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Dynavox TC-750 tunen?

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audiophilanthrop
Inventar
#1 erstellt: 25. Sep 2007, 16:46
Hallo Analogiker ;),

seit weniger Tagen habe ich diesen "kleinen Stinker" (:Y - habe ihn draußen auslüften lassen) hier zu stehen, weil es nicht so einsichtig war, immer 50 Watt an AV-Receiver mit eher einfach gestricktem Phonoteil nur als Phono-Pre mitlaufen zu lassen.

Hat sich schon mal wer am Tuning des Geräts versucht? Ich habe, neugierig wie ich bin, mal einen Blick hinein geworfen - es handelt sich offenbar um eine volldiskrete Schaltung mit einem Batzen Transistoren (IIRC u.a. 2SC945), es sind durchgängig Metallfilmwiderstände verbaut (weniger Rauschen und mit engen Toleranzen zu bekommen), nur die Kondensatoren sind 08/15-Keramik-Cs (was durch einen "Klopftest" leicht zu bestätigen war, Mikrofonie/Piezoeffekt der High-K-Dielektrika läßt grüßen). Die Gehäusekonstruktion ist übrigens eigenwillig - ich frage mich, wie die den Spaß zusammengebaut haben.

Klanglich ist das Teil übrigens sehr ordentlich (soweit ich das beurteilen kann - ein Technics SL-BD20 mit Ortofon OMP10 ist ja noch nicht wirklich Highend, und dann geht's noch mit 88,2 kHz 24 Bit in eine Terratec Aureon Sky rein und wieder raus, um schließlich über ein Pärchen Tascam VL-X5 wiedergegeben zu werden), trotz der ganzen "Gammelkeramik". Vermutlich sind es die niedrigen Pegel, die hier übermäßig hohe Verzerrungen verhindern, denn eigentlich ist High-K-Keramik ein audiophiles No-Go mit hoher dielektrischer Absorption, hohem DF und (Piezo läßt grüßen) spannungsabhängiger Kapazität. Gerade in den Schaltungsteilen Richtung Ausgang wären passend selektierte PP-Folien-Cs sicher keine so schlechte Idee. Eins muß man den Keramikdingern lassen, mit geringen Toleranzen herstellen lassen sie sich offenbar.
PPM
Stammgast
#2 erstellt: 26. Sep 2007, 10:55
Hi,

falls Du italienisch kannst:
http://www.maurarte.com/pre_phono_mods.htm

Gruß

Patrick
audiophilanthrop
Inventar
#3 erstellt: 26. Sep 2007, 17:19
Danke. Also das übliche, Kondis tauschen. Leider hat er nicht dazugeschrieben, was er nun alles genau verbaut hat. Sieht auch etwas advanced aus, offenbar war die Unterbringung der ganzen Folien-Cs nicht ganz trivial.

Ich habe da übrigens noch was gefunden:
http://www.vinylengine.com/phpBB2/viewtopic.php?p=48417
Wußte gar nicht, daß es da inzwischen auch einen "großen Bruder" für MM und MC gibt. Vielleicht ist der auch was für die belötkolbte Fraktion.

Habe den "kleinen Stinker" übrigens mittlerweile aufbekommen (an einer Seite kommt man mit etwas Ziehen doch gerade so an der Platine vorbei) und das Innenleben näher beäugt. An Elkos sind mit SL36(M) beschriftete und bei den kleineren Rubycon YXA (Standardtyp 105°) verbaut, durchgängig 105°-Typen. Netzteilseitig gibt es zunächst nach der Schutzdiode 47µH in Serie, dann 470µF, dann nochmal ein Siebglied mit 470 Ohm in Serie und 470µF. Kein Wunder, daß das Teil keine Probleme mit Brumm hat. Eingangsseitig scheint eine Emitterschaltung*) mit je einem 2SC945 am Werk zu sein, dann wird's unübersichtlich.

