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Kaufempfehlung Tonabnehmer

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Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 04. Dez 2015, 14:35
Hallo,

möchte gerne ein oder zwei Ausbaustufen meines Tonabnehmers verbessern. Meine bevorzugte Musik ist im Rock Bereich die Progressive Rock Richtung 70er, 80er, im Klassischen Konzertgitarre oder Orgel, Kantaten, Jazz in Richtung Herbie H., Miles Davic. Eher seltener auch mal Elektronisch/Ambient. Meine Klipsch haben einen hohen Wirkungsgrad (98db), also kann ich einen höhenbetonten TA nicht gebrauchen. Sollte schön ausgewogen sein, insbesondere möchte ich mal meine Klassik richtig geniessen können. Da hat der 2m Blue meiner Ansicht nach nicht viel zu bieten. Meinen Hybrid Verstärker habe ich noch nicht so lange, stelle aber fest, das, je nach Vinyl Aufnahmequalität, eine breitere Bühne und mehr "Raum" geboten wird, er ist auf jeden Fall eine Bereicherung zu meinem alten Grundig Transistor. Also schwebt mir jetzt mit einem schicken TA eine noch schönere Klangfülle vor. Letztlich wird es sich wohl entscheiden mit den 2m Bronze oder gar Black (wobei der mir eigentlich, für das was er "mehr" bietet, wie manche sagen, zu teuer ist), dann schon viel von den Grado gehört, die aber wohl sehr höhenbetont sind, und dann Goldring, wobei ich bei denen gar keine Werte habe. Kann mir jemand grundsätzlich, im besten Fall sogar, mit einem vergleichbaren Equipment einen Tip geben ?

Danke
akem
Inventar
#2 erstellt: 04. Dez 2015, 14:49
Der Sprung vom Bronze zum Black dürfte deutlich größer sein als der Sprung vom Blue zum Bronze.

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 04. Dez 2015, 14:53
Hallo !

Niemand wird Dir eine richtungsweisende Empfehlung geben können, weil Du weder Dein Laufwerk noch Deinen Verstärker als Quellen im Typ angegeben hattest.

Der Wirkungsgrad eines Lautsprechers hat nichts mit der Klangcharakteristik zu tun.

Die Grado Prestige-Familie kannste als " Plüschtiger " vergessen. Die Statements sind eine andere Liga.

Wennde einen TA primär für Klassik und Jazz haben möchtest, wirste an etlichen Progressive Rock - Scheiben keinen Spaß mehr haben. Lieber 2 Laufwerke und 2 Phonoeingänge / externe Preamp.

MfG,
Erik
Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 04. Dez 2015, 14:58
mein Verstärker und mein Dreher stehen doch unten in der Signatur:

- Destiny Audio DC211 Hybrid Verstärker
- Project Xpression III

Hilft das weiter ?
Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 04. Dez 2015, 18:30
Hi nochmal,

habe mich auch mal was eingelesen und bin eigentlich zu der Erkenntnis gelangt, das der Umstieg von Blue zum Bronze weniger bringt als beipielsweise der Umstieg auf das OM 40 oder VM silver. Dies kommt dann durch den Schliff näher ans Black heran. Leider bin ich technisch eher unbegabt, und stelle mir somit die Frage, ob das silver oder das OM40 für meine Kette zuträglicher wäre. Ansonsten wäre die Entscheidung dann schon fast gefallen.

Danke nochmal für einen Tip

Grüße
Oliver
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 05. Dez 2015, 10:55
Hallo!

@Andreas


......Der Sprung vom Bronze zum Black dürfte deutlich größer sein als der Sprung vom Blue zum Bronze.......


Eben nicht, hier machst du zum einen des Schritt von einem elliptischen Schliff zu einem Multifacettenschliff der Contact-line Familie ( -blue versus -bronze)

Während du hier nur von einem Contact-line-Schliff zu einem anderem der gleichen "Familie" wechselst, (-bronze versus -black)

@Revilo67_2


...habe mich auch mal was eingelesen und bin eigentlich zu der Erkenntnis gelangt, das der Umstieg von Blue zum Bronze weniger bringt als beipielsweise der Umstieg auf das OM 40 oder VM silver....


