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Kaufberatung MM-Tonabnehmer

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Spacehead
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Jul 2018, 10:50
Liebe Forengemeinde,

derzeit betreibe ich ein Ortofon OM 30 an meinem Dreher (modifizierter Fisher MT-6250, d.h. Tonarm ist ein abgespeckter Acos Lustre GST 1) und bin auf der einen Seite zufrieden der Auflösung, dem Bassfundament und der räumlichen Abbildung des TA-Systems, auf der anderen Seite geht mir die doch recht spitze Höhendarstellung bei einigen meiner Platten auf Dauer auf die Nerven, z.B. bei intensivem HiHat- oder Becken-Einsatz (Ts-Ts-Ts-Ts).

Von daher spiele ich mit dem Gedanken, mir ein anderes System zuzulegen, das weniger "nervig" in den Höhen ist, sonst aber mindestens die Qualitäten des OM 30 vorweisen kann.

Als weitere Komponenten in der Kette spielen ein Graham Slee Communicator 2, der am analogen Eingang meines Audiovolver 2 angeschlossen ist und das Signal wahlweise direkt an die Vorstufe gibt oder aber - für die mir sehr wichtige Quadrophonie-Wiedergabe - über einen Sansui QSD 2 zur Vorstufe geführt wird. Als (Front-)LS betreibe ich Canton's "Digital 2", angeschlossen per Kimber Typ 8. Als Chinch-Kabel kommen durchweg die von mir als sehr hochwertig empfundenen Kabel Typ LK-SE des in der Bucht aktiven Anbieters "haiviech" zum Einsatz.

In meinem Archiv finden sich überwiegend stereophonische Platten aus dem Zeitfenster der 60er-70er im Bereich Rock (u.a. Pink Floyd, Jethro Tull, Doors, Hendrix, Ten Years After) sowie Reggae (Dennis Brown, Bob Marley) und einige andere Richtungen. Ein Teil sind Neupressungen, der Rest zumeist sehr gut erhaltene und per Plattenwaschmaschine sauber gehaltene "alte Schätzchen".
Hinzu kommen einige SQ-Quadrophonie-Platten aus dem Rock-Genre, die mir besonders lieb und teuer sind.

Für eine "zeitgemäße" Wiedergabe der alten Platten habe ich mich mal bei meinem anderen Dreher an einem Shure V15 MK IV versucht, aber im direkten Vergleich zum Ortofon OM 30 konnte das nicht einmal ansatzweise bestehen, wobei offen bleiben muss, wie gut die Nadel des Shure war (Nachbau, neu). Sofern ich einen Ersatz für das OM 30 finde mit dem ich glücklich bin wechselt das OM 30 auf den anderen Dreher.

Das Angebot an TA-Systemen, historisch wie aktuell, und Nadel / Nadelschliffen ist bekanntlich groß zumeist laden die Preise auch nicht zum ausprobieren ein.
Angedacht hatte ich mal ein Nagaoka MP-300, was aber wohl für den optimalen Betrieb einen justierbaren Phonoentzerrer erfordert, den ich nicht habe und nicht zulegen will.
Auch spricht mich von der Beschreibung her ein "Transrotor Uccello Reference" an ("...sorgen für einen besonders räumlichen, dreidimensionalen Klang ohne jede Hochton-Anhebung.").

Was würdet ihr mir in Anbetracht der o.g. Angaben empfehlen? Und warum. Ich bin dabei nicht festgelegt und offen für alle Ansätze bis max. ~500 Euro.

Danke schonmal.

Gruß,
Marcel
BassTrombose
Stammgast
#2 erstellt: 13. Jul 2018, 10:57
das Ucello oder Goldring Reference kann ich klanglich allerwärmstens empfehlen......spielt für mich so in der Liga des 2m Black, blos noch etwas räumlicher....alledings braucht man dazu einen niederkapazitiven Anschluss am Phono-Vorverstärker und die Kapazität von deinem Grahamm Slee (wie ich finde ein fürchterlich klingendes Gerät, hab ich nach 2 tagen wieder aus der Anlage geworfen) nicht......zusammen mit dem Phonokabel...sollten da nicht mehr als 100 oder max 150 pf zusammenkommen.....ansonsten empfehle ich ein Ortofon 2mBlack, oder OM40......
Marsilio
Inventar
#3 erstellt: 13. Jul 2018, 11:13
Wenn das OM30 nicht so gefällt kann ich vor dem OM40 (das ich selber hab') nur warnen, den dessen scharfer Gyger-Schliff ist in der Höhendarstellung noch ausgeprägter.

Wenn ich Deine Zeilen so lese, denke ich, dass Du grundsätzlich nicht so der Liebhaber der höhenbetonenden Tonabnehmersysteme bist. Kann ich verstehen, ich bin auch eher der Typ, der auf wärmeren Klang steht. Leider sind viele der aktuellen Tonabnehmer eher höhenbetonend, namentlich natürlich die Audio Technicas; auch bei Goldring, bei Ortofon ist das weniger ausgeprägt (und beim 2M Black soll es sogar gar nicht der Fall sein).

Ich habe so manche TA ausprobiert, einige mussten wieder gehen, andere durften bleiben. Sehr gut gefallen mir die grossen Shure-Tonabnehmer. Hier muss man aber aufpassen: So manche (günstige) Nachbaunadel wird dem Tonabnehmer überhaupt nicht gerecht und Originalnadeln sind praktisch nicht mehr erhältlich. Der japanische Nadelspezi hat mit seiner SAS-Nadel aber eine famose Nachbaunadel geschaffen, welche die alten Shures prima wiederbelebt.

