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Dynavox TPR-43 Messprotokoll

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Beitrag
luzaru
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Jan 2016, 14:25
Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zum Messprotokoll, das Reiner H Nitschke hier veröffentlicht hat:

https://www.stereo.d...Dynavox%20TPR-43.pdf

Was bedeutet "Sehr hoher Ausgangswiderstand" und wie äußert sich dies akustisch?

Für eine verständliche Erklärung dankt euch

luzaru
Albus
Inventar
#2 erstellt: 18. Jan 2016, 15:49
Tag,

man kann in einem derartigen Fall nur Audiokabel von geringer Länge und geringer Kabelkapazität verwenden, andernfalls kommt es zu Signalverlusten und Höhenabfall. Die 6600 Ohm sind vergleichsweise sehr hoch, üblich sind Ausgangsimpedanzen von 100 Ohm, teils noch darunter, insbesondere für Geräte vom Typ Vorverstärker.

Freundlich
Albus
akem
Inventar
#3 erstellt: 18. Jan 2016, 15:50
Der Ausgangswiderstand bildet zunächst mal einen frequenzabhängigen Spannungsteiler zusammen mit dem Eingangswiderstand des nachfolgenden Verstärkers, wobei dazu parallel geschaltet noch die Summe aus Kabelkapazität sowie Eingangskapazität des Verstärkers kommt. Die Eingangskapazität dient zur EMV-Entstörung, damit HF-Störungen, die das Kabel "einfängt" kurzgeschlossen werden und nicht weiter stören. Ansonsten könnten sie im Verstärker an einem PN-Übergang eines Transistors demoduliert werden und ins Audioband gelangen. Auf diese Weise wäre z.B. unerwünschter Empfang eines Radiosenders oder von Polizeifunk etc. möglich, auch Brummen ist möglich, wenn sich das Handy ins GSM-Netz einwählt. Im Extremfall wäre sogar denkbar, daß der Verstärker zum Schwingen angeregt wird.
Und nun ist es eben so, daß gerade bei Paarung mit einem Verstärker, dessen Eingangswiderstand eher niedrig ist, zu klanglichen Problemen kommt. Normalerweise sollte der nachfolgende Eingangswiderstand mindestens um den Faktor 10 höher sein - mindestens! Und die 6,6 Kiloohm des Dynavox sind schon verdammt hoch, da müßte der Verstärker schon an die 100 Kiloohm haben, damit sich klanglich keine Nachteile ergeben.

Dann kommt aber noch was dazu: der Ausgangswiderstand ist ja im Prinzip ein Kurzschlußschutz des treibenden Verstärkers. Sprich, der soll nicht gleich abrauchen, wenn das Kabel versehentlich einen Kurzschluß hat. Wenn der Widerstand jetzt aber gleich SO hoch ist, steht zu befürchten, daß der Ausgangsverstärker so gut wie keinen Strom "kann". Sprich: der ist ziemlich miserabel...

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 18. Jan 2016, 22:45 bearbeitet]
luzaru
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 18. Jan 2016, 22:01
Vielen Dank an dieser Stelle an die beiden Altmeister der Elektronik.
Soweit ich verstehe, ist der Ausgangswiderstand am TPR-43 so hoch, dass praktisch nichts rauskommt. Kürzere Kabel könnten daher Abhilfe schaffen.

Wäre es einem Laien möglich, Umbauten im Gerät vorzunehmen, die diesen hohen Ausgangswiderstand normalisieren?

Vielen Dank für eure Antworten

luzaru
akem
Inventar
#5 erstellt: 18. Jan 2016, 22:49
Der Ausgangswiderstand liegt in Reihe zum Signalausgang (Innenleiter der Cinchbuchse - von dort die Leiterbahn verfolgen). Man kann diesen Widerstand natürlich wechseln und eine Drahtbrücke oder einen Widerstand mit z.B. 50 Ohm einbauen. Jeglicher Garantieanspruch im Falle eines Falles ist dann aber wohl futsch... Selbst dann, wenn diese Modifikation mit dem Defekt nichts zu tun hat - der Hersteller wird sich immer drauf rausreden, Du hättest wer weiß was gepfuscht und der Defekt sei darauf zurückzuführen...

Gruß
Andreas
luzaru
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 18. Jan 2016, 22:56
Um die Garantie mache ich mir keine Gedanken mehr.... Ich überlege vielmehr, welche Gründe der Konstrukteur gehabt haben könnte einen solch hohen Widerstand zu setzen, wenn doch auch eine so einfache Alternative besteht.

luzaru
akem
Inventar
#7 erstellt: 18. Jan 2016, 23:00
Das frag ich mich auch oft. Schutz des treibenden Ausgangsverstärkers? Ignoranz? Unkenntnis? Sounding im Verbund mit einem gegebenen Verstärker in Unkenntnis oder Ignoranz der Tatsache, daß es an anderen Verstärkern wieder ganz anders klingt?

Gruß
Andreas
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