audio-technica AT-LP120XUSB - 3. Generation X fehlerfrei?

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Yamahonkyo
Inventar
#1 erstellt: 07. Jun 2020, 20:25
Hallo Foris,

es gibt ja mittlerweile eine wahnsinnige Menge Technics 12... Klone, die allesamt von Hanpin für diverse Firmen, DUAL, Reloop. Pioneer, Audio Technica usw. hergestellt werden.

Einige dieser Geräte funktionieren gut, viele haben jedoch arge Probleme, wie Motorbrummen, nicht funktionierendes Antiskating, Gleichlaufschwankungen und einen nicht vollständig abschaltbaren integrierten Phono Vorverstärker.

Auch der audio-technica AT-LP120 zählte bislang zu den Geräten, der so seine Probleme hatte.

In der dritten Generation X überarbeitet verspricht audio-technica mit dem AT-LP120XUSB sämtliche Probleme beseitigt zu haben.
Was wurde geändert?:
- besserer Motor
- neuer Phono Vorverstärker
- neue Headshell
- neuester Tonabnehmer AT-VM95E
- Wegfall der Tonarm-Höhenverstellung

Ob dies stimmt, soll mein, natürlich wie immer subjektiver, Test zu Tage bringen.

Los geht's!

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Unboxing
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Was ist im Karton?

AT-LP200XUSB - 01

Die Abdeckhaube

AT-LP200XUSB - 02

Eine Slip Mat aus etwa 1,5mm festem Filz

AT-LP200XUSB - 03

Die bebilderte Bedienungsanleitung

AT-LP200XUSB - 04

Der Plattenspieler

AT-LP200XUSB - 05

Der Plattenteller, nebst zwei Pappkartons, links und rechts

AT-LP200XUSB - 06

Im linken Karton befindet sich das externe Netzteil mit anklickbaren Stecker für EU und GB

AT-LP200XUSB - 07

Im rechten Karton sind ein USB- und ein Chinch-Erdungs-Kabel mit vergoldeten Steckern, toll, denn sonst ist es ein herkömmliches Standard Kabel.

AT-LP200XUSB - 08

Der Teller ist von oben schwarz lackiert, von unten ist er nackig

AT-LP200XUSB - 09
AT-LP200XUSB - 10

In der Seite einer der Styropor-Verpackungen befinden sich die Kleinteile, Tonabnehmer, Single Puk, Gegengewicht, Haubenscharniere und Tonabnehmerbeleuchtung mit LED und Cinch Stecker

AT-LP200XUSB - 12
AT-LP200XUSB - 13

Der neue Tonabnehmer AT-VM95E ist laut audio-technica eine Weiterentwicklung des AT-95E.
Zum technisch überarbeiteten Generator der neuen AT-VM95 Serie werden nun auch Nadeln verschiedenster Güte angeboten, von einer einfachen Rundnadel bis zu Nadeln mit hochwertigen Schliffen.

AT-LP200XUSB - 14

Der Nadelträger der neuen Nadel AT-VMN95E unterscheidet sich ausschließlich hinsichtlich der Seitenlinie und den abgeschrägten Kanten vorne von dem einer ATN95E.

AT-LP200XUSB - 15

Dadurch lassen sich alle neuen AT-VMN95 Nadeln auch an einem "alten" AT95 Tonabnehmer verwenden.

AT-LP200XUSB - 16

jedoch nicht umgekehrt

AT-LP200XUSB - 17
AT-LP200XUSB - 18

Klanglich gibt es an einem AT95E keinen hörbaren Unterschied zwischen der ATN95E und der neuen AT-VMN95E Nadel.

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Aufbau und Anschluss
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Am rückwärtigen Anschluss Panel befinden sich der Schalter um den integrierten Phonovorverstärker an- / anzuschalten, zwei vergoldete Cinch Buchsen,, die Erdungsanschluss-Schraube, der USB-Port zum Anschluss an einen Computer und die Netzteilbuchse.
Hat man den Plattenspieler erst einmal hingestellt, ist das Anschließen der Kabel ein wenig fummelig,. Ich empfehle dies vorher zu tun.

