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Thorens TD 110, TA-System?

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AU-9900
Neuling
#1 erstellt: 16. Jul 2007, 12:37
Hallo zusammen,


ich bin vor einigen Tagen auf der Suche nach Infos zu einem Tonabnehmer der Firma Satin hier gelandet. Tolles Forum! Zu meiner Person: Ich heiße Rainer, bin so knapp über die 40 und habe gerade meinen Keller aufgeräumt. Das ist jetzt nicht wirklich so interessant werdet ihr sagen, aber ich habe meinen vor Jahren eingemotteten Plattenspieler wiederentdeckt und mit in die Wohnung genommen. Einen vernünftigen Standort habe ich noch nicht, werde wohl -da Holzfußboden- etwas an die Wand dübeln müssen.

Eingemottet stand er mit einem einfachen Marantzsystem, das gute Satin hatte ich damals abmontiert und in den Schrank gelegt. Dachte ich, aktuell finden sich leider nur noch zwei Ersatznadelträger. :-( Ich bin aber ein paar mal umgezogen, mal schauen, was diverse Kisten noch so hergeben.

Wie ich gestern durch Berichte in diesem Forum lernen durfte, gibt es die Firma Satin auch nicht mehr. Also muß ich mich auf die Suche nach meinen Systemen begeben. Um die Zeit zu überbrücken, hätte ich jedoch gerne ein besseres System als das einfache Marantz montiert. Ein Decca London habe ich noch liegen, meine mich jedoch zu erinnern, daß damit irgendetwas war damals... Daher wollte ich es mal unter eine Lupe halten.

Das war dann der zweite Lerneffekt, denn Mediamarkt verkauft zwar Plattenspieler "Pro Ject", aber Null Zubehör. Keine Plattenbürste, keine Waage, keine Lupen nichts. Bei Conrad immerhin fand ich dann eine Bürste, eine Waage benötige ich aber immer noch, von einer Lupe mal nicht zu reden.

Tja, bei ebay entdeckte ich das Denon DL 160 für 119 Euronen. Aufgrund der Beschreibung "HighOutput-MC" könnte es an meinen Sansui passen. Meine Frage ist nun, was taugt das System bzw. könnt ihr mir eines empfehlen? Zu den Daten meiner Anlage:

Thorens TD 110
Sansui AU-9900 mit
PickupLoad 30, 50 und 100 kOhm
Sensitivity 2, 4 und 8mV


Vielen Dank für eure Antworten,
Rainer
lini
Inventar
#2 erstellt: 16. Jul 2007, 14:27
Rainer, soweit ich weiß, hat der TD110 den leichten TP30-Arm (7,5 g) - dafür könnte das DL-160 schon ein wenig zu hart aufgehängt sein. Idealer wären da wohl diverse MMs mit Nachgiebigkeiten um 25 µm/mN, z.B. Ortofon's Serien OM(B)xx(Super), VinylMaster/5x0II. Die hätten zudem auch den Vorteil der wechselbaren Nadeleinschübe, sodass Du erstmal günstig etwa mit einem OMB20 oder 520II einsteigen und später mit besserem Nadeleinschub upgraden könntest.

Grüße aus München!

Manfred / lini
AU-9900
Neuling
#3 erstellt: 16. Jul 2007, 15:18
Hallo Manfred,


danke für die Rückmeldung! Ich habe den Tonarm einmal abgelichtet:



Eine Bezeichnung oder Nummer des Armes kann ich nirgends entdecken. Tut mir Leid.


Viele Grüße,
Rainer
lini
Inventar
#4 erstellt: 16. Jul 2007, 15:35

AU-9900 schrieb:
Eine Bezeichnung oder Nummer des Armes kann ich nirgends entdecken. Tut mir Leid.


Machte nixe - das ist jedenfalls der originale TP30.

Noch'n Gruß!

Manfred / lini

P.S.: Wo wohnst denn Du? Denn vielleicht weiß dann ja jemand einen brauchbaren Laden mit Phono-Zubehör in der Nähe...
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 16. Jul 2007, 18:46
Hallo!