Nun, hier wechselt du ebenfalls die "Schliffart" nur wechselst du halt nicht zu einem Contact-line-Schliff sondern zu einem Schliff der "Triangelfamilie" die einen völlig anderen Ansatz verfolgt als die Contact-line Schliffe, -während bei den Contact-line-Schliffen deren "Urvater der Shibate-Schliff mit seinen unterschiedlichen Verrundungsradien zählt auf eine möglichst gute "Passform" zur Rille wert gelegt wurde wurden die Triangel-Schliffe der Form des Schneidestichels angenährt um so die Verhältnisse beim Matrizenschnitt wiederherzustellen.

Was man von den beiden Schliffarten nun genau bevorzugt und warum ist sowohl Glaubens- wie Geschmackssache, -beide haben ihre Meriten und ich z.B. nutze beide in ihren unterschiedlichen Ausformungen gleichermaßen, aber eine Annährung durch einen Gyger-70-Schliff wie ihn OM(S)-40 oder VM-silver aufweisen an einen Shibata-Schliff wie ihn das 2M-black aufweist ist nicht möglich da du es hier mit zwei durchaus unterschiedlichen Klangbildern als Ergebniss zu tun bekommst-.

Wäre das anders gäbe es schon lange ein "bestmögliches" Abtastsystem und alle anderen wären längst vom Markt verschwunden. Dann hätte ich auch keine kleine Palette hochwertiger Systeme mit unterschiedlichen Schliffen sondern einfach ein "bestmögliches" und diese ganze Diskussion würde überhaupt nicht stattfinden.

MFG Günther
akem
Inventar
#7 erstellt: 05. Dez 2015, 12:47
Naja, Contact Line hin oder her. Fakt ist jedenfalls, daß der horizontale Verrundungsradius des Fine-Line Schliffs der gleiche ist wie bei der Ortofon-Ellipse. Und das hört man halt... Die Auflösung der Fine-Line Nadel ist nicht wirklich besser als bei der Ellipse während es zur Gygernadel einen Unterschied wie Tag und Nacht gibt. Und auch die Abtastverzerrungen sind nicht so niedrig wie bei einem Gyger oder gar einer Shibatanadel.

Gruß
Andreas
Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 05. Dez 2015, 17:06
Hallo,

danke bis hierhin. Ich stelle mal wieder fest, beim Thema neuer Tonabnehmer entsteht ein Füllhorn an unterschiedlichen Meinungen,. persönlichen Erfahrungen, "Hören/Sagen", es ist ein Wahnsinn. Und natürlich gibt es auch hier nicht die eierlegende Wollmilchsau. Im Prinzip war ich mir die Monate davor sicher: Mein nächster Tonabnehmer wird das Bronze, aber wenn man tiefer in die Materie einsteigt, landet man u.U. wieder ganz woanders.Gestern abend die Online Beratung bei phonophono, brachte wieder andere Aspekte zu Tage: Neee also bei Klassik ist Ortofon ja generell nicht zu empfehlen, wenn Allrounder dann wären wir bei dem Transrotor Uccello ab 500,00 EUR aufwärts oder Clearaudio V2 Familie, je nach Preissegment. Dann lese ich das zumindest das Clearaudio Performer ein AT95 Nachbau ist, naja ich weiß zwar das das AT95 mal ein guter Einstieg war, aber da möchte man sich nach einem Ortofon Blue doch nicht unbedingt als Verbesserung vergleichen lassen. Also wieder nix. Jetzt habe ich hier gefühlte 20 Tonabnehmer auf meinem Notizzettelchen und bin keinen Schritt weiter. "Geträumt" hab ich heute nacht vom Nagaoka MP500/300, da es der letzte TA war, den ich gestern kurz vor der Bettruhe zu Gesicht bekam. Das sollte ja eigentlich die Lösung sein, aber recht hochpreisig, eigentlich zuviel wenn ich ehrlich bin. Und dann blicke ich bei der ganzen Technik Philosophie nicht mehr durch, welcher Phono Verstärker ist für welchen TA der bessere/oder gar vorrausgesetzte. Ich glaube mit meinem Aikido Phono1 bin ich ganz nett flexibel aufgestellt. Gibt es nicht von eurer Seite einen relativ geebneten "Weg" den ich begehen kann, die Auswahl der Sehenswürdigkeiten übernehme ich... ?

