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TA für Dual 1229

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Anney
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 14. Aug 2016, 17:07
Liebe HiFi-Freunde,

ich lese schon eine Weile passiv mit und habe mich nun angemeldet, da ich eine Frage an Euch habe.
Bis vor Kurzem hörte ich Musik eher aus einem Küchenradio oder per Kopfhörer am iPhone.
Da mir jüngst eine Plattensammlung überlassen wurde habe ich mir auf dem Gebrauchtmarkt einen Dual 1229 gekauft. Er hat laut Angaben des Verkäufers eine komplette Inspektion erhalten. Nur die Nadel samt Halterung sollte noch ausgetauscht/erneuert werden. Der Vorbesitzer meinte ein Austausch seinerseits wäre sinnlos, da es den Preis nur in die Höhe treibt und jeder bezüglich des Tonabnehmers einen anderen Geschmack und Budget hat.

Angeschlossen habe ich ihn an Daddy's geerbter Anlage.
Der Klang ist nicht wirklich gut. Ich höre auch die oft beschriebenen Verzerrungen.
Auf welche Nadel/Halterung sollte ich umrüsten? Es steht DM103 drauf.
Ich möchte wirklich guten Klang.

Würde mich auf zahlreiche Vorschläge mit Begründung und Kosten freuen.

Eure Anne

PS Noch ein Wort zum Budget. 300€ sind kein Problem, 500€ müsste ich mir schon schwer überlegen.


[Beitrag von Anney am 14. Aug 2016, 18:46 bearbeitet]
Tattermine
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 14. Aug 2016, 17:37
Hallo Anne,

erst mal Glückwunsch zum 1219, das ist ein echtes Schätzchen.

Antworten auf folgende Fragen wären hilfreich:

- Was genau heißt "klingt nicht wirklich gut", kannst du das näher beschreiben?
- Wie sieht die geerbte Anlage aus (Verstärker/Boxen) bzw. wo und wie ist der Dual angeschlossen?
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 14. Aug 2016, 17:37
Hallo!

Zuerst einmal etwas zum CS-1229 allgemein.

Der an sich schon recht gute Wechseler hat einige Schwächen die nicht zu beheben sind:

Der Tonarm sitzt unglücklicherweise zusammen mit dem Tellerlager und dem schnellaufendenTreibrad-Motor auf der gleichen Platine was zu einem etwas schlechteren Störverhalten im direkten Vergleich zu den Riemen- und Direktläufern von Dual führt hier sind Reibrädler nun mal prinzipbedingt im Nachteil.

Die eff bewegte Tonarmmasse liegt bei 12-13 Gramm, der Tonarm hat eine sehr gute Geometrie und nahezu spielfreie reibungsarme Lager, hier stünde also auch einem hochwertigen Abtaster nichts im Wege wenn einen der aus obigen Gründen leicht erhöhte Rumpel nicht stört.

Da du mit einer schon gebrauchten Plattensammlung einsteigst würde ich mir an deiner Stelle eine Nadel mit einem etwas schärferen Schliff zulegen und auf ein gutmütiges kapazitives Verhalten achten falls es ein MM werden sollte.

Ein möglicher Kandidat wäre m.E. das Ortofon VM-silver oder das baugleiche nur anders designete Ortofon OMS-40 hier sollten dann optische und preisliche Grunde ausschlaggebend sein.

MFG Günther
*Hwoarang*
Stammgast
#4 erstellt: 14. Aug 2016, 17:53
Hallo,

ich habe ebenfalls einen Dual Reibradler und stelle mir die selbe Frage. Welcher TA soll es werden, um den Klang noch mal deutlich zu verbessern?
Bisher habe ich einige Nachbaunadeln im originalen Shell getestet, bin aber noch nicht an meinem gesetzten Ziel angekommen.
Auch ich habe bei einigen Platten verzerrte Höhen, insbesondere gegen Ende der Platte. Aber nicht bei allen Platten, dadurch schließe ich eine falsche Einstellungen aus.

Bin mal gespannt auf die Empfehlungen.

LG


[Beitrag von *Hwoarang* am 14. Aug 2016, 19:18 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#5 erstellt: 14. Aug 2016, 17:55
Hallo,

ist die Nadel noch die Alte?