Klanglich ist mein Shure V15V mit SAS-Nadel auf Bor-Nadelträger, dem OM40 überlegen. Die Wiedergabe ist sehr ausgewogen - Bass, Mitten, Höhen. Sehr edel, nie schrill. Beim V15V mit der SAS auf Bor-Nadelträger möchte ich aber nicht verschweigen, dass die Nadel in den ersten 150 Stunden doch etwas unruhig auf der Platte "tanzte" (hörbar war das für mich aber erst bei Bandaufnahmen); gemäss verschiedenen Forenberichten offenbar kein Einzelfall. Mit der neueren SAS-Nadel mit dem Saphir-Nadelträger soll dies nicht mehr der Fall sein.

Meine Empfehlung wäre daher ganz klar, das vorhandene Shure V15IV mit der SAS-Nadel von Jico (Microridge-Schliff auf Bor- oder Saphir-Nadelträger). Jico kann momentan nicht liefern, Thakker hätte aber noch welche an Lager (allerdings deutlich teurer als von Jico direkt):.
https://www.thakker....5-iv-nachbau/a-7992/
https://www.thakker....5-iv-nachbau/a-9190/

Das Shure V15IV mag gerne eine Anschlusskapazität von ca. 150pF beim Vorverstärker.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 13. Jul 2018, 11:30 bearbeitet]
raindancer
Inventar
#4 erstellt: 13. Jul 2018, 11:14

BassTrombose (Beitrag #2) schrieb:
das Ucello oder Goldring Reference kann ich klanglich allerwärmstens empfehlen.......

Ich nicht.

Ansonsten: Ersetz mal die Kimber durch Kupferkabel, die verstärken Tendenzen zu spitzen/blechernen Höhen.

aloa raindancer
Spacehead
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 13. Jul 2018, 11:45
Hallo,

ui, das geht ja fix mit den Antworten, ich danke schonmal ganz herzlich!

@BassTrombose: Was Deine Anmerkung zum Graham Slee angeht kann ich zumindest für meinen Teil nur sagen, dass er für mich eine deutliche Verbesserung zu meinem bis dato betriebenen ProJect-Entzerrer (der "kleine", genaue Bezeichnung habe ich schon vergessen) oder zu in meinen bisherigen Amps eingebauten Entzerrern darstellt. Bessere gibt's sicher, aber der Graham Slee bleibt wohl erstmal. Zu viele Veränderungen kurz nacheinander machen es bekanntlich schwer zu erkennen, was nun welche Veränderung - sei es positiv oder negativ - bewirkt.

@raindancer: Der Wechsel von Kupfer-LS-Kabeln auf das Kimber 8 liegt noch gar nicht lange zurück und da ich mich damit subjektiv bei digitaler Zuspielung verbessert habe (als unangenehm empfundene Höhen kann ich da nicht beklagen) bleiben die auch erstmal unangetastet.

@Marsilio: Wenngleich mich ein Verbleib beim Shure V15 schon reizt schreckt mich die Nadelverfügbarkeit und die damit verbundene Preisentwicklung schon ab. Zumal ich meinem System auch nicht mehr so wirklich traue. Ich habe das System gebraucht für einen vergleichsweise günstigen Preis von 45 Euro gekauft und es sieht bei näherer Betrachtung schon recht ramponiert aus, sodass ich hier eigentlich nicht nochmal reininvestieren möchte. Wenn ich ein gut erhaltenes V15 MK IV oder V bekommen kann wäre es ggf. eine Überlegung wert. Aber es ist eben alles recht viel Geld für Experimente, insbesondere bei gebraucht erworbenen Systemen wie es bei den alten großen Shure nunmal nicht mehr anders möglich ist... von den seltenen NOS-Angeboten zu teils erschreckenden Preisen einmal abgesehen.

Die Tendenz geht nach den Beiträgen hier wohl in Richtung 2M Black.

Was mich jetzt aber doch nachfragen lässt ist die Frage der Anschlusskapazität in Bezug auf den Entzerrer. Wenn ich es richtig sehe hat der Communicator 2 eine fixe Anschlusskapazität von 220 pF. Die kann ich nunmal nicht ändern und liegt damit höher als von euch für ein Shure V15 oder das eingangs in Spiel gebrachte Transrotor Uccello Reference empfohlen. Für das Ortofon 2m Black wird eine Anschlusskapazität von 150-300 pF empfohlen, da müsste ich mit der Kombi ja eigentlich richtig liegen.


[Beitrag von Spacehead am 13. Jul 2018, 12:04 bearbeitet]
höanix
Inventar
#6 erstellt: 13. Jul 2018, 12:22
Das musst du ausprobieren, 220 pF plus Kabel ca 150 pF bist du etwas überweg.
Falls nicht gut, eine Pro-Ject Phonobox DS holen, mit niedrigster Eingangskapazität von 47 pF könnte es etwas besser passen.


[Beitrag von höanix am 13. Jul 2018, 12:23 bearbeitet]
bapp
Inventar
#7 erstellt: 13. Jul 2018, 13:54

Ansonsten: Ersetz mal die Kimber durch Kupferkabel, die verstärken Tendenzen zu spitzen/blechernen Höhen.

Wie kommt man denn auf die Idee, bei der vorhandenen Symptomatik einen LS-Kabelwechsel zu empfehlen?
höanix
Inventar
#8 erstellt: 13. Jul 2018, 14:45
Vielleicht bringt es was, das Kimber hat ja nur 99,99999995 % Kupfer.
Wuhduh
Inventar
#9 erstellt: 13. Jul 2018, 20:19
Nabend !

@ spacehead:

Welches Kimber ist das denn ?

Möglich, daß die Nadel des OM30 zuweilen signalisiert, daß sie sich dem Ende nähert.

Hängst Du sehr an dem Graham Slee ? Könnte sein, daß dieser ein 2M Black nicht "mag" .

Warum soll so ein Nagaoka einen " justierbaren " Vorvorverstärker erforderlich machen ?

MfG,
Erik
Spacehead
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 13. Jul 2018, 21:34
@Wuhduh:

Nabend auch.

