Ich mein neuer JVC VL-5 und keine Ahnung was ich tun soll

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Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 15. Apr 2019, 17:47
Guten Tag liebe Forummitglieder,
meine Nachbarin ist ins Altenheim gezogen und da ich ihr immer mit ihrer elektronischen Fragen geholfen habe und bei Kleinigkeiten geholfen habe, mir ihren Verstärker JVC VR-5505 und den Plattenspieler JVC VL-5 geschenkt.
Während der Verstärker soweit funktioniert habe ich mit dem VL-5 echt zu kämpfen. Zuerst wäre da die kaputte Nadel, für die ich jedoch schon die Modellnummer herausgefunden habe. Mein Problem jetzt ist das der Motor sich zwar dreht, aber ich erstens nicht weiß wo der Riemen eigentlich sein soll(ich vermute es ist dieses vergammelte Stück irgendwas) und das der Geschwindigkeitsregler(33/45) nicht mit dem Motor verbunden ist. Zudem weiß ich leider nicht inwiefern alle Teile funktionsfähig sind.

Falls es hier ein paar Experten gibt die mir weiterhelfen können wäre ich dankbar.
Plattenspieler Unterseite
Motor mit dem Regler für Geschwindigkeit
Motor von der Seite
Plattenspieler unter dem Teller
ekliges etwas


[Beitrag von Prede am 15. Apr 2019, 17:50 bearbeitet]
Vogone
Inventar
#2 erstellt: 15. Apr 2019, 20:13
Hallo!

Normal wird der Reimen innen im Plattenteller und dann über die Rolle oben links gespannt.

VG
Andreas
holger63
Stammgast
#3 erstellt: 15. Apr 2019, 22:54
Auf dem zweiten Bild sieht man den Hebel, der den Riemen je nach eingestellter Drehzahl an der Motorwelle verschiebt. Der Geschwindigkeitswahlschalter wird also mit diesem Hebel verbunden und nicht mit dem Motor.
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 15. Apr 2019, 23:39
Moin !

Der verrottete Riemen wird Ablagerungen auf der Motorwelle und dem unteren Plattentellerrand hinterlassen haben. Muß alles mit irgendeinem Allohol blitzeblank gereinigt werden.

Viel Glück bei der Riemensuche !

MfG,
Erik
ad-mh
Inventar
#5 erstellt: 16. Apr 2019, 00:38
Riemenpest entfernt man am besten mit Printer 66.

Mit normalem Alkohol artet das in eine ziemliche Sauerei aus.

VG Andreas
Wuhduh
Inventar
#6 erstellt: 16. Apr 2019, 01:22
Reicher Junge ! :-)

Erstmal Hausmittel probieren. Hätte auch lösungsmittelhaltigen Reiniger schreiben können. Sauerei kann u. U. durch feinen, saugfähigen Baumwollstoff plus Schutzhandschuhe vermieden werden.

MfG,
Erik
8erberg
Inventar
#7 erstellt: 16. Apr 2019, 07:44
Hallo,

Anleitung und Serviceheft finden sich
https://www.vinylengine.com/library/jvc/vl-5.shtml

Man muss sich anmelden, aber die sind Seriös.

Peter
felixbo
Stammgast
#8 erstellt: 16. Apr 2019, 14:54
Hi,
neuen Riemen gibts z.B. hier:
https://www.thakker....-vl-5-riemen/a-3060/
Service Manual auch dort:
https://elektrotanya...sm.pdf/download.html
Kurz warten bis das Feld unter dem Deckblatt des Manuals von "processing" auf "download" springt und dann downloaden.

Gruß Felix


[Beitrag von felixbo am 16. Apr 2019, 15:04 bearbeitet]
Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 16. Apr 2019, 17:17
Vielen Dank für die vielen Antworten und Tipps Leute ihr seid die besten.

Noch eine Frage:
Ist es normal das der Motor beweglich ist?
Auf dem zweiten Bild sieht man ja, dass Zwischen der Platte und dem Motor Schaumstoff ist wodurch das ganze beweglich wird.
felixbo
Stammgast
#10 erstellt: 16. Apr 2019, 18:03
Hi,
ist bei dieser Konstruktion normal und gewollt. Der ganze Motor ist durch die 4 schwarzen Gummiaufhängungen vom restlichen Chassis entkoppelt. Das bißchen Schaumstoff dämpft noch ein wenig. Vehindert, dass Motorvibrationen auf den Plattenteller oder Tonarm übertragen werden.

Gruß Felix
Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 16. Apr 2019, 18:24
Danke für die Antwort Felix.

Gut alles ist bestellt und heute wird das Ding noch ordentlich sauber gemacht und wenns ein Update gibt melde ich mich wieder
Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 18. Apr 2019, 16:16
Guten Abend Leute der Riemen ist endlich da und leider geht das Umschalten nicht.
schon in der unteren Position ist der Riemen fast am Wellenkopf und wenn ich den Hebel hoch bewege fliegt er einfach direkt raus.

