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Nadeln / Vorverstärker zu Dual 1228 und M 75 D

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lambchop
Neuling
#1 erstellt: 02. Mrz 2016, 02:05
Hallo zusammen!

Ich bin neu hier, habe seit einiger Zeit einen Dual 1228 Plattenspieler und bin zunehmend verwirrt. Daher einige Fragen:

Der 1228 hat ein Shure M75 D montiert. Die Originalnadel (verbogen) habe ich gegen einen Nachbau ausgetauscht (N 75 ED Typ 2) - ich hatte irgendwo gelesen, dass sie gut sei, elliptisch und bei dem System funktionieren würde. Sie klingt auch ganz gut, die Höhen sind aber manchmal sehr spitz. Auf der Produktbeschreibung der Nadel lässt sich nicht erkennen, ob sie sphärisch oder elliptisch ist - ist dieser Typ Nadel immer elliptisch, oder woran erkenne ich das? Die Auflagekraft ist eine weitere Frage: Ich habe ein Datenblatt des Shure-Originals (der N 75 ED 2) gefunden, das eine Auflagekraft von 0,75-1,5 vorsieht. Stimmt das auch für den Nachbau?
Weiterhin: Anscheinend sind die Nadeln nach den Systemen benannt. Ist es überhaupt sinnvoll, die genannte Nadel für das M 75 D zu verwenden?
Der 1228 scheint auch als Wechsler zu funktionieren (was ich nicht nutzen würde), die Stange liegt bei, allerdings hat das M 75 D kein Rädchen zum Umschalten, wie es in der Bedienungsanleitung vorgesehen scheint. Lässt das auf einen nachträglichen Umbau schließen?

Ein weiterer Kurzschlusskauf - neben der Nadel - war der Hama PA-506 Vorverstärker. Ich habe den Din-Stecker über einen Cinch-Adapter mit Massekabel angeschlossen (das Massekabel steckt inzwischen brummfrei aber vielleicht etwas ungünstig in der Erde der Steckerleiste). Gibt es da preislich vertretbare Alternativen / Verbesserungen?

Zur allgemeinen Info: Das ganze betreibe ich an einer meines Erachtens grundsoliden Harman Kardon Festival 500 plus B&W zweieinhalb Wege Boxen (genaue Bezeichnung kenne ich nicht, beides ist knapp 20 Jahre alt). Ich höre hauptsächlich Klassik und bin auf Vinyl umgestiegen, seitdem mein musikwissenschaftliches Institut das Schallarchiv aussortiert hat und meine Regale nun voller orignalverpacktem Bach, Beethoven, Brahms und Bruckner stehen. Um nur die B's zu nennen.

Ich bin für jede, auch partielle, Antwort dankbar
Viele Grüße
Sebastian
Wuhduh
Inventar
#2 erstellt: 02. Mrz 2016, 03:30
Moin !

Das Headshell ohne Rändelrad ist ein Austausch und nicht die Originalausstattung.

Die Nachbaunadel würde ich eher mit 1,5 bis 1,75p fahren.

Gemäß den VDE-Vorschriften ist es nicht zulässig, die Erdung über das Stromnetz per Steckerleistenkontakt vorzunehmen. Manche Shure brauchen das Massekabel, manche nicht. Es muß an dem Hama oder an dem Gehäuse des Verstärkers via Gehäuseschraube angeschlossen werden.

Klassikhören mit diesem einfachen Shure ist " Banane " und viele Details entgehen Dir.

MfG,
Erik
8erberg
Inventar
#3 erstellt: 02. Mrz 2016, 08:06
Hallo,
na, der Flaschenhals ist die Nadel.
Das Shure ist ein gutes System.

Das Tk mit VTA Verstellung wurde mal getauscht, wenn Du den Dreher nicht als Wechsler nutzt geht das auch.
Die besten Nadeln für das 75 wäre die HE von Jico.
Auch gut ist die orig. ED-Nadel, Thakker hat noch Originalnadeln.
Alternativ Tausch zu einem Ortofon M20E mit Dual-Klick oder gleich auf Tk.
Für Klassik erste Sahne, passt sehr gut zum etwas kürzeren Tonarm des Drehers.

Peter
akem
Inventar
#4 erstellt: 02. Mrz 2016, 11:48
Dieses "Rädchen zum Umschalten" hat keinen Einfluß auf die Wechslermechanik sondern ist nur eine Mechanik, um den VTA des Tonabnehmers zu verändern. Da sitzt der Tonabnehmer auf einer federnd gelagerten Platte im Systemträger, die dann von einer genockten Achse in zwei möglichen Winkeln gehalten wird. Und diese Nockenachse wird von dem Rädchen um 90° oder so gedreht. Und genau diese Achse bricht bei diesen betagten Systemträgern gerne mal...
Vermutlich wurde genau deswegen ein anderer Systemträger eingesetzt. Aber ich denke mal, daß diese federnd gelagerte Sub-Platte auch klanglich eher suboptimal ist. Deswegen würde ich mir jetzt an Deiner Stelle nicht die Mühe machen, so ein Teil aufzutreiben, zumal dessen Funktion längerfristig wohl auch eher nicht sichergestellt ist... Wenn Du keinen Wechslerbetrieb nutzt dann benutze einen Tonabnehmer, der entweder ausreichend hoch baut (dürften so 18-20mm sein) oder Du besorgst Dir einen Keil (den es für wenig Geld immer wieder mal in der Bucht gibt) oder Du legst Beilagscheiben aus Nylon/Plastik zwischen Tonabnehmer und Systemträger.