Ein DL-160 wäre beim TP 30 in der Tat suboptimal. Gut zu dem Tonarm passende Systeme wurden ja schon einige genannt. Dazu noch einige Worte. Die Vinylmasterserie von Ortofon taugt recht gut für Rock/Pop, insbesondere das VM red stellt ein System mit gutem Preis-Leistungsverhältniss dar. Die Ausnahme von dieser Regel stellt das VM silver dar daß auch mit Jazz und Klassik gut zurechtkommt und das Tonal stimmigste System der VM-Reihe darstellt, allerdings hat es seinen Preis. Sehr gute Allrounder stellen die OM-S/OMB Systeme dar deren Grundkonstruktion bis in die frühen 80ger zurückreich und die für leichte Tonarme konzipiert wurden. Sie machen im TP 30 Tonarm eine recht gute Figur. Selbstverständlich gibt es auch Alternativen zu den Ortofon Systemen, z.B. das Shure M97xE dasmit hochgeklapper Bürste ebenfalls ein recht gutes Ergebniss im TP 30 erbringt und das mit seiner Resonanzfrequenz von ca. 10 Hz Technisch ideal zum TP 30 passt. Es ist vor allem für Liebhaber eines runden stimmigen Klangbildes mit satten Bässen interessant die dafür auf etwas Auflösung und Durchhörbarkeit verzichten können. (was nicht heißt daß das System keine gute Auflösung hat, sondern daß das Stimmige runde Klangbild zuungunsten von ein wenig Auflösungsvermögen geht.)

MFG Günther
AU-9900
Neuling
#6 erstellt: 16. Jul 2007, 21:57
Hallo zusammen,


dafür könnte das DL-160 schon ein wenig zu hart aufgehängt sein


DL-160 wäre beim TP 30 in der Tat suboptimal


danke für die Hinweise!


was nicht heißt daß das System keine gute Auflösung hat



haben nicht MM-Systeme generell weniger Auflösung, als die MC-Systeme? Zumindest hatte man mich damals (vor über 15 Jahren) so beraten und daher kaufte ich halt das Satin (M117 in rot und schwarz, glaube ich), die ich zunächst an zwei Lencos (L75?, die mit den kleinen Seilchen hinten) betrieb. Aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen habe ich die Lencos weitergegeben damals und den Thorens behalten, mit dem ich nie so richtig warm geworden bin (mehr aus optischen und haptischen Gründen). Leider habe ich keine Daten mehr zum Satin bzw. aktuell nicht im Zugriff. Aber evtl. kennt ja der eine oder andere die Beiden. Kann es sein, daß sie zu dem Thorensarm nicht passen? Ihr hattet ja schon mögliche Argumente wie Tonarmmasse, Resonanzfrequenz etc. genannt? Ich kenne micht da leider nicht so aus.

Bezgl. der von euch genannten Systeme erscheint mir das OM20Super (149 €)als ein Multitalent wegen der Austauschbarkeit der Träger. Was ist denn von den Nachbaunadeln om30 als Ergänzung zum Om20Super zu halten, sind ja einiges günstiger?

Ich habe an meinem Sansui AcousticResearch AR 92. Die lieben Stimmen und Saxophone und wenn das Shure eher basslastig ist und obenherum nicht so viel kann ist das Ortofon vielleicht die zunächst richtige Wahl, wenn auch 30€ teurer...

Aufgrund meiner langen LP-Abstinenz habe ich auch die gesamte Preisentwicklung nicht verfolgt und es fällt mir schwer, einen Bezug zwischen meinen Altsystemen (Satin Mitte der 80er Jahre um die 150DM (?), das Schwarze war teurer?) und den neuen Systemen herzustellen. Fragen über Fragen...