Mir ist jedoch aufgefallen das sich die Welle samt Rotor nach oben und unten ungefähr um 5-10 mm bewegen kann wenn ich an der Welle ziehe. Dabei wird sie nach oben hin etwas aufgefedert und wenn ich sie loslasse oder nach unten bewege hört man ein metallisches Aufprallgeräusch. Bevor ich die Welle justiere wollte ich mich versichern ob nicht vielleicht etwas fehlt.


[Beitrag von Prede am 18. Apr 2019, 16:28 bearbeitet]
felixbo
Stammgast
#13 erstellt: 18. Apr 2019, 18:05
Hi,
kannst Du mal ein Bild reinstellen wie das aussieht, wenn der Riemen aufliegt?
Ich habe mal ein wenig im Netz gesucht. Die 4 Motorgummis sind wohl bei einigen weich geworden und der Motor sackte dann zu weit nach unten ab. Folge war, dass der Riemen schliff. Evtl. ist das bei Deinem Player auch passiert und es hat dann jemand den Schaumstoff dazwischen gesteckt, damit der Motor nicht kippelt?
Hier noch ein link und ein interessantes Bild wie die Motorlager original aussehen, wenn sie nicht durchgesackt sind:
https://www.vinyleng...e3f82dd77a955788129a
https://www.vinylengine.com/turntable_forum/viewtopic.php?t=83241
http://audiokarma.or...l-5-tt.353260/page-2
Ich würde versuchen da Gummischeiben unter zu legen damit der Motor wieder auf die richtige Höhe kommt. Welchen Durchmesser haben denn die Motorgummis?

Gruß Felix


[Beitrag von felixbo am 18. Apr 2019, 18:21 bearbeitet]
Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 18. Apr 2019, 21:15
Um die Motorgummis aber ja die sind im vergleich zum Bild deutlich abgesackt.
In den Links die du mir geschickt hast steht er hat sich selbst was gebastelt. Ich werde mal suchen aber ersatzgummis gibt es wohl keine mehr oder?
Motorgummis
Ja ich hab paar Bilder gemacht ohne Riemen aber ich denke man sieht deutlich das was falsch läuft.
Welle vs Umschalter
Wegen der Motorwelle hab ich auch noch ein Foto gemacht.
Die Fotos sind vom Punkt wo die Welle auf dem "Boden" mit dem Gehäuse in Berührung kommt einmal "unten" und einmal angehoben
Motor unten
Motor angehoben

Zudem gibts Schleifgeräusche wenn der Riemen an der Welle anliegt vielleicht muss ich nur Ölen kann aber auch sein das eben unten an der Welle was fehlt.
Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 18. Apr 2019, 21:21
Kurzer Nachtrag:

Tatsache den Schaumstoff entfernt, Motor und Platte zusammengezogen (In der Platte sind sogar extra löcher für die Schrauben :D)

Und wenn Platte und Motor aufeinander liegen passt die Höhe vom Umschalter und der Motorwelle perfekt.
Jetzt muss ich nur noch überlegen wie man sich neue Dämpfer baut die auch funktionieren


[Beitrag von Prede am 18. Apr 2019, 21:32 bearbeitet]
felixbo
Stammgast
#16 erstellt: 18. Apr 2019, 22:52
Hi,
welchen Durchmesser haben die Motorgummis und wieviel mm muß der Motor nach oben?

Gruß Felix
Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 19. Apr 2019, 08:57
Hallo Felix,

die Höhe der Gummifüße ist ca 14 mm; Der Durchmesser des Lochs ist 5mm
Der "obere" Durchmesser des Kegels war vermutlich 15mm und der untere ca 20 mm

Kennst du den jemanden der die verkauft?
Gruß Michael
felixbo
Stammgast
#18 erstellt: 19. Apr 2019, 15:01
Hi Michael,
für die originalen Motorgummis habe ich leider auch keine Bezugsquelle. Vielleicht hat ja jemand aus dem Forum eine Adresse parat.
Als Behelf kannst Du Dir passende Gummischeiben mit Loch in der Mitte schneiden, z.B. aus einem alten Mauspad, oder Moosgummi. Die legst Du dann auf die Gummipuffer unter die roten Scheiben. So kommt der Motor nach oben. Er darf aber das Gehäuse nicht berühren, sondern muss noch paar mm darunter frei schweben. Die Höhe musst Du halt ausprobieren bis es passt. Dann kannst Du sehen, ob die Kiste überhaupt wieder läuft bevor Du massig Geld reinsteckst.

Gruß Felix
Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 20. Apr 2019, 18:02
So mit Pappe hab ich mir erstmal provisorische Ringe gemacht und den Motor hochgestellt.
Alles zusammengebaut und siehe da:

Es kommen Töne
Die Geschwindigkeit kann der Plattenspieler anscheinend nicht von alleine halten ich musste erst mit der hand etwas nachhelfen bevor sich die Musik in der richtigen Wiedergabegeschwindigkeit gelaufen ist.
Ich vermute mal das der Motor nach 50 Jahren zumindest mal geölt werden muss?

