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Welches MM Pickup ist das Beste für mich?

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Funkster
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Nov 2003, 14:16
Hallo,
ich experimentiere eifrig mit MM Systemen und stelle mir immer wieder die Frage, welches denn nun das Richtige für mich ist.

Die Wünschestwertesten Eigenschaften wären neben hochauflösender Hochtonwiedergabe und klaren tiefsten und kräftigsten Bässen noch, dass ich in Sachen Knackser und Knistern immer wieder gegen Windmühlen kämpfe, also suche ich einen TA, der auch hier nicht so empfindlich ist, und Fremdgeräusche nicht so heftig wiedergiebt.

Welches (Discosysteme ausgenommen) wäre denn hierbei empfehlenswert?

Oder gilt doch: "Je schärfer und besser die Nadel, umso mehr Fremdgeräusche werden auch übertragen"?.

Ach ja, Hab momentan VMS Systeme von Ortofon in Betrieb. Der Sound ist sehrgut, die Wiedergabe von Knacksern allerdings auch.
Holger
Inventar
#2 erstellt: 04. Nov 2003, 14:30
Hast Du die Platten mal richtig gereinigt ?
Das reduziert schon ungemein.

Hier mein Tipp >>> http://www.vinyl-lebt.de/home-vl1024/html/die_waschseiten.html, Stichwort Cheap Thrill.

Es ist aber auch meine Erfahrung, dass, je feiner die Abtastnadel und je geringer die Auflagekraft ist, die Übertragung von Knisterstörungen und kleinen Knacksern zunimmt.
Deshalb stehe ich persönlich auf MCs mit Rundnadel und 25 mN Auflagekraft mindestens.
Besorge Dir doch als Alternative mal ein älteres Shure M-75 und rüste es mit einer neuen konischen Nadel aus, wird mit 20 bis 30 mN gefahren und klingt prima. Und ist nicht teuer.
Funkster
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 04. Nov 2003, 14:57
Jaja, ich reinige die Vinyls nach dem Erwerb
immer mit 'ner Knosti (selbstgebraute Suppe versteht sich).

Die meisten ebay tonkonserven haben's denn auch nötig.

Hab gute bis sehrgute Erfahrungen bislang machen können mit der Plattenwäsche.

Ja, da werd ich wohl mal so'n Shure M 75 probieren.
Muss ich wg. dem sphärischen Nadelschliff nicht mit klanglischen Abstrichen rechnen (weniger feinzeichnend o.ä.)? Und, sind über 2 Gramm ned plattenmordend?
Holger
Inventar
#4 erstellt: 04. Nov 2003, 19:35
Probier's einfach mal aus. Ich habe keinen großen Unterschied zwischen z.B. so einem kleinen Shure und einem AKG P8ES Nova mit VdH-Nadel festellen können.

Und was die Auflagekraft angeht : viele der besten Tonabnehmersysteme der Welt, z. B. die Ortofons der SPU-Baureihe oder das Rohmann oder die EMT-Tondose werden mit 2,5g und mehr "gefahren", ich betreibe ein SPU mit 3g.
Wenn so ein System richtig gefertigt und eingebaut und justiert ist, schont das die Platten mehr als ein hyperscharfer Schliff, der aus dem Grund, WEIL er eben so scharf ist, nur mit 1,25g betrieben werden kann und der dann von jedem Staubkörnchen "aus der Bahn geworfen" wird und durch sein Herumschlingern in der Rille deren zarte Flanken beschädigt.
Funkster
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 05. Nov 2003, 08:05
Mit 'nem Shure, muss ich ma schaun.
Hat denn mal jemand Erfahrungen mit 'nem M97 o.ä. ?

Soll unter den MM Systemen ja auch schon in die Spitzenklasse hineinragen.
Stimmt das?- oder soll man gleich auf ein V15 zugreifen?
Albus
Inventar
#6 erstellt: 05. Nov 2003, 12:41
Tag Funkster,

du experimentierst, also in der Kombination der gegebenen Geräte. - Wenn du die VMS-Typen (ortofon-isch hell) schätzt, dann wird ein V 15 dir nicht ohne Weiteres gefallen können. Erstens, beiseite, die herstellerseitig gemeinte Abschluß-Impedanz zG des V 15 ist ziemlich genau einzuhalten, sonst 'Klangverlust'. D.h. 47 Kiloohm Widerstand mit maximal 250 pF Gesamtkapazität (aus Tonarmverkabelung, Phonokabel, Phonoeingang). Kennst du die Impedanz des gegebenen Phono-Einganges? Zweitens, die V 15-Typen sind grundtönig und weich zugleich, gewissermaßen gegensätzlich zu den VMS-Typen. Ab 350 pF Gesamtkapazität erleidet ein V 15 deutliche Höhenverluste (mehrere dB).

Ja, wer experimentiert, der muss an Vielerlei zugleich denken. - Ein MM-System muss genau passen - für beste Performance: Passend sein zu Plattenspieler, Tonarm, Verkabelung, Verstärker, Lautsprecher - und Hörer. Diese Mannigfaltigkeit hat - früher - Beratung so interessant gemacht. Weil, nicht ganz einfach.

