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HIGH OUTPUT MC

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jazzfusion
Stammgast
#1 erstellt: 16. Sep 2003, 07:37
Tach zusammen!

Ich möchte mir für meinen ROXAN XERXES MK2 Plattenspieler mit TABRIZ Tonarm in ZI-Version ein neues System kaufen. Da mein BRINKMANN-Vorverstärker für MM ausgelegt ist (Ein Umbau auf MC ist möglich - mir aber zu umständlich, und zu kostspielig.), sollte es ein MM-System oder ein High-Output MC-System sein. Maximal will ich bis ca. 750,- € investieren.

Wie sind Eure Erfahrungen / Meinungen zum Thema High-Output-MC contra MM-System? Oder bevorzugt Ihr grundsätzlich lieber MC-Systeme? Empfehlungen sind ebenfalls willkommen.
airdbear
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 16. Sep 2003, 10:12
hai!

ich habe jetzt eine woche lang das benz ace h mit dem thorens 850 ausprobiert - war schon recht ordentlich, wie fein der spielt. hard rock ist aber eher fad damit - da muss ich noch weitersuchen. kann aber auch am thorens gelegen sein - ist schwer zu beurteilen. als laufwerk werde ich mir wahrscheinlich den calypso von acoustic signature zulegen mit einem pro-ject 9c tonarm - vielleicht geht ´s dort mit dem ace h besser...?!
audio technica oc9 würd ich mir nicht mehr kaufen, war nicht so rein und fein, wie ich es gerne hätte...(hab ich auf kuzma verwendet...) - deswegen steig ich jetzt auch um!

viel spass beim suchen und testen!
stefan
Albus
Inventar
#3 erstellt: 16. Sep 2003, 11:06
Tag Jazzman,

mir scheint, angesichts der gehobenen Ansprüche sowie der hoch einzustufenden Qualität des MM-Zweiges des BrinkmannVV ist MM die optimale Wahl.
Und überhaupt lautete die Gleichung so: MC+Übertrager oder MC+MCAmp = MM+EqAmp. Merke: Der Solid-State EqualizerAmp für MM ist im Brinkmann vorhanden; gute Übertrager, eingebaut oder separat, sind selten und sehr teuer, ebenso gute MCAmps, eingebaut oder separat, die sind selten und sehr teuer. - MC HighOutput sind nun einmal MC; MC HO, an einen MM-Eingang angeschlossen, sind unter dem Gesichtspunkt des Geräuschspannungsabstandes stets sub-otpimal oder gar doch noch schlecht (die ausführliche technische Begründung schenke ich mir jetzt).

Und nun, welchen Tonabnehmer? Rückfrage, welchen hattest Du bisher? Hat der Gefallen? - Also, im Anlagenzusammenhang betrachtet, die MM-Empfindlichkeit liegt (vermutet, vermutet - kein Schreibfehler) bei ca. 2,5 mV, der Eingangswiderstand bei 47 Kiloohm, die Eingangskapazität bei niedrigen ca. 150 pF. Ist die Kapazität beim BrinkmannVV nicht sogar anpassbar?

Euro 750 sind nicht wenig Geld für einen MM-Tonabnehmer. Warum nicht für den ROKSAN aus Engeland einen Goldring aus Engeland? Den besten MM-TA, den Goldring herstellt, heißt G 1042 Reference, liegt bei Euro 480. Die Grado-TA sind bisher immer abschlußkritisch gewesen (Widerstand und Kapazität). Zunächst ließe ich die Finger davon.

(Und? Ich selbst benutze ein Yamaha MC 1000, ein Yamaha MC 501, ein Ortofon MC Nr. 2, ein Shure Ultra 500 (ja MM!). Ich habe auch aus der Vergangenheit mitgebrachte eingebaute hervorragende MCAmps und separate erstklassige Übertrager.)