Danke für eure Mühe.

Grüße
Oliver


[Beitrag von Revilo67_2 am 05. Dez 2015, 21:11 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#9 erstellt: 05. Dez 2015, 17:15
Hallo !

Hebe Dir die Liste auf und beobachte die Auktionen oder Händler-Sonderangebote zu den Systemen. Es wird noch einiges herüberschwappen, was man auch ohne Bietagenten fischen kann.

Die Kompetenz der Stuckaltbaufetischisten im Berliner Bergmannkiez ist zweifelhaft.

MfG,
Erik
akem
Inventar
#10 erstellt: 05. Dez 2015, 18:40

Revilo67_2 (Beitrag #8) schrieb:
Gestern abend die Online Beratung bei phonophono, brachte wieder andere Aspekte zu Tage: Neee also bei Klassik ist Ortofon ja generell nicht zu empfehlen


Sorry, aber diese Aussage ist überhaupt nicht zu halten und solche Pauschalaussagen sollten einen immer vorsichtig werden lassen. Ortofon baut eine breite Palette unterschiedlichster Tonabnehmer, die alle sicher ihre spezifischen Eigenschaften haben, die auf Nadelschliff, Compliance und Gehäuse / Befestigung zurückzuführen sind. Und zu einem gewissen Teil auch auf die Zeit, in der sie entwickelt wurden. Man denke mal an OM vs. SPU - verschiedener geht's kaum. Dennoch: ein Tonabnehmer ist für jede Art von Musik gleich gut oder gleich schlecht geeignet! Wenn ein Tonabnehmer z.B. die Höhen verzerrt, dann tut er das bei jeder Musik, egal ob Klassik oder Hip-Hop, ob Schlager oder Metal...

Gruß
Andreas
Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 05. Dez 2015, 19:57
n'abend,

habe ich mir schon so gedacht mit den Pauschalierungen. Wie Erik schon sagt, beobachte ich mal und versuche innerhalb meiner mir gesetzetn TA's bei einem guten Preis zuzuschlagen. In der Bucht sind schon ein paar Nagaokas....
Vertragen die sich den mit den Grundangaben meines Aikido:
-----------------------
Technische Daten :

Verstärkung : 40 dB bei 1kHz
RIAA Abweichung : kleiner +/- 0,15 dB
Übertragsbereich : 20 Hz bis 25 kHz - 1dB
: 8 Hz bis 50 kHz -3 dB
Signal/Noise : besser - 88 dB A
Klirrfaktor : kleiner 0,1 %
Eingangswiderstand : 47 kOhm
Eingangskapazität : 47 pF

Betriebsspannung : 48 V/DC 1 Watt
------------------------

Grüße
Oliver


[Beitrag von Revilo67_2 am 05. Dez 2015, 21:12 bearbeitet]
akem
Inventar
#12 erstellt: 05. Dez 2015, 20:22
Naja, ich bin zwar ein bischen als Nadelschliff-Fetischist "verschrieen", aber das einzige Nagaoka mit einer angemessenen Nadel ist das 500er. Selbst das 300er hat noch eine stumpfe Ellipse mit 11x18µm (aber Hauptsache Bornadelträger... ). Lustig ist, daß selbst Nagaoka schreibt "The smaller the side radius, the better its music retrieval potential." (Quelle: http://nagaoka.eu/in...group_id=13&lang=en). Und dafür dann über 700€?? Imho das Geld nicht annähernd wert, solche Nadeln gibt's bei Audio Technika bis maximal zum AT110 rauf und das kostet etwa ein Zehntel...

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#13 erstellt: 05. Dez 2015, 23:57
Nagaoka könnte ja noch vom 500er eine XE-Version ( Xmas-Edition ) herausbringen und einen Drehmomentschlüssel für die Nadeleinschub-Fixierschraube beilegen.