*) 3 verschiedene Datenblätter des 2SC945 mit 3 verschiedenen Pinouts - argh. Veralbern kann ich mich selber. Ich habe mich dann für die Variante von Micro Electronics entschieden, das paßt am besten mit der Schaltung zusammen, meßtechnisch auch.


[Beitrag von audiophilanthrop am 26. Sep 2007, 19:42 bearbeitet]
pet2
Inventar
#4 erstellt: 26. Sep 2007, 18:20
Hallo,

auf dieser Seite:
http://www.badenhausen.com/
ganz unten links, gibt es noch Informationen zu den TC-4xx Typen und dessen Vorbild dem Dual TVV 46 .

Ansonsten finde ich dieses Thema mal richtig klasse und danke Dir schon mal für Dein Bemühen.
Ich freue mich schon auf die Weiterführung dieses Threads .
Gruß

pez
audiophilanthrop
Inventar
#5 erstellt: 26. Sep 2007, 21:59
Zerlegen des TC-750:
4 Schrauben an Unterseite lösen.
Der Gehäusedeckel ist nun lose und läßt sich an einer Seite gerade so an der Platine vorbeiquetschen, wenn man etwas an der Seite zieht. Dazu ggf. Deckel etwas nach vorn schieben.
Nun ist die LED dran: Plastikring auf der Innenseite auf Diodenbeine schieben, LED vorsichtig nach innen drücken.
Schrauben an Cinchbuchsen lösen.
Verbliebene Schraube an Unterseite lösen, Mutter abdrehen. Schraube entfernen, auf Plastikteil unter Platine achten.
Nun sollte die Platine lose sein.
LED ganz nach innen ziehen und Platine an dieser Seite anheben.
Die Platine sollte sich nun an der LED-Einfassung vorbeiquetschen lassen (man kann diese sicher auch zusammendrücken und entfernen).
Wer mag, schraubt noch das Massekabel ab, nötig sollte das aber nicht unbedingt sein.

Beim Zusammenbau zuerst das Massekabel wieder anbringen (so nötig), die Schraube wieder unten einfädeln und das Plastikteil unter der Platine wieder draufstecken, dann die Mutter wieder einfädeln, dann aber zuerst die Schrauben an den Cinchanschlüssen wieder anbringen, bevor die Schraube unten ganz festgezogen wird.

Ach ja, ich habe ebenfalls die mit "PHONO2" bezeichnete Platinenversion, wie der Italiener.

Wäre mal interessant zu wissen, ob es auch für diese Schaltung ein historisches Vorbild gibt. Es werden ja immerhin pro Kanal ganze 3 Transistoren verwendet.

Mein Mod-Plan sähe fürs erste so aus:

  • Grüne Keramik-Cs (123 = 12n bzw. 332 = 3n3, RM 5mm) gegen Folien-C (MKP = Polypropylen metallisiert *) tauschen. Die Dinger wollen allerdings halbwegs gut gematcht sein (wir wollen ja keine Verschlimmbesserung), und ich habe kein Kapazitätsmeßgerät. Alternative wären engtolerierte Exemplare (1%).
  • Koppelelkos gegen Low-Loss-Typen tauschen (nur: woher nehmen?); Polyester metallisiert ist groß und teuer und auch nicht wirklich toll; hier wäre Nachmessen gefragt - bei nennenswertem Spannungsabfall eher Elko, bei wenig (was ich für eher unwahrscheinlich halte) eher Folie
  • Hinter Ausgangs-Koppelelkos je 100k nach Masse nachrüsten (wird hier ein Gerät angeschlossen, das seinerseits gleich am Eingang kondensatorgekoppelt ist, ist sonst das Potential dazwischen undefiniert)
  • Elkos 100µ16 tauschen gegen bessere "Netzteil"-Elkos zu 220µ
  • evtl. 470µ tauschen gegen bessere "Netzteil"-Elkos (wobei die Siebung eigentlich jetzt schon völlig ausreichend ist, bereits bei Anschluß des Plattenspielers kriege ich mehr Brumm rein)


*) PPS (Polyphenylensulfid) met. macht offenbar auch eine sehr gute Figur, geht man nach den Zahlen von WIMA, wäre also evtl. auch eine Alternative (Bezeichnung MKI).


