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Vinyl und Dynamikumfang im Vergleich zu HiRes-Audio

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AusdemOff
Inventar
#51 erstellt: 03. Dez 2025, 21:43

doc_sisiphus (Beitrag #49) schrieb:
Hallo,
du schreibst:
"Demzufolge ist Vinyl im Prinzip "digital".
dem widerspreche ich.


1. Alles was von Vinyl kommt kann nur analog sein.

Ungeachtet dessen wie die Musik auf die Platte kam?

2. Alles was aus Lautsprechern kommt kann nur analog sein

Hat noch nie jemand bestritten.

3. Unsere Ohren funktionieren nur analog

Auch das ist unumstößlich.

4. auch wenn das Signal zwischenzeitlich durchaus mal in digitaler Form vorhanden war.

Wie kann es dann aber sein das Vinyl einem kalten und schrill klingendem Medium plötzlich das gewisse Etwas einhaucht?

5. gegenüber guten Argumenten bin ich aufgeschlossen.

Also hast du bis dato keine gefunden. Schade.
flexiJazzfan
Inventar
#52 erstellt: 03. Dez 2025, 23:35
Aufgrund der universellen Form der Sinusschwingung ist sie gut zu digitalisieren und verlustlos zu rekonstruieren. Der theoretischen Fähigkeit setzt allerdings die reale Wandlung, mechanisch-elektrisch und elektrisch-mechanisch, physische Grenzen. Die Schallplattenwiedergabe hat zwei dieser Wandler mehr und noch eine elektrische Verzerrung und Entzerrung im Signalpfad. Man kann das sehr gut machen, aber was könnte der Vorteil sein?

Das Ohr ist im übrigen auch ein mechanisch-elektrischer Wandler mit frequenzspezialisierten Einzelelementen. Diese leiten ihre mechanische Reizung als elektrische Impulse weiter. Die Lautstärke wird meines Wissens durch die Anzahl der Impulse und zusätzliche Nachbarschaftseffekte signalisiert. Ich sehe das auch als eine Art Digitalisierung.

Gruß
Rainer
Jörg_A.
Inventar
#53 erstellt: 03. Dez 2025, 23:51
Letztendlich ist es doch egal. Jeder hört was ihm gefällt.
Es gibt absolut top abgemischte LPs und CDs.
Genau das selbe in absolut mies. Wo ist also das Problem?
Ob ein gut klingendes Medium auf CD oder LP vorliegt ist mir egal. Ich kenne beides.
Die Masters von z.B. Pink Floyd liegen eideutig analog in vielen Spuren vor. Und daraus sind richtig tolle LPs, CDs und Mehrkanal SACDs entstanden.
Muss man aus allem einen Glaubenskrieg machen? Ich glaube, nein.


[Beitrag von Jörg_A. am 03. Dez 2025, 23:52 bearbeitet]
tomtiger
Administrator
#54 erstellt: 05. Dez 2025, 14:45
Hi,


bielefeldgibtsnicht (Beitrag #35) schrieb:
Die mich bewegende Frage lautet: Weshalb vermisse ich beim Wechsel von CD auf Vinyl keine Dynamik und weshalb empfinde ich den Wechsel von Vinyl auf CD nicht als Dynamikzuwachs?

Bei guten Platten deren Spieldauer pro Seite ca. 20 Min. beträgt, fallen mir kaine gravierenden Dynamikverluste gegenüber CD auf.



weil es einfach ausgedrückt den Unterschied zwischen dem leisesten und dem lautesten Signal angibt. Du müsstest also eine Aufnahme wählen, wo leises Flüstern und sehr laute Töne drauf sind.

Das technisch bessere muss auch nicht das sein, was sich besser anhört. So mischt man durchaus harmonische Verzerrungen dazu, weil es sich besser anhört (Exciter, ein Effekt, der verantwortlich gemacht wird, dass sich Röhrenverstärker besser anhören als Transistorverstärker). Im Endeffekt "verschlechtert" man das Signal, das gefällt aber durchaus besser.


Problematisch wird es halt immer dann, wenn irgendwer versucht, technische Details als Begründung dafür zu nennen, dass ihm irgendetwas besser gefällt. Insbesondere dann, wenn dieses "etwas" eine ganze Gattung wie CDs, oder Streaming ist.

Es wäre viel verträglicher, wenn jeder hört was er will, ohne alles andere schlecht machen zu wollen. Aber Menschen sind halt offenbar leider so gestrickt, dass sie das häufig genau so tun.

LG Tom
AusdemOff
Inventar
#55 erstellt: 05. Dez 2025, 16:19
Dynamik bei Musik ist nicht alles. Es ist einer der Parameter die man zur Beurteilung einer technischen Qualität heranziehen kann. Hat aber auch so seine Tücken. Beispielsweise gibt es Pressungen mit wunderschönem Dynamikbereich. Leider ist die eine oder andere derart übersteuert, das der Klirr schon körperlich weh tut. Kein Scherz.

Kein Medium ist perfekt. Alle haben sie ihre Stärken und Schwächen. Man kann beides an einem Medium lieben oder hassen. Deswegen aber gleich andere von seiner Überzeugung beeinflussen zu wollen ist dann mehr als fragwürdig.
uem
Stammgast
#56 erstellt: 05. Dez 2025, 18:29
Als Analogiker der Alten Schule bin ich nur bedingt qualifiziert, eine „Technisch Relevante Beurteilung“ zu machen.

Wobei mir auffällt, dass im Thread-Titel von HiRes-Audio gesprochen wird, später aber dann auf der CD rumgehackt wird. Gemäss meinem Verständnis wäre die originale „Red Book“ CD aber noch nicht HiRes.

Als Liebhaber Klassischer Musik möchte ich aber auf einen wichtigen Aspekt hinweisen:
Es gibt fast keine NEUEN LPs / Vinyl mehr in diesem Genre.
Anderseits kann man z.b. bei den Berliner Philharmonikern „echte“ HiRes Dateien kaufen (192/24)
https://www.berliner-philharmoniker-recordings.com

Und dann gibt’s zurzeit hervorragende Vinyl Re-Masters von der Deutschen Grammophon , die Original Source Aufnahmen https://store.deutsc...riginal-source-vinyl
(Wirklich Saugut, aber ebenso Schweineteuer: nur für wirklich angefressene – bekenne mich schuldig )

Ja, ich habe beides: je eine grosse CD und Vinyl Sammlung
Was ist besser? Falsche Frage: Welche MUSIK gefällt mir ?!
Eben die, die ich auf dem vorhandenen Tonträger grad habe…

Und was nun mit den „Berlinern auf HiRes“ ! Gestehe zerknirscht, dass ich gar keine adäquate DAC HIFI-Kette habe – die Berliner höre ich bloss auf meinem Mobilen Player mit IEM…fantastisch !!

Mit Voll-Analogem Gruss
Urs


[Beitrag von uem am 05. Dez 2025, 18:30 bearbeitet]
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