Das Kimber LS-Kabel ist ein konfektioniertes 8PR, 2x 350cm.

Am Graham Slee "hängen" wäre zuviel gesagt. Anders ausgedrückt: Ich bin zufrieden und würde mir ohne konkreten Anlass allein vom Klangelichen her keine Gedanken dazu machen, mich nach einer Alternative umzuschauen. Ausser vielleicht nach einem ähnlich gut klingenden Entzerrer, der Eingänge für zwei Dreher hat

Aber ich seh' schon, der Graham steht ggf. im Weg, wobei auch hier vermutlich probieren über studieren geht. Die Kabel vom Dreher zum Graham Slee sind schon eine andere Liga als die üblichen fest verbauten Chinch-Strippen.

Bzgl. des Nagaoka habe ich mich mißlich ausgedrückt, sorry. Gemeint war, dass auch das Nagaoka mWn. anspruchsvoll bzgl. der Anschlußkapazität sein soll, ebenso wie das eingangs erwähnte Transrotor Uccello Reference.

Aber komisch finde ich das schon. Auf der einen Seite wird dem Graham Slee Communicator 2 - wie ich finde zu Recht - in vielen Tests ein mit Blick auf den Preis eine überdurchschnittlich gute Performance attestiert, auf der anderen Seite scheinen doch so einige (eigentlich alle hier im Thread genannten) Systeme hinsichtlich der Anschlußkapazität keine gute Kombi mit diesem Entzerrer zu bilden.


[Beitrag von Spacehead am 13. Jul 2018, 21:34 bearbeitet]
holger63
Stammgast
#11 erstellt: 13. Jul 2018, 21:57
Hallo!
Kannst du löten? Dann wäre das mit den 220pF schnell erledigt.. 2 Bauteile auslöten und 2 einlöten.
Was kostet so ein Graham? Weit über 200, oder? Ich sehe da Bauteile im Wert von vielleicht 15,-€..
Ist aber nicht weiter schlimm, das ist bei fast allen Geräten so. Aber ein kleiner Schalter für 2 oder 3 verschiedene Kapazitäten sollte bei dem Preis eigentlich machbar sein.

Gruß,
Holger
Tywin
Inventar
#12 erstellt: 14. Jul 2018, 08:11
Hallo,

statt mit Liga und Label sollte man besser die technischen Erfordernisse für eine einwandfreie Funktion im Blick haben. Liga und Label sind Mittel der Branche um hinsichtlich des technisch gebotenen überteuerte Ware an Leichtgläubige bzw. Uninformierte zu vermarkten.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 14. Jul 2018, 08:12 bearbeitet]
Spacehead
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 14. Jul 2018, 13:10
@holger63: Selber habe ich das Löten nie gelernt, aber ich kenne jemanden, den ich fragen könnte. Danke für den Ansatz.

@Tywin: Thread verwechselt oder was möchtest Du mir zum Thema mitteilen?
höanix
Inventar
#14 erstellt: 14. Jul 2018, 13:34

Spacehead (Beitrag #10) schrieb:
Die Kabel vom Dreher zum Graham Slee sind schon eine andere Liga als die üblichen fest verbauten Chinch-Strippen.

Tywin möchte wohl wissen wonach das Kabel ausgesucht wurde, nach Geschwurbel von Händlern/Herstellern oder nach den passenden elektrischen Werten.
Spacehead
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 14. Jul 2018, 14:44
Hm, um DIE Ecke hab' ich nicht gedacht

Tatsächlich weder das Eine noch das Andere. Ich habe mir diverse Kabel geholt und ausprobiert und die hier erwähnten sind's dann geworden.
Tywin
Inventar
#16 erstellt: 14. Jul 2018, 17:28
Hallo,


dann müsste man hinsichtlich des Pre bei einem sinnvollen Vergleich das Vergleichen mit der gleichen gehörten Lautstärke wegen der Problematik "gehörrichtige Lautstärke" und ein Umschalten mit Lautstärkeausgleich innerhalb weniger Augenblicke inklusive Verblindung sicher stellen. Jeder Hörvergleich ohne diese oder adäquate Maßnahmen ist wertlos.VG

Wenn bei einem geeigneten Vergleich allerdings Geräte und Kabel einsetzt werde die hinsichtlich technischer Vorgaben bereits ungeeignet sind, kann man sich das ebenfalls gleich sparen.

VG Tywin
holger63
Stammgast
#17 erstellt: 14. Jul 2018, 18:07
Kann diese ewige Schulmeisterei nicht ein mal einfach wegbleiben? Ist doch völlig uninteressant, tausendmal dasselbe. Der TE ist zufrieden. Ist das so ein Problem?
Deep_Groove
Stammgast
#18 erstellt: 14. Jul 2018, 19:10
Ich verstehe nicht wie dieses Kabel-Gedönse jetzt weiterhelfen soll. Klar hört man Unterschiede bei unterschiedlichen Lautsprecher- und Kleinsignalkabeln. Die Unterschiede fallen leider in den Bereich des Feinsttunings. Allerdings glaube ich auch nicht, dass man eine unbefriedigende Wiederqualität wie vom TE hier beschrieben mit einem Tonabnehmerwechsel ausbeulen kann.
holger63
Stammgast
#19 erstellt: 14. Jul 2018, 20:11
Wenn die unangenehmen Höhen nur bei Plattenwiedergabe auftreten, finde ich - mal abgesehen von einer möglichen Fehljustage - dass der TA schon der Ansatz sein müsste. Passend zum Pre natürlich.
Wenn das Problem auch bei digitalen Zuspielern auftritt, natürlich die Lautsprecher / Raumakustik.