MfG
Albus

PS: Bitte, kein M 75, kein AT 95 E, auch kein M 97. Experimentiere lieber weiter.


[Beitrag von Albus am 05. Nov 2003, 12:42 bearbeitet]
Holger
Inventar
#7 erstellt: 05. Nov 2003, 14:19
Also mein M-75 klingt mit einer neuen Originalnadel ED Type 2 ganz hervorraged (SME 3009 Series II, Garrard 301, gerade gestern Abend Linkin Park "Meteora" und Suzanne Vegas Debütalbum).
Funkster
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 05. Nov 2003, 14:29

Tag Funkster,

du experimentierst, also in der Kombination der gegebenen Geräte. - Wenn du die VMS-Typen (ortofon-isch hell) schätzt, dann wird ein V 15 dir nicht ohne Weiteres gefallen können. Erstens, beiseite, die herstellerseitig gemeinte Abschluß-Impedanz zG des V 15 ist ziemlich genau einzuhalten, sonst 'Klangverlust'. D.h. 47 Kiloohm Widerstand mit maximal 250 pF Gesamtkapazität (aus Tonarmverkabelung, Phonokabel, Phonoeingang). Kennst du die Impedanz des gegebenen Phono-Einganges? Zweitens, die V 15-Typen sind grundtönig und weich zugleich, gewissermaßen gegensätzlich zu den VMS-Typen. Ab 350 pF Gesamtkapazität erleidet ein V 15 deutliche Höhenverluste (mehrere dB).

Ja, wer experimentiert, der muss an Vielerlei zugleich denken. - Ein MM-System muss genau passen - für beste Performance: Passend sein zu Plattenspieler, Tonarm, Verkabelung, Verstärker, Lautsprecher - und Hörer. Diese Mannigfaltigkeit hat - früher - Beratung so interessant gemacht. Weil, nicht ganz einfach.

MfG
Albus

PS: Bitte, kein M 75, kein AT 95 E, auch kein M 97. Experimentiere lieber weiter.


Ja, ich glaube, mein Preamp hat am MM Phonoeingang bereits 125 pF. Summiert man alles auf, so werden die 250 sicher überschritten. Ich denke aber, dass es besser ist, einen linealglatten Frequenzgang bis 15kHz zu haben als einen "buckligen" bis über 20 kHz (weil ab 15 sowiso jenseits der Hörgrenze). Aber wozu viel Kohle für'n V15 ausgeben, wenn dann schon der Umstieg auf dynamische Systeme lohnt (Arm ist aber leider nicht bedämpft)?

Albus, womit hast Du denn die besten Erfahrungen gemacht?

(ich weiss, ist immer subjektiv, aber nur mal so um auch andere Meinungen zu hören). Und warum sind die kleineren Shure Deiner Meinung nach so schlecht?
Albus
Inventar
#9 erstellt: 05. Nov 2003, 15:17
Tag erneut Funkster,

MM sind sämtlich nicht linear im Bereich 2KHz bis 7 KHz, die so genannte Senke; gerade bei dem in Rede stehenden V 15 ausgeprägt (fast eine Stilblüte). Die V 15 Typen können auch durch 68 KOhm Abschlußwiderstand nicht gerettet werden. Das überkommene M 75 war und ist was für Klein Fritzchen, der Fahrradfahren lernt, wackelige Tonbildung, viel bewegte Masse, da langmetallgefaßter Splitter. Die M 95, M 97 - was soll's, starke Tiefenresonanzen, unausgeglichen im Klangbild, Kapazitätssensibelchen.

Ich habe unzählige Systeme gehabt, verkauft, verschenkt. Behalten habe ich Yamaha MC 1000 (für schwere Arme), Shure Ultra 500 (für mittelschwere Arme), Yamaha MC 501 (für leichte Arme), Ortofon MC Nr.2 (für schwere Arme, der Bauhöhe wegen). Ich habe sehr viel experimentiert. Doch, das ist Vergangenheit. Und jetzt? Jetzt kaufte ich schlicht ein Ortofon VM Red, in deiner Situation, und machte uU die Tellerauflage dünn.

MfG
Albus
Funkster
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 06. Nov 2003, 09:36
Danke Dir.
Mal sehen, was der Weihnachtsmann so bringt.
Wie war nochmal die Zuordnung der Nummern zu den Farben bei Ortofon?

VM White -> 510 MK II
VM red -> 520 MK II
VM Blue -> 530 MK II
VM Silver-> 540 MK II ?

(Den Tip mit dem M75 werd ich bei Gelegenheit aber auch noch verfolgen. Hatte seinerzeit mal 'nen Nachbau, war allerdings denn auch nicht so doll)
Bernd
Stammgast
#11 erstellt: 06. Nov 2003, 10:17
hallo Leute,

hochauflösende Hochtonwiedergabe, aber die Staubpartikel auf der Platte usw. sollen nicht übertragen werden? schließt sich das nicht aus? Wenn der tonabnehmer empfindlich genug ist, muss er doch wohl alle "Fremdkörper" mitübertragen.
Ich habe in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass ein Rega Elys meine alten Scheiben fast nebengeräuchfrei abtastet. Ich nehme an, dass die Nadel einen anderen Schliff hat und damit einen noch jungfräulichen Teil der Rille berührt.
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