Freundliche Grüße!
Albus


[Beitrag von Albus am 16. Sep 2003, 11:14 bearbeitet]
jazzfusion
Stammgast
#4 erstellt: 16. Sep 2003, 12:07
Hallo Albus,

immer nett, von Dir zu hören!

Wenn ich Dich recht verstehe, würdest Du - in Verbindung mit dem BRINKMANN - ein MM bevorzugen.
Worin besteht für Dich der klangliche Unterschied zwischen HOMC und MM? Könntest Du das mit einfachen Worten erklären? (Habe kein technisches Verständnis. Du weisst ja - Holzwurm!)
Habe derzeit das MM CORUS BLACK. (War damals im Lieferumfang enthalten.) Ist ein modifizierter GOLDRING-Abtaster. Prinzipiell ist er gut, aber ich denke, es geht noch besser. (HIGH-END-Syndrom!)
GRADO ist mir schon untergekommen, habe ich aber noch nicht gehört. Und die haben so schöööne Holzgehäuse . . .
Kapazität VV ist, meines Wissens nach, von aussen nicht anpassbar. Innen vielleicht, aber das ist nicht meine Baustelle.
Albus
Inventar
#5 erstellt: 16. Sep 2003, 12:28
Tag Jazzman,

die alte Geschichte, gehaltvolle Konversation nimmt unsereins gefangen, womit ich die Komplimente mit Vergnügen zurück gebe.

Der Unterschied MM : MC HO = MM haben schönere Klangfarben. Kurz und gut gesagt.

Nach Erinnerung ist das CORUS ein einfacheres Goldring-Modell. Das geht bestimmt besser. Die Grados sind auf Stimmenwiedergabe (=Mittellagen) getrimmt (Joseph Grado hatte sich einst auch als Opernsänger betätigt). Holz hat keinerlei abschirmende Wirkung, manchmal kommt es darauf an, zB wenn der Motor einstreut. Ist beim ROKSAN XERXES der Motor separiert? ist doch im oder direkt am Laufwerk?

Unter HIGH END-Perfektionismus müßte man den PL natürlich genau untersuchen (Schwingungsoptimum des Tonarmes unter Berücksichtigung der Stellung des Gegengewichtes, optimale Auflagekraft im Hinblick auf die Führungsfähigkeit des Tonarmlagers usw.).

Einfacher wäre, seinen schönen Geschmack noch etwas vor zu klären, und dann ein feines Tonabnehmer-System zu erwerben - das auch perfekt einzubauen wäre. Eigentlich eine passende Aufgabe für einen tüchtigen Händler.

Freundliche Grüße!
Albus


[Beitrag von Albus am 16. Sep 2003, 12:29 bearbeitet]
jazzfusion
Stammgast
#6 erstellt: 16. Sep 2003, 13:57
Wieder Hallo Albus,

MM = schönere Klangfarben gefällt mir!
Werde es beherzigen. Kommt mir ohnehin gelegen . . .

Ja, Motor ist im Laufwerk. Leider haben nicht viele Händler Erfahrung mit XERXES; daher Auswahl begrenzt. Und mein ROKSAN Händler hat nicht viele Systeme. Na, schaun mer mal . . .

Danke! Freue mich auf unsere nächste Begegnung . . .
sentellion
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 22. Feb 2004, 18:33
Hi,Stefan.
Habe gelesen,das Du das Benz ACE H für Hard-Rock nicht so empfehlen kannst.Wollte mir die M-Version,für meinen Denon DP37F anschaffen.Höre allerdings auch sehr viel Hard Rock und "True" Heavy Metal(Priest,Maiden).Meinst Du ich sollte vielleicht die Finger vom Benz lassen,und evtl. mal nach einem anderen System schauen
Braintime
Stammgast
#8 erstellt: 22. Feb 2004, 18:56
Hi,

wie wär´s mit der nächst höheren Benz-Stufe? Das Wood schraubt mein Händler bevorzugt auf den Roksan und das geht dermaßen vorwärts, macht Klangfarben, ist seidig, ausgewogen, knackig - einfach alles.