Gruß,
Holger
Deep_Groove
Stammgast
#20 erstellt: 14. Jul 2018, 20:24
Mag schon sein. Ich glaube, dass es immer „einige Platten“ geben wird, bei denen die Wiedergabe nicht so richtig gefällt. Die Beratung zu seiner geschilderten Problematik wird wie immer in Foren wenig zu einer objektiven Lösung beitragen können.

Der TE wird letztendlich dem Rat eines Forumsmitgliedes, das die Anlage des TE nie gehört hat, folgen und einen neuen Tonabnehmer erwerben. Dieser wird selbstverständlich um Längen besser klingen als das OM30, das Shure V15IV usw.

Ob dieser Zustand nachhaltig sein wird, kann durchaus bezweifelt werden.


[Beitrag von Deep_Groove am 14. Jul 2018, 20:28 bearbeitet]
bielefeldgibtsnicht
Stammgast
#21 erstellt: 14. Jul 2018, 21:00
Die Kabeldebatte würde ich hier ganz hinten anstellen.

Wenn eine Kombination grundsätzlich gut klingt, tut sie das auch mit einem Billig-Cinch-Kabel von der Blister-Wand im Supermarkt. Ein besseres Kabel verhält sich am ehesten so, dass die Durchhörbarkeit verbessert wird. Vergleichbar einem Blick durch ein Fernglas mit höher vergüterter Optik, das Supermarkt-Kabel ist einzustufen wie ein ALDI-Fernglas - ordentlich, es geht aber besser, allerdings zu einem deutlich höherem Preis.

Ucello-Reference - 2MBlack, ich kenne beide Systeme: das Golring spielt schön mit guter Raumdarstellung und Feinzeichnung. Der Shibata-Schliff des 2MBlack zeichnet vielleicht etwas anders, keinesfalls bewertbar schlechter. Der größte Schwachpunkt des Goldring: Dynamik, verhalten, wenig impulsiv.
Der Umstieg auf das 2MBlack ist groß, das 2MBlack ist wie ein BMW-M-Klasse oder Mercedes-AMG, das Goldring bleibt in puncto Dynamik immer auf dem Niveau, das bei den Autos mit den nicht getunten Serienmodellen erreichbar ist. Fazit: auf Dauer macht das 2MBlack deutlich mehr Spaß.

Aber: Bezüglich des Shibata-Schliffs ist bei Einbau und Justage höchste Sorgfalt erforderlich. Shibata Nadeln reagieren bei Fehljustage zickig.

Gerd
Deep_Groove
Stammgast
#22 erstellt: 14. Jul 2018, 21:20

Aber: Bezüglich des Shibata-Schliffs ist bei Einbau und Justage höchste Sorgfalt erforderlich. Shibata Nadeln reagieren bei Fehljustage zickig.


Und welche Geometrie empfiehlt der informierte 2MBlack-User für die höchst sorgfältige Justage? Baerwald, Lofgren, Stevenson, Schön etc. oder die vom Hersteller vorgegebenen Nulldurchgänge?


[Beitrag von Deep_Groove am 14. Jul 2018, 21:36 bearbeitet]
bielefeldgibtsnicht
Stammgast
#23 erstellt: 14. Jul 2018, 21:44
Ich benutze die Einbauschablone von db-Systems, die definiert die Nulldurchgänge wie die meisten Schablonen gemäß Baerwald.

Gerd
bielefeldgibtsnicht
Stammgast
#24 erstellt: 14. Jul 2018, 21:55
Da die db-Systems Schablone in Deutschland so gut wie unbekannt ist, hier ein Link für die, die mehr wissen wollen:

https://www.stereoph...rotractor/index.html

Gerd
Deep_Groove
Stammgast
#25 erstellt: 14. Jul 2018, 22:12
Und Du glaubst also, dass die Justage mit der in D weitestgehend unbekannten Schablone von dB-Systems nach Baerwald mit „höchster Sorgfalt“ das Optimum für ein 2M Black mit Shibata-Nadel ist?
Was ist dann mit Lofgren, Stevenson, Schön und den individuellen Geometrien der Herstesteller? Die sind dann auch bei höchst sorgfältiger Justage für Shibata-Nadeln nicht geeignet?


[Beitrag von Deep_Groove am 14. Jul 2018, 22:14 bearbeitet]
höanix
Inventar
#26 erstellt: 15. Jul 2018, 00:24
Moin Deep_Groove

Er schrieb doch "Ich benutze" und sonst nichts, durch welche wirren Gedankengänge kommst du auf die Idee er ist der Meinung das die anderen Schablonen ungeeignet sind? Du hast gefragt welche er empfiehlt und darauf hat er geantwortet.

Gruß höanix
Deep_Groove
Stammgast
#27 erstellt: 15. Jul 2018, 08:37
@höanix

Ich will es Dir gerne kurz erklären. Es geht nicht darum, welche Schablone für Shibata-Nadeln geeignet ist oder nicht, sondern um die von bielefeldgibtsnicht geforderte „penibelste Justage“ bei Tonabnehmern mit Shibata-Schliffen.
Ich fragte also nach welcher Geometrie er denn penibelst justieren würde. Hierauf kam die Antwort nach Baerwald mit der Schablone von dB-Systems. Worauf ich ironisch fragte ob Lofgren, Stevenson, Schön usw. dann für Shibata-Schliffe nicht geeignet sind,
Und dann kamst Du.
Tatsache ist jedenfalls: Die Justage von Tonabnehmern in Drehtonarmen ist immer ein Kompromiss, da es die richtige Justage lediglich für bestimmte Laufzeit einer Schallplatte gibt. Ich kann mir nun aussuchen ob ich die Nulldurchgänge eher zur Plattenmitte hin verschiebe und dadurch geringere Abtastverzerrungen am Ende der Spielzeit habe oder eher zum Plattenanfang. Hier findet man so ziemlich alles was man zum Thema Justage und Schablonen wissen sollte.
Zusammengefasst bleibt es aber dabei: Die perfekte Justage mit einem Minimum an Abtastverzerrungen gibt es bei Drehtonarmen nur für eine bestimmte Laufzeit. Alles andere ist und bleibt wie schon gesagt ein Kompromiss. Das gilt für alle Tonabnehmer und alle Nadelschliffe. Auch für die mit Shibata-Schliff.