Solche Goodies waren doch bei vielen Pseudo-elitären Tonabnehmern in den güldenen 80zigern gern gesehen und gekauft. Siehe den Ortofon-Koffer oder die Samtschatullen von Pickering, etc.

MfG,
Erik
Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 06. Dez 2015, 21:50
danke euch jungs für die Einschätzungen/Ratschläge/Tips.Werde mal schauen, welches Ei ich lege. In jedem Fall kann ich mich nun an jedem HiFi Stammtisch länger als 5 Minuten über Tonabnehmer auslassen.

Grüße und Danke !

Oliver
Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 13. Dez 2015, 15:30
Hallo, ich nochmal,
meine Endauswahl ist auf den Nagaoka MP200 gefallen. Sicherheitshalber möchte ich aber gerne nochmal eure Einschätzung in Bezug auf mein Equipment. Dies ist nachfolgend:
Pro-Ject1 xpression3:
Prinzip Riemenantrieb
Geschwindigkeitsabweichung < 0,5%
Gleichlaufschwankung < 0,1%
Plattentellerdurchmesser 300mm
Plattentellerachse Edelstahl
Tonarm 8,6” c mit Carbonrohr, Aluheadshell
Effektive Armlänge 218,5 mm
Überhang 22,0 mm
Effektive Tonarmmasse 8,0g
Mögliche Tonabnehmermassen 7 - 12gr (Gegengewicht für 4 - 7gr. optional)
Auflagekraftbereich 0 - 30mn (2M 18mn empfohlen)
Inkludiertes Zubehör 16 Volt AC (0,5A) Netzteil,
Staubschutzhaube, RCA-Kabel mit Erdung
Leistungsaufnahme 10 Watt max
Aikido Phono1
Technische Daten :
Verstärkung : 40 dB bei 1kHz
RIAA Abweichung : kleiner +/- 0,15 dB
Übertragsbereich : 20 Hz bis 25 kHz - 1dB
: 8 Hz bis 50 kHz -3 dB
Signal/Noise : besser - 88 dB A
Klirrfaktor : kleiner 0,1 %
Eingangswiderstand : 47 kOhm
Eingangskapazität : 47 pF
Betriebsspannung : 48 V/DC 1 Watt

und die Daten vom Nagaoka, dann ist es für euch keine Sucherei:
Tonabnehmer-Typ: MI
Befestigung: Halbzoll
Ausgangsspannung: 4,0mV bei 1kHz, 5cm/sec.
Verstärkeranschluss: Phono MM
Frequenzgang: 20-23.000Hz
Material: Diamant, nackt
Schliff: elliptisch 0.4 x 0.7 mil
Auflagekraft: 1,5-2,0g
Empf. Auflagekraft: 1,8g
Empf. Abschlusswiderstand: 47 kOhm
Empf. Abschlusskapazität: 150-200pF
Gewicht: 6,5g
Abmessungen: 18mm

So wie ich es angelesen habe, dürfte es normal keine Probleme geben, für eure Einschätzung wäre ich dennoch dankbar ! Ich denke ich mache mit dem MP200 einen großen Schritt nach vorne. Ich möchte so natürlich und originalgetreu wie möglich hören.

Viele Grüße
Oliver
akem
Inventar
#16 erstellt: 13. Dez 2015, 16:26
Ich möcht' ja nix sagen aber das Nagaoka MP200 hat ne schlechtere Nadel als Dein jetziges 2M Blue...
Es hat zwar nen Bor-Nadelträger aber der reißt's auch nicht raus... Wenn Du ein Audio Technika AT110 kaufst hast Du im Prinzip das gleiche, blos deutlich billiger. Das einzige Nagaoka mit ner besseren Nadel als ner 0,4x0,7mil Ellipse ist das MP500 aber das kostet halt unverschämt viel Geld.

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#17 erstellt: 13. Dez 2015, 21:19
Tag,

zu dem 1Xpression III: das Audiokabel ist das von Pro-Ject als Zubehör mitgelieferte RCA/Cinch-Kabel? Wie lang ist das, 1,20 m? Gefragt, um einen Versuch der Schätzung der zu berücksichtigenden Kabelkapazität zu machen. Ferner, der Aikido bietet nur die 47 Kiloohm mit 47 pF als Abschlusskombination an?, nicht auch 180 pF oder gar nur 5 pF?