Übrigens, das ACE hab ich sehr wohl schon mit Rockmusik gehört, das geht richtig gut! Ich denke, dass eher der 850 damit ein Problem haben könnte...

Grüße

Klaus
vinylrules
Stammgast
#9 erstellt: 22. Feb 2004, 20:07
Hallo Jazzman,

ein Xerxes MkII ist mir nicht bekannt. Meinst Du vielleicht einen Xerxes X (oder 10) oder den Ur-Xerxes mit neuerem Netzteil und Motor? Der 10er läßt es etwas ruhiger angehen als der alte Xerxes und auch das Chorus Black ist nicht das schnellste. In dieser Kombi würde ich auch zum G1042 raten obwohl ich es an sich nicht so gern mag. Wenn es der ältere ist sollte das neueste Shure V15 gut gehen. Oder gleich versuchen Albus das Ultra 500 abzukaufen (wird zwar nicht mehr gebaut, aber die neuen V15 Nadeln sollen passen), oder versuchen gebraucht zu kaufen – dann auch das Ultra 400. Gab es überhaupt jemals ein so gutes MM wie das 500er Albus? Das AT 180ML vielleicht?
Gruß
Matthias
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 23. Feb 2004, 01:02
Hallo Jazzmann,

hmm, die Brinkmann fein mußt Du nicht unbedingt auf MC umbauen lassen. Wenn Du den passenden MC-Übertrager findest, dann wirst Du mit einem MC-System wesentlich mehr Freude haben, als mit einem MM-System.

Von den Goldring-Systemen kann ich Dir nur abraten. Ich habe bislang wesentlich mehr Personen getroffen, die bei den Goldrings Probleme mit Sibilanten hatten und das System schnellstmöglich gegen was anderes wechselten.

High-Output MC-System sind irgendwie Zwitter, bei denen die Spulenkonstruktion die hohe Ausgangsspannung bewerkstelligen kann. Somit spielen diese imho weniger musikalisch, weniger homogen und etwas langsamer als ein echtes MC-System. Auch sind diese High-Output-Systeme nicht an jeder Phonostufe ohne weitere Probleme einsetzbar. Allerdings gibt es für diese Systemgattung einen recht guten Trick:

Betreibst Du ein HO-MC-System über einen Übertrager, verliert es seine "Zickigkeit" und spielt fast genauso auf wie sein LO-MC-Kollege. Trotzdem bleibt im direkten Vergleich natürlich ein kleiner qualitativer Unterschied übrig.

Bleibt die Frage nach einem passenden Übertrager:

Für MC-Systeme mit einer Impedanz unter 20 Ohm (also z.B. Koetsu, Kiseki, Ortofon Rohmann, Ortofon SPU, etc.) würde ich Dir die nachfolgenden empfehlen wollen, wobei die Reihenfolge meine persönliche Wertung darstellt:

MCT-SPU
Jensen
Ortofon STM72
Audio Technica AT-630
Technics MC-305
Ortofon T-20
Ortofon T-30

Für MC-Systeme mit höherer Impedanz (also z.B. Denon DL-103, Ortofon MC25FL, Benz etc.) würde ich Dir die nachfolgenden Übertrager empfehlen wollen:

MCT-2
MCT-1
Mayware T-24
Lundahl

Ok, ich gebe zu, daß die Siuche nach einem passenden Übertrager nicht immer ganz einfach ist. Ich habe auch verscheidene ausprobiert, bis ich den für meine Ohren und zu meinem MC-System passenden gefunden hatte. Aber es lohnt sich...

... auch wenn die von Dir veranschlagten EUR 750,00 dann schon ziemlich kanpp kalkuliert sind. Ein MCT-SPU kostet z.B. alleins chon EUR 1000,00, ist aber jeden Cent davon auch wert. Ein MCT-1 etwa die Hälfte, aber auch dieser ist z.B. mit einem Denon DL-103 oder einem High-Output MC fast unschlagbar.