AT-LP200XUSB - 11

Die 4 Standfüße des AT-LP120XUSB sind minimal gefedert und lassen sich einzeln in der Höhe verstellen

AT-LP200XUSB - 20
AT-LP200XUSB - 21

Der Zusammenbau ist sehr einfach.
Plattenteller auf die Achsel auflegen, Matte drauf, das Gegengewicht von hinten an den Tonarm schrauben, die Headshell mit dem Tonabnehmer von vorn, die Nadelbeleuchtung auf die dafür vorgesehene Cinch Buchse stecken.
Fertig.

AT-LP200XUSB - 22

Die Headshell sitzt perfekt ohne Spiel. Der vormontierte Tonabnehmer ist bereits korrekt ausgerichtet

AT-LP200XUSB - 23

und der Azimuth ist wunderbar gerade.
AT-LP200XUSB - 23_1

Das Tonarmlager ist zwar nun nicht mehr höhenverstellbar, hat aber null Spiel, der Tonarm lässt sich nicht ein Mü verdrehen.

AT-LP200XUSB - 26

Man muss nur noch das Auflagegewicht und das Antiskating einstellen und kann direkt loslegen.
Das Tonarmgewicht ist optimal auf den Tonarm abgestimmt. Hat man den Tonarm ausbalanciert (in Waage gebracht) und die Skalenscheibe auf 0 gestellt, lässt sich das Auflagegewicht ziemlich genau einstellen. Ich habe 1,5 g eingestellt und meine Waage zeigte den selben Wert.

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Betrieb und Verarbeitung
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Schaltet man den Plattenspieler ein, leuchten verschiedene LEDs für die gewählte Geschwindigkeit, die aktive Quarz-Regelung in 0 Position, die LED für den maximalen Pitch-Faktor (8% / 16%), die Stroboskop LED, die Nadelbeleuchtung.

AT-LP200XUSB - 24

AT-LP200XUSB - 25

Die Quarzsteuerung macht, was sie soll und hält jede Geschwindigkeit perfekt. Auch die Pitchregelung arbeitet im eingestellten Bereich von bis zu +-8%, oder +-16 % exakt.

AT-LP200XUSB - 27

AT-LP200XUSB - 28

AT-LP200XUSB - 29

Es wurde bemängelt, dass es Plattenspieler gibt, bei denen der Tonarm von einer geschlossenen Haube blockiert wird, das ist beim AT-LP120XUSB nicht der Fall.

AT-LP200XUSB - 30

Hurra, der neue Phono Vorverstärker lässt sich abschalten. Egal, ob man den Plattenspieler mit oder ohne betreibt, der Klang bleibt absolut frei von Störungen.

Die Trittschall- und Erschütterungsdämpfung der Füße ist hervorragend. Selbst leichte Stöße gegen das Gehäuse fangen sie gut auf.

Allerdings überträgt sich, wenn man auf das Gehäuse, oder den Deckel klopft, oder den Deckel zu feste schließt, dies auf den Tonarm und Tonabnehmer. Während des Abspielens treten jedoch keinerlei Resonanzen auf.

Eine Start-/Stop Zeit von knapp unter einer Sekunde finde ich für ein Gerät, das für den Heimbereich konzipiert ist, akzeptabel.
Für den DJ-Einsatz, bei dem es um Präzision geht, sollte man sich nach etwas anderem umsehen.

Der Lifthebel senkt sanft ab, ist jedoch beim Anheben wahsinnig direkt. Hebt man den Lift zu schnell an, hüpft der Tonarm ein wenig nach außen, tut man dies langsam beibt er in Position.

Das Gerät hat keine Endabschaltung und läuft bis zum manuellen Eingreifen weiter.
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Mein Fazit
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Mit dem AT-LP120XUSB hat audio-technica meiner Ansicht nach alles richtig gemacht. Technisch gibt es von meiner Seite keinerlei großartige Beanstandungen.

Ganz im Gegenteil, der Plattenspieler macht ernorm viel Spaß und ist für die gebotene Qualität mit einem aktuellen Preis von gerade einmal 219,95€ (Mediamarkt) und 229,95 € bei anderen Händlern meines Erachtens nach nicht zu toppen.