[Beitrag von audiophilanthrop am 26. Sep 2007, 22:01 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#6 erstellt: 03. Okt 2007, 22:51
Die "Gammelkeramik" (Mehrschicht-Keramik) ist für die Zeitkonstanten von 318 und 75 µs zuständig:
R13 = R14 = 22k 1%
C14 = C13 = 3n3 5%
-> 72,6 µs (68,5 .. 77,0 µs)
R16 = R15 = 260k 1%
C15 = C16 = 12n 5%
-> 312 µs (294 .. 331 µs)

Folien-Cs gibt es i.d.R. nicht in 12n, ABER 10n + 2n2 (einer oben, einer unten) wäre sogar noch besser. 3n3 ist wiederum kein Problem, aber auch hier wären 100 pF parallel anzuraten.
Typenmäßig hätte ich an WIMA FKP2 gedacht (bei Schuro z.B. gibt's 10n 1%, 3n3 1%, 2n2 2,5% und 100p 2,5%), da gleich passend mit RM 5 mm.

Koppel-Cs 47µ25 am Eingang: Hier fällt ca. 1 V ab. Es ist irgendwie unwahrscheinlich, daß man wirklich soviel Kapazität braucht. Folie wird knifflig, RM 2,5 und räumlich etwas beengt. Am besten wären Low-Leakage-Elkos zu 22-47µ. Wenn man es schafft, so 3µ3 an MKP reinzuquetschen, wäre das natürlich besser, aber die Dinger sind halt richtig fett.

Von Emitter Q1 nach Masse gehen R5 || R8 - C2 (das ist einer der 100µ, hier fallen ca. 0,5 V ab). Alter Trick für das Reduzieren der Verstärkung untenrum. Die 100µ-Cs sind nicht furchtbar kritisch, was mit niedrigem ESR und Leckstrom würde aber nicht schaden. Vielleicht Elna Silmic oder so? RM 5, Abmessungen nicht ganz so kritisch. Sollte 100µ bleiben.

Stabi-Elkos: C4 ist mit 16 V Spannungsfestigkeit etwas knapp dimensioniert, es liegen bei meinem Netzteil (14,8 V Leerlauf) noch ca. 14,1 V an. RM 2,5 mm, warum auch immer, kein Wunder, daß die Elkos (vmtl. 5 mm) etwas schief in der Landschaft hängen. Wenn man einen nicht übermäßig fetten 1000µ16 findet, wäre das evtl. einen Versuch wert.

Am 470 Ohm zwischen den zwei 470µ fallen übrigens 1,68 V ab, die Schaltung zieht also im Leerlauf stolze 3,6 mA. Am 10k der LED (nach dem C4 angeklemmt) sind es 12,5 V, macht also 1,25 mA. Eine wahrlich genügsame Schaltung. (Viel mehr wird's auch kaum werden, selbst bei 10kOhm Last liegt der Ausgangsstrom weit unter 1 mA.)

Der zweite 470µ kann bei Bedarf durch ein hochwertigeres Exemplar ersetzt werden, mehr Kapazität ist nicht wirklich nötig.

Ausgangs-Koppelelkos sind die 10µ, wieder mal RM 2.5 mm. Da muß ich noch mal messen. Die 4µ7 scheinen analog zu den 100µ verwendet zu werden.
audiophilanthrop
Inventar
#7 erstellt: 07. Dez 2008, 01:46
Nachdem ich jüngst an einen Schaltplan zum grundsätzlich gleich aufgebauten TC-778 kam, konnte ich endlich meinen zum TC-750 komplettieren, den ich letztes Jahr angefangen hatte:

Eine Handvoll Bauteilwerte wurden übernommen und nicht extra verifiziert (R11, 17, 19, 22, 23).

