Thorens TD 126 MK III neuer Tonabnehmer

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keineahnunginblau
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Jan 2018, 22:15
Hallo,

ich habe letztens den Tonabnehmer ( Accuphase AC-3 ) meines Thorens TD 126 MK III zum Retipping eingeschickt und zwei Monate später ist dieser auch wieder gekommen, alles war wieder gut und ich war sehr zufrieden.
Ein oder zwei Tage später dann rutscht mir eine Platte 5 cm aus der Hand, genau auf die Nadel. Ergebnis: wieder hinüber, also direkt nochmal einschicken.
Das Ergebnis: Ein Kanal des AC-3 ist nun beschädigt und das System ist laut schallplattennadeln.de irreparabel -Natürlich super, ich habe mich riesig gefreut.

Jetzt gibt es wohl nur noch die Möglichkeit auf einen neuen Tonabnehmer. Vorweg: natürlich wäre es mir am liebsten, wenn ich qualitätsmäßig auf Höhe meines AC-3 bleiben könnte, dessen Klang mir wirklich gut gefällt. Auf der anderen Seite möchte ich auch nicht mehr als 500 Euronen für ein neues gebrauchtes System ausgeben. Als Vorverstärker habe ich den Naiamichi CA-5E im Einsatz. Dieser läuft über den Pioneer VSX-528 K und von dort aus geht es auf die Jamo S608. (Ich weiß, dass sowohl Plattenspieler als auch Vorverstärker von höherer Qualität sind. Jedoch bin ich nach nun 5 Jahren Betrieb noch immer begeistert von den S608, und ich habe auch schon einige andere höherpreisige Lautsprecher gehört)

Der Betreiber von Schallplattennadeln.de hat mir nun zwei Angebote von Tonabnehmern zukommen lassen:
[...] Ich kann Ihnen ein Ortofon Blue Wave mit elliptischen Diamanten und Alu Cantilever für 235 € + 5,99 € Versand oder ein Sumiko Blue Point mit Nude Shibata Diamanten und Boron Cantilever für 480 € + 5,99 € Versand anbieten.
(Die Nadeln sind in beiden Fällen neu)

Jetzt zu meinen Fragen:
- Kennt jemand diese Tonabnehmer und weiß, ob die was taugen und ob sie ihr Geld wert sind ? (Mit der Website habe ich bislang schon zwei mal sehr gute Erfahrungen gemacht)
- Ich bin leider kein Experte, was TAs angeht. Kann mir jemand Alternativen empfehlen ? Den AC-3, der mir am liebsten wäre, habe ich noch einmal im Internet gefunden für 1200 € - natürlich total übertrieben

Natürlich kann ich auch gerne weniger als das genannte Budget ausgeben
Ich bedanke mich schobmal für Eure Antworten und eventuell hilfreiche Tipps !

Gruß
akem
Inventar
#2 erstellt: 19. Jan 2018, 00:39
Ortofon Blue Wave hab ich noch nie gehört. Das ist bestimmt was anderes aber was? Ein Vivo? Dem Preis nach vermutlich ja.
Ich würde aber wegen der Shibatanadel für das Sumiko plädieren. Erstens klingt die besser als eine Ellipse und zweitens hält sie auch deutlich länger (obwohl, bei Deinem Verschleiß... ). Allerdings bist Du dann auch bei einem Preis, wo vielleicht ein Audio Technika AT33 PTG zur Debatte stünde (fabrikneu mit Garantie und so).

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 19. Jan 2018, 00:40 bearbeitet]
Yamahonkyo
Inventar
#3 erstellt: 19. Jan 2018, 22:39
Das Ortofon Blue Wave habe ich hier im Forum gefunden:


Quelle: "Bilder eurer Plattenspieler" Fred #10591 von termman

Es scheint dem Ortofon Fuge ähnlich zu sein:


Quelle: "Fotos eurer Tonabnehmer" #595 von mwrichter


Quelle: "Fotos eurer Tonabnehmer" #595 von mwrichter

Vielleicht kennt das ja jemand und kann mehr dazu sagen.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 19. Jan 2018, 22:53 bearbeitet]
Wuhduh
Gesperrt
#4 erstellt: 20. Jan 2018, 01:27
Nabend !