Einen schönen Abend wünscht
Rainer


[Beitrag von AU-9900 am 16. Jul 2007, 22:03 bearbeitet]
lini
Inventar
#7 erstellt: 17. Jul 2007, 03:07
Rainer: Du kannst zwar freilich auch zum OM20Super greifen, aber die Nadel 20 bringt auch das deutlich günstigere OMB20 für rund 75 Euro mit. Abraten würd ich hingegen von irgendwelchen Nachbauten, den das sind oft nur einfache, gebondete Varianten, die - wenn überhaupt - gerade mal die Qualität der Nadel 10 erreichen.

Zu MM vs. MC: Klar, prinzipiell können MCs theoretisch noch einen Tucken besser aufspielen, weil die bewegte Masse geringer ist. Das düfte allerdings auch nur mit den echten MCs mit deutlich niedrigerer Ausgangsspannung gelingen - bei MCHOs wird's dann schon wieder mehr bewegte Masse. Viel hängt aber natürlich auch vom Nadeltyp/-schliff und vom Nadelträger ab. Aber so richtig gute, aufwendige MMs gibt's heutzutage nicht mehr wirklich viele - ähnlich wie auch MCs mit hoher Nadelnachgiebigkeit mittlerweile kaum noch aufzutreiben sind...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 17. Jul 2007, 06:50
Hallo!

Eigentlich kann man das Auflösungsvermögen eines Abtastsystems nicht vom Tonabnehmerprinzip abhängig machen, technisch gibt es keinen Grund eine der drei gängigen Bauarten des Generators vorzuziehen (MC, MI, MM )Allerdings werden mit ausnahme der Grado-Systeme aktuelle Hochpreissysteme nur als MCs gefertigt und howertigste MMs gibt es nur noch als Gebrauchtware. (z.B. die bekannten Shure V 15 Serien) Es gibt auch einige MCs die man in deinem Tonarm recht gut unterbringen könnte, allerdings würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall zu einem der schon genanten MMs grewifen. Ich selbst besitze einige Plattenspieler, darunter auch ein Thorens TP 145 MK II mit TP 16 Isotrack Arm in dem ein OM 30S verschaubt ist. Das System klingt sehr ausgewogen mit guter Feinzeichnung und recht hoher Dynamik. Probleme mit der Durchhörbarkeit stellen sich erst bei Großorchestralen Werken mit einem Orchester von Wagnerischen Dimensionen ein. Jazz, zumal kleine Combos, Kammermusik und ältere Rockaufnahmen aus den 70gern und frühen 80gern bieten keine Probleme mit denen das System nicht fertig würde. Die OMB-Serie ist eine OEM-Variante der OM-Serie und kann praktisch ohne Klangliche Abstriche genau sogut verwedet werden. Die verwendeten Nadeln sind die Gleichen. Die verwendeten Generatoren sind leicht unterschiedlich wobei sich der Unterschied in der Hauptsache in einer etwas höheren Ausgangsspannung der OMxxS Serie äussert. Ein OMB Korpus mit einer Nadel 20 oder gar 30 erscheint mir in deinem Fall als eine recht gute Wahl.

MFG Günther
AU-9900
Neuling
#9 erstellt: 17. Jul 2007, 10:15
Hallo zusammen,


prima, dann schaue ich mal nach einem OM(B)20(SUPER). Ich wohne im Raum Ratingen/Düsseldorf. Habt ihr eine Empfehlung bzgl. eines Ladens?

Da fällt mir noch ein: Sollte ich eine Schablone für den Einbau nutzen? Gibt es die irgendwo auch im Download?


Vielen Dank,
Rainer
lini
Inventar
#10 erstellt: 17. Jul 2007, 16:25
Rainer, eine Laden-Empfehlung in der Gegend hab ich zwar nicht, aber online gäb's das OMB20 z.B. für günstige 75 Euro bei Mrstylus.com und sogar noch 'n Fünfer günstiger, weil derzeit im Sonderangebot, bei Williamthakker.eu.

Was Einbauschablonen angeht, kuckst Du einfach dort: http://www.vinylengine.com/manuals_tonearm_protractors.shtml

Güße aus München!

