Rückkoppelung

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audiosophos
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 07. Mrz 2018, 19:32
Hallo,

ich weiß aus Erfahrung, dass nicht alle Plattenspieler bzw. Tonabnehmer an gleicher Anlage und gleicher Aufstellung gleich stark rückkoppeln. Ja, das ist nur bei großen Boxen und mit hoher Lautstärke ein Thema. Bei meinem geplanten "Projekt" (ohne Hornbach ) ist es aber ein Thema.

Wie finde ich ohne Experimente einen geeigneten Dreher mit Abnehmer für sehr hohe Lautstärken mit potenter Verstärker/Lautsprecher-Anlage?



Der Plattenspieler wird links neben der Box stehen, dazwischen ist außer der Vitrine noch ein CD-Regal. Andere Seite fast symmetrisch.

Diesmal darf es auch gerne gebraucht und breiter als 43cm sein .

Besten Dank und Grüße
Rüdiger
Albus
Inventar
#2 erstellt: 07. Mrz 2018, 20:33
Tag,

die Position des Plattenspielers im Raum sollte dann sein:
-- in der Mitte der Wandbreite,
-- die Höhe 1,20 m oder höher, 1,50 m
Gründe:
Die Druckmaxima sind in den Raumwinkeln oben und unten - nach Experimenten von Bruel & Kjaer im typischen Schuhkarton-Raum.
Die TT beschallen von unten her den Plattenspieler nicht direkt.
So aufgestellt kann der Plattenspieler sowohl ein Technics-Exemplar sein als auch ein REGA.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 07. Mrz 2018, 20:35 bearbeitet]
akem
Inventar
#3 erstellt: 07. Mrz 2018, 20:35
Technics 1210 - da braucht man nur in unzähligen Discos nachschaun...

Gruß
Andreas
audiosophos
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 08. Mrz 2018, 07:03
@Albus: so ist die Anlage aufgebaut. Dennoch konnte ich bisher nicht wirklich satt aufdrehen.

Die Standfüße oder so haben keine Auswirkung, oder?

Quälen die DJs in den Discos mit zu hoher Auflagekraft ihre Scheiben? Wobei in Discos und Clubs auch hart aufgehängte Bässe arbeiten und keine TIW360

.JC.
Inventar
#5 erstellt: 08. Mrz 2018, 09:04
Hi,


audiosophos (Beitrag #4) schrieb:
Die Standfüße oder so haben keine Auswirkung, oder?


ein bisschen, viel wesentlicher ist die Standfläche.
Nehmen wir mal das krasseste Beispiel: der Dreher steht auf der gleichen Unterlage wie die LS (LautSprecher).
Da ist völlig klar, dass der Körperschall (nicht der Luftschall) der LS den Dreher unmittelbar beeinflusst.

Und genau das Gleiche, nur eben weniger, passiert wenn LS und Schrank (Sideboard, etc.) über den Fußboden,
bei dir wohl Laminat, mechanisch miteinander verbunden sind.

Ich habe mir dafür mein eigenes Spikes-system gemacht, eine Stelle an der diese Schwingungen (fast) isoliert werden.
Meine LS stehen (s.a. meine Fotos) auf ineinander gelegten Kronenkorken.
Die sind ja ganz einfach zu bekommen - einfach mal damit experimentieren, Du findet dann schon den Dreh

hier ein Foto

DSCN7876

man sieht die normalerweise nicht
Albus
Inventar
#6 erstellt: 08. Mrz 2018, 11:17
Tag,

bitte, wie groß ist der Raum? Und der Grundriss als (eben) Schuhkarton oder abweichend stark verwinkelt? Und >95 dBC sollen es sein können? Die Basisbreite der LS-Aufstellung ist wie groß, mehr als 2,50 m? Der Abstand zur Wand eines LS ist <0,70 m?

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 08. Mrz 2018, 11:18 bearbeitet]
akem
Inventar
#7 erstellt: 08. Mrz 2018, 11:24

audiosophos (Beitrag #4) schrieb:
Quälen die DJs in den Discos mit zu hoher Auflagekraft ihre Scheiben? Wobei in Discos und Clubs auch hart aufgehängte Bässe arbeiten und keine TIW360

Die Empfindlichkeit ggü Rückkopplungen hat meines Erachtens nach nichts mit der Auflagekraft des TA zu tun sondern eigentlich nur mit dem Laufwerk. Da kommt es darauf an,
- wie gut das Laufwerk von der Stellfläche entkoppelt ist (Subchassis oder elastische Füße)
- wie schnell das Gehäuse des Drehers zu schwingen anfängt (da gab es mal ein youtube-Video, wo das anhand eines 1210 und eines Pioneer-Hanpins vorgeführt wurde)
- wie gut die Platte durch den Teller bedämpft wird (die Platte ist ja in gewisser Weise eine Mikrofon-Membran...)

Auch die Ausführung der Tieftöner spielt da keine Rolle, entscheidend sind Frequenz und Schalldruck.

Gruß
Andreas
audiosophos
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 08. Mrz 2018, 11:39

bitte, wie groß ist der Raum? Und der Grundriss als (eben) Schuhkarton oder abweichend stark verwinkelt? Und >95 dBC sollen es sein können? Die Basisbreite der LS-Aufstellung ist wie groß, mehr als 2,50 m? Der Abstand zur Wand eines LS ist <0,70 m?


