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Tonkopf beschädigt - Schrott oder noch nutzbar?

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Krid
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 13. Sep 2016, 16:49
Hallo zusammen,

Ich habe eines der natürlich "vollständig funktionierenden" Kassettendecks, ein Denon DRM 740 erworben. Als das Paket ankam der erste Schock, denn das Gerät wurde offensichtlich sehr schlecht behandelt. Nun gut, nach einiger Bastelei inkl. neuer Riemen läuft das gute Stück wieder. Den Tonkopf habe ich nun auch einmal genauer angeschaut. So etwas ist mir noch nicht vor Augen gekommen. Schaut doch bitte einmal :

Denon DRM740 Tonkopf

Denon DRM740 Tonkopf

Denon DRM740 Tonkopf

Der Klag des Gerätes ist erstaunlich gut und einwandfrei. Was aber soll man von einer solchen Beschädigung halten? Wird hierdurch das Band in Mitleidenschaft gezogen? Ist der Kopf etwa Schrott?

Danke für Eure Einschätzung.

Dirk
SR2245
Stammgast
#2 erstellt: 13. Sep 2016, 22:50
Die Macke auf rechten Kanal des Wiedergabekopfes sieht eher nach Fremdeinwirkung aus.
Dass die sich nicht klanglich bemerkbar macht, ist der Tatsache geschuldet, dass Sie nicht im Bereich des Kopfspaltes liegt.
Die Spuren auf dem Aufsprechkopf sehen nach Verschleiß aus.
Der Verschleiß sieht nicht dramatisch aus, durch die geringe Schärfentiefe lässt sich aber nicht viel erkennen.
Schau dir einfach mal ein Band an nachdem es mehrfach über die Macke gelaufen ist.
Wenn keine Kratzer oder sonstige Beschädigungen auftreten kannst du das Deck benutzen.
Klar am besten wäre ein neuer Kopf, aber woher nehmen.
Da alle guten Decks mittlerweile älter als 20 jahre sind, ist schwer eins mit neuwertigen Köpfen zu finden.


[Beitrag von SR2245 am 13. Sep 2016, 23:45 bearbeitet]
Hmeck
Inventar
#3 erstellt: 14. Sep 2016, 05:31
Sieht für mich auch so aus, als hätte jemand versucht, Ablagerungen mit einem Schraubenzieher o.ä. abzumeißeln.
Solange der Kopfspalt nicht erwischt wurde, ist alles erst mal gut. Allerdings könnte sich in den Kratzern evtl. leichter wieder Bandabrieb festsetzen, so dass man vermehrt putzen muss.
Krid
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 14. Sep 2016, 17:31
Dank Euch beiden.

Also der Vorbesitzer hatte es als schön und einwandfrei dargestellt. Was er verschwiegen hatte: Die Frontblende war an zwei der drei unteren Haltenasen abgerissen, was für mich schon auf grobe Gewalt hindeutet. Natürlich liegt die Blende so nicht mehr plan an und das Kassettenfach öffnet nicht mehr ohne zu haken. Aber da kannte er nichts und hat einen dicken Klecks Kleber zwischen Frontblende und Gehäuse gesetzt, den ich auch nicht mehr ohne Meißel entfernt bekomme. Dann wurde natürlich verschwiegen, dass der Tonkopfschlitten nicht mehr vollständig angehoben wurde und so das Gerät unbrauchbar war.

Jetzt habe ich den Kleber wenigstens etwas abgewuchet, mehr traue ich mich nicht. Die Riemen sind getauscht, das Azimuth eingestellt und die Bandgeschwindigkeit entsprechend meiner weiteren Geräte angehoben. Das Band lief derart langsam, dass eine 90 Minuten Kassette rund 100 Minuten lang wurde. Auch das ist für mich ein klarer Mangel. Wer so ans Werk geht, haut wohl auch ungehemmt auf den Köpfen herum.

Der Klang ist aber wirklich sehr gut. Eine Beschädigung des Bandes konnte ich nach 10 mal abspielen nicht feststellen. Trotzdem ist mir nicht ganz wohl, weshalb ich hier nachgefragt hatte. Bei 190 bespielten und noch 40 neuen Leerkassetten möchte ich nicht irgendwann feststellen, dass unwiederbringliche Aufnahmen beschädigt wurden. Wenn der Kopf unbedenklich ist, erhält der Denon bei mir sein Gnadenbrot.

Viele Grüße
Dirk


[Beitrag von Krid am 14. Sep 2016, 18:20 bearbeitet]
Dingbatz
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Sep 2016, 20:55
Hallo Dirk,
ich bin wahrlich kein Experte für Tapedecks, und viele hier einschließlich Dir haben diesbezüglich mehr Erfahrung/Ahnung, aber das was Du beschreibst ist für mich eigentlich nur unter dem Überbegriff "arglistige Täuschung" einzuordnen, und das würde ich dem Verkäufer auf keinen Fall durchgehen lassen, sofern es sich nicht um ein 2-5 Euro-Flohmarktschnäppchen handelt und selbiger VK nicht irgent einer einschlägig bekannten "Motorradfahrervereinigung" oder sonstig überregional bekannten "Interessensgemeinschaft" angehört (von denen gibt es ja einige, in dem Fall sollte man abwägen wie man persönlich gestrickt ist und was die Sache einem allgemein wert ist!)... Du hast Dir jetzt schon so viel Arbeit mit dem Deck gemacht, blos was nützt es Dir wenn Du feststellst dass es Dir nicht nach zwanzig sondern erst nach hundert Mal Kassette hören einen Span vom Band gehobelt hat?...
Krid
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 15. Okt 2016, 17:09
Hallo

Das Gerät hatte mich 44 Euro gekostet zzgl. Versand in abenteuerlicher Verpackung. Jetzt hat es 18 Kassetten aufgenommen und nun klingen dessen Aufnahmen auf anderen (!) Rekordern bereits transparenter. Das darf doch nicht wahr sein. So schnell kann der Wiedergabekopf doch gar nicht verschleißen, oder doch? Die Köpfe sind gereinigt und entmagnetisiert. Der Klang bleibt leblos. **seufz**
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