Interessantes:

  1. Pull-Down-Widerstände am Ausgang brauchen nicht nachgerüstet zu werden, wie man sieht.
  2. Ausgangsimpedanz 1 kOhm? Mitnichten, wird doch die Quellimpedanz des Emitterfolgers davor im wesentlichen von dessen Emitterwiderstand bestimmt, es kommen also nochmal grob 4,7 kOhm dazu! Längere Kabel sollten hier keinen zu großen Kapazitätsbelag haben.
  3. C5 (47µ) und C17 (4µ7) waren beim TC-778 genau andersherum eingezeichnet. Die Variante des TC-750 erscheint mir nach Ausrechnen der Zeitkonstanten sinnvoller - der Ersatz des 4µ7 durch etwas mit kleinerem ESR (entweder Folie oder Elko mit höherer Spannungsfestigkeit und ggf. etwas höherer Kapazität) wäre aber trotzdem nicht von Übel.

Die Schaltung ist durchaus nicht ganz trivial und ziemlich oldschool - die Erzeugung der Basisvorspannung von Q1 kenne ich so aus Kofferradios der 60er und 70er Jahre. Der 33p an Q3 dient entweder zur Neutralisation oder Bandbreitenbegrenzung. Die ersten zwei Transistoren bilden einen nichtinvertierenden Verstärker mit hohem Spannungsgewinn, der dritte ist ein Ausgangspuffer. Etwas abstrahiert sieht das ganze etwa so aus:
    |\
o---|+\
in  |  \__________________________
    |  /                          |
 +--|-/                           |
 |  |/                            |
 |      ___       ___       ___   |  +---+
 +--+--|___|--+--|___|--+--|___|--+--| 1 |--o out
 |  |   22k   |   260k  |   470      +---+
 |  |         |         |
 _  +---||----+---||----+
| |     3n3       12n   
|_| 360
 |
---
 -  ac-gnd

Man hat hier m.E. ziemlich alles herausgeholt, was eine Schaltung mit 3 Kleinsignal-Transistoren hergibt.
audiophilanthrop
Inventar
#8 erstellt: 18. Dez 2008, 13:18

Meine Wenigkeit schrieb:
Ausgangsimpedanz 1 kOhm? Mitnichten, wird doch die Quellimpedanz des Emitterfolgers davor im wesentlichen von dessen Emitterwiderstand bestimmt, es kommen also nochmal grob 4,7 kOhm dazu! Längere Kabel sollten hier keinen zu großen Kapazitätsbelag haben.

OK, vorher Tietze-Schenk fragen wäre besser gewesen. Der Kleinsignal-Ausgangswiderstand der Emitterschaltung ist
r_a = R_E || (R_g / beta + 1/S)
Unsere Schaltung hier liegt damit irgendwo zwischen 1 kOhm und 5,7 kOhm, vermutlich näher am ersteren.
Koboldi
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 25. Jan 2009, 21:47
Mhmm kann es sein das Dynavox TC750 und Thorens M001 aus der gleichen Schmiede kommen ?

Die Teile sehen sich verdammt ähnlich jedenfalls was das Gehäuse und die Anschlüsse angeht. Das würde dann auch die Art der Schaltung bei so einem preiswerten Teil erklären, wobei das in dem Fall durchaus Positiv zu verstehn ist.

Als Dynavox TC750 kostet das gute Stück nämlich nur knappe 18 bis 21 Euro wogegen es als Thorens M001 oder wars ne 0 mehr das ganze um 100 rum liegt.

Wenn das Teil verbessert wurde berichte doch mal wie es sich auswirkt bzw. wie es dann klingt und was der Spass so ungefähr an Teilen gekostet hat.

Koboldi
hulpa
Stammgast
#10 erstellt: 26. Jan 2009, 21:50
Hier mal die spartanischen Innereien eines Profitec TC-720 (wird aber auch von anderen Herstellern angeboten).

http://farm4.static.flickr.com/3299/3229688868_389167aac0_b.jpg

Unterschied zu den anderen TCs ist, daß er zusätzlich noch einen Mikrofon-Preamp hat mit Umschaltung zwischen Dynamic/Condenser. DIN-Eingänge sind auch vorhanden. Wie er sich von der Schaltung unterscheidet, kann ich als elektrotechnischen Laie leider nicht beurteilen. Vielleicht läßt sich ja bereits auf dem Foto etwas erkennen.