Zudem bleibt die Nadel immerwieder in der selben rille hängen, da ich aber nur eine Platte da habe und es erst mit einer anderen Testen muss lass ich das Thema erstmal so stehen.
Ich weiß nicht ob der Plattenspieler das hat aber sollte er nicht eine automatische Rückführfunktion der Nadel haben wenn die Platte zu ende ist?

Kann mir auch bitte jemand erklären wofür die Bauteile 31 und 32 sowie 33 in dem Serviceheft sind?
https://elektrotanya...sm.pdf/download.html


[Beitrag von Prede am 20. Apr 2019, 18:11 bearbeitet]
Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 20. Apr 2019, 20:19
Ich hab jetzt mal den Motor auseinander genommen und das ist jetzt das untere Lager:

Es scheint einfach ein Ball zu sein der sich in alle richtungen drehen kann:
Motorhalterung und Lager
Meine Frage ist jetzt soll sich das Ding theoretisch mit der Motorwelle drehen oder einfach nur eine eventuelle Neigung der Welle ausgleichen?

Kann man das irgendwie zerstörungsfrei aufmachen um neues Fett reinzutun?


[Beitrag von Prede am 20. Apr 2019, 21:22 bearbeitet]
WBC
Inventar
#21 erstellt: 20. Apr 2019, 21:49
Das ist miteinander verpresst. Das siehst Du an den vier Pressstellen. Wenn Du das öffnest, kannst es danach wegschmeissen...
Es sei denn, Du kannst den Aluguss nachher so bearbeiten, dass Du es passgenau auf ähnliche Weise wieder einpassen kannst.
Dafür musst Du aber erstmal das Blechteil unverformt runter bekommen - sehr schwierig...

Neu abschmieren wird auch gehen, ohne es zu öffnen...


[Beitrag von WBC am 20. Apr 2019, 21:57 bearbeitet]
Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 20. Apr 2019, 22:01
Die Sache ist ja die das da ja die ganze Zeit beim bewegen per Hand getrockenetes Fett in Pulverform rauskommt.
Müsste ich das nicht erstmal rauskriegen bevor ich irgendwie neues Fett reinpresse?
felixbo
Stammgast
#23 erstellt: 20. Apr 2019, 22:25
Hi,
ok, die ersten Schritte sind getan, der JVC lernt wieder laufen. Lager öffnen ist keine gute Idee. Die Krümmel müssen aber raus. Zum Reinigen fettiger/öliger Lager nehme ich immer Bremsenreinigerspray (=Elektronikteilereiniger, nur billiger). Das Lager gut aussprühen damit und mit einem Q-Tip sauber wischen. Dann gut trocknen lassen. Es handelt sich wohl um ein Gleitlager. So jetzt kommt das Problem. Was war als Schmiermittel drin? Fett oder Öl? Wenn es Sinterbuchen sind werden die satt mit Öl getränkt. Sind es einfache Bronzebuchsen würde ich eher Fett verwenden.

Gruß Felix
PS: Dem Tellerlager darfst Du auch ein paar Tropfen Öl gönnen.


[Beitrag von felixbo am 20. Apr 2019, 22:31 bearbeitet]
Prede
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 20. Apr 2019, 22:35
Bremsenreiniger hab ich als Hobbymechaniker da.
Das innere der Buchse (also das Loch auf dem Bild) habe ich schon mit bremsenreiniger und Q-Tips saubergemacht.
Und jetzt versteh ich dich richtig?
Ich soll zwischen wirklich in das Lager also genau das, was unter dem Lagerdeckel ist Bremsenreiniger reinpumpen und ordentlich saubermachen?

Leider kann ich dir vom optischen nicht sagen ob es gesintert wurde oder nicht. Selbst bei ordentlich Licht sehe ich jetzt keine groben Poren von denen man zu 100% sagen könnte das sie vom Sintern stammen.


Edit:
Ich hab die Info bekommen die Lager in Alkohol zu legen und ein paar Stunden drin zu lassen damit auch der Filzring im inneren ordentlich gereinigt wird. Kannst du das so empfehlen Felix?


[Beitrag von Prede am 20. Apr 2019, 22:47 bearbeitet]
felixbo
Stammgast
#25 erstellt: 20. Apr 2019, 23:27
Hi,
kannst Du auch in Alkohol oder Waschbenzin legen damit das alte Öl sich löst. Danach immer gut trocknen lassen. Wenn da ein Filz drin ist, dient es wahrscheinlich dem Lager als Öldepot. Also anschließend nach dem Trocknen Öl ins Lager und das Filz gut mit Öl tränken. Oben auf das obere Motorlager auch noch ein-zwei Tropfen Öl und dann den Motor mal laufen lassen.

Gruß Felix
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