Passender MC Tonabnehmer für Pro-ject Xperience

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Andy_Onair
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 08. Jun 2020, 14:12
Hallo zusammen,
fange gerade an mich wieder intensiv mit Plattenspieler zu beschäftigen. Einfach ein schönes Hobby.
Habe an den oben genannten Plattenspieler einen Goldring eroica lx ( MC System ) dran. Dieser klingt nach meinem Eindruck sehr differnziert was ich auch ganz gut finde, aber auch für meinen Musikgeschmack etwas undynamisch. Höre überwiegend Blues und Rock. Nun bin ich auf der Suche nach einem anderen geeigneten MC System.Würde hier eventuell gerne ein Grado System einsetzen. Weiß aber nicht ob überhaupt ein MC System von Grado für den oben genennten Plattenspieler geeignet ist.
Da ich zu meiner Zufriedenheit auch ein MM System von Grado an einem zweitgerät abspiele. Wäre es für mich ein interessanter Vergleich zwei Systeme MM und MC von diesem Hersteller zu spielen.

Wäre aber auch für Tipps für ein anderes MC System zu diesem Player dankbar.

Vorab vielen Dank

Beste Grüße
Andy
WilliO
Inventar
#2 erstellt: 08. Jun 2020, 14:24
Hallo Andy,
ich bin mit meinem MC-System AT33PTG/II bei gleicher Musikvorliebe sehr glücklich geworden! Allerdings erst nach umfangreichen Test's mit verschiedenen Phono-Pre's. Die Kombination mit dem Trigon Vanguard 2 hat sich bei mir als ideal erwiesen.

Gruß
Willi
.JC.
Inventar
#3 erstellt: 08. Jun 2020, 15:52
Hi Andy,

ganz allgemein gilt: MC Tonabnehmer mögen einen schweren Tonarm.

Weil idR die sog. Compliance (Nadelnachgiebigkeit) niedrig ist, also die Nadel recht steif ist;
d.h. MC ist nicht so gut geeignet für den Carbontonarm.
Andy_Onair
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 08. Jun 2020, 16:18
Hallo Willie, danke für Deinen Tipp. Lg andy
WilliO
Inventar
#5 erstellt: 08. Jun 2020, 16:42
@JC.:
Es gibt solche und solche MC's.
Das AT33PTG/II funktioniert dank seiner praxisfreundlichen Compliance hervorragend an mittelschweren Tonarmen - wie z.B. dem meines Dual 721.
Gruß
Willi
Andy_Onair
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 08. Jun 2020, 18:07
@JC
Vielen Dank für Deinen Rat zu den Tonarm. Da wusste ich gar nichts drüber. Hatte den Dreher damals gebraucht mit dem Goldring mc System gekauft. Werde auf jeden Fall mit drauf achten. Daher ist der Dreher wohl auch ursprünglich mit nen MM System bestückt gewesen. Lg Andy.
Andy_Onair
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 08. Jun 2020, 18:16
@Willi, habe den marantz pm11s1 an den Player. Wollte da eigentlich keine zusätzlichen pre amps dran setzen.
Jazzy
Inventar
#8 erstellt: 08. Jun 2020, 18:24
Wäre mir neu,das Grado MCs produziert. Und dynamisch reißen die ja auch nicht gerade Bäume aus.
Andy_Onair
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 08. Jun 2020, 19:08
Hallo Sven, vielleicht hätte ich die Frage vorab stellen sollen, ob es von Grado überhaupt mcs gibt. Auf meinen alten Sony spielt Grado als mm system für meinen Geschmack ganz gut. Wie erwähnt, bin Neueinsteiger. Meine Vorstellung war auch auf beiden Playern verschiedene Systeme von einem Hersteller zu spielen. Das kann ich glaube ich jetzt aufklärender Weise knicken. Wenn ich schon zwei Player habe. Wäre es nice to have beide in verschiedenen Systemen zu spielen. Lg Andy
raindancer
Inventar
#10 erstellt: 08. Jun 2020, 20:58
Ein Ortofon MC20 (MC20 hat bei mir ein Goldring Elite 1 abgelöst und kann alles besser, vor allem ists zackiger, flinker. Da es eine rel. hohe Masse aufweist paßt es zu deinem Tonarm, mit dem Marantz klappts auch, meins hängt an einem PM17. Manko: Es hat einen geringen Ausgangspegel, d.h. folglich ein großer Lautstärkesprung bei Umschaltung auf hochpegelquellen.
Andy_Onair
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 09. Jun 2020, 08:50
Hallo raindancer,
danke für Deinen Tipp. Und überhaupt für die Beiträge hier in der Runde. Klasse. Bin mir noch nicht so schlüssig wie ich mich orientiere. Halte Euch aber sehr gerne auf den Laufenden. Überlegen jetzt sogar den Sony auf MC und den Project auf MM zu rüsten. Quasi ein Tausch der Systeme. Gruß Andy
WilliO
Inventar
#12 erstellt: 09. Jun 2020, 09:59
Hallo Andy,
wenn du ein LO-MC-System verwenden willst wirst du wahrscheinlich um den Einsatz eines Phono-Pre's nicht herumkommen. Wie "Raindancer" bereits geschildert hat kann man das auch ohne machen hat dann aber die (wohl extremen) Pegelunterschiede.
Ein weiteres "Problem" ist das sich die in den Hifi-Verstärkern verbauten Phono-Eingänge meist gar nicht -oder nur rudimentär- anpassen lassen. Diese Thema gibt es insbesondere auch bei Verwendung von MM-Sytemen von z.B. AT oder Nagaoka.
Wie du sicher erkennst ist dieses Thema unglaublich facettenreich und bedarf eingehender Information - um grobe Enttäuschungen zu vermeiden u n d unnötiges Lehrgeld zu zahlen.