Er klingt jedenfalls ziemlich scheußlich - zumindest im Vergleich zum tollen (damals optional erhältlichen) Phonomodul PH 601 meines Harmans. Zum einen scheint beim TC-720 der Tiefbass fast komplett zu fehlen, zum anderen sind die höhen ziemlich scharf und nervig.

Nachdem was ich so gerhört habe, müßte der TC-750 um einiges besser klingen und ein geeigneteres Tuningobjekt darstellen.
audiophilanthrop
Inventar
#11 erstellt: 27. Jan 2009, 22:50

hulpa schrieb:
Hier mal die spartanischen Innereien eines Profitec TC-720 (wird aber auch von anderen Herstellern angeboten).

http://farm4.static.flickr.com/3299/3229688868_389167aac0_b.jpg

Ganz was anderes als im TC-750. (Dessen Schaltung findet sich sonst noch im TC-754.) Die Platine sieht vermutlich deswegen so leer aus, weil sich auf der Unterseite noch SMD-Bauteile verstecken. Nur mit denen oben könnte man jedenfalls nichts verstärken.

Der Thorens MM-001 soll ein Plastikgehäuse haben. Glaube eher nicht, daß der viel mit dem TC-750 zu tun hat.


[Beitrag von audiophilanthrop am 27. Jan 2009, 22:51 bearbeitet]
hulpa
Stammgast
#12 erstellt: 27. Jan 2009, 23:27

audiophilanthrop schrieb:
Die Platine sieht vermutlich deswegen so leer aus, weil sich auf der Unterseite noch SMD-Bauteile verstecken.


Korrekt. Da sind noch ein paar SMD-Bausteine auf der anderen Seite. Viel ist es aber nicht...

Das einzig Gute am TC-720 ist das Metallgehäuse - kann man vielleicht noch für zukünftige Bastelprojekte weiterverwenden.

Hat jemand schon mal das TC-750 im Vergleich zu Vorverstärkern der nächsthöheren Preisklasse gehört? Z.B. zum Thorens oder den günstigen Pro-ject oder NAD-Preamps. Das würde mich mal interessieren.
Koboldi
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 01. Feb 2009, 18:35
Wie weit ist den nun die Tunniggeschichte des TC 750 gediehn ?


Wie aufwendig ist es gibt es eine Teileliste wenn ja könntest Du die bitte einmal hier einstellen ?

Falls der Umbau schon fertig ist wie ist den der Unterschied vorher nachher ?

Koboldi
audiophilanthrop
Inventar
#14 erstellt: 01. Feb 2009, 19:48
Meiner steht hier noch unmodifiziert wie eh und je. Es fehlt immer noch etwas am Vinyl, zumal in letzter Zeit wieder mehr Radio und "Nichts" angesagt war...
hulpa
Stammgast
#15 erstellt: 02. Feb 2009, 14:50

audiophilanthrop schrieb:
Ganz was anderes als im TC-750. (Dessen Schaltung findet sich sonst noch im TC-754.)


Bist Du Dir da sicher? Suche nämlich nach einem Ersatz für den TC-720. Der TC-754 würde sich anbieten, da mein alter NAD nicht gerade großzügig mit Hochpegel-Eingängen ausgestattet ist. Sind die technischen Daten des TC-754 denn dieselben wie beim TC-750?
Detektordeibel
Inventar
#16 erstellt: 09. Nov 2010, 18:18
ist zwar nicht ganz das Thema, aber ich hab ein Problem mit dem Ding, seit heute tickert es vor sich hin in den Lautsprechern wenn es an ist, vom Dreher kommt es nicht, tickert auch wenn der gar nicht dran hängt sondern nur der Verstärker, Chinchkabel ist OK, häng ich nen CD Player dran kein Problem.