[Beitrag von Deep_Groove am 15. Jul 2018, 08:46 bearbeitet]
Spacehead
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 15. Jul 2018, 10:35
Moin zusammen,

mann-o-mann, eine rege Diskussion, wenngleich ich offen gestanden hier solche Grundsatzfragen nicht tangieren möchte. Nicht, dass ich dafür kein Verständnis habe, es kommt immer auf die Kombination der eingesetzten Technik an und das schwächste Glied einer Kette bestimmt zumeist das, was am Ende herauskommt, aber die Diskussion über Kabel und welche Schablone / welche Technik für eine optimale Einstellung / Justage einer Nadel mit Shibata-Schliff nun die beste ist führt mich bei dem nunmehr anstehenden Prozess der Auswahl eines Systems nicht weiter. Darüber kann man sich gerne später in einem anderen thread austauschen, Fragen habe ich sicherlich auch dazu

In diesem Zusammenhang @Deep Groove (Zitat): Der TE wird letztendlich dem Rat eines Forumsmitgliedes, das die Anlage des TE nie gehört hat, folgen und einen neuen Tonabnehmer erwerben. Dieser wird selbstverständlich um Längen besser klingen als das OM30, das Shure V15IV usw.
Ob dieser Zustand nachhaltig sein wird, kann durchaus bezweifelt werden.


Es geht hier um subjektive Eindrücke und Erfahrungen Dritter. Von daher ist mir durchaus bewusst - nicht zuletzt daher, dass hier unterschiedliche Meinungen vertreten werden - dass ich am Ende enttäuscht sein kann, wenn ich auf Grundlage der Empfehlungen Dritter eine Investition tätige. Aber das ist allemal noch besser als "ganz blind" den vollmundigen Werbeversprechen der Anbieter zu vertrauen und mich damit praktisch auf ein System-Lotto einzulassen, bei dem ich im Zweifel noch mehr Geld versenke.
Mein "primäres" Hobby ist die Fotografie und da habe ich schon deutlich mehr Geld investiert als in meine Anlage und habe mir da auch über die Jahrzehnte ein deutlich höheres Wissen erarbeitet als ich es im Audiobereich vorweisen kann und eins habe ich dabei gelernt: Es lohnt häufig, sich die Meinungen derer anzuhören oder zu lesen, die konkrete Erfahrungen mit den jeweiligen Gerätschaften gemacht haben. Das ist zwar auch alles subjektiv, aber regelmäßig immer noch deutlich nüchterner als die zumeist fragwürdigen "Kundenmeinungen" in Shops oder als die "Testberichte" so mancher Internetpräsenzen oder ehemaliger Fachmagazine, die sich bei genauem Lesen gerne mal als umgeschriebene Verkaufsdatenblätter der Hersteller entpuppen und damit nichts als verkappte Werbung sind.
Von daher bitte ich um ein wenig Zurückhaltung mit subversiven Unterstellungen wie vorstehend, die meine zukünftige Wahrnehmung determinieren.

Zu den Kabeln:
Ja, sicher, objektiv ist es natürlich nicht (nie), Kabel nacheinander dran- und abzustecken und sich ein und dieselbe Passage oder Stücke anzuhören. Aber man kann alles perfektionieren oder meinetwegen auch übertreiben und mEn. sind es bei nunmal höchst subjektiv geprägten Dingen wie Gefallen und Klang in Bezug auf Musik oftmals nicht die technischen Reinwerte, die einen - bei unterstellter Richtigkeit der Angaben- (wenngleich dann objektiven) Maßstab setzen, sondern das eigene Gehör und dessen Grenzen und der jeweilige Anspruch. Von der Raumakustik ganz zu schweigen. Ich habe mich nunmal für diese Kabel entschieden, meine ganze Anlage ist damit verkabelt und das war eine größere Investition als der hier zur Rede stehende Tonabnehmer.
Letzten Endes kann man eines festhalten: Ich habe und nutze nunmal diese Kabel, auch für die Verbindung Plattenspieler - Entzerrer, und wären es die originalen Strippen aus den 70ern, die an dem Gerät fest verbaut waren, würden wir hier auch darüber nicht diskutieren. Also bitte wieder zurück zum eigentlichen Thema - eure Erfahrungen und daraus resultierende Empfehlungen für ein System, ausgehend von dem was ich eingansg geschrieben habe.

In diesem Sinne bzgl. der letzten Posts Danke an "bielefeldgibtsnicht" für den Vergleich ziwschen 2M Black und dem Ucello. Autovergleiche sind zwar immer auf einem Bein hinkend, aber damit kann ich in diesem Fall schon was anfangen.

Mein derzeitiges System OM 30 habe ich im Rahmen des mir Möglichen sorgfältig mit einer Ortofon-Schablone justiert, wenngleich ich da immer (!) schon eine als solche empfundene Unsicherheit habe. Letzten Endes ist es ja auch "nur" das Augenmaß und ggf. eine akustische Kontrolle mittels Testschallplatte, in meinem Fall "image hifi - vinyl essentials".

Die Nadel sollte m.E. auch nicht der Übeltäter im Sinne von verbraucht sein, siehe Foto, wenngleich ich nicht einmal ansatzweise sagen kann, wie viele Stunden die nunmehr runter hat.
Ortofon OM 30 Stylus

Aufgrund der Erwähnung der Schablone von dB-Systems bin ich auf folgende kleine Box gestoßen, die ggf. mein "Problem" in doppelter Hinsicht lösen könnte: DBP-11MM.
Ich könnte damit zwei Dreher anschließen und die Anschlusskapazität "nach Belieben" anpassen. Wäre das - die Möglichkeit, an ein solches Gerät zu kommen einmal aussen vor gelassen - eurer Meinung nach ein passabeler Ansatz um bzgl. des Systems flexibel zu sein?