Auch der neue Tonabnehmer AT-VM95E weiß mich direkt zu überzeugen. Er spielt im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger AT95E um
einiges sauberer in den Höhen und Mitten. Die Stimmwiedergabe ist klar. Es gibt kein Zischeln und auch die Differenzierung von Instrumenten scheint mir ein wenig präziser. Der Bass ist nun voller und hat deutlich mehr Punch.
Zudem lässt sich der Tonabnehmer hervorragend durch den Austausch der Nadel zu einem Spitzenklasse Tonabnehmer aufrüsten.
Dass AT Tonabnehmer Bass-arm und übertrieben im Hochtonbereich spielen gehört definitiv der Vergangenheit an.

Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen und könnte euch auf der Suche nach einem neuen Plattenspieler weiterhelfen.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 08. Jun 2020, 02:00 bearbeitet]
luGA24
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 07. Jun 2020, 21:33
Danke Roland, für diesen sehr interessanten Bericht!

Gute Qualität für schlankes Geld. So etwas finde ich gut.

Viele Grüße

Lutz
siciliano1
Stammgast
#3 erstellt: 07. Jun 2020, 22:20
Auch von mir ein Danke.

Dann scheinen wir ja wirklich mal eine Empfehlung für ein Neugerät für 220€ zu haben. 🙂

Ciao siciliano1
ducduc
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 07. Jun 2020, 22:46
Danke für den tollen Bericht, dann habe ich wohl doch kein so schlechtes Einsteigergerät gekauft
Pentator
Stammgast
#5 erstellt: 08. Jun 2020, 01:26
Hörbeispiele bitte!
Sonst didnt happend.....

Aber danke für den Bericht!
T.N.T.´79
Stammgast
#6 erstellt: 08. Jun 2020, 14:43
Auch von mir vielen Dank für deine Mühe und den tollen Bericht.
Hatte ihn hier ja auch schonmal jemandem empfohlen, ihn bisher aber nur im MM stehen sehen.
wern0r
Stammgast
#7 erstellt: 08. Jun 2020, 15:31
Vielen Dank für Deine Mühe und den daraus entstandenen, aufschlussreichen Bericht!

Das eine AT-VM95 Nadel an einen AT-95 Tonabnehmer passt, war mir neu. Klasse!


[Beitrag von wern0r am 08. Jun 2020, 15:32 bearbeitet]
TK-745
Neuling
#8 erstellt: 08. Jun 2020, 17:06
Hallo Roland, auch von mir einen schönen Dank für Deinen Bericht und die vielen Bilder!

Das ideale Gerät für Einsteiger, bei denen es Neuware sein muß oder für den Gelegenheitshörer.

Da jetzt noch vielleicht die rote AT VM-95ML Nadel auf das System gesteckt und schon ist man Aufsteiger.
Pentator
Stammgast
#9 erstellt: 08. Jun 2020, 19:06
Hab mir jetzt auch mal deine anderen Tsts (Blaupunkt etc.) angeschaut - wirklich gute Arbeit!
Toll! Weiter so! Endlich mal was fundiertes in diesem Forum

Nur ein Klangbeispiel würde ich als Verbesserungsvorschlag tatsächlich noch anbringen. Das wär noch ein echter Gewinn!

Schöne Grüße,
Pete
El_Burro
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 09. Jun 2020, 09:44
Hallo Roland,

auch von mir vielen lieben Dank für deinen Review. Das klingt doch schon einmal positiv! Was mich bei dem Gerät immer noch verunsichert, ist der ungedämmte Plattenteller, der wie eine Glocke klingeln soll. Dieser soll bei der Plattenwiedergabe mitschwingen und sich damit hörbar negativ auf den Sound auswirken. Der Plattenteller vom AT-LP140XP ist hingegen gedämmt. Auch frage ich mich, ob das Gehäuse selbst nicht ebenfalls stärker hörbar mitschwingt, wenn im Wohnzimmer mal etwas über Zimmerlautstärke aufgedreht werden sollte.