Masseproblem kanns auch nicht sein, hab Steckdosen vertauscht, und alles mögliche ausprobiert.

Wenn ich den Plattenspieler ohne Verstärker anschließe höre ich auch den (unbrauchbaren nicht verstärkten Klang), aber allerdings höre ich aber auch da ein ganz leichtes tickern, aber der Verstärker scheint die Wurzel des Übels zu sein.

Jemand nen ganz heißen tip was das sein könnte? Netzteil ist über nen Meter weg.
Der Plattenspieler ist über ein Chinchkabel 50cm mit dem Phonoamp verbunden, der Phonoamp über 1,50m Chinch mit dem Hauptverstärker. Das einzige was ich jetzt noch nicht ausprobiert habe ist die Kabel zu vertauschen das der Dynavox viel weiter weg vom Dreher ist.

Das Problem tritt erst seit heute auf, als Platte habe ich heute ruhige Pianojazz platte bekommen (Avishai Cohen Trio) und mit der ist mir bewusst aufgefallen.

Bei den anderen Platten in der noch kleinen Sammlung nicht.
(Sade-Diamond Life (obwohl das jetzt auch kein "lärm" ist, div. Bluesscheiben, Larry Carlton)

Grad nochmal mit Robert Cray, aber wenn ich da lauter aufdrehe das ich das tickern höre, fallen mir die ohren ab wenn die Musik einsetzt wegen der Lautstärke.

Da das Geräusch zu hören ist auch wenn kein Dreher angeschlossen ist Muss es ja eigentlich am Verstärker liegen.


[Beitrag von Detektordeibel am 09. Nov 2010, 18:31 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#17 erstellt: 09. Nov 2010, 19:25
Im Dualforum gefunden.

[quote] Der TC-750 ist sicherlich nicht die falsche Wahl wenn Du die Line-Eingänge und den Pegelsteller nicht brauchst. Aber das Netzteil von dem ist unter aller Sau und verursacht Störgeräusche (bei mir wars ein schnelles Ticken). [/quote]

Schnelles ticken stimmt bei mir. Hab kein anderes 15V netzteil, aber das ganze mit nem 12V ausprobiert (funktionieren tuts ja) Geräusch aber dasselbe.

[EDIT] Hab es jetzt geschafft, hab jetzt das originale Erdungskabel vom Plattenspieler genommen und den VorVerstärker mit dem Plattenspieler verbunden, das tickern ist noch ganz ganz ganz leicht zu hören, aber da muss ich Volume schon auf 75% drehen, und nun hört sich alles so an wie es soll. Was ne geile Platte.

Ich lass das hier mal so stehen falls mal jemand über google sucht.

Hier noch die Frage offen, noch wer Netzteilprobleme? Und woher und was für ein besseres 15V 200mA Netzteil?


[Beitrag von Detektordeibel am 09. Nov 2010, 19:29 bearbeitet]
n3v3rmind
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 23. Jan 2011, 10:06
habe seit gestern einen 750 und ich habe dieses tickern auch und es nervt tierisch

gibts hierfür abhilfe ?
Detektordeibel
Inventar
#19 erstellt: 23. Jan 2011, 16:05
Ja.

Das ist ein ganz simples Erdungsproblem. Hab ich auch erst nicht geglaubt und mir halben Tag nen Wolf gesucht - am Anfang hat es sogar ganz ohne Erdungskabel funktioniert.

Das oft kritisierte Netzteil schließe ich als Ursache aus nachdem ich es mit einem anderen ausprobiert habe.
n3v3rmind
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 23. Jan 2011, 18:57
Danke für deine Antwort!

Ich habe einen Speaka DIN auf Cinch Adapter mit zusätzlicher masseleitung aus den adapter, angeschlissen an den dynavox.

Denkst du es lohnt dann nochmals eine extra Masse zu ziehen ? Bzw wo soll ich diese am Dreher abnehmen ?

Beste grüße !
Dan
Detektordeibel
Inventar
#21 erstellt: 23. Jan 2011, 19:13
Was für nen Dreher haste denn?

hat der keinen Seperaten Masseanschluss?


