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Multiplex - Schiefer - Unterlagen?

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vogeldrums
Stammgast
#1 erstellt: 17. Mrz 2005, 12:23
Hallo Leute,
habe vor zwei Wochen meinen ersten Plattenspieler (Clearaudio Emotion) gekauft. Leider steht der Player aus Platzgründen auf einer Glasplatte und der Sound ist daher wohl noch zu optimieren.
Ich habe schon öfter von Schiefer und Multiplex Unterlagen gelesen und würde mal gerne wissen was die klanglich bringen (bin auch für Links in andere Threads dankbar) und wo man z.B. eine Multiplex-Platte herbekommt. Wie dick sollte sie z.B. sein und kann man sowas auch beim Tischler/Baumarkt bekommen oder unterscheiden sich Untelagen aus dem Fachmarkt vom Baumarkt??? Wo es Schiefer gibt weiss ich auch nich, würde mich ebenfalls interessieren - genauso wie Preise.
Besten Dank
Gruß
Frank

Ach ja: oft ist ja schon über den Emotion sehr gestritten worden - mir gefällt er (auch optisch) aber es gibt auch sicher andere sehr gute Geräte zu dem Preis. Also bitte nicht dem Emotion niedermachen wie oft schon geschehen, sondern jedem seinen Spass am Hobby lassen.
ja?
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 17. Mrz 2005, 12:35

vogeldrums schrieb:
Hallo Leute,... dem Emotion niedermachen wie oft schon geschehen, sondern jedem seinen Spass am Hobby lassen.


Aber etwas fehlt. Nämlich die technisch notwendige akustische isolation zum untergrund. Ist das kein grund, den player nicht zu empfehlen?
Was machste jetzt? Du musst schaun, dass du das ding irgendwie (resopalplatte reicht ) auf eine weiche unterlage (lascher Fahrradschlauch) gestellt bekommst, sodass es doch im lot stehen bleibt (ist kompliziert, weshalb sowas doch besser ab werk eingebaut sein sollte).
Eine andere möglichkeit, trittschall/körperschall des untergrundes (und nur um den gehts) zu isolieren gibt es nicht!

Ach noch was: der tonarm ist ein tangentialer? Dann ist der ziemlich kurz (wie bei den unsäglichen Dynavektor). Das bedeutet schon geometrisch, dass sich jeder höhenschlag in eine relativ große tonhöhenschwankung wandelt - je höher das lager über der plattenebene desto mehr

viel spaß noch

PS: ich habs nochmal wegen Wow und Flutter durchgerechnet. Bei einem normalen arm mit 220mm länge, 1cm über plattenebene gelagert sinds in den aussenrillen 0.02% tonhöhenschwankung pro millimeter höhenschlag, innen das rund dreifache. Es hängt auch noch (proportional) von der anzahl der "wellen" pro umdrehung ab, ich habe einfach mal 4 angenommen.
Bei einem tangentialen mit lagerung etwa 2cm über der plattenebene und länge um 10cm (Dynavektorknüppel: 5cm!!!) vervierfacht sich der wert ungefähr (Dynavektor: *8!!!), das heisst auf 0.08% pro mm höhenschlag aussen, innen 0.24%/mm. Die grenze nach der vielgeschmähten HIFI-norm liegt bei 0.2% (Dynavektor -> ...!!!)!
Dabei nicht eingerechnet ist der zusätzliche einfluss der nicht mehr ebenen projektion der plattenoberfläche ...
In den 80er hat es deshalb unter dem eindruck der tollen werte per direktantrieb (<< 0.01%) das bestreben gegeben, das lager für die vertikale ta-bewegung auf die plattenebene herunterzubringen (u.a. d. neueren DUAL), um den höhenschlaginduzierten schwankungen den garaus zu machen. Tja, die hifi-lachpresse meinte noch, direktantrieb neige zu "langsameren aber insgesamt höheren gleichlaufschwankungen" - messfehler wegen unterbliebener fensterung vieleicht ...