Einige Male wurde jetzt auch geschrieben, dass dies ein Gerät für Gelegenheitshörer oder Einsteiger sei. Ich suche einfach ein sehr gutes Gerät mit dem bestmöglichen Sound und möglichst langer Haltbarkeit, das aber im Rahmen meines Budgets bleibt. Wenn ich jetzt wieder anfange, Vinyl zu hören und immer häufiger höre, dann möchte ich nicht das Gefühl bekommen, dass ich doch gleich ein besseres Gerät hätte kaufen sollen.

Dazu stellen sich mir noch zwei weitere Fragen:

- Laut Test bei Amazona.de vom 30.04.2020 ist der Tonarm höhenverstellbar, beim hier vorgestellten Modell aber wirklich nicht? - https://www.amazona....tenspieler/#comments
- Als Upgrade des Tonabnehmers für "Aufsteiger" wird AT-VMN95ML empfohlen. Da AT-VM95SH kaum teurer ist, wäre das dann nicht sinnvoller?

Vielen Dank im Voraus für deine und eure Antworten.

Liebe Grüße

El Burro


[Beitrag von El_Burro am 09. Jun 2020, 13:44 bearbeitet]
wern0r
Stammgast
#11 erstellt: 09. Jun 2020, 10:43

El_Burro (Beitrag #10) schrieb:
Als Upgrade des Tonabnehmers für "Aufsteiger" wird AT-VMN95SH empfohlen. Da AT-VM95SH kaum teurer ist, wäre das dann nicht sinnvoller?


Die Shibata-Nadel (SH) besitzt einen anderen Schliff als die Microline-Nadel (ML). Im allgemeinen wird gesagt, der Shibata-Schliff neigt eher zur Schärfe. Hier im Forum sind bereits mehrere zufriedene AT-VM95ML Benutzer unterwegs. Daher würde ich zur ML Variante tendieren, bzw. ich bin einer der besagten zufriedenen ML-User
Im Zweifelsfalle ruhig hier im Forum noch etwas belesen. Zum AT-VM95 Tonabnehmer und dessen Nadeln gibt es mittlerweile viele Infos hier.
8bitRisc
Inventar
#12 erstellt: 09. Jun 2020, 13:32
Hallo Roland,
auch von meiner Seite Respekt für den tollen Bericht und danke für die Mühe. Das gilt auch für die anderen von dir geschriebenen Berichte.
Du machst das aus meiner Sicht besser als die Testexperten der Fachmagazine, welche sich in erster Linie zu sehr auf Klanggeschehen der Geräte beschränken.
Gerade die Gerätevorstellung mitsamt Abbildungen zum Gerät kommt in den Fachmagazinen zu kurz.
Sehr gut finde ich auch, daß du dich auf Geräte der Einstiegsklasse beschränkst. Hier wird am Markt sicherlich auch der größte Umsatz gemacht.
Evtl. könntest du auch mal die Einstiegsmodelle von Pro-Ject, Rega & Co. testen. Die sind ja schon etwas teurer. Mal sehen wie die bei dir so abschneiden.
Yamahonkyo
Inventar
#13 erstellt: 09. Jun 2020, 13:32

El_Burro (Beitrag #10) schrieb:
Was mich bei dem Gerät immer noch verunsichert, ist der ungedämmte Plattenteller, der wie eine Glocke klingeln soll. Dieser soll bei der Plattenwiedergabe mitschwingen und sich damit hörbar negativ auf den Sound auswirken. Der Plattenteller vom AT-LP140XP ist hingegen gedämmt. Auch frage ich mich, ob das Gehäuse selbst nicht ebenfalls stärker hörbar mitschwingt, wenn im Wohnzimmer mal etwas über Zimmerlautstärke aufgedreht werden sollte.