Übrigens bin ich vom Shure M75 nicht so überzeugt. Ich hatte auch mal eines als Beifang auf nem alten Dual und hab auch so ne billige elliptische Nachbaunadel dazu gekauft, um es mal anzutesten. Hat bei mir keine 10min gespielt, dann hab ich es verschenkt... Okay, meine Ansprüche sind jetzt auch nicht die kleinsten - heut spielt auf meinem 1228 ein Reson Reca (und das ist noch einer meiner billigsten Tonabnehmer aber auf dem Dual läuft nun mal kein MC...)...

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#5 erstellt: 02. Mrz 2016, 11:52
Hallo,

was verlangst Du von einer 12 Euro-Nadel? Hast Du mal ein Shure V15 mit sonner Billigstnadel gehört? Verschenkst Du das dann auch? Dann sag mir Bescheid...

Das M75 war beim Erscheinen bei Shure nach dem V15 das zweitbeste System, allerdings wurden meist nur lausige Nadeln dafür genommen....

Das Ortofon M20E passt sehr gut zu dem Dreher und dank korrekter VTA klingt es dann richtig gut für die Preisklasse.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 02. Mrz 2016, 11:53 bearbeitet]
akem
Inventar
#6 erstellt: 02. Mrz 2016, 12:27
Moment mal, das war immerhin ne 30€ Nadel vom Thakker...

Gruß
Andreas
Holger
Inventar
#7 erstellt: 02. Mrz 2016, 13:05
Mit etwas Glück kann man für etwa das Doppelte eine original N75 ED Type 2 kriegen.. mit dieser Nadel ist das M75 hervorragend.

Und selbst mit 'ner gerade mal 45 Euro teuren N75 B Type 2 ist es klasse.

Es soll aber Leute geben, denen die Vorstellung, es werkele "nur" ein M75 in ihrem Heiligtum, alleine schon so zuwider ist, dass sie dem System mit keiner Nadel der Welt was abgewinnen können... alles schon erlebt.
Mit Stantons passiert das auch öfters... oder mit den kleinen Ortofönern.
Da kann man dann nix machen.
lambchop
Neuling
#8 erstellt: 02. Mrz 2016, 22:15
Guten Abend allerseits!

Vielen Dank für die Antworten, es hat sich einiges geklärt.

Zunächst zur Erdung des Hama-Vorverstärkers: Das war eine reine Verzweiflungstat. Ich hatte das Massekabel zuerst an dem Gehäuse vom Hama, dann am Gehäuse meiner Anlage, an der Heizung, an den Boxenständern... Und es war immer ein sehr deutliches Brummen da. Das ist weg, seitdem ich es in den Schutzkontakt der Steckerleiste geklemmt habe. Dass das eine etwas zwielichtige Lösung ist, ist mir klar. Gibt es da noch andere Wege?

Mit dem Klang des M75 bin ich eigentlich sehr zufrieden. Es fehlen natürlich Vergleiche - und besser geht immer - aber es klingt sehr klar, die Dynamik ist super, die Mitten sehr präzise und der Raumklang ist super. Danke für die Nadel-Empfehlungen, da werde ich mal recherchieren!

Zur Auflagekraft: Die Nadel läuft im Moment bei 1,0. Ich habe das Gefühl, dass sie rein optisch schon sehr flach aufliegt. VTA ist der vertikale Winkel, richtig? Gibt es da Richtlinien anhand derer man den richtigen Winkel ermitteln kann? (Den Tonarm selber habe ich natürlich ohne Auflagekraft und Antiskating ausbalanciert!)

Einen schönen Abend,
viele Grüße

Sebastian
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 03. Mrz 2016, 07:45
Hallo
Stell den Tornarm korrekt ein (auspendeln bei Auflagekraft und AS 0 und Lift unten)
Nachbaunadeln brauchen min. 2 Pond!!

Peter
lambchop
Neuling
#10 erstellt: 03. Mrz 2016, 14:10
Hallo!
Wie gesagt, den Tonarm habe ich bereits ausbalanciert. Bei einer Auflagekraft von 2,0 liegt der Tonarm sehr dicht auf der Platte - siehe Foto. Bei einer älteren Platte, die vllt. einen kleinen Schwung hat / nicht 100% plan ist, hätte ich Angst, dass der Tonarm aufsetzt. Ist die Nadel evtl. fehlerhaft?

N75 ED 2 bei 2,0

Gruß
Sebastian
Holger
Inventar
#11 erstellt: 03. Mrz 2016, 14:22
Bei Shure - und den meisten Nachbauten - sind mEn die Farben der Nadeleinschübe entscheidend siehe auch hier
>>> http://www.hifi-foru...d=19359&postID=13#13
lambchop
Neuling
#12 erstellt: 03. Mrz 2016, 14:57
Danke, Holger! Die Übersicht war sehr erhellend!

Grüße
Sebastian
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