[Beitrag von ja? am 17. Mrz 2005, 13:19 bearbeitet]
vogeldrums
Stammgast
#3 erstellt: 17. Mrz 2005, 15:59
Hallo,
danke für die Antwort. Tja jetzt diskutieren wir ja doch über den Emotion (haben den einfachen mit Satisfy Arm) aber meine Steilvorlage konnte man ja nicht einfach so stehen lassen - sehe ich ja ein!
Unabhängig vom Spieler sollte das Gerät ja vernünftig aufgestellt sein. Bei dem einen Gerät muss anscheinend aber mehr darauf geachtet werden als bei anderen und der Emotion scheint wohl einer zu sein wo mehr darauf geachtet werden muss. Ich denke sooooooo schlecht ist er ja auch nicht und weiterempfehlen muss man ihn ja auch nicht unbedingt. Schließlich ist im Forum ja meistens Einigkeit darüber das Tipps und oder vor allem Testberichte wenig nutzen; jeder muss sich sein eigenes Bild machen ob Preis/Technik/Optik/Klang etc. in welcher Gewichtung auch immer ein Gerät attraktiv machen oder eben nicht.
Über weitere Tipps bezüglich Multiplex-Platten und Schieferplatten würde ich mich freuen.
Gruß
Frank
Murray
Inventar
#4 erstellt: 17. Mrz 2005, 16:06
Bau dir was in Sandwichbauweise!
Hol dir drei Multiplexplatten, die etwas größer sind als der Plattendreher!
Dann: Platte 1 hinlegen, Platte 2 aussägen, daß quasi nur der Rand überbleibt, dann auf Platte 1 kleben! Die so entstandene "Wanne" mit Sand füllen (Trocken bitte! , z.B. Sand für Vögelkäfige!)! Alles glattstreichen und darauf die dritte Platte!
Unten drunter noch 3(!) höhenverstellbare Spikes und fertig ist die Sache!
Es ist schwer, absorbiert durch den Sand gut den Trittschall und lässt sich auch noch perfekt horizontal ausrichten!

Murray
vogeldrums
Stammgast
#5 erstellt: 17. Mrz 2005, 17:30
Hallo Murray,
das hört sich doch schon ganz gut an. Da du nichts spezielles zur Multiplexplatte erwähnt hast begebe ich mich einfach mal in den Baumarkt und schaue was da so zu bekommen ist. Das mit dem Vogelsand sollte ich auch wohl noch hinbekommen. Gibt´s denn solche "gefüllten Bretter" auch so zu kaufen - na wie ich den Zubehörhandel kenne dann wahrscheinlich zu immensen Preisen?!
Danke und Gruß
Frank
GandRalf
Inventar
#6 erstellt: 17. Mrz 2005, 17:35
Moin auch,


Gibt´s denn solche "gefüllten Bretter" auch so zu kaufen - na wie ich den Zubehörhandel kenne dann wahrscheinlich zu immensen Preisen?!


z.B. Fa.Creaktiv "the Rest" (lackierte Multiplexplatten mit Sandfüllung und Spikes) ab ca. 120 Euro aufwärts.

Multiplex gibts im Baumarkt, Schiefer beim Steinmetz.


[Beitrag von GandRalf am 17. Mrz 2005, 17:38 bearbeitet]
Murray
Inventar
#7 erstellt: 17. Mrz 2005, 17:37

GandRalf schrieb:
Moin auch,


Gibt´s denn solche "gefüllten Bretter" auch so zu kaufen - na wie ich den Zubehörhandel kenne dann wahrscheinlich zu immensen Preisen?!


z.B. Fa.Creaktiv "the Rest" (lackierte Multiplexplatten mit Sandfüllung und Spikes) ab ca. 120 Euro aufwärts. ;)


Kostenpunkt für eigene Herstellung: Vielleicht 25 euro, je nach Preis für Holz und Spikes....