Tonarm richtig eingestellt (bei Einzelbetrieb Mode Selector auf "Single", Tonarm sauber ausgependelt, Auflagekraft und Antiskating auf die empfohlenen Werte)? Nadel sauber?

Link zur Anleitung: http://dual.pytalhost.eu/1229/
Bitte halte Dich genau an die Anleitung.

Wenn Dir der Shure-Sound gefällt nehm eine gute Ersatznadel, mein Tip ist die Fineline http://www.lpgear.com/product/SHN091VL.html

Allerdings nicht für Plattenwechselbetrieb nehmen.

Damit klingt es schon wirklich gut, es gibt auch von Jico eine "Neo-SAS"-Version, damit klingts dann sehr gut.

Peter
*Hwoarang*
Stammgast
#6 erstellt: 14. Aug 2016, 18:00

8erberg (Beitrag #5) schrieb:


...es gibt auch von Jico eine "Neo-SAS"-Version, damit klingts dann sehr gut.

Peter


Von der habe ich auch schon gehört, sie soll aber im Preis extrem gestiegen sein.
8erberg
Inventar
#7 erstellt: 14. Aug 2016, 18:43
Hallo,

grundsätzlich: die 25 Euro Nachbauten die es beim Thakker o.ä. gibt haben einen gefassten Diamantsplitter mit recht "stumpfer" Ellipse, damit kann man Musik hören - aber das wird weder dem System noch dem Dreher gerecht.

Die Original-Nadeln von Shure waren mit einem nackten orientierten polierten Stein mit recht scharfem Schliff (5 µm) unterwegs.

Die Fineline oder erst recht die SAS sind also nicht mit den einfachen Nachbauten zu vergleichen, aufgrund der längeren Lebensdauer relativiert sich der Preis.

http://www.jico-styl...=18&products_id=1680

Peter
Anney
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 14. Aug 2016, 18:53

Tattermine (Beitrag #2) schrieb:

Antworten auf folgende Fragen wären hilfreich:

- Was genau heißt "klingt nicht wirklich gut", kannst du das näher beschreiben?
- Wie sieht die geerbte Anlage aus (Verstärker/Boxen) bzw. wo und wie ist der Dual angeschlossen?


- Das ist nicht einfach zu beschreiben. Es klingt unsauber und verzerrt. Der Vorbesitzer hat mir versichert, dass der Tonarm richtig eingestellt ist. Habe das so gut ich konnte an Hand der Anleitung überprüft. Ich besitze auch neue Platten, die klingen ebenfalls verzerrt.

- Ich habe einen alten Sansui-Verstärker von meinem Vater übernommen. Die Boxen sind von Rogers, will mir aber die KEF LS50 gönnen. Habe ein Paar neu für 800 € gesehen. Meine Tapes klingen mittlerweile etwas dumpf, aber immer noch besser als der verzerrte Klang der Platte.
Anney
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 14. Aug 2016, 18:59
Puh, jetzt wird es schwierig:

- LP Gear N91VL ($79.98)
- Jico S.A.S. replacement for Shire ($279.98)
oder
- Ortofon Vinyl Master silver (€360)

Die ersten beiden sind plug n' play, bei letzterem müsste ich die Aufnahme umbauen, richtig?
Lohnt es sich überhaupt in eine neue Nadel zu investieren und den alten Tonabnehmer zu behalten?
Alle drei Möglichkeiten liegen in meinem Budget.
Wo habe ich am Ende den präzisesten Klang?
*Hwoarang*
Stammgast
#10 erstellt: 14. Aug 2016, 19:18
Von den Thakker-Nachbauten war ich auch nicht überzeugt.
8erberg
Inventar
#11 erstellt: 14. Aug 2016, 20:13
Hallo
Ein Tonarm muss grundsätzlich neu justiert werden wenn man den Plattenspieler transportiert hat.
Anleitung schnappen und los geht.
Es ist ein feinmechanisches Präzisionsgerät.

Peter
evilknievel
Inventar
#12 erstellt: 15. Aug 2016, 07:25
Ich schließe mich den Ausführungen von 8erberg an.
Dazu kommt, daß du mit einer neuen Nadel um die Justage eines neuen Tonabnehmers herumkommst.
Das Shure wird geklickt und ist somit richtig justiert.