Gruß
Willi
HiFi_Sepp
Inventar
#13 erstellt: 09. Jun 2020, 11:09

.JC. (Beitrag #3) schrieb:
Hi Andy,

ganz allgemein gilt: MC Tonabnehmer mögen einen schweren Tonarm.

Weil idR die sog. Compliance (Nadelnachgiebigkeit) niedrig ist, also die Nadel recht steif ist;
d.h. MC ist nicht so gut geeignet für den Carbontonarm.


So sehe ich das auch.
Der Pro-ject Arm ist viel zu leicht für ein MC System.

Wobei ich selbst am 9c Tonarm ein Goldring Eroica LX hatte. Das war zwar ok, aber klang an einem schwereren Tonarm viel besser....
Andy_Onair
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 10. Jun 2020, 10:48
Hallo zusammen,
jo, plane auf meinem Pro-Ject Perspective den derzeit bestückten Goldring eroica lx MC Tonabnehmer gegen einen Ortofon 2M blue oder red MM auszutauschen. Wegen dem Karbonarm wäre das wohl die bessere Option. Das Buch mit den sieben Siegeln habe ich nun mal aufgeschlagen. Habe derzeit großes Interesse darin auch weiter zu stöbern.
Jetzt habe ich als Pre Amp noch nen alten Lehmann zur Verfügung. Hatte den auch kurzzeitig mal an den Project dran gehabt. Hatte das Teil aber wieder entfernt. Der Lehmann scheint ja sehr beliebt zu sein. Konnte aber irgendwie nicht wirklich eine hörbare Verbesserung gegenüber meinem Marantz PM11S1 wahrnehmen. Die Jumper oder wohl auch Mäuseklavier genannt, waren auf MC eingestellt.
Dann habe ich den Pre Amp nach Bedienungsanleitung auf MM umgestellt und an meinen zweiten Sony PS-T1 Dreher mit Grado MM System angeschlossen. Neben Musik kam ein starkes Brummen auf. Hab das Teil dann sofort wieder deinstalliert.
Befürchte mal das dieses Brummen an einigen Faktoren liegen kann. Zum Beispiel zu nah am Plattenspieler. Oder zu viele Kabel in unmittelbarer Nähe die eventuell eine Spannung auslösen können. Oder aber auch das, bei meinen begrenzten Kenntnissen an der Umstellung irgendwas nicht beachtet habe.
Würde den Lehmann aber nach euren Rat zum Pre-Amp jetzt gerne auf MM nochmal anschließen.
Habe den Lehman damals gebraucht erstanden. Jetzt habe ich gelesen das, man im Innern des Gehäuses auch eine Umstellung vornehmen muss. Habe im Innern aber nichts zum Umstellen gefunden.
Kann es sein das dieser Lehman in seiner Typenbezeichnung diese Option gar nicht hat ?
Ist ein Lehmann Black Cube mit externen Netzteil.
LG Andy
Jazzy
Inventar
#15 erstellt: 10. Jun 2020, 18:11
Lies die BDA: BDA
raindancer
Inventar
#16 erstellt: 11. Jun 2020, 08:13