Murray
vogeldrums
Stammgast
#8 erstellt: 17. Mrz 2005, 17:38
Wow ging das schnell mit der Antwort, habe gerade gegoogelt und bin auch schon auf Geräteplattformen gestoßen - vielleicht kann ich ja gebraucht irgentwo was günstiges bekommen bevor ich meine beiden linken Hände aktivieren muss. Im "Notfall" bekomme ich den Tipp von Murray aber wohl noch hin.
Gruß
GandRalf
Inventar
#9 erstellt: 17. Mrz 2005, 17:43
Moin Murray:

Habe nur eine Frage beantwortet.

Ich mache mir die Sachen auch selber.

Hier meine Wandhalterung mit Schieferplatte:



vogeldrums
Stammgast
#10 erstellt: 17. Mrz 2005, 17:54
überzeugt, gehe nächste Wochen Materialen suchen!!! Melde mich nach hoffentlich erfolgreicher Werkaktion mal wieder.
Gruß
Frank
ja?
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 18. Mrz 2005, 09:36

vogeldrums schrieb:
überzeugt, gehe nächste Wochen Materialen suchen!!! Melde mich nach hoffentlich erfolgreicher Werkaktion mal wieder.
Gruß
Frank


Hi,

Ich nehme an, dass dir die argumentation zur aufstellung des PS nicht zugesagt hat. Warum willst du dem rat nicht folgen, und den PS weich aufstellen?

mfg
vogeldrums
Stammgast
#12 erstellt: 18. Mrz 2005, 10:37
Hallo,
weich aufstellen wird glaube ich etwas schwierig ins Lot zu bringen sein bei mir . Der Spieler hat ja keine höhenverstellbaren Kegel und mein Rack auch nicht. Den Vorschlag eine Platte zu nehmen und diese mittels Kegeln ausrichten zu können ist glaube ich besser zu bewerkstelligen als einen weichen Untergrund gerade zu kriegen. Lasse mich auch gerne belehren wenn ich mich irre - habe auch schon im Handel gesehen, dass es weiche Unterlagen gibt zum ausbalancieren nur leider natürlich nicht günstig zu haben.
Gruß
Frank
ja?
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 18. Mrz 2005, 10:39

Murray schrieb:
Bau dir was in Sandwichbauweise! :)... Es ist schwer, absorbiert durch den Sand gut den Trittschall und lässt sich auch noch perfekt horizontal ausrichten!

Murray


Hallo,

Sandwich find ich gut. Ein Hamburger ist ja auch nur ein aufgemotztes ... Aber zur Sache, wie soll der sand trittschall "absorbieren"?

Danke!
Pyreen
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 18. Mrz 2005, 11:40

Aber zur Sache, wie soll der sand trittschall "absorbieren"?


Wie soll der Sand Trittschall NICHT absorbieren? Jeder Stoff mit einer Masse > 0 (d.h. ausser theoretischen/subelementaren Teilchen) hat strahlungsabsorptive Eigenschaften; Sand, Kaffee, die Luft, die Du atmest, etc. . Genauso wie reflektive und transmissive Eigenschaften. Die Frage ist also nur, ob das Dämpfungsvermögen des Sandes quantitativ ausreicht, und diese ist auch nicht ohne weiteres zu beantworten, da die relevanten Variablen, d.h. Frequenz/Wellenlänge der zu absorbierenden Strahlung sowie Zusammensetzung und damit physikalische Eigenschaften des infragekommenden Sandes uns unbekannt sind.
Definitiv sagen kann man nur, das vorhandener Sand mehr Strahlung absorbiert als nicht vorhandener, und Zufügen desselben damit sinnvoll ist, sofern der Sand nicht einen grösseren Anteil der einfallenden Strahlung streut/durchlässt als absorbiert,was ich aufgrund der guten alten Empirik für für wahrscheinlich halte.
ja?
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 18. Mrz 2005, 12:04

Pyreen schrieb:

Aber zur Sache, wie soll der sand trittschall "absorbieren"?