Das " blue wave " wird ein Modell sein, welches nicht in D angeboten wurde. Da gibt es einige Spezialbezeichnungen für die " EU-Versionen " der Ortofone.

Das retippte Sumiko müßte preislich schon ein Low-Output-MC ( also nicht das No.2 ) sein.

Ist auf dem Thorens der Serien-Tonarm drauf ? Evtl. der mittelschwere mit ca. 12,5 Gramm eff. Masse ?

@ akem:

Was die Relation des Nadelschliffes bei so einem Sumiko angeht, kannst Du Dir ohne realen 1:1-Vergleich wieder einmal kein abschließendes Urteil über den klanglich besseren / harmonischeren Schliff erlauben.

MfG,
Erik
Holger
Inventar
#5 erstellt: 20. Jan 2018, 02:19

Wuhduh (Beitrag #4) schrieb:

Ist auf dem Thorens der Serien-Tonarm drauf ? Evtl. der mittelschwere mit ca. 12,5 Gramm eff. Masse ?


Zur Info: werksseitig gab's den 126 Mk. III mit TP 16 Mk. III, SME 3009, SME Series III, Koshin GST 801 und Dynavector DV 505.
Zudem als Professional mit TP29.
höanix
Inventar
#6 erstellt: 20. Jan 2018, 02:40
Moin Holger

Muß es vor Dynavector nicht oder heißen

Ich habe noch keinen TD 126 Mk. III mit 5 Tonarmen gesehen.

Gruß Jörg


[Beitrag von höanix am 20. Jan 2018, 02:42 bearbeitet]
Holger
Inventar
#7 erstellt: 20. Jan 2018, 07:34
Nicht, wenn man sich jeweils ein "mit" vor den Fremdtonarmen denkt...
...so wie ich's gedacht habe.
Hörbert
Inventar
#8 erstellt: 20. Jan 2018, 09:11
Hallo!

Mit GST-801 oder DV-505 wäre die Kiste schon eine Hausnummer und könnte durchaus auch mit besserem Bestückt werden, -so z.B. mit einem Lyra (falls man den etwas Hochtonbetonten Sound mag) was aber nicht mehr zu den Preisvorstellungen des TE passen würde-

Das Sumiko Blue Point wäre halt ein ziemliches Experiment, -bislang habe ich weder ein MM noch ein MC erlebt das nach einem Retipping nicht einen guten Teil der vom Hersteller vorgesehenen klanglichen Abstimmung eingebüßt hätte-.

Hier kann man also absolut kreine Aussage machen was man da eigentlich dann unter die Headshell schraubt. Das Ergebnis muß nicht schlecht sein und einige Abtaster können dadurch -subjektiv gesehen-, sogar gewinnen aber es ist hat in aller Regel so das der "typische Hausklang" der Abtaster (soweit überhaupt vorhanden) hinterher nicht mehr existiert respektive nur noch in Spuren vorhanden ist.

Hat man allerdings vorher noch nie ein Original besessen sollte das eigentlich keine Rolle spielen.


MFG Günther
keineahnunginblau
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 23. Jan 2018, 12:14
Also,
besten Dank erst einmal für die Antworten !

Zum Tonarm: Es ist der Goshin GST-801 verbaut. Habe ich ganz vergessen zu erwähnen.
Experimente will ich eigentlich weniger wagen.
Kennt denn jemand den vorgeschlagenen Audio Technica AT33PTG ?
Natürlich kommt ein neuer Tonabnehmer auch in Frage.

Edit: Was ich gerade noch gefunden habe, ist ein gebrauchter ORTOFON MC 30 SUPER II für 399 .-, mit Sicherheit auch ein interessantes System

Gruß


[Beitrag von keineahnunginblau am 23. Jan 2018, 12:49 bearbeitet]
Hörbert
Inventar
#10 erstellt: 23. Jan 2018, 21:48
Hallo!