P.S.: Keine Ahnung warum die einbindung des Bildes vom Stylus nicht klappt, bei Interesse einfach den Link manuell folgen


[Beitrag von Spacehead am 15. Jul 2018, 10:46 bearbeitet]
Deep_Groove
Stammgast
#29 erstellt: 15. Jul 2018, 14:28
Welche Nachbau-Nadel hast Du denn für das V15 IV gekauft? Dieses System eignet sich mbMn nach grundsätzlich sehr gut für Pop und Rock aus den 60ern und 70ern. Man muss aber natürlich auch bedenken, dass einige dieser Aufnahmen nicht unbedingt „audiophil“ produziert wurden. Allein deshalb schon wird die Wiedergabe unabhängig vom Setup unbefriedigend bleiben.

Wir haben letztes Jahr das V15 IV mit Nachbaunadel, ich weiiß aber nicht mehr welche, mit einem V15III mit Jico SAS (Bor) und einem Shure M97 mit Jico neoSAS an einem Micro Seiki RX1500 mit SAEC Tonarm eines Freundes verglichen. Der Unterschied war nach einhelliger Meinung erstaunlich groß. So groß, dass man sagen konnte, dass die günstige Nachbau-Nadel keine Option für dieses System ist. Zudem haben die Shure einen leichten Hochtonabfall, der vorlaute Höhen etwas zähmt. Außerdem sollte ein V15 IV mit SAS-Nadel leicht und locker an einem OM30 vorbeispielen.
Hier gibt es die SAS für das V15IV.

Wenn bei Dir die Höhen teilweise überbetont sind würde ich die Finger vom Nagaoka MP300 lassen. Die Nagaokas, ich habe ein MP150, sind mE erachtens nicht unbedingt geeignet für Rock und Pop aus den 60ern und 70ern. Sie gefallen wegen ihrer neutralen, manche beschreiben ihren Klang auch als trocken und nüchtern, nicht allen.


[Beitrag von Deep_Groove am 15. Jul 2018, 16:33 bearbeitet]
Spacehead
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 15. Jul 2018, 21:46
Hallo Deep Groove,

leider vermag ich nicht genau zu sagen, was es für eine Nadel ist. Ich befürchte sogar, dass es nicht einmal eine für das Type IV ausgelegte Nadel ist. Vermutlich ist es eine für Type III, zumindest dem äusseren Schein nach.
Ich tippe hierauf: VN 35 E Nadel für Shure V 15 Type III

Das ganze war wie gesagt ein Schnapp für schlappe 45 Euro mit angeblich neuer Nadel (frei nach "kannste nix falsch machen" zugeschlagen). Nach dem Verkäufer habe er das System nach München zu einem Shop (welchen blieb offen) geschickt, die ihm dann dafür eine passende Nadel eingesetzt haben.

Und wie geschrieben, irgendwie traue ich dem ganzen nicht mehr so ganz, das System hat schon was erlebt denke ich ich. Zumindest der hintere Teil scheint nicht symetrisch, als wenn da schonmal jemand grob dran rumgebastelt hat. Kann mich aber natürlich auch täuschen, habe keinen Vergleich.

Hier mal ein paar Bilder:
Shure V15 Type IV
Shure V15 Type IV
Shure V15 Type IV
Shure V15 Type IV
Shure V15 Type IV
bielefeldgibtsnicht
Stammgast
#31 erstellt: 15. Jul 2018, 22:01
Hallo Spacehead,

ich mag die OMs nicht, weil sie oval geformt sind. Für die korrekte Ausrichtung im Headshell würde ich mittig eine dünne Druckbleistiftmine auf das Headshell kleben, so kannst du es am besten korrekt ausrichten.

Die OM-30 Nadel ist schon sehr hochwertig. Ich gehe davon aus, dass deine Test LP OK ist.

Dein Höhenproblem: Die Soll-Auflagekraft beträgt laut Ortofon 1,5 Gramm. Serien- und Chargenstreuungen können zu Abweichungen des Sollwertes führen.
Erhöhe geringfügig die Auflagekraft (max. in 0,1 Gramm-Schritten), nimm eine oder mehrere Platten und vergleiche. Gibt es einen Unterschied? Wenn ja, positiv oder negativ. Natürlich wirken sich Auflagekraftänderungen auch auf die Tieftonwiedergabe aus. Du kannst auch die Auflagekraft in kleinen Schritten reduzieren. Generell: Auflagekraft höher: Klangbild wird dunkler, umgekehrt: Niedrigere Auflagekraft führt zu hellerem Klangbild.

Der Bereich von dem ich hier spreche liegt bei minimal 1,2 Gramm bis maximal 1,8 Gramm.

Tonarmhöhe: Arm nach hinten ansteigend = heller, nach hinten abfallend = dunkler. Armhöhe mit Geo-Dreieck oder liniierter Karteikarte mit aufgelegter Platte kontrollieren.

Zu den Shure-Systemen: Den besten Ruf bei den Shure Fans hat das V-15 III, dessen Anerkennung und Wertschätzung wurden weder dem V-15 IV noch dem V-15 V zuteil.

Gerd
Deep_Groove
Stammgast
#32 erstellt: 15. Jul 2018, 23:14
Du hast, so wie es aussieht, einen V15 III Generator in einem V15 IV Gehäuse..

Diese Marriage sieht zugegebener Maßen nicht wirklich wie eine solide Basis für längerfristige Zufriedenheit aus. Schade.