Wie soll der Sand Trittschall NICHT absorbieren? ... sofern der Sand nicht einen grösseren Anteil der einfallenden Strahlung streut/durchlässt als absorbiert,was ich aufgrund der guten alten Empirik für für wahrscheinlich halte.


Na na,

das hört sich ja schon ganz anders an, das mit dem "für wahrscheinlich halten". Ich halte es für nicht wahrscheinlich, bin mir sogar ziemlich sicher, dass es nicht klappt. Der sand bewegt sich innerhalb des sandwich ( ) als kompakte masse, wie ein stein. Mit dem sand hat man bezüglich der vertikalen beschleunigung (ziemlich hochgestochen, oder?) die masse des untergrunds erhöht, aber nichts gedämpft, bestenfalls etwas gedämmt. Der sand hilft nur was gegen verdrehen, scherungen, also gegen die intrinsischen eigenschwingungen der stellplatte, nicht aber gegen die weiterleitung des trittschall ... wie wärs mit ner wette, sportsmann?

ciao
Pyreen
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 18. Mrz 2005, 12:31

das hört sich ja schon ganz anders an, das mit dem "für wahrscheinlich halten"

Ne ne,ist schon alles kongruent. Sicher ist man in der Wissenschaft nie, Du weisst ja, nie verifizierbar immer falsifizierbar und so.
Dass Sand absorbiert, ist in dem Sinne wahrscheinlich, wie es wahrscheinlich ist, dass morgen die Sonne aufgeht; der arme Sand hat ja gar keine andere Wahl, als zu absorbieren, da er wie gesagt "Masse" besitzt.
Wo Du recht hast, ist dass wir nicht sagen können, ob diese absorptive Leistung gross genug ist, dem gewünschten Ziel ausreichend nahe zu kommen. Womit wir zur Wette kommen.
Wenn Du dir ne Probe vom infragekommenden Vogelkäfigsand schicken lässt, bin ich dabei
ja?
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 18. Mrz 2005, 15:17

Pyreen schrieb:

Wo Du recht hast, ist dass wir nicht sagen können, ob diese absorptive Leistung gross genug ist, dem gewünschten Ziel ausreichend nahe zu kommen. Womit wir zur Wette kommen.
Wenn Du dir ne Probe vom infragekommenden Vogelkäfigsand schicken lässt, bin ich dabei ;)


Nicht dass die wette versandet: Was soll um welches maß mit welchem mittel erreicht werden? (Wir wetten, weil ich mir das wie nun gar nicht vorstellen kann)
DL968
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 18. Mrz 2005, 17:37
Servus beisammen,
jetzt gehts aber arg in die Physik.
Respekt!!!
Ist es einfach ausgedrückt nicht so, daß Schwingungen in einem Medium (Sand) in Wärme umgewandelt werden?

Wenn ich vogeldrums richtig verstehe, möchte er hauptsächlich den Klang optimieren und nicht gezielt den Trittschall.

Ich bastelte mir mal eine Base für einen Röhrenverstärker, bei der ich ein Holzbrett (MDF) mit Nylonschnur in einem Rechteckrahmen aufhängte.
Das federte ähnlich wie ein Subchassis und dürfte gut gegen Trittschall gewesen sein.
Mit dem Sound war ich aber gar nicht zufrieden, da der Baß schwammig wurde.

Ich würde es erstmals mit Holz (Multiplex oder MDF) und evtl. Sand versuchen.
Feinen Aquariensand gibts meist auch in offenen Packungen.
D. h., man muß keinen ganzen Sack kaufen.

Grüße DL
Klangkatze
Stammgast
#19 erstellt: 29. Mrz 2013, 21:55
Die Schwingungen werden weitergegeben; in Form von Bewegungsenergie...

Molekühle, die andere Moleküle anstoßen, zum Schwingen bringen...
volvo740tius
Inventar
#20 erstellt: 29. Mrz 2013, 23:51
Hallo,
ist das jetzt auch noch so, oder war das vor acht Jahren?

Gruß Thomas
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