Lange Seite: knapp 8m (an der langen Seite steht die Anlage, aber leicht versetzt wegen Zimmertür)
kurze Seite: knapp 5m
Die Lautsprecher stehen ca. 4 Meter auseinander, dazwischen die "Wohnwand". Anlage und Plattenspieler in/auf Wohnwand. Plattenspieler ca. auf 1,40m Höhe.
Der Abstand der Lautsprecher zur Wand ist eigentlich zu gering, knapp. 20cm.
audiosophos
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 08. Mrz 2018, 11:42
@akem:

Du empfielst also:

- elastische Füße am Plattenspieler
- ein schweres Plattenspieler-Gehäuse
- eine "günstige" Auflage auf dem Teller

Verstehe ich das richtig?

akem
Inventar
#10 erstellt: 08. Mrz 2018, 11:50
Nicht ganz: statt "eine "günstige" Auflage auf dem Teller" schreib lieber "massiver, gut bedämpfter Plattenteller, auf dem die Platte satt aufliegt". Der Teller des Technics 1210 ist aus Aluguss und ist auf der Unterseite mit Gummi oder Bitumen oder was das ist großflächig bedämpft. Deswegen ist es da auch relativ egal, ob die Tellerauflage oben dann aus Gummi, Filz oder sonstwas ist.
Den Rest kann man so stehen lassen. Wobei das Gehäuse nicht notwendigerweise schwer sein muß, es muß halt stabil und gut bedämpft sein. Das läßt sich nicht nur durch schiere Masse bewerkstelligen sondern auch durch geschickte Konstruktion und / oder Materialwahl.
Wie gesagt: der 1210 hat in unzähligen Discos bewiesen, daß er recht immun gegenüber Rückkopplungen ist. Sonst hätte er es nicht zum De-Facto-Standard in Discos gebracht. Das heißt aber natürlich nicht, daß es da nicht noch viel mehr Dreher gibt, die ebenfalls dieses Kriterium erfüllen. Das könnte aber ein recht teueres und zeitintensives Try and Error Spielchen werden...

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#11 erstellt: 08. Mrz 2018, 12:49
Tag,

mit Abstand zur Wand meinte ich "zur Seite", nicht zur Rückwand hinter den LS - da habe ich es an Klarheit fehlen lassen. Entschuldige bitte.

Mit dem Mobiliar als Füllung zwischen den LS sind dann bei hoher Lautstärke (>95 dBC, höher als 100 dBC?) die Vibrationen zu fühlen, zu sehen an den Glasfenstern des Schrankes? Und auch zu fühlen an der Standfläche des Plattenspielers?
Ist der Pegel der Musik denn wirklich so sehr hoch, brachial, oder doch nur bei 85-90 dBC? Die Frage soll zur Unterscheidung zwischen extremen und schlicht wackeligen Bedingungen verhelfen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 08. Mrz 2018, 12:54 bearbeitet]
audiosophos
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 08. Mrz 2018, 13:33
zur Einen Seite schätze ich 70 cm, auf der anderen Seite knapp 2 Meter (da ist die Tür)

Ich habe keinen Pegel gemessen. Aber ja, wenn ich aufdrehe - was mit CDs ja ohne Probleme geht - vibrieren die Möbel. Aber nicht so, dass Tassen aus dem Schrank fallen.

Laut hören ist nicht das Problem, das geht. Aber "richtig laut" geht nicht. Ab und zu mag ich das aber

audiosophos
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 08. Mrz 2018, 13:35
Nachtrag: was man auf dem Bild nicht sieht: die Boxen haben zwei große Reflex-Rohre hinten. Die Wand bekommt also auch ordentlich Bass ab.
WBC
Inventar
#14 erstellt: 08. Mrz 2018, 13:54
Also für mich ist eins klar, mit Vinyl kann ich nicht so laut hören wie digital - und zwar abgesehen von der Tatsache, dass digital ja sowieso von Haus aus mehr Pegel mitbringt als Vinyl...

Nein, da macht die Akustik in unseren "Hörräumen" dann doch nicht mit.

Also, wenn ich mir Michael Jackson's "Speed Demon" oder das "Liberian Girl" via CD und 12 Uhr Stellung des Lautstärkepotis gebe, dann zeigt das Handy knapp 100dB(A). das geht - problemlos...

Via Vinyl komme ich mit dem Art DJ Pre II (mit aktiviertem Subsonic - Filter) auf ca. 85 dB(A), wenn die Rückkopplungen einsetzen.

Ganz mager sieht es da bei dem Aikido aus, der - mangels schaltbarem Subsonic-Filter - schon bei 75dB(A) mit heftigen Rückkopplungen dem Treiben ein Ende setzt...ich überlege deshalb, dem m.M.n. ansonsten erstklassigen Aikido vom Erbauer einen Subsonic-Filter nachrüsten zu lassen...

Was ich aber grundsätzlich mit meinen Ausführungen sagen möchte ist, dass manches geht und manches halt nicht...wenn ich das Haus wackeln lassen möchte, dann ist mir klar, darf ich keine Vinyl-Scheibe auflegen, sondern muss zu meinen Silberlingen greifen -so einfach ist das für mich...



[Beitrag von WBC am 08. Mrz 2018, 13:57 bearbeitet]
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