Ja, die Summe der Kapazitäten (Tonarmkabel, Audiokabel des Plattenspielers plus Eingangskapazität des Phono-Verstärkers) ist für die Wahl eines MM-Tonabnehmers von Bedeutung.
Angedeutet in der Spezifikation von Nagaoka zum MP-200 - dort werden 150-200 pF vorgegeben. Weicht man davon mehr oder weniger ab, hört man die Wiedergabe nicht wie vom Hersteller mit dem Produkt gewollt und versprochen.

Also, welches RCA-Kabel, wie lang? Aikido nur 47 pF?

Freundlich
Albus
Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 13. Dez 2015, 23:40
@Albus

Hallo,
der Aikido ist nicht verstellbar, also 47pF fest. Das Cinch vom Pro-Ject zum Aikido und von dort in den Verstärker ist ein Dynavox mit 24k vergoldeten Steckern, OFC Kupfer Innenleiter und 10 mm im Kabeldurchmesser. Einmal 1,5m und einmal 0,6.

Grüße
Oliver
Papa_San
Stammgast
#19 erstellt: 14. Dez 2015, 12:39

Revilo67_2 (Beitrag #1) schrieb:
Meine Klipsch haben einen hohen Wirkungsgrad (98db), also kann ich einen höhenbetonten TA nicht gebrauchen. Sollte schön ausgewogen sein, insbesondere möchte ich mal meine Klassik richtig geniessen können. Da hat der 2m Blue meiner Ansicht nach nicht viel zu bieten.


Dann würde ich bei Ortofon bleiben. Ich kenne die 2M Serie nicht aber im Allgemeinen sind Ortofon Abtaster sehr unkritisch in Bezug auf Kapazität. Grado bietet mehr Wärme und Klangfarben,allerdings neigen die bei bestimmten Plattenspielern zum Brumm. Könnte auch beim Project so sein.
Goldring und Audio Technica sind dagegen sehr anspruchsvoll was die Kapazität angeht,müssten laut Deiner Angaben aber gehen (max. 200pf). Das 150mlx geht aber eher ins Helle. Ob Deine Klitsch dazu passen?
Von Shure gibt es aktuell nix passendes für dich. Das 97xe ist sehr gut,Dein 2M Blue aber doch besser.

Gruß
Siggi
akem
Inventar
#20 erstellt: 14. Dez 2015, 13:07
Ortofon gibt die Kapazitive Last für die 2M-Serie mit 150-300pF an. Die sind also deutlich kapazitätskritischer als die VM oder OM Serie. Ich hab den Eindruck, daß die Tonabnehmer-Hersteller in den letzten 10 Jahren (oder mehr) konsequent am Markt vorbei eintwickeln - alle neueren Tonabnehmer verlangen einen kapazitiven Abschluß, den nur die allerwenigsten Verstärker bieten können...

Gruß
Andreas
Fhtagn!
Inventar
#21 erstellt: 14. Dez 2015, 19:22

akem (Beitrag #16) schrieb:
Ich möcht' ja nix sagen aber das Nagaoka MP200 hat ne schlechtere Nadel als Dein jetziges 2M Blue...
Es hat zwar nen Bor-Nadelträger aber der reißt's auch nicht raus... Wenn Du ein Audio Technika AT110 kaufst hast Du im Prinzip das gleiche, blos deutlich billiger.