Ja, der Plattenteller klingt, wenn man dagegen schlägt wie einen Glocke, aber nicht, wenn man dies nicht tut. Während des normalen Betriebs hat das keinerlei Auswirkungen auf den Klang.
Ebenso gibt es, wie ich ja schon geschrieben habe, Resonanzübertragungen vom Gehäuse auch nur beim Anschlagen und zu festem Schließen der Haube. Der Plattenspieler müsste schon sehr ungünstig vor den Lautsprechern stehen, und der Schalldruck extrem hoch sein, dass sich da etwas überträgt.
Wenn ich die Anlage soweit aufdrehen, dass das Gehäuse vibriert, höre ich das wahrscheinlich eh nicht mehr.


El_Burro (Beitrag #10) schrieb:
Einige Male wurde jetzt auch geschrieben, dass dies ein Gerät für Gelegenheitshörer oder Einsteiger sei. Ich suche einfach ein sehr gutes Gerät mit dem bestmöglichen Sound und möglichst langer Haltbarkeit, das aber im Rahmen meines Budgets bleibt. Wenn ich jetzt wieder anfange, Vinyl zu hören und immer häufiger höre, dann möchte ich nicht das Gefühl bekommen, dass ich doch gleich ein besseres Gerät hätte kaufen sollen.

Der Preis des AT-LP120XUSB ist mit etwa 230€ extrem niedrig. Dennoch ist er, meiner Ansicht nach, nicht nur für Einsteiger geeignet, da die Verarbeitung, verglichen mit den Vormodellen deutlich besser ist. Was soll daran bei normalem Gebrauch auch kaputt gehen?


El_Burro (Beitrag #10) schrieb:
Laut Test bei Amazona.de vom 30.04.2020 ist der Tonarm höhenverstellbar, beim hier vorgestellten Modell aber wirklich nicht? - https://www.amazona....tenspieler/#comments

Der AT-LP120XUSB hat definitiv keine Höhenverstellung für den Tonarm. Diese wurde bewusst von audio-technica entfernt, da es, auch bei den bei Hanpin produzierten Modellen für andere Firmen, immer wieder zu Problemen kam.
Für die meisten gängigen Tonabnehmer reicht dies auch aus. Außerdem gibt es mittlerweile genügend SME Headshells verschiedener Bauhöhen.


El_Burro (Beitrag #10) schrieb:
Als Upgrade des Tonabnehmers für "Aufsteiger" wird AT-VMN95SH empfohlen. Da AT-VM95SH kaum teurer ist, wäre das dann nicht sinnvoller?

Ich persönlich tendiere auch eher zum AT-VM95ML.
Aber das ist halt Gemackssache.

Vielleicht reicht dir aber auch schon die vorhandene AT-VMN95E. Die Entscheidung, eine andere Nadel zu kaufen, würde ich vielleicht erst nach einem Hörtest treffen.

@Pete aka Pentator
Einen Hörtest, oder Klangbeispiele halte ich persönlich nicht für sinnvoll, da diese abhängig von der verwendeten weiteren Audio-Kette nicht wirklich aussagekräftig sind. Den Klang kann jeder nur selbst und live mit seinem eigenen Equipment beurteilen.
Deshalb beschränke ich mich in meinen Tests auch möglichst auf das Wesentliche.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 09. Jun 2020, 21:34 bearbeitet]
El_Burro
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 09. Jun 2020, 14:33
Hallo zusammen,

ich habe ihn mir jetzt erstmal für 211,29€ (inkl. 5€-Gutschein und Shoop) bei Mediamarkt bestellt. Leider beträgt die Lieferzeit dort derzeit 7 Wochen, aber der Preis war einfach unschlagbar. Bis hierher noch einmal vielen Dank für sämtliche Tipps und ausführlichere Beratung. Spätestens, wenn das Gerät da ist, werde ich mich hier im Forum voraussichtlich wieder melden.

Liebe Grüße

El Burro
.JC.
Inventar
#15 erstellt: 10. Jun 2020, 06:48
Moin Roland,


Yamahonkyo (Beitrag #1) schrieb:
Ob dies stimmt, soll mein, natürlich wie immer subjektiver, Test zu Tage bringen.
...
Gruß Roland


schöner Test, vielen Dank.
El_Burro
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 20. Jun 2020, 13:43
Hallo miteinander,

aktuell ist der AT-LP120X in der Farbe Schwarz/Gold sogar für sagenhafte 189,00€ zu haben. Da die Wartezeit auf meine Mediamarkt-Bestellung sich ja noch bis Anfang August hinziehen müsste, habe ich hier mal zugeschlagen:

https://www.mydealz....is-bis-zu-30-1606772

Vielleicht ist das Angebot ja auch für einen von euch interessant.

