VISONIK HIFI CEC 8200 - welches System?

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Gimli_Bimli
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 30. Mai 2016, 11:59
Ahoi,

bei meinem VISONIK HIFI CEC 8200 ist die Nadel durch, momentan noch ein Pfeifersystem drauf.
Jetzt, wo ich eh die Nadel tauschen muss, hab ich mich gleich mal nach einem anderen System umgeschaut und komme dabei aber leider nicht weiter. Auf was genau muss ich beim Systemtausch achten? Welche Systeme würdet ihr PreisLeistungsVerhätnismäßig empfehlen (Daheim Platten hören, kein DJing)??

Über eine Antwort freue ich mich,
Tüdelü Nils
akem
Inventar
#2 erstellt: 30. Mai 2016, 12:57
Grundsätzlich passen da alle Tonabnehmer mit sog. Halbzoll-Schraubbefestigung. Diese machen die überwiegende Mehrheit des Marktangebots aus.
Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Funktionsprinzipen bei Hifi-Tonabnehmern: MM (Moving Magnet), MI (Moving Iron) und MC (Moving Coil). MM und MI Systeme sind eigentlich nicht zu unterscheiden, sowohl optisch als auch elektrisch. Sie haben im Regelfall einen wechselbaren Nadeleinschub wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. MC Systeme sind anders: sie haben keine wechselbare Nadel und im Regelfall eine niedrigere Ausgangsspannung (deswegen brauchen sie einen höher verstärkenden Phonoeingang). Es gibt aber auch High-Output MCs, die MM-kompatibel sind was den Phonoeingang angeht.
Was nehmen? MM und MI Systeme gibt es von rund 20€ bis rauf zu über 1000€, MC-Systeme gehen bei 200€ los und nach oben gibt es kaum eine Grenze. Daran kann man schon erkennen, daß MC-Systeme im Mittel wertiger gebaut sind, so richtigen Schrott gibt es da eigentlich nicht. Aber es gibt durchaus Modelle mit eher bescheidenem Preis-Leistungsverhältnis. Bei MM/MI Systemen kann man ab ca. 100€ akzeptable Performance bekommen, allerdings auch nicht bei jedem Modell. Das billigste System, das ich aus eigener Erfahrung empfehlen kann, ist das Sumiko Pearl. Das gibt es in Deutschland ab 125€, in England ab 100€ (dafür ist der Versand teurer).
Jedoch spielt für die EMpfehlung auch eine Rolle, welcher Verstärker vorhanden ist und welche elektrischen Eigenschaften dessen Phonoeingang hat. Die Eingangskapazität tritt nämlich in Wechselwirkung mit dem Tonabnehmer und hat direkten Einfluß auf dessen Frequenzgang. Leider haben sich die Tonabnehmer-Hersteller von den Marktbedürfnissen wegbewegt und fordern heute fast ausnahmslos maximal 200pF Abschlußkapazität, wobei allein das Anschlußkabel meist schon um die 150pF hat - der Verstärker dürfte dann maximal noch 50pF haben und da sind die meisten Verstärker meilenweit weg...

Gruß
Andreas
loewe_1010
Stammgast
#3 erstellt: 30. Mai 2016, 15:22
Hallo,
der CEC hat Anschlussbuchsen und erlaubt so ein Kabel mit geringer Kapazität (und Länge). Selbst gemessen ~ 22 pF ohne Headshell am Terminal. Ich nutze dann ein kurzes Kabel mit ~ 30 pF.
Also hängt es vom Verstärker ab.
Völlig unkritisch und sehr gut passend am CEC ist ein Denon DL 110, weil High Output MC. Das kann man einfach am MM Eingang betreiben. Es passt auch von der Bauhöhe super und ist noch bezahlbar.
Caspar67
Stammgast
#4 erstellt: 30. Mai 2016, 15:34
Hallo,
erst mal Glückwunsch zu dem Dreher. Der CEC ist zwar nicht sonderlich hübsch, aber ein sehr schweres, wertiges und zuverlässiges Gerät. Meiner steht im Gartenhäuschen und hält die Drehzahl absolut exakt, egal ob 0°C oder 36°C! Auch die automatische Endabschaltung mit Tonarmrückführung arbeitet zuverlässig.
Im Original war mWn auf dem Dreher ein Ortofon FF15 MKII verbaut, sicher nicht schlecht, kann man z.B. mit einer VMS 20 Nadel aufwerten, die sind aber teuer.
Ich habe zwei Systeme dafür: Ein Ortofon 2M red, welches ich mit dem Dreher gekauft habe. Das ist nix dolles (woh gleicher Generator wie beim Ortofon OM 10), klingt für mich etwas hell, da fehlt mir etwas der Bassbereich.



Aktuell höre ich mit einem Audio-Technica AT 12XE, für meine Holzohren ein prima System, da passt alles. Gibt es gebraucht günstig zu kaufen, gute Nadeln dafür lassen sich auch finden.