Sorry, das ist Unsinn. Ich hatte recht lange ein MP-300 und auch schon diverse andere TAs. Die Nagaoka 200/300 Nadeln tasten excellent ab und klingen im besten Sinne neutral.
Kapazitäten bis 200pF sind bei den Systemen unkritisch.
Soweit meine praktische Erfahrung.......
akem
Inventar
#22 erstellt: 14. Dez 2015, 19:40
Und ich hatte ein 150er und ein 500er - und hab beide nach jeweils einer Platte wieder verkauft...
Gut, das 500er war jetzt nicht sooo schlecht aber gegen ein 2M Black macht es keinen Stich, auch wenn es eng ist und das durchaus als Geschmacksfrage betrachtet werden kann. Der Käufer der 500ers war erst letzte Woche da und hat beide im Vergleich gehört - und ihm gefiel das 500 besser...
Immerhin: das 500 hatte im Vergleich zum 150er eine gewisse Spielfreude und Auflösung während das 150er nicht wirklich punkten konnte, in keiner Disziplin. Okay, ich hab in jeder Disziplin auch schon schlechteres gehört aber ein AT95E ist jetzt ja nicht unbedingt ein Gegner für das 150er... Und ein AT95 mit der Shibatanadel vom Thakker ist immer noch billiger aber dem 150 schon in jeder Hinsicht über: Abtastverzerrungen, Spielfreude, Auflösung...

Gruß
Andreas
Fhtagn!
Inventar
#23 erstellt: 14. Dez 2015, 19:49
Das Thema wurde hier wohl auch schon 100 mal durchgekaut.
Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 14. Dez 2015, 20:30
ähmm...
mir geht's eigentlich nur um die Verträglichkeit eines künftigen MP200 mit meiner Kette und möglichst vom rein technischen Verständnis.. Das hier jeder irgendwie schon mal völlig konträre Erlebnisse mit ein und demselben Produkt hatte, ist mir auch schon aufgefallen... Vielfach ist es auch eine Bauchentscheidung (astreine Kompatibilität vorrausgesetzt) Vielleicht habe ich auch zu lange auf das 2mBlue geglotzt, als das ich mir jetzt ein gleiches andersfarbiges hole, mag blöd klingen, aber ich wollte mal was anderes, es sei denn ich kann das Black zu einem vernünftigen Preis irgendwoher bekommen, ansonsten too much ! Auf die Antwort von @Albus bin ich gespannt

Grüße
Oliver
Albus
Inventar
#25 erstellt: 15. Dez 2015, 14:30
Tag,
und Tag Oliver,

also, die Frage der Passung vom technischen Verständnis her aufgenommen.

Mechanisch -
passt ein MP-200 an den Arm (Daten, danke) hinsichtlich der Nadelnachgiebigkeit gut (dynamisch vertikal 18 mü/mN im Bereich <25 Hz);
das Gewicht von 6,5 g ist unproblematisch.

Elektrisch -
passte ein MP-200 dann, wenn die Kapazitätssumme aus Tonarmkabel (1Xpression III Comfort), Audiokabel (Verbindung zum Aikido) plus Eingangskapazität des Aikido auf 125 pF begrenzt wird. Der gegebene Bestand wird von mir so eingeschätzt: 30 pF Tonarmkabel, Aikido 50 pF, Zwischensumme 80 pF, es bleiben zu finden 45 pF für ein Audiokabel, angenommen 1 m. Die Dynavox lasse bitte beiseite, entschieden zu hoch geratene Kapazität auch bei 0,6 m.
Dafür empfehle ich als Fertigprodukt vom Hersteller Funk Tonstudiotechnik Audiokabel A-62v2 oder B-62v2 oder BS-2v2. Sollte eine Do-it-yourself gemeint sein, dann ist als Kabel ein Industriekabel vom Typ RG 62 zu wählen (44,3 pF/m).
Kurzbegründung: Die ausgeprägte elektrische Hochtonresonanz der MP-Typen muss durch Wahl der Kapazitätslast nach Möglichkeit hinter die 15 kHz-Marke gebracht werden, um die wechselseitige Erhöhung mit der mechanischen Hochtonresonanz (14 - 16 kHz) zu verhindern. Mit den 100 pF gelingt dies (19,9 kHz), mit den 125 pF auch noch gerade (17,8 kHz), bei 150 pF hat man die mechanische Hochtonresonanz (16,2 kHz) aber noch am Rand dabei.
Die Ausgangsspannung des MP-200 ist etwas unter dem IHF-Normniveau, aber hoch genug, um den Aikido ordentlich (ohne erhöhten Input Noise) betreiben zu können.

