Welches System ist das Beste für Flohmarktplatten?

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Thowie
Stammgast
#1 erstellt: 16. Mai 2018, 18:40
Hallo,

Mein Flohmarktplatten-Zweitdreher ist fast fertig. Es ist ein Hitachi PS38, der an einem Dynavox TPR 02 hängt.
Es fehlt noch das System.

Zu hochauflösend und exakt soll es nicht sein. Dafür habe ich den Thorens mit dem 2M Black. Der spielt die richtig guten Platten und die Neuen.

Die weniger Guten soll der Hitachi spielen. Gut anhörbar, aber Fehler verzeihender.

Momentan habe ich hier drei Möglichkeiten noch zum Einbau rumliegen:

- Original System Hitachi VM, dort müsste eine neue Nadel drauf. Etwa AT 12 e.
- ein AT 91 mit neuer Thakker Epo E Nadel
- oder ein noch richtig gutes Dual DN 165e

Welches würdet Ihr einbauen?

Danke für Eure Meinungen!

Gruß Thomas
Marsilio
Inventar
#2 erstellt: 16. Mai 2018, 19:19
Das was Du bereits hast - AT91 mit der Epo-E.

Oder alle drei TA verscherbeln und dafür einen Klassiker holen, der ganz anders abgestimmt ist als das 2M Black - ein Shure M75. Kostet ca. 10.-, die passende elliptische Cleorec-Nadel weitere 25.- Warmer Sound wie anno 70. Kultig, bassig, gut.

Ach ja, eine Rundnadel könntest Du da auch gleich noch mitbestellen, die verzeiht noch mehr Fehler...

LG
Manuel
WBC
Inventar
#3 erstellt: 17. Mai 2018, 07:51
Zum erstmaligen Abhören von frisch gekauften Flohmarktplatten nehme ich immer das älteste und billigste, was da ist...

Wenn die Quali ok ist und sie dann gewaschen sind, kommen sie unter die guten Systeme...


Oder unterscheidest Du nach gebraucht/Flohmarkt und neu gekauft...?


[Beitrag von WBC am 17. Mai 2018, 07:57 bearbeitet]
ad-mh
Inventar
#4 erstellt: 17. Mai 2018, 08:25
Im Gartenhaus habe ich auch so einen Plattenspieler für den Partybetrieb.
Shure M75 mit Cleorec Rundnadel.

Derzeit ist es im Gartenhaus "nur" ein Dual 1010 mit Wechslerachse, damit auch Singles angemessen gespielt werden können.


[Beitrag von ad-mh am 17. Mai 2018, 08:27 bearbeitet]
Thowie
Stammgast
#5 erstellt: 17. Mai 2018, 09:21
So, nun ist es entschieden.

Ich habe mir erst mal beim Thakker eine AT12e Nadel als Jico Nachbau bestellt. Soll ja ganz gut sein.

Die Anderen hab ich ja auch noch, und das "Risiko" ist ja nun wirklich begrenzt...

Werde dann berichten, wie es funzt. Es soll entweder Samstag oder Anfang nächster Woche kommen.

Gruß Thomas
.JC.
Inventar
#6 erstellt: 17. Mai 2018, 10:26
Hi,


Thowie (Beitrag #5) schrieb:
.. beim Thakker eine AT12e Nadel als Jico Nachbau bestellt.


die hättest Du gerne verlinken können ..
Thowie
Stammgast
#7 erstellt: 17. Mai 2018, 11:55
Hab über ebay bei Thakker gekauft. Ist kein ständiges Angebot, das man hätte verlinken können.

Gruß Thomas
Yamahonkyo
Stammgast
#8 erstellt: 17. Mai 2018, 12:33

.JC. (Beitrag #6) schrieb:
Hi,


Thowie (Beitrag #5) schrieb:
.. beim Thakker eine AT12e Nadel als Jico Nachbau bestellt.


die hättest Du gerne verlinken können .. ;)


Er meint bestimmt die Jico ATS 12. Die gibt es sogar noch 2€ günstiger in der Bucht

Ansonsten kann ich für 3 € mehr die ATN 12 XE uneingeschränkt empehlen - Quali ist top!

Die ATS 12 von Dreher & Kauf für 18 € wäre auch einen Versuch Wert. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass das Gummi je nach Alter ausgehärtet ist. Aber wenn das noch ok wäre, hätte man nach einer kurzen Einspielzeit mit etwas höherer Auflagekraft sicherlich auch eine gute Nadel.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 17. Mai 2018, 13:06 bearbeitet]
Thowie
Stammgast
#9 erstellt: 18. Mai 2018, 12:40
Hallo,

Die Jico ATS12 ist heute gekommen. Der Dreher wurde genau zum richtigen Zeitpunkt fertig.

Ergebnis: es war wohl die richtige Entscheidung. Mit der ATS12 ist es ein schön runder, warmer, nicht aber dumpfer Klang. Für ein Einfachsystem schöne Auflösung und Bühne, und dennoch verzeihender als das 2M Black. An diesem Dreher harmoniert es jedenfalls besser als AT91/Epo E, und klingt auch nicht so "dünn" wie beim Dual 165e.