AT_12_XE_an_CEC
Gimli_Bimli
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 30. Mai 2016, 19:18
Moin Leute,

vielen, vielen Dank für die schnelle und vor allem ausführliche Hilfe! Jetzt kann ich mich auf GEZIELTE Suche nach einem System machen.

Cheers Nils
Gimli_Bimli
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 30. Mai 2016, 19:53
Huhu doch nochmal,

ich hab mal das System abgeschraubt und siehe da, es ist ein OrtofonKörper, war eine PfeiferNadel drauf verbaut. Allerdings finde ich absolut keine Abhaltspunkte, was denn das jetzt für ein Ortofonsystem ist... kann soetwas nur der Kenner erkennen oder gibts es irgendwelche Anhaltspunkte, an denen ich das herausfinden kann??

Der Körper sieht 1a aus, wie ein VMS 20, FF15 D MKII oder halt ein M20FL super. Kann ich nicht unterscheiden. Woran sehe ich das?

Cheers Nils


[Beitrag von Gimli_Bimli am 30. Mai 2016, 20:46 bearbeitet]
evilknievel
Inventar
#7 erstellt: 30. Mai 2016, 20:29
Hallo,

Versuch es nochmal mit dem Bild, scheint nicht geklappt zu haben.
Aber es ist vermutlich ein Ortofon VMS. Die 20er Nadel wurde bereits genannt.
Die originale 15er Nadel spielt auch nicht schlecht. Gar nicht so höhenbetont, wie man es sonst von Ortofon gewohnt ist.

Denon DL110 halte ich an dem Dreher auch für eine gute Wahl.
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 30. Mai 2016, 22:50
Nabend !

Der Body ist aus der alten F-Serie und - äh - Erstausrüsterkwallität.

Kauf' Dir eine rote oder schwarze Nachbaunadel, wenn es günstig werden soll. Oder eine FF15XE MKII.

Mit so einer Nachbaunadel rauscht das olle Ortofon an diesem Tonarm klanglich mit ausgestrecktem Mittelfinger am 2M Red vorbei.

Die Anschaffung einer Originalnadel mit 20 oder 30 in der Bezeichnung hat 2 Nachteile: Überteuert und in den Nadelnachgiebigkeiten zu hoch für den Tonarm.

MfG,
Erik
evilknievel
Inventar
#10 erstellt: 31. Mai 2016, 10:48
Gimli_Bimli
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 03. Jun 2016, 01:45
Jau Leute,
hab mir erst einmal eine 15er Nachbaunadel von Pfeifer geholt und werde mich jetzt in naher Zukunft näher mit Systemen und Tellern beschäftigen. Vielen Dank für die Hilfe und Ratschläge!!
Cheers
jani83
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 28. Dez 2017, 19:28
Hallo zusammen,

ich nutze mal dieses Thread, in der Annahme, dass es nach Beantwortung meiner ersten Frage für mich relevant sein wird.

Ich bin auch im Besitz des Visonik CEC8200. Soweit bin auch sehr zufrieden, dennoch würde ich gern den Versuch Wagen ein Stückchen mehr herauszuholen.

Hier kommt nun die Freundin ins Spiel. Diese stört sich ein wenig an der Optik des guten Stücks und fragt an, wie teuer ein neuer "stylischere" wäre. Klar optisch gefallen mir die minimalistischen von Rega und Pro Ject auch super. Leider fehlt mir das Know- How abzuschätzen wie viel wir in einen neuen Dreher investieren müssten um mindestens die selbe Qualität zu erhalten, denn hier möchte ich keine Abstriche machen.

Bestückt ist mein Objekt mit dem Ortofon FF15.
Vogone
Inventar
#13 erstellt: 28. Dez 2017, 21:45
Hi,

schaut euch doch mal den Plattenspieler Foto Fred an. Über Geschmack kann man ja nicht streiten. Wenn zwei einen Dreher aussuchen, wird es schwerer. Einen Brettchendreher würde ich nicht haben wollen. Wenn ihr was gefunden habt, könnte ihr ja wieder fragen.

VG Andy

P.S. eine Endabschaltung mit Arm hoch würde ich aber empfehlen (noch besser: Vollautomat mit DD, aber das muss jeder für sich entscheiden)
jani83
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 29. Dez 2017, 11:29
Foto Fred?
jickmagger
Stammgast
#15 erstellt: 29. Dez 2017, 11:40
der Foto Fred"

...einfach mal inspirieren lassen.
Der 8200 ist wahrlich keine Schönheit aber grundsolide. Hatte ihn selber.
Auch ein hochwertiger Tonabnehmer ist an seinem Arm gut aufgehoben.

Abraten würde ich von den neuen Rega / Project Frühstücksbrettchen ohne
jeglichen Luxus ebenfalls.
Dann lieber nach einem guten Dreher aus den Kleinanzeigen in Abholnähe suchen.
Die Spezialisten hier helfen gern bei der Auswahl.

Gruß Udo


[Beitrag von jickmagger am 29. Dez 2017, 11:41 bearbeitet]
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