Liebe Grüße

El Burro


[Beitrag von El_Burro am 21. Jun 2020, 01:42 bearbeitet]
Phono-Ohren
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 26. Jun 2020, 10:34
Danke, guter Bericht. Der Vorgänger war qualitativ recht gut, die USB Schnittstelle ein Graus (2 mal in Folge war der Vorverstärker und USB Anschluss hin).
Da er lange Zeit am Phono Eingang lief war das gar nicht aufgefallen.

Einzig das Design des Vorgängers fand ich schicker, aber sonst kann der neue einen für den Preis schon anlachen.
Wuhduh
Gesperrt
#18 erstellt: 27. Jun 2020, 23:45
Teilzitat: " Ja, der Plattenteller klingt, wenn man dagegen schlägt wie einen Glocke, aber nicht, wenn man dies nicht tut. "

Jo, dat izz 'mal 'ne Ansage !

Erinnert mich an:

" Herr Doktor, wenn ich hier draufdrücke tut's weh ! "
" Dann drücken Sie halt nicht drauf ! "

Quelle evtl. Eckehart von Hirschhausen ?


Außerdem zur Erinnerung:

- Gleichlaufschwankungen < 0,2 % RMS (33 Umdrehungen pro Minute) bei 3 kHz

- Signal-Rausch-Verhältnis > 50 dB

- Und der ( früher ? ) wichtigere Rumpelfremdspannungsabstand ?


Also nur Solala ... das NEUgerät.

MfG,
Erik
Yamahonkyo
Inventar
#19 erstellt: 28. Jun 2020, 04:36
Halo Erik,

ich kann auch zynisch:

Wow, du hast technische Daten aus der Bedienungsanleitung gepostet und anhand dieser das Gerät mit "nur solala" direkt herabgewertet. Sehr professionell.

Hast du das Gerät denn mal in den Fingern gehabt?

Ich schon.

Ich kann dir versichern, dass ich weder Gleichlaufschwankungen wahrnehmen, noch messen konnte. Die Quarzregelung ist da tatsächlich exakt genug.
Ich möchte nicht wissen wie viele Geräte, die laut Handbuch Gleichlaufschwankungen kleiner 0,0irgendwas % haben sollen, nach dem Einstellen per Pitch mit einer Stroboskop-Scheibe, die im Labor ermittelten Werte in der Praxis nicht erreichen und, im Gegensatz zum AT-LP120USB, nicht genau mit 33,33 Upm laufen.

Und danke, dass du dich über meine saloppe Ausdrucksweise lustig machst. Das ist wie immer richtig nett von dir.

Prima, "Teilzitate" ohne Kontext sind immer sehr sinnvoll. Du solltest dich beim Axel Springer Verlag bewerben. Die stehen darauf.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 28. Jun 2020, 04:56 bearbeitet]
highfreek
Inventar
#20 erstellt: 18. Sep 2020, 06:53
Hallo Roland,
interessanter Test, bin gerade darüber gestolpert.

Hoffe Du hast den Player nicht nur so zum Test gekauft, sondern danach weiter, oder Zurückgegeben. War ja sonst ein Teurer Spass für dich (uns).

Ja der Erik , polarisiert gerne.
.JC.
Inventar
#21 erstellt: 18. Sep 2020, 07:03
Moin,

is aber schon dreist das Design vom SL 1200 GLD zu kopieren.
Ansonsten: netter Dreher (wer auf blingbling steht).
Burkie
Inventar
#22 erstellt: 18. Sep 2020, 10:01

El_Burro (Beitrag #16) schrieb:

aktuell ist der AT-LP120X in der Farbe Schwarz/Gold sogar für sagenhafte 189,00€ zu haben.
https://www.mydealz....is-bis-zu-30-1606772


Hey!