Viel Glück bei Deiner Suche nach Zufriedenheit.
bielefeldgibtsnicht
Stammgast
#33 erstellt: 16. Jul 2018, 22:16
In der aktuellen Ausgabe der stereo 8/2018 ist das 2M-Black getestet. Ich halte die Beschreibung im Test für zutreffend.

Gerd
Wuhduh
Inventar
#34 erstellt: 16. Jul 2018, 23:38
Nur ist die Preis-Gegenwert-Relation vorn A**** , siehe " Hatte einmal gekostet " .

MfG,
Erik
höanix
Inventar
#35 erstellt: 17. Jul 2018, 00:13

Wuhduh (Beitrag #34) schrieb:
" Hatte einmal gekostet "

Ein Liter Benzin hat auch mal 99 Pfennig gekostet, ist die Preis-Gegenwert-Relation da für dich auch so und du kaufst nichts mehr?

Schallplatten hören ohne Nadel macht nun mal keinen Spaß.


[Beitrag von höanix am 17. Jul 2018, 00:15 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#36 erstellt: 17. Jul 2018, 00:37
Ich meinte dabei nicht eine virtuelle Relation DM > Euro, die sowieso kalendarisch bedingt nicht stattfinden kann.

Im Ggs. zu den Veränderungen bei der Mineralölsteuer gibbet hier nur 19 % Märchensteuer. Von den ca. 540,00 Euro gehen ca. 100,00 Euro an den Staat. Izmir zuviel.

Treibstoff braucht man immer fürs Töfftöff.

Muckehören geht auch günstiger und subjektiv annehmbar.

,
Erik
BassTrombose
Stammgast
#37 erstellt: 17. Jul 2018, 09:00
für mich ist so ein 2m Black das unterste mit dem ich hören mag und wenns dir zu teuer ist, iss doch gut dass du auch mit weniger zufrieden bist.....zwingt dich ja keiner das zu kaufen.....

Warum fährst du eigentlich nicht Rad ? Von deinem Töfftöffgesöff gehen 61 % pro Liter an den Staat und das ist dir nicht zuviel ?
mkoerner
Stammgast
#38 erstellt: 17. Jul 2018, 10:20
Um mal zur Geometrie zurückzukommen. Gängige Lehrmeinung ist immer noch, das Baerwald als Standard auch "richtig" wäre.

Die Japaner nutzen aber seit den 80ern sehr häufig Geometrien die nicht auf minimalen Klirr (Baerwald) ausgelegt sind, sondern im bespielten Innenbereich wenig Abweichung und teilweise sogar keinen nullpunkt haben. Fidelity Research, Sony und Denon haben solche Geometrien genutzt. Herr Brakemaier hat das ganz alleine auch rausgefunden und auf der Basis seine Uni-Din Geometrie entwickelt:

http://www.arche-headshell.de/uni-din-a-new-approach/

Die Sony / Fidelity Research / Denon Geometrie aus den 80ern ist für mich die beste, gefolgt von Uni-Din. Alternativ ist Stevenson am nächsten an dieser Idee dran, wenn du eine gute "Ausleger" Schablone wie die Feickert hast. Als letztes wäre die Schön Geometrie als Schablonen-Variante auch noch eine gute Lösung.

Baerwald ist für mich trotz Industriestandard die schlechteste Lösung, da sie im kritischeren Innenbereich einen suboptimalen Klirrverlauf hat, der zwar mathematisch zu einem Minimum über die ganze Platte gesehen führt aber sehr empfindlich bezügl. Fehljustage ist und gerade im Innenbereich wo die Tracking-Situation für die Nadel eh schwieriger ist auch noch eine ziemlich starke Fehlwinkel-Änderung hat.

Mike
höanix
Inventar
#39 erstellt: 17. Jul 2018, 13:27
Ich bin mit meiner Stadthaus-Schablone zufrieden.
Ist das jetzt gut oder schlecht?
mkoerner
Stammgast
#40 erstellt: 17. Jul 2018, 15:45
Die Stadthaus Schablone ist technisch gut gemacht hat aber eine klassische Nullpunktverteilung: Spurfehlwinkel immer gleich null bei 65,61 mm innen sowie 120,68 mm außen. Also Baerwald. Die würde ich nur nutzen wenn ich keine Alternative hätte. Würde mir dann aber auch keinen Kopp machen.

Wenn du zufrieden bist gibt es keinen Grund was zu ändern. Millionen Menschen hör(t)en zufrieden mit Baerwald.

Mike
Deep_Groove
Stammgast
#41 erstellt: 17. Jul 2018, 17:14

Ich bin mit meiner Stadthaus-Schablone zufrieden.
Ist das jetzt gut oder schlecht?


Objektiv betrachtet ist das weder gut noch schlecht. Es ist halt einer von vielen möglichen Kompromissen.

Wichtig ist, dass Du mit der Stadthaus-Lehre Deinen Seelenfrieden gefunden hast.

Dem TE nutzt das bei seiner Suche nach einem Mym-Tonabnehmer wahrscheinlich aber eher wenig.


[Beitrag von Deep_Groove am 17. Jul 2018, 22:03 bearbeitet]
Grimnebulin
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 17. Jul 2018, 20:41
Ich meine hier im Forum bereits mehrere Male gelesen zu haben, dass die OM-Reihe von Ortofon zu diesen Höhenzischeleien führt, wenn die Eingangskapazität am Verstärker zu niedrig ist. Die 2M-Reihe soll hier wesentlich gutmütiger sein. Das Äquivalent für den OM-30 wäre meines Wissens der 2M-Bronze. Vielleicht wäre ein Vergleich möglich, wenn der TE an ein Bronze kommt. Ich benutze seit ungefähr 3 Monaten auch das Bronze und habe das Zisch-Problem nicht. Allerdings hatte ich das OM-30 noch nie im Vergleich. Verbessert mich bitte, wenn ich hier täusche.