Die Verzerrungen lassen auf eine runtergenudelte Nadel schließen und/oder auf eine verdreckte Nadelspitze oder schiefen Nadelträger.
Auch wenn man mit einer Nadelbürste gereinigt hat, können noch Mikropartikel an der Nadel festgebacken sein.
Da hilft ein Radierschwamm aus der Drogerie weiter.

Gruß Evil
8erberg
Inventar
#13 erstellt: 15. Aug 2016, 07:32
Hallo,

Aufnahme umbauen ist nicht korrekt, TK ausbauen (siehe Anleitung), neue Systeme ohne Dual-Klick müssen geschraubt werden.
Allerdings gibt es auch dort eine Hilfe: die Nadelspitze sollte mit der oberen Kante am TK ein einer Flucht liegen:

Justage System auf Dual TK

Und nochmals der Hinweis: immer selbst nach Nadelwechsel Tonarm neu ausbalancieren (Auflagekraft/Antiskating auf 0, Lift unten und das Gegengewicht so einstellen, dass der Tonarm sauber schwebt, KEIN "ungefähr", KEIN "passt schon", sondern Zeit nehmen), erst dann Auflagekraft und Antiskating einstellen.
Danach den Tonarm auf der Stütze festsetzen und mit dem"Start" hebel einmal die Automatik durchlaufen lassen, damit sie sich selber wieder justiert.

Peter
Anney
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 15. Aug 2016, 12:44
Das lasse ich dann lieber machen. Inklusive Justage.
Also würdet ihr mir zur VMS raten?
8erberg
Inventar
#15 erstellt: 15. Aug 2016, 12:58
Hallo,

hat die Neueinstellung und Reinigung der Nadel denn jetzt was gebracht?

Mit dem VM bist Du ungefähr auf dem Level der Fine-Line-Nadel...

Daher nochmals der Ratschlag: pendel den Tonarm gescheit aus, stell korrekt alles ein, reinige die Nadel - wenns das nicht bringt kannst Du dann eine neue Nadel holen - und auch in entsprechender Qualität.

Es muss nicht immer und unbedingt was neues sein.

Peter
Anney
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 15. Aug 2016, 15:22
Hallo Peter,
Ich habe den Tonarm nach Bedienungsanleitung neu eingestellt und die Nadel gereinigt.
Leider ohne positives Ergebnis.

Verstehe ich dich richtig, dass sie von dir empfohlene Nadel LP Gear mit der Ortofon Vinyl Master Silber auf Augenhöhe ist, obwohl sie günstiger und Plug n' Play ist?
8erberg
Inventar
#17 erstellt: 15. Aug 2016, 16:44
Hallo,

die Auflösung ist sogar mit der US-Nadel höher.
Der wärmere Grundton des Shure bleibt.

Peter
*Hwoarang*
Stammgast
#18 erstellt: 15. Aug 2016, 20:53

8erberg (Beitrag #17) schrieb:
Hallo,

die Auflösung ist sogar mit der US-Nadel höher.
Der wärmere Grundton des Shure bleibt.

Peter


Dann wäre es die perfekte Nadel für mich.
Habe ein ähnliches Problem mit einer neuen 30 € Nachbaunadel.
Habe die Verzerrungen immer auf die Platten geschoben. Besonders schlimm war es auf einer Platte von Guns n' Roses, welche ich mir neu gekauft habe.
Anney
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 15. Aug 2016, 21:31
Dann werde ich mir die US-Nadel mal bestellen und euch berichten.
*Hwoarang*
Stammgast
#20 erstellt: 16. Aug 2016, 06:02
Gibt es ergänzende Informationen zu dieser US-Nadel?
8erberg
Inventar
#21 erstellt: 16. Aug 2016, 06:49
Hallo,

der Line-Contact-Schliff hat Ähnlichkeit mit dem Shibata oder auch dem v.d.H-Schliff I.

Also für Antiskating-Einstellung die "CD-4"-Skala nehmen.

Die Nadel NIEMALS für Plattenwechsler-Funktion nutzen!

Peter
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