forum.

VG Tywin
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#41 erstellt: 22. Jul 2015, 18:51
Ja , hab durchaus vor hier öfter aufzukreuzen

Ich hab auch schon das nächste Problem. Beim Hören ist mir aufgefallen, dass ich zwar Sound aus beiden Boxen habe, aber wohl ein Stereokanal nicht richtig bedient wird. Bei den The Doors-Platten ist das Stereo-Feld immer recht weit gemixed, so dass sich die Orgel fast nur auf einem Kanal bewegt und die Orgel fehlt bei mit eben fast vollständig. Hab die Platte bei einem Freund getestet...da läuft sie normal....was kann das sein??

Danke euch

Gruß
Jörg


[Beitrag von eviled82 am 22. Jul 2015, 18:52 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#42 erstellt: 22. Jul 2015, 19:19
Hallo Jörg,


Bei den The Doors-Platten ist das Stereo-Feld immer recht weit gemixed, so dass sich die Orgel fast nur auf einem Kanal bewegt und die Orgel fehlt bei mit eben fast vollständig. Hab die Platte bei einem Freund getestet...da läuft sie normal....was kann das sein??


wenn die Orgel bei Dir nicht hörbar ist, aber bei Deinem Freund und es nicht an einer fehlerhaften Montage/Einstellung von Tonarm/Tonabnehmer liegt (besser selbst prüfen) und Dein Tonabnehmer ansonsten auf beiden Kanälen brauchbar Musik produziert, kann das - im Vergleich mit der Anlage deines Freundes - z.B. an den folgenden Faktoren liegen:

1. Qualität/Schliff Deiner Nadel
2. Qualität Deines Tonabnehmers
3. zu langes Kabel vom Dreher zum Phonovorverstärker
3. falsch eingestellter Phonovorverstärker
4. falsch eingestellter AVR
5. Qualität Deiner Lautsprecher
5. falsche Lautsprecherpositionierung
6. falsche Hörplatzposition
7. schlechte Raumakustik

Was hast Du für Boxen und wie sind sie und der Hörplatz aufgestellt? Taugt deine Raumakustik was? Was hat der Freund für einen Tonabnehmer/was für eine Nadel/Schliff, was für einen PhonoPre, was für Boxen, was für akustische Rahmenbedingungen?

Wenn Du an gutem Stereo-Klang interessiert bist, können die folgenden Infos hilfreich sein:

http://www.audiophysic.de/aufstellung/regeln.html

http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=66
http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=173
http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=83

Du kannst zum Vergleich auch einen Kopfhörer bei Dir und Deinem Freund nutzen, dann kannst Du sehr viele Faktoren für unterschiedlichen Klang als Ursache ausklammern.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 22. Jul 2015, 19:29 bearbeitet]
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#43 erstellt: 22. Jul 2015, 19:27
Hey,

er hat nur so einen kleinen, mobilen Dreher und hat den hier an meiner Anlage angestöpselt. Also gleicher verstärker, gleiche Kabel, gleiche Boxen. Nur braucht er der PhonoPre-Amp nicht, da der bei ihm eingebaut ist.

Wenn ich aber meinen Dreher ohne PreAmp anstöpsel, fehlt die Orgel immernoch. Der Preamp kann es also eigentlich auch nicht sein. Tonabnehmer und Nadel sind Ortofon 10. Also kann es ja eigentlich nur an den abgehenden Cinch-Kabeln von meinem Dreher liegen oder?

Der Tonabnehmer ist beidseitig, wie vorgegeben (Farben) verbunden.
Tywin
Inventar
#44 erstellt: 22. Jul 2015, 19:31

er hat nur so einen kleinen, mobilen Dreher und hat den hier an meiner Anlage angestöpselt.


Was ist das genau für einen Dreher und was für ein System? Wenn der einen DJ Dreher mit einem AT91 hat, dann kann eine Orgel tatsächlich "kräftiger" klingen.


[Beitrag von Tywin am 22. Jul 2015, 19:33 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#45 erstellt: 22. Jul 2015, 19:37
Hallo!

@eviled82

Möglicherweise liegt hier eines der häufigsten Kontaktprobleme vor die bei den S-Tonarmen mit abnehmbarer Headshell im Alter auftreten.

Säubere einmal die Kontakte die sich im Tonarm unter dem Bayonettverschluß befinden und die Gegenkontakte an der Headshell mit 99% Isopropanolalkohol. Hier setzt sich im laufe der Zeit eine Oxydschicht oder auch Schmutzschicht ab die als vertitabler Isolator wirkt.