Der Tonarm des 1Xpression weist nun eine Auffälligkeit auf, und zwar der Überhang von 22 mm. Gängig sind 15-18 mm, auch bei Pro-Ject. Ob die Längsschlitze des Tonkopfes eine derartig weite Position vorn erlauben, so dass die 22 mm realisiert werden können - erlaube ich mir fraglich zu stellen. Der Befestigungsabstand (Abstand Schraubenmitte am Tonabnehmer bis Abtastspitze unter AK) von (normgerechten) 9,5 mm ist für solche weit nach vorn geschobenen Überhänge nicht gedacht.
Gegebenenfalls kann man durch Korrektur von Überhang und Kröpfung die abweichende Originalgeometrie verbessern helfen.

Das Nadelprofil (0.4 x 0.7 mil = 10 x 18 mü) ist auch für weiter nach innen bespielte Klassik-Platten (57,5 mm) bis 15 kHz unproblematisch (Wellenlänge 14-15 mü) innen, am Rand ca. 35 mü. Zudem kommt es auf das Nadelprofil allein nicht an, die effektive Nadelmasse wird bei den MPs offenbar über den Nadelträger gestaltet (hier: Boronstab), somit lässt sich eine effektive Nadelmasse von 0,3 mg bewirken. Dazu eine erstklassige Politur. Nadelprofil, effektive Nadelmasse, Politur und gehöriger Dämpfungsfaktor des Nadellagers sind als eingepreist zu erkennen.

Wenn der MP-300 zu teuer ist? Warum dann nicht ein MP-200 - aber bitte unter Bedingungen, die der technischen Hinsicht gerecht werden (Kapazität max. 125 pF). - Irgend Konsumentenappetenzzufriedenheiten sollten beiseite bleiben dürfen.

Freundliche Grüße
Albus

Zusatz:
Von Interesse ist vermutlich die Besprechung der AUDIO im folgenden Link zum MP-150 und MP-300: http://www.nagaoka-deutschland.de/test.html


[Beitrag von Albus am 15. Dez 2015, 15:11 bearbeitet]
Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 15. Dez 2015, 20:26
Hallo,

@Albus. Sehr herzlichen Dank für deine detaillierten Ausführungen. UNd natürlich auch an alle anderen Beteiligten. Aufschlussreich. Bestärkt mich in der MP200 Anschaffung. Den Mann der Kabel habe ich schon kontaktiert..., auch hier ein gutes Gefühl. Parallel läuft noch eine weitere Überlegung...
Ich melde mich spätestens nach Einsatz meines neuen TAs und werde berichten...

Viele Grüße
Oliver


[Beitrag von Revilo67_2 am 15. Dez 2015, 20:27 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#27 erstellt: 15. Dez 2015, 20:41
Zur Verunsicherung:

Ich höre auch zu 90% Klassik von LP und habe sehr gerne mit Dynavector HO-MC gehört.
Das 23r verlor leider seinen Diemanten (wie alle 23r) und mein altes 10x4 habe ich verkauft (und das später bereut). Nun werde ich aber bald wieder ein 10X5 anschaffen.

Retrospektiv würde ich bei Klassik und Jazz klar das Dynavector 10X5 dem Nagaoka vorziehen.

PS: Kapazitäten können dir damit auch egal sein.


[Beitrag von Fhtagn! am 15. Dez 2015, 20:42 bearbeitet]
Revilo67_2
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 18. Dez 2015, 22:21
So Leuts,

Mp200 heute gekommen, eingebaut, justiert..... Und was soll ich sagen.... Was kommt denn, wenn das Teil eingespielt ist ? Meine Vinyl schätze sind schon durch. Das beste bis jetzt: Baden Powell auf dem MPS Label. Vollkommener Wahnsinn. Und die 2 Timbre Modi an dem Destiny Hybrid brauche ich nicht, im Gegenteil : Bypass bildet echt und in Farbe ab, Bühne ohne Ende, und ich fand mein 2m Blue vor einem Tag noch gar nicht mal so schlecht. Ach ja .... Und morgen kommen meine neuen Phono Kabel, gibt's noch eine Steigerung ... ?
So ich genieße mal weiter

Oliver
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