Freue mich schon auf heute Abend. Ein paar Vinyls und ein paar .

Der nächste Flohmarkt kann kommen. Zumal gestern auch noch die neue Okki Nokki ankam...

Gruß Thomas


[Beitrag von Thowie am 18. Mai 2018, 12:40 bearbeitet]
Deep_Groove
Stammgast
#10 erstellt: 18. Mai 2018, 20:35
Na ja, für gebrauchte Schallplatten gibts mehr oder weniger nur zwei Möglichkeien:

1. Schallplatte ist schlechter als VG+ —-> Stehen lassen oder wegwerfen

2. Schallplatte ist besser als VG+ ——> Waschen, ggf. nochmal waschen und ganz normal abspielen

3. Wenn man es prasseln mag einfach an geeigneter Stelle ein Feuer machen 😉


[Beitrag von Deep_Groove am 18. Mai 2018, 23:40 bearbeitet]
Yamahonkyo
Stammgast
#11 erstellt: 18. Mai 2018, 23:42

Thowie (Beitrag #9) schrieb:
Mit der ATS12 ist es ein schön runder, warmer, nicht aber dumpfer Klang. Für ein Einfachsystem schöne Auflösung und Bühne, und dennoch verzeihender als das 2M Black. An diesem Dreher harmoniert es jedenfalls besser als AT91/Epo E, und klingt auch nicht so "dünn" wie beim Dual 165e.


Das kann ich teilen. An meinem Onkyo klingt das EPO E hervorragend, an meinem ISP kommt es mit dem AT11 mit einer ATN 12 XE nicht mit, die spielt hier deutlich besser.

Gut, mittlerweile laufen da ganz andere Systeme, die noch besser sind, aber das war ja auch nicht das Thema.

Gruß Roland
Thowie
Stammgast
#12 erstellt: 19. Mai 2018, 07:17
@ deep groove:
Platten mit groben Fehlern oder zu deutlichem Prasseln kommen bei mir auch nicht auf den Zweitdreher, da bin ich auch pingelig. Fast alle Gebrauchten sind mindestens VG.

Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen Mint und VG, auch VG+. Gebau da kommt der Hitachi zum Einsatz, und ein 2M Black ist für mich schon zu empfindlich.

Ganz, ganz selten behalte ich aber auch eine Platte die nicht so optimal ist, auch nach mehreren Runden auf der Okki Nokki. Das hat dann meist nostalgische Gründe. Oder ich hab sie einfach noch nicht in besserem Zustand bekommen.
Oder es gibt sie nur neu, die Musik ist genial, die Pressqualität leider gar nicht. Leider ist das inzwischen genau so häufig wie Griffe ins Klo auf dem Flohmarkt. Nur dort riskiert man 1-5€, für die miese Neue setzt man mindestens 25€ in den Sand.

Zuletzt bekam ich die neue Doppel-LP Ausgabe von Pink Floyd, The Division Bell.
Optisch toll gemacht, schwere 180gr Qualität, leider bunt bedruckte Hochglanz-Innenhüllen aus relativ schwerer, innen holziger Pappe.
LP raus geholt, völlig von grobem Pappstaub überzogen.
Sage und schreibe 5! Runden auf der Okki Nokki waren nötig, um erkennen zu können, daß die Pressung eigentlich recht gut ist.
Kann man als Hersteller so doof sein?? Ich dachte, die machen das beruflich???

Gruß Thomas
Deep_Groove
Stammgast
#13 erstellt: 19. Mai 2018, 11:46
Warum ein 2M Black zu empfindlich für gebrauchte Schallplatten sein soll verstehe ich nicht. Wenn Schallplatten mit einem 2M Black nicht abspielbar sind muss entweder die Schallplatte oder den Tonabnehmer erneuert werden.


[Beitrag von Deep_Groove am 19. Mai 2018, 11:47 bearbeitet]
Yamahonkyo
Stammgast
#14 erstellt: 20. Mai 2018, 00:40

Deep_Groove (Beitrag #13) schrieb:
Warum ein 2M Black zu empfindlich für gebrauchte Schallplatten sein soll verstehe ich nicht. Wenn Schallplatten mit einem 2M Black nicht abspielbar sind muss entweder die Schallplatte oder den Tonabnehmer erneuert werden. :D


Hallo Deep_Groove,

hochauflösende Nadeln, wie die 2M Black tun eben genau das. Hast du eine schlechte Pressung, oder nicht mehr ganz taufrische Flohmarktplatten, verzeihen sie keine Fehler. Damit ist bei solchen Platten kein Hörgenuss möglich. Weniger hochauflösende Nadeln bekommen nicht alles mit, was aber auch nicht unbedingt schlechter klingen muss.