Der sieht ja richtig gut aus!
Feines Gerät.

Grüße
harald64646
Stammgast
#23 erstellt: 24. Sep 2020, 11:02
Hi @ all
Ich hatte mal 2 vom Vorgängermodell hier, beide zum "einstellen" die haben mich nicht so überzeugt weil ich doch leise, aber deutlich hörbare Motorengeräusche/leichtes Brummen zu hören war, obwohl mein DJ Gehör schon arg gelitten hat. Die Besitzer hats nicht gestört. Aber ansonsten ein guter Plattenspieler, auch wegen dem abschaltbaren Vorverstärker, so kann man das Ding auch an neueren Anlagen ohne Phono Eingang betreiben. Natürlich sollte allen klar sein das wir hier von Einsteiger oder Gelegenheitshörern reden, da wird kein high end Plattenspieler gesucht und gebraucht, aber für das Geld ein ordentliches Gerät geliefert.

Ganz gute Praxiserfahrungen kann man bei Amazon in den Sternchen lesen, man muss da ja nix kaufen...


MMD
pknig
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 02. Okt 2020, 18:40
Guten Abend,

Ich bin zufällig auf diese Konversation gestoßen und wollte nochmal etwa bzgl des 120X nachfragen:

- Hat jemand die Kapazitäten mit/ohne Phono pre gemessen? Vermutlich dürfte sie mit eingeschaltetem Pre recht hoch sein, aber es wäre schon interessant zu wissen, ob bei der Verwendung des Pres 200pF erreicht werden.

- Weiß jemand, wie hoch die effektive Masse des Tonarms ist? Falls sie wie beim Reloop 7000 etwa 30g beträgt (inkl. Headshell) kann man den mitgelieferten Tonabnehmer sowieso vergessen, da sie so zu hoch wäre.

Mein Vater möchte gerne doch etwas Neues und halbwegs preislich Erschwingliches haben und dabei sind wir auf den AT-LP120X gestoßen.

Viele Grüße
Peter
Yamahonkyo
Inventar
#25 erstellt: 02. Okt 2020, 19:41
Hallo Peter,

zur effektiven Tonarmmasse und den Kapazitäten des Vorverstärkers könnte ich leider nichts finden.

Dazu noch etwas: Die Kapazität bei eingeschaltetem Vorverstärker ist eh irrelevant, da das Ausgangssignal für High Level Anschlüsse eh immer gleich ist. Bei ausgeschaltetem VV kommen die Kapazitäten der verwendeten Phonostufe des Verstärkers, oder eines externen Vorverstärkers, der Kabel und der des Plattenspielers zusammen.

Zu Tonabnehmern ist im Handbuch folgendes angegeben:
Anwendbarer Tonabnehmer-Gewichtsbereich 3,5 bis 8,5 g

Warum ist das überhaupt wichtig? Möchtest du einen anderen Tonabnehmer verwenden, und wenn ja, welchen?

Weshalb nehmt ihr nicht einfach den vormontierten "neuen" AT-VM95E? Dieser ist klanglich wirklich gut. Verglichen mit dem "alten" AT95E sind die Höhen etwas sanfter und präziser, die Mitten lösen deutlich besser auf und der Bass ist ein wenig präsenter. Da hat sich Audio Technics offenbar an der Konkurrenz Ortofon orientiert.

Ich habe übrigens bei meinem Test den AT-VM95E, einen Excel QD700 C II und einen Philips GP 400 II mit und ohne den internen VV daran laufen lassen und konnte keine Klangunterschiede feststellen.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 02. Okt 2020, 19:55 bearbeitet]
pknig
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 02. Okt 2020, 20:30
Hallo Roland,

Vielen Dank für deine Rückmeldung und für deine Ausführungen.