Denkst du es lohnt dann nochmals eine extra Masse zu ziehen ?


Vielleicht ist auch ein Wackelkontakt im Din-Stecker, bzw. im Adapter das Problem.
n3v3rmind
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 23. Jan 2011, 19:17
Einen dual 502 !
Detektordeibel
Inventar
#23 erstellt: 23. Jan 2011, 19:30
Mach dafür besser einen eigenen Thread auf, die Dualspezialisten hier werden dir sicher sagen was du da machen kannst.
applecitronaut
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 08. Mrz 2011, 17:56
Hallo allerseits habe mich mal daran versucht. . Und ich muss sagen es hat sich gelohnt. Das ganze klingt gleich viel präziser und die Bühne ist viel weiter. Habe wie oben besprochen alle Kondensatoren getauscht gegen bessere. Sprich wo es möglich war Folien eingesetzt. Aber dies ging nur bis 10uF danach werden sie zu gross. Habe natürlich auf enge Toleranzen geachtet. Werde versuchen in einigen bereichen auf Glimmer (Silver Micas) auszuweichen. Mal sehen was das noch bringt. Ich weis übertreiben kann man auch.
IMG_8433IMG_8434IMG_8435
audiophilanthrop
Inventar
#25 erstellt: 24. Jun 2012, 17:02
*reanimier*

Bin mal unter die Simulanten gegangen:
Download für LTspice

Das Grundkonzept ist geradezu deprimierend verzerrungsarm (Klirr <= 0,01% bei 5 mV Nennpegel @ 1 kHz, mit gutmütigem Spektrum, 100 Hz / 1 kHz / 10 kHz; bei 10 Hz mit -56 dB bei 1,2 mVp / 0,85 mVeff deutlich schlechter, allerdings scheint zumindest bei meinem Dreher das Rumpeln auch bei Tonarmreso noch >30 dB unter Signalpegel zu liegen, was die Sache wieder entschärft). Allerdings eher nicht mit den verbauten Kondensatoren. Mal sortiert nach daran abfallender Signalspannung:

* 33p (Miller)
* 12n (Entzerr)
* 3n3 (Entzerr)
...
* 4µ7
...
* 100µ (Fußpunkt Gegenkopplung)
...
* 47µ (Eingangs-Koppel)

Irgendwie kritisch sind m.E. nur 12n, 3n3 und 4µ7. An den ersten zwei liegt teils fast die volle Ausgangsamplitude an (und das bei Keramik X7R oder schlechter), am 4µ7 bis vielleicht ein Drittel davon. Der 33p sieht auch die gesamte, sollte aber sehr linear arbeitende NP0-Keramik sein.

Der Idealwert für den 12n liegt laut Simulation bei ca. 11,8 nF. Den muß man sich nötigenfalls aus bis zu 3 Cs parallel zusammenstoppeln (z.B. 10n + 1n5 + 220-330 pF).

3n3 ist zum Glück ein Standardwert.

Beim 4µ7 sollte es ausreichen, ihn durch einen bipolaren Kollegen zu ersetzen. (Grundsätzlich auch gern etwas größer, wenn man die Verzerrungen bei sehr tiefen Frequenzen drücken will.) Folie schadet nicht, wird aber sperrig.

Über Störgeräusche irgendwelcher Art oder nennenswerten Brumm kann ich übrigens nicht klagen. Netzteil Typ FBC15015W, Sieb-Cs im TC-750 je 220µ.


[Beitrag von audiophilanthrop am 24. Jun 2012, 18:11 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#26 erstellt: 24. Jun 2012, 17:23
Da hol ich meinen TC-750 mal aus der Truhe und werf den Kolben an.
Sepp1303
Inventar
#27 erstellt: 27. Jun 2012, 20:46
Obwohl ich hier nur Bahnhof verstehe klingtes trotzdem sehr interessant ich entnehme der ganzen Sache hier das durch das "Tuning" der TC-750 besser klingt aber lohnt es sich für mich als Laie sich hier rein zu lesen und sich die Arbeit zu machen? Wenn ich das Ding schieße ist mir relativ egal kostet ja nur 23€ aber es währe schon wünschenswert wenn das ganze auch was bringt und das nicht nur gemessen.