Ich würde es mal so beschreiben wollen: Übertrager-Lösungen für MC-Systeme sind nciht günstig aber angesichts der klanglichen Performance dennoch preiswert.

Ja, die Systemwahl ist natürlich auch so eine Sache und direkt Deinem persönlichen Gusto unterworfen.

Auch auf die Gefahr hin, daß ich hier nun den philosophischen Glaubenskrieg entfache, kann ich eigentlich nicht zu Systemen mit scharfem Nadelschliff raten. Dies aus zweierlei Gründen: Sind diese scharfen nadeln nciht peinlichst genau justiert, peinigen Dich bei der Wiedergabe hörbare Probleme bei Sibilanten und Laufgeräusche in Form von Hintergrundrauschen und Knistern. Zudem wirken diese scharfen nadeln dann wie ein Schneidstichel und betätigen sich als Plattenfräse.

Sphärische Nadelschliffe tasten die Rille zwar nicht bis in deren Untiefen ab, können aber mit einer wirklich homogenen und musikalischen - sozusagen einer ganzheitlichen - Abtstung brillieren.

Ich für meinen teil bin von den scharfen Nadeln wieder komplett abgekommen und höre heute mit Fidelity research FR-1 MK II (leicht elliptisch), Denon DL-103 (konisch), Supex SD-901 Super (sphärisch) und hoffentlich bald auch mit Supex SD-900 Super.

Wenn es doch ein MM-System werden soll, so würde ich z.B. zu den folgenden Systemen tendieren:

Decca London
Shure V15xVMR
Grado Signature Wood
Ortofon OM 30 Super

Gruß

Rolf
Holger
Inventar
#11 erstellt: 23. Feb 2004, 02:19
Ich betreibe Supex SD 900 Super und Ortofon SPU GM/E per Übertrager Audio Note S2 Low (an die MM-Stufe des Röhrenverstärkers) sowie drei verschiedene Versionen des Denon DL 103 über den Denon-Übertrager AU-320 am Brinkmann Fein.
MM kommt über die ASL Mini Phono sehr gut, z. Zt. noch das Shure M-75 ED Type 2 (echt klasse, trotz des Billigheimer-Rufs), aber ich erwarte die Tage eine Nadel VN 35 MR für mein V15-III und bin darauf mal gespannt.
Die eindeutig beste Performance - auch wenn das V15 aufgerüstet ist, da bin ich sicher - bietet aber die Kombi SPU/AN (die ist aber leider mit zusammen 1500 Euro auch eine recht teure Variante, zugegeben).
Früher hatte ich als Medium-Output-MC ein Benz Glider (0,9 mV) am Linn Linto, das war auch sehr sehr gut (in der LP12/Ittok-Kombination). Nach dem Verkauf von Linn und Benz zu Gunsten von Thorens TD 124 und SME 3012 ist der Linto ist auch mit dem SPU gut klargekommen, trotzdem habe ich, nachdem ich ein SPU GM/E im 3012 auf Garrard 301 über den AN gehört habe, nicht gezögert, den Linn gegen den S2 zu tauschen, auch und gerade weil ich mein SPU ebenfalls im 3012 auf dem Garrard 301 fahre.
Und damit bin ich jetzt angekommen, würde ich sagen.
Albus
Inventar
#12 erstellt: 23. Feb 2004, 11:01
Morgen Matthias,

das SHURE Ultra 500 sehe ich als einen absolut erstklassigen MM-Tonabnehmer an, unübertroffen im MM-Segment, teuer genug war er damals, selbst noch mit Preiszugeständnis des Händlers (der sich über das Geschäft freute, verkaufte er Derartiges doch selten). - Es war ein konstruktiver Mangel der AUDIO-TECHNICAs, dass die MM-Typen eine offen liegende und leicht seitlich verschiebliche Nadellagerung hatten. Klanglich hielt ich das AT 20 SS lange Zeit hoch.

MfG
Albus
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