MFG Günther
Tywin
Inventar
#46 erstellt: 22. Jul 2015, 20:03
Hallo Günther,

gute Idee

Ist die Headshell überhaupt richtig festgeschraubt? Sitzen die Kabel zwischen System und Headhell fest und sind nicht korrodiert?

Was für ein Auflagegewicht und was für ein Antiscating ist eingestellt? Stimmt das Auflagegewicht? Ist der Tonabnehmer i.O.?

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 22. Jul 2015, 20:06 bearbeitet]
eviled82
Schaut ab und zu mal vorbei
#47 erstellt: 22. Jul 2015, 20:22
Die Kontakte werde ich gleich mal reinigen. Die zwischen Tonabnehmer und Headshell sind i.O.
- Ja, richtig festgeschraubt
- Gewicht und Antiscating 2,0
- Tonabnehmer ist ganz neu, also gehe ich mal davon aus, dass i.O.

Das System vom Kollegen ist ein Crosley Kofferdreher. Aber daran kann es nicht liegen. Selbst wenn ich völlig unverstärkt nur an der Platte lausche, kann ich die Orgel hören. Die ist bei den Doors ziemlich "prominent"
Hörbert
Moderator
#48 erstellt: 23. Jul 2015, 06:13
Hallo!


........Gewicht und Antiscating 2,0 ........


Das eingestellte Auflagegewicht ist viel zu hoch eingestellt, die OM-Systeme werden vom Hersteller mit einer Auflagedruckspanne von 1,25-1,75 Gramm angegeben.

http://www.ortofon-elite.de/om10.php?cat=om&lang=de

Das OM-System ist ohnehin bei den alten Technics-Tonarm der eine eff bewegte Masse von 18-20 Gramm aufzuweisen hat ohnehin suboptimal eingesetzt, eine zu hohe Auflagekraft wird auf Dauer das System beschädigen da die Dämpfergummis unter diesen Bedingungen heillos überlastet werden.

Möglicherweise rührt der Effekt einfach von dieser Fehleinstellung her.

MFG Günther
8erberg
Inventar
#49 erstellt: 23. Jul 2015, 06:50
Hallo,

Manzareks Spiel war immer sehr präsent bei Doors.

Was allerdings arg zu denken gibt ist die zu hohe Auflagekraft und die falsche Antiskating-Einstellung. Da bei den meisten Doors-Platten noch eher "Ping-Pong-Stereo" aufgenommen wurde spricht es dafür dass Antiskating viel zu hoch steht oder evtl. die AS-Vorrichtung auch einen Hau hat.

Pendel erst einmal korrekt den Tonarm aus und stell Antiskating und Auflagekraft korrekt ein.

Wenn der Tonarm nur beim Händler eingestellt wurde kann schon beim Transport eine Veränderung eintreten, es reicht wenn das Gewicht sich etwas verdreht!

Peter
Hörbert
Moderator
#50 erstellt: 23. Jul 2015, 07:17
Hallo!

@eviled82

Zudem sollte der Überhang und die Kröpfung kontrolliert werden, es gibt heute nur noch wenige Händler die eine korrekte Justage zustandebringen. Glücklicherweise hast du ja noch eine der alten Originalheadshells mit der eine Korrekte Justage ein Kinderspiel ist, -hier reicht es den Schlitten nicht zu verkanten und die Nadelspitze exakt auf 52 mm gemessen an der Hinterkante des Gummiruinges der sich zwischen Headshell und Tonarm befindet einzustellen.Dazu genügt es die Schraube oben auf der Headshell zu lösen und den Schlitten entsprechend einzustellen und danach die Schraube wieder vorsichtig festzudrehen.

Sorry, das mag ein Vorurteil sein aber einer heutigen Händlerjustafge traue ich genau so weit wie man den Händler werfen kann.( Ausser natürlich bei meinem HiFi-Händler, aber den kenne ich bereits seit 35 Jahren )

MFG Günther
akem
Inventar
#51 erstellt: 23. Jul 2015, 14:15
Die Nadel des OM10 ist ja nur gebondet, d.h. es steckt nur ein kleiner Diamantsplitter in einem (in diesem Fall ziemlich dicken) Sockel aus Lötzinn. Prüfe mal nach, ob dieser Diamantsplitter überhaupt noch da ist oder ob der nicht schon rausgebrochen ist. Kann bei der Justage etc. durchaus passieren. Mit einer Lupe mal ganz genau hinschaun und schaun, ob die Spitze der Nadel noch spitz und v.a. symmetrisch ist.

Gruß
Andreas
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