MfG Sepp
Sepp1303
Inventar
#28 erstellt: 30. Jun 2012, 13:05
Kann mir denn keiner helfen?
audiophilanthrop
Inventar
#29 erstellt: 30. Jun 2012, 14:23
Die Gretchenfrage... "Lohnt sich das?"

Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Ich müßte mir auch erstmal einen Invers-RIAA zusammenlöten und das Gerätchen im Werkszustand vermessen.

Momentan kämpfe ich noch mehr mit den Unzulänglichkeiten meiner Vinylfräse... die Geschwindigkeit driftet wohl ein wenig, und das Rumpeln gefällt mir auch nicht so. Der nächste wird ein Quarz-Direkttriebler... *grummel*

Derweil habe ich einen Artikel gefunden, der wieder einmal zeigt, daß man Kondensatoren nicht alle über einen Kamm scheren kann. Measured Differences Between Capacitors for Audio Applications
Da gibt es wenig überzeugende Folien- (Polyester, Polycarbonat) und erfreulich gute Nicht-NP0-Keramik-Cs (K5L - dem Hersteller CGW (jetzt AVX) nach zu urteilen sind das welche mit Glasdielektrikum).
Sepp1303
Inventar
#30 erstellt: 30. Jun 2012, 15:01
Ok ich verstehe immernoch nur Bahnhof denn leider bin ich noch neu in der Materie und will mich da erstmal rein fitzen und deswegen hab ich mich für das modifizieren entschieden um auch erstmal alles zu verstehen und dann wenn ich das habe will ich mich mal einer AMP oder so widmen.
Sepp1303
Inventar
#31 erstellt: 23. Aug 2012, 18:02
Gibts denn irgendwelche vortschritte was das modifizieren betrifft also lohnt es sich denn nun wirklich oder eher nicht?
beeble2
Stammgast
#32 erstellt: 24. Aug 2012, 09:41
Also,
ich hatte das Ding orginal benutzt und nur ein besseres Netzteil angeschlossen und war hinreichend zufrieden mit dem Klang.

beeblebrox
Sepp1303
Inventar
#33 erstellt: 24. Aug 2012, 10:29
War den mit dem original Netzteil der Klang schlechter? Oder warum hast du getauscht?
beeble2
Stammgast
#34 erstellt: 27. Aug 2012, 13:39
Man konnte bei hohen Lautstärken (allerding nur wenn keine Platte lief) Störgeräusche hören !

beeblebrox
Sepp1303
Inventar
#35 erstellt: 30. Aug 2012, 05:08
Was hast du denn da für ein Netzteil gekauft bzw wo hättest du das her denn wenn es was bringt ist es ja Tuning für schmales Geld.
beeble2
Stammgast
#36 erstellt: 30. Aug 2012, 08:12
Ich hatte noch ein 12V Netzteil von einem Router übrig (org inal Netzteil hat zwar 15V). War ein bischen try and error.
Aber bei Pollin sollte es ganz gute, günstige und stromsparende geben.

beeblebrox
itubbe
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 12. Aug 2013, 12:24
Hallo Leute,

hab auch einen TC-750

Tolles Projekt und eigentlich gar nicht so komliziert.

würde auch gerne nachlöten hat jemand eine Teileliste (was durch welches Bauteil ersetzt wird) und wo man die am besten beziehen kann ?
Die Bilder schauen ja nicht schlecht aus, das zu löten trau ich mich schon, nur ein bischen präzieser wäre toll ich kann leider nicht alles erkennen wie es wo zusammengehört..

DANKE
AndreJXYZ
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 27. Jul 2014, 23:15
stimmt das würde einige leute bestimmt interessieren, aber irgendwie wurde hier nichts mehr weiter geführt und ob die arbeit wirklich lohnt!?
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