Der GST-801 ist ein recht schwerer Prügel der mit der Original-Headshell 24 Gramm efektive bewegte Masse in den Ring bringt, hier wäre ein MC 30S-II mit seinen 10 Gramm Eigengewicht und seiner Compliance von 16 absolut fehl am Platz da die resultierenden 6,8 Hz deutlich unter der "Sicherheitsschwelle" angesiedelt sind und sich auch schon deutliche klangliche Verfärbungen zeigen könnten (das letztere wäre Musikabhängig)

Beim AT33PTG (II) sieht dir Rechnung etwas besser aus wenn man der AT-Angabe der Compliance vertrauen kann liegst du hier bei einer Tonarm-Tonabnehmer Resonanzfrequenz von 9 Hz, -das wäre ein nahezu idealer Wert-.

Allerdings gibt es die (bislange unbewiesene) Meinung das alle japanische TA-Hersteller eine "falsche" Compliance angeben würden. so ist auch entgegen den AT-Angaben das System im Netz mit einer Compliance von 16µm angegeben, -in diesem Fall läge die Tonarm-Tonabnehmer-Resonanzfrequenz bei 7 Hz was zwar noch Praktikabel wäre aber ebenfalls unter dem optimalen Bereich zwischen 8- und 12 Hz läge.

MFG Günther
raindancer
Inventar
#11 erstellt: 24. Jan 2018, 00:59
Diese Fehlpaarung müßte aber mit dem AC-3 auch schon vorgelegen haben, bei 18 compliance und 7,5g Systemgewicht. Ist da ev ein leichtes headshell am Arm?

aloa raindancer
Holger
Inventar
#12 erstellt: 24. Jan 2018, 01:22
Oder es beweist schlicht - mal wieder - dass das ganze Gedöns um "Resonanzfrequenz nur von 8 bis 12, sonst böse" im wirklichen Leben gar nicht so wichtig ist.

Hörbert
Inventar
#13 erstellt: 24. Jan 2018, 22:40
Hallo!


.......Diese Fehlpaarung müßte.........


Hat sie auch, die F-res lag hier bei ca 6,6-6,7 Hz und dürfte neben einigen Subsonern die eventuell durch den verwendeten Phono-Entzerrer gar nicht durchkamen wenn dieser die zusätzliche IEC-Zeitkonstante (τ = 7950 µs ) hat die einen Hochpass bei 20 Hz bildet auch deutliche klangliche Auswirkungen gehabt haben.

So etwas fällt in der Regel dann nur bei einem direkten Vergleich auf, -der Abtaster spielt halt unter seinem Wert-.


MFG Günther
Holger
Inventar
#14 erstellt: 24. Jan 2018, 23:08

Hörbert (Beitrag #13) schrieb:
-der Abtaster spielt halt unter seinem Wert-.


Naja, wenn dann trotzdem ein


ich habe letztens den Tonabnehmer ( Accuphase AC-3 ) meines Thorens TD 126 MK III zum Retipping eingeschickt und zwei Monate später ist dieser auch wieder gekommen, alles war wieder gut und ich war sehr zufrieden.


dabei herauskommt... wen stört's.

Mal davon abgesehen: dem einen gefällt im direkten Vergleich ein System, weil seine Höhen so brilliant sind, der andere mag es gar nicht, weil er die Höhen als spitz empfindet.
Alles Geschmackssache und höchst individuell.

Für den TE spielte das AC-3 aber offenbar - wenn auch "unter Wert" - goldrichtig.
Hörbert
Inventar
#15 erstellt: 25. Jan 2018, 21:28
Hallo!

@Holger

Wie schon geschrieben kann man mit einer solchen "mismatch" Kombination durchaus zufrieden sein wenn man es halt nur so kennt.

Subsoner werden halt entweder durch die IEC-Machart des Phono-Entzerrers von den Tieftönern ferngehalten, sind z.B. durch Lautsprecherabdeckungen nicht sichtbar opder spielen bei kleinen Lautsprecher gar keine Rolle da die se diese Frequenzen gar nicht mehr übertragen.

Das bei der einen oder anderen verwellten Schallplatte der Tonarm aussteigt spielt ebenfalls keine Rolle da es nie anders war.

Klanglich fällt ebenfalls nichts auf das man es zum einen gar nicht anders kennt und der Sound zum anderen sogar dem eigenen Geschmack entgegenkommt.

Nicht umsonst gab es zu den Zeiten als Plattenspieler eine Blütezeit erlebten so etwas wie die gezielte Fehlabstimmung.

MFG Günther
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