[Beitrag von Grimnebulin am 17. Jul 2018, 20:55 bearbeitet]
Deep_Groove
Stammgast
#43 erstellt: 17. Jul 2018, 22:02
Soweit ich weiß unterscheiden sich die 2M von den OM lediglich durch das Gehäuse.


[Beitrag von Deep_Groove am 17. Jul 2018, 22:05 bearbeitet]
mkoerner
Stammgast
#44 erstellt: 17. Jul 2018, 22:11
Mal noch mein Sempf zu Kabel / Vorstufe:

Die GramAmps haben ein recht gutes P/L Leistungsverhältniss und klingen für den Materialeinsatz und auch fürs geforderte Geld recht angenehm. Insbesondere die Räumlichkeit ist hier hörbar besser als bei vielen anderen in der Preisklasse. Allerdings verstehe ich nicht warum Graham die eher unflexiblen 220pf drinhat. Das ist echt zuviel für viele Abnehmer. Wenn du ein niedrig-kapazitives Phono Kabel nimmst (z.b. Funk BS-2) dann müsste es aber noch hinhauen.

In den letzen 3-4 Jahren ist aber bei Neudesigns im Schnitt die Qualität deutlich gestiegen. Gerade die aktuellen Project Amps sind deutlich besser als ihr Ruf (der bei älteren Designs durchaus seine Berechtigung hatte). Das ist ein guter Tipp gewesen. Du wirst da deutlich flexibler.

Ich hatte mit gutem Ergebniss ein 2M Black eine Zeitlang an einem Gram Amp 2 alter Bauart (hier: http://www.tnt-audio.com/ampli/jazzclub_e.html) betrieben. Zischelneigung habe ich dabei keine festgestellt. Aber ich benutz auch die Sony Geometrie (PS-X65), da kommt das eh kaum vor.

Mike
Grimnebulin
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 17. Jul 2018, 22:16

Deep_Groove (Beitrag #43) schrieb:
Soweit ich weiß unterscheiden sich die 2M von den OM lediglich durch das Gehäuse.


Die Eingangskapazität ist laut Herstellerangabe unterschiedlich.

2M Bronze 150-300 pF
OM 30 200-500 pF


[Beitrag von Grimnebulin am 17. Jul 2018, 22:19 bearbeitet]
akem
Inventar
#46 erstellt: 17. Jul 2018, 22:21

Grimnebulin (Beitrag #42) schrieb:
Ich meine hier im Forum bereits mehrere Male gelesen zu haben, dass die OM-Reihe von Ortofon zu diesen Höhenzischeleien führt, wenn die Eingangskapazität am Verstärker zu niedrig ist.

Eigentlich ist es genau andersrum - bei zu hoher Abschlußkapazität zischelt es.

Gruß
Andreas
Grimnebulin
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 17. Jul 2018, 23:11

akem (Beitrag #46) schrieb:

Eigentlich ist es genau andersrum - bei zu hoher Abschlußkapazität zischelt es.


Ja, dann wars so rum, was ich gelesen hatte.
bielefeldgibtsnicht
Stammgast
#48 erstellt: 17. Jul 2018, 23:37
Ich habe diverse Tests der 2M-Baureihe von Ortofon gelesen. Interessanterweise gibt es diverse Autoren, die sich mit dem Bronze nicht anfreunden konnten.
Die raten, wenn's preislich höher sein darf, zum Black ansonsten zum Blue. Dem Bronze wird ein Hang zum analytischen nachgesagt, auch ein gewisser Mangel an Grundtonwärme. Aber niemand schreibt von zischeliger Hochtonwiedergabe. Die dürfte es eigentlich bei dem OM-30 auch nicht geben.

Gerd
Grimnebulin
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 18. Jul 2018, 07:06
Ah sorry, dann hab ich da was total in den falschen Hals gekriegt und/oder durcheinander geschmissen. Aber wieder was gelernt.

Den analytischen Klang und Mangel an Grundtonwärme beim Bronze kann ich übrigens aus meiner Sicht nicht bestätigen. Das ist aber wohl Geschmackssache.


[Beitrag von Grimnebulin am 18. Jul 2018, 07:09 bearbeitet]
Dan_Seweri
Inventar
#50 erstellt: 18. Jul 2018, 07:34
Ich weiß nicht, warum hier nicht mehr weiter über das Kabel zwischen Plattenspieler und Vorverstärker diskutiert werden durfte. Es könnte schon alleine der Grund für eine zu hohe Kapazität und für die beanstandeten Klangdefizite des OM30 sein. Meines Erachtens wäre es wichtig, die Kapazität dieses Kabels zu kennen und in die Betrachtungen mit einzubeziehen. Nur mal zum Vergleich: selbst renommierte Hersteller wie Technics haben es geschafft, serienmäßig Kabel mit viel zu hoher Kapazität von über 300 pF zu verbauen. Siehe folgenden Link (ganz am Ende der Seite): http://www.kabusa.com/production_rpt.htm


[Beitrag von Dan_Seweri am 18. Jul 2018, 07:35 bearbeitet]
BassTrombose
Stammgast
#51 erstellt: 18. Jul 2018, 09:41

Den analytischen Klang und Mangel an Grundtonwärme beim Bronze kann ich übrigens aus meiner Sicht nicht bestätigen


Ich kann das wohl bestätigen, fällt aber nur im direkten Vegleich auf..........ich hatte alle Nadeln red, blue, bronze und black hier......

das red macht schon spass, ist aber nicht so detailreich,
das blue rockt schon ganz angenehm und hat etwa mehr Details
das black rockt, hat Druck, löst schön auf und hat ne tolle Raumabbildung
vergleicht man zu allen das Bronze, klingt es zwar ganz gut aufgelöst und raum ist auch gut, aber es klingt fahl, langweilig und irgendwie farblos...

zumindest ist das mein persönliches Empfinden...
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