Manfred / lini


[Beitrag von lini am 17. Jul 2007, 16:26 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 17. Jul 2007, 16:38
Hallo!

Hier noch einen Link zur alten Audio-Schablone aus den 80gern, für mich immer noch die beste Downloadbare Schablone überhaupt. Eine Juatageanleitung gibts da auch. http://www.ovi.ch/hifi/schablone/

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 18. Jul 2007, 06:18 bearbeitet]
AU-9900
Neuling
#12 erstellt: 17. Jul 2007, 17:28
Hallo Günther,


irgendwie finde ich keinen Link in Deinem Posting. Aber beim Googlen habe ich Dank Deines Hinweises folgende Seite gefunden: Audio-Schablone

Es gibt dort mehrere Schablonen, wenn Du ein bischen scrollst, kommt auch ein Link zu einer Audio-Schablone, ein weiterer Link führt zur Beschreibung. Meinst Du die?


Der "Williamthakker" ist gar nicht so weit entfernt, vielleicht fahre ich morgen mal nach Bottrop und hole mir das System vor Ort.

Die führen auch diese kreisrunden Wasserwaagen, die einfache von Ortofon reicht wohl? Was haltet ihr von der Kombination Nadelbürste und Spezialreinigungsflüssigkeit?

Dann hätte ich wohl alles beisammen. Eine Testschallplatte könnte noch fehlen, früher hatten wir die dhfi(?). Da konnte man das System bis an die Grenzen bringen und einen großen Bereich für Antiskatingtests gab es auch.


Danke,
Rainer


[Beitrag von AU-9900 am 17. Jul 2007, 19:39 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 18. Jul 2007, 06:44
Hallo!

Sorry, das muß an der Hitze liegen, du siehst mich beschämt. Ich habe den Link nachträglich eingefügt. Aber du hast die Page ja ohnehin schon gefunden. Zum "ins Wasser stellen" reicht m.E. eine "Libelle" aus Kunstoff aus dem Baumarkt. Es gibt von der Firma HiFi-Kemper in Ulm (die sind etwa 3KM von meiner Wohnung entfernt) eine Wasserwaage ähnlich einer "Libelle" die den Vorzug hat daß sie über die Plattentellerachse passt und ansprechend gestylt ist. Wenn du also Spaß an schönen aber nicht unbedingt notwendigem Spezialwerkzeug hast solltest du sie dir einmal anschauen. Spezialreinigungsflüssigkeiten bestehen zum allergrößten Teil aus Isopropanolalkohol oder Äthanol aus der Apotheke mit ein wenig Duftstoff, falls du auf den Duftstoff verzichten kannst bist du mit ca.2 Euro für etwa 200 Milliliter dabei. So etwa einmal in der Woche die Nadelbürste damit tränkel und die Nadel dann damit reinigen beseitigt hartnäckige Anhaftungen recht zuverlässig, ansonsten genugt in der übrigen Zeit m.E. die normale Trockenreinigung. Testschallplatte und Digitalwaage sind bei mir unverzichtbare Bestandteile einer korrekten Justage, ich benutze immer noch die alte RCA/ERATO Hi-Fi Test von 1977 die leider nur noch über Ebay zu bekommen ist, aber die ist meistens recht gut erhalten da wohl kaum jemand die Tests zum vergnügen abgespielt hat. Recht gut ist auch die dhfi 2 aus den späten 60gern die ich auch noch habe, (gibts leider auch nur noch über Ebay) bei der allenfalls der Antiskatingtest zu bemängeln ist, da er m.E. weniger aussagekräftig ist wie der der obenerwänten RCA/ERATO LP. So, bei weiteren Fragen kannst du diese ruhig posten, fürs erste hoffe ich mal deine Fragen einigermaßen beantwortet zu haben, eventuell gibts noch die eine oder andere Meinung dazu, oder auch weitere nützliche Tipps.

MFG Günther
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