Mein Vater hört gerne Klassik und würde den 120X auf jeden Fall mit einem anderen TA - zumindest einer anderen Nadel (wie der VM95ML) betreiben. Da die Höhe des Tonarms fix ist, kämen, glaube ich, seine Ortofon TA vermutlich eh nicht in Frage (18mm vs 17.2mm).
Falls der Tonarm zu schwer ist, weiß ich jetzt schon, dass er sich immer wieder missmutig darüber äußern würde. Er ist 70 Jahre alt und in vielen Dingen recht stur und festgefahren. Das Erste, das er machen würde, wäre die Testplatten auszupacken, um zu überprüfen, ob es halbwegs „passt“. Und wenn nicht, darf ich mich um die Retour des Plattenspielers kümmern

Viele Grüße
Peter
Puuhbaer68
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 03. Okt 2020, 10:12

pknig (Beitrag #26) schrieb:
... Da die Höhe des Tonarms fix ist, kämen, glaube ich, seine Ortofon TA vermutlich eh nicht in Frage (18mm vs 17.2mm). ...Peter


Echt jetzt? Bei 0,8mm Höhenunterschied?
Ich habe jetzt gerade nicht nachgesehen, wie die effektive Tonarmlänge des Spielers ist.

Aber wenn man mal von "standardmäßigen" 221mm ausgeht, wie groß ist dann nochmal der Unterschied im Abtastwinkel?

Ich komme da auf ca. 0,2°. Wie macht sich das klanglich nochmal bemerkbar?
Yamahonkyo
Inventar
#28 erstellt: 03. Okt 2020, 11:08
Klar hört man das, genauso wie eine Überhöhung der empfohlenen Anschlusskapzitäten von nur 5pF.
Apropos, die neuen AT-VM95 Tonabnehmer arbeiten entgegen der Herstellerangaben (100-200 pF) laut einem Test von Albus sogar noch bis etwa 300 pF zuverlässig.

Der Tonarm ist sowieso vor Hause aus nicht exakt parallel zur Platte, sondern etwas nach vorne geneigt. Und das macht sogar Sinn.
Sonst müsstest du ja jedesmal, wenn du eine neue 180g Vinyl abspielen willst den Tonarm neu justieren. Denn Dann hast du ebenfalls eine Abweichung nach oben. Oder ganz übertrieben: Stell dir mal vor, eine deiner Platten ist leicht wellig. Willst du danebenstehen und während des Abspielens nachjustieren?

Und nochmal zu der berechneten Abweichung::

Formel:
Winkel = arctan(Gegenkathete : Ankathete)
Gegenkathete = Höhe Tonabnehmer
Ankathete = Länge Tonarm

Bei einer Höhe (AT) von 17.2 mm und der effektiven Tonarmlänge des AT-LP120XUSB von 230,5 mm ergibt sich somit ein Winkel von 4,27°
und bei einer Höhe von 18,0 mm ein Winkel von 4,47°. Die Abweichung beträgt 0,2°.

Man kann es auch übertreiben. Wenn das alles so wichtig wäre, dürfte man an den meisten Plattenspielern niemals einen anderen Tonabnehmer betreiben und sehr viele Forenmitglieder wären unzufrieden mit dem Klang.

Ich habe einige Eperimente durch seit ich im Forum angemeldet bin und mache mir mittlerweile noch weniger einen Kopf als vorher.
Mir reicht einer!

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 03. Okt 2020, 11:25 bearbeitet]
Gratwanderer_
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 03. Okt 2020, 11:12
Toller Bericht, hat Spass gemacht zu lesen.
Nur eins vielleicht, natürlich ist es relevant, wenn ich einen internen Vorverstärker verwende, ob der was taugt oder nicht. Beim denon dp300f hat der interne etwa 450 pF. Das mag das at 91 nicht so. Standard TA bei Auslieferung.

Aber davon ab. Klasse gemacht. 👌
pknig
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 04. Okt 2020, 10:56
Ich sagte nicht, dass es Sinn ergeben würde - aber ich weiß, was passieren wird, wenn es so ist, genauso wenn der Arm mit HS 30g wiegen sollte. Ich denke, dass es ein anderer Player werden wird, aber ich danke euch für euer Feedback.

Viele Grüße
Peter
kopffuss
Inventar
#31 erstellt: 02. Jun 2021, 10:29
Toller Bericht ,und danke für deine Arbeit und Zeitaufwand damit

Cris
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