Andy_Onair (Beitrag #14) schrieb:
plane auf meinem Pro-Ject Perspective den derzeit bestückten Goldring eroica lx MC Tonabnehmer gegen einen Ortofon 2M blue oder red MM auszutauschen. Wegen dem Karbonarm wäre das wohl die bessere Option.

Nein, das ist ein downgrade. Die Faustformel leichterTonarm>kein MC kann mit dem von mir empfohlenen MC20 gebrochen werden, die Res.freq beträgt 9,5 Hz , perfekt. Praktisch hier erprobt mit einem noch leichteren Thorens TP16/ III.

Der Marantz PM11 hat eine gute Phonostufe, da kann der kleine Lehmann eh nicht mit.
hpkreipe
Stammgast
#17 erstellt: 13. Jun 2020, 21:29
Hi,

immer diese pauschalen Aussagen MC benötigen Tonarme mit hoher effektiver Masse.

Das stimmt pauschal nicht und kann ja auch entsprechend Näherungsweise ausgerechnet werden.

Das Goldring Eroica passt also zum ProJect Tonarm mit 8g - perfekt

Das angegebene MC20 auch, kann das aber mit dem ProJect Gegengewicht ausbalanciert werden? 9g funktioniert nicht immer.

Um auf die Aussage bezüglich der MC und hohen effektiven Masse zurückzukommen:

Ich meine, das stammt aus dem Denon DL103 Hype. Der 103 ist wirklich sehr hart gefedert und benötigt eine hohe effektive Masse.
Die van den Hull nach Rechnung eher sehr leichte Tonarme.

Es hilft nichts:

Man muss eben einen passende Kombination eruieren und dann ggf. testen.

Dann das Problem mit der Angabe zur Nadelnachgiebigkeit- es sollte für die Berechnung hier eine Angabe bei 10 Hz herangezogen werden.

In Japan wird in der Regel ein Wert bei 100Hz angegeben. AT gibt dann noch die statische = 0 Hz Angabe dazu, da kann dann abgeschätzt werden. 100 Hz Angabe mit 1.75 multiplizieren. Ist das über der statischen Angabe, 1,5 als Faktor nutzen, ist das noch weit weg - Faktor 2.

Wenn Du wirklich um 600€ investieren möchtest, Goldring Elite und die Abkömmlinge bei Transrotor in Auge fassen. Die Nadel ist da der Unterschied, sonsT passen die wie das Eroica. Goldring ist bezüglich der Spezifikationen auf deren Webseite vorbildlich.

Das PTG/II ist zumindest an 18g effektiver Masse nett.

Das Rega Ania hatte ich dann immer noch auf der Liste - halte ich mit der „schnöden“ Ellipse für im Preis ambitioniert. Hana und TAD haben neue MCs. Da die auch aus Japan kommen, ist deren Angabe zur Nadelnachgiebigkeit immer in Frage zu stellen.

Die neue ATOC9 Serie, könnt auch ein Blick wert sein.

Zu Grado, deren MI Prinzip, das bei den Tonabnehmern mit einer Funktion am MM-Eingang quasi universell bezüglich der Eingangskapazität funktioniert, klingt bei richtiger Justage eben nicht analog, sondern richtig.

Die höher eingepreisten Grados im Holzkorpus liefern dann auch bessere Nadelschliffe und auch MC Ausgangsspannungen. Die sollen auch eine Sünde wert sein. Ich komme mit Holz als Material nicht so klar. Aber gut.
Black_Cat_85
Inventar
#18 erstellt: 15. Jun 2020, 16:30
Hallo Andy,

hier solltest Du mal mitlesen:
https://www.analog-f...cc-evolution-tonarm/

VG
BC
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