Ganz im Gegenteil: Ich nutze seit kurzem selber Systeme mit Shibata Nadeln und musste feststellen, dass so manche Schallplatte, obwohl ohne Kratzer und gereinigt, einfach damit nicht gut klingt. Da ist die Feinauflösung einfach zu viel des Guten!

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 20. Mai 2018, 00:41 bearbeitet]
Thowie
Stammgast
#15 erstellt: 20. Mai 2018, 06:13
Danke, Roland. Genau das habe ich gemeint...

Gruß Thomas
Deep_Groove
Stammgast
#16 erstellt: 20. Mai 2018, 14:03
Schön, dass ihr euch einig seid.

„Flohmarktplatte“ sagt ja ersteinmal gar nichts über den Zustand aus sondern nur über die Herkunft.Genausowenig wie „nicht mehr ganz taufrisch“.
Warum jetzt eine gewaschene, unbeschädigte Platte vom Flohmarkt mit einer Shibata oder einer anderen Nadel mit multiradialen Schliff schlechter klingen soll als mit einer elliptischen oder konischen Nadel erschließt sich mir auch durch Schulterschluss und Wiederholung des Gesagten nicht.

Es sei denn man fährt das System mit grober Fehljustage.
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 20. Mai 2018, 14:09
Hallo!


.........Warum ein 2M Black zu empfindlich für gebrauchte Schallplatten sein soll verstehe ich nicht. Wenn Schallplatten mit einem 2M Black nicht abspielbar sind muss entweder die Schallplatte oder den Tonabnehmer erneuert werden..........


Na ja, wenn es eine so richtig verheizte Scheibe ist liegt dir unter Umständen dann der teure Stein auf der Platte oder ist dir gesplittert.

Zwar finde ich persönlich das alte Scheiben die nicht mehr soweit i.o. sind dass man sie auch mit einem hochwertigen TA abspielbar sind in die Tonne gehören aber hier gehen halt die Ansichten auseinander.

MFG Günther
Deep_Groove
Stammgast
#18 erstellt: 20. Mai 2018, 14:15

Hörbert (Beitrag #17) schrieb:
Zwar finde ich persönlich das alte Scheiben die nicht mehr soweit i.o. sind dass man sie auch mit einem hochwertigen TA abspielbar sind in die Tonne gehören aber hier gehen halt die Ansichten auseinander.


Jepp, so scheint es zu sein.


[Beitrag von Deep_Groove am 20. Mai 2018, 14:16 bearbeitet]
Thowie
Stammgast
#19 erstellt: 20. Mai 2018, 16:25
Ganz einfach: weil es eine Welt zwischen Mint und völlig verheizt gibt.

Und in diese Welt passt elliptisch und ein wenig (klanglich bezüglich Störgeräuschen) verzeihender als Shibata ganz gut.

Das hat gar nix damit zu tun, das 2M Black womöglich mit ner völlig verheizten Scheibe kaputt zu reiten. Das gäbs bei mir nicht, solche Scheiben wandern in die Tonne.

Gruß Thomas
Deep_Groove
Stammgast
#20 erstellt: 20. Mai 2018, 16:46
Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass abgenudelte Schallplaten keinen Spaß machen egal mit was sie abspielt werden.
Auch elliptische und konische Nadeln geben Störgeräusche wieder. Da wäre es womöglich effektiver eine Decke über die Lautsprecher zu hängen.
Für mich hört sich das Ganze mehr nach einer Shibata-Hybris als nach einem schlüssigen Vorgehen an.


[Beitrag von Deep_Groove am 20. Mai 2018, 17:40 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#21 erstellt: 20. Mai 2018, 16:49
Hallo!


.......Und in diese Welt passt elliptisch und ein wenig (klanglich bezüglich Störgeräuschen) verzeihender als Shibata ganz gut..........


Ich denke mal dass sich das nicht generalisieren lässt, je nach Scheibe kann man sie entweder mit einem scharfen Schliff oder mit einer Rundnadel störungsfreier abtasten. Viele der kleineren Beschädigungen werden durch die größere Auflagefläche der schärferen Shibata-Nadel recht gut kompensiert und kommen gar nicht zum tragen zumal Abnutzungserscheinungen die durch Rundnadeln und grobe Ellipsen verursacht wurden. Dein Hitachi ist ja eigentlich durch die wechselbare Headshell dazu prädestiniert mit beidem zu arbeiten, hier würde ioch mir eine Konfiguration mit einer MR-Nadel und eine mit einerr Rundnadel zurechtlegen um jeweils die günstigere Variante zu nutzen. Bei entsprechend mit Gewichten angepassten Headshells ist dabei nicht einmal eine Neujustage nötig.

MFG Günther
Thowie
Stammgast
#22 erstellt: 20. Mai 2018, 18:42
Wozu zwei Systeme auf dem Hitachi zum wechseln?
Direkt darunter steht doch der Thorens mit dem 2M Black?

Da brauche ich nicht mal das Headshell wechseln, sondern nur den Eingangswahlschalter betätigen...

Gruß Thomas
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